20:22:58 | Montag, 17. November 2008
Es wurden Versuche unternommen, bei der vatikanischen Tagung auch katholische Stimmen einzubringen – leider vergeblich. Von Dr. med.
Wolfgang B. Lindemann.

Evolutionskritische Tagung in einem Hörsaal der römischen Universität ‘La Sapienza’
(kreuz.net) Die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ existiert seit über 400 Jahren. Sie berät
den Papst in naturwissenschaftlichen Fragen.
Derzeit ist das einzige Aufnahmekriterium ein großer fachlicher
Ruf. Darum sind viele Nichtkatholiken Mitglieder der Akademie. Alle von ihnen sind Evolutions-Ideologen.
Vom 31. Oktober bis 4. November veranstaltete die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ ihre jährliche
Plenarsitzung. Dabei ging es um die Evolutions-Ideologe.
Die Zusammenfassungen der Vorträge waren schon
lange vorher
online.
In der Einführung zu der Tagung hieß es: „Der Vorstand der ‘Päpstlichen Akademie
der Wissenschaften’ lädt die Akademiker dazu ein, in der bevorstehenden Plenarsitzung wissenschaftliche
Beiträge vorzustellen, durch die Evolutionstheorien verifiziert oder falsifiziert werden können und
die einen tieferen Einblick in den Evolutionsprozeß der lebendigen und der leblosen Welt vermitteln können.“
In Wahrheit liefert die moderne Genetik immer mehr Belege, daß angebliche Evolutionen nur Variation
bestehender Lebensformen sind.
Darum ist man weit davon entfernt, Beweise für Neukonstruktionen ganzer
Organe – zum Beispiel Flügel für eine Maus oder Federn für ein Reptil – zu besitzen.
Seit Ankündigung
der vatikanischen Tagung versuchten mehrere evolutionskritische Organisationen – darunter das US-amerikanische
‘Kolbe-Center for the Study of Creation’ – den Präsidenten der Akademie zu bewegen, auch evolutionskritische
Vorträge zuzulassen.
Diese Bemühungen waren erfolglos – trotz Unterstützung durch den griechisch-katholischen
Weihbischof Roman Danylak (77), Bischof Robert Vasa (57) von Baker im US-Bundesstaat Oregon und Mons.
Desmond Moore (82), ehemaliger Bischof von Alotau-Sideia, Papua New Guinea.
Deshalb wurde am 3. November
in einem Hörsaal der römischen Universität ‘La Sapienza’ eine evolutionskritische Parallelveranstaltung
organisiert.
Alle Vortragende waren renommierte Fachleute.
Es handelte sich um eine rein wissenschaftliche Tagung ohne Bezug zu irgendeiner Religion.
Der
anerkannte
französische Sedimentologe Guy Berthault berichtete von seinen gemeinsamen Forschungen mit US-amerikanischen
und russischen Fachleuten.
Das Ergebnis: Die angenommenen Abermillionenjahre langen Zeiträume für die
Sedimentbildung auf Erden sind experimentell widerlegbar.
Der australische Geophysiker Joseph Holzschuh
erklärte, warum der zweite Hauptsatz der Thermodynamik verhindert, daß Leben von selber entstehen kann.
Dieser Satz erklärt vereinfacht gesagt, daß geordnete Wärme – der Fachbegriff lautet Entropie – nicht
von selber von einem Körper niedriger Entropie auf einen Körper höherer Entropie übergehen kann.
Der französische Neurologe Pierre Rabischong – Ex-Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität
Montpelier – kritisierte evolutionsideologische Erklärungen mit Bezug auf die Biologie.
Er zeigte deren
Unvermögen, die Entstehung hochkomplexer Strukturen wie sie in unserem Gehirn feststellbar sind, zu erklären.
Dr. Jean de Pontcharra – ein Experte für radiometrische Datierungsmethoden – zeigte deren extreme Unsicherheit.
Der polnische Populationsgenetiker Maciej Giertych legte in seinem Vortrag dar, daß es in seinem Fachgebiet
zwar viele Belege für Variation innerhalb bestimmter Grenzen, aber keine Belege für die Entstehung qualitativ
neuer genetischer Information oder Organe gibt.
Zwei indische Bischöfe waren eigens für die Tagung
angereist: Weihbischof Lawrence Pius Dorairaj (54) von Madras and Mylapore und Bischof Thomas Dabre (63)
von Vasai.
Eine Darstellung der Argument für und gegen die Evolutionsideologie findet sich auf der
Webseite
der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie, der deutschsprachigen Tochterorganisation des Kolbe-Centers.