Instiut Christus König
Zwei altgläubige Orden päpstlichen Rechts anerkannt
Am Fest der Rosenkranzkönigin verlieh der Heilige Vater zwei traditionelle Ordensgemeinschaften die Anerkennung päpstlichen Rechts. Eine der beiden gibt es erst seit wenigen Jahren.
Alte Messe beim Instiut Christus König und Hoherpriester
Alte Messe beim Instiut Christus König und Hoherpriester
© Institut Christus König in Stockholm, CC
(kreuz.net, Gricigliano) Am 7. Oktober – dem Fest unserer Liebe Frau vom Rosenkranz – anerkannte Papst Benedikt XVI. das altgläubige „Institut Christus König und Hoherpriester“ als Gesellschaft des Apostolischen Lebens päpstlichem Rechts.

Das gab die Gemeinschaft auf ihrer Webseite bekannt.

Der Sekretär der päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Prälat Camile Perl, verlas das Errichtungsdekret in der Seminarskapelle im Mutterhaus des Instituts in Gricigliano – unweit von Florenz.

In einem Dankeswort an den Heiligen Vater erwähnte das Institut besonders seine tiefe Verbundenheit mit dem Papst.

Pater Rudolf Michael Schmitz ist Generalvikar und damit höchstrangiges deutsches Mitglied des Instituts.
Pater Rudolf Michael Schmitz ist Generalvikar und damit höchstrangiges deutsches Mitglied des Instituts.
© Institut Christus König in Stockholm, CC
In Afrika gegründet

Die Priestergemeinschaft „Institut Christus König und Hoherpriester“ wurde 1988 in Gabon in Afrika von Prälat Giles Wach gegründet. Der Prälat stammt aus Troyes in Nordfrankreich.

Der damalige Präsident der Kommission ‘Ecclesia Dei’, Paul Augustin Kardinal Mayer (97), verhalf der jungen Gemeinschaft zu ihrem Haus in Gricigliano.

Im September 1990 anerkannte der frühere Erzbischof von Florenz, Silvano Kardinal Piovanelli (84), das Institut als Gemeinschaft diözesanen Rechts.

Die Gemeinschaft zählt derzeit mehr als fünfzig Priester und siebzig Seminaristen. Die Mitglieder wirken weltweit in über fünfzig Bistümern.

Auch der weibliche Zweig anerkannt

Im Jahr 2001 gründeten befreundete Frauen die altgläubige Nonnengemeinschaft „Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu Christi“.

Die Schwestern leben ein beschauliches Leben ohne strenge Klausur. Im Juni 2004 wurden die ersten drei Schwestern durch den Erzbischof von Florenz, Ennio Kardinal Antonelli, eingekleidet.

Im Frühjahr 2007 zählte die Gemeinschaft neun Schwestern und vier Postulantinnen.

Die junge Schwesterngemeinschaft wurde gestern ebenfalls zur Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts erhoben.