Alte Messe
Fragen, auf die es keine Antwort gibt
Heute sind es die sogenannt katholischen Bischöfe, die ähnlich wie Luther gegen die Messe aller Zeiten kämpfen. Von Martin Götz.
Opferung in der Alten Messe
Opferung in der Alten Messe
© Lawrence OP, CC
(kreuz.net) Seit Inkrafttreten des Motu proprio ‘Summorum Pontificum’ ist über ein Jahr vergangen. Seit diesem denkwürdigen 14. September 2007 hat sich viel bewegt.

Zahlreiche neue Meßorte sind entstanden, an denen die Alte Liturgie wieder gepflegt wird.

Viele Gläubige – vor allem junge Menschen – haben seitdem zur „Messe aller Zeiten“ gefunden.

Aber es war auch ein Jahr des Kampfes und ein Jahr der Enttäuschung.

Die Modernisten wollen sie nicht haben – die Alte Messe muß Geschichte bleiben! Sie soll aussterben – so wie es geplant war.

Aber sie haben die Rechnung ohne die Gläubigen gemacht. Sie haben auch vergessen, daß der Mensch das, was von Gott stammt, nicht kaputt machen kann.

Die Abschaffung der Alten Messe war eine Wahnsinnsentscheidung – die damit verbundene Einführung des Novo Ordo das größte Übel, das in ihrer ganzen Geschichte über die Kirche gekommen ist.

Beinahe unglaublich, wenn wir es nicht alle am eigenen Leib erfahren hätten und immer noch erfahren.

Noch unglaublicher ist das, was sich seitdem in den Kirchen abspielt: Das Ausufern der liturgischen Mißbräuche ist ein Skandal der seinesgleichen sucht.

Doch nach Aussage der Bischöfe ist alles in bester Ordnung – obwohl doch schon längst alles in Unordnung und im Chaos ist.

Ist das, was im Jahr 1969 passierte, nicht ein Wahnwitz? Die gewachsene, jahrhundertealte Liturgie wurde mit einem Federstreich plötzlich de facto verboten. Alle die ihr verbunden waren, wurden auf einen Schlag kriminalisiert.

Plötzlich gab es nichts Schlimmeres, als der Tradition anzuhängen.

Welch’ Geistes Kind war diese angebliche Reform? Die Kirche hat schon viel durchlebt und viele Krisen gemeistert. Doch, daß man ihr das Herzstück – die Heilige Messe – herausreißt, hat es vorher in der ganzen Geschichte der Kirche nie gegeben.

In der Reformation war es der abgefallene Augustinerpater Martin Luther, der gegen die Messe geschimpft hat und sagte, es gebe nichts Schlimmeres, als sie.

Heute sind es die sogenannt katholischen Bischöfe, die ähnlich wie Luther gegen die Messe aller Zeiten kämpfen.

Woher kommt diese Abneigung? Was geht in einem Priester, in einem Bischof vor, der gegen die Alte Messe kämpft? Fragen, auf die es keine Antwort gibt.

Nach dem Erscheinen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ sind die Gläubigen gefragt. Es geht um die Treue. Wir müssen der jahrhundertelangen Tradition der Kirche treu sein – den seligen Päpsten und Bischöfen.

Das ist auch eine Gewissensentscheidung. Die Treue zur Alten Messe ist die Treue zur katholischen Kirche, deren Geschichte nicht erst mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil beginnt, sondern mit dem Kreuzesopfer Christi auf Kalvaria.