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Aus der Sicht eines Spatzen + Letzter Leichnam geborgen + Ein Altliberaler und ein Abtreibungspolitiker + Vom Teufel verurteilt + Eine Auferstehung, die keine war
Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am Mittwoch
Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am Mittwoch
Aus der Sicht eines Spatzen

Vatikan. Die italienische Journalistin Jeanne Perego hat ein Kinderbuch über den Papst geschrieben. Es heißt „Max und Benedikt“ und ist eine Fortsetzung des Buches „Joseph und Chico“. Eine deutsche Übersetzung ist noch nicht geplant. Das Buch beschreibt den Alltag des Papstes im Vatikan aus der Sicht des Spatzen Max. Der Vogel sieht, wie Benedikt XVI. aufsteht, die Messe liest oder sich in sein Studierzimmer zurückzieht: „Wenn ihr nur wüßtet, wie viel er am Tag liest“ – sagt Max an einer Stelle. Am Abend sieht der Spatz, wie der Papst noch ein wenig Klavier spielt.

Letzter Leichnam geborgen

Schweiz. Kürzlich wurde die letzte Leiche der drei bei einem Lawinenunglück umgekommenen Alumnen des lefebvristischen Priesterseminars von Ecône im Schweizerischen Kanton Walllis geborgen. Das berichtete die Schweizerische ‘Sonntagszeitung’. Am 11. Februar überraschte eine Lawine vier Seminaristen beim Wandern mit Schneeschuhen in den Walliser Bergen. Einer konnte aus den Schneemassen befreit werden, zwei wurden in einen naheliegenden Stausee gerissen. Der dritte konnte erst jetzt gefunden werden.

Requiem für die verunglückten Seminaristen

Ein Altliberaler und ein Abtreibungspolitiker

Österreich. Das in der Kartaus Gaming in Niederösterreich beheimatete katholische ‘Internationale Theologische Institut’ verlegt seinen Standort in die Ortschaft Trumau bei Wien. Am 11. Mai werden der altliberale Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, der zur Abtreibungspartei ÖVP gehört, die Grundsteinlegung für die neue Anlage vornehmen. Das Institut wird in Schloß Trumau untergebracht. Daneben werden Wohnungen für Studenten, Professoren und ihre Familien errichtet.

Vom Teufel verurteilt

Niederlande. Eine Gerichts-Sendung des niederländischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens ‘Nederland 2’ hat Papst Benedikt XVI. abgeurteilt. In der Reality-Show „Advokat des Teufels“ schob eine fünfköpfige „Bürger-Jury“ ausgerechnet dem Papst die Schuld für Millionen von Aids-Toten in die Schuhe. Der Verteidiger des Papstes erklärte, daß die Kirche Aidskranken helfe. Ferner hätten auch Wissenschaftler nachgewiesen, daß die Kondom-Propaganda zu gefährlichen Sexualkontakten ermutigt. Die „Bürger-Jury“ verurteilte den Papst ferner, Frauen und Homo-Perverse zu diskriminieren. Im dritten Anklagepunkt, daß sich der Papst nur zögerlich von Lefebvre-Bischof Richard Williamson distanziert habe, erwirkte der Anwalt im Fernseh-Tribunal einen Freispruch.

Eine Auferstehung, die keine war

„Bischof Heinrich Mussinghoff berichtete in seiner Predigt zur Osternacht auch über einen jüdischen Freund, der sechs Jahre im Konzentrationslager Auschwitz gefangen war. Als er ihn gefragt habe, welchen Stellenwert die Auferstehung im jüdischen Glauben und in seinem Leben habe, habe er geantwortet: «Ich glaube daran. Ich bin auferstanden am 4. Mai 1945, dem Tag der Befreiung aus dem Lager».“

Aus einem Artikel der ‘Aachener Zeitung’ vom 12. April.