Sonntag, 5. Oktober 2008 08:56
kreuzmeldungen
Viel Freiheit, wenig Religion + Ende der Kinderhochgebete + Dreißig feiern immer noch + Kein Bandensymbol mehr + Was die Jungen suchen
Viel Freiheit, wenig Religion

Italien. Gestern besuchte Papst Benedikt XVI. den italienischen Staatspräsidenten und Ex-Kommunisten Giorgio Napolitano im Quirinalspalast in der römischen Innenstadt. In seiner Ansprache lobte der Heilige Vater die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat. Die Kirche werde ihre angeblich starke religiöse Präsenz in Italien nicht gegen die persönliche Glaubensfreiheit der dort lebenden Menschen einsetzen – versicherte er. Religionsfreiheit bedeute auch, den Gläubigen zu ermöglichen, ihren Teil zum Aufbau der Gesellschaftsordnung beizutragen.

Ende der Kinderhochgebete

USA. Die Gottesdienstkongregation hat beschlossen, die umstrittenen Hochgebete für Kinder aus dem Römischen Meßbuch zu entfernen. Das teilte der Bischof von Paterson im US-Bundesstaat New Jersey, Mons. Arthur Serratelli, nach Angaben der Nachrichtenseite ‘CWNews’ den Mitgliedern der US-Bischofskonferenz brieflich mit. Die US-Bischofskonferenz hat die Übersetzung der entsprechenden Texte jetzt eingestellt.

Dreißig feiern immer noch

Australien. Mehr als dreißig Pilger des Weltjugendtags sind nach wie vor und illegal in Australien. Das erklärte der australische Einwanderungsminister Chris Evans vor der australischen Zeitung ‘Herald Sun’: „Einige von ihnen feiern noch Parties und genießen Australien – andere werden um Asyl ansuchen.“

Kein Bandensymbol mehr

USA. Schüler in der Stadt Dallas im US-Bundesstaat Texas dürfen künftig ihre Rosenkränze doch um den Hals tragen. Anfang September bezeichneten Sicherheitskräfte den Rosenkranz vor der Schülerin Tabitha Ruiz (16) als Bandensymbol und verboten ihn. Tabitha und ihre Mutter drohten sodann mit einer Klage. Am Mittwoch gab ein Sprecher ihrer Schule bekannt, daß die Kleidervorschriften zu ihren Gunsten geändert wurden.

Was die Jungen suchen

„Jedermann ist klar, daß die Alte Messe heute kein Sondergut humanistisch gebildeter Pensionäre ist. Im Gegenteil: Sie erreicht überdurchschnittlich viele Menschen unter Vierzig – also genau jene Altersgruppe, um die sich viele Pfarreien vergeblich bemühen. Zu den guten Früchten von ‘Summorum Pontificum’ gehört eine innovative Unbefangenheit unter den jungen Gläubigen. Beim Weltjugendtag in Sydney etwa gehörten die ‘Tradis’ der internationalen Gemeinschaft ‘Juventutem’ selbstverständlich dazu.“

Aus einem Bericht von Regina Einig für die katholische Zeitung ‘Tagespost’ vom 27. September
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