Piusbruderschaft
Was ist jetzt zu tun?
Nachdem das Zweite Vatikanum unseren Glauben und Verstand verrotten ließ, sind die Katholiken wieder gezwungen, in der Arena gegen unverständige Bestien zu kämpfen. Von Bischof Richard Williamson, London.
Bischof Williamson präsentiert sich auf seinem Blog 'Dinoscopus' mit einem Dinosaurierkörper.
Bischof Williamson präsentiert sich auf seinem Blog ‘Dinoscopus’ mit einem Dinosaurierkörper.
(kreuz.net) Ich erlaube mir, aus der gemeinsamen Korrespondenz mit einem Freund zu zitieren.

Auf dem Hintergrund eines Briefes, den ich ihm vor zwei Jahren geschrieben hatte, stellte er mir eine Frage, die ich oft höre: „Was ist jetzt zu tun?“

Damals hatte ich ihm geschrieben:

„Hinsichtlich der Fähigkeit der katholischen Tradition und jedes vernünftigen Menschen, auf die gegenwärtige beispiellose Krise der menschlichen Natur angemessen zu reagieren, glaube ich, daß jeder untergehen wird, wenn diese Tage nicht abgekürzt werden.

Natürlich wird die Katholische Kirche überleben – aber vielleicht mit einem kleineren Rest und nach einer radikalen Reinigung der Tradition – wie man heute die Altgläubigen nennt.“


Ich fragte in dem Brief ferner, wie viele gute Seelen heute die größeren Zusammenhänge verstehen und dadurch gewappnet sind, nicht zu stranden oder gar von der Verderbnis, die sie umspült, aufgelöst zu werden.

Darauf antwortete mir mein Freund:

Wo stehen wir in der Geschichte, und was sollen Leute wie ich angesichts der schrecklichen Auswirkungen der Wirtschaftsimplosion, die auch den Alltag betreffen und den bevorstehenden politischen Umwälzungen jetzt tun?

Ich habe in meinem Leben nicht für den Glauben gekämpft, um als Verteidiger eines katholischen Reservats im Stil der Indianer Nordamerikas zu enden.


Ich antwortete ihm vor einer Woche, daß die Wirtschaftskatastrophe erst am Anfang steht und Familienväter wie er die Grundversorgung ihrer Familien sicherstellen müssen.

Ich schrieb, daß die Ereignisse mit Sicherheit zu Hungersnöten führen werden. Ich hätte hinzufügen können – auch zu Blutvergießen in den Vorstädten.

Die westlichen Völker und ihre Politiker sind von der Wirklichkeit so sehr entrückt, daß nur ein entsetzlicher dritter Weltkrieg sie wieder in die Realität zurückholen kann.

Der Krieg wird sich solchen Politikern als einziger Weg anbieten, um die unlösbaren wirtschaftliche Probleme zu beseitigen.

Weitere Terrorangriffe könnten erfunden werden, um den gewünschten Konflikt zu beginnen.

Zum kirchlichen Zusammenbruch und zu unserer geschichtlichen Situation erklärte ich, daß wir ruhig, beständig und ernsthaft beten müssen, weil doch nur der Herrgott wichtig ist.

Mit dem im Jahre 313 errungenen Sieg des römischen Kaisers Konstantin bei der Milvischen Brücke wechselten die Katholiken vom Kampf gegen Löwen zum Kampf gegen Irrlehren.

Aber nachdem das Zweite Vatikanum sowohl unseren Glauben als unseren Verstand verrotten ließ, hörte die Amtskirche auf, die Irrlehren zu bekämpfen.

Darum sind die Katholiken jetzt wieder gezwungen, in der Arena gegen unverständige Bestien zu kämpfen. Ein neues Zeitalter der Märtyrer steht uns bevor.

Dann schrieb ich:

„Die heutige Katholische Kirche braucht dringend Freunde Gottes, die es so ernst meinen wie die Feinde Gottes. Denn nur eine solche Ernsthaftigkeit ist in der Lage, die Feinde für den Heiland zu erobern.

Diese Ernsthaftigkeit kann nicht mehr mit bloßen Worten ausgedrückt werden, sondern nur – wir kommen auf das Thema zurück – mit Blut.

Darum bete mit Deiner Familie den Rosenkranz, pflanze im Garten Kartoffeln und erzähle Deinen Kindern von den Märtyrern der frühen Kirche, deren Zeugnis über jeden Zweifel erhaben ist.“


Kyrie eleison.