14:12:50 | Freitag, 12. September 2008
Jana lud ihren ersten Sexpartner ins Kinderzimmer ein. Sie war damals zwölf. Die 17jährige Jessi führt Buch über ihre inzwischen 51 Liebhaber. Hendriks Mutter ist stolz, daß ihr Sohn einen Job als Pornodarsteller in Aussicht hat.

„Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“
(kreuz.net) Am 10. September hat die ‘Aachener Zeitung’ das Buch „Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn
Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“ vorgestellt.
Darin warnen die Autoren Bernd Siggelkow und Wolfgang
Büscher vor einer frühreifen, hypersexualisierten Jugend, die unfähig zu Partnerschaften ist.
Autor
Bernd Siggelkow – ehemaliger Prediger bei der Heilsarmee – ist Gründer des Kinderhilfswerks „Arche“ im
Ostberliner Stadtteil Hellersdorf.
Die „Arche“-Kinder kommen oft aus Familien, in denen die Mütter keine
Arbeit haben und die Väter verschwunden sind.
In dreißig Geschichten erzählt Siggelkow von Achtjährigen,
die mit ihren Müttern Pornos anschauen, oder von Vierzehnjährigen, die Liebhaber an ihre Mütter weiterreichen.
Viele Mütter vermittelten schon Zehnjährigen die Vorstellung, daß viel Sex der Maßstab für Erfolg
im Leben sei.
Dazu kommt die Internet-Pornographie und Porno-Videos für das Handy: „Die Kinder können
die vielen Sex-Infos gar nicht einordnen“ – so Siggelkow.
Er würde gern Handys verteilen, mit denen
Kinder nur telefonieren können – und sonst nichts.
Siggelkow fordert mehr Freizeit- und Jugendeinrichtungen
und Grenzen bei der Computernutzung.
Was er in der „Arche“ erlebt, schockt ihn manchmal noch immer.
Neulich spielte eine Gruppe Kinder nicht mehr Verstecken, sondern Gruppensex: Acht kleine Jungs warfen
sich nacheinander auf ein Mädchen.
Nach Siggelkows Schilderungen ist auch Verhütung bei den „Arche“-Jugendlichen
ein Fremdwort.
Es herrscht der Glaube, daß warme Coca Cola oder ein Sprint um den Häuserblock gegen
Babys hilft.
Siggelkow sieht sein Buch nicht als Studie, sondern eher als aufrüttelnde Momentaufnahme.
Die von der Sexwelle überfahrenen „Arche“-Kinder wünschten sich für später eine eigene Familie, mit
Vater, Mutter, Haus und Auto, berichtet er.
Diese Träume werden oft von den eigenen Mütter zerstört:
„Dat is wat für die anderen“.