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Agonie für die ganze Welt + Sowieso sinnlos + Damals Gotik, heute Laserbeamer + Nächste Diözese geht + Beleg für die Krise
Petersdom
Petersdom
© Pierre Metivier, CC
Agonie für die ganze Welt

USA. Der vatikanische Großpönitenziar, James Francis Kardinal Stafford, hat scharfe Kritik am künftigen US-Präsidenten Barack Obama geübt. Der Kurienkardinal warnte bei einem Vortrag in Washington vor einem kulturellen Erdbeben. Das berichtete Radio Vatikan. Obama trete aggressiv, spaltend und apokalyptisch auf. Die Zukunft unter Obama werde der Agonie Jesu im Garten Gethsemane gleichen.

Sowieso sinnlos

Schweiz. Der ultraliberale Bischof des Südwestschweizer Bistums Sitten, Mons. Norbert Brunner, hat den polnischstämmigen Pfarrer der Region Obergoms, Hw. Wojciech Filipowicz, wegen angeblich schlechten Benehmens entlassen. Das berichteten Schweizer Medien. Hw. Filipowicz habe Gottesdienste kurzfristig abgesagt und angeblich „unhaltbar“ gepredigt. Zuletzt stellte der Priester im Pfarrblatt fest, daß seine Gläubigen nichts mehr von der katholischen Lehre wissen wollten. Es sei sinnlos und zu spät, einen nächsten Priester in das Obergoms zu schicken. Bischof Brunner hat die für Januar 2009 geplante Entlassung des Tatsachenpredigers jetzt vorzeitig und fristlos vollzogen. Der Geistliche wird nach Polen zurückkehren.

Damals Gotik, heute Laserbeamer

Österreich. „Ein Gottesdienst ist kein zusätzliches Angebot auf der Palette der Freizeitgestaltung.“ Das sagte die Schweizer Liturgiewissenschafterin Birgit Jeggle-Merz bei einer Veranstaltung des St. Pöltner Familienreferats. Kinder- und Jugendmessen seien keine „Happenings“. Es gehe nicht um den Unterhaltungswert, sondern um die Mitfeier am Gottesdienst – so Frau Jeggle: „Wurden in der Gotik durch große und bunte Glasfenster völlig neue Licht- und Raumeffekte erzielt, so finde dieses Bemühen heute in Lichtinstallationen mit Laserbeamern seinen Ausdruck.“

Nächste Diözese geht

Vereinigte Staaten. Die anglikanische US-Diözese Fort Worth wird aus der US-Episkopalkirche austreten. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Catholic News Agency’. Episkopalbischof Jack Icker erklärte am Samstag bei der Diözesansynode, daß die Episkopalkirche, „wie wir sie früher kannten“, nicht mehr existiere. Fast achtzig Prozent der stimmberechtigen Laien und Kleriker entschieden sich auf der Synode für eine Abspaltung. Die Diözese will sich der anglikanischen Gemeinschaft der südlichen Hemisphäre anschließen. Es ist bereits die vierte anglikanische Diözese in den USA, die beschlossen hat, sich von der Episkopalkirche zu lösen.

Beleg für die Krise

Hw. Wolfgang Rothe „ist aus kirchlicher Sicht ein Priester mit einer möglicherweise problematischen Biographie, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Seine Geschichte ist allerdings ein Beleg dafür, in welcher Krise die Priesterausbildung der katholischen Kirche steckt: Weil immer weniger Bewerber kommen, nehmen Seminare auch solche auf, die eigentlich abgewiesen gehören. Homosexuelle Pfarrer gibt es zuhauf, gleichzeitig bekämpft die Kirche Homosexualität mit aller Härte. Diese Doppelmoral führt zu Geheimniskrämerei, Doppelleben und Erpressung.“

Aus einem Artikel von Monika Maier-Albang in der ‘Süddeutsche Zeitung’. Frau Maier unterstellt dem Münchener Erzbischof, Hw. Rothe angeblich heimlich angestellt zu haben.