Mittwoch, 16. März 2005 09:10
kreuzmeldungen
Papst life dabei + Das Homo-Konkubinat bekommt Nachwuchs + Berufliche Gewissensfreiheit + Pille. Achtung Gefahr! + Größte Herausforderungen? + Antikatholizismus
Papst life dabei

Vatikan. Gemäß einer Spekulation aus Vatikan-Kreisen wird Papst Johannes Paul II. möglicherweise beim Kreuzweg am kommenden Karfreitag per Video-Schaltung life dabeisein. Dies berichtete Radio Vatikan gestern Dienstag. Der traditionelle Kreuzweg findet jährlich am Karfreitag abend beim Kolosseum in der römischen Innenstadt statt. Das Kolosseum ist ein großes Amphitheater, das noch aus der Antike stammt. In diesem Jahr wurden die Betrachtungen für die einzelnen Stationen des Kreuzweges von Kurienkardinal Joseph Ratzinger geschrieben. Eine offizielle Bestätigung der Meldung über die mediale Anwesenheit des Papstes gibt es derzeit noch nicht.

Das Homo-Konkubinat bekommt Nachwuchs

USA. Seit Montag ist die staatliche Schließung von Homo-Konkubinaten im US-Bundesstaat Kalifornien wieder gerichtlich gestattet. Nach einer Klage von seiten der Stadtverwaltung von San Francisco und einiger homosexueller Paare hat ein kalifornischer Richter das Verbot von Homo-Konkubinaten als verfassungswidrig erklärt. Der Staat habe nicht das Recht, die Ehe einseitig als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau zu definieren. Bereits im Vorjahr war das Homo-Konkubinat für einen Monat verfassungskonform gewesen. Hunderte von Homosexuellen hatten sich daraufhin in San Francisco vom Bürgermeister höchstpersönlich ‘trauen’ lassen. Die Staatsanwaltschaft beantragte allerdings kurz darauf eine Überprüfung der Rechtslage und setzte dem Treiben ein Ende. Ein Weiterzug des Urteils ans Appellationsgericht gilt als sicher.

Berufliche Gewissensfreiheit

Slowakei. Gegenwärtig wird im slowakischen Parlament ein Gesetz diskutiert, das es Christen, die im öffentlichen Leben Funktionen wahrnehmen, erlauben soll, nach ihrem Gewissen zu handeln. Beispielsweise soll es Richtern erlaubt werden, Scheidungsprozesse zu verweigern. Ärzte wären frei, sich für das uneingeschränkte Lebensrecht des Menschen einzusetzen und Lehrer müßten trotz der Forderungen im staatlichen Lehrplan keinen strengen Darwinismus unterrichten.

Pille. Achtung Gefahr!

Deutschland. Es ist die Pflicht eines Frauenarztes, eine Raucherin vor den besonderen Gesundheitsrisiken zu warnen, bevor er ihr die Anti-Baby-Pille verschreibt. Das vom deutschen Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Dienstag verkündete Urteil ist die Folge des Schlaganfall einer Raucherin im Jahr 1995, nachdem die Frau drei Monate lang die Anti-Baby-Pille eingenommen hatte.

Größte Herausforderungen?

Vatikan. „Das radikale Wachstum des Islam, die Öffnung Chinas und die Säkularisierung der einst christlichen Welt“: Das sind – will man dem Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, Glauben schenken – die größten Herausforderungen, denen sich die Kirche heute stellen muß. Kardinal Pell sprach laut CWNews anläßlich eines Rombesuches.

Antikatholizismus

USA. Die „Katholische Liga“, eine US-Organisation, die sich gegen die Diffamierung von Katholiken in der Öffentlichkeit einsetzt, hat soeben ihren „Jahresbericht zum Antikatholizismus“ für das Jahr 2004 veröffentlicht. Die Studie erhält ein Vorwort und eine Zusammenfassung durch den Präsidenten der Liga, William Donohue, und eine Gesamtliste der Vorfälle. Diese sind nach Gebieten aufgeteilt: Künste, Arbeitswelt, Erziehung, Regierung, Medien und Verschiedenes. Ein spezieller Teil behandelt die Kontroverse um den Film von Mel Gibson „Die Passion Christi“ und bietet eine vollständige Liste der Brandstifterkommentare, die gegen Mel Gibson und den Film geäußert wurden. Der Bericht ist für 10 US Dollar erhältlich.
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