19:05:10 | Freitag, 3. April 2009
Die Sprachentwicklung ist hochkompliziert. Doch je weiter man zurückgeht, desto klarer werden die Dinge. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.

Die Evolution funktioniert nur auf dem Papier
© Flickr-Benützer: ‘Naked_Eyes’, CC(kreuz.net) Evolutions-Ideologen behauptet, daß sich die menschlichen Sprachen aus dem Nichts und obendrein
von selber aus Tierlauten entwickelt hätten.
Die evolutionistischen Halb- Vor- und Frühmenschen sollen
zunächst nur eine kleine Gruppe gewesen sein. Daher geht man von einer einzigen Ursprache der Menschheit
aus, von der alle anderen Sprachen abstammen.
Kann man diese Ursprache rekonstruieren? Heute gibt es
etwa 6.000 bis 8.000 bekannte Sprachen. Die genaue Zahl ist schwer zu schätzen, da die Grenze zwischen
Dialekt und Sprache nicht leicht bestimmbar ist.
Die Sprachen lassen sich in Familien einteilen – zum
Beispiel die romanischen Sprachen: Italienisch, Rumänisch, Rätoromanisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch.
Diese stammen alle vom Latein. Aber es wäre unmöglich, Latein aus ihnen zu rekonstruieren.
Sprachfamilien
können oft zu Sprachstämmen zusammengefaßt werden – romanische, germanische, slawische, indisch-persische
Sprachen bis hin zum Indogermanischen.
Die Linguistik nimmt eine gemeinsame Ursprache eines jeden Sprachstammes
an.
Die Stammsprachen sind von einander sehr verschieden. Einerseits sind sie grammatisch ungeheuer reich
und komplex. Das Indogermanische hatte acht Fälle, diverse Modi, Aspekte und Tempora des Verbums und
alles jeweils in Singular, Dual und Plural.
Etwas von dem Reichtum können wir noch im Altgriechischen
sehen. Doch diese Sprache ist gegenüber dem Indogermanischen bereits stark reduziert.
Das Sumerische
wurde bis etwa 1700 vor Christus im heutigen Irak gesprochen. Es ist mit keiner anderen Sprache verwandt
und stellt darum einen eigenen Sprachstamm dar.
Grammatisch ist Sumerisch derart anders als Indogermanisch,
daß kein gemeinsamer Ursprung vorstellbar ist. Im Sumerischen wird zum Beispiel formal nicht zwischen
Verb und Substantiv unterschieden.
Derselbe Wortstamm kann beides bedeuten und wird bei der Flexion nicht
verändert. Die Form des Verbums wird durch bis zu zehn verschiedene Präfixe vor und bis zu drei Suffixe
nach dem Wortstamm angezeigt.
Es gibt zwei grammatische Geschlechter: Eines für Personen und eines für
Sachen. Der Plural wird nur bei Personen markiert. Einen Dual gibt es nicht.
Die Reichtümer des Sumerischen –
zum Beispiel der sogenannte Split-Ergativ – lassen sich dem Nicht-Linguisten nicht erklären, weil es
so etwas in unserer indogermanischen Muttersprache nicht gibt.
Diese Phänomene passen eigentlich überhaupt
nicht zur Evolutionstheorie – aber sehr gut zur biblischen Sprachverwirrung in Babel.
Die Menschheit
bekam von Gott viele verschieden Sprachen. Hervorgegangen aus der Hand des Schöpfers waren sie Meisterwerke.
Diese Sprachen waren auch schwer erlernbar. Damit wurde die Absicht Gottes, die Menschheit sprachlich
zu trennen, optimal erreicht.
Auch das Alter paßt. In den Fällen, bei denen man das Alter einer Stammsprache
abschätzen kann wie im Indogermanischen, kommt man mit 6000 bis 8000 Jahren in die biblische Zeitrechnung.
Die Linguistik ist heute eine wichtige Stütze der Schöpfungslehre. Das hat auch eine
neue katholische
evolutionskritische Vereinigung ausführlich darstellt.
Der
Verfasser ist praktizierender Arzt im Nordelsaß.