08:55:24 | Montag, 2. Februar 2009
Leiden ertragen + Angst vor der Justiz? + Zwölf Apostel bekehrten die halbe Welt + Getöse ist politisch + Sehr schlechte Nachricht unterwegs?
Leiden ertragenVatikan. Euthanasie ist „die falsche Lösung für das Drama des Leidens“. Das sagte Papst
Benedikt XVI. beim gestrigen Angelusgebet. Töten könne keine wahre Antwort – „mag es auch noch so sanft
erscheinen“. Man müsse an den Schmerz und den Todeskampf auf menschliche Art mit Liebe herangehen. Die
Leidenden ermutigte der Papst, daß vor Gott keine Träne verlorengehe.
Angst vor der Justiz?Deutschland.
Der Lefebvre-Bischof Richard Williamson ist im Priesterseminar der Bruderschaft St. Pius X. nicht mehr
willkommen: „Wir haben ihm mitgeteilt, daß wir ihn hier nicht mehr sehen wollen“ – sagte der Regens des
Seminars, Pater Stefan Frey, dem deutschen Magazin ‘Focus’. Die für den 30. Mai geplante Diakonenweihe
werde Mons. Williamson nicht halten. Mit seinem jüngsten Interview habe der Bischof den Heiligen Vater
„vor den Kopf“ gestoßen – so der Regens.
Zwölf Apostel bekehrten die halbe WeltItalien. „Wir werden
unsere Position nicht verändern. Wir werden den Vatikan bekehren.“ Das sagt der Lefebvre-Bischof Bernard
Tissier de Mallerais vor der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’. Bischof Tissier de Mallerais ist von der
Aufhebung der Exkommunikation als Geste des Papstes bewegt. Doch er habe die Exkommunikationen nie als
kirchenrechtlich gültig betrachtet.
Getöse ist politischDeutschland. Die Aufhebung der Exkommunikationen
gegen die vier Lefebvre-Bischöfe sei ganz und gar unpolitisch. Das erklärte der emeritierte Münchner
Philosoph Robert Spaemann in einem Leserbrief für die deutsche Tageszeitung ‘Frankfurter Allgemeine’.
Spaemann erinnerte an die Situation in China: „In China zogen sich jahrzehntelang die Bischöfe der ‘Patriotischen
Vereinigung’ die Tatstrafe der Exkommunikation zu, weil sie ohne päpstlichen Auftrag Bischöfe weihten
oder sich weihen ließen.“ Benedikt XVI. habe die meisten dieser Exkommunikationen „ohne Getöse“ wieder
aufgehoben.
Sehr schlechte Nachricht unterwegs?„Es tut mir leid, mitteilen zu müssen, daß schon bald
einige schockierende und traurige Nachrichten über einen prominenten Kirchenvertreter bekannt werden –
vielleicht schon am Montag oder Dienstag. Keine Sorge, es geht nicht um den Heiligen Vater oder um einen
der Vorgängerpäpste, auch nicht um einen Laien. Wir wollen beten, daß Gott eine gute Frucht aus dieser
Sache hervorbringt, und die Betroffenen in unser Gebet einschließen.“
Mitteilung, die am 31. Januar
auf dem Weblog ‘Patrick Madrid’ veröffentlicht wurde.