17:08:02 | Dienstag, 17. März 2009
Nachdem das Zweite Vatikanum unseren Glauben und Verstand verrotten ließ, sind die Katholiken wieder gezwungen, in der Arena gegen unverständige Bestien zu kämpfen. Von Bischof Richard Williamson, London.

Bischof Williamson präsentiert sich auf seinem Blog ‘Dinoscopus’ mit einem Dinosaurierkörper.
(kreuz.net) Ich erlaube mir, aus der gemeinsamen Korrespondenz mit einem Freund zu zitieren.
Auf dem
Hintergrund eines Briefes, den ich ihm vor zwei Jahren geschrieben hatte, stellte er mir eine Frage, die
ich oft höre: „Was ist jetzt zu tun?“
Damals hatte ich ihm geschrieben:
„Hinsichtlich der Fähigkeit
der katholischen Tradition und jedes vernünftigen Menschen, auf die gegenwärtige beispiellose Krise
der menschlichen Natur angemessen zu reagieren, glaube ich, daß jeder untergehen wird, wenn diese Tage
nicht abgekürzt werden.
Natürlich wird die Katholische Kirche überleben – aber vielleicht mit einem
kleineren Rest und nach einer radikalen Reinigung der Tradition – wie man heute die Altgläubigen nennt.“
Ich fragte in dem Brief ferner, wie viele gute Seelen heute die größeren Zusammenhänge verstehen und
dadurch gewappnet sind, nicht zu stranden oder gar von der Verderbnis, die sie umspült, aufgelöst zu
werden.
Darauf antwortete mir mein Freund:
Wo stehen wir in der Geschichte, und was sollen Leute wie
ich angesichts der schrecklichen Auswirkungen der Wirtschaftsimplosion, die auch den Alltag betreffen
und den bevorstehenden politischen Umwälzungen jetzt tun?
Ich habe in meinem Leben nicht für den Glauben
gekämpft, um als Verteidiger eines katholischen Reservats im Stil der Indianer Nordamerikas zu enden.
Ich antwortete ihm vor einer Woche, daß die Wirtschaftskatastrophe erst am Anfang steht und Familienväter
wie er die Grundversorgung ihrer Familien sicherstellen müssen.
Ich schrieb, daß die Ereignisse mit
Sicherheit zu Hungersnöten führen werden. Ich hätte hinzufügen können – auch zu Blutvergießen in
den Vorstädten.
Die westlichen Völker und ihre Politiker sind von der Wirklichkeit so sehr entrückt,
daß nur ein entsetzlicher dritter Weltkrieg sie wieder in die Realität zurückholen kann.
Der Krieg
wird sich solchen Politikern als einziger Weg anbieten, um die unlösbaren wirtschaftliche Probleme zu
beseitigen.
Weitere Terrorangriffe könnten erfunden werden, um den gewünschten Konflikt zu beginnen.
Zum kirchlichen Zusammenbruch und zu unserer geschichtlichen Situation erklärte ich, daß wir ruhig,
beständig und ernsthaft beten müssen, weil doch nur der Herrgott wichtig ist.
Mit dem im Jahre 313
errungenen Sieg des römischen Kaisers Konstantin bei der Milvischen Brücke wechselten die Katholiken
vom Kampf gegen Löwen zum Kampf gegen Irrlehren.
Aber nachdem das Zweite Vatikanum sowohl unseren Glauben
als unseren Verstand verrotten ließ, hörte die Amtskirche auf, die Irrlehren zu bekämpfen.
Darum sind
die Katholiken jetzt wieder gezwungen, in der Arena gegen unverständige Bestien zu kämpfen. Ein neues
Zeitalter der Märtyrer steht uns bevor.
Dann schrieb ich:
„Die heutige Katholische Kirche braucht dringend
Freunde Gottes, die es so ernst meinen wie die Feinde Gottes. Denn nur eine solche Ernsthaftigkeit ist
in der Lage, die Feinde für den Heiland zu erobern.
Diese Ernsthaftigkeit kann nicht mehr mit bloßen
Worten ausgedrückt werden, sondern nur – wir kommen auf das Thema zurück – mit Blut.
Darum bete mit
Deiner Familie den Rosenkranz, pflanze im Garten Kartoffeln und erzähle Deinen Kindern von den Märtyrern
der frühen Kirche, deren Zeugnis über jeden Zweifel erhaben ist.“Kyrie eleison.