USA
Ein riesengroßer Fehler
Wie soll jemand ein Land regieren, der sich über elementarste Dinge des menschlichen Lebens im unklaren ist? Von Hw. Frank Pavone.
George W. Bush und Barack Obama im Weißen Haus
George W. Bush und Barack Obama im Weißen Haus
(kreuz.net) Die US-Amerikaner haben Barack Obama zum Präsidenten gewählt. Das war ein riesengroßer Fehler.

Trotzdem bleibt Amerika ein großartiges Land. Darum werden viele US-Bürger, vielleicht mit einer noch größeren Energie und Entschlossenheit, weiter für die Verteidigung der Grundprinzipien dieses Landes kämpfen.

Der gewählte Präsident hat während seiner Kampanie gesagt, daß er nicht wisse, wann das menschliche Leben beginnt und ab wann ein Mensch Menschenrechte besitzt.

Wie soll jemand ein Land regieren, der sich über solch elementare Dinge im Unklaren ist?

Regieren heißt Menschenrechte verteidigen. Um das erfolgreich zu tun, muß man wissen, woher diese Rechte kommen und wann sie anfangen.

Der gewählte Präsident hat diesen grundlegenden Test nicht bestanden.

Barack Obama

Die Menschen in den USA teilen Obamas extremistische und beleidigende Ansichten über die Kinderabtreibung nicht. Sie haben es nie getan und werden es auch nie tun.

Die kommenden vier Jahren werden diese Verschiedenheit in den Auffassungen von Volk und Präsident deutlich herausstellen.

Wenn die Amerikaner erfahren, welch extreme Positionenen Obama verteidigt, wird der Kampf um die Verteidigung der Kinder wachsen.

Die Lebensbewegung verzeichnete in den letzten acht Jahren viele Erfolge – sowohl in der Rechtssprechung als auch in der Gesetzgebung.

In den nächsten vier Jahren wird sie dafür arbeiten, daß auf diesem Gebiet kein Abbau stattfindet.

Es wäre ein großer Fehler, wenn die Menschen nach dieser Wahl denken würden, daß die Lebensbewegung keine politische Kraft besäße.

Denn jede Politik ist lokal – und in der politischen Anstrengung geht es um Menschen.

Dem US-Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King, Jr. († 1968) wurde einmal angesichts der politischen Realitäten gesagt, daß eine Umsetzung der von ihm geforderten Bürgerrechte niemals möglich sein werde. „Schauen wir mal!“ – antwortete er nur.

Die Bürgerrechtebewegung entstand. Sie riß die Herzen der Menschen mit sich – und führte zum Sieg der Gerechtigkeit.

So ist es auch mit unserer Bewegung. Die große Mehrheit der Amerikaner ist für das Leben.

Diese Menschen werden die Kinderabtreibung auf der lokalen Ebene bekämpfen, indem sie Schwangerschaftszentren eröffenen und Abtreibungsküchen bekämpfen und schließen.

Sie werden die Kirchen aktivieren und ihre Kinder richtig erziehen, ihre Botschaft in die Medien bringen und auf den Straßen manifestieren.

Die Bewegung für das Leben wird diesen Kampf in den Herzen und in den Gehirnen der Amerikaner gewinnen.

Das zeigen die Befragungen und die abnehmende Zahlen von Kinderschlächthöfen und Abtreibern.

Das politische Geschäft ist dem Ausschlag eines Pendels ähnlich.

Sobald man gewinnt, fängt man an zu verlieren, und sobald man verliert, beginnt der Aufstieg zum Sieg.

Bei den nächsten zwei Wahlen in den Jahren 2010 und 2012 wird die Lebensbewegung den politischen Boden gutmachen, den sie in diesem November verloren hat.

Es ist normal, am Ende dieses US-Wahlkampfes enttäuscht zu sein. Aber man darf nicht aufgeben.

In der Enttäuschung bleibt den Vereinigten Staaten die Hoffnung, daß alles möglich ist und daß in der Lebensbewegung ein neues Kapitel beginnt.

Die ertragene Bemühungen und Opfer in diesem Wahlkampf waren nicht umsonst. Sie werden dazu beitragen, daß ein neuer Tag kommt, an dem die Arbeit und die Stimmen der Lebensbewegten die Kultur des Todes vernichten wird.

Wir werden die USA weiterhin in die Richtung des Lebens führen. Wir werden nicht aufgeben, bis wir dort angekommen sind.

Der Verfasser ist der US-Leiter der Vereinigung ‘Priests for Life’.