Montag, 20. April 2009 11:43
Das Herzstück der christlichen Religion geleugnet
Für den vom katholischen Glauben abgefallenen Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz ist die Kreuzigung Christi noch eine psychologische Stütze im Leiden.
Erzbischof Zollitsch im Interview mit der Sendung 'Horizonte' des hessischen Rundfunks.
Erzbischof Zollitsch im Interview mit der Sendung ‘Horizonte’ des hessischen Rundfunks.
(kreuz.net) Am Karsamstag leugnete der Erzbischof von Freiburg und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Mons. Robert Zollitsch, den Sühnetod Christi.

Erzbischof Zollitsch äußerte sich im Gespräch mit Meinhard Schmidt-Degenhard für die Sendung „Horizente“ des deutschen Fernsehsenders ‘Hessischer Rundfunk’.

Christus sei „nicht deswegen für die Sünden der Menschen gestorben, weil Gott ein Sündopfer, einen Sündenbock gleichsam, gebraucht hätte“ – so der Erzbischof.

Der Heiland habe sich einfach mit dem Leiden der Menschen bis zum Tod „solidarisiert“.

Er habe gezeigt, daß auch das Leiden und der Schmerz von Gott angenommen seien. Das ist für Mons. Zollitsch „diese große Perspektive, diese gewaltige Solidarität“, die so weit gehe, daß er alles „mit“ mir leide.

Schmidt-Degenhard hakte nach: „Sie würden es jetzt nicht mehr so formulieren, daß Gott quasi seinen eigenen Sohn hingegeben hat, weil wir Menschen so sündig waren? So würden sie es nicht mehr formulieren?“

Erzbischof Zollitsch bestätigte seinen Abfall vom katholischen Glauben mit einem klaren „Nein“:

Gott habe „seinen eigenen Sohn in Solidarität mit uns bis in diese letzte Todesnot hineingelassen um zu zeigen: Soviel seid ihr mir wert, ich geh mit euch, in bin ganz bei euch in jeder Situation.“

Abschließend erklärte der Erzbischof, daß auch die eigenen Sünden schuld seien, daß sich Christus „so eingelassen hat mit mir“:

„Er hat sich aus Solidarität mit mir eingelassen – aus freiem Willen.“

Christus habe „das mitgetragen, was ich verschuldet habe, auch was ich verursacht habe an Bösem, um damit zugleich das nun hinaufzunehmen in die Welt Gottes und damit auch mir den Weg aus Sünde, Schuld und aus dem Tod zum Leben zu zeigen.“

Der Erzbischof leugnet auch das Pastoralkonzil
Auf der Videowebseite ‘gloria.tv’ empören sich fast siebzig Leserkommentare über die Aussagen des Erzbischofs.

Sie fordern Mons. Zollitsch auf, endlich das Zweite Vatikanum anzuerkennen.

Das Pastoralkonzil erklärt – in Übereinstimmung mit den zwanzig vorausgehenden dogmatischen Konzilien – gleich in mehreren Dokumenten, daß Christus für die Sünden der Menschen Sühne leistete.

Der Leser „Gregor“ schreibt im Kommentarteil von ‘gloria.tv’, daß die Bischöfe von der Piusbruderschaft fordern, das Zweite Vatikanum in Nebensächlichkeiten uneingeschränkt anzuerkennen:

„Gleichzeitig leugnet jedoch der Vorsitzende der ‘Deutschen Bischofskonfernz’, selber einer der lautesten Anti-Pius-Schreihälse, vor laufenden Kameras eine fundamentale Glaubenswahrheit.“

Ein Priester mit dem Usernamen ‘Poldi’ bemerkt, daß er nach diesem Interview seine „Predigten der vergangenen Karwoche allesamt durch den Reißwolf jagen müßte“.

Leser ‘Catharina’ findet die Aussagen „im Grunde genommen skandalöser“ als die Aussagen von Pius-Bischof Richard Williamson.

Leser ‘Sonnengesang’ freut sich, daß bald Pfingsten ist und der Heilige Geist kommt.

Leser ‘Quis ut Deus’ bringt die Sachlage scharf auf den Punkt:

„Dieser Bischof ist leider abgefallen…beten wir für Ihn!!!“
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