Dienstag, 13. Mai 2008 15:19
Das seltsame Schweigen des Papstes zur Handkommunion
Uns, den für den deutschen Sprachraum zuständigen Schülern der Apostel der letzten Zeiten, liegt es fern, die fast überall praktizierte Handkommunion für ungültig anzusehen, wenngleich wir die Mundkommunion empfehlen. Aber ein großes Unbehagen befällt uns, wenn uns andere Christen daran erinnern, wie es eigentlich überall sein müsste. Aus Spanien erhalten wir einen Text, der viele Verantwortliche und Laien aufschrecken wird.

Tatsache ist, dass es in der katholischen Kirche eine tiefe Spaltung gibt: Modernisten gegen die Anhänger der Tradition, und der größte Teil der Gläubigen scheint dazwischen zu stehen.

Wenn die Frage der Mund- oder Handkommunion von überragender Bedeutung wäre, würde Papst Johannes Paul II. doch gewiß bei jeder Gelegenheit darauf eingehen, nämlich bei seinen Generalaudienzen sonntags und mittwochs und auf seinen Reisen, wo ihm niemand verbieten kann, was er sagt. Er tut das aber nicht. In einem fernen Jahr hat er sich für die Mundkommunion ausgesprochen, und
seitdem offenbar nicht mehr. Also duldet er die Handkommunion.

Aber gerade die Katholiken, die auf die Mundkommunion pochen, bekennen sich auch am meisten von allen zur Treue zum Papst. Sie müssten deshalb auch mit der Handkommunion einverstanden sein, die offenbar mit Einverständnis des Papstes auch überall dort ausgeteilt wird, wo der (entgegen der Anweisung Jesu so genannte) Heilige Vater Messen zelebriert. (Anmerkung etika.com: Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Matthäus 23,9)

Welche Ziele verfolgt Karol Wojtyla? Oder lässt er sich nur treiben von seiner Umgebung? Ein Papst als Nachfolger Petri, der für seine Herde Gott gegenüber verantwortlich ist, darf sich nicht von Menschen unter Druck setzen lassen.

Wir verstehen den Papst in dieser Frage nicht, noch weniger bei seinen schädlichen und dem Glauben abträglichen Aussagen zu Himmel, Hölle und Fegefeuer – vorausgesetzt, er hat es so gemeint, wie wir es der italienischen Presse entnommen haben –, wollen aber nicht mehr gegen ihn polemisieren, zumal er alt und krank ist und hinter den Kulissen bereits die Fäden für seine Nachfolge gezogen wurden.

Nach verschiedenen Prophezeiungen, die an anderer Stelle in etika.com aufgeführt sind, vor allem im spanischen Teil, könnte der nächste Papst ein Diener des Antichrists oder dieser selber sein. Die herrschende Verwirrung unter den Gläubigen wird noch mehr zunehmen.

Wir raten allen Christen der Welt im Falle einer solchen Situation, wenn die bisherige Kirchenlehre und -gebräuche außer Kraft gesetzt und die alten Bücher vernichtet werden, sich in theologischen (dogmatischen wie ethischen) Fragen an die Bibel und die Heiligen zu halten, in liturgischen Fragen sich der orthodoxen Kirche anzunähern, solange nicht auch sie von den Feinden unterwandert ist. Was die evangelische Kirche treibt (zum Beispiel das Feierabendmahl Mitte Juni 2001 in Frankfurt mit Obst und Käse, die Anerkennung der Homosexuellen und dergleichen), kann man nämlich so langsam vergessen, und die Anglikaner täten auch gut daran, ihren jahrhundertelangen, auf einem Ehebruch beruhenden Irrweg zu beenden.

Was die zitierte Umfrage unter den Bischöfen betrifft, so würde nach unserer Einschätzung heute ein völlig anderes Ergebnis herauskommen.

Tatsache ist, dass immer mehr die Laien „an der äußersten Front im Leben der Kirche“ stehen (Pius XII.). Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Donato Squicciarini, sagte kürzlich, die Laien hätten wesentlich zur Ausbreitung des Evangeliums beigetragen, und ein österreichischer Bischof sprach vom „Weltcharakter“ des Laienapostolats (Dolomiten, Bozen, 9.5.2001) Wer Bensons Roman „Der Herr der Welt“ und die Erzählungen über den Antichrist von Kardinal Newman und Solowjew kennt, weiß, was auf uns zukommt.

Nun der von einem Schweizer Freund aus dem Spanischen übersetzte Text der „Botschafter des Lebens“ aus Santander zur allgemeinen heilsamen Beunruhigung:

ÜBER DEN EMPFANG DER HEILIGEN KOMMUNION IN DER HAND.

1. Wussten Sie schon… dass Papst Paul VI. von einigen Mitgliedern des deutschen, belgischen, holländischen und französischen Klerus bedrängt wurde? Der Papst sollte die Praktiken beim Empfang der Heiligen Kommunion in der Hand erlauben, die sich ohne Erlaubnis, in einem Akt der DISZIPLINLOSIGKEIT und des Individualismus auf missbräuchliche Weise ausgebreitet hatten. (weiterlesen…)
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