Eucharistie
Die Schuhschachteln der weltoffenen Linzer Grillzangen-Liturgiker
Die Verantwortlichen für die Linzer Skandal-Fronleichnamsfeier halten sich für „weltoffen“ und jammern, von erzkonservativen Kräften in Rom angeschwärzt worden zu sein.
Zahlreiche katholische Webseiten kritisierten die Linzer Grillzangen-Monstranz scharf.
Zahlreiche katholische Webseiten kritisierten die Linzer Grillzangen-Monstranz scharf.
(kreuz.net, Linz) Am letzten Donnerstag rechtfertigten die kirchenfeindlichen Linzer Dechanten ihre Verwendung einer Grillzangen-Monstranz an Fronleichnam.

Sie taten das mit einer Stellungnahme in der kirchenfeindlichen Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ vom 18. Juni. Er wurde von Dechant Helmut Part, dem Träger der Grillzangen-Monstranz, und dem Moderator der Stadtpfarrei Linz, Prälat Reinhold Kern, unterschrieben.

Die Priester preisen sich und ihre Mittäter in dem Artikel als „weltoffene“ Geistliche an.

Sie seien von „erzkonservativen Kräften“ in Rom angeschwärzt worden – flüchteten sie sich in die üblichen altliberalen Verschwörungstheorien.

Weltoffene Dummheit

Tausend Besucher – Hw. Kern nennt sie „Gläubige“ – seien von der Skandal-Feier „sehr angetan“ gewesen, behaupten die zwei.

Die Organisatoren hätten das „Evangelium der Brotvermehrung möglichst bildlich“ darstellen wollen.

Den auf der Grillzange hoch erhobene Dönerfladen betrachten Dechant Part und Prälat Kern als „weltoffene Gestaltung des Gottesdienstes“.

Es sei ein „Versäumnis“ gewesen, den Bischof zu spät zu informieren: „Aber sonst ist alles nach Kirchenrecht abgelaufen.“

Das übriggebliebene „Brot“ sei eingesammelt und an Klöster weitergegeben worden.

Die Formulierung legt nahe, daß die altliberalen Geistlichen selber nicht von einer gültigen Konsekration der Skandal-Fladen ausgehen.

Was ist an einer Grillzange weltoffen?

Am 20. Juni druckten die kirchenfeindlichen ‘Oberösterreichischen Nachrichten’ ausnahmsweise kritische Leserbriefe zur Linzer Grillzangen-Monstranz ab.

Ein Text stammt von Nikolaus Wagner aus Helfenberg. Er stellt fest, daß gewissen Kreisen in der Diözese Linz „nichts mehr heilig“ ist:

„Mit der ‘Verwendung’ eines Fladenbrotes am Spieß als Monstranz wird für die meisten Katholiken eine Grenze überschritten“ – stellt Wagner fest.

Es handle sich nicht – wie von den Linzer Geistlichen behauptet – um eine weltoffene Gestaltung eines Gottesdienste. Es sei ehrfurchtslos, pietätlos und zeuge überdies von großer theologischer Dummheit.

Für den Leser Dr. Helmut Beran aus Lichtenberg ist „absolut nicht klar, was die Verwendung von Dönerfladen anstelle von Hostien oder die Ersetzung der Monstranz durch eine Grillzange mit ‘Weltoffenheit’ zu tun haben soll.“

Die übriggebliebenen Fladenstücke seien nicht nur, wie behauptet, an Klöster weitergegeben worden.

Dr. Beran sah in seiner Pfarrei am Wochenende nach Fronleichnam übriggebliebene Fladen-Kommunionen – „aus einer Schuhschachtel (!) in Form von stark bröselnden, mittlerweile eingetrockneten Stücken“.

Man müsse nicht „erzkonservativ“ sein, um diese Form der Messe nicht für weltoffen, sondern für einen liturgischen Unfug zu halten.