13:46:03 | Dienstag, 26. August 2008
Seit neuestem scheint der Ausdruck „christliche Mission“ zu meinen, daß Christen von anderen Religionen missioniert werden.

Der indische Jesuitenpater Sebastian Painadath
© Pressebild der ‘Missio’(kreuz.net) Den Ruf „Erkenne, wer du bist, werde, der du bist! Erkenne, wer du bist; werde, der du bist!“
höre man bei geistlichen Meistern und Mystikern jeder Religion.
Das erklärt die Mainzer Diözesanstelle
der Päpstlichen Missionswerke in einer Ankündigung für einen Meditationskurs mit dem indischen Jesuitenpater
Sebastian Painadath im Exerzitienhaus Hofheim der Franziskaner.
Hofheim liegt zwischen Frankfurt und
Mainz.
Dem Meditationskurs geht es um die angeblich tiefste Selbsterkenntnis: „Ich bin göttlich!“
Die
Ankündigung bei der ‘Missio’ behauptet dann fälschlicherweise, daß die angebliche „Göttlichkeit“ des
Menschen in der christlichen Tradition als „Vergöttlichung“ bezeichnet werde.
„Dem tiefsten und wahren
Wesen nach sind wir göttlich“ – wird weiter behauptet und diese Falschaussage sogar Christus unterstellt:
„Dies ist die Heilserfahrung, die Jesus uns vermittelt.“
In diesem Zusammenhang gibt es auch einen Verweis
auf den Heiligen Augustinus von Hippo († 430) – der allerdings solche Dinge nie behauptet hat.
Pater
Painadath habe im Auftrag seines Ordens in der Stadt Kalady in Südindien ein angebliches „Zentrum für
indische Spiritualität“ eröffnet, wo die „geistige Begegnung“ zwischen den Religionen gefördert werde.
Er versucht auch seit über 25 Jahren, die angebliche mystisch-spirituelle Dimension des christlichen
Glaubens in Europa zu vermitteln.
In seinem Meditationskurs würden „inspirierende Texte zum Thema Vergöttlichung
aus östlicher und christlicher Mystik gelesen und meditativ verinnerlicht.“
Als Literaturangaben für
die Teilnehmer der Meditationstage des Paters wird auf Textegebräu verwiesen, das die Upanischaden, den
Heiligen Evangelisten Johannes, den Heiligen Völkerapostel Paulus, Kirchenväter, Meister Eckhart († 1328),
den Heiligen Johannes von Kreuz († 1591) und den Jesuiten Teilhard de Chardin(† 1955) umfaßt.
Pater
Painadath pflegt nach Angaben der ‘Missio’ das sogenannte Sonnengebet. Das sei eine dem Hinduismus und
dem Yoga „wesentliche Meditationsform“.
Sie eröffne einen einfachen Zugang zum leibbezogenen Gebet am
Tagesbeginn – oder zu anderen Zeiten des Tages.

Die Webseite der Diözese Linz erinnert an den Mediationskurs mit Pater Sebastian Painadath im Januar 2008
Der Jesuit ist mit Werken über das „Sonnengebet“ an
die Öffentlichkeit getreten, die von ‘missio’ in Aachen verlegt worden sind.
Außerdem hat er ein Buch
mit dem Titel „Erneuerung unseres Glaubens durch interreligiösen Dialog“ geschrieben.
Sein Meditationskurs
beginnt am frühen Morgen mit dem „Sonnengebet“ und umfaßt fünf Meditations- und drei Reflexionseinheiten
sowie am Abend die „meditative Feier der Eucharistie“.
Es ist davon auszugehen, daß es sich dabei nicht
um eine stille Messe im Alten Ritus handeln wird.