15:05:14 | Sonntag, 26. April 2009
Schon die Nationalsozialisten brühten aus einer Mischung von Kirchenhaß und Evolutionsideologie ihren Religionsersatz auf. Von Christian L. Schutzer.
(kreuz.net) Im Jahr 1938 schafften die herrschenden Nationalsozialisten den Religionsunterricht in den
öffentlichen Schulen Deutschlands ab.
Dafür wurde der Biologieunterricht auf fünf Wochenstunden aufgestockt.
Damals wurde der biologistische Darwinismus in seiner „Anwendung auf Leben, Mensch und Gesellschaft“
allen Schülern als verbindliche Weltanschauung aufgedrückt.
Dieser Maßnahme vorausgegangen war eine
nationalsozialistische Polemik gegen die Kirche und den schulischen Religionsunterricht.
Die alte NS-Taktik
Heute versucht sich die gottlose ‘Giordano-Bruno-Gesellschaft’ an einem ähnlichen Programm.
Ihr Anführer
Michael Schmidt-Salomon hat dazu ein Hetz-Büchlein verfaßt. Der Titel: „Susi Neunmalklug erklärt die
Evolution“.
Darin schwingt sich eine aufmüpfige Schülerin Susi zur biologistischen Besserwisserin auf.
Ihr Ziel ist es, den Religionslehrer als ‘Hempelmann’ zu düpieren.
Zu Anfang versucht Schmidt-Salomon,
das Schöpfungswerk Gottes als Kasperle-Theater lächerlich zu machen.
Danach lässt der Westentaschenphilosoph
Klein-Susi erzählen, „wie das wirklich war“:
„Also, vor 13,7 Milliarden Jahren entstand unsere Welt
durch den sogenannten Urknall“ – nämlich als gewalttösiger Pups aus dem Loch des Nichts.
Ursuppige
TheorieFür die Beschreibung des Anfangszustandes der Erde kommt Schmidt-Salomon nicht darum herum,
Anleihen an die Bibel zu machen. So beschreibt er die Erde – frei nach Genesis – als wüstes und leeres
Tohuwabohu, in dem sich die ersten Meere vom Land abtrennten.
Danach erzählt er frei von der Leber sein
Evolutions-Märchen:
„In der ‘Ursuppe’, einer ziemlich undurchsichtigen Brühe, entwickelten sich nach
und nach die ersten Urlebewesen, die sich bald vermehrten und die Meer bevölkerten.“
Das ist auch ein
schönes Gleichnis für das Vorgehen der ‘Giordano-Bruno-Gesellschaft’. Aus einer trüben Brühe unbewiesener
Thesen lassen sie die Sumpfblüte der Evolutionsideologie hervorwachsen.
Danach kramt Schmidt-Salomon –
hinter der kleinen Susi versteckt – „drei Milliarden Jahre“ und die Entstehung der ersten „Ur-Pflanzen
und Ur-Tiere“ hervor.
Eine verrückte GeschichteDer Evolutions-Apostel ist stolz darauf, daß seine
Vorfahren Affen waren. Schlimmer noch: „Genaugenommen sind wir noch immer welche: Trockennasenaffen“.
Diesen ist offenbar auch das Gehirn ausgetrocknet.
Denn wie sonst ist Schmidts Behauptung zu verstehen,
wonach eine trübe Ursuppe von selber Menschen kreiert hat, die „Städte bauen sowie Motoren, Glühbirnen,
Fernseher und Computer erfinden und designen“?
„Das ist eine verrückte Geschichte!“ muß sogar Susi
zugeben.
Mit dieser Verrücktheit wollen Schmidt-Salomon und seine Trockennasenaffen-Gesellschaft den
Religionsunterricht platt machen.
Schon im Oktober 2008 sprach Schmidt eine Kriegserklärung gegen religiöse
Menschen und Institutionen aus.
Er wolle rücksichtslos und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln
Religion bekriegen und vernichten – erklärte er damals.
Nichts Neues unter der Sonne. Man hat solche
Gewalt-Reden nicht nur bei den Nationalsozialisten, sondern auch früher schon gehört.