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#47 Rosalinde 22:12:02 | Sonntag, 25. Februar 2007
Sorry Virtosis eine Klarstellung: Ich habe weder von Multikultipropheten noch von pseudodemokraten gesprochen.
Vielmehr die Kommentare ironisch paraphrasiert. Macht nix, kann jedem passieren, dass er liest was er
lesen möchte.
#43 Rosalinde 21:39:47 | Sonntag, 25. Februar 2007
Ja, auf Kreuznet ist doch Verlass Juchuh, da hat mal ein Politiker einen durchaus zutreffenden Sachverhalt
(wer von einer Sache keine Ahnung hat, sollte sich da raus halten, alles andere ist Peinlich…) mit einer
kleinen Fabel ausgedrückt, schon geht das Gekeife auf rechtskonservativer Seite los. Die Homo- und Multikultischwuchteln
inkl. der jüdisch-bolschewistisch-freimaurerischen Kommunisten und Verfechter der Demokratischen Ordnung
sind SCHULD am Kulturverfall unserer Nation. Dagegen hilft nur der Rückfall in, pardon, die Besinnung
auf die sogenannte Kernfamilie gut katholisch-autoritär-patriarchalischer Art. Witzig eigentlich, dass
hier die Rechnung ‘wo gibt es was zum Aufregen, kreuz.net schreibt es auf’ so gut funktioniert. o^/
Ach ja… … auf Kreuz.net ist in gewisser Hinsicht verlass Wie schön, daß man hier bei interessanten
Themen auch gleich die verschrobenen, paranoiden und verklemmten Aufschreie der Reaktion lesen kann. Bravo
und die ganze Kulturindustrie zu verteidigen, fällt mir zwar nur hier ein- allerdings ist das ein deutlicher
Hinweis darauf, daß die Moderne trotz ihrer Haken ein fortschrittlich Ding ist. Vielen Dank, liebe Reaktion
@Alexandra Ja, daß Uri Avnery ein engagierter Mann ist, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel. Ich
wollte nur darauf hinweisen, daß er einen guten Grund hat, für Frieden zwischen Israel und Palästina
zu kämpfen. Dieses Engagement schliesst das Engagement für die Zwei (!)-Staaten-Lösung ein. Der Hinweis
galt denjenigen, die nur den Staat Palästina zu sehen vermögen und in Israel den Teufel wittern.
@euch alle Bevor einige von Euch weiter versuchen, aus dem Konflikt eine Infragestellung des Existenzrechtes
Israels zu basteln, fragt doch mal wie Uri Avnery (83) wurde im nordrhein-westfälischen Beckum als Helmut
Ostermann geboren. Er ist ein israelischer Publizist nach Palästina, was dann seit 1948 zur Hälfte Israel
ist, kam. Naaaa?
Graf von Galen Da kommt mir die Galle hoch Bevor Sie Ihre eigene Angst vor einer Kollektivstrafe (die
sicherlich einen guten Grund hat…) auf die Hisbollah projizieren- informieren sie sich doch einfach
mal vernünftig über den Konflikt und den Grund für die unnötige Zahl von Zivilisten, die dort zu schaden
kommen- z.B. die Angriffe auf Haifa, und andere Orte im Galil, die von Orten im Südlibanon vorgenommen
werden, wo sich die Hisbollah ganz bewusst hinter Zivilisten verschanzt.
@Beobachterin Meine Güte, Sie lesen EMMA??? Wow hätte ich nicht gedacht, daß Schwarzer neuerdings die
Koalition mit katholischen Hardcorefeministinnen anregt- nur weiter so, und dann nach Emma bitte auch
die neueren Entwicklungen im Feminismus goutieren… Übrigens zur Rechtslage: Hartz IV kann sicherlich
nicht zur Prostitution zwingen, zwar ist diese rechtlich nicht sittenwidrig (was als Errungenschaft zu
betrachten ist, sind so immerhin die Renten der Frauen abgesichert), kann aber von den einzelnen Frauen
mit Berufung auf ihre eigene Würde abgewiesen werden (entsprechendes Urteil gibt es mit Sicherheit bald…)
daher ist jede Aufregung darum einfach nur wieder das lechzen alter, vertrockneter Redakteure.
@Exbochumer Kreuz.net ist braun- daran gibt es kaum etwas zu deuteln- wenn es sich auch als erzreaktionärkatholisch
tarnt, gibt es ja immer wieder Gelegenheit für die braune Brut, seine Weltanschauungen in vermeintlich
legitimen Rahmen darzustellen. Bitte, was glauben Sie, warum der Server nicht in Deutschland steht? Damit
man auch wirklich nur das stehenlassen braucht, was auf rechter Seite vom Verfassungsschutz beobachtet
wird. Erkenntnis, erkenntnis
Na, da bin ich ja gespannt… …wie hier auf den Artikel reagiert werden wird. „Pfui“ – so stell’ ich
mir eine angemessene Reaktion der Hardcorekatholiken vor, „wie kann man nur, diese jesuiten bezeugen ihre
homoideologie mit zen-kommunismus“ bloss nix von anderen Kulturen lernen und wenn doch jemand mal was
neues entdeckt, wird mit einem Exerzitenbüchlein von 1559 entgegen“argumentiert“. Naja, die Autorität
eines Heiligen (kann man Menschen wirklich heilig sprechen??) reicht ja hier aus.
@Asbeel bitte nimm’ bloss nicht Kreuz.net als repräsentativ für die christen… zwar zeigen sich hier
quasi die christlichen ausscheidungen der letzten 1000 Jahre (was man als geschichtlichen Anschauungsunterricht
nutzen kann…) jedoch würde man den wirklich denkenden christen einiges Unrecht tun, sie hiermit zu
vergleichen.
@Benedikt Wenn Sie schon Rosa Luxemburg zitieren, dann bitte auch den Kontext des Zitates mitnehmen –
die Feststellung hatte sie angesichts der üblen Entwicklungen der russischen Revolution getroffen. Die
war nämlich keineswegs vernünftig verlaufen. Mit Vernunft meine Ich den normalen Verstand eines Menschen,
der in der Lage ist, Notwendigkeiten von Glaubenssätzen (auch des Sozialismus) zu unterscheiden. Grundlage
für eine vernünfte Entscheidung sollte der Mensch sein- Zweck einer vernünftigen Entscheidung die Welt
zum für den Menschen Guten verändern. Gut = alles was dem Menschen Lust, Freude, Befriedigung bereitet,
zum Leben gereicht, schlecht = alles was den Menschen zu etwas zwingt, was er nicht will, ihn traurig,
wütend, Hasserfüllt und Todessehnsüchtig macht. Die Freiheit der anderen ist die Freiheit der Individuen,
das Gute auf ihrem Wege zu erreichen, ohne die anderen zu verletzen. Ich finde das ist eine recht einfache
Logik. Sozialismus stellt einfach eine politische Perspektive dar, in der die Gesellschaften irgendwann
frei sein könnten- ohne daß es den individuellen glauben, sexuelle orientierung oder anderes verletzen
würde.
@Benedikt Ich schränke Weltanschauungen nicht ein, verlange aber, daß sie vernünftig sind und die Freundlichkeit
besitzen, Religion und Politik zu trennen- alles andere führt auf Dauer nicht zu einem friedlichen Zusammenleben.
Aktuelles Beispiel ist der islamische Fundamentalismus oder die puritanischen Neokons. Historisch nehmen
sie die Reformationskriege oder den heidnischen Wahn der „Germanen“. Meinetwegen auch den Stalinismus.
Überall wo sich jemand im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt und alles andere verteufeln muss, weil
er weiss, dass die absolute Wahrheit nicht zu erkennen ist und andere den gleichen Anspruch ihrer wahrheit
gelten machen können.
@Benedikt „Wir Sozialisten“ meint eben die jetzigen jungen, die selbstverständlich weder den absoluten
Wahrheitsanspruch noch den historischen Materialismus des Stalinismus und in dessen Gefolge der KPD, SED
oder MLPD teilen. Bitte differenzieren Sie doch genauso, wie ich Kreuz.net von der katholischen Kirche
im allgemeinen abzutrennen imstande bin.
@Moritz Daß ihr „katholischen“ Euch als internationale Solidarität begreift, habe ich auch verstanden-
allerdings habt Ihr ein ziemlich übles Ausschlusskriterium für Eure Solidarität: es fällt eben nur
ins Reich der Ekklesia, wer Jesus als Christus anerkennt. Wer nicht, ist ausgeschlossen und muss erst
bekehrt werden. Der Sozialismus dagegen ist kein Glaubensbekenntnis, wenn es ihn denn endlich gibt (was
ähnlich wahrscheinlich ist, wie das Reich Gottes ) wird eine vernünftige Politik aller Menschen die
Welt verwalten. Das schliesst keinesfalls irgendwelche Glaubensbekenntnisse aus, sofern sie mit der menschlichen
Vernunft im Hinblick auf ein friedliches Gemeinwesen vereinbar sind: also sich gegenseitig als berechtigt
anerkennen. Das unterscheidet meinen Sozialismus wohl auch entscheidend vom Kadersozialismus der 70iger.
Ach Jungchen… Haste in den 70igern gebrüllt, ja? Aus lauter Rebellion gegen Deine autoritären Eltern,
und nun bist Du in Ihren Fusstapfen… traurig, aber eine solche Karriere hat auch Horst Mahler hinter
sich gebracht. Siehst Du, das meinte ich mit gesellschaftlichem Sein das Bewusstsein bestimmt.
Natürlich Moritz Das fast schon kommunistische Prinzip bei Wikipedia muss ja in Ihren Proseminaren zum
Ausschluss führen. Dürfen Sie überhaupt welche abhalten?
@Moritz Die Gegenreformation- zum Glück sterben so einige Ansichten mit ihren Trägern bald ganz von
selber, da müssen Sie keine Verschwörungstheorie zu erdichten. Hoch die Internationale Solidarität!
@tsinata Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther sagt dazu: Luthers Ablehnung des Judentums wird
heute stärker ins Blickfeld gerückt und hinsichtlich ihrer Wirkungsgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus
kontrovers diskutiert. Sicher ist: Diese Ablehnung entstand erst allmählich. In seiner Schrift Daß Jesus
ein Geborner Jude Sei (1523) betonte Luther, dass Jesus aus Gottes Volk stammte. Er schloss Gewalt gegen
Juden aus und sah ihre gesellschaftliche Isolierung als Hindernis, sie „zu bessern“, das heißt, zum wahren
Glauben zu bekehren. Er hoffte, Juden nach erfolgter Reformation der Kirche eher zu Christen bekehren
zu können. Darin wurde er enttäuscht. Danach wandelte er sich zu einem ausgesprochenen Judenfeind, wie
seine Spätschriften deutlich zeigen: Brief wider die Sabbather an einen guten Freund (1538), Von den
jüden und iren lügen (1543) und Vom Schem Hamphoras und vom Geschlechte Christi (1544). Darin erklärte
Luther die Juden wie den Teufel zum ärgsten Feind des Christentums und bezog sich dazu auch – zu Recht
oder zu Unrecht, ist umstritten – auf antijüdische Aussagen des Neuen Testaments.
@Moritz Was genau feiert fröhliche Urständ? Soweit ich sehen kann, sind MLPDler in der Linken so diskreditiert
wie die NPD von der CDU. Verlassen Sie sich doch einfach mal darauf, daß auch Linke ein Gehirn von Gottes
Gnaden haben. So, an die Revolution wird nicht mehr wirklich gedacht- Linke sind halt Lernfähig. Der
Sozialismus kann einfach nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg installiert werden. Denn- und
da denke man an Marx: Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein. Will heissen, wenn das gesellschaftliche
Sein totalitär angelegt ist – kann aus der schönsten Idee der grauenhafteste Terror geboren werden.
Andersrum kann eine schöne Idee auch die Gesellschaft verändern (und ist deshalb gerade in unsicheren
Zeiten attraktiv) Sozialismus ist doch nichts anderes als Ekklesia für alle- nur ohne Christus- im endeffekt
eine brüderliche und freie Gesellschaft. An wen man dabei denkt, ob christus, Mose oder Marx ist sekundär,
solange man sich brüderlich verhält. Oder?
@Moritz Naja, wird vielleicht stimmen, kommt auch darauf an, wer wie mitgezählt wurde. So wie das hier
üblich ist, sind wahrscheinlich auch die Soldaten Stalins darunter, die gegen Hitler gekämpft haben…
Natürlich haben sie Recht, daß der Stalinismus oder das Castroregime oder das in China oder Nordvietnam
und Nordkorea zusammengenommen und über 70 Jahre hinweg rein quantitativ mehr Blut vergossen haben, in
Südamerika alleine durch die kleinen Regime die von den USA blutig bekämpft wurden. Hitler hat es in
etwas mehr als 10% der Zeit und kleinerem Einzugsbereich auf mindestens 35 Millionen Tote gebracht: im
Gegensatz zu den anderen hatten die Deutschen auch systematisch gemordet. Das ist m.E. die entscheidende
Differenz zu den herkömmlichen Unrechtsregimen.
Ach je… … wie schön für Euch, daß der Libanon brennt, da kann man endlich mal wieder sagen, was
man von den Juden (denn Israelis, die ja auch Christen und Araber sind, sind mit dem Satz des Talionsgesetzes
ja nicht gemeint…) hält: die üblichen klischees: sie destabilisieren die Region, sind rachsüchtig,
unbarmherzig und lassen Christenkinder in ärmlichen Hütten verbluten, während sie in vergoldeten Bunkern
sitzen. Ja, gell? So sind sie, die bösen bösen Israelis… Und schlimmer noch als der Islam, denn,
wie der elende Sünder schreibt: Die größte Gefahr ist nicht der Islam, sondern der Sozialismus, d.h.
die Schaffung der universellen, sozialistischen Weltrepublik und díe vollständige Versklavung des Menschen.
Jaha, wer ist wohl mit Sozialismus gemeint? Wer will die Welt versklaven- ach ein kleiner Klub, der vor
hundertdreißig Jahren in Basel tagte? Oder was soll dieser Kommentar hier, wo es sich doch um die bösen
Israelis dreht, die ja bekanntlich böse Kapitalisten sind (Sombart) Ich hab’ einfach mal ein paar Infos
zum Antisemitismus und seiner Geschichte verlinkt: jcrelations www.jcrelations.net/de/?item=877
@ Maledica Ob nationalSOZIALIST oder interNATIONALSOZIALIST beides sind gottlose Systeme, die die selbe
Doktrin als Grundlage haben! So? Das müssen Sie aber mal genauer erklären: meinen Sie jetzt das Wort
„Sozialist“? Oder das Wort „Nation“ in beiden Wörtern? Wenn Sie Sozialist meinen, haben Sie offenkundig
nicht verstanden, was es eigentlich mit dem Sozialismus auf sich hat. Aber wenn schon die beiden deutschen
Staaten, die das Wörtchen für sich in Anspruch nahmen das schon nicht kapiert haben, wie soll es denn
ein Maledica merken? Oder bezieht sich das auf National? Da machen Sie aber eine Fehlerhafte Wortanalyse,
wenn Sie die Internationale Solidarität mit dem auf den Nationalstaat beschränkten Raub-und-Mord“sozialismus“
der Nazis gleichsetzen. Ach, stimmt, das „dritte Reich“ sollte ja auch so eine Internationale werden,
hätt’ ich fast vergessen, daß dafür 20 Millionen Sowjets erschossen wurden…
Klasse! ich bin ja immer noch drin. Naja, da kann ich meinen Senf doch gleich zu diesem Artikel (guut,
zugegeben, zu den wirklich entsetzten Kommentaren) abgeben. Ach, jetzt hab’ ich die Regeln gelesen, einmal
darf ich also noch so richtig vom Leder ziehen. Natürlich behalte ich mir den Bonus für anderes vor.
Nun aber zu den Kommentaren: gewohnt, daß hier über homosexuelle sehr gerne das weihrauchfass ausgekippt
wird- nun auch über unschuldige kindlein, die spass an einer Vorstellung haben, die ihre sexuelle Beklemmung
einzuordnen hilft, falls der liebe onkel/ opa/ papa mal unter den rock greift und die mutter daneben steht
und schamesrot im gesicht die klappe hält, weil sie das selbst kennt und auch nicht damit umgehen kann?
ja, klar, das kommt natürlich nur in protestantischen homofamilien vor und eine sexualerziehung, die
alles tabuisiert, was das kind umtreibt, ist sicherlich der beste schutz meinem katholischen freund musste
ich erstmal beibringen, daß das schon ok ist, wenn er spass am sex hat- das war ziemlich mühsam, ich
denke, hier ist ein zusammenhang. ach ja, stimmt, entschuldigung, wir sind natürlich beim küssen stehengeblieben…
nur um der katholischen lehre zu genügen…
@Ansgar Mit den Beleidigungen haben Sie angefangen. Ansonsten haben Sie Recht: mit ihrer Position lässt
sich nicht diskutieren. Das ist allerdings nicht mein Fehler. Dann bleiben Sie mal hübsch in ihrem ‘christlichen’
Dogmatismus gefangen.
@Ansgar Ich verlange lediglich, daß Sie Ihre Prämisse relativieren und meine, die in ihrer Reichweite
eine Diskussion zuliesse, so weit zu akzeptieren, daß wir uns über die Folgen einer Illegalisierung
der Abtreibung auseinandersetzen könnten. Zu der Vermutung, ich und meine Geschlechtsgenossinnen könnten
nur verwelkt sein, daß wir Feministisch denken- 1. sind wir Frauen und als solche selbstverständlich,
sobald wir uns kritisch mit dem patriarchalen Gehabe auseinandersetzen müssen, auf unser eigenes Vokabular
angewiesen (welches vernünftige Kritik am Feminismus allerdings trotzdem zulässt…) 2. Kommt der Ausdruck
‘verwelkt’ in etwa dem gleich, was man auf Männer gemünzt ‘verrunzelte Schlappschwänze’ nennen müsste-
also mässigen Sie gefälligst Ihre Zunge. Ihre oder meine Potenz in sexuellen Dingen hat in einer intellektuellen
Auseinandersetzung nichts zu suchen (Vor allem hätten sie letztere dann vermutlich vollends verloren).
@Sozialkatholisch Den Medien werfe ich Heuchelei vor, z.B. wie wurden die zig Opfer der Israeli hochgebauscht,
wobei man von den Hunderten Opfer der Nichtjuden fast nichts gehört hat. Für mich ist ein Idiot der
sich einseitig von den Medien beeinflussen lässt. Also gerade unsere Medien sind reichlich schlampig,
was die Berichterstattung über den Nahostkonflikt angeht- ist Ihnen klar, daß bevor die Militäroffensive
gestartet wurde aus dem Gazastreifen wie auch an anderen Grenzgebieten immer wieder Raketen geschossen
worden sind- die etlichen Israelischen Zivilisten das Leben schwer machten? Daß es in Israel immer wieder
zu Anschlägen kommt, bei denen gerade in den letzten Monaten etliche Opfer zu beklagen waren? Noch etwas:
wenn hier eine Gegenüberstellung von Israelis und Nicht-Juden vorgenommen wird, so ist das schlicht falsch:
Zwar sind die BürgerInnen des Staates Israel mehrheitlich jüdisch- allerdings gibt es auch rund 20%
nicht-jüdische Israelis. Es wäre wünschenswert, wenn die manchmal berechtigte Kritik an Israel nicht
zum Träger antisemitischer Ressentiments verkommt.
@Ansgar Umgekehrt, soll es zu einem wirklich fruchtbaren Dialog kommen, kann eine logisch stimmige Position
wie die Meine (ja, so bescheiden bin ich…) nicht durch wiederholtes Insistieren auf eine fragwürdige
Prämisse (Abtreibung sei Mord und daher per se verwerflich) abgeschmettert werden. Wenn Sie wirklich
eine Diskussion möchten, sollten Sie sich schon auf meine aus Achtung vor dem Leben allgemein, der Frau
im Besonderen, gefundene Position argumentativ einlassen- d.h. auch die Prämisse akzeptieren, daß Abtreibung
kein Mord und daher nicht schon per se verwerflich ist. So lange sie das nicht tun, ist jede Diskussion
zwecklos und jede weitere Veröffentlichung zum Thema Abtreibung auf Kreuz.net eigentlich überflüssig.
@Suspicious Verloren für den FSSPX allemal (darf ich als Frau in dem Club überhaupt mitmachen?) für
die katholische Kirche mit hoher Wahrscheinlichkeit, jedoch für ein gerechtes Leben umso weniger.
Von dem mit Leerbefugnis Habe ich eine Aufschlussreiche Mail bekommen- siehe Leserzeitung. Das beste
Beispiel für ein durch selbstreferentielles Wahnsystem. Ich fürchte, das trifft für viele in diesem
Forum zu, auch wenn sie sich nicht so geschickt ausdrücken.
@obelix Der Grossteil der geschätzten Mitdiskutanten beschränkt sich auf kritikloses glauben von vorgekautem,
oder schlimmer noch, einfach befohlenem Glauben. Gerade das macht es ja interessant- mit denjenigen die
wie Sie eben denken in Diskussion zu treten und die Reaktionen von jenen wie Suspekt oder Burgorus als
Gegenfolie zu haben. In normaler Umgebung wäre eine solche Diskussion ja längst beendet. Ausserdem ist
erstaunlich, wie Argumentationsresistent der Grossteil unserer werten Mitdiskutanten ist- leider ist in
dieser Hinsicht das Forum recht repräsentativ für die meisten Diskussionen die ich bisher mit eher konservativen
Menschen geführt habe. Da gibt es eine Meinung, ein Glauben, ein absolutes Wissen, das auf gar keinen
Fall angezweifelt werden darf- schon garnicht begründet, da scheint das Gegenüber nicht nur einen Streit
als persönlichen Angriff anzusehen sondern zudem beleidigt den Schwanz einzukneifen und einfach suspekt
loszupöbeln, weil ihm nichts einfällt, was das Argument entkräften und damit die auf diesem widerlegten
Standpunkt aufgeblähte Identität wiederhergestellt werden könnte. Das fasziniert mich irgendwie- gilt
übrigens auch für manche linke Positionen, wobei dort zumindest etwas Bereitschaft da ist, sich auf
die Diskussion einzulassen- und macht mir gleichzeitig Sorgen. Immerhin ist das ein mächtiges Demokratiedefizit.
Ironie… … findet sich häufiger in meinen Texten- an diejenigen, die sich wegen meines Satzes zu akademischer
Lehrbefugnis ein wenig stören könnten: Tutorin bedeutet, ich habe als Studentin einen kleinstjob an
der Uni- Statusmässig natürlich weit weit entfernt von Herrn Prof. Dr. Burgorus. Ich wollte niemanden
vor den Kopf stossen.
@Suspicious Ich habe Ihnen nur einen Tipp gegeben- vielleicht versuchen Sie einfach sich etwas klarer
auszudrücken, dann kann man Sie auch nicht mit den reaktionär-modernisierten Nazis verwechseln. @Bulguros
Das hatte ich vollkommen übersehen: eine akademische Lehrerlaubnis haben Sie- da sind wir ja auf Augenhöhe,
meine Hochachtung werter Herr Kollege. Ich bin Tutorin für Mathematik, darf ich fragen in welchem Fach
Sie Ihre Lehrerlaubnis erworben haben? Haben Sie auch gedient?
@ Bulgorus Sehen Sie, das hatte ich vermutet: Sie definieren ein Kind ganz biologisch- sobald Eizelle
und Samen verschmelzen- nu kann man das ja auch mal versuchen sich so vorzustellen. Vielleicht kann man
auch sagen, das sei irgendwie Leben. In gewisser Weise potentiell menschliches Leben. Aber dieses potentielle
menschliche Leben steht ein faktisches menschliches Leben (das der Frau!) gegenüber. 1. Sie setzen potentielles
und faktisches Leben einander gleich 2. Verfallen Sie dem naturalistischen Fehlschluss: aus dem Sein folgt
eben kein Sollen und 3. selbst wenn Ihre Irrtümer 1. und 2. keine wären, müssten Sie einer Frau die
Entscheidung schon lassen – es liegt in der Moral der Frau und Ihrem Weg IHM zu folgen. Vielleicht kann
sie es besser, wenn sie mit 15 auf ein unter widrigen Umständen zu gebärendes Kind verzichtet und mit
Mitte 20, beruflich und familiär gefestigt 5 Kinder kriegt, die gut versorgt werden? Auf mein eigentliches
Argument sind Sie aber auch nicht eingegangen- wenn die Frau illegal abtreiben muss, weil es keine Regelung
oder nur das Verbot gibt (Und Frauen wissen seit Jahrtausenden Mittel und Wege!) kann sie unter Umständen
zu einem anderen Zeitpunkt keine Kinder mehr bekommen (wer weiss, bei einer legalen Abtreibung hätte
man so 10 potentielle Leben gerettet!) oder stirbt sogar dabei, was auch nicht so selten ist. Wenn es
ihnen um das Kind geht- warum geht es ihnen nicht auch um die Frau? Stellen sie sich doch einfach mal
vor, es ginge um ihre Frau- und dann?
Suspicious „Spätmarxistisch durchseucht“ ist ein Ausdruck, der (Neo)nationalsozialistischem Gedankengut
gefährlich nahe kommt – vielleicht formulieren Sie das noch mal anders. Was genau möchten Sie in dieser
Diskussion mit Ihrem Satz sagen?
Methusalix und DDL Ah, also auch so eine Art soziologisches Interesse. Ich bin zwar keine Natur- sondern
Gesellschaftswissenschaftlerin, aber natürlich ebenso daran interessiert, wie Menschen eher als heilig
erklärten Dogmen denn ihrem Verstand glauben können. Politisch Links- allerdings wie Methusalix bemerkt
hat, keine Wahlmöglichkeit- das SPD Buch ist eher eine Verlegenheitshandlung Realer Kommunismus und
Katholizismus haben mir in mancher Hinsicht zu grosse Schnittmengen- Stalin war übrigens Jesuit, ja,
ja liebe Fundis – steht natürlich in der Dubiosen Quelle Wikipedia… Ansonsten versuche ich hier mein
Denken zu schärfen- für die Dinge, die im Alltag ja doch ganz gut versteckt werden- und manchmal gibt
das Forum einen guten Punchingball ab…
@ Borgurus Bevor Sie mir weiter den Text verdrehen, bitte ich Sie, mir einfach mal eine klare Definition
dessen zu geben, was sie als zu schützendes menschliches Leben ansehen. Sodann bitte ich darum, zu überlegen,
mit welchem Recht das Leben einer Frau durch Gesetze zu bestimmen ist, die durch Männer, deren einzige
Sorge der Demographie gilt weil sie selbst nichts dafür tun, erdacht worden sind? Wenn Sie hierbei nicht
darauf kommen, daß Sie sich in das Leben einer Frau nicht einzumischen haben, gehen Sie vermutlich von
falschen Prämissen aus. Dieselben zu überprüfen, ggf zu verwerfen und mit dem Denken von vorne zu beginnen,
hat Ihnen der Herr, gelobt sei er, ein Gehirn gegeben… @Methusalix- Das Zeter und Mordiogeschrei, die
Frauenverachtung und das blutlustige in diesem Forum macht es ja auch so interessant- immerhin kann man
hier das, was die übrige Gesellschaft zum Glück hinter sich gebracht hat (hoffe ich zumindest), noch
mal in Reinkultur nachvollziehen – optimales Übungsfeld für kritisches Denken… @ungläubig- danke
für die Unterstützung. Ich wollte dem Herrn Burgorus einfach eine Chance geben, bevor er sich als Wortverdreher
outen muss
@ Borgurus Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt: ich meinte natürlich, daß das faktische
Leben der Mutter vor dem Leben, das noch nicht geboren ist – also strittig, ob es überhaupt als Leben
gelten kann – Priorität hat.
Huhu Relikte des Mittelalters „Die Sozialisten sind ein Relikt aus dem umnachteten 19. Jahrhundert, das
Abtreibungsunrecht ein Relikt aus dem blutigen 20. Jahrhundert: Diese Relikte wird die Menschheit im 21.
Jahrhundert hinter sich lassen“ – meinte dazu ein Lebensschützer trocken. Nur mal so zur Info- Relikte,
die in wichtigen Details recht haben und dies von den Menschen begriffen wird, sterben in 3000 Jahren
nicht aus. Das Abtreibungsrecht ist kein Relikt des blutigen 20. Jahrhunderts, sondern endlich das Eingeständnis,
daß das Leben der Mutter vor dem ungeborenen Leben zu schützen ist. Eine Legalisierung der Abtreibung
verhindert tote oder gebährunfähige Frauen durch stümperhafte illegale Abtreibung, die Frau im Falle
eines Falles wegen ihres a priori freien Willens, durchführen würde.
Allons enfants… Na, wollten wir da die französische Revolution mit dem Bösen gleichsetzen? Der Hinweis
auf ein subproletariat an den Schalthebeln macht wenig Sinn. Welches sub- also noch weniger als Proletariat-
steuert denn ihrer Meinung nach die bösen Medien und die böse, böse Emanzipation? Wahrscheinlich die
alten Bekannten: Freimaurer, Kommunisten, Juden und Feministinnen… Widerlich
Hier offenbart sich die Haltung, deren Aufklärung sowohl Ignatz Bubis und dann in der Nachfolge Paul
Spiegel sich zur Aufgabe gemacht hatten. Spiegel hatte sich für die Verständigung aller Gruppen stark
gemacht. Das Ressentiment, was hier sogar vor dem Tod dieses Mannes keinen Halt macht, zu bekämpfen,
ist eine mühevolle Aufgabe und macht immer häufiger den Eindruck, Sysiphosarbeit zu treiben. Ich hoffe,
es wird ein würdiger Nachfolger gefunden.
Schön, dass es hin und wieder mal patriarcharle, autoritäre und höchst hierarchische systeme dazu hinzieht,
sich selber als demokratisch vor der folie einer nun wirklich demokratisierten zeitschrift zu produzieren.
Der Karl aus Trier würde sich vor lachen biegen ob der interessanten dialektik, die hier entfaltet wird.
Freud hätte seine schönste Freude, in einem Artikel, der homosexuellen Priestern neurotische Züge nachsagt,
nach Gründen für sowohl den Artikel als auch dessen Drang, auf pseudopsychologischer Ebene die eigenen
Schäfchen zu verdammen, zu suchen… Ach ja, der Begründer der Triebtheorie würde vielleicht auch darauf
hinweisen, daß jeder Mensch homosexuelle Neigungen hat und ausserdem, daß eine Einrichtung, die konsequent
ein heterosexuelles Leben für ihre Mitarbeiter ausschliesst, eigentlich nichts anderes erwarten kann.
oh… entschuldigung, psychoanalyse ist natürlich Teufelszeug und jeder gute katholik sollte sich von
dieser weltlichen scharlatanerie fernhalten
Niederknieen ist ja nun tatsächlich das, was das christliche Verhältnis zu G’tt kennzeichnet- die protestanten
haben da allerdings das Niederknieen verinnerlicht. Die Weltsicht jedoch bleibt gleich. Insofern ist es
relativ egal, ob Sophie Scholl jetzt katholisch oder evangelisch war. Das letzte Flugblatt, also 1943
in München, zeugt ziemlich deutlich davon, daß hier ein ambivalentes Verhältnis zur menschlichen Freiheit
vorlag. Angekreidet wurde mehr die Verletzung der deutschen und christlichen Ehre als die Verbrechen des
Naziregimes, weniger als Verbrechen gegenüber der Menschheit. Was, wenn Stalingrad erfolgreich gewesen
wäre?
#118 Rosalinde 12:19:07 | Dienstag, 18. April 2006
@Laurentius Na, da bin ich aber froh, daß Sie mich aufklären wollen. So wie sie ihre Statements in undifferenzierter
Form absondern, bleibt mir allerdings nur anzunehmen, daß Ihnen jegliche Bildung abgeht. Da bevorzuge
ich doch meine schmalspur- aber immerhin akademische politische Bildung.
@Einstein Da haben sie ja eine tolle Grundlage gefunden, die Erde in den Mittelpunkt des Universums zu
legen. Es geht in dieser Sache allerdings weniger darum, das Bezugssystem für Planetenbahnen zu finden,
sondern darum, daß das allgemein weltanschauliche Bezugssystem, das Sie hier an den Tag legen, in seiner
Fähigkeit zur Selektion von Informationen eben dem der Gegenspieler Galileis in Brechts Stück gleicht.
@sulpicius Hitler mit Rosa Luxemburg zu verwechseln ist ähnlich lustig, wie Methusalix mit Kleopatra.
Schade, daß sie ausser Geschimpfe über emanziperte Sozialistinnen keine Ahnung von der Frau haben, deren
Leitspruch „Die Freiheit ist immer die Freiheit der anderen“ war. Gerade Rosa Luxemburg hat den Gang der
Revolution 1917 abgelehnt, weil der eben dieser von ihr emporgehaltenen Freiheit widersprach.
@promovierte Schwätzer Keine Ahnung von Physik, und Wissenschaftsgeschichte kann man demjenigen bescheinigen,
der naiverweise das Ptolemäische Universum mit den Worten verteidigt: Es ist nur etwas komplizierter
zu berechnen – aber das begreifen Leute nicht, die wie offenbar Du auch, keine Ahnung von Physik haben.
Es ist alles etwas komplizierter, als die Welt sich dem selektiv wahrnehmenden Bewusstsein zeigt. Zum
Weltbild der ahnungslosen Physiker vs. katholische Kirche empfiehlt sich äusserst amüsant B. Brechts
Das Leben des Galilei…
Schon wieder zensiert? Diesmal nicht mich, sondern einen Beitrag von GerdEric. Ist ja erstaunlich, wie
schnell das geht. Hallo Kreuz.net, wenn ihr in irgendeiner Form Meinungen aus dem Forum heraushalten wollt,
dann seid doch so ehrlich, eine Liste dieser aufzustellen. Wir werden dann einfach ganz brav nicht mehr
vorbeischauen und der Rest der Welt weiss, woran er ist, ohne sich die ganzen Forumsbeiträge durchlesen
zu müssen…
#104 Rosalinde 14:30:18 | Donnerstag, 13. April 2006
@Malachias Auch auf die Gefahr hin, daß dies wieder zensiert wird: Als Anhänger der NPD stehen sie deutlich
rechts. Mit ihren Aussagen bezüglich dem Gröfaz unterstreichen sie ihre nationalsozialistisch gesinnte
Haltung. Natürlich, wenn man „Nazi“ als Schimpfwort benutzt, ist es für die meisten Menschen eine tiefe
Beleidigung. Jemanden wie sie allerdings als Nationalsozialisten (kürzer: Nazi) zu benennen, entspricht
nicht nur der (sicherlich auch von ihnen anerkannten) Wahrheit, darüberhinaus hilft es, Leuten wie ihnen
keinen Fuss breit Raum in einem öffentlichen Raum zu gewähren. Die Zensur dieser Klarstellung wirft
allerdings ein äusserst deutliches Licht auf die Administratoren des Forums. Statt sich von Menschen
wie Ihnen in aller Schärfe zu distanzieren, wird hier dafür gesorgt, daß der konservative Flügel des
Katholizismus entgültig diskreditiert wird.
#21 Rosalinde 14:19:41 | Donnerstag, 13. April 2006
@Andrija und Athanasius Marxismus mag in einigen Teilen ebenso dogmatisch und ideologisch sein, wie einige
Teile des Katholizismus und Islamismus. Generell hat jedoch Marx darauf hingewiesen daß Religion das
Opium des Volkes ist. D.h. jede/r sucht sich seine eigene Ideologie, um die Komplexität und Ambivalenz
der Welt erträglich zu machen. Da seid ihr auch nicht von ausgeschlossen. Übrigens, Andrija, bin ich
kein Oberlehrer, sondern eine Frau, und auch nicht marxistisch indoktriniert sondern ziehe es vor, selber
zu denken. Das ist eine durchaus empfehlenswerte Methode, etwas über die Welt zu erfahren: also, Ausprobieren!
Ich werde zensiert??? Unglaublich, weil ich denjenigen Teilnehmer, der wahrscheinlich selber noch stolz
darauf ist, von seinem Papa das „Parteibuch“ geerbt zu haben, als Nazi erkannt und benannt habe (und das
Wort benutze ich äusserst selten) wird genau dieser Satz zensiert? Die Vermutung, dass unter diesem Artikel
genau solche Leute ihren Platz bereitet bekommen, darf nicht geäussert werden, ohne direkt gestrichen
zu werden? Wenn es tatsächlich schon wieder so weit ist (wenn auch nur am konservativen Rand dieser Gesellschaft…)
dann bleibt mir die Contrebande im Kopf und ansonsten nichts wie weg in liberalere Gegenden der Welt.
Getoppt! Wie lange die Redaktion hier das antisemitische Gehetze stehen lässt ist erstaunlich und eigentlich
bester Indikator dafür, daß der Artikel genauso gemeint ist, wie er einigen Postern hier bitter aufstösst.
[v.d.Red.zens.]
Materialismus und Unterwerfung Nur um mein klischee in diesem Forum etwas abzurunden: selbstverständlich
ist Marginalisierung in der von WASPs regierten Gesellschaft der USA ein Grund, sich dem Islam zuzuwenden.
Aber interessanter finde ich, dass auf Kreuz.net die Bedeutung der als „unterworfen geborenen“ unterstrichen
wird- klingt da ein leiser Neid an, daß diese Frauen sich freiwillig einer Religion unterwerfen und daß
man selber nicht mehr zu Mitteln der Unterwerfung (Inquisition z.B.) greifen kann? Zeigt doch dieser Artikel
recht deutlich die Gemeinsamkeit zwischen Katholizismus und Islamismus: die Sehnsucht nach Unterwerfung,
wie sie etwa Beobachterin fühlt, als gemeinsamer Nenner. Btw. morgen Abend fängt die Feier des eigentlichen
Sinnes von G’tt an: die Befreiung aus Ägypten. Think about it.
Schön… kaum schau ich mal wieder vorbei und zack! ein neuer toller Artikel, der mich auf ein Mediales
Ereignis aufmerksam macht- und das ist von der Popetownseite: Popetown takes you into the side-splittingly
surreal world of the Vatican as the long suffering and good-hearted Father Nicholas struggles to walk
the narrow path of righteousness, whilst surrounded by money grabbing cardinals and a pogo-stick-riding
infantile pope. Offensichtlich ist doch der Held der Serie ein guter Katholik, der auf den rechten Weg
gelangen möchte?
#2 Rosalinde 20:18:23 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Tja… so ist das nun mal in einer säkularisierten Welt. Da hat der Staat vor der Religion das Sagen.
Wer sich nicht an die Gesetze des demokratischen Staates hält, ist eben kein demokratischer Staatsbürger
oder Bürgerin. Was natürlich nicht bedeutet, daß man seine religiösen Gesetze nicht zur demokratischen
Diskussion stellen und für alle verbindlich zu machen versuchen kann (was ja den christlichen Kirchen
hierzulande gelingt)
#22 Rosalinde 20:10:09 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@fritzikraut Rose hatte Ihnen eine elegante Vorlage gegeben, nicht sofort auf die Antisemitismusvermutung
zu reagieren und dabei gleichzeitig zu demonstrieren, daß Sie Ahnung von der Kabbala haben. So, wie Sie
reagierten, hatte Rose ins Schwarze getroffen: Sie haben offensichtlich keine Ahnung…
#6 Rosalinde 19:59:03 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@Zählen… …Evelin, kann man wenn alle gesegneten homosexuellen Männer und Frauen sich dem Pfarrer
gegenüber als solche outen, weil sei dankbar für diese Geste sind… Ansonsten ist der Prozentsatz erstaunlich
hoch für eine katholische Veranstaltung, oder? Vor allem, wenn man bedenkt, daß von etwa 5% homosexuellen
Menschen in der Bevölkerung ausgegangen wird. Nachtigall…
#44 Rosalinde 13:12:24 | Dienstag, 14. Februar 2006
@k_c Marx und Papst Also, Ziel der katholischen Kirche ist sicher nicht: „eine Assoziation, worin die
freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ Das steht im kommunistischen
Manifest, und eine solche Gesellschaft möchte ich definitiv haben. Die muss auch Schwule einschliessen
#41 Rosalinde 13:06:35 | Dienstag, 14. Februar 2006
@stimme Bitte definieren Sie Sündhaft, ohne dabei auf katholische Dogmen zurückzugreifen. Ich würde
zB. alles als Sündhaft begreifen, was der Vielfalt menschlichen Lebens den Ausdruck raubt. Damit wäre
eine Ausgrenzung Homosexueller sündhaft…
#25 Rosalinde 13:01:07 | Dienstag, 14. Februar 2006
@stimme Ich möchte hiermit auf meinen letzen Beitrag zum „Propagandakrieg“ verweisen, da steht sehr eindeutig,
daß Feminismus eben Kinder miteinbezieht. Solange man sich – gut bezahlter Weise – in Selbstverwirklichung
ergehen kann, ist die Perspektive verschoben. Darum haben Akademikerinnen ja weniger Kinder. Genau, erstens
kriegen alle Akademikerinnen eine gute Bezahlung und ausserdem haben sie nur egoistische Selbstverwirklichungsziele
im Kopf- schön, daß die Welt so einfach ist. Zwei Kinder genügen übrigens. Mit 10 ist frau ja nur
noch mit Kindern beschäftigt. Sie scheinen keinen Kontakt zu jüngeren Akademikern in Deutschland zu
haben, dann würden Sie die Lage vielleicht etwas anders beurteilen.
#36 Rosalinde 12:10:12 | Dienstag, 14. Februar 2006
Der erhellenste Satz des Textes ist Dieses falsche Spiel seitens der Homo-Verbände und Homo-Propagandisten
ist der Grund, warum ich ihre Vorgehensweise seit Jahren beobachte. Der Verfasser hält es wohl für nötig,
seine Interessen an homosexuellen Menschen zu rechtfertigen. Dabei fühlt er sich offensichtlich von Homo-Propagandisten
umzingelt. Warum nur, vielleicht weil sie ihn heimlich verführen? Nein, natürlich nicht. Aber Beobachten,
im Auge behalten kann ja nicht schaden @Beobachterin Sie mögen vielleicht Kinder ohne Ende bekommen,
die hoffentlich Gesund sind (schon beim Gesundheitsamt gewesen?), aber Sie sollten akzeptieren, daß es
einfach Lebensformen gibt, die einen anderen Zweck als Demographie haben.
#16 Rosalinde 11:54:47 | Dienstag, 14. Februar 2006
@catharina Muß denn eine Hausfrau ein „grober Mensch“ sein, um ihrer Standespflicht nachzukommen und
Ordnung zu schaffen? Kurz davor stand dann noch etwas von faulen und auszusortierenden Früchten in der
Schule. Sei es drum. Catharina, ein kleiner Hinweis genügt vielleicht- es gibt schon länger keine Stände
mehr und die Hausfrau hatte nie einen eigenen Stand, ergo auch keine Standespflichten. Wenn Sie die Sklavenarbeit
in einem Haushalt mit Despoten und 5 Kindern meinen- die Frau muss kein grober sondern ein zutiefst unterwürfiger
Mensch sein- nur noch der Dreck, den sie gewissenhaft entfernt steht unter ihr. Ein Lehrer, der mit Kindern
nicht umgehen kann, weil er sie nicht als Menschen, sondern als zur Unterwürfigkeit heranzuzüchtende
Früchtchen sieht, muss ebenso ein sklavischer Mensch sein, der seine Sklavenmoral durch zwanghaftes Aussortieren
der „faulen früchte“ aufrechterhält. Diese Leute sind nicht grob, sie lieben Ihre Sklaverei
#24 Rosalinde 11:39:07 | Dienstag, 14. Februar 2006
@viroblationis Wenn die Konstanten des irdischen Daseins – Zugehörigkeit zu einer (dauerhaften) Familie,
zu einem bestimmten Volk (und nicht einfach einer identitätslosen, johlenden Menge), Beheimatung in einer
bestimmten Landschaft (in der nicht plötzlich lauter Fremde wohnen) fehlen, dann wird der Mensch krank?
Die ganze Welt war krank- nur nicht die Deutschen 1989 die sich Fahnenschwingenderweise als endlich wieder
ein Volk erkannt haben. Aber: Plötzlich gab es auch im Osten wahrnehmbare Fremde, die Familien zerbrachen
an den Verlockungen des Westens (vor allem für die Frauen, die ja schneller ihre Arbeit loswurden…)
und die schöne Landschaft mit dem Grenzstreifen und den hübschen Türmen wich einem undurchdringlichen
Urwald. Auf einmal wurde die Welt kompliziert, gell? Gesunde, Deutschland, bau’ die Mauern wieder auf-
diesmal ums ganze Land!
#22 Rosalinde 11:21:44 | Dienstag, 14. Februar 2006
@ultimo Der Feminismus beinhaltet aber das Kinderfeindliche und Familienzerstörende schon in der Theorie
Das müssten Sie mir etwas genauer erklären- immerhin bekommen wir Frauen, und um unsere Emanzipation
als solche in einer patriarchal strukturierten Welt geht es ja, die Kinder. Ein ernstzunehmender Feminismus
kann nicht Kinderfeindlich sein. Familienzerstörend ist der Feminismus auch nur, wo es sich um die bürgerliche
Kleinfamilie mit Papa als einzigem Ernährer und autoritärem Despoten geht, der den Frust, den er lieber
mal in Aktion gegen ihn beherrschende Kräfte umsetzen sollte, an seiner Familie auslässt. Nach dem Motto:
Nach oben (Gesellschaft) buckeln nach unten (Kleinfamilie) treten. Nicht die Feministinnen sind Gesellschaftszerstörend,
sondern diejenigen, die nicht sehen wollen, daß eine Gesellschaft, die „Frauenarbeit“ als nicht profitabel
ausklammert, sich von selbst zerstören wird. @Höck Der NS hat auf die Familienstrukturen, die Feministinnen
bekämpfen, gebaut.
@Jean- Christoph Heger Worüber ich promoviere, geht eigentlich auch niemanden etwas an- allerdings weiss
ich daher, wie wissenschaftliche Standards zu verwenden sind und wollte einfach mal daruaf hinweisen,
daß Herr Heger in keinster Weise über seriöse Quellen oder stringenten Gedankengang verfügt. Ich finde
es schon auffällig, daß jemand promoviert ist, aber nicht mit wissenschaftlichen Kriterien arbeitet.
Auch wenn das ein Forum für alle ist, sollten solche, die offensichtlich ihre Autorität durch den Titel
darstellen auch entsprechend ihrer Titel posten. D.h. mit gewisser Seriosität und kritischer Quellenwahl.
@jean und ultimo Also, ich kapiere nicht, warum zB. Jean es nicht den Frauen überlassen möchte, zu entscheiden,
ob und unter welchen Umständen sie Kinder bekommen möchten. Ultimo, dass was Sie da an Anomien anführen
ist sicher nicht die Folge der Frauenemanzipation. Zwar dürften beide Variablen korrelieren, allerdings
sind beides Phänomene der postfordistischen Gesellschaftsumwälzung- der Feminismus ist dabei ein legitimer
und natürlich erwünschter Teil, während die Instabilität sozialer Beziehungen der emanzipatorisch
von allen Menschen aufzufangende Effekt einer durchkapitalisierten Gesellschaft ist.
Was ist eine Geisteskrankheit? Der Artikel differenziert weder, was unter Geisteskrankheit zu verstehen
sei, noch verdeutlicht er gegenüber welchen Erhebungen und auf welcher Grundlage eine Zunahme der „Geisteskrankheiten“
festgestellt wird. Zudem ist fraglich, warum nicht alle katholischen Priester Geisteskrank sind, wenn
doch die heile Familie als Vorraussetzung der geistigen Gesundheit gilt? Empirisch kann man übrigens
reichlich heile Familien finden, bei denen den Kindern sehr früh bereits ADHS oder ähnlich modische
Geisteskrankheiten diagnostiziert werden, einfach weil sie als Kinder und nicht als brave Roboter leben
wollen.
Herr Heger Ich frage mich, an welcher Fakultät eigentlich mit dem Unsinn, den Sie hier ständig verzapfen,
promoviert werden darf. Wirtschaftswissenschaften, tatsächlich katholische Theologie oder Ein-Jahres-Promotion
bei den Medizinern? Langsam habe ich den Verdacht, Sie führen den Doktor im Nick, weil Sie glauben, das
sei seriös, umgebe Sie mit glanzvoller Autorität… oder doch über Carl Schmitt??
Schmutzige Propaganda? Der Artikel formuliert die hinterletzten Hetzreden gegen legitime feministische
Arbeit. Aber das ist ja den hier anwesenden Männern recht. Alice Schwarzer als Radikalfeministin hinzustellen,
geht übrigens an der Realität vorbei: Frau Schwarzer ist dermassen im neoliberalen Mainstream gelandet,
daß das Wort Feministin schon nicht mehr passt. Männer kümmert Euch um Euren eigenen Kram und haltet
Euch endlich aus der Abtreibungsdebatte heraus- vor allem dann, wenn Ihr aus religiösen Gründen niemals
Kinder bekommen werdet (zumindest nicht offiziell)!
Masochisten dieses Forums… … vereinigt Euch *g* jetzt, wo grad scheinbar die vernünftig denkenden
online sind: was treibt EUCH eigentlich dazu, hier Aufklärung verbreiten zu wollen. Wie wärs mit einem
Selbsthilfeforum für andersdenkende Kreuz.net süchtige?
@sauer, kraut? Die Erziehung in Deutschland w a r einmal katholisch, das haben Sie noch nicht begriffen.
Seit den Sechzigern geht es nämlich stark abwärts. Und unser katholisches (ehemals) Abendland mit dem
Osten zu vergleichen geht so nicht. Der Anteil von KatholikInnen ist mit 32% heute etwa gleich gross wie
1950, abgenommen hat der Anteil evangelischer Gläubigen auf nun 32% ggü 51% in den fünfziger Jahren-
Datenreport 2004, Hrsg. Statistisches Bundesamt. So viel zur weit verbreiteten katholischen Erziehung.
Wenn Sie allerdings „katholisch=autoritär“ setzen, dann kann ich zustimmen: die art der Erziehung hat
sich seit den 60igern geändert. Was ist an einem Blick Richtung Fernost so falsch? China hat mit der
Ein-Kind-Familie ein problematisches aber effektives Programm gegen Überbevölkerung geschaffen. Welche
nämlich ein Problem in den meisten Ländern der Welt ist. Tja, und da wäre doch die Logik eher, wenn
hier keine Kinder bekommen werden, können doch viele hier einwandern- Inder statt Kinder. Aber das wollen
sie auch nicht, gell?
@evelin und kraut und sulpicius Evelin hat es nicht kapiert und kraut ist wahrscheinlich durch die beiden
Kommentare von mir drauf gekommen: krauts und fritzis sind synonym- genauso wie astronaut und kosmonaut
naja, kleinkram, Rindviech und Rosalinde dagegen kann mann nicht synonym verwenden- ist nämlich beleidigend
und nicht beschreibend… tja und sulpicius, wie, wenn nicht weltentdecker- verhindernd würden sie denn
sonst jemanden beschreiben, der sich rühmt, seine kinder in die „richtigen“ etablissements zu schicken,
um sie vor sex zu schützen? evelin hat auch nicht verstanden, daß mein ratespiel, weshalb ein mann keine
kinder hat einfach nur darauf zielte, daß sich fritz mal an seine eigene nase fasst- und endlich mal
loslegt, unser katholisches volk vorm demographischen untergang zu bewahren…
@fritz soso… keine Kinder, aber über die demographie regen sie sich auf. hm, wieso denn noch keine
kinder gekriegt? mit 30 sollten sie eigentlich erwachsen genug sein. Achso! schwul vielleicht, oder als
mann einfach unerträglich, oder keinen sex nie gehabt? tja dann phantasieren sie mal schön weiter über
die heile katholische familie, die ihren kindern den spass an der weltentdeckung verdirbt.
@fritz mannoman, sie machen sich aber sorgen um die Familie… gleich ein paar Bücher aufgelegt… demographisch
ist das problem, daß in ein paar jahren die europäische gesellschaft ihre alten nicht mehr füttern
kann. und diverse andere, die von zuwendungen des staates abhängig sind. natürlich sind davon nur solche
betroffen, die im alter nicht auf eine private vorsorge zurückgreifen können. also, alles kein problem…
und wir frauen kriegen in zehn jahren wieder mutterverdienstkreuze und ferien in königsberg. freu’ mich
schon drauf
#21 Rosalinde 21:38:41 | Donnerstag, 2. Februar 2006
Selbst Lenin hatte prinzipiell nichts gegen G’tt- oder den Glauben an eine Religion, da sie durchaus zum
Sozialismus führen kann. Steht, wie so manches erhellende in der Hinsicht, übrigens bei Bloch „Atheismus
im Christentum“. Allerdings ist natürlich die Gleichsetzung G’ttes mit der katholischen Kirche oder der
der Popen im zaristischen Russland (darin sozusagen ein Eigentor geschossen…) mit einfachsten Mitteln
als Pfaffenbereicherung und Maulkorb fürs Volk zu entlarven. Nichts anderes haben Materialisten aller
Couleur seit jeher getan… @clemens übrigens steht im gleichen Buch auch ein Artikel zum letzten deutschen
Hirtenbrief 1936, da hatte ich Ihnen doch noch eine Quelle angeben wollen…
#17 Rosalinde 16:24:38 | Mittwoch, 1. Februar 2006
@benedikt78 ist in etwa das gleiche, nur ist beim einen die Klasse, beim anderen die Rasse das Fundament
der Ideologie Der Unterschied besteht darin, daß die Rede von einer Arbeiterklasse auf der industriellen
Realität des 19. Jahrhunderts beruht. Und nicht umsonst fanden sich die Arbeiter traditionell im Kommunismus
und der Sozialdemokratie wieder. Dagegen die Angestellten, weil sie sich partout nicht mit den „proletarischen
Massen“ identifizieren wollten, aber dennoch in ähnlichem Elend lebten, den Rassenwahn als Abfuhr benötigten.
Es reicht sich die Wahlergebnisse vom 30. Januar 33 anzusehen- relativ zum eigenen Bevölkerungsanteil
überproportional braun haben Landwirte und Angestellte gewählt.
@jean Im Gegensatz zu Dir, lieber Jean, bin ich durchaus in der Lage, eine Vorstellung- vom Symbol des
letzten Abendmahls zum Kannibalismus- konsequent zuende zu denken. Aber Dir sag’ ich da nichts neues,
gell?
Hmmmm… was, wenn an der Geschichte was dran ist? Ein haufen Männer allein und abgeschieden für Jahrzehnte,
in schicker Einheitskleidung und tollen Ritualen- es ist doch nicht unwahrscheinlich, daß Mann da Schwul
wird, oder?
Erstaunlich… Neben der plötzlichen Sympathie für die SPD in Baden-Württemberg, sobald es gegen den
homosexuellen Renner geht, schwingt sich das radikalkonservative Kreuz.net zur Verteidigung eines Sozialisten
in Venezuela auf, wenn dabei antisemitische Ressentiments bedient werden können. Das Simon-Wiesenthal-Center
dabei der Manipulation der Rede zu beschuldigen und gleichzeitig auf die Unschuld der Rede zu verweisen,
die offenkundig, auch in den hier zitierten Stücken, antisemitisch zu nennen ist, kann nur als böswillig
interpretiert werden. Rinks und lechts aber immer mit Fokus auf den gemeinsamen Feind. Glückwunsch. Hier
kann gelesen werden www.wiesenthal.com
@Ansgar woher rührt Ihre Meinung, daß sich hier Kapitalisten und Anti-Demokraten tummeln? Empirisch
lässt sich an den Beiträgen leicht zeigen, daß sich hier wenig Antikapitalisten (abgesehen von denjenigen,
die Antikapitalismus mit Antiamerikanismus verwechseln) finden und westlich-demokratische Werte regelmässig
torpediert werden. Mehr habe ich in meinem Beitrag nicht gesagt. Übrigens: Auch wenn der Papst mit seinem
Demokratie-Lob Recht haben mag, die D. ist eine Regierungsform und kein Wertesystem. Stimmt, jüngstes
Beispiel die Wahl der Hamas in Palästina. Die Demokratie muss sich regelmässig gegen sich selber schützen,
trägt aber als Regierungsform gekoppelt mit den Menschenrechten eigentlich zu einem langfristigen Prozess
der Menschwerdung bei. Demokratie ist immer verhandelbar und insofern selbst prozesshaft abhängig von
den im Demos vertretenen Werten.
@jean Mjam, mjam, so ein Fall war ja auch neulich in Rothenburg bekannt geworden. Ganz im Ernst, gibt
es nicht zu Bedenken, daß einige Jünger sich von Jesus abgewendet haben sollen, als er darauf bestand
sein Brot und Wein als eigen Fleisch und Blut zu begreifen? Das hat sowohl magische als auch kannibalistische
Züge und ist somit nur noch heidnisch zu nennen. So haben sich wohl einige Gläubige angewidert abgewendet,
oder?
schau schau… offensichtlich hat der oberste Hirte etwas von Kapitalkritik verstanden und zudem begriffen,
daß Demokratie ein äusserst wichtiges Gut ist. Pappa, si non fai niente il populo catholico va übern
Jordan wie sie an diesem Forum merken. Wenn selbst der Papst als oberste Autorität des Weltkatholikentums
solche Dinge vertritt, wie kommt es dann, daß dieses Forum weder Demokratisch noch Antikapitalistisch
ist??
@jean das habe ich glatt überlesen. Wenn sie es genau wissen wollen, ebensowenig, wie Ihr philosophischer
Quark einem Bedürfnis nach realer Ejakulation geschuldet ist, ist meine Stimmung von meinem Zyklus abhängig.
@catharina ja, Du hast recht- einfach wahnsinnig inspirierend dieses Forum. Nihilismus ist hier schwer
zu finden, das Leben sprüht in allen seinen Facetten und die Beschäftigung mit diesem Forum hat äusserst
demokratischen Wert.
Merkwürdige Freundschaft… … die hier herausgestrichen wird- wenn Politik und Religion sich vermischen
gilt das Wort gegen Homosexuelle mehr als die Verbündung mit den sicherlich auf Kreuz.net verpönten
Genossen? Natürlich war der spruch ein faux pas- interessant allerdings, daß die SPD hier als Opposition
gegen die CDU in Verteidigung der Bischöfe tritt. Hoffentlich nur ein rein politischer Schachzug- oder
nach Godesberg, Schmidt und Hartz IV. ein weiteres Zeichen der Huldigung an den Zeitgeist, diesmal den
der Fundamentalisierung?
#19 Rosalinde 15:06:14 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@Gatte der Evelin Wer die Todesstrafe ablehnt ist christlicher als Christus (der sie niemals abgelehnt
hat) und päpstlicher als das Lehramt, welches auch noch im KKK 1983 die Todesstrafe für zulässig erklärt.
Befürworten Sie die Todesstrafe? Und wenn ja, mit welcher Begründung? Vor allem, für wen- Homosexuelle,
Abtreibungsbefürworterinnen, Muslime und Rapsänger vielleicht? Auf die Antwort gespannt…
#29 Rosalinde 14:38:03 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Merci beaucoup @Demon Auf den Schluss, den Sie bei Clemens’ Posting ziehen, wäre ich nicht auf Anhieb
gekommen- danke @Clemens Klar glaube ich an mich selbst, das sollte jeder Mensch tun. Natürlich würde
ich mich nicht dazu versteigen, G’tt sein zu wollen. In dieser Hinsicht bin ich eher Spinozistin- sehe
mich als einen Teil G’ttes, allerdings ohne einem Panthesismus zu verfallen. So weit überliefert, schuf
er Adam und Eva nach seinem Bilde- reinster Anthropozentrismus…
#21 Rosalinde 16:23:07 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Homomorph… … und deshalb wohl über den Ärger an Rapkonzerten aufeinander abzubilden um: füreinander
und für die Kirche beten und sich als streitende Kirche [zu] vereinen […], wenn der Glaube vom Bösen
attackiert wird. Huuui, das Böse vereinigt Gregorianische Gesänge mit Rapmusik (die wohl im Forum unbekannt
ist?)- deutlich wird hier nur, daß Experimente, das Spiel mit dem vorgeblich Unvereinbaren, nach wie
vor verteufelt werden. Glückwunsch- so kommt mit Sicherheit nie das Schaf zum Wolf…
#26 Rosalinde 13:25:52 | Mittwoch, 25. Januar 2006
clemens Klar habe ich einen Glauben, sonst würde ich sicher nicht so optimistisch leben. Ich glaube an
eine Welt, in der die Menschen es schaffen, Ihre Verhältnisse untereinander so zu regeln, daß sie keinen
G’tt mehr brauchen, weil sie selbst Erwachsen sind Solange diese Welt nicht existiert, nehme ich den
Glauben an G’tt ernst, unterscheide aber zwischen Glaubensformen, die die menschliche Vernunft zu würdigen
wissen, insbesondere in Auseinandersetzung mit Bibelinhalten und solchen, die auf einem herrschaftlich
inspirierten Dogmatismus in Vermischung mit heidnischen Elementen beruhen. Letztere Formen lehne ich ab
und werde, wenn es so kommen sollte, daß ich gezwungen werde das anzunehmen, sie bekämpfen oder auswandern.
#41 Rosalinde 13:09:38 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Genderideologie Entschuldigt bitte, Benedikt und Demon, bei „Gender“ handelt es sich einfach um einen
Ausdruck, der das soziale Geschlecht, im Gegensatz zu „sex“ – biologisches Geschlecht- bezeichnet. Feminismus
und Genderforschung unterscheiden sich voneinander- während Feminismus mit einem politischen Anspruch
arbeitet (und dann von Eurer Seite meinetwegen als Ideologie diffamiert werden kann ) ist Gender der kastrierte
Begriff, der aber wissenschaftlich anerkannter und anschlussfähiger ist (weil nämlich Wissenschaft auch
noch recht männlich strukturiert ist) und beide Geschlechter meint.
#35 Rosalinde 11:19:20 | Dienstag, 24. Januar 2006
@Benedikt Frei nach einem Motto der 2. Frauenbewegung: Das Religiöse ist politisch… Ganz im Ernst,
solange durch das patriarchale Gehabe vom Vatikan bis zum Dorfpfaffen sichergestellt wird, daß Frauen
ihrer Selbstbestimmung beraubt werden, bleibt die Frauenfrage in der Kirche auch eine politische. Ganz
abgesehen davon, daß sich die Kirche immer auch mächtig in politische Diskussionen einmischt (zumindest,
solange sie dabei nicht Gefahr läuft, Ärger zu kriegen)
Huxley hatte im Gegensatz dazu allerdings eine kritische Intention… Petrus meint seinen Rausch ernst.
Man sollte ihm Derridas’ Schurken zu lesen geben, da wird er in seiner Einstellung zur Demokratie auch
bestätigt- ohne daß er kapiert, worum es eigentlich geht. Utopisches Denken und Dogmatismen vertragen
sich halt nicht.
#83 Rosalinde 11:00:19 | Dienstag, 24. Januar 2006
@Jean Sie haben Marx nicht verstanden. Nicht der Mensch, sondern sein falsches Bewusstsein der Welt (zB.
daß die gesellschaftlichen Verhältnisse G’tt gegeben seien…) muss überwunden werden. Das spricht
weder für Christenverfolgung noch gegen G’tt an sich. Bitte versuchen Sie doch Marx und die Kommunisten
ebenso auseinanderzuhalten, wie ich Jesus (den Menschen) von der christlichen Lehre trenne, ok? Ansonsten
waren es Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten, die wegen ihrer politischen Ansichten verfolgt
wurden. Und Juden, die wegen des antisemitischen Wahns vernichtet wurden. Mit Religion hatte der NS nichts
zu schaffen. Daß die Nazis ein Problem damit hatten, daß der grösste Teil der Bevölkerung christlich
war und eben teilweise den heidnischen Kult nicht ohne weiteres übernehmen würde, ist bekannt. Nur hätte
es sicher geholfen, wenn beide Kirchen tatsächlich politisch konsequente Stellung bezogen hätten. Die
verfolgten Christen waren solche, die aus ihrem Verständnis des Christentums heraus eben das getan hatten.
Die Rückendeckung durch die offizielle Kirche hatten die nicht. Das ist bitter und unter anderem auch
Pius XII. anzulasten.
#20 Rosalinde 01:26:06 | Dienstag, 24. Januar 2006
@Beobachterin Als Frau, die vielleicht mit Männern schläft, die eine Abneigung gegen Kondome und diverse
Möglichkeiten Ihrer Doppelmoral entwickelt haben, gehören Sie in die Gruppe derjenigen, die es riskieren
AIDS (und Diverses anderes, zB. Hefepilz, schon mal gehabt??) zu bekommen, ohne sich dessen bewusst zu
sein! Lesben (HOMOSEXUELLE Frauen!) haben das niedrigste Risiko an AIDS zu erkranken. Schwule Männer,
die Kondome verwenden sind auch relativ sicher. AIDS wird durch einen unaufgeklärten Umgang verbreitet,
also z.B. durch Frauen (die ein hohes Ansteckungsrisiko haben, weil die Viren es in ihrem Körper kuschelig
warm haben) die sich nicht schützen, weil sie denken, sie seien davor gefeit. Das Gesundheitsamt berät
gerne und ein Test kostet etwa 7 Euro.
#77 Rosalinde 01:10:38 | Dienstag, 24. Januar 2006
Erst lesen, Jean… dann meckern: das mit dem Opium des Volkes stammt von Karl Marx- der war zwar auch
mindestens Agnostiker, aber Theologie auch nicht sein Fach. Die Opiumstelle hab’ ich nicht gefunden, dafür
aber ähnlich:Der religiöse Widerschein der wirklichen Welt kann überhaupt nur verschwinden, sobald
die Verhältnisse des praktischen Werkeltagslebens den Menschen tattäglich durchsichtig vernünftige
Beziehungen zueinander und zur Natur darstellen MEW, Band 23, S. 94 Das macht sicher den Opiumsatz klar.
Religion ist also eine Vorstufe zum Weltverständnis und gleichzeitig Trost- drastischer: falsches Bewusstsein.
Daraus folgt noch lange keine Christenverfolgung. Die realen Kommunisten waren sich, wie der Vatikan-
allerdings des utopischen und damit potentiell dissidenten Gehaltes religiöser Schriften bewusst. Von
Pius hab’ ich übrigens neulich eine entsprechende Rede gelesen- wenn ich sie finde, kann ich auch die
Textstellen zitieren, die auf den Deal hinweisen: Lasst uns Katholiken in Ruhe und wir halten uns raus.
Ansonsten reicht eigentlich der Hinweis, daß die Deutschen nun mal grösstenteils Christen waren, und
so die Mär von der Christenverfolgung der Nazis widerlegt ist.
#22 Rosalinde 00:24:35 | Dienstag, 24. Januar 2006
@clemens wie kommen Sie auf die absurde Idee, daß ich mich einer Religion unterordnen würde? Eher glaube
ich, daß es ziemlich egal ist, für welche der beiden Spielarten von Märthyrerkult Sie sterben werden.
Wären Sie in Palästina aufgewachsen… nun ja, anderes Thema. Jedenfalls nehme ich nicht an (im Gegensatz
zu Ihnen), daß wir irgendwann alle Muslime werden müssen, bloß weil hier ein paar Muslime leben. Ganz
abgesehen davon, daß es ähnlich wie im Christentum Vernünftige und autoritäre Fundamentalisten gibt-
das komplette Spektrum halt.
@jean Auf welchen Punkt meiner Auflistung beziehst Du Dich? Was habe ich falsch beschrieben? Wenn hier
aus dem Bauch heraus geschrieben wird, dann doch eher von Dir- fundierte Kritik sieht anders aus.
@Evelins Gatte Also ist ja interessant, daß die armen Christen von den Nationalsozialisten verfolgt worden
sind, von Atheisten wahrscheinlich gerädert, von Kommunisten geschlossen nach Sibirien geschickt worden
sind. Darf ich darauf hinweisen, daß Pius XII. seinerzeit einen recht guten Deal für katholische Christen
mit dem NS ausgehandelt hat? Ganz abgesehen davon, daß die Mehrheit der reichsdeutschen Bevölkerung
Christen (wenn auch unterschiedlicher Konfession) waren. Und dass Atheisten den Christen ihren Glauben
an Gott lassen, nur selbst nicht daran glauben und Marxisten den Glauben als Opium des Volkes beschreiben,
aber nicht darauf aus sind das Opium selbst zu vernichten, sondern das Bedürfnis danach? Nein? Dann halt
nicht…
@clemens Hui, da hat aber einer eine Menge Angst vor Überfremdung- und wohnt wahrscheinlich nicht in
Frankfurt sondern in einem Kaff, wo die Ausländerquote mal gerade 0,1% beträgt- kurz: auch Ihnen möchte
ich mal keine Ahnung von den Statistiken unterstellen. Ansonsten keine Angst vor deutschen Bürgern mit
Migrationshintergrund im Bundestag: so wie hier Integration funktioniert, nämlich durch sozialen Ausschluss
aller anders erscheinenden und denkenden Bevölkerungsgruppen (das hat Tradition, ganz am Rande…) ist
die Wahrscheinlichkeit gering, daß es mal einen Herrn Özdemir als Bundeskanzler gibt- Demokratie steckt
hier halt in Kinderschuhen…
@Benedikt Fest steht, dass durch diesen Schöpfungsakt klar ist, dass es Unterschiede zwischen Mann und
Frau gibt. Also es steht vielleicht fest, daß es Unterschiede gibt, weil es unterschiedliche Namen für
männlich und weiblich gibt. Aber dieser Unterschied begründet noch keinen Unterschied in praktischen
Belangen. Bevor der Apfel gegessen ist, ist eh’ kein Unterschied im Paradies durch die Menschen erkennbar.
Alles Unterscheiden ist Folge der Vertreibung aus dem Paradies… Aber wir schweifen ab- es geht hier
um eine bestimmte Form politischer Praxis: Warum darf eine Frau nicht Priesterin werden?
@Benedikt78 Einwanderern pauschal Kulturlosigkeit zu unterstellen ist so ziemlich das letzte. Als Beispiel
den Islam, von dem sie vermutlich nur aus den Massenmedien wissen, anzuführen, entbehrt für Sie als
traditionellen Katholiken allerdings nicht einer gewissen Ironie… Anomien sind wohl eher der fehlenden
Integrationspolitik in Deutschland als dem fehlenden Willen der Einwanderer geschuldet. Ansonsten werde
ich mich weigern, in einem Land Kinder zu bekommen, wo es nicht möglich ist, seinen Beruf nach kurzer
Zeit wieder voll aufzunehmen und die Kinder gleichzeitig gut versorgt zu wissen.
@Benedikt Richtig, er schuf sie zuerst als männlich und weiblich, verband damit aber keine geschlechtsspezifische
Aufgabenteilung, sondern nur den allgemein und an beide gerichteten Auftrag die Erde zu bewirtschaften.
Das wäre also eher ein Argument für Gleichberechtigung in allen Belangen. Mit der Bibel wirst Du nicht
weiter argumentieren können. Die religiöse Ebene ist eben Auslegungssache. Politisch wäre aber interessant
zu wissen, was passierte, wenn Frauen im Vatikan wären, oder?
@Benedikt Wenn „Äußerlichkeiten“ wie Haarfarbe, Verankerung in der jüdischen Tradition etc. zur Ordination
eines Priesters irrelevant sind, dann kann auch der Unterschied durch mehr oder minder vorhandene Geschlechtsmerkmale
keine Rolle spielen. Logisch gesehen besteht ohnehin ein Widerspruch zw. Jesus an sich und dem Katholizismus,
oder? @Marlene Ob Jesus Frauen um sich hatte, oder nicht, spielt eher deshalb keine Rolle, weil auch das
Judentum in Sachen patriarchale Herrschaft (verkürzt gesagt) nicht soo viel besser dasteht. Die Auslegung
der Thora ist auch heute noch grösstenteils Männersache. Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, daß
entweder Frauen an der Auslegung teilhaben sollten oder die Religion eben nur Männersache ist. Dann sollten
diese aber unter sich bleiben, und sich nicht andauernd mit religiösen Begründungen in unser Leben mischen.
Wir kümmern uns dann um wichtigere Dinge, z.B. Politik…
@ExBochumer Vielen Dank für den Forumstipp „Freigeisterhaus“ Giordano Bruno Stiftung klingt auch gut.
Schön, daß man dann doch auf neue Ideen via Kreuz.net kommt…
@Die Opferbereiten Müssten Sie nicht erst opfern (sprich: bis Ostern resp. Weihnachten nicht mehr schreiben –
beten bringt ohnehin mehr) und nicht erst abwarten, bis ich schon bekehrt bin?? Alles andere wäre doch
ein ziemlich merkwürdiger Deal: wenn ich bekehrt bin braucht es ihrerseits kein Opfer, ohne ihr Opfer
fehlt aber auch die Motivation, mich bekehren zu lassen (ein oder zwei Wunder müssen schon dabei rausspringen
) Nehmt es mit Humor…
@Benedikt Interessant ist, daß Sie zwar politisch auf den Vulgärfeminismus meinerseits anspringen, die
religöse Seite, um die es ja bei der Ordination geht, jedoch keines Satzes zu würdigen bereit sind.
Das halte ich für einen deutliches Indiz dafür, daß es bei dem Ausschluss der Frauen aus den nennenswerten
Ämtern der katholischen Kirche eben doch um ein Politikum handelt. Wenn das aber so ist (mein „traditionalistisches“
Argument haben sie ja noch nicht widerlegt), würde es wirklich höchste Zeit, eine Gleichberechtigung
in den Ämtern einzuführen (damit meine ich, daß die Frauen, die es möchten prinzipiell Priesterinnen
und letztendlich auch Päpstinnen werden können…).
@holyspirit Sie können noch einiges an angstbesetzten Objekten in diesem Forum aufzählen von a wie Amerikaner
bis z wie äääh, Zetkin. So viele Zeichen haben sie nur leider nicht zur Verfügung. Wo ich herkomme,
wird in der Theologie die Internationale gesungen… naja, sind ja auch protestantische Häretiker…
@Benedikt Also, es scheint, als sei Ihr Argument wirklich lückenlos. Vor allem mit dem Hinweis darauf,
daß Frauen und Männer nicht gleich sind. Jesus hatte in der damaligen Welt eine Hand voll Männer um
sich geschart, denen er versuchte, etwas von der Botschaft G’ttes zu übermitteln. Auch hier verwahren
sie sich gegen den soziologischen Hinweis, daß die Antike Welt einiges anders gehandhabt hat, als es
in den letzten Jahren in dieser Welt von Frauen erkämpft wurde. Dann verraten Sie mir doch bitte, wenn
die religiöse Ebene nicht mit der politischen vermengt werden darf, warum es nach katholischem Wunsch
Gesetze gegen die Abtreibung geben muss (sind nämlich 1. politisch und 2. Frauensache). Auf religiöser
Ebene gibt es noch einen Widerspruch: soweit mir bekannt, war Jesus Jude- seine Jünger vermutlich ebenso-
Warum müssen dann katholische Priester nicht Juden sein? Oder warum ist Latein und nicht Hebräisch die
Kirchensprache? Klingt sicherlich etwas einfach, aber irgendwie müssen sie mir schon zwingendere Argumente
liefern. Wenn es nur darum ginge , ein möglichst naturgetreues Bild von Jesus am Altar stehen zu haben,
hat das den Anschein, sich ein Bild G’ttes machen zu wollen und wenn’s durch den Priester als „Medium“
lebendig wird, sind wir auch ganz schnell im magischen Bereich. Das verstösst aber 100% gegen die Lehre-
oder?
@benedikt Der Hauptgrund liegt darin, was die katholische Hl. Messe sein will, nämlich die Vergegenwärtigung
des Kreuzesopfers Jesu Christi, und der war nunmal ein Mann. Ja, das kann aber doch eine Frau auch vergegenwärtigen-
und so wie das die Messe zelebriert, sah der Abend sicher nicht aus. Und ausserdem wird Jesus doch, soweit
ich verstand, in Wein und Brot zelebriert. Wieso muss das ein Mann machen?
@benedikt Mich würde die Begründung für die Ordinationspraxis der Kirche wirklich interessieren: Gibt
es einen auch für Frauen nachvollziehbaren Grund, sie nicht in die Priesterämter zu lassen? Das würde
vielleicht helfen einige meiner feministischen Vorurteile gegenüber der Kirche auszuräumen.
@elendester Sünder Mal ganz abgesehen von Ihrer geradezu masochistischen Selbstcharakterisierung, die
auf Projektion des eigenen antikatholischen Geistes auf unbeteiligte Forumsteilnehmerinnen schliessen
lässt: wie kommen sie dazu, eine derart abstruse Quelle („besessene“) zur verifizierung der These, Judas
Iskariot stünde mit dem Satan (who the fcuk…) in Kontrakt, anzuführen?
@Jean Erst einmal: „So sie denn existieren“ war im Bewusstsein geschrieben, daß durchaus auch zölibatäre
Männer (denen eine Auseinandersetzung mit Frauen fehlt) an diesem Forum teilnehmen. So. Als Erinnye lass’
ich mich erst recht nicht bezeichnen. Die Wut gegenüber traditionell misogynen Männern ist berechtigt
und da brauchen Sie auch nicht weiblichen Charme einzufordern. Weibliche Bilder zu verwenden überlassen
Sie bitte auch uns Frauen.
Widersprüchlich Daß die Times einen längeren Artikel veröffentlicht, in dem ein Herr Brandmüller
Judas Iskariot rehabilitieren will und kurze Zeit später der Widerruf durch die römische Nachrichtenagentur
Zenit erfolgt, ist höchst merkwürdig. Es würde bedeuten, daß die Times ihre Recherchen gewollt falsch
interpretiert, was bei einem derart brisanten Thema unvorstellbar ist. Bleibt, daß der Nachrichtenagentur
ein solcher Text einfach zu heikel ist. Merkwürdig ist auch, daß es zu der entsprechenden Pressemitteilung
keinen Link gibt.
@jean und konsorten Jungs, wenn ihr die Botschaft G’ttes nur auf ein Geschlecht reduzieren wollt- bitte.
Sucht nach den katholischen Archetypen (die Ihr vermutlich eher in Herodes als Jesus finden werdet…)
diffamiert die Frauen, die sich von solchen fortschrittlichen Seminaren angesprochen fühlen ruhig als
„die drei Grazien“ (btw- sind die drei Grazien eigentlich die einzigen kritischen weiblichen Stimmen im
Forum??)- und dann probiert das ganze mal an Euren Frauen (so sie denn existieren) aus – wieso gibt das
wohl miese Stimmung??
Feminismus pfui? Ohne auf die Frage einzugehen, wie wichtig es ist, „das Frausein mit noch mehr Intensität
und Lust zu leben“, sollten einer katholischen Diözese eigentlich andere und wesentlich brennendere Anliegen
am Herzen liegen, erklärt der Geistliche. Natürlich, kaum fangen Frauen innerhalb der katholischen Kirche
an, ihre Identität selbst finden und dann definieren zu wollen, schreit der zölibatäre Klerus auf.
Könnte ja sein, daß Frauen irgendwann auf den Rat Gottes an Abraham stossen: Höre auf Sarah… oder
noch schlimmer: entdecken, daß es vor Eva und Maria auch andere Frauen gab, die ganz anders, differenter
gelebt haben, als von den patriarchalen Interpretatoren als Rolle der Frau anerkannt. Z.B. Esther, Noemi,
Ruth, Lilith. Mit dieser Entdeckung könnten die Frauen (und auch Männer) eventuell daran zweifeln, ob
eine rein männlich interpretierte Bibel Sinn macht. Die Eindeutigkeit der Lehre steht auf dem Spiel:
also liebe Frauen lasst den Mist und kümmert Euch um die zugestandenen Rollen
#18 Rosalinde 15:37:24 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Raus aus der EU?? Und dann? Die Autarkie der Völker ist ein nationalistisches Hirngespinst, selbst AH
kam nicht ohne „Lebensraum im Osten“ aus- der in einem Hingemetzel der „Slawen“ und deren totale Beraubung
und Ausbeutung mündete. Bis der Krieg glücklicherweise beendet war. Angesichts dieser Geschichte und
der hier mal wieder geposteten „Meinungen“ bin ich recht glücklich darüber, daß die entsprechenden
EU – Referenden in Deutschland von gewählten Demokraten abgestimmt wurden und dieses Land inzwischen
nur noch von EU-Mitgliedern umgeben ist. Und -ätsch- daß Posen und Pommern zu Polen und das Sudetenland
zur Tschechien gehört.
Schön wär’s also, daß die Linke in der EU das Sagen hat aus dem Kampf für menschliche Selbstbestimmung
herzuleiten ist doch eher gewagt. Die neoliberale Politik ist Grund für die prekären Arbeitsplätze
und die wird von der EU eher gefördert als eine linke Sozialpolitik. Worum geht es im Neoliberalismus:
um die unsichtbare Hand des Marktes (Adam Smith). Was hilft dagegen? 100 Gebete oder doch eher eine fundierte
Kapitalismuskritik (Karl Marx)- also die Grundannahme konsequent zuende denken, daß der Mensch seine
politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse selbst in der Hand hat? Die Verbindung von Glauben und
wachem Hinsehen kann durchaus fruchtbare Züge annehmen. Dann erscheint auch das Abtreibungsproblem nicht
als Ausgeburt des Bösen, sondern als menschliches Problem, daß zu lösen einfach andere Verhältnisse
erfordert. Ach so, Marx für Anfänger: das kommunistische Manifest hat wenig mit politischer Ökonomie
zu tun also bitte nicht mit den „Grundrissen“ verwechseln. Und noch was: alle Wissenschaft, auch die von
Marx, ist nicht unabhängig von ihrem historischen Entstehungskontext zu lesen. Aber das kennt man ja
von der Bibel.
Mein Outcoming Als Ahnungslose: was um Himmels Willen machen denn Schlangen vorm Beichtstuhl und (bisher
dachte ich die katholische Kirche wäre eine Einheitssache…) was der FssPX? Bitte habt Mitleid mit einer
zur Hölle verdammten Seele- die seelenarme Kindertheater nie miterleben durfte.
Hm, ist es nicht einfach logisch… …und folgt man marktwirtschaftlichem Kalkül (jahaa, Antikommunisten
aufgepasst!) auch geboten, etwas, was für einen selber kaum einen Wert hat (wobei da die Frage ist, warum
dann bei ner Papstmesse sein?) bei Ebay zu versteigern, damit Menschen, die sehr wohl einen ideellen Wert
in einer altbackenen Hostie (ist ja immerhin ein Stück vom Leib Christi- by the way, hat mal jemand ausgerechnet,
wie fett der Mann gewesen sein muss?) sehen, diese bei sich zu Hause haben können. Was unterscheidet
denn eine Papsthostie von all den anderen Reliquien, die in der Welt die Runde machen? Ist es nicht egal
ob die Fetischisierung von jenen vollzogen wird, die die Definitionsmacht über das, was Hostienschändung
heisst haben oder von Ebay erfolgt? Jesus würde sich wahrscheinlich kaputtlachen.
#109 Rosalinde 15:27:01 | Mittwoch, 11. Januar 2006
Die Möglichkeit zu wissen bestand auch für die „Frontkämpfer“: ich denke, mein Opa, der ähnlich wie
der Vater von GerdEric von Anfang an bis Stalingrad mitgemordet hat (als Soldat der Wehrmacht) hat nicht
umsonst sein restliches friedliches Leben depressiv auf der Wohnzimmercouch verbracht. Mein anderer Opa
hat jetzt mit Depressionen zu kämpfen. Der war noch sehr jung und am Ende des Krieges eingezogen worden.
Die Mutter meiner Oma wurde in ein Lager verschleppt. So sieht das aus! Auf dieses ganze Nazigewäsch
von Heger und Konsorten in diesem Forum und sonst in der BRD, von Stürmern, Sudetendeutschen und BDM-
Mädels kann ich allmählich nicht mehr. Was die „saubere“ Wehrmacht vorbereitet und auch mit ausgeführt
hat, gerade im Russlandfeldzug, fasst Ralph Giordano in seinem Buch Die zweite Schuld unter anderem ziemlich
gut zusammen (sehr empfehlenswert- auch wenn Herr Heger es vermutlich als Propaganda verdammen würde).
Übrigens ist es dem Schweigen der „Frontkämpfer“ in diesen Dingen zu danken, daß solche Leute wie Herr
Heger immer noch ihren Schund verbreiten können und dabei auf Gehör stossen.
Kuhn…Kuhn… hmmm Also Kuhn ist bei mir verknüpft mit Thomas Kuhn- die Struktur wissenschaftlicher
Revolutionen- Zwobbel, die Literaturangabe auf ihrer Internetseite ist etwas ungenau – wann erschien das
Buch? Im Hessischen Verbundkatalog tauchen zwei auf- allerdings in theologischen Fachbibliotheken: nicht
in der Philosophie, das spricht mehr für ein theologisches als ein wissenschaftlichstheoretisches Werk.
Kommunistische Inquisition… …Ihr lieben Verteidiger der „Wahrheit“ kann es nicht geben: der Begriff
ist, wie Herr Heger schon richtig erkennt, der katholischen Kirche vorbehalten. Kali hat recht, daß es
auch im Kommunismus ähnliche Vorgänge gegeben hat, die Vernunft zu unterdrücken und dem Parteiglauben
unterzuordnen- was denkenden Menschen denn auch folgerichtig die „Exkommunizierung“ einbrachte. Nun ja,
letzterer Begriff auch dem Vokabular der katholischen Kirche entnommen, Zufall? Was habt ihr denn gegen
demokratische Anwendung der Vernunft? Auch sie ist Gottgegeben, genauso, wie die Fähigkeit Tatsachen
von Gerüchten und Tatsachenverdrehungen zu unterscheiden. Dümmlich sind in dieser Diskussion eigentlich
nur jene zu nennen, die objektive Erkenntnisse der letzten 50 Jahre Geschichts- und Sozialwissenschaft
statt Ergebnis kontroverser Diskussionen als diktierte Meinungen hinstellen.
@zwobbel 10. Vorgänge in der Natur die von selbst ablaufen, gehen immer hin zu mehr Entropie. Die Evolution
würde aber bedeuten, daß es natürliche Vorgänge hin zu weniger Entropie gäbe. Ein solches Argument
gegen die Evolutionslehre ist relativ schwach: Entropie sagt einfach etwas über den Energiehaushalt der
Natur (Austausch System/ Umwelt)aus, S ist eine Zustandsgröße die einfach nur die irreversibilität
thermodynamischer Prozesse bezeugt. Das allein widerspricht aber nicht der Evolutionstheorie- eher spricht
es gegen die Auferstehung energiearmer Systeme
Inquisition & Aufklärung Die Inquisition unterstellen sie denjenigen, Herr Heger, die gerade durch das
Insistieren auf nachweisbarer Wahrheit jene überflüssig machen wollen. Entschuldigung, jetzt noch mal
auf gut deutsch: die Inquisition war ein Instrument, ein Lügengebäude zu verteidigen und denkende Menschen
dazu zu zwingen es zu glauben. Die „Inquisition“ der Vernunft besteht einfach darauf, nur Aussagen anzunehmen
und zu verbreiten, die wahr (d.h. objektiv und intersubjektiv nachvollziehbar) sind. Berechtigte Kritik
an Aussagen wird nicht nur nicht verfolgt sondern ist ausdrücklich erwünscht. Das unterscheidet die
demokratische „Inquisition“ ganz erheblich von der katholischen damals.
wo hast du das her? Wenn Du hier solchen Schwachsinn verbreitest- vom armen angegriffenen Priester- dann
gib doch wenigstens die Quelle an. Ansonsten hat die katholische Kirche doch genügend finanzielle Unterstützung
dank fehlender laizität in D… Und christen hilft es übrigens, wenn Israel sich verteidigen kann- nicht
auszudenken, wenn das Land in palästinensischer Verwaltung wäre…
Weil ich Euch liebe… verlinke ich hier einen Artikel, den ich gerade verfasst habe- bin auf Antworten
und KOmmentare gespannt. www.kreuz.net/bookentry.179.html Gruss, Rosalinde
@guntermariamichel Scharfrichter sind nicht die Katholiken, die auf das Unrecht hinweisen und gegen es
kämpfen – auch indem sie betroffenen Frauen helfen –, sondern diejenigen, die die Kinder ans Messer liefern:
Mütter, Erzeuger, soziales Umfeld, Ärzte, Gesetzgeber ScharfrichtER sind meist solche, die im Namen
einer „höheren Gerechtigkeit“ mittels brutaler Methoden (im Medienzeitalter könnte man von Bilderfolter
reden…) gegen ein Unrecht kämpfen, daß sie weder verstehen können, noch wollen und die vermeintlichen
ÜbeltäterINNEN zudem vorgeben zu schützen, indem sie sie bekämpfen. Ist es Zufall, daß Du als erstes
die Mütter als Mörderinnen beschimpfst? Mal ganz abgesehen davon, daß von Mutter im herkömmlichen
Sinne erst dann geredet werden kann, wenn das Kind da ist. Man könnte hier vom klassischen Fall des Übels
durch fundamentalistisches Sendungsbewusstsein reden- und da stellen sich die Katholiken dieses Forums
durchaus in eine lange Tradition katholischer Scharfrichterei.
@GerdEric Hm, Du hast recht, ich war da etwas frei in meiner Interpretation der Textstelle. Dennoch gab
es wohl einen Gerichtshof. Der war allerdings durch die römische Besatzung eher eingeschränkt. Zum ersten
Stein werfen: die Leute mussten nicht ohne Sünde sein, aber: Kam eine Verurteilung aufgrund von Zeugenaussagen
zustande, so hatten die Zeugen mit der Exekution zu beginnen (Dt 17,7). Diese Anordnung soll leichtfertiges
Gerichtszeugnis verhindern. Die entsprechende Aussage findet sich hier www.juedisches-recht.de/…eb-Gerichtsverf.html
Jesus hat sich also an gültiges Recht gehalten.
Intelligenzbestie?? Eigentlich interessiert mich ja die Kondomfrage weniger- aber ich bin über das Kompliment
von LeTrot gestolpert. Merci beaucoup- hätte ich nicht gedacht, von der Seite… @wi-bi: hat mich sehr
amüsiert, Dein Ausspruch, schon lange nichts mehr mit Frauen gehabt zu haben (mal abgesehen von der Schmähung
) und ein paar Homophobe sind drauf angesprungen. Funktioniert in diesem Forum alles auf Knopfdruck, da
können Behavioristen richtig von profitieren.
Typographie Ich komme immer mehr zu der Auffassung, daß die typographische Unterscheidung zwischen dem
christlichen Gott und dem hier öfters auftauchenden „G’tt“ in der Tat einen Unterschied in der Sache
anzeigt. (Vgl. Ev. Joh. Kap. 8.) Herr Heger, endlich mal ein Beitrag in dem ich Ihnen recht geben kann
auch wenn ihre Interpretation der Geschichte mit der Ehebrecherin an der typographischen Frage vorbeigeht.
G’tt, der/das Eine, Unendliche, der Name unterscheidet sich von Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist in
einem wichtigen Aspekt: er ist nicht auf einen oder drei Nenner zu bringen. Auch seine Gesetze lassen
sich nicht wörtlich nehmen und da wären wir doch wieder bei Joh. 8, 6: „Das sagten sie aber, ihn zu
versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf der
Erde“ Die Versuchung besteht darin, Jesus dazu zu bringen, die Frau aufgrund eines Gebotes zum Tode zu
verurteilen- was allerdings nicht rechtens gewesen wäre- dazu wäre ein Gericht (Sanhedrin) notwendig
gewesen, das über Auslegung und Urteil entscheidet. Entscheidend ist also, daß man niemals die Gesetze
selber sondern die Rechtspraxis beurteilen sollte, wenn man etwas über eine bestimmte Gruppe aussagen
will. Der typographische Unterschied markiert eben einen Unterschied in der Praxis: während die Trinitas
eine dogmatische und buchstäbliche Praxis einfordert, lässt das Unsagbare Raum für menschliche Erörterung
und Praxis.
#125 Rosalinde 16:16:58 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Das glaubst du… Rechenschaft werde ich dereinst, wenn überhaupt, nur vor Gott ablegen müssen… Bin
mal gespannt, wie das Wiedertreffen der Messiasse dann aussieht …
#123 Rosalinde 15:41:31 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Herr Heger, es langt! Dafür, daß sie sich so intensiv mit dem Judentum zu beschäftigen scheinen, legen
sie eine bemerkenswerte Ignoranz an den Tag. Offensichtlich ist Ihre Art der Beschäftigung mit dem Judentum
ähnlich selektiv wie die des Herrn Hohmann (der zwar von der CDU zu Recht aus dem Verkehr gezogen wurde,
aber leider nun als Märtyrer aller armen zensierten Antisemiten da steht)… Naja, bei den Quellen ihres
Wissens, die Sie auf ihrer Internetseite www.christoph-heger.de/home.htm verlinken, auch kein Wunder!!
Andere Frage: Was unterscheidet eigentlich Jesus von den Pseudomessiassen genauer?
Ja, isses denn zu glauben Da fällt mir direkt meine elektrische Zahnbürste aus dem Schoss: das anti-diskriminierungsgesetz
eine homo-ideologische Repression? Wer wird denn mit dem Gesetz sanktioniert? Etwa all die ehrlichen Menschen
in diesem Forum, denen jegliche Form der Diskriminierung fremd ist? Ach nee, die betrifft es natürlich
nicht- wozu dann bitte die Aufregung??
Häresien sind meine Texte sicher- alles was ich damit versuche, ist diesem höchst engstirnigen Forum
zu zeigen, daß es auch andere Denkweisen gibt. Ich habe nicht geschrieben, Jesus sei ein Kinderschänder
gewesen- würde auch nie so weit gehen. Jesus hat sicherlich Entscheidendes für die christliche Kirche
bewirkt- vom Märtyrer zur Vorlage für Paulus- das nachzuvollziehen ist Wissenschaftlern natürlich nur
unter strengster Aufsicht des Vatikans erlaubt. Wieso denn bloß? Daß ich eben Jesus als Menschen sehe
und nicht als Sohn Gottes trennt mich von diesem Forum. Bin ich deswegen nicht qualifiziert mich einzumischen?
Es geht hier in erster Linie um ethische Fragen, die überkonfessionell zu lösen sind. (Was bei allen
ethischen Fragen eigentlich wünschenswert wäre…)
Zum Glück entscheidet sich das „Erlöst-werden“ nicht an der Frage, ob jemand katholisch, evangelisch,
muslimisch oder jüdisch ist- Gott ist Einer und hat mir als Mensch die Aufgabe verantwortlich und frei
in seiner geschaffenen Welt zu handeln, gegeben. Tja, dabei spielt also eher die Frage, was das für mich
in Bezug auf meine Mitmenschen heisst, eine Rolle. Darin stehe ich natürlich Spinoza oder Kierkegaard
näher als J.P. II. Und somit bewege ich mich in der Tat ausserhalb dessen, was die katholische Kirche
an Dogmen aufgestellt hat. Macht aber nichts: ich sehe es eher als spirituelles Wachstum an, meine eigenen
Entscheidungen zu treffen, als einem Götzendienst an Maria, Jesus oder anderer „heilig gesprochener“
zu huldigen. Der katholische Glaube ist ein Weg unter vielen, zu Gott zu gelangen. Das zu akzeptieren
scheint unsere Aufgabe im 21. Jahrhundert.
#41 Rosalinde 15:43:00 | Freitag, 30. Dezember 2005
Ich mich bekehren? Aber bestimmt nicht zu einer so engstirnigen Abtreibungsgegnerin. Der von Herrn Höck
zitierte Wissenschaftler hat doch recht, wenn er den Beginn des Lebens als philosophische Frage ansieht,
die wissenschaftlich nicht zu lösen ist- und letztendlich nur von denen gelöst werden kann, die das
Leben irgendwann in sich (jaja, das ist nun mal so ) spüren. Ob ich katholisch bin, oder nicht, ist in
einem öffentlichen Forum erstens Nebensache und lässt sich zweitens sicher nicht aus meinen Kommentaren
erraten.
#26 Rosalinde 17:03:28 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@Tradiland Die Fleischwerdung Christi in Maria war göttliches Programm von Anbeginn. Im übrigen wissen
Sie offenkundig auch nichts von „Hexenverbrennung“ und „Inquisition“. Klar ist das Heranwachsen eines
Jungen im Bauch einer Frau göttliches Programm: man nennt es auch Leben. Was dabei gerne verdrängt wird
ist, daß eben diese Frau die Entscheidung trifft, das Kind zu bekommen oder nicht. Und dass eine Frau
die Macht haben könnte, letztendlich über die erneute Fleischwerdung Christi selbst zu entscheiden,
macht Euch Angst. Inquisition und Hexenverbrennung resultieren aus der Angst, die Welt nicht machtvoll
kontrollieren zu können. Die Kontrolle der Welt wirklich in Gottes Hände zu legen, lernt die katholische
Kirche wohl nur langsam.
#21 Rosalinde 16:52:39 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Wie hoch ist denn die Zahl der Zellhaufen? Jeden Tag fallen mir Schuppen vom Kopf, Pickel wollen wöchentlich
ausgedrückt werden und monatlich verliere ich mindestens ein Ei Definieren Sie doch bitte Zellhaufen-
ist ein Kotelett keiner? Habe bisher nicht abgetrieben, möchte die Entscheidung aber nicht von männlichen
Diskursen bestimmen lassen. Ihr tragt ja nicht das Kind aus und kümmert Euch dann 20 Jahre darum. Euch
kann der Körper, der das Nest für das Leben der ersten Monate bildet, egal sein. Das ist die Hurenseite.
Oder ihr verherrlicht ihn und haltet ihn in künstlicher Reinheit. Die Seite der Jungfrau. Aber die Frauen
dahinter fragt ihr nicht.
#27 Rosalinde 16:43:37 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Verhärmte 68igerin? Bin ich natürlich nicht, abgetrieben habe ich auch nicht (zu jung) allerdings ne
Freundin von mir und die hat es sich nicht einfach gemacht. Die Forderungen der Frauenbewegung in die
68iger-Ecke zu stellen ist falsch. Auch wenn natürlich der kritische Input auch daraus entstand. Nicht
alles, was die 68iger getan haben war gut. Aber das ist eine andere Diskussion. Mir ist in diesem Forum
wichtig, daß die Diskussion nicht über die Köpfe der Frauen hinweg entschieden wird.
#19 Rosalinde 16:38:02 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Traumatherapie… überlässt man besser den weltlichen Profis. Niemand behauptet, daß eine Abteibung
nach einer Vergewaltigung weiterhülfe. Nur die Entscheidung sollte der Frau überlassen werden, ob der
Zellhaufen (ja, ich werde weiter darauf bestehen, Embryos als solche zu bezeichnen!) zu einem Kind heranwächst
oder nicht. Maria konnte bis zur Einflüsterung des hl. Geistes auch nicht wissen, daß sie schwanger
war- stellt Euch mal vor, was passiert wäre, wenn sie sich zwischendurch zu sehr angestrengt hätte und
dann hätte sie ihre Tage gekriegt? Lustigerweise hätte es dann natürlich auch keinen herodischen Kindermord
gegeben und letztendlich auch weder Inquisition noch Hexenverbrennung. Allerdings auch kein kreuz.net,
und das wäre doch schade, oder??
#23 Rosalinde 16:22:32 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Hallo Männer das Hexenweib persönlich ist wieder da und wundert sich, daß ihr so alleine das „Recht
auf Leben“ eines Zellhaufens verteidigt- seid ihr eigentlich Vegetarier, oder sogar vegan? Nicht? Bis
vor wenigen Jahrzehnten konnte der Großteil von Euch nicht wissen, ob und von wem eine Frau schwanger
war, ob sie ihre Tage hat oder rechtzeitig ein Abortivum schluckte. Das macht Euch ziemlich zu schaffen,
oder? Tja und dann- wieso melden sich die Frauen hier nicht zu Wort? Ach so, verstehe, ist ja auch Kirchenpolitik,
nix für katholische Frauen? Oder sind die mit der Aufzucht diverser Kinder beschäftigt- hm? Hure oder
Jungfrau, gell? Jungs, wenn das so weitergeht, kann man dem katholischen Patriarchat nur den würdevollen
Abgang wünschen.
#8 Rosalinde 01:01:15 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@michel Mir hat der Teufel bisher nicht ins Gehirn geschissen. Wenn ich die Vergewaltigung durchstehe,
dann den Vergewaltiger logischerweise hasse und auf keinen Fall das Kind bekommen will- weil es den gesamten
Hass abkriegen würde- ist es besser, wenn ich rechtzeitig etwas gegen das weitere Unglück tue. Dazu
braucht es keine Abtreibung, es reicht die Pille danach normalerweise. Wenn ich -aus welchen Gründen
auch immer- nicht in der Lage bin für ein Kind verantwortungsvoll zu sorgen, sollte ich die Entscheidung
selbst treffen dürfen, ob ich abtreibe oder nicht. Die moralische Integrität eine solche Entscheidung
zu treffen, sollte jeder erwachsenen und mündigen Frau schon zugestanden werden. Da lasse ich mir nicht
von Männern- schon garnicht solchen, die diese Probleme schon qua Berufung nicht haben- nicht reinreden.
#15 Rosalinde 00:49:30 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Nur fünf? Steht das irgendwo, oder kommt irgendwann ein Text? Das ist bei der Fülle an zu kritisierenden
Artikeln und LeserInnenmeinungen ein bisschen wenig. Könnte natürlich System sein. Die Schutzformel
„moralisch bedenklich“ dürfte wahrscheinlich auch zu einigen Löschungen führen (z.B. in der „Abtreibungsdebatte“).
#13 Rosalinde 00:29:18 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
HiHi kreuz.net fängt an mir zu gefallen, irgendwie hat es was von anschaulichem Geschichtsunterricht.
Wusste garnicht, daß den Protestanten die Abstinenz von der Messe zugeschrieben wurde und dachte eigentlich,
daß die Reinkarnation Jesus in Oblate und Wein (wobei das an sich was blasphemisches, wenn nicht kannibalisches
hat…) von den Protestanten nicht geglaubt wird, weshalb die ja auch nicht an der hl. Kommunion teilnehmen
dürfen.
#3 Rosalinde 00:17:08 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Holocaust=Abtreibung? Eine Abtreibung sollte man als bewusste und verantwortungsvolle Entscheidung einer
Frau/ eines Paares ansehen, die zumindest in den ersten Wochen lediglich ein paar Zellen betrifft. Dies
mit dem Holocaust, in dem bewusst lebende Menschen zu Millionen erst entmenschlicht und dann umgebracht
wurden, zu vergleichen, wird weder dem einen noch dem anderen Thema gerecht. Im Gegenteil, während das
ohnehin schuldbeladene Thema Abtreibung weiter unnötig aufgeblasen wird, wird gleichzeitig der Holocaust
trivialisiert.
#6 Rosalinde 00:03:27 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Abtreibung ist ein Thema, was unter Zölibaten ganz bestimmt in falschen Händen ist. Das überlasst mal
schön uns Frauen. Vor allem dann, wenn in zynischer Weise die Frucht einer Vergewaltigung über die berechtigten
Gefühle der Frau gestellt werden. Schon mal darüber nachgedacht, daß ein ungewolltes Kind ein mieses
Leben haben kann? Solange ich für ein Kind verantwortungsvoll sorgen soll, solange entscheide ich auch-
mit allen moralischen Implikationen- ob ich den Zellhaufen behalte oder möglichst frühzeitig abtreibe.
#72 Rosalinde 12:45:56 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Merkwürdig In dem Artikel oben ging es um eine Spende an die jüdische Gemeinde- was haben hier eigentlich
die Nachkriegsphantasien zu suchen? Zumal nicht der Morgenthau sondern der Marshallplan umgesetzt wurde.
Sonst hätte es die BRD samt Wirtschaftswunder und (wie in diesem Forum allzu deutlich leider nur mässiger)
Demokratisierung nicht gegeben. Vielen Dank für den Link, Herr Heger. Übrigens, wenn Sie über so umfassende
Quellen verfügen: wie kommt es dann, daß Sie offensichtlich immer noch die Tatsachen verdrehen müssen?
#59 Rosalinde 16:12:07 | Dienstag, 27. Dezember 2005
@ Christoph Heger Nun, freundlicherweise haben sie einige Äusserungen in Ihrem Text zusammengefasst:
Nach so viel Dauerbeschallung mit dem Thema (sie hing schon dem Töchterlein des verehrten Herrn Bundespräsidenten
Rau aus dem Hals) Mit Berufung auf eine vermeintliche Autorität (Tochter des Bundespräsidenten) wird
die Dauerbeschallung mit dem Thema Holocaust bemängelt. Das klingt sehr nach „Schlussstrich“ und dieser
ist angesichts der mangelnden Aufklärung nicht angebracht. Aufklärung meint hier, die Möglichkeit des
Begreifens der Ungeheuerlichkeit an sich herzustellen und zu erinnern. Eher ist das Verhältnis des talmudischen
Judentums zu den beiden Kirchen neuerdings etwas unterbelichtet…Der christliche antijudaismus- ist vernünftigerweise
der Reflex des jüdischen Antichristianismus Hier findet das statt, was in der sozialwissenschaftlichen
Diskussion schon länger mit dem Etikett „Schuldumkehr“ versehen wird. Die eigentlich Schuldigen an dem
Verhältnis zwischen Judentum und Christentum sind plötzlich die Juden selber. Ein beliebter Selbstschutz
für antisemitische Behauptungen. Infos z. Talmud gibt es z.B. hier de.wikipedia.org/wiki/Talmud Die Rolle
des Pius XII. während des II. WK ist durchaus umstritten- sind die Überlegungen, daß er in seiner Rolle
als Papst mehr hätte tun können, wirklich so gemein? Aus der Traumwelt, in der ich mich bewegte, bevor
ich auf Kreuz.net kam, bin ich erwacht
#53 Rosalinde 14:16:51 | Montag, 26. Dezember 2005
Frl. Ilse hat vollkommen recht. Angesichts der erschreckenden Äusserungen einiger Forumsmitglieder zeigt
sich die Notwendigkeit der Aufklärung über den Holocaust im allgemeinen, die Shoa im besonderen und
das Verhältnis beider Kirchen zu den Geschehen in Deutschland. Der christliche antijudaismus- der ja
hier auch zum Tragen kommt, bildet das äusserst stabile Fundament des politischen Antisemitismus in Deutschland.
Darüber nachzudenken ist kein äusserlicher „Zwang“ sondern, soll die Lehre der Nächstenliebe einen
Sinn haben, ein Gebot.