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Verpflichtung zu einer Interreligion + Betroffene Bischöfe + Ängstlicher Gott? + Millionenverluste bei Protestanten + Entweder predigen oder Tote erwecken
Papst Benedikt XVI. im Mai 2007 in Brasilien.
Papst Benedikt XVI. im Mai 2007 in Brasilien.
Verpflichtung zu einer Interreligion

Vatikan. Derzeit tagen Muselmanen und Christen zum Thema „Liebe und Barmherzigkeit in der Bibel und im Koran“ in der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo. Papst Benedikt XVI. sandte den Tagenden eine Grußbotschaft. Der Heilige Vater sieht „eine aufrichtige Verpflichtung, den gegenseitigen Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern und die Würde eines jeden Menschen zu respektieren“.

Betroffene Bischöfe

Österreich. Die Bischöfe Österreichs trauern über den Tod des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (58). Bischof Alois Schwarz von Klagenfurt ist vom tragischen Unfalltod „tief betroffen“. Haider habe angeblich die Kirche als wichtigen gesellschaftspolitischen Faktor wahrgenommen und anerkannt. Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn von Wien empfindet für die Familie Haiders Mitgefühl, insbesondere für seine Mutter, seine Frau und seine Töchter. Auch Bischof Egon Kapellari von Graz ist „tief betroffen“ über den Unfalltod.

Ängstlicher Gott?

Großbritannien. Angesichts der Bankenkrise wenden sich viele ängstliche Briten angeblich dem lieben Gott zu. Ein „Gebet zur aktuellen finanziellen Lage“ wurde von mehreren Tausend Internet-Besuchern abgefragt. Das gab die anglikanische ‘Church of England’ bekannt. Das Gebet erinnert Gott daran, daß „auf der Welt die Preise steigen, die Schulden wachsen, Banken zusammenbrechen und Arbeitsplätze wegfallen“: „Teile unsere Ängste und höre unser Gebet.“

Millionenverluste bei Protestanten

Deutschland. Die lutherische Gemeinschaft in Oldenburg hat bei der Pleite-Bank ‘Lehman Brothers’ 4,3 Millionen Euro angelegt – und vermutlich verloren. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’. Ein Mitarbeiter der Finanzverwaltung hat sich selber angezeigt. Doch ein Zwischenfazit der Ermittlungen ergab, daß der Mitarbeiter im Rahmen der Richtlinien gehandelt hat.

Entweder predigen oder Tote erwecken

Vatikan. Die Sonntagspredigten sind oft zu formal, nicht inspirierend und tödlich langweilig. Das bedauerte Bischof Gerald F. Kicanas (67) von Tucson in Arizona auf der Weltbischofssynode. Bischof Kicanas erinnerte an Eutychus, der in der Apostelgeschichte bei der Predigt des Paulus einschläft, aus dem Fenster fällt, stirbt und vom Völkerapostel wieder zum Leben erweckt wurde. Zumindest dieses Charisma beherrschten heutige Prediger nicht mehr – so Mons. Kicanas.