Evolution
Eine Parallel-Veranstaltung
Es wurden Versuche unternommen, bei der vatikanischen Tagung auch katholische Stimmen einzubringen – leider vergeblich. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
Evolutionskritische Tagung in einem Hörsaal der römischen Universität 'La Sapienza'
Evolutionskritische Tagung in einem Hörsaal der römischen Universität ‘La Sapienza’
(kreuz.net) Die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ existiert seit über 400 Jahren. Sie berät den Papst in naturwissenschaftlichen Fragen.

Derzeit ist das einzige Aufnahmekriterium ein großer fachlicher Ruf. Darum sind viele Nichtkatholiken Mitglieder der Akademie. Alle von ihnen sind Evolutions-Ideologen.

Vom 31. Oktober bis 4. November veranstaltete die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ ihre jährliche Plenarsitzung. Dabei ging es um die Evolutions-Ideologe.

Die Zusammenfassungen der Vorträge waren schon lange vorher online.

In der Einführung zu der Tagung hieß es: „Der Vorstand der ‘Päpstlichen Akademie der Wissenschaften’ lädt die Akademiker dazu ein, in der bevorstehenden Plenarsitzung wissenschaftliche Beiträge vorzustellen, durch die Evolutionstheorien verifiziert oder falsifiziert werden können und die einen tieferen Einblick in den Evolutionsprozeß der lebendigen und der leblosen Welt vermitteln können.“

In Wahrheit liefert die moderne Genetik immer mehr Belege, daß angebliche Evolutionen nur Variation bestehender Lebensformen sind.

Darum ist man weit davon entfernt, Beweise für Neukonstruktionen ganzer Organe – zum Beispiel Flügel für eine Maus oder Federn für ein Reptil – zu besitzen.

Seit Ankündigung der vatikanischen Tagung versuchten mehrere evolutionskritische Organisationen – darunter das US-amerikanische ‘Kolbe-Center for the Study of Creation’ – den Präsidenten der Akademie zu bewegen, auch evolutionskritische Vorträge zuzulassen.

Diese Bemühungen waren erfolglos – trotz Unterstützung durch den griechisch-katholischen Weihbischof Roman Danylak (77), Bischof Robert Vasa (57) von Baker im US-Bundesstaat Oregon und Mons. Desmond Moore (82), ehemaliger Bischof von Alotau-Sideia, Papua New Guinea.

Deshalb wurde am 3. November in einem Hörsaal der römischen Universität ‘La Sapienza’ eine evolutionskritische Parallelveranstaltung organisiert.

Wissenschaftliche Kritik der Evolutionstheorie
Beginn der Veranstaltung im Hörsaal der "Patologia Generale A" der römischen Universität 'La Sapienza'.Blick in das Publikum. Eine mehrsprachige Übersetzung war organisiert.Hugh Owen - Vorsitzender des 'Kolbe-Centers for the Study of Creation' und Vater von neun Kindern, mit Weihbischof Lawrence Pius Dorairaj von Madras-Mylapore in Südindien.

Alle Vortragende waren renommierte Fachleute. Es handelte sich um eine rein wissenschaftliche Tagung ohne Bezug zu irgendeiner Religion.

Der anerkannte französische Sedimentologe Guy Berthault berichtete von seinen gemeinsamen Forschungen mit US-amerikanischen und russischen Fachleuten.

Das Ergebnis: Die angenommenen Abermillionenjahre langen Zeiträume für die Sedimentbildung auf Erden sind experimentell widerlegbar.

Der australische Geophysiker Joseph Holzschuh erklärte, warum der zweite Hauptsatz der Thermodynamik verhindert, daß Leben von selber entstehen kann.

Dieser Satz erklärt vereinfacht gesagt, daß geordnete Wärme – der Fachbegriff lautet Entropie – nicht von selber von einem Körper niedriger Entropie auf einen Körper höherer Entropie übergehen kann.

Der französische Neurologe Pierre Rabischong – Ex-Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Montpelier – kritisierte evolutionsideologische Erklärungen mit Bezug auf die Biologie.

Er zeigte deren Unvermögen, die Entstehung hochkomplexer Strukturen wie sie in unserem Gehirn feststellbar sind, zu erklären.

Dr. Jean de Pontcharra – ein Experte für radiometrische Datierungsmethoden – zeigte deren extreme Unsicherheit.

Der polnische Populationsgenetiker Maciej Giertych legte in seinem Vortrag dar, daß es in seinem Fachgebiet zwar viele Belege für Variation innerhalb bestimmter Grenzen, aber keine Belege für die Entstehung qualitativ neuer genetischer Information oder Organe gibt.

Zwei indische Bischöfe waren eigens für die Tagung angereist: Weihbischof Lawrence Pius Dorairaj (54) von Madras and Mylapore und Bischof Thomas Dabre (63) von Vasai.

Eine Darstellung der Argument für und gegen die Evolutionsideologie findet sich auf der Webseite der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie, der deutschsprachigen Tochterorganisation des Kolbe-Centers.