11:22:24 | Donnerstag, 13. November 2008
Die deutsche Bundeskanzlerin hat mit unüberbietbarem Zynismus das Andenken zahlloser verstorbener Katholiken verunglimpft. Von Sedisvakantisten-Pater Rolf Hermann Lingen, Dorsten.
(kreuz.net) Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erfüllt den Tatbestand der Volksverhetzung und
Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.
Die Schuldige hat am 9. November bei einer sogenannten „Gedenkveranstaltung
zum 70. Jahrestag der Pogromnacht von 1938“ folgendes gesagt:
„Diese Flammen des 9. November in ganz
Deutschland – sie waren unübersehbar. Doch es folgte kein lauter Proteststurm gegen die Nazis, wenn der
jüdische Nachbar aus seiner Wohnung vertrieben wurde. Das, was folgte, war vielmehr in der großen Mehrheit
vor allem eines: Schweigen, Achselzucken, Wegsehen, und zwar vom einzelnen Bürger bis hin zu großen
Teilen der Kirchen.“
Die Schuldige hat mit dieser ungeheuerlichen Lüge die Kirche böswillig verächtlich
gemacht – namentlich das Andenken derer verunglimpft, die für ihren heroischen Widerstand Verfolgung
und Tod erlitten.
Zum Protest der katholischen Kirche
erklärte der jüdische Physiker Albert Einstein
(1955):
„Einzig und allein die katholische Kirche hat gegen Hitlers Kampf – für die Freiheit protestiert.
Bis dahin interessierte ich mich nicht für die Kirche. Heute aber kann ich nicht umhin, meine große
Bewunderung und Anhänglichkeit einer Kirche gegenüber zu bekunden, die als einzige den Mut hatte, einen
fortgesetzten Kampf für die Aufrechterhaltung der geistigen Wahrheit und moralischen Freiheit zu führen.“
Den kirchlichen Protest gab es sowohl vor als auch nach dem 9. November 1938. So heißt es in der im
Jahr 1956 veröffentlichten „Kirchengeschichte“ von Domkapitular Konrad Algermissen († 1964) auf Seite
518:
„Nachdem Adolf Hitler mit seiner nationalsozialistischen Partei im Januar 1933 zur Macht gekommen
war, lag ihm alles daran, die internationale katholische Kirche für sein eigenes Ansehen in der Welt
auszunutzen. Das war wohl für ihn der Beweggrund zum Abschluß des Reichskonkordates mit dem Heiligen
Stuhl am 20. Juli 1933.
Es hätte die Grundlage für einen wahrhaften Frieden zwischen Kirche und Staat
bilden können, wie ihn Pius XI. ersehnte.
Aber es zeigte sich, wie recht der Papst mit seiner grundsätzlichen
Beurteilung des extremen Nationalismus hatte. Denn kaum war das Konkordat geschlossen und hatte der Hitlerregierung
ein Renommee in den Augen der Welt gegeben, da setzte schon der maßlose Kampf dieser Regierung gegen
die Kirche ein, der volle zwölf Jahre, bis zum Untergang des Naziregimes, dauerte.
Die katholischen
Vereine und Zeitungen wurden unterdrückt. Ein gemeiner Verleumdungsfeldzug gegen die Kirche wurde inszeniert,
1937 den Geistlichen die Erteilung des Religionsunterrichtes in den Volks- und Berufsschulen untersagt
und 1939 das katholische Volksschulwesen formell aufgehoben.
Priester und führende Laien wurden verfolgt,
in ihrer Arbeit, ihrem Ansehen, ihrer Stellung, ihrem Fortkommen geschädigt, zum Teil in Gefängnissen,
Zuchthäusern und Konzentrationslagern interniert.
Im Laufe der sich ständig steigernden Verfolgung
wurden auch Klöster und caritative Anstalten geschlossen und Priester wie kirchentreue Laien hingerichtet.
Dem Neuheidentum, das in der Vergötzung der sogenannten Nordischen Rasse und der deutschen Nation –
„Mythus des 20. Jahrhunderts“ – bestand, und das den Kampf gegen das Alte Testament, aber auch gegen jedes
positive Christentum beider Konfessionen systematisch führte, setzte die Kirche Proteste. Glaubenskundgebungen
und eine Vertiefung der Religion durch Schulungskurse und Einkehrtage entgegen.“Die enorme Schwere von
Frau Merkels Volksverhetzung erhellt bereits angesichts ihrer Prominenz und des exorbitanten Veranstaltungsrahmens
mitsamt Presseecho.
Eine sofortige öffentliche demütige Entschuldigung seitens der kirchenfeindlichen
Bundesrepublik ist zwingend erforderlich.
Ein besonderes Nachspiel verdient Frau Merkels unüberbietbarer
Zynismus, weil sie in der Maulkorb-Bundesrepublik ein „Wir dürfen nicht schweigen“ anträllert, während
der gleiche Staat bekanntlich den Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit – zum Beispiel Kritik am Kindermord
im Mutterleib –
strafrechtlich verfolgt.