11:31:11 | Montag, 27. April 2009
Wir hoffen, daß die Klärung der Irrlehre von Erzbischof Robert Zollitsch öffentlich und in den nächsten Tagen geschieht. Von Pater Franz Schmidberger.

Der Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch
(kreuz.net) Am Karsamstag hat der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch,
in der Sendung „Horizonte“ des ‘Hessischen Rundfunks’ den Sühnecharakter des Leidens und Sterbens Christi
geleugnet.
Gott habe sich durch das Leiden seines Sohnes lediglich mit den Menschen solidarisiert, um
ihnen in Leid und Tod beizustehen, erklärte er.
Wohl habe Jesus auch die Sünden der Menschen auf sich
geladen. Er habe sie aber nicht gesühnt, sondern sie nur getragen, um den Menschen aus einem Sinn der
Zusammengehörigkeit heraus nahe zu sein.
Falsch, ja häretisch, ist hierbei die Verneinung des Sühnopfers
als rechtliche Wiedergutmachung dem Vater gegenüber.
Diese Leugnung ist nach der Lehre der Kirche eindeutig
als Häresie zu bewerten. Der Erzbischof ist hiermit zur öffentlichen Rücknahme seiner Falschaussagen
aufgefordert.
Der entscheidende Passus in dem Interview lautet:
‘Hessischer Rundfunk’: Also sie würden
jetzt nicht mehr so formulieren, dass Gott quasi seinen eigenen Sohn hingegeben hat, weil wir Menschen
so sündig waren. So würden Sie es nicht mehr formulieren?
Nein, er hat seinen eigenen Sohn in Solidarität
mit uns bis in diese letzte Todesnot hineingelassen um zu zeigen, so viel seid ihr mir wert. Ich geh mit
euch, ich bin ganz bei euch in jeder Situation.Damit leugnet der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz
und Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch, einen Glaubenssatz der Kirche.
Sollte er diese Leugnung
nicht widerrufen, läuft er Gefahr, nach dem Kirchenrecht zum formalen Häretiker zu werden.
Die Lehre
der Kirche ist eindeutigDas Konzil von Trient (1545-1563) erklärte: Verdienstursache ist sein vielgeliebter
Einziggeborener, unser Herr Jesus Christus, der uns, „als wir Feinde waren“ [Röm 5,10], „wegen der übergroßen
Liebe, mit der er uns liebte“ [Eph 2,4], durch sein heiligstes Leiden am Holz des Kreuzes Rechtfertigung
verdiente [Kan. 10] und Gott dem Vater, für uns Genugtuung leistete.
Im Dekret „Lamentabili“ verurteilte
Papst Pius X. († 1914) den folgenden Satz als häretisch: „Die Lehre vom Sühnetod Christi ist keine Lehre
der Evangelien, sondern nur paulinisch“.
Das Zeugnis der Heiligen Schrift• „Jetzt, da wir in seinem
Blute gerechtfertigt sind…wurden wir versöhnt durch den Tod seines Sohnes“ (Röm 5,10).
• „Er hat
unsere Sünden an seinem Leibe auf das Holz hinaufgetragen, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit
leben“ (1. Pet 2,24).
• „Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden“ (Is 53,6).
• „Das ist mein
Blut, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Mt 26,28).
Zusammenfassend läßt sich
sagen, daß Erzbischof Zollitsch aus dem Sühnopfer der Wiedergutmachung eine „Solidaritätsopfer“ macht:
Christus leidet seiner Ansicht nach aus einem Gemeinschaftsgefühl heraus, als therapeutischer Begleiter
in unseren Nöten, nicht aber, weil die Notwendigkeit der Erlösung aus der Sünde besteht.
Wir fordern
den Erzbischof von Freiburg und Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz zum unverzüglichen Widerruf
seiner Thesen auf.
Diese Aussage muß als Häresie bezeichnet werden. Sie fügt der Lehre der katholischen
Kirche, weil aus dem Mund eines leitenden Bischofs verkündet, einen schweren Schaden zu.
Wir hoffen,
daß die Klärung dieses Satzes öffentlich und in den nächsten Tagen geschieht.