Blasphemie
Selektive Empfindlichkeit
In Deutschland ist es offenbar kein grundsätzliches Problem, primitive anti-katholische Ressentiments bei der Bevölkerung zu bedienen.
Ein Video über die Kirchenbeschimpfung am 6. Juni in Bielefeld
Ein Video über die Kirchenbeschimpfung am 6. Juni in Bielefeld
(kreuz.net, Bielefeld) Mitte Juni hat das Dekanat Bielefeld-Lippe „aufs schärfste“ protestiert.

Das berichtete die Tageszeitung ‘Neue Westfälische’ Mitte Juni. Das Dekanat gehört zum Erzbistum Paderborn.

Es ging dabei um einen antikirchlichen Auftritt der homo-ideologischen und kirchenfeindlichen ‘Aids-Hilfe’. Auch ein Mitarbeiter des städtischen Gesundheitsamts nahm daran teil.

Die Kirchenbeschimpfung fand anläßlich des Bielefelder „Carnivals der Kulturen“ am 6. Juni statt.

Bei dem Umzug verteilte ein als Papst verkleideter Täter aus einem Papamobil mit weiteren als Kleriker kostümierten Mittätern Kondome, Broschüren und Gummibärchen. Die Gruppe sang auch Schlagerlieder mit obszönen Texten.

Der Oberbürgermeister von Bielefeld, Eberhard David, hat sich für das Verhalten des städtischen Mitarbeiters entschuldigt.

Er verweist zugleich darauf, daß es sich um eine Einzelaktion eines Mitarbeiters in dessen Freizeit gehandelt hätte, die von der Stadt nie genehmigt worden wäre. David entschuldigt sich dennoch für das Verhalten des städtischen Angestellten.

Durch den Auftritt „sind Menschen mit geistlicher Berufung verspottet und verunglimpft“ worden – erklärte das Dekanat:

„Sie haben damit primitive anti-katholische Ressentiments bei der Bevölkerung bedient“ – schrieben Dechant Pfarrer Klaus Fussy und Wilfried Schacker vom Dekanatspastoralrat in dem Protestbrief an die ‘Aids-Hilfe’ und das Gesundheitsamt.

Sie wiesen darauf hin, daß vor allem katholische Ordensgemeinschaften sich in Afrika „ohne viel Aufhebens“ für Aids-Kranke einsetzen.

Die Verunglimpfung aktiver Mitglieder einer Religionsgemeinschaft sei besonders verwerflich und an „Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten“, weil der Verein ‘Aids-Hilfe’ auch von Steuergeldern von Katholiken finanziert wird.

„Wir erwarten eine umgehende öffentliche Entschuldigung bei über 50.000 katholischen Bielefelder Bürgern“ – schrieben die beiden.

Die ‘Aids-Hilfe’ zeigte sich uneinsichtig: Man habe zwar die Kirche „in keinster Weise verhöhnen oder verspotten“ – wollen. Ziel sei es aber, daß die Kirche ihre Haltung zu Kondomen ändere.

Die Kirchenhasser-Webseite ‘bielefeld-blog.de’ freute sich über die Beschimpfung: „Den Nerv getroffen, gut so!“

Der Blog läßt sich von der auf dramatische Weise gescheiterte Aids-Bekämpfung durch Kondome nicht eines Besseren belehren:

„Wer allen Ernstes in die Welt posaunt, dass Kondome nicht vor Aids schützen, verdient eigentlich eine weit höhere Strafe als ein wenig Satire“ – werden die alten Kondom-Märchen verbohrt heruntergebetet.

Den Oberbürgermeister beschimpft der Kirchenhasser-Blog als „rückgratlose lahme Ente“.