19:03:56 | Freitag, 10. Oktober 2008
Zum Welttierschutztag haben Priester versucht, die immer leerer werdenden Kirchenbänke mit irgendwelchen Viechern zu füllen.
(kreuz.net) Am ersten Oktoberwochenende hielten zahlreiche Priester sogenannte Tiersegnungen – auch innerhalb
der Gotteshäuser. Als Anlaß oder Vorwand benützten sie den Gedenktag des Heiligen Franziskus am Samstag,
dem 4. Oktober.
Pfarrer Franz Wenigwieser von Reichenau in der österreichischen Diözese Linz lud die
Vierbeiner am letzten Samstag abend in die Messe ein.
„Wir haben von vornherein gesagt, daß jedes Tier,
soweit es durch die Kirchentüre paßt, erlaubt ist“, erklärte Hw. Wenigwieser den ‘Oberösterreichischen
Nachrichten’.
Trotzdem sei die Messe ruhig verlaufen: Nur einige Hunde hätten gebellt.
Ein eigens engagierter
Putzdienst entfernte Kotabfälle aus der Kirche.
Als Tierliebhaber
verharmloster HeiligerIn der Kapuzinerkirche in Stans im Zentralschweizer Kanton Nidwalden – Bistum
Chur – besuchten vier Hunde am Freitag abend eine Messe.
Die Kapuziner segneten nach Angaben der ‘Neue
Nidwaldner Zeitung’ auch Ratten und Rinder.
Der Initiator der Haustiersegnung gibt zu, daß die vier
Viecher „kein großer Ansturm“ sind- aber angeblich auch kein schlechter Anfang.
Ein Herrchen beklagte
sich tränenrührend vor der Zeitung, daß die Kirche die Tiere bisher angeblich „nicht richtig wahrgenommen“
habe, weil sei nichts gegen Tierquälerei tue: „Der heilige Franziskus würde das nicht akzeptieren.“
Esel, erbarme Dich unser!In der Ortschaft Morschach im Zentralschweizer Kanton Schwyz im Bistum Chur
ließ der Franziskanerpater Gebhard Kurmann seinen Segen zehn Hunden und einer Katze angedeihen.
Das
berichtete die ‘Neue Schwyzer Zeitung’.
Der tierischen Messen wohnten auch dreißig sogenannte Gläubige
bei. Eine Anwesende forderte vor der Tageszeitung, die Tiere – vor allem die Nutztiere – um Verzeihung
zu bitten.
Weihwasser für Tier und TäuflingIn Mainz durften die Haustiere zu einer ökumenischen
Andacht in der Altenheimkapelle St. Josef erscheinen.
Die evangelische Predigerin Heidemarie Beier –
die gemäß ihrem Bekenntnis nicht an Segnungen und Heilige glaubt – lobte trotzdem den Heiligen Franziskus.
Inmitten der Tier-Besprengung mit Weihwasser empfing ein Kleinkind namens Elisabeth Manila auch noch
das Sakrament der Taufe.
Ein Pferd vor der KirchentürAm Osnabrücker Dom segnete Diakon Gerrit Schulte
alle möglichen Tiere: „Hunde, jede Menge Katzen, Meerschweinchen, Wellensittiche und sogar einen Hahn“ –
sagte er der Tageszeitung ‘Berliner Morgenpost’.
In Ratingen im Regierungsbezirk Düsseldorf segnete
der Minoritenpater Witold Zorawowicz am Samstag Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Hühner:
„So segnen
wir jetzt alle Tiere einzeln – und sehen, ob sie das Wasser mögen“ – scherzte der Pater vor der Regionalzeitung
‘Rheinische Post’ mit dem Sakramentale.
Einmal – erinnerte sich der Pater – sei sogar ein Pferd vor der
Kirchentüre gestanden.