19:02:55 | Montag, 6. Oktober 2008
Die beiden Physiker Alfred und Zacharias kommen in ihren gemeinsamen Diskussionen zu erstaunlichen Ergebnissen.

Umschlag des Buches „Die geheime Physik des Zufalls“ des Chemikers Rolf Froböse.
(kreuz.net) Alfred beugt sich vor: „Mal was anderes, Zacharias, bist Du eigentlich Atheist?“
Zacharias
schüttelt den Kopf: „Nein, wie kommst Du darauf?“
„Weil Du offenbar den Leuten nahe stehst, die alles
aber auch alles wissenschaftlich erklären wollen. In diesem Weltbild hat Gott doch keinen Platz mehr.“
„Ganz im Gegenteil, lieber Alfred“ – antwortete Zacharias:
„Für mich hat Gott nicht nur die Erde, sondern
vielmehr das gesamte Universum geschaffen.
Der eigentliche Schöpfungsakt fand vor etwa 13,7 Milliarden
Jahren statt, und zwar lange vor der Entstehung der Erde beim sogenannten Urknall.
Bei diesem Ereignis
wurde das heutige Weltall praktisch aus einem Punkt heraus geboren.“
„Diese Theorie ist mir durchaus
bekannt“ – wirft Alfred leicht beleidigt ein.
„Klar, aber denkst Du auch an die Konsequenzen?“
„Ich
weiß nicht, was Du jetzt meinst: Die Urknall-Theorie ist wissenschaftlich überzeugend untermauert worden.“
Zacharias: „Ich denke an die unvorstellbare Informationsmenge, die in dem geheimnisvollen Punkt unmittelbar
vor dem Urknall stecken mußte.
Ähnlich wie eine Ei- oder Samenzelle einen riesigen Informationspool
enthält, der das aus der Vereinigung resultierende Leben unwiderruflich prägt, hat es in diesem Vorläufer
des Universums bereits sämtliche Daten gegeben, die das heutige Weltall ausmachen.“
„Interessanter Gedanke.
Der Zündstoff des Universums war demnach die Information?“ – Alfred blickt Zacharias fragend an.
Zacharias
überlegt einen Moment, lehnt sich zurück und erwidert dann langsam:
„Im Anfang war das Wort, und das
Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. So steht es bereits im Johannes-Evangelium.“
Alfred schluckt
laut hörbar. „Also – interessant sind die Gespräche mit Dir allemal. Aber glaubst Du wirklich daran?“
„Ja – denn Naturwissenschaft und Religion stehen sich nicht mehr als Gegensätze gegenüber. Vielmehr
ergänzen sie sich komplementär wie der rechte und der linke Schuh eines Menschen.
Gemeinsam bilden
sie ein ideales Paar.“
Auszug aus dem Buch des Chemikers und Publizisten Rolf Froböse: „Die geheime
Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal – Kann die Quantenphysik paranormale Phänomene erklären?“
BoD GmbH Norderstedt 2008, Seiten 107-108.