08:27:25 | Sonntag, 12. Oktober 2008
Verpflichtung zu einer Interreligion + Betroffene Bischöfe + Ängstlicher Gott? + Millionenverluste bei Protestanten + Entweder predigen oder Tote erwecken

Papst Benedikt XVI. im Mai 2007 in Brasilien.
Verpflichtung zu einer InterreligionVatikan. Derzeit tagen Muselmanen und Christen zum Thema „Liebe
und Barmherzigkeit in der Bibel und im Koran“ in der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo. Papst
Benedikt XVI. sandte den Tagenden eine Grußbotschaft. Der Heilige Vater sieht „eine aufrichtige Verpflichtung,
den gegenseitigen Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern und die Würde eines jeden Menschen
zu respektieren“.
Betroffene BischöfeÖsterreich. Die Bischöfe Österreichs trauern über den Tod
des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (58). Bischof Alois Schwarz von Klagenfurt ist vom tragischen
Unfalltod „tief betroffen“. Haider habe angeblich die Kirche als wichtigen gesellschaftspolitischen Faktor
wahrgenommen und anerkannt. Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn von Wien empfindet für die Familie
Haiders Mitgefühl, insbesondere für seine Mutter, seine Frau und seine Töchter. Auch Bischof Egon Kapellari
von Graz ist „tief betroffen“ über den Unfalltod.
Ängstlicher Gott?Großbritannien. Angesichts der
Bankenkrise wenden sich viele ängstliche Briten angeblich dem lieben Gott zu. Ein „Gebet zur aktuellen
finanziellen Lage“ wurde von mehreren Tausend Internet-Besuchern abgefragt. Das gab die anglikanische
‘Church of England’ bekannt. Das Gebet erinnert Gott daran, daß „auf der Welt die Preise steigen, die
Schulden wachsen, Banken zusammenbrechen und Arbeitsplätze wegfallen“: „Teile unsere Ängste und höre
unser Gebet.“
Millionenverluste bei ProtestantenDeutschland. Die lutherische Gemeinschaft in Oldenburg
hat bei der Pleite-Bank ‘Lehman Brothers’ 4,3 Millionen Euro angelegt – und vermutlich verloren. Das berichtete
die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Ein Mitarbeiter der Finanzverwaltung hat sich selber angezeigt.
Doch ein Zwischenfazit der Ermittlungen ergab, daß der Mitarbeiter im Rahmen der Richtlinien gehandelt
hat.
Entweder predigen oder Tote erweckenVatikan. Die Sonntagspredigten sind oft zu formal, nicht inspirierend
und tödlich langweilig. Das bedauerte Bischof Gerald F. Kicanas (67) von Tucson in Arizona auf der Weltbischofssynode.
Bischof Kicanas erinnerte an Eutychus, der in der Apostelgeschichte bei der Predigt des Paulus einschläft,
aus dem Fenster fällt, stirbt und vom Völkerapostel wieder zum Leben erweckt wurde. Zumindest dieses
Charisma beherrschten heutige Prediger nicht mehr – so Mons. Kicanas.