Christenverfolgung
Das ist die Vorstufe
Anfang Mai wurde versucht, den Papst im Menschenrechtsbericht des EU-Parlaments zusammen mit Diktatoren und umstrittenen Politikern aufzuführen. Von Jack Fischer.
Christen sollen bei Demonstrationen gegen die Sodomie das Recht auf Meinungsfreiheit verlieren.
Christen sollen bei Demonstrationen gegen die Sodomie das Recht auf Meinungsfreiheit verlieren.
© D.C.Atty, CC
(kreuz.net) Vor über siebzig Jahren verbreiteten die Machthaber in Deutschland den Antisemitismus.

Die Juden wurden als Gefahr für die Gesellschaft hingestellt. Der Haß auf sie griff wie ein Krebsgeschwür um sich. Die Folgen davon waren Verfolgung und Völkermord.

Heute wird wieder Propaganda betrieben. Diesmal ist es nicht der Antisemitismus, sondern der Haß gegen die Christen. Unsere Gesellschaft ist heute mit einer wachsenden Christenverfolgung konfrontiert.

Das letzte Beispiel war der ‘Kongreß für Psychotherapie und Seelsorge’ in Marburg.

In diesem Kontext wurden Christen, besonders Evangelikale, als eine Bedrohung für die Gesellschaft hingestellt.

Letztes Jahre gab es bei der evangelikalen Veranstaltung ‘Christival’ in Bremen ebenfalls heftigen irrationalen Widerstand und zahlreiche Anfeindungen.

Seitdem werden die Evangelikalen als diskriminierend, intolerant, fundamentalistisch und nach politischer Macht strebend beschimpft.

Auch der Papst

Die Anfeindungen beschränkten sich nicht auf den evangelikalen Raum. Auch der Papst wird immer häufiger angegriffen.

Am 7. Mai 2009 wurde sogar versucht Papst Benedikt XVI. im Menschenrechtsbericht des Europaparlaments aufzuführen.

Der Grund, um ihn mit Diktatoren und ähnlichem auf eine Ebene zu stellen, bestand darin, daß Benedikt XVI. die Vorstellung, daß das Kondom das Allheilmittel für die Not in Afrika sei, kritisiert hatte.

Kardinal Francis George von Chicago stellte dazu fest, daß „Verleumdung des Papstes und antipäpstliche Propaganda in der Geschichte normalerweise eine Vorstufe aktiver Christenverfolgung ist.“

Daß diese Verfolgung eine Tatsache ist, wurde spätestens im Jahr 2008 im Zusammenhang mit Anthony Priddis – dem anglikanischen Bischof von Hereford – bekannt.

Priddis hatte einem Mann aufgrund seiner Homosexualität die Anstellung in der anglikanischen Jugendarbeit nicht gestattet. Deswegen wurde der anglikanische Bischof zu 63.540 Euro Geldstrafe und einer Umerziehung verurteilt.

Es wäre fatal, diese beunruhigenden Anzeichen auf die leichte Schulter zu nehmen. Andererseits kann uns das auch nicht wundern.

Denn schon Paulus schreibt im zweiten Timotheusbrief: „Alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“