Euthanasie
Jetzt winselt er um sein Leben
Der berühmte deutsche Professor war in seinem Leben immer auf der Seite der Mächtigen – und darum ein Feind der Kirche. Doch jetzt wird er von der Wirklichkeit eingeholt.
Medizinische Spritze
Medizinische Spritze
© Armin Kübelbeck, CC
(kreuz.net) Der Protestant Walter Jens (86) war Rhetorik-Professor in Tübingen und Weggefährte des antikirchlichen Theologen, Hw. Hans Küng.

Jens wurde für seine kirchenfeindlichen Stellungnahmen bekannt und saß im Beirat der deutschen Kirchenhaß-Organisation ‘Humanistische Union’.

In seiner Jugend war er auch Mitglied der ‘Hitlerjugend’, des NS-Studentenbundes und der ‘Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei’.

Um davon abzulenken, liebt er es, eine angebliche Schuld der von den Nationalsozialisten verfolgten Kirche an deren Verbrechen herbeizureden.

Doch seit dem Jahr 2004 ist Jens demenzkrank. In der Vergangenheit hat Jens auf der Linie seiner NS-Vergangenheit die Euthanasierung demenzkranker Menschen propagandiert.

Jens kann durch die Krankheit nicht mehr lesen und kaum noch reden – – zitiert ‘Bild Online’ Ehefrau Inge (82).

Es stehe in der Patientenverfügung des Ehepaares Jens, „daß ihr Mann so, wie er jetzt leben muß, niemals hat leben wollen.“ Sein Zustand sei schrecklicher als jede Vorstellung.

Trotzdem ist sich Frau Jens sicher, daß der ehemalige Nationalsozialist und Euthanasierungs-Ideologe an seinem Leben hängt und nicht sterben will: „Neulich hat er gesagt: »Nicht totmachen, bitte nicht totmachen.«“

Frau Jens ist sich „nach vielen qualvollen Überlegungen absolut sicher, daß mich mein Mann jetzt nicht um Sterbenshilfe, sondern um Lebenshilfe bittet“.

Es gebe noch Momente in seinem Leben, die ihm große Freude bereiteten. Zum Beispiel esse er mit „allergrößtem Vergnügen“.

Die Erfahrungen mit ihrem Mann läßt Frau Jens über die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen zweifeln.

Trotzdem hat sie sich entschieden, beim nächsten Asthmaanfall ihres Mannes nur noch qualmindernde, aber keine lebenserhaltenden Medikamente mehr zuzulassen.