19:21:34 | Mittwoch, 11. März 2009
Im Kirchenkampf gegen die Piusbruderschaft haben sich die deutschen Bischöfe auf die Seite der Wölfe geschlagen. Jetzt gehen die Wölfe – wie zu erwarten war – auf die Bischöfe los. Das Opfer: der Bischof von Augsburg.

Die Webseite ‘Google News’ listet die Berichte über die Firmung von 30 Marienkindern im Bistum Augsburg.
(kreuz.net) Bereits im September 2008 firmte Bischof Walter Mixa von Augsburg dreißig Mitglieder der
Unterallgäuer Gemeinschaft der Marienkinder.
In der aufgeheizten antikirchlichen Atmosphäre Deutschlands
hoffen kirchenfeindliche Blätter, diese bischöfliche Handlung Monate später als „weiteren Skandal“ –
so die Münchner ‘Abendzeitung’ – gegen die Kirche hochzukochen.
Obwohl die Gemeinschaft völlig unpolitisch
ist, sprechen die deutschen Kirchenhaß-Medien von „Mixas neuem Rechtsruck“ und „Wirbel um den Augsburger
Bischof“.
Eines ist klar: Die Marienkinder sind ein Haßobjekt der deutschen Medien.
Sie nennen sich
auch „Kreuzträger der Jungfrau Maria“ und besitzen ihr Verbreitungsgebiet vor allem im Raum Bad Wörishofen
im Unterallgäu.
Die Gemeinschaft wurde 1983 von dem Maurerpolier Josef Zanker († 2001) und dem Priester
Johannes Maria Bauer († 1999), gegründet.
Die Bezeichnung „Marienkinder“ geht auf den großen französischen
Marien-Heiligen Louis-Marie Grignion de Montfort zurück.
Die Marienkinder verstehen die Welt im Sinne
der katholischen Glaubenslehre als Ort des Kampfes zwischen Satan und Gott.
Sie verwerfen auch die Hand-
und Stehkommunion, die nach dem Zweiten Vatikanum in Deutschland illegal eingeführt wurden.
Der ehemalige
Bischof der Diözese Augsburg, Mons. Josef Stimpfle († 1996), exkommunizierte die beiden Gründer der
Gemeinschaft im Jahr 1985.
Die Exkommunikation von Hw. Bauer wurde im August 1994 aufgehoben.
Seit Anfang
2008 werden die Marienkinder im Auftrag des Augsburger Diözesanbischofs, Mons. Walter Mixa, durch Priester
der Priesterbruderschaft St. Petrus betreut.
Im letzten September firmte Mons. Mixa dreißig Anhänger
der Marienkinder.
In der schon von NS-Medien – damals noch gegen Juden – verwendeten Verteufelungsstrategie
bemühte sich die antikatholische Münchner ‘Abendzeitung’ die Marienkinder am 6. März schlecht zu machen
und erklärte dann:
„Das hinderte den erzkonservativen Augsburger Bischof Walter Mixa nicht daran, dreißig
Marienkinder zu firmen.“
Der Artikel ärgert sich, daß eine kirchliche Spaltung, die vor zwei Jahren
noch unüberwindlich schien, zu einem Ende kommt.
Auch die ‘Augsburger Allgemeine’ zürnte am 4. März
über die Versöhnung mit der Gemeinschaft, der das Blatt etwas skurril „antidemokratische Strömungen“
und „Exorzismen“ unterstellt. Es ist unklar, wie sich diese beiden Phänomene im konkreten Alltag auswirken.
Vom Zweiten Vatikanum weiß das Blatt, daß es angeblich „eine Abkehr von der lateinischen Messe beschlossen“
habe:
„Ausdrücklich verboten wurde der Gebrauch der toten Sprache aber nicht“ – offenbart die Verfasserin,
Karin Seibold, ihre Ahnungslosigkeit.
Doch für einen antikatholischen Artikel reicht es allemal.