15:47:13 | Donnerstag, 13. November 2008
Wie soll jemand ein Land regieren, der sich über elementarste Dinge des menschlichen Lebens im unklaren ist? Von Hw. Frank Pavone.

George W. Bush und Barack Obama im Weißen Haus
(kreuz.net) Die US-Amerikaner haben Barack Obama zum Präsidenten gewählt. Das war ein riesengroßer
Fehler.
Trotzdem bleibt Amerika ein großartiges Land. Darum werden viele US-Bürger, vielleicht mit
einer noch größeren Energie und Entschlossenheit, weiter für die Verteidigung der Grundprinzipien dieses
Landes kämpfen.
Der gewählte Präsident hat während seiner Kampanie gesagt, daß er nicht wisse, wann
das menschliche Leben beginnt und ab wann ein Mensch Menschenrechte besitzt.
Wie soll jemand ein Land
regieren, der sich über solch elementare Dinge im Unklaren ist?
Regieren heißt Menschenrechte verteidigen.
Um das erfolgreich zu tun, muß man wissen, woher diese Rechte kommen und wann sie anfangen.
Der gewählte
Präsident hat diesen grundlegenden Test nicht bestanden.
Die Menschen in den USA teilen
Obamas extremistische und beleidigende Ansichten über die Kinderabtreibung nicht. Sie haben es nie getan
und werden es auch nie tun.
Die kommenden vier Jahren werden diese Verschiedenheit in den Auffassungen
von Volk und Präsident deutlich herausstellen.
Wenn die Amerikaner erfahren, welch extreme Positionenen
Obama verteidigt, wird der Kampf um die Verteidigung der Kinder wachsen.
Die Lebensbewegung verzeichnete
in den letzten acht Jahren viele Erfolge – sowohl in der Rechtssprechung als auch in der Gesetzgebung.
In den nächsten vier Jahren wird sie dafür arbeiten, daß auf diesem Gebiet kein Abbau stattfindet.
Es wäre ein großer Fehler, wenn die Menschen nach dieser Wahl denken würden, daß die Lebensbewegung
keine politische Kraft besäße.
Denn jede Politik ist lokal – und in der politischen Anstrengung geht
es um Menschen.
Dem US-Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King, Jr. († 1968) wurde einmal angesichts der
politischen Realitäten gesagt, daß eine Umsetzung der von ihm geforderten Bürgerrechte niemals möglich
sein werde. „Schauen wir mal!“ – antwortete er nur.
Die Bürgerrechtebewegung entstand. Sie riß die
Herzen der Menschen mit sich – und führte zum Sieg der Gerechtigkeit.
So ist es auch mit unserer Bewegung.
Die große Mehrheit der Amerikaner ist für das Leben.
Diese Menschen werden die Kinderabtreibung auf
der lokalen Ebene bekämpfen, indem sie Schwangerschaftszentren eröffenen und Abtreibungsküchen bekämpfen
und schließen.
Sie werden die Kirchen aktivieren und ihre Kinder richtig erziehen, ihre Botschaft in
die Medien bringen und auf den Straßen manifestieren.
Die Bewegung für das Leben wird diesen Kampf
in den Herzen und in den Gehirnen der Amerikaner gewinnen.
Das zeigen die Befragungen und die abnehmende
Zahlen von Kinderschlächthöfen und Abtreibern.
Das politische Geschäft ist dem Ausschlag eines Pendels
ähnlich.
Sobald man gewinnt, fängt man an zu verlieren, und sobald man verliert, beginnt der Aufstieg
zum Sieg.
Bei den nächsten zwei Wahlen in den Jahren 2010 und 2012 wird die Lebensbewegung den politischen
Boden gutmachen, den sie in diesem November verloren hat.
Es ist normal, am Ende dieses US-Wahlkampfes
enttäuscht zu sein. Aber man darf nicht aufgeben.
In der Enttäuschung bleibt den Vereinigten Staaten
die Hoffnung, daß alles möglich ist und daß in der Lebensbewegung ein neues Kapitel beginnt.
Die ertragene
Bemühungen und Opfer in diesem Wahlkampf waren nicht umsonst. Sie werden dazu beitragen, daß ein neuer
Tag kommt, an dem die Arbeit und die Stimmen der Lebensbewegten die Kultur des Todes vernichten wird.
Wir werden die USA weiterhin in die Richtung des Lebens führen. Wir werden nicht aufgeben, bis wir dort
angekommen sind.
Der Verfasser ist der US-Leiter der Vereinigung ‘Priests for Life’.