Alte Messe
Die Kommunionbank kommt wieder
Der neue Liturgiepräfekt setzt sich aktiv für die Mundkommunion und die Alte Messe ein. Sein gutes Beispiel stößt bereits auf Nachahmer.
Kardinal Cañizares feierte am Dienstag im Alten Ritus.
Kardinal Cañizares feierte am Dienstag im Alten Ritus.
© Bild und weitere Fotos: www.rinascimentosacro.com
(kreuz.net, Toledo) Die Gläubigen sollen die Heilige Kommunion kniend und in den Mund empfangen.

Das erklärte der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Antonio Kardinal Cañizares, bei der Messe vom Gründonnerstag in Toledo.

Darüber berichtete die Webseite ‘The New Liturgical Movement’.

Kardinal Cañizares ist immer noch der Apostolische Administrator seiner früheren Erzdiözese.

Der Kirchenfürst ließ seinen Worten Taten folgen. In der Karwoche reaktivierte er die Kommunionbank in der Kathedrale von Toledo.

Signale setzen und die Liturgie verstehen

In einem jüngsten Interview mit der spanischen Zeitung ‘ABC’ erklärte Kardinal Cañizares, daß Knien die Ehrfurcht vor Gott ausdrücke.

Das Knien sei ein Zeichen. Der Mensch werfe sich vor dem nieder, der ihn bis zum Ende liebe.

Es gehe nicht darum, eine Änderung um der Änderung willen einzuführen.

Man müsse den Sinn religiöser Formen suchen und den Säkularismus in unserer Welt überwinden.

Die Gottesdienstkongregation werde in den nächsten Jahren eine großangelegte Aktion für die liturgische Bildung durchführen.

Keine Berührungsängste mit der Tradition


Gestern Dienstag feierte Kardinal Cañizares in der römischen Lateranbasilika ein Hochamt im Alten Ritus.

Die Messe organisierte die birituelle Ordensgemeinschaft der Franziskaner der Immakulata.

Weitere spanische Kathedralen führen die Kommunionbank ein

Nach Angaben der internationalen altgläubigen Laienbewegung ‘Una Voce’ haben kürzlich noch zwei weitere spanische Kathedralen eine Kommunionbank eingeführt.

Es handelt sich um die Kathedrale Málaga in Südspanien und um die Kathedrale der Militärdiözese in Madrid.