10:58:37 | Sonntag, 16. August 2009
Ein Rechtsanwalt, der seine Lizenz verloren hat, ein Verein, der mit Kirchenhassern verhängt ist. Ist das ein neues Geschäftsmodell in Deutschland, um kirchliche Kassen zu plündern?

Artikel im Berliner ‘Tagesspiegel’ vom Juni 2009
(kreuz.net, Frankfurt) In Deutschland wird gegenwärtig ein angeblicher Heimkinder-Skandal hochgeschaukelt,
um aus den Kirchen Milliarden von Euros herauszupressen.
Hinter dem Versuch stehen
fanatische Kirchenfeinde.
Sie dürfen hoffen, daß rückgratlose Vertreter der Amtskirche sich von ihnen erpressen lassen.
Der
deutsche Bundesstag beschloß im Jahr 2008 in Deutschland zu dem Thema „Heimkinder“ einen sogenannten
„Runden Tisch“ einzurichten.
An dem Runden Tisch nehmen unter anderem Vertreter von Bund und Ländern
sowie der evangelischen Gemeinschaft und der katholischen Kirche teil.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden
etwa 700 000 Kinder in westdeutschen Erziehungsheimen großgezogen.
Doch in den vergangenen Wochen drohte
der Runde Tisch daran zu scheitern, daß der kirchenfeindliche ‘Verein ehemaliger Heimkinder’ eine „Gesellschaft
bürgerlichen Rechts“ werden wollten.
Dazu bemühten sie das Berliner Kammergericht. Das erklärte Redakteur
Reinhard Bingener (30) am 10. August in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
Doch am vergangenen Donnerstag
wies das Kammergericht Berlin eine entsprechende Beschwerde des Vereins gegen einen Beschluß des Landgerichts
Berlin zurück.
Damit ist eine Verrechtlichung des Runden Tisches verhindert worden. Die Teilnehmer wären
fortan „Gesellschafter“ gewesen, die ihre Vertreter selbst bestimmen und womöglich Anwälte zu den Sitzungen
hätten hinzuziehen können.
Genau das wollen die Organisatoren und Beteiligten des Runden Tisches verhindern.
Dagegen geht es dem ‘Heimkinderverein’ in erster Linie nicht um Heimkinder, sondern um Geld. Er möchte
Märchen-Forderungen in der Höhe von 25 Milliarden Euro durchsetzen.
Deshalb versucht der Verein schon
seit Monaten, die drei ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch gegen andere auszutauschen. Den drei bisherigen
wird vorgeworfen, nicht energisch genug nach Geld zu schreien.
Zusätzlich will der Heimkinderverein
seinem Anwalt Gerrit Wilmans und dessen „Berater“ Michael Witti die Teilnahme an den Sitzungen ermöglichen.
Witti ist ein ehemaliger Holocaust-Erpressungs-Anwalt. Im Jahr 2008 wurde er wegen Untreue zu elf Monaten
Haft auf Bewährung verurteilt, weil er Gelder jüdischer Mandanten abgezweigt hatte.
Aus anderen Gründen
war Witti auch die Anwaltszulassung entzogen worden. Deshalb firmiert er beim ‘Heimkinderverein’ nur als
„Berater“.
Die drei ehemaligen Heimkinder des Runden Tisches haben den ‘Heimkinderverein’ mittlerweile
verlassen, weil sie die zunehmende Einflußnahme der berüchtigten kirchenfeindlichen ‘Giordano-Bruno-Stiftung’
auf den Verein ablehnen.
Sie sind auch gegen eine Beteiligung der beiden umstrittenen Anwälte Witti
und Wilmans.
Dem Vernehmen nach haben die zwei mit dem ‘Heimkinderverein’ ein Erfolgshonorar vereinbart.
In diesem Fall müßten sie direkt oder indirekt am Runden Tisch beteiligt zu sein, um im Falle einer
Entschädigungslösung zu profitieren.
Sie dürfen den Bogen aber nicht überspannen. Denn wenn der Runde
Tisch scheitert, haben die zwei mutmaßlichen Profiteure schlechte Karten:
Die im Raum stehenden angeblichen
Mißhandlungen in den westdeutschen Heimen sind – so sie denn stattgefunden haben – allesamt verjährt,
sowohl strafrechtlich als auch privatrechtlich.