09:54:19 | Donnerstag, 18. Juni 2009
München ist eine große ökumenische und tolerante Stadt. Sie mag alles – außer einen waschechten Katholizismus. Von Lukas Mehrer.
(kreuz.net) Die Pfarrei Sankt Benno im Münchner Stadtteil Neuhausen – benannt nach dem Bistumspatron –
ist Stolz auf ihre angebliche Fortschrittlichkeit.
Neuhausen befindet sich im Zentrum von München.
An verschiedenen Schriftenständen in der Pfarrei wirbt die Gemeinde für die von den Bischöfen ausdrücklich
abgelehnte Organisation ‘Donum Vitae’.
Diese stellt schwangeren Müttern Beratungsscheine aus, die vom
deutschen Staat für die Durchführung einer legalen Kinderabtreibung anerkannt werden.

Die Pfarrwebseite und die Pfarr-Mitarbeiter
Auf Anfragen
teilt der Pfarrer von Neuhausen, Hw. Ludwig Sperrer, mit, daß es besser sei, wenn wenigstens ein Kind
gerettet als wenn dieses auch noch abgetrieben würde.
Diese Meinung kann man in der Erzdiözese München
und Freising oft hören.
Dieser Kirchensprengel mußte in der 25jährigen Amtszeit des inzwischen emeritierten
Erzbischofs, Friedrich Kardinal Wetter, eine Art Stillstand im Glaubensleben erfahren.
Ein kürzlich
erschienener Pfarrbrief von Sankt Benno beinhaltet eine Stellungnahme zu der in altliberalen Kreisen sogenannten
„eucharistischen Gastfreundschaft“.
Diese Bezeichnung meint die wahllose und unvorbereitete Aushändigung
der Heiligen Kommunion an Nichtkatholiken.
Ein gewisser Karl-Heinz Albrecht macht sich im Pfarrbrief
zu dem Thema Gedanken.
Er stellt die Lehrmeinungen der Katholischen Kirche und der Evangelischen Gemeinschaft
gegenüber und kommt zu dem Schluß:
„Häufig konnte ich beobachten, daß Menschen aus der katholischen
und evangelischen Kirche sich ungeachtet der Lehrmeinung eingeladen fühlen, gemeinsam zum Tisch des Herrn
zu gehen.“
In der von vielen Gläubigen gewünschten, jedoch offiziell „noch nicht“ möglichen eucharistischen
Gastfreundschaft werde von vielen „ökumenisch engagierten“ Christen die „entscheidende Möglichkeit“
gesehen, daß wir Christen ein Zeichen der Einheit und Versöhnungsbereitschaft für unsere Zeit und Welt
seien.
Viele faule Sprüche also – und keine theologische oder intellektuelle Durchdringung.
Es ist
offensichtlich, daß die Altliberalen die christliche Verantwortung für den Glauben durch eine gemütliche
Denkfaulheit ersetzt haben.