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auf dem teppich bleiben @Jean Den Agnostizismus-Ansatz, den sie gerade beschreiben, kann man auch in einfach
Worte fassen. Man muss keine philosophisch hochgestochenen Wörter benutzen, um sich abzugrenzen. Ich
wette 90% der Leser haben nicht verstanden, was sie sagen wollen…
Ein bisschen Aufklärung… @Tradi Natürlich gibt es das nicht, Sie haben vollkommen Recht. Welches Kind
vertraut sich denn unter einer solchen antiliberalen Erziehungskulisse seinen Eltern an? Ob Sie es wegignorieren
wollen oder nicht, solche Fälle treten empirisch auf. Wenn Sie vielleicht doch nicht so wissenschafts-
und bildungsresistent sind: Der italiensche Professor Claudio Capiluppi von der Universität Padua und
seine Kollegen fanden nicht nur heraus, dass Homosexualität zu einem gewissen Grad genetisch vorbedingt
ist, sondern auch dass diese genetische Veranlagung bei Männern über die mütterliche Linie weitervererbt
wird. Sie konnte sich während der Evolution deshalb durchsetzen, weil dieselben genetischen Faktoren
die Fruchtbarkeit der weiblichen Verwandten erhöhen. Darauf deuten die Ergebnisse italienischer Forscher
hin, die in der Verwandtschaft homo- und heterosexueller Männer die sexuelle Orientierung und die Anzahl
der Nachkommen untersucht haben (Quelle: Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biological
Sciences (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rspb.2004))
Ich musste ja schon schmunzeln bei der Lektüre @ Evelin Und was tun sie mit ihrem Kind, wenn es ihnen
mit 18 Jahren anvertraut, dass es homosexuell ist? Sagen Sie nicht, dafür erziehen Sie ihr Kind schon
richtig, dass das nicht vorkommt. Mit der Art und Weise wie Sie ihr Kind erziehen hat das nichts zu tun,
ich bin von ihren mütterlichen Fähigkeiten überzeugt. Nur kenne ich Dutzende Beispiele aus konservativen
und katholischen und konservativ-katholischen Familien, wo Söhne und Töchter homosexuell sind. Und in
folgendem Punkt versagt dann ihre katholische Erziehung: Über Jahre hinweg eingebläut, Homosexualität
sei widernatürlich, „Homos“ müssten in ihren Rechten beschränkt werden, stellt sich ihr Kind über
Jahre hinweg die Frage: „Hasst mich meine Mutter?“ Die Konsequenzen, die wir ich dann in der psychologischen
Beratung schon mehrfach behandeln musste, waren Depressionen, Selbstmordgedanken, Leistungsabfälle in
der Schule usw. Denken Sie also dran, wenn Ihr Kind solche Symptome zeigt, und welche Vorteile eine liberale
Erziehung haben kann!
Christliche Prinzipien II …Schön, dass der Artikel sich mit AIDS befasst. Es gibt nur keinerlei logischen
Zusammenhang zwischen dem rechtlichen Status von homosexuellen Lebenspartnerschaften undden Zahlen der
HIV-Neuinfektionen. Denn Paare -ob hetero- oder homosexuell- oder haben auch ohne Heirat Sex. Noch alberner
wird das ganze, wenn man sich die Aufklärungspraxis der katholischen Kirche in von AIDS-Infektionen stark
betroffenen Regionen Schwarzafrikas vor Augen führt. Um die krude Theorie des Verfassers mit einem Fakt
zu widerlegen: Weltweit sind dort die Infektionszahlen am höchsten (nämlich in Afrika), wo die Regierungen
am weitesten davon entfernt sind, homo- mit heterosexuellen Lebensgemeinschaften gleichzustellen!
zur „Geisteskrankheit“ Wissenschaftliche Studien, die publizierte Hypothesen untermauern sollen, sind
immer so gut wie die Organisationen, die mit ihnen argumentieren und sie deshalb in Auftrag geben. Sie
führen immer zu dem Ergebnis, was sich der Auftraggeber wünscht. Keine Angst, da gibt es in der empirischen
Sozialforschung rafinierte Hilfsmittel. Kommt das Institut zu einem unerwünschten Ergebnis, wechselt
man es eben. So verfahren politische Parteien, Regierungen und eben auch antiliberale Organisationen.
Ob es beispielsweise repräsentativ ist, dass Homosexuelle überdurchschnittlich an psychischen Störungen
leiden, ist fraglich. Man muss nur einen stärker betroffenen Personenkreis bzw. Stichprobenumfang wählen.
Mit dem Umfang und der Ausführlichkeit der Studie hat das nichts zu tun.
Christliche Prinzipien? Was hat das der Artikel denn mit Christentum zu tun? Der Autor oder die Autorin
entlarvt sich und den Katholizismus doch selbst, ohne dass er es merkt: Nämlich indem er gleich im ersten
Satz behauptet, dass die „Ehe“ etwas produzieren müsse um als solche bezeichnet werden zu können. Allgemein
hat der Verfasser von christlichen Werten nichts verstanden. Dafür wird zuviel beziffert und es wird
zuviel Leben unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegeneinander aufgerechnet. Wenn man dieser Denkweise
folgt… kann man dann einer Brustkrebsinfizierten genauso krebserregendes Verhalten und dem Diabetespatienten
zu hohen Zuckerkonusm vorhalten usw.? Und was ist mit den nicht homosexuellen AIDS-Infizierten, die seit
ihrer Geburt an der Krankheit leiden? Belasten die das Gesundheitssystem auch illegitim und würde man
sich nicht -wie der Verfasser des Artikel es tut- am liebsten wünschen, dass solche Patienten schnellstmöglich
das Zeitliche segnen? Das würde doch das BIP steigern oder nicht? Ich würde mich gerne mit dem Autor
per Mail darüber auseinandersetzen!