18:29:48 | Mittwoch, 18. März 2009
Ein Glaube, der Berge versetzt, reicht dem Evolutionisten nicht. Sein Glaube muß auch die Logik des Denkens aus den Fugen heben. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net) Unsere Sprache wurde nicht von Gott erdacht – sagen die Evolutionisten. Sie behaupten vielmehr,
daß sich Halbmenschen und Menschenaffen das Sprechen selber schrittweise beigebracht haben. Kann man
diese Ursprache rekonstruieren?
Viele europäische Sprachen ähneln sich bekanntlich untereinander. Deutsch
und Englisch sind sich ähnlich, ebenso Französisch und Portugiesisch, Latein, Griechisch und Sanskrit.
Ähnliche Sprachen werden in Familien und Stämmen zusammengefaßt.
Die romanischen Sprachen entwickelten
sich aus dem Latein. Zusammen mit den germanischen, slawischen, baltischen und anderen Sprachen entstammen
sie dem Indogermanischen.
Indogermanisch war eine großartige Sprache, die vor 6000 Jahren gesprochen
wurde. Sie bot Ausdrucksmöglichkeiten, von denen wir heute nur noch träumen können.
In unseren modernen
Sprachen müssen wir umständlich mit Hilfsverben und Präpositionen umschreiben, was der Indogermane
mit einer einzigen grammatischen Form sagen konnte.
Es gab dort acht Fälle, die nach drei Geschlechtern
in Singular, Dual und Plural dekliniert wurden.
Ebenso wurde das Verb in Singular, Dual und Plural konjugiert.
Es gab neben dem Indikativ und Konjunktiv auch den Optativ. Neben dem Perfekt und Imperfekt existierte
ferner der Aorist.
Es wäre unmöglich, das Lateinische durch Vergleich und Analyse der romanischen Sprachen
zu erschließen.
Ebenso ist es unmöglich, von den ältesten bekannten indogermanischen Sprachen Frühlatein,
Homergriechisch, Sanskrit das Indogermanische zu rekonstruieren.
Man kann sich aber dessen grammatischem
Reichtum ungefähr vorstellen.
Das Altgriechische liegt von den Sprachen, die in unseren Breiten noch
bekannt sind, zeitlich und sprachlich am dichtesten beim Indogermanischen. Das macht Bibelübersetzern
viel Kopfzerbrechen.
Denn der Aorist oder der Optativ und viele andere Reichtümer des Griechischen können
auf Deutsch nur durch umständliche Hilfskonstruktionen wiedergegeben werden.
Bibelübersetzungen müssen
aber andrerseits sprachlich ansprechend sein, wodurch die ursprüngliche Aussage vielfach verflacht wird.
Es ist auch interessant zu sehen, daß die Geschichte des Indogermanischen den Behauptungen der Evolutionstheorie
genau entgegengesetzt ist.
Im Laufe der Jahrtausende haben die indogermanischen Sprachen immer mehr von
ihrem grammatikalischen Reichtum verloren.
Der Wortschatz hat sich zwar vergrößert und die verlorengegangenen
Formen wurden teilweise durch neue Bildungen und Hilfswörter ersetzt.
Aber insgesamt ist in der Formenlehre
das Gegenteil von Höherentwicklung eingetreten.
Ein Evolutionist muß also behaupten, daß das hochkomplexe
Ur-Indogermanische sich aus dem Grunzen von Affen heraus höher entwickelt hat als die modernen sogenannten
Hochsprachen.
Die Linguistik ist heute eine wichtige Stütze der Schöpfungslehre – wie eine
neue katholische
evolutionskritische Vereinigung ausführlich darstellt.
Der
Verfasser ist praktizierender Arzt im Nordelsaß.