Evolution
Amoklauf eines Trockennasenaffen
Schon die Nationalsozialisten brühten aus einer Mischung von Kirchenhaß und Evolutionsideologie ihren Religionsersatz auf. Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net) Im Jahr 1938 schafften die herrschenden Nationalsozialisten den Religionsunterricht in den öffentlichen Schulen Deutschlands ab.

Dafür wurde der Biologieunterricht auf fünf Wochenstunden aufgestockt.

Damals wurde der biologistische Darwinismus in seiner „Anwendung auf Leben, Mensch und Gesellschaft“ allen Schülern als verbindliche Weltanschauung aufgedrückt.

Dieser Maßnahme vorausgegangen war eine nationalsozialistische Polemik gegen die Kirche und den schulischen Religionsunterricht.

Die alte NS-Taktik

Heute versucht sich die gottlose ‘Giordano-Bruno-Gesellschaft’ an einem ähnlichen Programm.

Ihr Anführer Michael Schmidt-Salomon hat dazu ein Hetz-Büchlein verfaßt. Der Titel: „Susi Neunmalklug erklärt die Evolution“.

Darin schwingt sich eine aufmüpfige Schülerin Susi zur biologistischen Besserwisserin auf. Ihr Ziel ist es, den Religionslehrer als ‘Hempelmann’ zu düpieren.

Zu Anfang versucht Schmidt-Salomon, das Schöpfungswerk Gottes als Kasperle-Theater lächerlich zu machen.

Danach lässt der Westentaschenphilosoph Klein-Susi erzählen, „wie das wirklich war“:

„Also, vor 13,7 Milliarden Jahren entstand unsere Welt durch den sogenannten Urknall“ – nämlich als gewalttösiger Pups aus dem Loch des Nichts.

Ursuppige Theorie

Für die Beschreibung des Anfangszustandes der Erde kommt Schmidt-Salomon nicht darum herum, Anleihen an die Bibel zu machen. So beschreibt er die Erde – frei nach Genesis – als wüstes und leeres Tohuwabohu, in dem sich die ersten Meere vom Land abtrennten.

Danach erzählt er frei von der Leber sein Evolutions-Märchen:

„In der ‘Ursuppe’, einer ziemlich undurchsichtigen Brühe, entwickelten sich nach und nach die ersten Urlebewesen, die sich bald vermehrten und die Meer bevölkerten.“

Das ist auch ein schönes Gleichnis für das Vorgehen der ‘Giordano-Bruno-Gesellschaft’. Aus einer trüben Brühe unbewiesener Thesen lassen sie die Sumpfblüte der Evolutionsideologie hervorwachsen.

Danach kramt Schmidt-Salomon – hinter der kleinen Susi versteckt – „drei Milliarden Jahre“ und die Entstehung der ersten „Ur-Pflanzen und Ur-Tiere“ hervor.

Eine verrückte Geschichte

Der Evolutions-Apostel ist stolz darauf, daß seine Vorfahren Affen waren. Schlimmer noch: „Genaugenommen sind wir noch immer welche: Trockennasenaffen“. Diesen ist offenbar auch das Gehirn ausgetrocknet.

Denn wie sonst ist Schmidts Behauptung zu verstehen, wonach eine trübe Ursuppe von selber Menschen kreiert hat, die „Städte bauen sowie Motoren, Glühbirnen, Fernseher und Computer erfinden und designen“?

„Das ist eine verrückte Geschichte!“ muß sogar Susi zugeben.

Mit dieser Verrücktheit wollen Schmidt-Salomon und seine Trockennasenaffen-Gesellschaft den Religionsunterricht platt machen.

Schon im Oktober 2008 sprach Schmidt eine Kriegserklärung gegen religiöse Menschen und Institutionen aus.

Er wolle rücksichtslos und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln Religion bekriegen und vernichten – erklärte er damals.

Nichts Neues unter der Sonne. Man hat solche Gewalt-Reden nicht nur bei den Nationalsozialisten, sondern auch früher schon gehört.