Alte Messe
Einer von fünf ist außerordentlich
Es gibt sehr handfeste Gründe, warum der Papst nicht länger zusehen konnte, wie der Alte Ritus von altliberalen Fanatikern an den Rand der Kirche gedrängt wurde.
Alte Messe am Palmsonntag in einer Kapelle der Kathedrale von Boston.
Alte Messe am Palmsonntag in einer Kapelle der Kathedrale von Boston.
© Boston (talk), CC
(kreuz.net) Im Jahr 1966 gab es in den französischen Priesterseminaren über 900 Eintritte. Im Jahr 2007 waren es weniger als 150.

Das berichtete die französische Organisation ‘Paix Liturgique’ in einer Presseaussendung vom 28. Mai.

Gegenwärtig studieren in Frankreich 756 Seminaristen. Am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils waren es mehr als 4500.

‘Paix Liturgique’ betont aber, daß heute in Frankreich eine neue Kategorie von Seminaristen erscheint – jene der altgläubigen Priesterseminare.

In dem Land gibt es gegenwärtig 160 altgläubige Seminaristen. Sie umfassen somit bereits ein Fünftel der Gesamtzahl der Anwärter auf das Priestertum.

Dabei ist – so ‘Paix Liturgique’ – zu bedenken, daß die Alte Messe in weniger als einer von hundert französischen Pfarreien regelmäßig zelebriert wird:

„Damit läßt sich erkennen, welchen »außerordentlichen« Einfluß der Alte Ritus auf die Berufungen hat.“

Inzwischen hat der Bischof von Toulon, Mons. Dominique Marie Jean Rey (56), angeordnet, daß alle seine Seminaristen die Zelebration des Alten Ritus lernen sollen.

Mons. Rey ist Mitglied der in Frankreich gegründeten charismatischen Gemeinschaft ‘Emmanuel’.