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Auf dem Leim verstaubter protestantischer Exegten + Sie kommt – sie kommt nicht + Nichts geht mehr + Mit Imprimatur + Trotzdem gelobt
Auf dem Leim verstaubter protestantischer Exegten

Vatikan. Papst Benedikt XVI. sprach gestern bei der Generalaudienz über das Verhältnis des Apostels Paulus zum sogenannt historischen Jesus. Die Schriftgelehrten und Pharisäer hätten den Heiland nur oberflächlich gekannt. Von bloßen Äußerlichkeiten könne man eine Person nicht kennenlernen. Der Heilige Paulus habe Christus „sicher“ nie getroffen – behauptete der Papst. Doch er habe ihn durch die Apostel und die frühe Kirche gekannt. In seinen Briefen gebe es mehrere Bezüge auf den sogenannten vorösterlichen Jesus.

Sie kommt – sie kommt nicht

Vatikan. Die seit längerem angekündigte Sozialenzyklika Benedikt XVI. erscheint möglicherweise noch im Jahr 2008. Das erklärte der Präsident des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Renato Raffaele Kardinal Martino, am Mittwoch laut ‘Radio Vatikan’: „Wir hoffen, daß er sie noch vor Ende des Jahres veröffentlichen kann.“

Nichts geht mehr

Vatikan. Gestern überließ die Vatikanzeitung ‘Osservatore Romano’ ihre Titelseite anläßlich des heutigen durch Christus abgeschafften jüdischen Versöhnungsfests Yom Kippur dem römischen Oberrabbiner Riccardo Di Segni. In dem Artikel erklärt der Rabbiner, wie die Juden angeblich gerechtfertigt werden. Die rabbinische Literatur habe ausführlich dargestellt, welche Sünden zu Kippur ganz oder teilweise angeblich vergeben würden – so Di Segni. Voraussetzung seien Reue, der Wille zur Besserung und das öffentliche Bekenntnis.

Mit Imprimatur

Deutschland. Der deutsche Verlag ‘Nova et Vetera’ hat gemeinsam mit der Priesterbruderschaft St. Petrus eine Neuausgabe des Alten Breviers von 1962 erarbeitet. Die zweibändige Lederausgabe soll Ende November oder Anfang Dezember für unter 200 Euro erscheinen. Das Brevier hat das Imprimatur eines deutschen Bischofs. Eine eigene Webseite soll das lateinische Brevier international bewerben.

Trotzdem gelobt

Österreich. Am letzten Wochenende forderte die österreichische Bundesvorsitzende der ‘Katholischen Frauenbewegung’ die Einsetzung von Frauenpriestern. Es sei völlig klar, daß „Frauen“ einmal „die wichtige Stärkung durch die Weihe“ bräuchten. Das berichtete die Tageszeitung ‘Oberösterreichische Rundschau’. Trotzdem lobte der Linzer Generalvikar, Pater Severin Lederhilger, die Vereinigung. Zur Frauenordination sagte er, daß es „Festlegungen“ gäbe, an die er sich zu halten und an denen er sich orientieren müsse.