Pius XII.
Verleumdung statt Gedenken
Der Papst hat die Einladung erhalten. Aber hinfahren kann er nicht. Sonst wäre er mit einer Situation konfrontiert, wo einer seiner Vorgänger von skrupellosen Papsthassern durch den Dreck gezogen wird.
Die infame Verleumdung in 'Jad Vaschem'
Die infame Verleumdung in ‘Jad Vaschem’
(kreuz.net) Solange Papst Pius XII. († 1958) in der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte ‘Jad Vaschem’ verleumdet wird, kann Papst Benedikt XVI. den Staat Israel nicht besuchen.

Das erklärte der Postulator des Seligsprechungsprozesses für Pius XII., Pater Peter Gumpel SJ, am Samstag vor der italienischen Nachrichtenagentur ‘Ansa’.

Seit dem Jahr 2005 wird Pius XII. – der im Krieg 800.000 Juden das Leben rettete – in der Halle der Schande in ‘Jad Vaschem’ auf schändliche Weise beschimpft.

Eine Haßtafel schiebt dem Papst eine Anerkennung des „rassistischen wie antisemitischen Regimes der Nationalsozialisten“ in die Schuhe.

Pius XII. soll – so der infame Text in der angeblichen Holocaust-Gedenkstätte – zu den Grausamkeiten der Nationalsozialisten lange geschwiegen und sich angeblich „neutral“ verhalten haben.

Pater Gumpel erklärte, daß zu einem Besuch in Jerusalem angeblich obligatorisch ein Gang zur Holocaust-Gedenkstätte gehöre.

Für Katholiken wäre es jedoch schwer vermittelbar, wenn der Heilige Vater einen Ort besucht, wo sein Vorgänger verleumdet wird.

Die Gedenkstätte Jad Va’schem
Halle der Erinnerung mit einer Gedenkflamme für die Opfer der Schoah.Der Garten der "Gerechten unter den Völkern" ist gesäumt von Bäumen, die für die "Gerechten" gepflanzt wurden.Eine der Gedenktafeln im Garten der Gerechten. Pius XII. wird in Jad Va'schem nicht geehrt.

Die Zähne gezogen

Der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Pater Federico Lombardi, fiel Pater Gumpel schon am Samstag abend in den Rücken.

Die Entfernung der Tafel sei nicht ausschlaggebend für eine Papstreise – winselte er.

Pater Lombardi begnügt sich mit der – zahnlosen – Forderung, daß die Verleumdung „neu bedacht“ werden müsse. Die Verantwortlichen sollten die Verleumdung „überprüfen“.

Die Kritik an der Unterstellung sei „völlig unabhängig“ von einer Papstreise.

Der Heilige Vater möchte nach wie vor ins Heilige Land. Einen Termin gäbe es aber noch nicht.

Nicht hingehen

Ein Sprecher der Verleumdungsstätte ‘Jad Vaschem’ erklärte, daß ein Besuch Benedikt XVI. in Israel eine politische Angelegenheit sei. Die Holocaust-Gedenkstätte wäre nicht beteiligt.

Der polenstämmige israelische Präsident Shimon Peres (85) hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag abend erneut nach Israel eingeladen.

Das Land sei immer heilig – „für uns alle“, so Peres.