09:48:36 | Montag, 20. Oktober 2008
Pius XII.
Der Papst hat die Einladung erhalten. Aber hinfahren kann er nicht. Sonst wäre er mit einer Situation konfrontiert, wo einer seiner Vorgänger von skrupellosen Papsthassern durch den Dreck gezogen wird.

Die infame Verleumdung in ‘Jad Vaschem’
(kreuz.net) Solange Papst Pius XII. († 1958) in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte ‘Jad Vaschem’
verleumdet wird, kann Papst Benedikt XVI. den Staat Israel nicht besuchen.
Das erklärte der Postulator
des Seligsprechungsprozesses für Pius XII., Pater Peter Gumpel SJ, am Samstag vor der italienischen Nachrichtenagentur
‘Ansa’.
Seit dem Jahr 2005 wird Pius XII. – der im Krieg 800.000 Juden das Leben rettete – in der Halle
der Schande in ‘Jad Vaschem’ auf schändliche Weise beschimpft.
Eine Haßtafel schiebt dem Papst eine
Anerkennung des „rassistischen wie antisemitischen Regimes der Nationalsozialisten“ in die Schuhe.
Pius
XII. soll – so der infame Text in der angeblichen Holocaust-Gedenkstätte – zu den Grausamkeiten der Nationalsozialisten
lange geschwiegen und sich angeblich „neutral“ verhalten haben.
Pater Gumpel erklärte, daß zu einem
Besuch in Jerusalem angeblich obligatorisch ein Gang zur Holocaust-Gedenkstätte gehöre.
Für Katholiken
wäre es jedoch schwer vermittelbar, wenn der Heilige Vater einen Ort besucht, wo sein Vorgänger verleumdet
wird.
Die Zähne gezogenDer Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, fiel
Pater Gumpel schon am Samstag abend in den Rücken.
Die Entfernung der Tafel sei nicht ausschlaggebend
für eine Papstreise – winselte er.
Pater Lombardi begnügt sich mit der – zahnlosen – Forderung, daß
die Verleumdung „neu bedacht“ werden müsse. Die Verantwortlichen sollten die Verleumdung „überprüfen“.
Die Kritik an der Unterstellung sei „völlig unabhängig“ von einer Papstreise.
Der Heilige Vater möchte
nach wie vor ins Heilige Land. Einen Termin gäbe es aber noch nicht.
Nicht hingehenEin Sprecher der
Verleumdungsstätte ‘Jad Vaschem’ erklärte, daß ein Besuch Benedikt XVI. in Israel eine politische Angelegenheit
sei. Die Holocaust-Gedenkstätte wäre nicht beteiligt.
Der polenstämmige israelische Präsident Shimon
Peres (85) hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag abend erneut nach Israel eingeladen.
Das Land sei immer
heilig – „für uns
alle“, so Peres.