10:29:28 | Mittwoch, 22. April 2009
Eine vielsagende Entscheidung: Ein Kardinal der Römischen Kirche zog es vor, sein letztes Hochamt als amtierender Erzbischof im Alten Ritus zu zelebrieren.

Kardinal Zen feierte sein letztes Pontifikalamt als Erzbischof von Hong Kong im Alten Ritus.
© paixliturgique.com(kreuz.net) Joseph Kardinal Zen Zekiun (77) von Hong Kong hat sein letztes Pontifikalamt als Erzbischof
von Hong Kong im Alten Ritus zelebriert. Das berichtete die französische Webseite ‘paixliturgique.org’.
Am 15. April nahm Papst Benedikt XVI. den Rücktritt des Erzbischofs an. Das Pontifikalamt fand gleichentags
statt.
Mit seinem Schritt wollte der Kardinal seine Verbundenheit mit dem Ritus seiner Priesterweihe
ausdrücken. Kardinal Zen wurde im Februar 1961 für den Salesianerorden geweiht.
Kardinal Zen feiert
im Alten Ritus

© paixliturgique.com

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Bereits
im Mai 2006 zelebrierte er kurz nach seiner Erhebung zum Kardinal ein öffentliches Pontifikal im Alten
Ritus und ein weiteres vor der Veröffentlichung des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’.
Kardinal Zen
ist Mitglied der vatikanischen Gottesdienstkongregation.
Vor Journalisten erklärte er, daß er in Zukunft
einen Teil seiner Zeit den Altgläubigen widmen wolle.
Mit der Feier des Pontifikalamts im Alten Ritus
habe er öffentlich die Bedeutung dieser liturgischen Form unterstreichen und betonen wollen, daß es
der Wunsch des Vatikan sei, daß diese Liturgie in den Diözesen wieder zu Ehren komme.
In China waren
radikale Konzilsfundamentalisten aufgrund der politischen Umstände nie in der Lage, die Alte Messe auszurotten.
Darum sind zahlreiche chinesische Gläubige dem ursprünglichen katholischen Ritus verbunden geblieben.
Noch immer werden etwa zehn Prozent der Messen im Reich der Mitte im Alten Ritus zelebriert.
In der Kathedrale
von Peking gibt es eine tägliche Alte Messe.