15:56:41 | Sonntag, 9. August 2009
Der Erzbischof von Cagliari will nicht, daß seine Priester über die von Papst Benedikt XVI. gewünschte Reform der Liturgiereform diskutieren.
(kreuz.net) Vom 9. bis 11. August sollte in der italienischen Ortschaft Mandas eine
dreitägige Veranstaltung
über ‘Summorum Pontificum’ und die von Papst Benedikt XVI. gewünschte Reform der Liturgiereform stattfinden.
Der 2400-Seelen-Ort Mandas befindet sich im Süden der italienischen Insel Sardinien.
Das Treffen wurde
unter anderem vom Ortspfarrer, Hw. Pascal Manca, organisiert. Fünfzig Priester und zahlreiche Laien wollten
daran teilnehmen.
Doch am 6. August mußte das Organisationskomitee mitteilen, daß Erzbischof Giuseppe
Mani von Cagliari den Studientag schriftlich und formell verboten hat:
„Mit Bedauern geben wir bekannt,
daß wir nicht über das Lehramt des Heiligen Vaters, die Schönheit der Liturgie und die beste Weise,
um die beiden Formen des einen Ritus ko-existieren zu lassen, nachdenken dürfen“ – erklärten die Organisatoren:
„Wir hoffen, daß wir uns schon bald zusammenfinden können, damit Priester und Gläubige die Möglichkeit
haben, die Heilige Messe in ihrer außerordentlichen Form kennenzulernen und um zu lernen, sie zu feiern
und an ihr mit Gewinn teilzunehmen.“
Die italienische Webseite ‘blog.messainlatino.it’ brachte das Verhalten
von Mons. Mani auf den Punkt:
„Der tyrannische Erzbischof von Cagliari verbietet eine Tagung über die
Reform des Heiligen Vaters. Die Begründung? Keine.“
Mons. Mani habe sich wie ein Lehnsherr benommen,
dem der Kaiser und König schnuppe ist. Das sei der Zustand in der Kirche von Cagliari – und darüber
hinaus:
„Die Sache die am meisten nach Rache vor dem Angesicht Gottes schreit, ist, daß dieser schamlose
Bischof sich nicht einmal bemüht hat, eine Begründung für seinen abscheulichen und willkürlichen Ukas
zu geben.“
Anstelle einer Begründung stehe die Willkür: „Stat pro ratione voluntas“.
Die Laune des
gerade regierenden Caligula zwinge seinen verrückten Willen dem Willen der Gläubigen und des Heiligen
Vaters auf.
Doch der Blog gibt sich siegessicher: „Gewisse Dinge, die zuerst den gesunden Menschenverstand
und erst dann den Papst und das Gottesvolk beleidigen, werden nicht ungestraft vorübergehen.“