Evolution
Die mysteriösen Grunzlaute der Indogermanen
Ein Glaube, der Berge versetzt, reicht dem Evolutionisten nicht. Sein Glaube muß auch die Logik des Denkens aus den Fugen heben. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
Die Logik der Evolutionisten
Die Logik der Evolutionisten
© Flickr-Benützer: ‘PhOtOnQuAnTiQuE’, CC
(kreuz.net) Unsere Sprache wurde nicht von Gott erdacht – sagen die Evolutionisten. Sie behaupten vielmehr, daß sich Halbmenschen und Menschenaffen das Sprechen selber schrittweise beigebracht haben. Kann man diese Ursprache rekonstruieren?

Viele europäische Sprachen ähneln sich bekanntlich untereinander. Deutsch und Englisch sind sich ähnlich, ebenso Französisch und Portugiesisch, Latein, Griechisch und Sanskrit.

Ähnliche Sprachen werden in Familien und Stämmen zusammengefaßt.

Die romanischen Sprachen entwickelten sich aus dem Latein. Zusammen mit den germanischen, slawischen, baltischen und anderen Sprachen entstammen sie dem Indogermanischen.

Indogermanisch war eine großartige Sprache, die vor 6000 Jahren gesprochen wurde. Sie bot Ausdrucksmöglichkeiten, von denen wir heute nur noch träumen können.

In unseren modernen Sprachen müssen wir umständlich mit Hilfsverben und Präpositionen umschreiben, was der Indogermane mit einer einzigen grammatischen Form sagen konnte.

Es gab dort acht Fälle, die nach drei Geschlechtern in Singular, Dual und Plural dekliniert wurden.

Ebenso wurde das Verb in Singular, Dual und Plural konjugiert. Es gab neben dem Indikativ und Konjunktiv auch den Optativ. Neben dem Perfekt und Imperfekt existierte ferner der Aorist.

Es wäre unmöglich, das Lateinische durch Vergleich und Analyse der romanischen Sprachen zu erschließen.

Ebenso ist es unmöglich, von den ältesten bekannten indogermanischen Sprachen Frühlatein, Homergriechisch, Sanskrit das Indogermanische zu rekonstruieren.

Man kann sich aber dessen grammatischem Reichtum ungefähr vorstellen.

Das Altgriechische liegt von den Sprachen, die in unseren Breiten noch bekannt sind, zeitlich und sprachlich am dichtesten beim Indogermanischen. Das macht Bibelübersetzern viel Kopfzerbrechen.

Denn der Aorist oder der Optativ und viele andere Reichtümer des Griechischen können auf Deutsch nur durch umständliche Hilfskonstruktionen wiedergegeben werden.

Bibelübersetzungen müssen aber andrerseits sprachlich ansprechend sein, wodurch die ursprüngliche Aussage vielfach verflacht wird.

Es ist auch interessant zu sehen, daß die Geschichte des Indogermanischen den Behauptungen der Evolutionstheorie genau entgegengesetzt ist.

Im Laufe der Jahrtausende haben die indogermanischen Sprachen immer mehr von ihrem grammatikalischen Reichtum verloren.

Der Wortschatz hat sich zwar vergrößert und die verlorengegangenen Formen wurden teilweise durch neue Bildungen und Hilfswörter ersetzt.

Aber insgesamt ist in der Formenlehre das Gegenteil von Höherentwicklung eingetreten.

Ein Evolutionist muß also behaupten, daß das hochkomplexe Ur-Indogermanische sich aus dem Grunzen von Affen heraus höher entwickelt hat als die modernen sogenannten Hochsprachen.

Die Linguistik ist heute eine wichtige Stütze der Schöpfungslehre – wie eine neue katholische evolutionskritische Vereinigung ausführlich darstellt.

Der Verfasser ist praktizierender Arzt im Nordelsaß.