13:57:35 | Mittwoch, 3. September 2008
Früher war die Rhön katholisch. Heute baut man dort einen sogenannten „Brunnen der vier Elemente“ – und keiner merkt etwas.

Der Poppenhausner Ortsteil Abtsroda am Fuß der Wasserkuppe
© SehLax, CC(kreuz.net, Poppenhausen) Ende August veranstaltete der Musikverein Cäcilia in Poppenhausen sein traditionelles
Sommerabendkonzert.
Dies berichtet das Nachrichtenportal ‘Schöne-Nachrichten.de’.
Die Gemeinde Poppenhausen
befindet sich am Fuß der Wasserkuppe – dem höchsten Berg der Rhön und von ganz Hessen. Sie gehört
kirchlich zur Diözese Fulda.
Zu Beginn des Konzertes wurde ein neuer „Brunnen der vier Elemente“ vor
dem Eingang zum Poppenhauser Rathaus offiziell übergeben.
CDU-Bürgermeister Manfred Helfrich erläuterte
in seiner Ansprache die Bedeutung des Brunnens.
Erde, Feuer, Wasser und Luft seien die Elemente des Lebens –
erklärte er: Ohne sie gäbe es kein Leben. Sie prägen unsere Sicht der Welt, unser gesamtes Denken und
Fühlen.
Das Element Erde, auch Mutter Erde genannt, stehe für Wachstum und Fruchtbarkeit.
Das Element
Feuer sei eines der primärsten Elemente, weil es meist in der Magie sehr starke Auswirkungen habe.
Das
Element Wasser gelte als das Medium des Lebens und als erstes der Elemente.
Das Element Luft sei der
Stoff zum Atmen. Daher gelte die Luft als das wohl wichtigste Medium für den Menschen und andere Lebewesen.
Fazit: Die vier Elemente seien die Grundlage der ganzen Schöpfung – so der Bürgermeister.
Der „Brunnen
der vier Elemente“ stammt vom Bildhauer Rainer Landgraf aus Fulda-Haimbach, der in Poppenhausen bereits
mehrere Brunnenanlagen hergestellt hat.
Landgraf, der wegen einer Erkrankung nicht am Festakt teilnehmen
konnte, wies zur Gestaltung darauf hin, daß bei dem neuen Brunnen die vier Elemente in Form von allegorischen
Köpfen, die aus vier Steinplatten gefertigt sind, dargestellt würden.
Die kirchliche Weihe erhielt
der Elemente-Brunnen vom katholischen Pfarrer von Poppenhausen, Hw. Ferdinand Rauch, und von seinem evangelischen
Kollegen, Wolf-Benjamin Gittermann.
Hw. Rauch versteckte sich zum Anlaß in einem bürgerlichen Anzug.
Zur Segnung erzeugte er eine skurrile Kombination, indem er eine überdimensionierte, blau-grün gescheckte
Stola über seine Zivilkleidung warf.
Gittermann entschied sich aus ungeklärten Motiven für eine knallrote
Stola. Nach evangelischer Glaubenslehre gibt es weder Sakramentale noch Segnungen.
Hw. Rauch ist seit
1. August Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Georg in Poppenhausen.
Zugleich bekleidet der umstrittene
Geistliche schon länger das Amt des
Sektenbeauftragten der Diözese Fulda .
Die angeblichen Religionsvertreter
Hw. Rauch und Gittermann betonten in ihren schmalbrüstigen Ansprachen, daß der „Brunnen der vier Elemente“
die Menschen zum Nachdenken über die Grundlagen der Schöpfung anregen möge.
Auch soll die bauliche
Anlage ein Treffpunkt für die Bürger und Gäste des Luftkurortes werden.