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Das Modell hat was für sich. Kann man noch um ein paar Details ergänzen: das der Staat die Krankenhäuser, Altenheime u. ä. Sozialeinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft zum größten Teil finanziert, sollte beibehalten werden. Pfarrer- und Bischofsgehälter, Kirchbaulasten und Kirchenausstattungen sollte aber schon die Kirche selber finanzieren.
Keine Angst, er kommt ja nicht. Deswegen kann man getrost weiter ungedeckte Schecks aufs Himmelreich vertickern,
ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass der ganze Schwindel irgendwann mal auffliegt.
Es sind sogar eine ganze Menge Leute von den Toten auferstanden: Pelops, Herakles, Asklepios oder Osiris
um nur ein paar bekannte zu nennen. Und nicht zuletzt die durch Jesus, Apollonius, Asklepios oder die
Apostel wieder auferweckten… Allesamt genauso glaubwürdig überliefert wie bei Jesus :-/
Lol- und was passiert, wenn die Piusse nicht einlenken (was zu erwarten ist)? Dann gibts am 15. Ein großen
Donnern und die Welt geht unter? Oder eher – gar nichts, außer das eine Handvoll katholische Hardcore-
Spinner sich nicht mehr „katholisch“ nennen darf… :-d
Es ist auch einer. Aber halt die logische Folge, wenn natürliche Triebe zur Sünde und unnatürliche
Triebunterdrückung zur Tugend erklärt wird. Das muss eine Herde von Heuchlern produzieren. Aber jetzt
wirklich Gute Nacht.
Diamant: den normalen Leuten ist es wohl egal. Aber für die drei Kirchen geht’s natürlich auch darum, wer den zu Sowjetzeiten enteigneten Besitz zurückbekommt.
Hui Freche Lügenmäuler werden gestopft – das hab’ ich doch schon mal wo gehört? Bist ein Fan vom kleinen, rheinländischen Doktor? Der war aber exkommuniziert
Grins, wenn man das so liest, wer Anspruch auf Rettung hat und wer nicht, wird einem schlagartig klar: das haben sich alles römische Staatsbeamte und Juristen ausgedacht. Also für alle Nichtchristen: Ball flachhalten, es gibt sicher auch eine postmortale Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Mufelius: der qualitative Unterschied besteht darin, dass der Glaube von gut bezahlten Beamten verkündet wird, die Dienstgebäude aus dem Staatssäckel unterhalten werden und die Vertreter des Glaubens in allen möglichen Gremien hocken, während der freiberufliche Scharlatan von nebenan seinen Lebensunterhalt mit dem Verticken von Horoskopen in Frauenzeitschriften und Duftlämpchen im Ramschladen fristen muss.
Schalom: hatte ich auch so verstanden, kein Problem. Scheint eine Eigenart der friedlicher, liebeserfüllter
Religionen zu sein, sich möglichst grausame jenseitige Welten auszudenken. Sehr bizarr. Naja, ist ja
nicht mein Schuß
Was Du so alles über IHN weißt… Manchmal, wenn einige der heilsgewissen Kommentatoren hier ihre Gerichtsdrohungungen
absondern, stell’ ich mir deren entgeistertes Gesicht vor, falls sie nach ihrem Tode rausfinden, das ihr
egozentrischer Wüstengott ein bissel grössenwahnsinnig war und sie dann auf einmal Baal gegenüberstehen.
Oder Minos, Rhadamanthys und Aiakos im Hades.
Ursprünglich war die Maastrichter Gegend auch mal ein Urwald. Und bevölkert von Leuten, die auf der
Lichtung Wotan hochleben liessen. So ändern sich die Zeiten…
Ja die Drohbotschaft… Weil der eigne Seelenfrieden es erfordert, dass ALLE diesen auf die gleiche Weise finden, haben viele Religionen auch den Volkssport entwickelt, Anhänger anderer Wege zu massakrieren.
Für diese geistlose Äußerung ist Herr Müller auch vor Gericht abgewatscht worden. Empfiehlt sich halt, Bücher über deren Inhalt man herziehen will erstmal in die Hand zu nehmen und reinzugucken
Wenn das Schule macht: Muslimische Kassiererinnen, die sich weigern Schweinefleisch abzurechnen; Ökopaxe in der Zulassungsstelle, die für Fahrzeuge mit zu großem Hubraum keine Kennzeichen mehr erteilen; Pastafarinas, die nur noch Nudelbestellungen entgegennehmen …
Eine Standesbeamtin, die sich weigert, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen, wird selbstverständlich
gemaßregelt. Maßstab für die Vornahme oder Nichtvornahme von Amtshandlung sind die geltenden Gesetze
und nicht die persönlichen Anschauungen der Amtsinhaberin. Btw. Rosa steht den Herren
Schade, Gallowglas, jetzt kommt der Redax eines ihrer wichtigsten Themen abhanden. Die brave Katholikin nimmt die Pille zur Krebsvorsorge, nimmt die kontrazeptive Nebenwirkung missbilligend zur Kenntnis und schon ist der Drops gelutscht.
Na, dass irgendwer für dieses Werk was bezahlt glaub’ ich eher weniger. Aber ausgeschlossen ist es nicht –
es gibt sehr bizarre Geschmäcker. Gute Nacht und viel Spass noch
Hallo Schalom, die Schreibkräfte der Redax sind gewiß in unaufreizende Grautöne gekleidet – alles aus selbstverwobener und -verstrickter Wolle. Mit einen schönen Dutt, der sich keusch unter einem Häubchen versteckt
Man kann sich natürlich auch ein Beispiel an kreuz.net nehmen und solche Themen mit monatelanger Verzögerung auf Tapet bringen, damit auch noch der wohlmeinendste Leser merkt, dass die Redaxe aus dem verschlafensten Mus-Topp Europas kommen
Na, dann wünsche ich den Steyler Bankern ein glücklicheres Händchen bei der Auswahl ihrer Investments als vor ein paar Jahren der kölner Pax-Bank, die ebenfalls mit ethischen Investments warb und dann ihre Anlagen in Waffenschmieden und Pillenproduzenten so eilig wie kleinlaut zurückfahren mussten. Nach öffenentlicher Kritik, versteht sich.
Grins, dann schalte mal die zweite Hirnzelle zu: rund 16.000 Schwarzkittel auf ca. 30 Millionen erwachsene Männer macht ein halbes Promille – oder eben 0,05 Prozent.
Tomas: „unter 1%“ ist eine ziemlich verheerende Quote, der Anteil der Priester an der männlichen erwachsenen Gesamtbevölkerung liegt nämlich nur bei 0,05%.
Reichlich bizarr, den Überlegenheitswahn bei den einen zu verurteilen und bei den andern gutzuheißen. Wo ist der Unterschied, ob die vermeintliche Zurückgebliebenheit an der Hautfarbe oder den religiösen Bräuchen festgemacht wird?
Vogel: vielleicht rührt diese Angst daher, dass das Warten auf den Freund, der die Gläubigen von allen Problemen erlöst, dem Warten auf Godot gleicht- und sie im Innersten wissen, dass er niemals kommt, weil er nur ein Wunschbild ist.
Ich sag ja: null Ahnung von Geschichte und Zusammenhängen. Ändere am besten Deinen Nick . Westpreußen
ist 1772 an Preußen gefallen, durch die erste polnische Teilung, worauf der Pommes-Fritz seinen Titel
von König „in“ Preußen zu König „von“ Preußen änderte. 1806/7 ging es wieder verloren und 1815 kam
es zurück. Nichts anderes hab ich geschrieben. Der Hass kommt daher, dass ein paar Idioten nicht kapieren,
dass der „den deutschen Osten“ mit dem irren Abenteuer WKII verspielt wurde und immer noch von der Wiedereroberung
träumen. Guten Abend, Amateur.
Brandenburgis: das Du weder geschriebenen Text verstehen, noch in historischen Zusammenhängen denken
kannst, weiß ich – dass brauchst Du nicht dreimal mit dem gleichen Unsinn unter Beweis stellen. Ich habe
nirgendwo geschrieben, Preußen hätte nach 1806 dort geherrscht (falls es Dir nicht bekannt sein sollte:
Napoleon und der Sachsenkönig waren keine Preußen ). Aber 1815 wollten sie die ehemals annektierten
Gebiete natürlich zurück und haben auch einen Teil zurückbekommen – eben Posen und Westpreußen. Polen
war 1772 mit Sicherheit mehr Staat als Dein Phantasie-Reich heute
Lach, stattdessen soll ich wohl auf Deine dürftigen Kenntnisse vertrauen? Das Preußen die Gebiete an das „Herzogtum Warschau“ abgetreten hat, ist bekannt – das war ein napoleonischer Marionettenstaat mit dem „König“ von Sachsen als Kasperl an der Spitze. Die völlig normalen Vertrage wurde den schwachen Polen aufgezwungen – so wie der Versailler Vertrag dem schwachen Deutschland. Vielleicht bekommst Du mal in Deine Birne rein, dass Dein „Reich“ nur noch in Deiner Phantasie existiert.
Die polnischen Teilungen waren Verträge unter Zwang und der Versailler Vertrag ebenfalls. Wenn das etwas
an der Gültigkeit ändern würde, dann in beiden Fällen. Ich wüsste nicht, dass nach 1806 ein polnischer
Staat wiedererstanden wäre- das Herzogtum Warschau war ein Witz unter Fremdherrschaft und später Kongresspolen
desgleichen. Es reicht nicht, den Köbler abzuschreiben, und alles als „unser“ zu deklarieren, wo mal
ein deutscher Fürst geherrscht hat
Brandenburgis: Westpreußen wurde 1919 verbindlich abgetreten – abgesehen von der Tatsache, dass es durch die polnischen Teilungen überhaupt erst widerrechtlich an Preußen gelangt ist.
Ach, Radio Maryja gibt’s noch? Bekannte aus Polen haben wir schon vor Jahren erzählt, dass den Sender außer ein paar Omis auf dem Lande kein Mensch hört.
Lach, scheint eine verbreitete Juristenkrankheit zu sein. Vielleicht ist das ansteckend und greift auf
Theologen über: „der päpstliche Primat beruht auf einer zu positivistischen Auslegung von Mt. 16,18
durch das Lehramt.“
Diamant, mein Prof hatte den Spitznamen „Bundesaufsichtsamt für das Bundesverfassungsgericht“. Seine
Musterlösungen enthielten auch schon mal die Formulierung „Hier aber irrt der BGH“.
Ein lustiger Zirkelschluß. War das nicht Augustinus, der sagte, er würde den Evangelien keinen Glauben schenken, wenn nicht die Autorität der Kirche es geböte? Die leitet ihre Autorität allerdings wiederum aus ihrer Interpretation der Evangelien ab. „ Ich hab recht, weil ich das sage…“
catholic: Natürlich gehören Märchen und Legenden zur realen Kultur. Sie transportieren selbstverständlich
auch Wertvorstellungen, Anschauungen, kulturelle Tabus oder Problemstellungen. Aber das Geschehen darin
gehört nicht zur realen Geschichte. Und deswegen kann man nicht mit Berufung auf eine solche Legende
bestimmte Verhaltensweisen für alle Zeiten als verbindlich oder verboten vorschreiben- schon gar nicht
ALLEN Menschen.
Naja, dürftig nun auch nicht. Aber eben nicht real. Deshalb muß es jetzt natürlich zu „ehrwürdigen und wahren, aber legendär verschlüsselten Geschehen“ uminterpretiert werden. Denn ohne Adam und Eva kein Sündenfall, keine Erbsünde, keine Erlösungsbedürftigkeit, keine Notwendigkeit von Sakramenten und damit auch keine für einen Sakramenteverwalter.
Ja, natürlich ist es bloß eine Legende. Allerdings ist diese Sichtweise in der Kirche ziemlich neuzeitlichen Ursprungs und hat sich auch noch nicht bis zum letzten Fundi rumgesprochen.
Es ist zwar verständlich, dass die Geschichte von Adam und Eva heutzutage als eine Art literarisches
Gleichnis gewertet wird, das symbolhaft zu verstehen ist – weil es sonst nicht zu retten ist. Das entspricht
aber nicht dem ursprünglichen Verständnis. Welters Lehrbuch der Weltgeschichte für Schulen (ich hab
die 49. Auflage v. 1907) schildert das ganze noch als reales Geschehen – und das ist klar widerlegt.
Pius: in zahlreichen Darstellungen der Verkündigungsszene gibt es den Strahl vom Himmel, der in Marias Ohr dringt und im Analogieverfahren Wort=Tat die Empfängnis darstellt. Soweit ich mich erinnere, geht die Vorstellung auf den Hobbytheologen Augustinus zurück, ich bin aber zu faul, das jetzt rauszusuchen. Gute Nacht zusammen
Blasphemisch könnte es nur sein, wenn sie eine Göttin wäre- was die Christen ja vehement bestreiten, auch wenn sie ihr sonst alle Attribute einer solchen beilegen.
Wenn die Menschen volljährig und zurechnungsfähig sind, kein Abhängigkeitsverhältnis besteht und Freieilligkeit herrscht, geht’s auch keinen was an, was sie im Bett so treiben.
Da bringst Du Dich ja um die schönsten Freuden des Himmelreiches. Welcher verdiente Kirchenlehrer war das nochmal, der meinte, der größte Fez im Himmel wäre, dass man der Folterung der Verdammten zusehen darf?
Was sagen denn die Theologen? Hätte sie denn überhaupt ablehnen können? Zum Beispiel mit dem Hinweis, dass es für eine verheiratete Frau doch unschicklich ist, ein Kind von einer fremden Taube zu bekommen?
Diamant, Hallo. Nun, ich hoffe halt immer, dass Beweise nicht nur vollmundig als vorhanden angekündigt, sondern auch mal vorgelegt werden. War aber klar, dass Brandi sich dann schleunigst in die Büsche schlägt.
Ich werde mir mal fix auf irgend einer Hindu-Seite ne Wiedergeburt sichern gehen – Brandenburgis’ Suche nach einen stichhaltigen Beweis scheint sich ja in die Länge zu ziehen. Und die Enthüllung will ich keinesfalls versäumen, nur weils mich in der Zwischzeit dahingerafft hat
Na bitte Brandenburgis, ich hab’s ja gewußt: wenn man sehen will, wird NICHTS geliefert. Immer nur Behauptungen,
dass es Beweise gäbe, aber gezeigt werden sie nie. Was beweisen denn die Heiligen, außer dass es früher
auch schon leichtgläubige Leute gab, die diese Märchen ernst genommen haben?
Brandenburgis: ich sehe mit Spannung dem ersten der Millionen Beweise entgegen. Und widerspruchsfrei?
Dein komisches Talent habe ich bisher offenbar unterschätzt.
Er ist ein Samnelsurium früherer Religionen, mythologischen Geschichten über seinen „Gründer“ und vielen
späteren Änderungen und Zusätzen. Schon Paulus hat statt die Lehre von Jesus weiterzugeben angefangen,
den Glauben an den Lehrer selbst zum Inhalt zu machen. Und spätere Generationen haben immer mehr dazu
phantasiert. Tomas: nun die ersten Christen waren zum Beispiel noch glühende Pazifisten, die Dienst im
römischen Heer ablehnten. Später sind sie sehr gern mit gesegneten Waffen in den Krieg gezogen.
Der heilige katholische Glaube ist ein Phantasiegebäude, dass seit 2000 Jahren immer wieder angepasst wurde- früher in winzig kleinen Trippelschrittchen, die im Lauf der Jahrhunderte kaum wahrnehmbar waren und seit dem Anbruch der Moderne halt etwas schneller, damit man den Anschluß an die Realität nicht komplett verliert ( was natürlich nicht funktioniert kann, da die Welt ja nicht wartet, bis die Katholiken ausphantasiert haben). Daran kann weder die Greisenversammlung in Rom, noch Euer langst verblichener Namensgeber was ändern.
Tomas: weder mit Herrn Ratzinger noch mit irgendjemandem sonst wird es eine Rückkehr zum Katholizismus der Vergangenheit geben – weil sonst die verbliebene Kundschaft auch noch wegläuft. Mit ein paar Dutzend Tradis läßt sich nunmal keine Weltreligion basteln.
Was glaubst Du denn, was der von Dir so sehnsüchtig herbeiphantasierte Muslimsturm mit einem verstockten Polytheisten wie Dir machen würde, wenn er denn käme?
Thomasius: das ist mir bekannt . Ist aber schon ein paar Tage her. Bei der überwiegenden Zahl der Menschen hat sich Weltbild und Kenntnisstand seitdem weiterentwickelt.
Ach Herr Ratzinger, früher konnte man an der Uni auch mal Astrologie studieren. Das macht aus Mumpitz
noch keine Wissenschaft. Und eine „Wissenschaft“, die sich gleich selbst kastriert und unangreifbare Dogmen
voraussetzt, ist eh ein Witz.
Hier auf dieser Seite entsteht nun mal der Eindruck, dass diese Personengruppen nahezu deckungsgleich sind. So intensiv wie die Beschäftigung mit dem Thema ist
Wirklich „enteignet“ wurde das wenigste. In erster Linie verlor die Kirche die Landeshoheit, wie die Reichstädte und diverse kleinere Fürsten auch. Der gesamte privatrechtliche Besitz blieb fast unangetastet erhalten. Nicht umsonst ist die Kirche noch heute der größte nichtstaatliche Grundbesitzer im Land. Der RDHS legte überdies ausdrücklich fest, dass Sakralbauten nicht profanisiert werden sollten – d.h. wenn sie enteignet wurden, hat sich der Staat bloß die Baulast aufgebürdet, während das tatsachliche Nutzungsrecht de facto bei der Kirche blieb.
Diamant- ich hab jetzt nicht danach GESUCHT, aber rein zufällig hab’ ich noch keinen getroffen. Vielleicht tarnen die sich ja als katholische Priester – genug übernommen hat der Verein ja von seinen Vorgängern
#20: das haben die alten Ägypter von ihrem Pantheon wahrscheinlich auch gedacht und trotzdem sieht man heute auf den Straßen erstaunlich wenig Isispriester.
Auch wenn’s Euch nicht in den Kram passt: wenn der Staat sich nicht zum Erfüllungsgehilfen einer anmaßenden, selbstgerechten Wunschdenken-Vereinigung macht, ist das noch keine Verfolgung. Und wenn sich die „Immer-recht“ an die für alle geltenden Gesetze zu halten haben auch nicht.
Ein Leben in einer irren Traumwelt, einsam und unbefriedigt – ich kann verstehen, dass Paulchen so grantig
ist. Aber wenn er sich nicht ändert, wird er das bleiben.
catholic: als Kunstform und Märchen lass’ ich es auch gelten – als Tatsachenbericht eben nicht. Es kommt ganz darauf an, als was es präsentiert wird, danach richtet sich die Textanalyse.
catholic: das ist das nächste Problem . Und das dritte ist, der Spieler, der über vollständige Information verfügte, hätte auch den weiteren Ablauf vorhersehen müssen. Dann unbeherrscht Erbsünden zu verteilen – naja.Die ganze Story ist in sich unlogisch – genau so, wie man es bei einer menschlichen Erfindung erwarten würde, bei einer offenbarten Wahrheit aber nicht.
Marienkind: das war aber nur ein Teil der Information. Und aus dem zweiten Teil, dem der Schlange, haben
sie sich dann ein Gesamtbild zusammengesetzt, das allerdings nicht korrekt war. Ein Irrtum. Und genau
da ist das Problem an der Sache: Welche Entscheidung die richtige ist, erfährt msn erst, wenn man die
falsche getroffen hat. Das war schon unfair. Echte Entscheidungsfreiheit hätte nur bestanden, bei vollständiger
Information.
Jolanda, das hab ich auch nicht gesagt. Aber er hat ihnen doch verboten, von dem Baum zu essen, der die Erkrnntnis erst brachte oder? Also wollte er eben keine Entscheidungsfreiheit.
Schamane: dafür gibt’s doch das Rechtsinstitut der Begierdetaufe. Wenn der Cro-Magnon-Mann von Jesus gewusst hätte, wär ihm sofort der Faustkeil aus der Hand gefallen und er wäre zur Taufe geeilt…
Wie ist denn die Anschrift Deines Therapeuten? Obwohl – wenn ich sehe, wie er bei Dir versagt hat. Schizophrenie,
Koprolalie, Wahnvorstellungen, krampfhafte unterdrückte Sexualveranlagung… Vergiss die Frage.
Elvenpath #93: das ist ja der Grund, warum sie die Wissenschaft als Ideologie verunglimpfen: weil es für ihr haltloses Wunschdenken keine Beweise gibt und alle Beweise die es gibt eindeutig gegen die Annhmen der Religion sprechen.
Vogel: eben zum Beispiel unregelmäßige Einnahme, bei Durchfall oder Brechanfällen. Oder bei Kondomen,
Malträtieren mit Fingernägeln, zu spät übergezogen, unachtsam abgezogen etc.
Also, wir haben fröhlich uminterpretierte Quantenphänomene, Abwehrreaktionen eines Sauerstoff-unterversorgten
Gehirns, sowie Wahnvorstellungen oder Betrug. Sehr eindrucksvoll.
Vogel: die Versagensquote von Verhütungsmitteln selbst ist ziemlich gering (Pearl-Index). Das reicht
als Erklärung wohl nicht aus. Die meisten Unbeabsichtigten Schwangerschaften – und damit auch Abtreibungen-
resultieren entweder aus Anwendungsfehlern oder – leider- Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit. Da hilft
halt wirklich nur Aufklärung und dreimal Aufklärung.
Die Drohung mit Gericht und Hölle warten wir mal in aller Seelenruhe ab- schade ist nur, dass Ihr nicht mehr mitbekommen werdet, dass Ihr auf ein paar Gruselstories reingefallen seid.
Goldengel- was ist denn eigentlich Dein Problem? Wenn Du „Hurerei“ ablehnst, zwingt Dich doch keiner dazu.
Du kannst brav die Hände in den Schoß legen – nein, lieber nicht in den Schoß, besser auf die Bettdecke
– und dem lieben Gott danken, dass er Dich so keusch geschaffen hat und gut ist.
Goldengel, erzähl es Deinem Frisör. Mein „Kampf“ gegen die Kirche ist eine Phantasie von Dir – ich wehre
mich nur gegen unberechtigte Ansprüche einer obskuren Märchengesellschaft, für alle Menschen Regeln
aufstellen zu dürfen.
Wer regt sich denn auf? Ich stell lediglich fest, das Schlampen und Hurerei ne fixe Idee von Dir sind, die Du immer auspackst, egal was eigentlich im Artikel steht.
Schon die wenigen Zitate Williamsons zeigen, dass er entweder auf mystischem Wege aus weiter Vergangenheit zu uns gekommen oder schlicht geistesgestört ist.
Ach, bist Du jetzt alle Texte von Klemmtucken-Paule durchgegangen, um festzustellen, dass er das nicht
geschrieben hat? Gib’s doch auf, Dein Nickzoo ist hinlänglich bekannt.
Die beiden verteidigen ja eben nicht die Wahrheit, sondern ihre Wunschvorstellungen. Und da die leider
nicht zur Realität passen, versuchen sie halt es wenigsten zu übertünchen, dass es nicht passt. Und
was Deine Fakten betrifft, empfehle ich den Besuch im Naturkundemuseum oder einer Bibliothek, die mehr
als Abteilungen für Theologie und Mythologie hat.
In der Praxis natürlich nicht mehr – da der Mann schon ein Weilchen tot ist, dürfte es ihm ziemlich egal sein, dass er bei den Katholiken nicht mitkommunizieren dürfte, wenn er’s nicht wäre
Sefirot: dummerweise gibt es mehr als eins – die sich in vielen Fällen widersprechen, aber trotzdem universelle Gültigkeit beanspruchen. Als Konfliktlösung bietet sich an, nur für wahr zu halten, was sicher erwiesen ist oder dem zumindestens die bekannten Fakten nicht widersprechen. Und da sieht’s für alle Religionen ziemlich dünne aus.
Lol, und Naturgesetze werden vom Herrn erlassen und im Himmelsgesetzblatt veröffentlicht, ja? Deine Stufenleiter
ist Blödsinn. Natürlich versuchen Jopi und Ratzi die Evolutionstheorie mit der Bibel zu vermischen –
weil sie ihre Bibel andernfalls im Antiquariat abgeben müssten.
Das ist kein Spezifikum der Sedis allein, sondern aller Religionen, der katholischen eingeschlossen. Was
macht denn der Papst anderes, wenn er neuzeitliche, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit Bezug
auf einen alten Schinken oder die „Tradition“ einfach vom Tisch fegt…
Allgemeine Betrachtungen zum „göttlichen Jesus“: Auch von ihm sind denkwürdige Kindheitsepisoden überliefert.
Verwandlung von Spielkameraden in Schweine oder verdorren lassen, Papa Joseph ärgern, indem ein von ihm
bearbeiteter Balken immer länger wird… Auch nicht gerade ein Verhalten,getragen von Nächstenliebe
Also wenn jemand Tipps hat, wie man mit Schatzzwergen Kontakt aufnimmt, wäre ich sehr dankbar. Im Erfolgsfalle wäre eine prozentuale Beteiligung möglich
Ja, Herr Ratzinger, die Liebe eines Urhebers mit einer gewissen Schwäche für Käfer . Jetzt muss ich
erstmal Yoga machen, um das Zwerchfell wieder zu entspannen.
Vineta, allein die Aussage, Kretschmann hätte „mit der Rückendeckung… Kirchlicher Ämter“ die Wahl gewonnen, zeigt schon, in was für einer wirren Traumwelt Du lebst.
Schalom: das sehen die Rabbis vermutlich auch so, ja. Die haben aber eine angenehme Seite, die Christentum und Islam abgeht – der Verzicht aufs Missionieren.
Nun ja, er glaubt irgendwie an eine freundliche höhere Macht, findet die katholische Theatralik ganz nett und mag Mozart in barocker Atmosphäre. Alles nichts schlimmes, hat aber mit dem traditionellen „immer-recht“-Selbstverständnis der katholischen Amtskirche recht wenig zu tun.
Kristall: oh zum Beispiel die Märchenerzählvereine, die trotz schwindenden Zuhörern immer noch bezahlt werden, als würden sie vor brechend vollen Bänken ihre Wundermoritaten zum Besten geben …
Ja, was will der Autor uns nun damit sagen? Das ihm die Grünen besser gefielen, als sie mit selbstgestricken Pullis im Bundestag saßen? Das er nicht mehr aus seinem Leben gemacht hat, als der Vergangenheit nachzutrauern? Das er unfähig zur Weiterentwicklung ist, weil er seine politischen Ansichten von vorgestern immer noch als aktuell vermarktet? Man weiß es nicht…
Lux: vielleicht solltest Du Dich mal mit Konzepten wie Karuna im Buddhismus oder der Zakat im Islam befassen. Weil Du es nicht kennst, heißt es nicht, dass es solche Einstellungen in anderen Religionen nicht gibt.
Melusine: gut möglich. Für eine Festlegung ist es natürlich noch zu früh, aber eine Menschenform mit derartig kleinem Hirn, die trotzdem schon schreiben kann- das ist eine Sensation.
Melusine: ja ich weiß. Die Gravitation ist auch bloß eine Theorie. Ich bitte aber, folgendes zu bedenken:
Wenn es keine Evolution und keine Entwicklung gibt – ist es dann für viele (nicht für alle) hier nicht
eine Welt ohne Hoffnung?
Jolanda: ganz einfach, ich unterhalte mich. Es ist hier wie im Naturkundemuseum – guck ma, ein Quastenflosser. Die gibt’s sogar noch in echt. Und ich dachte, die wären schon längst ausgestorben.
Brandenburgis: das macht nix, ich kann dafür eine Sammlung spinnerter Geschichten von der Realität unterscheiden.
Unbedarfte Jolanda: ich hab in atheistischen Blogs noch nie Sperren erlebt- weil sich da üblicherweise
nicht so ein unterirdisch geistloses Gesindel rumtreibt, wie hier.
Mmh, normalerweise würde ich Pigmentverlust im Verlauf der Evolution dafür verantwortlich machen – in Deinem speziellen Fall kann es aber auch sein, dass Du über die eignen Füße gestolpert und in ein Mehlfass gefallen bist.
Kristall, nach Eurer Erblehre bin ich auch Christ (katholisch, lutherisch und reformiert), Wotan-Gläubiger und vielleicht noch irgendwas. Alles dummes Zeug.
Brandenburgis: Neutestamentler? Mit Sicherheit nicht. Ich stell mich gewiss nicht auf eine Stufe mit Leuten, aus Märchen ewig gültige Wahrheiten herausinterpretieren wollen.
Pater Girod, studieren Sie mal das neue Testament. Da werden Sie schnell über zahlreiche enthaltene Verrücktheiten stolpern. Zum Beispiel die banalen Stellen, wo von der Überlegenheit des Mannes über die Frau die Rede ist
Ganz egal ist die Religion natürlich nicht- solche Kasper, wie die PBC würde ich selbstverständlich
niemals wählen. Aber wenn Obamas Vater Muslim war – dann ist das für ihn und seine Politik tatsächlich
egal. Sippenhaft ist Geschichte…
Jolanda: so einen Quatsch glauben nur Religionsanhänger. Man wird nicht als Moslem, Christ oder Jude geboren, sondern dazu erzogen. Und später kann man das immer noch ändern. Wenn es anders wäre, könnte die Kirche ihre Missionstätigkeit einstellen.
Lux: Erstens sind das keineswegs Alleinstellungsmerkmale des Christentums. Zweitens, wie Mufelius schon
schrieb, kann man solche Erkenntnisse auch aus der Vernunft begründen, ohne Zuflucht zu wilden Märchengeschichten.
Brandenburgis: wo kein Richter, da kein Urteil.
Hare-Krishna: ja, Neuschwabenland. So ein Reinfall. Irgendjemand hatte dem Führer erzählt, mit Kolonien im Süden liesse sich das Volk mit deutschen Apfelsinen beglücken
Oh, schon seit LeoXIII! Kurz nachdem die Arbeiterbewegung entstand und die Revolution drohte, entdeckte die Kirche die soziale Frage. Natürlich nur theoretisch, die maßgebliche Beteiligung an der Blutsaugerei ist schliesslich Teil der heiligen Tradition.
Lux: warum sollte diese Zügelung ausgerechnet einen christlichen Wertekanon und eine christliche Märchenfigur
notwendig machen? Zumal die Kirchen eher weniger durch Bescheidenheit auffallen – zumindestens was die
eigne Schatulle betrifft.
Das lässt sich doch sicher etwas konkretisieren, Herr Ratzinger: fallende Börsenkurse sind die Strafe Gottes für Sex ohne priesterlichen Erlaubnisschein und Fleischgenuss am Freitag. Oder so ähnlich.
Zufällig hat gerade diese Woche UNAID bekannt gegeben, dass die Zahl der Neuinfektionen auf den niedrigsten
Stand seit Jahren gefallen ist. Die Adelgunde sollte ihre Flyer mal aktualisieren Oder bekommst Du in
der Klappse nur Lesestoff, den die Zahnärzte aussondern, Paulchen? N8 zusammen
Hab ich nicht erwähnt. Ich wüsste auch nicht, was ich da soll. Wenn ein Pfarrer ein paar pikante Stories zur Abendunterhaltung wünscht, findet er sicher geeignete Lektüre in kircheneignen Verlagsanstalten.
Ich hab mal eine Deutung gelesen, es sollte eine Warnung an die Schäfchen sein, nicht in die Gemeindekasse
zu langen. Das ist aber auch nicht beruhigender: Normalerweise kommen Verbote und Sanktionsdrohungen dann
auf, wenn ein bestimmtes Fehlverhalten mit einer gewissen Regelmäßigkeit vorkommt.
Möglicherweise. Also Freispruch wg. Mangel an Beweisen. Wirft aber trotzdem kein gutes Licht auf seinen Charakter. Jesus hat schon recht gehabt: mir aus den Augen…
Ja, das ist schon eine erstaunliche Story, oder? Nachdem sich gleich 3 der 10 Gebote mit dem Schutz des
Privateigentums befassen, hätte man vom Herrn Stellvertreter schon ein bissel mehr Respekt für den Unterschied
zwischen „euer“ und „unser“ erwartet.
Hat die Kirche seit der Zeit, als Petrus (nach der Apostelgeschichte) Ananias und Saphira aus Geldgeilheit
tötet, überhaupt je einen andern Herrn als den Mammon gehabt? Also bitte, lasst ihnen doch ihren Sexheftel-Shop.
Bingo! Wieder einer, der den Unterschied zwischen deskriptiven Naturgesetzen und normativen menschengemachten
Gesetzen nicht kapiert hat. Allerdings: Wer davon ausgeht, Gott habe die Schwerkraft per Dekret eingeführt,
bekommt für dieses Missverständnis mildernde Umstände.
Ach guck an. Die andauernde Abwesenheit von Frauen führt also zu Homosexualität. Trifft das nicht auch
auf Mönchsklöster zu? Den Vatikan? Domkapitel? Wobei der Vergleich insofern hinkt, dass Männer sich
diese Örtlichkeiten ja freiwillig zum Aufenthalt wählen- die werden da nicht aus Bedürftigkeit schwul.
Aber vielleicht ziehten diese Männerclubs die rosa Jungs magisch an
Dieses ständige: „wenn Du dies nicht glaubst und jenes nicht tust, erwarten Dich fürchterliche Strafen“ hört sich wie die Steinzeitpädagogik inkompetenter Eltern an, die mit einem Kleinkind sprechen.
Tomas: nun, das behaupten zig Religionen und alle können diesen Anspruch auch „beweisen“: mit heiligen Schriften, persönlichen Glaubenserfahrungen, Offenbarungen und Erscheinungen. Und da alle mit den gleichen Beweisen um die Ecke kommen, die durch die Bank wiederum nur auf Glauben, Hörensagen u.ä. beruhen, hat letzten Endes keine einen Beweis, sondern nur eine Behauptung.
valen-tin: als optimistischer Mensch gehe ich mal davon aus, dass die wenigsten hier „wahre Katholiken“
sind – vorallem die nicht, die glauben es zu sein. Die Personen an die ich dachte, hätten mit einer muslimischen
oder buddhistischen Erziehung vermutlich einen sehr ähnlichen Charakter entwickelt. Ist mir aber eigentlich
egal, ob die gelebten Werte nun christlich, atheistisch, muslimisch oder sonstwie BEGRÜNDET werden –
Hauptsache sie werden gelebt und nicht bloß von anderen eingefordert. Catholic: schön, wenn es anders
war. Ich hab im Bekanntenkreis einen studierten Theologen (und Anhänger des alten Ritus), der konnte
die Unterschiede und aus seiner Sicht Verschlechterungen auch völlig ohne Polemik und wüste Beschimpfungen
der „Neuen“ darlegen. Man kann mit seiner Gesellschaft auch Glück haben
catholic: es kommt sehr auf die Art und Weise der Erziehung an. Ich kenne genug Leute, bei denen eine
religiöse (christliche) Erziehung zu einem vorbildlichen, mitmenschlichen Charakter beigetragen hat.
Und hier kann man dann gehäuft die Negativbeispiele begutachten… Übrigens hab ich auch ein paar Jahre
katholischen Religionsunterricht mitgemacht- ohne Zwang und völlig freiwillig, einfach aus Interesse.
Meine Eltern wären nie so brutal gewesen, mir im Kleinkindalter eine Religion einzutrichtern. Oder gar mir mit Höllenqualen das Konzept der Liebe und Barmherzigkeit zu erklären.
Rabe: ich habe mich auch nicht für die Notwendigkeit einer Religion oder das Erfinden von Göttern ausgesprochen.
Was für ein Gottesbild ich habe? Auf dem Fenstersims steht ein Amset. Er ziert eine Kanope, in der ich
kleinen Krimskrams aufbewahre.
Nein Rabe, damit will ich sagen, dass es auch außerhalb und vor der Kirche schon Leute mit vernünftigen
Ideen gab – so wie es auch innerhalb der Kirche Leute mit schwachsinnigen Ideen gab, auch wenn das für
Dich schwer zu fassen sein mag. Um in Deinem Bild zu bleiben: Scheiße fress ich gar nicht, auch nicht,
wenn sie mit einem Kreuzel garniert wird.
Nun, Ihrem Beitrag kann ich kein Mitleid mit dem dem Schüler oder dem Tier entnehmen – nur eine gehässige
Unterstellung in Richtung Bergers. Also erst der Balken, dann der Span!
Ein Glück für die Justiz, dass es bloß ein Nachhilfslehrer und kein Priester war. Sonst wäre er klammheimlich in irgendein Kaff versetzt worden oder im Kloster verschwunden, und der Staatsanwalt hätte in 20 Jahren davon erfahren, wenn die ganze Sache verjährt gewesen wäre oder der Mann bereits verschieden.
valen-tin: oh, danke. Vielleicht noch eine Ergänzung: wer falsches tut, sollte natürlich schon ein schlechtes
Gewissen haben – allerdings gegenüber dem falsch Behandelten und nicht gegenüber einem Fabelwesen. Auch
wenn es einfacher ist, Gott um Verzeihung zu bitten.
Der böse Sünder macht einfach, was er macht. Und der gute Sünder bildet sich ein, dass sein Tun falsch ist und bereut es – tut es aber trotzdem weiter. Zum Ausgleich versucht er dem bösen Sünder ein schlechtes Gewissen einzureden.
Nachdem die zivilrechtlichen Folgen der Eheschließung mittlerweile außerhalb des Kirchenrechts geregelt sind, ist es völlig bedeutungslos ob Scheidung oder Ungültigerklärung. Nur das die Kirche formal an ihrem Starrsinn festhalten kann.
Vor ein paar Jahren wollte doch eine lustige polnische Partei Jesus schon zum König von Polen ausrufen. Das wäre dann, nach Nordkorea und Iran, der dritte Staat mit einem toten Staatsoberhaupt gewesen. Schräge Idee.
Na, ich weiß nicht, wenn sich die Pfarrer über die Bettgewohnheiten ihrer Schäfchen verbreiten würden, bleiben die paar regelmäßigen Besucher wahrscheinlich auch zu Hause und schnackseln lieber ein bissel.
Wenn der Herr Meisner grade so schön am aufräumen ist, sollte er mal das ganze Portfolio durchstöbern – nicht das es ihm so ergeht, wie der PAX Bank, die mit ethischen Investments im Sinne der Katholiken warb und sich kurz darauf eiligst von Anlagen in Waffenschmieden und Pillenproduzenten trennen musste. Er kann ja auf die Erfahrungen seines Dompropstes zurückgreifen, der dort den Aufsichtsrat leitet.
In jeder größten Firma sitzen im mittleren Managment Opportunisten, die es verstehen, sich den gerade modernen Strömungen der Firmenphilosophie anzupassen. Da ist die Jesus AG keine Ausnahme.
Das Glück von Tabakkonzernen und Religionen ist, das ihre Produkte abhängig machen. Deswegen halten
die Sprüche und Bilder auch keinen Raucher ab, sondern im besten Falle Nichtraucher vorm „ersten Mal“.
Und brave Christen empören sich, dass Sekten die Jugend und Unerfahrenheit ausnutzen – finden aber nichts
dabei, schon Babies zu taufen und Kleinkinder mit ihren Mythen vollzupumpen.
Wie ein Kneipenwirt, der seinen Gästen sagt: Geht nicht ans Wasserhäuschen trinken, da wollen sie nur Euer Geld und Ihr werdet Alkoholiker. Nur hier ist trinken gut für Euch!
Tomas: und? Christus=Gott, Stellvertreter= Vizegott. Aber da er Deiner Auffassung nach nicht mal das ist
und die Kirche gar nicht die Kirche, kann auch keine Blasphemie vorliegen. Das Foto IST bereits zurückgezogen
worden – weil der Vatikan hörbar eingeschnappt ist.
Tomas, wie einfach zu widerlegen: erstens keine Blasphemie, denn der Papst ist nicht Gott, sondern bloss
Vizegott. Zweitens, „mit dem Islam traut sich das keiner“ – nun, der Herr zur Rechten ist doch Imam.
Schon seltsam, man hört nichts, dass der Imam, Obama oder die anderen „Schwerverletzten“ sich so echauffieren
würden. Die kommen wahrscheinlich nicht mal auf die Idee, das da eine homosexuelle Unterstellung drinstecken
könnte. So ein absurder Einfall kann auch nur aus dem Schwerstkatholikermilieu kommen. Ich glaub’ allerdings
das Herr Ratzinger von der ganzen Aufregung gar nichts mitbekommen hat. Eher die Überreaktion einer aufgescheuchten
Hofschranze.
Vogel: Titanic hat sich früher viel über H. Kohl lustig gemacht – der hat das immer einfach ignoriert,
nicht die geringste Reaktion. Die Sozis sind immer gleich zum Anwalt gerannt und haben Schadenersatz-
IND Unterlassungsklagen eingereicht. Letzten Endes haben die sich damit lächerlicher gemacht.
Vogel: ich glaube nicht, dass ich mich als Werbeträger eigne, aber wenn ich in der Öffentlichkeit stünde, nun ja… Lachen und aussitzen. In zwei Wochen ist eine Werbekampagne wieder vergessen.
Przybislaw: ich hab nicht behauptet, sie hätten den Verfall aufgehalten, sondern sie haben es VERSUCHT. Der Versuch ist gescheitert, aber etwas verlangsamt hat es den Prozess vielleicht. Die Tradis sind ein winzig kleiner Haufen – eventuell die Größenordnung, die die Kirche heute ohne Reformen hätte.
Mit V I hat die Kirche letztmals versucht, die gesellschaftliche Vorherrschaft zu behaupten. Wie wenig
ernst das schon damals genommen wurde, zeigt die Tatsache, dass Italien noch während des laufenden Konzils
den Kirchenstaat besetzen und die weltliche Herrschaft der Kirche beenden konnte. V II ist der Versuch,
den Zerfallsprozess zu stoppen, indem man sich vorsichtig an die mittlerweile geltenden gesellschaftlichen
Umstände anpasst. Der eigne Anspruch, im Besitz ewiger Wahrheiten zu sein (und nicht zuletzt dessen dogmatische
Untermauerung auf dem V I) setzt diesem Prozess nur enge Grenzen. Die Kirche kann sich nicht „komplett
neu erfinden“ und deshalb muss sie Kontinuität behaupten, wo keine ist. Das die Tradis den Bedeutungsverlust
dem Konzil in die Schuhe schieben ist ein Witz – Ihr nehmt doch nicht im Ernst an, die Kirche stünde
heute OHNE das Konzil besser da?
#53 Grüner Ritter † 22:13:57 | Donnerstag, 17. November 2011
Ich verstehe gar nicht, wie jemand auf die Idee kommen kann, die Deutschen hätten was mit den Nazis zu
tun. Sie waren doch nur die ersten Opfer! Plötzlich und unerwartet aus dem Nichts aufgetaucht, die Macht
an sich gerissen, einen Krieg vom Zäune gebrochen, ein Trümmerfeld mit Millionen Leichen angerichtet
und schwups waren sie wieder weg und keiner weiß wohin.
#78 Grüner Ritter † 20:10:31 | Donnerstag, 17. November 2011
Die armen Konzilsbischöfe hatten aber auch eine undankbare Aufgabe: alle selbstherrlichen, anmaßenden Ansprüche auf alleinige Deutungshoheit aufgeben, weil niemand sie mehr zu akzeptieren bereit war – und gleichzeitig verhindern, dass es wie ein Eingeständnis aussieht, jahrhundertelang dummes Zeug erzählt zu haben. Da mussten widersprüchliche Aussagen rauskommen.
Nun früher haben die Priester der Religion der Nächstenliebe Waffen gesegnet. Da ist doch ein Mietzekätzchen,
ein Moped oder eine Tucke eindeutig die bessere Alternative.
catholic: es ist wie überall in der Unterhaltungsbranche: wenn deftige Worte oder eine gehörige Zote in einem Programm als Ausdruck mit eingebaut werden, kann’s lustig sein. Wenn der Künstler bloß mutig mit Kraftausdrücken um sich wirft, ist es im besten Fall langweilig, im schlimmeren Fall peinlich, weil man spitzkriegt: das ist kein Stilmittel, der kann einfach nichts anderes.
catholic: das schon, doch auch viele derbe Bauernschwänke früherer Zeiten werden heute nicht mehr gespielt.
Ich kenne dieses Stück nicht, kann mir auf Grund der Schilderungen aber denken, was der Autor thematisieren
will. Ob dazu nun unbedingt echte Kothaufen auf der Bühne nötig sind… Manche Theaterschaffende suchen
halt wirklich nur die Provokation, um Aufmersamkeit zu erlangen. Das ist heute schwieriger als früher,
deshalb werden eben auch drastischere Mittel eingesetzt. Und mancher Stümper hat überhaupt nur eine
Chance wahrgenommen zu werden, wenn er auf die ganz große Pauke haut – wie man an dem Artikel sieht,
funktionierts . Aber ich finds eigentlich eher öde.
Die beiden fröhnen der Fleischeslust und der Papst schaut zu? Wow, bei Euch geht’s ja ab. Nach längerem Mitlesen hier, hatte ich mir Katholiken viel verkniffener vorgestellt…
catholic: Gut möglich, das Bild ist wohl von 1975. Es hat natürlich ein bissel gedauert nach dem Konzil, bis man die überraschende Nachricht von der verlassenen Hölle in den Osten schmuggeln konnte…
Manche Ehe hält nicht so lange- da scheint ja wirklich Segen drauf zu liegen, und das trotz Zölibat und Fehlen eines vorbildlich abgestempelten Dokuments.
Jetzt bin ich neugierig geworden: auf der Grundlage welcher christlichen Werte haben denn die alten Ägypter, Griechen, Römer, Chinesen oder Babylonier ihre bedeutenden Kulturen geschaffen?
Wohl wahr, wer lesen kann, braucht nicht zu glauben, wenn andere sagen: „es steht geschrieben…“. Für
heut’ hab ich genug gelacht, Drum sag’ ich Euch nun Gute Nacht
Ein kleines bissel Größenwahn muss schon sein, wa? Seid sicher: die nichtkatholischen 83% der Weltbevölkerung
interessieren sich nicht für einen Heller für die Kirchenkrise. Und selbst bei den Katholiken sieht
man eher selten von schlaflosen, durchweinten Nächten gerötete Augen.
Zu dem Harald-Schmidt-Zitat: ich habe umgekehrt eher den Eindruck, angesichts des Todes gibt’s keine Christen mehr. Ich habe jedenfalls auf Beerdigungen noch nie freudestrahlende Gesichter glücklicher Angehöriger gesehen, die dankbar waren, dass Opa es jetzt so viel besser hat. Und ich hab auch noch nie von einem Sterbenden gehört, der es kaum erwarten konnte, ins ewige Leben zu gelangen.
Atica: es gibt ja das nette Zitat von M. Twain: „Ich habe keine Angst vor dem Tode, ich war eine Ewigkeit
tot, bevor ich geboren wurde und es hat mir nicht die geringsten Unannehmlichkeiten bereitet.“ Ich geb’
aber zu, falls man den Moment bewusst mitbekommt und weiß, jetzt ist’s aus – das ist natürlich schon
unschön. Das kann man aber leider nicht wegphantasieren.
Monens, Du must jetzt mal ganz tapfer sein: Ob mit oder ohne imaginären Freund im Himmel – wir eilen alle dem ewigen Tod entgegen. Die einen akzeptieren es und versuchen ein vernünftiges Leben zu führen, und die andern quälen sich und am liebsten andere, um dem Freund eine Freude zu machen, auf das er ihnen den Tod ersparen möge. Tut er aber nicht.
Nun, Priester, die sich vor der „kirchlichen Gerichtsbarkeit“ verantworten müssen, kommen mit Versetzung davon – keine Geldstrafe, keine Verurteilung, nichts. Dagegen ist dieses Urteil schon fast streng zu nennen.
Urknall: vielleicht unser Paulchen? Der wohnt in der Gegend, ist schwul wie 10 Frisöre und scheint eine sehr persönlich motivierte Abneigung gegen Berger zu haben?
Lol Palmström, klar, wenn er Wert drauf legt. Es hat halt schon einen hohen symbolischen Stellenwert. Hab gerade bei der BBC gehört, das der irische Kardinal Brady seine „profound disappointment“ über die Entscheidung ausgedrückt hat. Obwohl die Schliessung der Botschaft ja nicht Abbruch der diplomatischen Beziehungen bedeutet. Man spart nur einen Extra-Grüßaugust ein.
Palmström: eben, sowas ändert sich im Schneckentempo. Das Auswärtige Amt verlangt immer noch Französischkenntnisse
als Grundvoraussetzung für den diplomatischen Dienst, obwohls international sehr an Bedeutung verloren
hat. Der Punkt ist einfach, wenn z.Bsp. Deutschland jetzt den Nuntius den Doyen-Status entzieht und künftig
der amtsälteste Botschafter diese Funktion wahrnimmt, würde das jeder Diplomat auch als inhaltliche
Aussage verstehen. Deshalb lässt man’s einfach wie es ist. Praktische Auswirkungen hat es ohnehin kaum,
außer das der Nuntius beim Neujahrsempfang dem Bundespräsidenten als erster die Hand schütteln darf.
Pamlström: klar, das ist halt historisch so gewachsen. Als es im 19. Jh. in Europa fünf Großmächte
gab, die untereinander die Rangfolge austarieren mussten, hat man sich halt geeinigt, den ersten Rang
jeweils dem Nuntius zuzugestehen und gut war. Dabei ist es geblieben, obwohl sich die Welt seitdem schon
ein bissel geändert hat. Langfristig wird sich das auch ändern. Eine deutsche Botschaft in Malta ist
genauso überflüssig, wie eine beim Vatikan. Aber Bayern hatte z.Bsp. auch bis 1918 je einen Botschafter
in Dresden und Stuttgart, der eigentlich nix zu tun hatte, außer einmal im Jahr dem König zum Geburtstag
zu gratulieren.
Die Horchrohr-Funktion haben alle Botschafter, das ist ja einer der Gründe, warum man überhaupt Botschafter
entsendet. Der Doyen ist nur eine Art Sprecher des diplomatischen Korps als Gesammtheit – reiner „Ehrenposten“.
In vielen Staaten macht das der am längsten vor Ort stationierte Vertreter.
Palmström: nun in muslimischen Staaten und auch früher im Ostblock ist bzw. war der Nuntius natürlich nicht automatisch Doyen. Sollte auch Deutschland mal überdenken, dass zu ändern.
Das stimmt, die Unterscheidung ist eher theoretischer Natur. An der Stellung des Nuntius als Doyen ändert
sich aber wahrscheinlich nichts- der wird ja nicht abgezogen. Nur Irland macht seine Botschaft dicht.
Die Stellung des „Heiligen Stuhls“ als eigenem Völkerrechtssubjekts ist ansich schon ein Anachronismus,
der abgeschafft gehört. Wäre aber auch nur theoretisch, weil dann der „Staat Vatikan“ immer noch übrig
bleibt – der müsste sich dann schon mit Italien wiedervereinigen.
Palmström: nein, der Vatikan beteiligt sich nicht an Bündnissen. Streng genommen, unterhält er auch keine diplomatischen Kontakte, das macht nur der „Heilige Stuhl“, der vertritt dann aber den Vatikan mit.
Es ist durchaus üblich, nicht in jedem Zwergstaat eine eigne Botschaft zu unterhalten, wenn der Umfang
der diplomatischen Kontakte das nicht erfordert. In Vaduz sitzt auch kein einziger. Vermutlich übernimmt
die Irische Botschaft für Italien die Aufgaben mit. Völlig unproblematisch. Allerdings zeigt es auch,
dass Irland den Kontakten zum Vatikan einen gehörigen Bedeutungsverlust beimisst.
Die letzten Kommentare bringen mich wieder mal auf die Frage, auf die ich bisher hier nie eine Antwort
bekommen habe: Was ist denn mit den wiedererwachten Toten später passiert? Haben sie die „allgemeine
Auferstehung“ schon vorweggenommen? Leben sie jetzt unter uns? Warum melden sich diese einzigartigen Zeugen
dann nicht? Oder sind sie erneut gestorben und müssen warten, wie alle anderen auch? Welchen Sinn hatte
dann die „Zwischenerweckung“?
Warum sollte man vor dem Nichts Angst haben? Aber Vorsicht Herr Ratzinger, wenn Sie das den Leuten sagen
und sie diese Angst tatsächlich verlieren, ist das schöne Geschäftsmodell, Schecks fürs Himmelreich
zu verkaufen, am Ende.
Vogel: Punkt für Dich, gut gekontert. Keine Angst, ich gehe schon davon aus, noch ein paar Jahrzehnte
am Leben zu bleiben. 106 wäre aber ein bissel viel- das muß gar nicht sein.
Kristall: lol, wenn das so ist, gehe ich als erster sprechender Toter in die Weltgeschichte ein. Hoffentlich werde ich dafür nicht heilig gesprochen, ich hab keine Lust in einem Schneewittchensarg zu liegen und von Fremden angeglotzt zu werden.
Es scheint, als wären die Piusler schwer von Begriff: Die Kirche kann nicht zugeben, dass sie heute was
anderes lehrt, als jahrhundertelang zuvor. Da sie behauptet, endgültige und ewige Wahrheiten zu besitzen,
müsste sie dann für früher oder für jetzt Irrtümer einräumen. Damit wäre der Anspruch hinfällig
(den nimmt zwar eh’ keiner ernst, aber selbst will sie das natürlich nicht eingestehen). Zu den alten
Aussagen kann sie aber nicht zurück, weil sie dann ganz schnell auf die Größe der Piusler schrumpfen
würde und selbstverständlich auch der Einfluß auf Staat und Gesellschaft im Eimer wäre.
Na, für einen allmächtigen Weltenschöpfer ist eine Auferstehung aus Asche doch ein Klacks. Das hat sogar Phönix hinbekommen, und das war bloß ein Piepmatz.
#60: Siehste, und welche Einschränkung geduldet wird, legt die Rechtsordnung selbst fest. Allerdings ist das eben eine Relativierung. Und es ist nicht möglich, selbst bestimmte Relativierungen zu dulden, anderen aber Relativierung als unzulässig vorzuwerfen – jedenfalls nicht, wenn man llogisch argumentieren will oder einem etwas an seiner Glaubwürdigkeit liegt.
Was nichts anderes heißt als: heute braucht’s keine Todesstrafe mehr (wir haben da in unserer Tradition
entdeckt, dass die Menschenrechte eigentlich von uns erfunden wurden), ABER früher, als wir noch Ketzer
jagen durften, war sie leider unumgänglich, alldieweils da noch nicht so schöne Knäste gab. Und die
wollen einem was von der Heiligkeit allen menschlichen Lebens erzählen…
Frau Petrus und die anderen Damen waren sicher hellauf begeistert, als ihre Männer sie mit der ganzen Wirtschaft sitzen ließen, um durch die Lande zu ziehen.
Ach, die Frau sitzenlassen und Bischof werden ist also verdienstvoll? Sehr viel Respekt vor dem Ehesakrament hatte der Herr Jesus ja nicht, aber da greift sicher wieder sowas, wie das paulinische Privileg, oder? Schließlich steht nix in der Schrift, dass Frau Petrus sich auch bekehrt hat .
Tomas: wenn, wie behauptet Gott der Herr über Leben und Tod ist und alles menschliche Leben heilig, gilt das auch für einen Serienkiller. Wenn es gerechtfertigt ist zwischen schuldig und unschuldig zu unterscheiden, ist es auch zulässig zwischen leidensfähig und nichtleidensfähig, zwischen geboren und ungeboren zu unterscheiden. Wenn Ihr selber relativiert, könnt Ihr es andern nicht vorwerfen. Und wenn Ihr den Relativismus aufgebt, müsst Ihr erklären, warum die Verwalterin der abgeschlossnen Offenbarung diese Erkenntnis nicht schon vor Jahrhunderten hatte. Schade, wa?
Monens, schreibs dem Papst, sicher wird er den aktuellen Katechismus dahingehend ändern, dass die Todesstrafe und Kriege zukünftig genauso rigoros verdammt werden, wie der Schwangerschaftsabbruch – statt eine halbe Seite lang rumzuschwafeln und es unter ganz besonderen und speziellen Bedingungen dann doch zu erlauben. Wer den Relativismus geißeln will, sollte erstmal das Relativieren einstellen.
Die Pascalsche Wette würde ich gar nicht als Argument bringen – Pascal hat bloß einen Witz gemacht.
Da man nicht beschließen kann, gläubig zu sein, liefe es darauf hinaus, so zu tun als ob. Welcher allwissende
Gott soll darauf den reinfallen? Vogel: das ist natürlich eine Möglichkeit, ich halte es aber für den
besseren Weg, zur Verfügung stehende Quellen zu nutzen, um dem Zweifel auf den Grund zu gehen.
Ach Herr Wirth, wenn man alles fortwirft, was an den überlieferten Schriften zweifelhaft und umstritten ist, was bleibt denn dann noch übrig? So gut wie nix.
Obermaier: die Uroffenbarung ist so ähnlich wie das „unbewusste Herbeisehnen der Bekehrung“ durch die amerikanischen Ureinwohner. Solch mystisches Gefasel ist natürlich viel plausibler als so rationalistische Erklärungsmodelle wie „Abgekupfert“ oder „Zwangstaufe“.
Vielleicht hat die Kirche ja Angst, mit Exorzismen die kläglichen noch vorhandenen Reste irrationalen Glaubens gleich mit auszutreiben. Wer macht sich schon gerne das eigne Geschäftsmodell kaputt.
Interessant, dass dem Kardinal als Gleichnis für Schwindel gleich der Ablasshandrl einfällt- lernfähig scheint der Mann zu sein. Noch ein bissel nachdenken, dann fällt ihm vielleicht auch noch der Unterschied zwischen dem Fegefeuerschwindel und dem schmelzende-Polkappenschwindel auf – die Nachweisbarkeit.
Kammerjäger: genau die. Vielleicht finde ich irgendwo noch ein paar andere Bilder. In die Landschaft passt das Bauwerk, aber das es eine Kapelle sein könnte, hätte ich nicht vermutet.
Nicht das ich heutzutage Barockbauten fordern würde, aber der Bau auf dem rechten Bild schaut schon ein bissel aus, wie ein Heuschober auf der Weide. Vielleicht ein ungünstiger Aufnahmewinkel.
Natürlich wäre es absurd anzunehmen, China investiert aus Menschenfreundlichkeit in Afrika. Aber vielleicht kommt für die Leute vor Ort ja doch mehr dabei raus, als bei der Entwicklungshilfe des Westens, die oft genug auf Konten irgendwelcher Diktatoren oder bei westlichen Rüstungsbetrieben landet, die eben diesen Diktatoren ihre Produkte andienen.
Na, das die Bischöfe den ganzen lukrativen Geschäftszweig stilllegen, ist genauso wahrscheinlich, wie der Verzicht auf die Kirchensteuer. Die Tugend der Armut gilt doch nur für die Schäfchen.
Goldengel: wenn der Papst bekehren wollte, was glaubst Du denn wer da überhaupt hinkommt? Der Sinn der Veranstaltung besteht wohl eher darin, dass die Vertreter unterschiedlicher Religionen gemeinsam für Frieden beten als Symbol für ihre jeweils eigenen Gläubigen – das man sich eben nicht die Schädel einschlagen soll, weil man unterschiedliche Gottesvorstellungen hat.
catholic: das ist schon richtig, dass man von was leben muss. Jemand, der schon Kondomgebrauch zum Sittenskandal erklärt, sollte nur nicht unbedingt vom Pornoverkauf leben.
Ach, wieso denn heute? Schon im 16. Jh. verdienten Päpste und Kardinäle jedesmal mit, wenn eine römische Prostituierte ihren Geschäften nachging. Alles in bester Tradition
Na, langsam wird klar, was Benny-Boy vor ein paar Wochen mit der Entweltlichung der Kirche meinte. Es ging wirklich nicht um die Kirchensteuer, sondern um Geschäfte mit Anregungsmedien und Balleteusen
Sicher nur ein Missverständnis, die haben aus Versehen „Kondom des Grauens“ ins Programm genommen, weil ihnen der Titel gefiel und es keiner angeguckt hat- und als die ersten wütenden Katholiken sich beschwerten, haben sie sich gesagt: einen Baum versteckt man am besten im Wald“ und das Angebot ausgedehnt.
Als ob das eine Überraschung wäre: die hehren moralische Grundsätze gelten doch nur für den niederen Pöbel und nicht für die Kirchenfürsten selber. Schon gar nicht, wenn’s ums Geschäft geht und Geld lockt – was ist daran denn neu?
Amethyst: bei mir werden die Kinder eben nicht absichtlich dumm gehalten und mit irrealen Wunschvorstellungen und Schauermärchen vollgestopft. Das Dir das nicht gefällt ist klar – ein Idiot möchte natürlich, das alle anderen auch Idioten sind.
Nun, eine institutionalisierte Sozialbewegung hat sich auch im katholischen Bereich erst sehr spät entwickelt –
zuvor war das auch privater Mildtätigkeit überlassen. In nahezu homogen christlichen Gesellschaften
waren das zwangsläufig Christen, die sich engagiert haben, wie es in muslimischen Ländern Muslime sind.
Die „ganze Welt“? Das war zu Jesus Zeit auch nur die damals bekannte, und nicht etwa Amerika oder Australien.
Das wurde später natürlich einbezogen, aber mir ist kein Jesusgebot bekannt, übers Meer zu segeln und
die damals den Juden und Römern unbekannten Gegenden zu missionieren (von denen der Sohn des Weltenschöpfers
ja eigentlich Kenntnis gehabt müsste). Prometheus hat übrigens auch „für die Menschen“ gelitten und
nicht etwa nur für die Griechen. Für ihn gilt aber das gleiche: die Menschen und die Welt bezieht sich
auf das, was dem griechischen Kulturkreis dazumals bekannt war.
Den Nachweis bleiben Sie leider schuldig. Das Christentum gibt’s deshalb weltweit, weil es sich zunächst
im römischen Reich optimal verbreiten konnte (u.a. wegen der reichsweiten Infrastruktur, ab 4. Jh. mit
massiver Förderung durch den Staat) und später, weil es während der europäischen Expansion überall
eingeschleppt wurde. Ein Beleg für Richtigkeit ist das nicht. Barmherzigkeit gibt’s auch in anderen Religionen,
man denke nur an die Almosenpflicht im Islam. Und der Aufschwung der christlichen Sozialpolitik kam erst
im 19. Jh so richtig in Gang – als die Revolution drohte. Der Calvinismus betrachtet weltlichen Wohlstand
gar als Beleg für die Prädestination – was im Umkehrschluß nur bedeuten kann, wer arm ist hat bei Gott
schlechte Karten, Schicksal, dumm gelaufen – sehr barmherzig.
Sign: nein, es sprengt nicht meine Vorstellungskraft, ich kenne selbst Beispiele. Sie schildern aber „Ihre
Zeit als Atheistin“, dass man unwillkürlich den Eindruck hat, Sie hätten da in einer hermetisch nach
außen abgeschlossenen Atheisten-Welt gelebt. Offensichtlich projezieren Sie Sektenvorstellungen auf Atheisten.
Das spricht gegen wirkliche Erfahrung. Sterbende und wiederauferstehende Gottheiten gibt’s wie Sand am
Meer – Herakles, Dionysos, Asklepios – um nur ein paar griechische zu nennen. Die griechischen Heroen
hatten auch verehrte Grabstätten, die gewiss ebenso authentisch waren, wie das Heilige Grab.
Sign: Sie müssen unterscheiden lernen, zwischen einen Aussagen kennen und Sie für wahr halten. Vermutlich
haben Sie in der Schule auch mal die griechischen Sagen gelesen oder irgendeinen Roman. Und, halten Sie
das alles für wahr? Übrigens glaube ich auch keine Sekunde, dass sie mal Atheistin waren. Bye.
catholic: eben. Und weil die Menschheit überall von den gleichen Problemen bedroht ist: Krankheit, Hunger,
Unwetter und schlußendlich Tod, entwickeln sich ähnliche Mythen – auch als Hoffnung auf Besserung. Deshalb
ist auch der Jesusmythos keineswegs so einmalig wie die Christen sich vorstellen. Sign: nun, das ist sehr
bedauerlich. Vielleicht haben Sie die falschen Atheisten kennengelernt. Selbstlosigkeit und Nächstenliebe
exklusiv für Christen zu reklamieren halte ich nun wieder für sehr vermessen. Zumal in unserer europäischen
Kultur zahllose Egoisten mit christlichem Hintergrund rumlaufen. Sie zentrale Botschaft des Christentums
ist die Erlösung von der Erbsünde uns das ewige Leben in der Gemeinschaft Gottes, oder nicht? Folge
der Sündhaftigkeit ist die Sterblichkeit, richtig? Genau darum geht’s: nach dem Tod geht’s noch weiter-
um nichts anderes. Übrigens stelle ich in Gesprächen mit bekennenden Christen immer wieder fest, dass
ich über die Inhalte ihres Glaubens wesentlich besser informiert bin, als diese selbst. Aber für heute
ist genug. Gute Nacht Sign und catholic.
catholic: Das Bild war nicht zur Unterhaltung gedacht, auch wenn’s schön ist. Erinnert es Dich nicht ein bisschen an die Versuchung Christi aus der Bibel? (Ok, der Maler war natürlich auch Christ und hatte entsprechende Vorstellungen im Kopf) Aber die Mythen weisen viele Parallelen auf.
Kristall: das mach ich dann aber auch nicht wegen der Bonuspunkte im Himmelreich. Amethyst: Wenn Du tatsächlich
an eine unsterbliche Seele glaubst, solltest Du Dir mal Gedanken über Deinen Schreibstil machen. Könnte
sein, das Dein sicher geglaubter Stuhl im Paradies ein bissel kippelt.
Sign: natürlich um ihrer selbst Willen, was denn sonst? Wenn ich einem Freund beim Umzug helfe, will
ich das er schneller mit der Arbeit fertig wird und mir nicht das Himmelreich verdienen. Ich finde es
eher armselig, solch eine Krämerseelenrechnung aufzumachen, ein Euro für den Bettler sind hundert Jahre
weniger im Fegefeuer oder dergleichen. Zählen? Bei wem denn? Bei dem, dem ich helfe oder bei dem verniedlichen
Buchhalter im Himmel? Und Hoffnung, wenn sie sich darauf bezieht, den Leuten weiszumachen, sie könnten
dem Tod davonlaufen ist das keine Hoffnung sondern Selbstbetrug. Es geht nicht – und es bleibt auch nichts.
Was soll daran so schlimm sein? Catholic: sieh Dir mal Soggis Bild „Herakles am Scheideweg an“
catholic: doch, aber bei mir kommt was anderes raus. Übrigens habe ich Herakles eben bewusst als Vergleich gewählt. Der war nämlich eine der Vorlagen für den Jesusmythos.
#25: gerade als Neutestamentler werden doch wohl die Sakramente in seiner Vorlesung eine Rolle gespielt haben. Da gibt’s doch schon gewisse Unterschiede zwischen den Konfessionen,nicht wahr?
Amethyst: mach Dir mal keine Sorgen um meine Kinder, die bekommen was viel besseres als Märchen und Schauergeschichten.
Übrigens, wenn Du schon in weiblicher Tarnung auftrittst, solltest Du auch eine etwas damenhaftere Ausdrucksweise
wählen – ich soll doch nicht merken, dass unter dem lila Kleidchen unser Paulchen steckt, oder?
Kristall: nein. Ich geb Dir einen Tip. Der Weinkelch ist als Symbol so mit ihm verbunden, dass man den Wein sogar als sein Blut bezeichnet. Soviel Promille würde jede Bischöfin umhauen… Hahaha
Franz: ja, nur das der Heilige Geist dort den Kosenamen „Hennessy“ hat. Gibts eigentlich schon Titelvorschläge
für den Thronfolger? Der „große Führer“ und der „geliebte Führer“ sind ja nun schon weg.
Redax: mein Beleid zum Ableben Eures bekanntesten Redaktionsmitglieds. Wenn Ihr Ersatz braucht: Kim Jong
Il wäre ne gute Wahl. Der ist ähnlich skurril wie der Verblichne.
catholic: sorry, aber gerade das Johannesevangelium würde ich jetzt nicht als Meilenstein in der Geschichte der Vernunft sehen. Der Autor wirkt schon sehr „inspiriert“
Catholic: gerade die katholische Kirche hat die Vernunft immer sehr hoch gehalten – aristotelische Tradition
und so. Um so erstaunlicher, wieviel unvernüftiger Humbug sich da im Laufe der Zeit so angesammelt hat.
Amethyst: Du glaubst gar nicht, wer schon so alles in meinem Herzen gewohnt hat – der Platz ist noch nie
lange leer geblieben Ein Fürst war aber noch nie dabei, nur lauter Prinzessinnen.
S&U #19: meinst Du, er hat seinen Pfarramtsanwärtern im Studium auch gesagt: „Ihr werdet bloß eine Laienspielschar sein und Eure „Sakramente“ sind für die Katz“?
Wie zu erwarten. Wenn man einmal klare Belege für das Lauthals propagierte Phantasiegebäude fordert,
kommt nur noch Dünnes. Schöne Grüße an Rotkäppchen
Nun, es steht Dir ja völlig frei, allen zu zeigen, dass ich ein Idiot bin, in dem Du beweist, dass es
den von Dir behaupteten Gott gibt… Viel Erfolg hahaha
Kristall hahaha. Das muß ich gar nicht. Wenn ich sage, ich habe einen 10 Zentner schweren Smaragden in
der Hosentasche ( der durch ein Mysterium so klein ist, das er da hineinpasst) dann ist es auch nicht
Dein Job zu beweisen, dass es den gar nicht gibt. Wer die Existenz von x behauptet, ist beweispflichtig –
nicht der, der sagt „das glaub ich nicht“ Du bist dran…
Sign: das ist reine Theorie. Ich kann genauso generalisieren: Ein Atheist wird sich bemühen ein freundlicher,
fairer Mensch zu sein, weil er weiß, dass es nur das eine Leben gibt. Und wir die Zeit nicht damit verschwenden
sollten, uns dieses einmalige Leben gegenseitig zur Hölle zu machen. Und mit den Gebetserhörungen, nun
wieviele wurden nicht erhört? Blanke Statistik. Wenn Millionen um Gesundheit beten, wird’s immer Abertausende
geben, die „erhört“ wurden. Genau so mit Wundern. Zunächst mal unaufgeklärten Schwindel abziehen. Und
der Rest? Im Moment nicht erklärbar, heust eben nicht, eine höhere Macht hat eingegriffen.
Doch, Sie können Ihre falsche Vorstellung aufgeben- Sie können aus der neuen Lage nur keine praktischen
Konsequenzen mehr ziehen . In Ihrem Beispiel: Der Glaube an die Treue der Frau ist sinnvoller, weil der
praktische Auswirkungen im realen Leben hat. Der Glaube, den eignen Tod überleben zu können, ist dagegen
völlig irrelevant.
Sign: das Problem an Religionen ist gerade die mangelnde Falsifizierbarkeit ihrer Behauptungen. Nichtexistenz lässt sich eben nicht beweisen. Aber das ist noch lange kein Beweis für Existenz. Und deswegen heißt es eben Glauben und nicht Wissen.
Ein Naturwissenschaftler, der ein Experiment durchführt „glaubt“ auch, dass auf Grund einer bekannten
Gesetzmäßigkeit ein bestimmtes Ergebnis herauskommen wird – weil es in vorherigen Experimenten auch
so war. Wenn nun ein anderes Ergebnis herauskommt, wird er zunächst prüfen, ob ein Fehler vorliegt und –
sollte das nicht der Fall sein- seinen „Glauben“ revidieren. Aber er wird sich nicht die Augen zuhalten
und schreien: „Nein, nein, das ist nur satanisches Blendwerk – mein Glaube sagt mir, das kann nicht sein!“
Genauso funktioniert auch der atheistische „Glaube“ – oder der Glaube an die Treue der Frau – beim Beweis
der Fehlerhaftigkeit, wird der „Glaube“ fallengelassen.
S&U: der Punkt ist, dass er nicht „schließlich zur (katholischen) Kirche fand“ sondern von dort kam und alle in dem Glauben lies, er wäre zur evangelischen gewechselt – das erste wäre als persönliche Entwicklung völlig ok gewesen, das andere spricht eher für „wes’ Brot ich ess’ , des’ Lied ich sing’ „. Und das macht in unglaubwürdig.
#9: nun, jeder hat natürlich das Recht sich weiterzuentwickeln, neue Einsichten zu gewinnen und alte
Ansichten zu revidieren – ohne Frage. Ein Professor, der jahrelang etwas lehrt und kurz vorm Ruhestand
verkündet, das er alle zum Narren gehalten hat und in Wirklichkeit einer ganz anderen Denkrichtung angehört,
hat in meinen Augen allerdings ein ziemliches Glaubwürdigkeitsproblem. Was er wohl seinen evangelischen
Studenten über die Notwendigkeit des Zölibats erzählt haben mag?
Ich habe in mal in einer Sendung gesehen, wo er sagte, das er überhaupt nie in die evangelische Kirche EINGETRETEN wäre. Er habe nur nie widersprochen, dass man das fälschlich annahm.
Klaus Berger? Hat der nicht jahrelang evanglische Theologie gelehrt und dann -praktischerweise nach der
Emeritierung – bekannt gemacht, dass er nie zum Protestantismus konvertiert ist? Ein eindrucksvoller Glaubenszeuge
Richtig, Mr. Grayling. Das war doch von vornherein klar, dass die atheistische Beteiligung nur als Staffage
vorgesehen ist, um die Weltoffenheit und Toleranz der Religionen zu zeigen. Nun sind wir aber mal gespannt,
ob Weltbild sich genauso schnell von seiner Beteiligung trennt, wie seinerzeit die Kirchenbanken von ihren
Geldanlagen in Rüstungsunternehmen und Kondom- und Pillenproduzenten. Das wurde sofort rausgeworfen –
nachdem es öffentlich bekannt wurde. Pecunia non olet
Tiamat: #61 Grundsätzlich hast Du damit zwar recht, aber aus deren Sicht ist es vermutlich viel besser,
wenn Anhänger irgendwelcher anderen Religionen oder Atheisten am Leid Christi teilnehmen. Schließlich
verleugnen diese pösen Purschen den wahren Glauben . Und weil die Anhänger eines anderen einzig wahren
Glaubens das genau so sehen, werden z. Bsp. Christen im Irak massakriert.
Warum braucht man eigentlich Gründe, um nicht in die Kirche zu gehen? Braucht man auch Gründe, warum man keine Drogen nimmt? Oder warum man nicht einfach einen Regentanz macht, statt den Garten mühselig zu gießen?
Ach Rosenkreuzerin, trink’ einfach noch einen Ouzo – bei Dir richtet es keinen Schaden mehr an und unseren
griechischen Freunden hilft es wieder auf die Beine. Und mit dem größten Gefreiten aller Zeiten habe
ich gar nichts zu schaffen, den überlasse ich gerne den kreuznattern. catholic: das Röschen – einsam,
deppert und primitiv, sie scheint sich um den Titel „Schicksal der Woche“ zu bemühen…
Rosenkreuzerin, nicht dass es unerwartet kam, aber Dein Wortschatz ist bereits am Ende? Du solltest meinen Vorschlag beherzigen und an Deinen Defiziten arbeiten – dann hast Du auch weniger Zeit, Dich im Internet zum Löffel zu machen.
Rosenkreuzerin: diesen Vorwurf hören Ostdeutsche wie Frau Merkel, die in diesem Staat gelebt haben, besonders gerne von Leuten, die sich vor Angst schon die Hosen vollgeschissen haben, wenn sie auf dem Transit nach Westberlin an der Grenze ein bissel gefilzt worden sind – man kann sich lebhaft vorstellen, was für heldenhafte Widerstandskämpfer das geworden wären, hätte sie die Gnade der Geburt in Leipzig und nicht in Leverkusen ereilt.
Rosenkreuzerin: Du brauchst Deine komplette Ahnungslosigkeit nicht weiter unter Beweis stellen – es ist
längst jeder Zweifel an Deiner Unzurechnungsfähigkeit beseitigt… Es ist völlig gleichgültig, was
da drin steht, Besinnungsaufsätze dieser Art hat damals jeder Student oder Schüler schreiben müssen –
das war einfach nur formalistischer Müll, den kein Mensch ernst genommen hat. Übrigens: Der Name „Merkel“
würde, da nicht russischstämmig, auch im Russischen nicht gebeugt, und Совхоз ist grammatisch
männlich. Ich schlage vor, dass Du zunächst Deine Defizite bezüglich Sachkenntnis und Umgangsformen
abbaust, bevor Du mich weiter anschreibst.
Rosenkreuzerin: Bei Marx ist das Absterben des Staates erst in der zweiten, kommunistischen Phase vorgesehen, weil eine klassenlose Gesellschaft kein Machtinstrument einer herrschenden Klasse haben kann. Das ist blanke Theorie. Das es im realexistietenden Sozialismus einen Staat gab, kann man wohl kaum abstreiten – genaugenommen gab’s davon sogar viel zu viel. Mach Dich lieber erstmal schlau, bevor Du mit ein paar aufgeschnappten Brocken Kenntnis vortäuschen willst.
Schamane: das ist gut möglich, bei vielen Artikeln hab’ ich den Eindruck, dass der Verfasser/ die Verfasserin mehr als ein Kaliber 07 intus hatte, als das Opus entstanden ist
Kann denn ein Christ auch besessen sein? Dann scheint der Exorzismus, den jede Taufe enthält, nicht so
wahnsinnig wirkungsvoll zu sein. Vielleicht sollte Ihr den Kasper rufen, so wie der mit dem bösen Krokodil
fertig wird, ist ein eingebildeter Dämon ein Klacks für ihn.
Heute in der Antiken-Sammlung des Pergamonmuseums ist mir wieder mal ganz deutlich bewusst geworden, warum
mir die Erfinder der griechischen und römischen Mythen soviel symphatischer sind als die der christlichen:
es ist ihre lebensbejahende, die natürliche Körperlichkeit positiv einschliessende Grundauffassung.
Dagegen wirken Paulus und Co. wie verbiesterte, missmutige Dauermuffel. Die hatten ein ganz gewaltiges
psychisches Problem. Viel Spass beim schuldig fühlen
Es ist doch ganz simpel: die ganzen Jesusgeschichtchen enthalten genau soviel Realität, wie die Mythen
von Zeus, Herakles oder Theseus und Andromeda. Das wissen die Gläubigen und das wissen auch die Herren
in Rom. Und deswegen haben sie ab den 60’er Jahren angefangen, alles abzuräumen, woran eh’ kein Mensch
mehr glaubt, bevor ihnen die liebe Kundschaft komplett davonläuft und sie sich einen richtigen Job suchen
müssen. Was genau verstehen die Piusler daran nicht?
Mighty: ja eben. Die Politiker haben das Rederecht mit Dee Rolle „ Staatsoberhaupt des Vatikans“ begründet.
Das ist natürlich Blödsinn gewesen- den Präsidenten von Nauru wird man auch kaum so Ehren. Natürlich
hat er als „Heiliger Stuhl“ gesprochen – und genau diese Rolle (und den daran hängenden völkerrechtlichen
Anspruch) hat er gleich in der Einleitung hervorgehoben. Es ist von evangelischer Seite fast, als ob sie
ihre Unabhängigkeit vom Papst erst selber ernstnehmen, wenn sie der Papst nun endlich bestätigt
Mighty: Was ich durchaus beeindruckend fand war, das der Papst gleich im ersten Satz, die Verlegenheitsbegründung
mit dem Staatsobehaupt abgeräumt hat. Dafür gebührt ihm Respekt, auch wenn seine Stellung als „persönliches
Völkerrechtssubjekt“ eigentlich ein unannehmbarer Anachronismus ist. Der Rest war unspektakulär und
zu erwarten. Ich verstehe allerdings die Evangelen nicht. Sie haben sich seinerzeit aus guten Gründen
vom Papst losgesagt, und jetzt betteln sie darum, dass er sagt: „ ja, Ihr seid auch Kirche.“ Entweder
erkenne ich seinen Primat nicht an, oder ich buhle um Annerkennung- beides zusammen geht nicht.
Mighty, aus meiner Sicht – wie erwartet. Immerhin beruhigt es mich als Staatsbürger, dass dieses Land offenbar keine anderen Sorgen hat, als wer mit wem Kekse essen darf. In meinem beruflichen Umfeld wirken manche der aktuellen Krise wegen ein wenig unentspannt. Aber jetzt weiß ich ja, fast alles ist in Butter, wenn nur diese grässliche Kirchenspaltung nicht wäre.
Lol, na da hat der Herr Holtinger aber fein vor sich hin interpretiert. Wer war noch mal dieser Kirchenlehrer,
der meinte, man müsse seine menschliche Natur unterdrücken,das wäre das höchste? Übrigens: Wenn unsere
gottlose Zeit nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann – ja nähern wir uns da nicht den paradiesischen
Zuständen vor dem Sündenfall an?
Dumbledor/Gallowglas: es gibt sicher eine ganze Reihe von Privilegien (vorallem die Sonderstellung im
öffentlichen Recht, Arbeitsrecht etc.), die abgeschafft gehören. Der Kirchensteuereinzug ist aber auch
nicht zu vernachlässigen, kein Karnickelzüchterverein kann seine Mitgliedsbeiträge von staatlichen
Behörden beitreiben lassen (mit entsprechenden Zwangsmitteln, wenn nötig).
Tja, diese scheußliche Konzilssekte mit ihren neumodischen Ideen… Aber was ist wohl wahrscheinlicher:
A) ungeachtet der schrecklichen Folgen für die Gläubigen und vorallem für sich selbst, erzählen die
Kirchenfürsten bewusst Unwahrheiten, weil sie vor grumeligen Nichtkatholiken mehr Schiß haben als vor
ewiger Verdammnis, B) die Vorturner wissen, dass die ollen Kamellen nur Schauermärchen sind und räumen
daher alles ab, was eh’ kein Mensch mehr glaubt, bevor ihnen auch noch die letzten Kunden weglaufen und
sie sich einen anständigen Job suchen müssen?
Grins, steht etwa nicht drin, dass die Konzilssekte reumütig in den Schoß der Piusbruderschaft zurückkehren möchte? Nein, wie zweideutig und unklar aber auch
Das war ja nicht anders zu erwarten, als das ein Verzicht auf Steuergeschenke und Subventionen „ gar nicht so gemeint war“. Wäre auch der erste Lobbyistenklüngel, der freiwillig verzichtet.
Herr v. Ossietzky: als Quotenkathole des Spiegel bekommt er wahrscheinlich nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr mediale Aufmersamkeit, als bei einem no-name-Kirchenblättchen
Na, da hat Herr Mattusek direkt mal recht. Schade nur, dass die Kanzlerin gerade verkündet hat, den seit
92 Jahren praktizierten, absichtlichen Verfassungsbruch fortsetzen zu wollen. Das die Abschaffung der
Kirchensubventionierung der Kirche nennenswerten Auftrieb verschaffen würde, ist allerdings unwahrscheinlich.
Mitteleuropa ist nicht Lateinamerika.
Nun Herr Ratzinger- klein, gemessen woran? Ein Allmächtiger Schöpfer des Universums, der sauer wird, wenn zwei Unverheiratete miteinander ins Bett gehen? Oder falsche Vorstellungen von ihm haben? Vielleicht wärs mal einen zu Herzen gehenden Gedanken wert, ob man sowas tatsächlich zu Sünden kosmischer Dimension aufblasen und mit ewigen Strafen drohen muß.
catholic: beim ersten Teil hast Du zweifellos recht. Beim zweiten denke ich nicht, die Lebens- Energie
kommt aus der Energieaufnahme und wird in Bewegung etc. umgewandelt. Mit dem Tod stoppt der Prozess. Das
ist alles. Aber eine Energie, die meinen Körper quasi „bewohnt“ und mit dem Tode auszieht, halte ich
für kein plausibles Modell.
Wenn es Euch ein Trost ist: Katholiken kommen auch nicht in den Himmel, sondern in ein feuchtes kaltes Erdloch, wie alle. Außer man bevorzugt andere Bestattungsformen
Aber Jolanda, so schwach in Glaubenslehre? Die Weihe hat den beiden doch ein unauslöschliches Mal eingebrannt – sie bleiben für immer Priester. Egal ob Exkommunikation, Partnerschaft oder was auch immer
Ach BüSo… Gibts den lustigen Haufen eigentlich noch? Das waren immer meine zweitliebsten Spinner, gleich nach den „Violetten“ mit ihren yogischen Fliegern.
Hab ich mir gar keine Gedanke drüber gemacht. Den wahren Geburtstag von Jesus kennt kein Mensch, der
ist bloß auf diesen Tag gelegt worden, weils da ein heidnisches Fest gab und die Leute weniger rumzicken,
wenn man ihnen altbekanntes vor die Nase setzt.
Es geht nicht. Die Vorstellung, diese gigantischen Kugeln würden wegen uns durchs All sausen ist absurd. Allerdings ist die gleiche menschliche Selbstüberschätzung auch Ursache zahlreicher religiöser Vorstellung – nicht zuletzt auch der katholischen Auffassung, eine himmlische Macht würde sich um menschliche Bettgewohnheiten scheren.
Vogel: das Tierkreiszeichen war in der klassischen Astrologie ein völlig nachrangiger Aspekt. Seine zentrale
Stellung ist die Erfindung eines englischen Zeitungsverlegers aus den 20er Jahren, der wohl zu Recht annahm,
dass seine Leserschaft kaum in der Lage sein würde, Aszendenten und Konstellationen zu berechnen, aber
wohl jeder seinen Geburtstag kennt. Das sagt eigentlich schon alles darüber aus, was an der Astrologie
dran ist.
Inglourius Basta: das liegt vermutlich auch an der schwindenden Macht organisierter Religion. Früher war es schlicht keine gute Idee, Glaubenszweifel oder Atheismus öffentlich zu äußern. Je ungefährlicher es ist, um so mehr Leute sagen „ Ich auch“ .
Schalom #50:und genau dafür gibt es keinen Beleg, sondern nur die Aussagen der Religionen. Ich halte
es für Wunschdenken – es ist für das menschliche Bewußtsein nun mal schwer zu akzeptieren, dass es
einen Zeitpunkt gibt, ab dem das eigene Ich nicht mehr existiert. Mir fällt dazu noch ein nettes Zitat
von W. Allen ein: „ Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur, wie weit ist sie von der
Innenstadt entfernt und wie lange hat sie geöffnet.“
#49 Grüner Ritter † 23:55:11 | Donnerstag, 22. September 2011
Schalom: ich war schon auf einigen Beerdigungen – auch von sehr gläubigen Leuten. Noch nie habe ich freudestrahlende
Gesichter glücklicher Angehöriger gesehen, die froh waren, das der geliebte Mann, Vater usw. es jetzt
so viel besser hat. Auch die Gläubigen rennen ja nicht blind durch die Welt – sie wissen letzten Endes,
dass sie sich selbst was vormachen.
#45 Grüner Ritter † 23:45:20 | Donnerstag, 22. September 2011
Natürlich gibt’s auch gläubige Wissenschaftler- schliesslich sind das auch Menschen mit der gleichen
Todesfurcht. Aber sie sind eine verschwindende Minderheit. Das einer seine Seelenvorstellungen als physikalisches
Phänomen zu beschreiben versucht, ist aber noch lange kein „Forschungsergebnis“ sondern blanke Spekulation.
#42 Grüner Ritter † 23:28:50 | Donnerstag, 22. September 2011
„Ich habe keine Angst vor dem Tod- ich war Jahrtausende tot, bevor ich geboren wurde und es hat mir nicht
die geringsten Unannehmlichkeiten bereitet.“ Mark Twain. Ziemlich hoher Preis: dies nicht essen, jenes
nicht trinken, Sex nur unter bestimmten Voraussetzungen und Umständen, Samstag kein Licht anschalten,
Sonntags langweilige Litaneien hören usw. usf. – alles für die Illusion, dass man den eigenen Tod überleben
könnte.
#33 Grüner Ritter † 21:52:11 | Donnerstag, 22. September 2011
Bene2: Du scheinst neu hier zu sein und auch Ratzis Rede nicht gehört zu haben. Sonst wüsstest Du, dass die katholische Kirche die Menschenrechte erfunden hat. Papst Pius VI. hat die Erklärung damals persönlich verfasst und nach Paris geschickt. Anschliessend hat er sie zum Schein verdammt, um den Verdacht von sich abzulenken.
#16 Grüner Ritter † 21:39:42 | Donnerstag, 22. September 2011
Schön, dass Herr Ratzinger gleich zu Anfang das Alibi-Argument vom „Staatsoberhaupt“ demoliert hat. Redaxe,
nein in Abschnitt 1 redet er von der Christanisierung .
#38 Grüner Ritter † 17:02:43 | Donnerstag, 22. September 2011
Mönchlein #34: ja, mir ist schon aufgefallen, dass Du keiner der hiesigen Fundis bist, die ganz genau
wissen, was Gott denkt, plant und tun wird . Ich verstehe jedenfalls nicht, warum Leuten in den genannten
Situationen die Anerkennung der Kirche so wichtig Ost. Wenn sie gläubig sind, sollten sie doch eher auf
die erwähnte Barmherzigkeit vertrauen, die wohl zwischen einer Scheidung wegen einer unerträglich gewordenen
Beziehung und leichtfertiger Flatterhaftigkeit unterscheiden können wird. Und wenn sie’s nicht sind,
ist die Meinung der Kirche eben auch nur die Meinung anderer Leute.
#32 Grüner Ritter † 16:18:42 | Donnerstag, 22. September 2011
Mönchlein, nur aus Deiner Sicht, weil Du der Kirche – im Gegensatz zu einem Freund- vermutlich das Recht
zubilligst, in solchen Fragen allgemeinverbindliche, moralische Regeln aufzustellen. Aber gerade dann
hat es keinen Zweck, auf Anerkennung entgegenstehenden Verhaltens zu hoffen, sondern nur sich einzugestehen,
dass man keine gemeinsame Basis hat.
#26 Grüner Ritter † 16:03:20 | Donnerstag, 22. September 2011
Mönchlein, wenn Dir ein Freund sagt: „Ach , du bist schwul und lebst jetzt mit einem Mann zusammen – in Zukunft wirst Du nicht mehr eingeladen!“, dann kann man den Freund auch vergessen.
#17 Grüner Ritter † 15:37:14 | Donnerstag, 22. September 2011
Ich frag mich nur, warum Geschiedene und Schwule so nach Anerkennung durch die Kirche geiern. Die wissen
doch, was für ein Laden das ist. Einfach sagen: Behaltet Euern Keks, ich behalte meine Kirchensteuern,
Tschüss.