Kinderschlachtung
Ausgesprochen infam
Wir werden diese Verdummungsstrategie sachlich und schonungslos entlarven. Von Wolfgang Hering, ‘EuroProLife’ München.
Die Lebensschützer beten bei den 1000 Kreuze Marschen für die Opfer der Abtreibung.
Die Lebensschützer beten bei den 1000 Kreuze Marschen für die Opfer der Abtreibung.
© indymedia.org, Creative Commons
(kreuz.net) Am 4. Oktober 2008 veranstaltete die Organisation ‘EuroProLife’ in München die Gebetsprozession „1000 Kreuze für das Leben“.

Trotz glasklarer Stellungnahmen unsererseits, daß der Gebetszug eine reine Gebetsprozession sei, behauptete die Münchner ‘Tageszeitung’ schon im ersten Satz eines Berichtes, daß Neonazis und Abtreibungsgegner angeblich „gemeinsam marschiert“ seien.

Das mehrfache, ehrfürchtige Niederknien – die Nazis machten dabei nicht mit – und die trotz der erschwerten Umstände konsequent beibehaltene Gebetsatmosphäre, die ein offensichtliches Unterscheidungsmerkmal darstellte, blieben unerwähnt.

Der nächste Satz im Artikel – „Jetzt gehen die Organisatoren der Demo auf Distanz“ – unterstellt, daß ‘EuroProLife’ vorher nicht auf Distanz zu den Neonazis gewesen wäre und daß die Organisation eine politische Demonstration und eben keine religiöse Gebetsveranstaltung planten.

Sodann werden die Lebensschützer von ‘EuroProLife’ mit Anführungsstrichen als „Lebensschützer“ bezeichnet.

Der Artikel erwähnt auch die ebenfalls als Anführungszeichen-Lebensschützerin abqualifizierte Ilse Meister und erklärt, daß sie ausgeteilte Neonazifaltblätter angeblich mit „kann man als christlich bezeichnen“ kommentiert habe.

In einem Brief an Chefredakteur der Münchner ‘Tageszeitung’, Rudolf Bögel, bezeichnete Frau Dr. Ilse Meister aus Weilheim die Vorgehensweise des tz-Mitarbeiters als „ausgesprochen infam“.

Der angebliche Journalist habe „nach Belieben weggelassen und hinzugedichtet, um mich in die rechte Ecke zu stellen und damit die gesamte christliche Lebensschutzbewegung zu diffamieren“ – so Frau Meister.

Sie behält sich rechtliche Schritte gegen die Münchner ‘Tageszeitung’ vor.

Das ‘EuroProLife’-Präsidium als Veranstalter wurde zu dem Flugblatt gar nicht befragt. Dabei war und ist der Münchner ‘Tageszeitung’ klar, daß die Veranstalter ein solches Flugblatt niemals als christlich bezeichnet hätten.

Doch nach deutschen Recht konnten die Neonazis nicht gehindert werden, ihr Recht auf Verteilung andersartiger Flugblätter auszuüben.

Der vorliegende Artikel zeigt, daß die Münchner ‘Tageszeitung’ es von Anfang an auf eine Schädigung des guten Rufes von ‘EuroProLife’ abgesehen hatte.

Der Artikel stellt klar, daß man sich in keiner Weise um objektive Recherchen bemüht hat. Man ging auch nicht auf meinen Vorschlag ein, sich beim Veranstalter, beim Polizeipräsidium, dem Kreisverwaltungsreferat oder beim Erzbischöflichen Ordinariat zu erkundigen.

Obwohl die Münchner ‘Tageszeitung’ den Sachverhalt kannte, wurde dieser dem Leser ausdrücklich vorenthalten.

Eine solche offensichtliche Verdrehung der Tatsachen sollten sich niemand gefallen lassen.

Wir werden diese Verdummungsstrategie auch weiterhin sachlich und schonungslos entlarven.

Ich habe Herrn Chefredakteur Rudolf Bögel um ein Gespräch unter vier Augen gebeten.

Jetzt bin ich gespannt, ob er meiner höflich vorgetragenen Bitte entspricht.