Yersinia
Erstellt: 21:20:59 | Montag, 20. Dezember 2004
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650 Lesermeinungen
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Eine Verschwörungstheorie
#1   Yersinia   18:41:27 | Montag, 2. Mai 2005
also vom Muster her
kommen mir diese Klagen und Verschwörungstheorien sehr bekannt vor – wobei es bekanntlich Geheimbünde gibt, die sind so geheim, dass nicht einmal ihre Mitglieder wissen, dass sie da Mitglied sind
Redaktion benachrichtigen Der Diözesanrat bittet zum protestantischen Gottesdienst
#1   Yersinia   18:39:06 | Montag, 2. Mai 2005
wer ist die Katze?
die da aus dem Haus sein soll, damit die Mäuse Kirtag haben; und ein Mitgleid des Diözesanrates kann natürlich eine gewichtige Stimme sein – ist aber trotzdem nur eine Stimme.
Redaktion benachrichtigen Blick in die Eingeweide
#27   Yersinia   20:01:33 | Sonntag, 1. Mai 2005
@marcel: Hadrian VI. war Niederländer – ich zitiere
„ Ausgangspunkt der Überlegungen scheint mir die Geburtsstadt Adrians von Utrechts zu sein. Die Bischofsstadt Utrecht und die Frage, ob man diese Stadt als „deutsche Stadt“ oder als niederländische Stadt bezeichnen kann.
[…] In der historischen Literatur des 19. Jahrhunderts – ich nehme Constantin von Hoeflers Werk über Papst Adrian VI. aus dem Jahre 1880 – heißt es, Hadrian VI. sei der „letzte deutsche Papst“ gewesen. Es ist ein ganz weiter Deutschlandbegriff, der hier zur Anwendung kommt, im Sinne des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (unter dem im Übrigen auch Österreich zu subsumieren ist). Aber ohne diesen Begriff bleibt dies unverständlich. Problematischer wird die Begriffsgeschichte und Etikettierung, wenn Else Hocks in ihrer Biografie aus dem Jahre 1939 (!): „Der letzte deutsche Papst. Adrian VI. 1522-1523“ (Frankfurt am Main 1939), diesen deutschen Bezugspunkt im Sinne des nazistischen Zeitgeistes stark strapaziert, zugleich aber zeigt, dass Adrian im niederländischen Milieu aufgewachsen ist und an der Universität Löwen (Leuven, Louvain) studiert hat. Und zu diesem Milieu gehört auch das Reichsbistum Utrecht, das Karl V. in den Herrschaftsbereich seiner Niederlande erfolgreich eingliedert.
[…]Von o. Univ.-Prof. Dr. Alfred Kohler, Inst. f. Geschichte, Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät d. Univ. Wien
(DER STANDARD, Printausgabe, 22.4.2005)
Redaktion benachrichtigen „Wir stellen uns Christus wie einen wuscheligen großen Hund vor“
#8   Yersinia   18:39:43 | Montag, 25. April 2005
„Wir stellen uns Christus wie einen wuscheligen großen Hund vor“
wer tut das? – solch pauschalierende Zuschreibungen finde ich immer problematisch.
Redaktion benachrichtigen Blick in die Eingeweide
#4   Yersinia   18:33:27 | Montag, 25. April 2005
ich bin ja nicht neugierieg, aber
ein Link wär fein ;-))) ansonsten mal einLob an Kreuz.net – hier diskutieren erwachsene Menschen und es sind kontroverse Diskussionen möglich; über kath.net, dessen „Sperrpraktiken“ und der eigenartigen „Heimlichtuerei“ braucht man IMHO kein weiteres Wort zu verlieren.
Redaktion benachrichtigen Der Tag der Krönungsmesse
#4   Yersinia   20:17:13 | Sonntag, 24. April 2005
@sttn: in gewissem Sinne
wollen alle diese Gruppierungen Veränderungen – fraglich scheinen Inhalte und Richtungen – und die damit zusammenhängenden Interessen.
Redaktion benachrichtigen Der Tag der Krönungsmesse
#2   Yersinia   19:26:51 | Sonntag, 24. April 2005
@Paul: manchen passt das, anderen
halt nicht; kann es sein, dass du dich in dieser Kirche nicht mehr heimisch fühlst – und das auf jene projezierst, die du als „Abweichler“ und „Modernisten“ erkennst?
Redaktion benachrichtigen Sein erster Tag als Papst
#22   Yersinia   19:02:16 | Samstag, 23. April 2005
@lexus: also von mir her gehen wir
durchaus d’accord – vielleicht mit einem kleinen Verständigungsproblem; die Frage bleibt für mich offen: was tun?
Redaktion benachrichtigen Sein erster Tag als Papst
#18   Yersinia   20:30:44 | Freitag, 22. April 2005
@lexus: ich heiße diese Dinge nicht gut
aber es ist halt das, was Sache ist – und niemand kann KatholikInnen, die in wesentlichen Fragen nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmen, tatsächlich aus der Kirche weisen; das geht dort, wo die Kirche Macht hat, es zu tun, aber in vielen Bereichen hat sie keine Macht; ein Beispiel aus dem Reich der Sexualität: die vielen jungen Leute, die dem neuen Papst zujubelten, haben sehr wahrscheinlich Geschlechtsverkehr mit ihren FreundInnen und benutzen – hoffentlich – Verhütungsmittel; ich bin mir nicht sicher, ob selbst eine „donnernde“ Verkündigung der Lehre der katholischen Kirche durch sämtliche Bischöfe und Priester da viel bewirken könnte – oder was denkst du, dass da gemacht werden könnte?
Redaktion benachrichtigen Sein erster Tag als Papst
#14   Yersinia   19:09:17 | Donnerstag, 21. April 2005
und wenn Teile dieses „unbedeutenden Restes“
nicht „zurück nach Rom“ wollen? es ist doch offenkundig, dass bei bestimmten Themen wie der Sexualität, der Priesterweihe von Frauen oder dem Zölibat sehr tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kirchenvolkes anstehen; es gibt aber auch tiefe Konflikte um die Feier der Heiligen Messe oder die Rolle der Laien etc. etc. etwas allgemeiner betrachtet stehen diese Themen für eine sehr unterschiedliche Auffassung von „Kirche“ und von der Beziehung der Kirche zur modernen Welt;
Redaktion benachrichtigen Sein erster Tag als Papst
#11   Yersinia   19:48:11 | Mittwoch, 20. April 2005
@Bruno: ich meine diese Frage ernst
weil die offensichtlichen Brüche innerhalb der katholischen Kirche IMHO ein sehr ernstes Problem sind; und da ist die Frage nach Lösungsmöglichkeiten und danach, wie diese Lösungsmögichkeiten ausschauen könnten, sehr angebracht; vielleicht hätte ich das verdeutlichen sollen, weil meine Formulierung anscheinend doch mißverständlich war;
Redaktion benachrichtigen Was sein Bruder Georg meint
#2   Yersinia   20:47:20 | Dienstag, 19. April 2005
ich frage mich, wie Benedikt XVI.
die tiefen Brüche innerhalb der katholischen Kirche überbrücken will?
Redaktion benachrichtigen Der Papst, auf den der heilige Alphonsus gewartet hat
#4   Yersinia   17:56:09 | Montag, 18. April 2005
also ich finde es für katholische Menschen
nicht statthaft, irgendwelchen Weissagungen Glauben zu schenken;
Redaktion benachrichtigen Wieviele Pfarrer bleiben übrig?
#7   Yersinia   19:36:34 | Sonntag, 17. April 2005
pectator: also ich vertrau auf ein lebendiges
und echtes Glaubenszeugnis, ohne über die „Schlechtigkeit der Welt“ zu jammern; und ich vertrau auf Gott, dass er mein Glaubenszeugnis wirksam werden läßt – wer anderer könnte es sonst?
Redaktion benachrichtigen Dialog mit dem Islam
#6   Yersinia   19:30:00 | Sonntag, 17. April 2005
@spectator: oK, ich nehm’s zurück und sehe ein
dass das Liebesgebot nur für bzw gegenüber KatholikInnen gilt – und man in weiterer Folge über Angehöriger anderer Religionen oder Nichtglaubende schlecht schlecht darf; ist es recht so?
Redaktion benachrichtigen Dialog mit dem Islam
#3   Yersinia   20:01:49 | Donnerstag, 14. April 2005
tja, was meine ich mit „differenziert“?
vielleicht die Subversivität des Humors und der Provokation?
wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&ch…
oder dass es der Sache nicht dienlich ist, mit solchen „Beiträgen“ subtile Ängste zu bedienen und letztlich Dinge zu verdrehen, wo genaues und unterscheidendes – also differenziertes! – Hinschauen not-wendig ist? Differenziert im Sinne von: wo gibt es welche Ängste, aus welchen (möglichen) Gründen? wo gibt es Sachprobleme – wobei die „sozialen Dinge“ durch „Stimmungen“ bestimmt werden, „Stimmungsmache“ also sozial und konkret wirksam ist – und da wird es gefährlich und widerspricht auch dem grundsätzlichen Liebsgebot Christi.
Redaktion benachrichtigen Dialog mit dem Islam
#1   Yersinia   19:33:55 | Donnerstag, 14. April 2005
tja, Ängst schüren ist allemal unterhaltsamer
als die Dinge differenziert zu diskutieren
Redaktion benachrichtigen Starke Themen, schwache Päpste?
#1   Yersinia   12:42:59 | Donnerstag, 14. April 2005
anonyme Interviews
sind nichts wert; wer könnte belegen, dass das wirklich so gesagt wurde – und von wem? kritisches Hinterfragen ist immer ratsam.
Redaktion benachrichtigen Eine Eiligsprechung? + …
#3   Yersinia   23:56:08 | Dienstag, 12. April 2005
bei den Priestern?
oder bei DEN Priestern? natürlich gibt es nicht wenige Priester, die ein geglücktes zölibatäres Leben führen; ich kenne selber welche – aber, guter Freund, dass viele Priester ein „anderes“ Leben führen, ist eine – traurige oder einfach festzustellende – Tatsache; auch da kenne ich welche, eigentlich sogar den weitaus größeren Teil; nun kann man dazu moralisch stehen, wie man will; wesentlich erscheint mir, die Dinge offenzulegen und darüber einen öffentlichen Diskurs zu führen;
Redaktion benachrichtigen Wieviele Pfarrer bleiben übrig?
#5   Yersinia   23:46:38 | Dienstag, 12. April 2005
@Athanasius: wer entscheidet, ob der Glaube am Spiel steht?
doch wiederum keine andere Instanz als das eigene subjektive Gewissen – mit all seinen Irrtumsanfälligkeiten.
Redaktion benachrichtigen Im Iran halten westliche Werte Einzug…
#2   Yersinia   23:42:53 | Dienstag, 12. April 2005
@Athanasius: solch alte „Kreuzzugsweisheiten“
sind weder besonders hilfreich für die Verbreitung des Christentums noch für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Kulturen; und dass Muslime, Juden und Christen zu dem einen Gott beten, sollte heute schon im Allgemeinwissen angekommen sein. Aber zum Trost: auch im Islam gibt es Leute, die von sich überzeugt sind, ganz, ganz sicher recht zu haben – mangels eines irdischen Schiedsrichters wird dieses Match wohl erst am Ende der Zeiten entschieden werden; wenn man aber annimmt, dass Gott, der Allmächtige, die Welt so erschaffen hat, wie sie eben ist, wird er schon gewußt haben, warum es mehrere Religionen gibt – die kurioserweise eben fast alle davon überzeugt sind, das eigene Bekenntnis wäre das einzig wahre etc.
Redaktion benachrichtigen Die Münzen der Sedisvakanz
#1   Yersinia   18:21:07 | Dienstag, 12. April 2005
weils thematisch in gewisser Weise passt:
www.orf.at/…411-85745/index.html
Redaktion benachrichtigen Eine Eiligsprechung? + …
#1   Yersinia   18:19:04 | Dienstag, 12. April 2005
„Keine Konkubinierenden als Religionslehrer“
nun ja, dann sollte man als erstes bei den Priestern beginnen …
Redaktion benachrichtigen Wieviele Pfarrer bleiben übrig?
#3   Yersinia   18:16:25 | Dienstag, 12. April 2005
welche Autorität hat ein Priester
als jene, die aus seinem Glaubenszeugnis entspringt? Ich meine, wenn dieses Zeugnis „glaub-würdig“ ist, ergibt sich die Autorität von allein – abeits der Abhängigkeit von Macht- und Organisationsstrukturen?
Redaktion benachrichtigen Der österreichische Graf als vatikanischer Kronprinz
#5   Yersinia   23:54:32 | Sonntag, 10. April 2005
weils zum Thema Papstwahl passt:
www.orf.at/…410-85709/index.html
Redaktion benachrichtigen Der österreichische Graf als vatikanischer Kronprinz
#3   Yersinia   23:40:32 | Sonntag, 10. April 2005
schlimmer noch!
Er hat den „Katechismus der Katholischen Kirche“ redigiert!
Redaktion benachrichtigen Vergebliche Liebesmühe
#13   Yersinia   12:35:43 | Sonntag, 10. April 2005
interessante „Zuschreibungen“
ohne „Umsetzung“ des Glaubens in der Welt hätte dieser Glaube wohl wenig Sinn; das Hat Nichts mit „Änderungen“ oder „Anpassungen an den Zeitgeist“ zu tun, sondern meint schlicht, wie Verkündigung möglich sein kann; – nochmals zu diesen „Zuschreibungen“: habe ich das wirklich gesagt?
Redaktion benachrichtigen Vergebliche Liebesmühe
#9   Yersinia   09:14:50 | Sonntag, 10. April 2005
ob ganz Rom damals so „verkommen“ war
sei dahin gestellt – woher wollte man das über alle damals – zu welcher Zeit? – Lebenden wissen?
Ob unsere heutige Zeit so „verkommen“ ist, sei ebenfalls dahingestellt – es ist genauso eine pauschale Aussage, die in Wirklichkeit nichts belegt, mit der nichts wirklich anzufangen ist – außer dass sie ein Stimmungsbild über den Aussagenden abgibt. – nicht zuletzt: selbstverständlich greift das Wort Gottes auch heute; die Frage stellt sich aber immer wieder neu, wie wir Zeugnis geben können von unserer „größeren Hoffnung“?
Redaktion benachrichtigen Vergebliche Liebesmühe
#7   Yersinia   07:48:49 | Sonntag, 10. April 2005
@spectator: ich habe nirgends eine Veränderung/Anpassung der kirchlichen Lehre gefordert!
Ich habe eine Teilaussage über die heutige Rezeption kirchlicher Lehraussagen in der modernen Gesellschaft gemach – nicht mehr; ein Punkt ist, wie sich die moderne Nachkriegsgesellschaft entwickelt hat – und bitte, da sind soziologische und sozialpsychologische Erkenntnisse sicher hilfreich – welche Schlüße gezogen, welche Aktionen von welchen Interessensgruppen gesetzt werden, steht auf einem anderen Blatt. Gib mir keine Schelte, dass sich unsere westeuropäische Gesellschaft zu einer freiheitlich liberalen mit demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen entwicklet hat; marktwirtschaftlich geprägt, mit allen Vor- und Nachteilen und Widersprüchen (Kommerzialisierung auch der Sexualität) Und letztlich haben wir heute eine Gesellschaft mit vielen verschiedenen Weltbildern und Lebensauffassungen – das ist ein Faktum, in dem wir uns bewegen; wenn nun ein Kardinal ganz bestimmt und lautstark sagte, „was Sache ist“ – was würde er in dieser Gesellschaft wohl bewirken? – eine erneute Diskussion – vielleicht; kaum mehr. Dass eine moderne Gesellschaft nicht linear gut oder schlecht ist, sondern vielfältig, widersprüchlich und komplex, ist ja gerade der Grund, warum einfache „Rezepte“ oder Analysen nicht mehr so recht greifen; aber: es ist faszinierend, wie sinnlich greifbare Glaubensereignisse wirken und ankommen – und hier, im ganz einfachen, erfahrbaren Glaubenszeugnis, liegt wohl die Chance der Glaubensgemeinschaften.
Redaktion benachrichtigen Vergebliche Liebesmühe
#4   Yersinia   19:42:45 | Samstag, 9. April 2005
@spectator: danke für die Beschimpfungen, aber ich meine
etwas völlig anderes gesagt zu haben, als du da herausliest bzw in deine Vorstellung von mir hineinlegst.
Redaktion benachrichtigen Die 10 Forderungen des Kardinals + …
#13   Yersinia   18:40:26 | Samstag, 9. April 2005
@spectator: interessant, deine Projektionen über meinen Glauben
aber meine Glaubenshaltungen muß ich schon selbst verantworten;
in der Art, wie über Kleriker und TheologInnen auch seitens „konservativer Gläubiger“ gelegentlich drübergezogen wird, kann man oft von Ungehorsam bzw interessebezogener „Beliebigkeit“ sprechen – und das erhöht ganz eindeutig die innerkirchliche Diffusion.
Redaktion benachrichtigen Vergebliche Liebesmühe
#2   Yersinia   18:32:16 | Samstag, 9. April 2005
glaubt wirklich jemand,
dass sich die Masse der KatholikInnen von kirchlichen Äußerungen zur Sexualität leiten ließe? Und dass das so ist, hat mit der Entwicklung der modernen Gesellschaft, mit der wesentlich höheren Bildung und Selbstständigkeit der heutigen Menschen zu tun; aber wohl nichts mit irgendwelchen „abweichenden“ Erklärungen – damit versuchten die Verantwortlichen wohl eher, nicht ganz den Anschluß zu verlieren. Umgekehrt: wer sich an lehramtliche Vorgaben halten will, tut dies entweder aus freier (Glaubens-)Entscheidung oder aus einer „Bindung an das Über-Ich“; je nachdem hat diese Entscheidung dann ihre je eigene Qualität. Nicht zuletzt sollte bedacht werden, dass kirchliche Vorgaben zur Sexualität auch in früheren Zeiten eher nicht beachtet wurden – es gab halt mehr Scham, Peinlichkeit und Unterdrückung – mit ein Grund, warum sich viele Menschen „frei machten“ von kirchlichen Lehrsätzen zur Sexualmoral.
Redaktion benachrichtigen Die 10 Forderungen des Kardinals + …
#2   Yersinia   10:36:34 | Samstag, 9. April 2005
was den einen nicht passt
ist den anderen durchaus recht – und viele stehen mit ihren Auffassungen und Interessen dazwischen; in einer Welt, in der sich viele zu Wort melden und wahrgenommen werden können, ist es nur natürlich, dass unterschiedliche Auffassungen sichtbar werden – dass die einen aber die anderen verdammen, statt ihnen genauso rechtmäßige Bemühungen in der Verkündigung des Glaubens zuzugestehen, erhöht nur nocheinmal die Vielfalt und Differenz in Gesellschaft und Kirche – insofern sind soche Wortmeldungen und autoritären Wünsche nach „hartem Durchgreifen“ und deutlich „sagen, was Sache ist“ schlicht lächerlich.
Redaktion benachrichtigen Zum Tod von Papst Johannes Paul II.
#1   Yersinia   23:15:18 | Montag, 4. April 2005
„Die Arbeit ist für den Menschen da
und nicht der Mensch für die Arbeit!“; wenn ein Politiker schon über Papst Johannes Paul II. Werbung für sich macht, gehört auch der Einsatz dieses Papstes für eine gerechte Verteilung der Güter der Welt erwähnt – immerhin tötet wirtschaftliches Unrecht täglich tausende Menschen direkt oder indirekt durch schlechte Arbeitsbedingungen, durch Hunger, Krankheit; durch soziale Destruktion im Gefolge mangelnder Bildung und fehlender Arbeitsmarktchancen; erwähnt sei die Enzyklika „Solicitudo Rei Socialis“, in der die Problematik der „Strukturen der Sünde“ (36) definitiv angesprochen wird.
Redaktion benachrichtigen Vergiftetes Klima
#7   Yersinia   23:28:36 | Donnerstag, 31. März 2005
@toby: ja, da hast du sicher recht
obwohl die Kirche auf geänderte Strukturen „im außen“ auch mit inneren Strukturänderungen reagieren muß – meines Wissens gibt es Pfarrverbünde ja auch in anderen Diözesen, an denenkönnte man sich ein Beispiel nehmen; ganz abgesehen davon kann es eine interessante Möglichkeit sein, dass diese Seelsorgezentren auch Orte neuer geistlicher Kraft werden;
@konrad: meinst du nicht, dass du in deinen Aussagen etwas zu weit gehst? wenn du schon so vom Teufel daherfabulierst: der Böse kann einem auch ein Brett vor den Kopf plazieren, sodaß man ihn gleich überall sieht – und zu keiner „Unterscheidung der Geister“ mehr fähig ist;
Redaktion benachrichtigen Rettung in der Sterbestunde?
#6   Yersinia   22:49:34 | Donnerstag, 31. März 2005
@spectator: einen „Hochwürden“ würd ich dir
ja abnehmen – aber „Kaiser von Japan“ ist eindeutig zu hoch gegriffen; und was ist nochmal die Selbstdefinition von kreuz.net? für den Rest deiner Fragen verweise ich gerne auf die gängigen Qualitätszeitungen;
Redaktion benachrichtigen Rettung in der Sterbestunde?
#3   Yersinia   18:33:49 | Donnerstag, 31. März 2005
in jeder besseren Tageszeitung
findest du genügend Informationen über die Situation von WachkomapatientInnen in den USA, über die Rolle von Politik und Medien in diesem Fall – und nicht zuletzt: abgelenkt wird durch die mediale Ausbreitung eines Einzelschicksals von all den Menschen, die tagtäglich direkt oder indirekt durch „westliche“ Politik und Wirtschaft zugrunde gehen – Berichte über die ganz normale Furie des Kapitalmarktes sind in konservativen Medien wie „kreuz.net“ von mir noch nie gesichtet worden;
Redaktion benachrichtigen Vergiftetes Klima
#4   Yersinia   18:25:41 | Donnerstag, 31. März 2005
„die gesamte Tradition der Kirche“
nun ja, ein Blick in die Kirchengeschichte zeigt ein durchaus differenzierteres Bild.
Redaktion benachrichtigen „Das Problem wird bald gelöst sein“
#1   Yersinia   13:17:51 | Donnerstag, 31. März 2005
Redaktion benachrichtigen Rettung in der Sterbestunde?
#1   Yersinia   05:29:12 | Donnerstag, 31. März 2005
als schlimmsten Aspekt finde ich
was die mediale Furie aus dieser im Grunde höchst privaten Situation macht; wenn man sich zugleich etwas umfassender über diese Geschichte – bitte nicht falsch zu verstehen: Medienkonsumenten bekommen Geschehendes ja nicht real, sondern immer nur als „Erzählung“ mit – wenn man sich also etwas umfassender darüber informiert, gewinnt dieser Fall sehr viele andere Aspekte;
Redaktion benachrichtigen Dennoch – oder deshalb?
#1   Yersinia   05:22:39 | Donnerstag, 31. März 2005
keine andere Religion hat sich
derart ausgebreitet wie das Christentum, keine andere Religion stellt sich zugleich den Anforderungen einer modernen, pluralen und offenen Gesellschaft in solcher Art und Weise, wie es das Christentum kann – das muß man bei der ganzen Lamentiererei dazusagen; und gerade das Christentum –. hier vor allem die protestantische Seite – war am Aufbau der heutigen, weltweiten modernen Gesellschaft massiv beteiligt; und es zeichnet wohl auch die diskursive Qualität einer Religion aus, mit derartigen Herausforderungen umgehen zu können – wobei man die Unterschiede zwischen den einzelnen christlichen Konfessionen sehr im Blick behalten muß;
Redaktion benachrichtigen Die andere Frau im Herzen von Michael Schiavo
#10   Yersinia   21:30:29 | Mittwoch, 30. März 2005
nur eigenartig: jährlich gibt es in den USA
tausende solcher Fälle – der wurde halt in die Medien getragen; und niemand der jetzt so engagierten Politiker hinterfragt das Gesundheitssystem der reichen USA.
Redaktion benachrichtigen Glaubwürdigkeitsproblem
#3   Yersinia   21:27:19 | Mittwoch, 30. März 2005
und alle die tausende von Bischöfen
Priestern und Professores der Theologie sind drauf reingefallen, oder was?
Redaktion benachrichtigen Sozialistische Entschlossenheit siegt über katholische Resignation
#4   Yersinia   21:23:26 | Mittwoch, 30. März 2005
was soll die „neue Messe“ damit zu tun haben
sämtliche Konzilsväter und -theologen sind „tridentinisch aufgewachsen“ – muß also auch irgendwie zusammenhängen.
Redaktion benachrichtigen Dreifach bewegt
#2   Yersinia   21:19:25 | Mittwoch, 30. März 2005
und welcher Konnex
soll mit diesem Artikel hergestellt werden? Die „liturgische Bewegung“ war jedenfalls deutlich mehr als eine „intellektuelle Spielerei“ und das Anliegen, die Liturgie würdevoller zu feiern und vor allem auch für die „heutige Zeit“ verständlich zu machen, ist ja nicht in sich schlecht. Viel kann über oder auch gegen die heutige Form der Liturgie gesagt werden, aber dass die Feier der „Memoria“ einem historischen Wandel unterliegt und immer neu verstanden wird, ist ja wohl nicht von der Hand zu weisen. Wollte jemand im Ernst behaupten, all die Menschen, die die Liturgie im heutigen Ritus feiern, jene, die diesen Ritus lehren und vertreten, seien verdammungswürdig?
Redaktion benachrichtigen 34% der Mißbräuche an US-Pflegekindern sind homosexueller Natur
#6   Yersinia   19:57:40 | Montag, 28. März 2005
@spectator: wie ist das
mit schwulen Priestern? Nebenbei, ich kenne selbst einige Priester, die homosexuell sind – und von denen ist keiner grundsätzlich „schlecht“.
Redaktion benachrichtigen Kraftloses zur Kinderabtreibung
#2   Yersinia   19:50:53 | Montag, 28. März 2005
gibt es eine relevante politische Partei
in Österreich, die nicht grundsätzlich für die Abtreibung ist? meines Wissens nicht – also sind solche Ansagen eine Augenauswischerei.
Redaktion benachrichtigen 34% der Mißbräuche an US-Pflegekindern sind homosexueller Natur
#3   Yersinia   21:40:54 | Sonntag, 27. März 2005
@Knecht: du willst allen Ernstes
Leute, die nach deiner Aussage „vom Teufel besessen“ sind, einer medizinischen Behandlung zuführen? wie das? zugleich siehst du Homosexualität als eine Krankheit; nun, eine Krankheit wird vom Mediziner kuratiert und für Kranke müßen Christen beten – während für Menschen, die vom Teufel besessen sind – auch diesen kann man dann nicht wirklich Schuld zusprechen, oder? – genauso das Gebet, aber auch der Exorzist notwendig ist. Letztlich bleibt: nicht fluchen, sondern beten!
Redaktion benachrichtigen Verurteilt – zu grausamen Todesqualen
#4   Yersinia   13:05:25 | Samstag, 26. März 2005
in Österreich wird das gerade nicht getan
du bist herzlich eingeladen, mein Posting nochmals zu lesen! Dass dies AUCH ein politisches Ereignis ist, liegt ob der Reaktionen und Aussagen von Politikern wohl auf der Hand und wird von einem Großteil der Amerikaner auch so begriffen.
Redaktion benachrichtigen Theologische Rumpelkammer: Der Päpstliche Geheimkämmerer schreibt über ein Geheimnis
#3   Yersinia   12:39:18 | Samstag, 26. März 2005
wie und warum ich dieses Buch gut finde
mußt du schon mir überlassen.
Redaktion benachrichtigen Österreich: Seit dreißig Jahren führen wir Krieg
#1   Yersinia   16:36:24 | Freitag, 25. März 2005
von einer Gesellschaft, die durch
gesteigerte Zukunftsunsicherheit, gesteigerte Kompetetivität und Leistungsdruck geprägt ist, liest man nichts; keine Spur von den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt und des Neoliberalismus – soll diese wesentliche Ursache verschleiert werden? – oesterreich.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&ch…
Redaktion benachrichtigen Die kommunistische Partei will neue Bischöfe ernennen
#8   Yersinia   01:45:42 | Freitag, 25. März 2005
@Sulpicius: für Chinesen ist es unerträglich
dass eine fremde Macht – in diesem Fall der Vatikan – in chinesische Angelegenheiten eingreift; deshalb diese „Position“ gegenüber den römisch-katholischen Gläubigen. Politisch ist es allerdings interessant, dass das kommunistische China mit seiner Wirtschaftsweise den „Neoliberalismus“ in Europa erst ermöglicht hat; durch diese Art des Wirtschaftens kommen die einfachen Arbeiter in Europa am meisten unter Druck.
Redaktion benachrichtigen Verurteilt – zu grausamen Todesqualen
#2   Yersinia   21:00:19 | Donnerstag, 24. März 2005
laut „Der Standard“ gibt es in den USA
jährlich tausende solcher Fälle – diesem wurde halt die notwendige Publicity und damit ein gewisses politisches PR-Potential zuteil. Tatsächlich hätten es die politisch Verantwortlichen in der Hand, ein Gesundheitssystem zu schaffen, das solche Fälle ausschließt. In Österreich wäre derartiges nicht möglich, weil hier zum ersten Nahrung nicht als Therapie zählt – die ja bei Erfolglosigkeit eingestellt werden kann; weil zum zweiten mehr in die Forschung über und die Betreuung von Wachkomapatienten investiert wird und zum dritten durch das System der öffentlichen solidarischen Krankenversicherung ganz einfach Geld für die Pflege dieser Menschen zur Verfügung steht. IMHO ist die Konzentration auf die einzelnen Beteiligten unvollkommen, wenn nicht die politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge hinterfragt werden.
Redaktion benachrichtigen Theologische Rumpelkammer: Der Päpstliche Geheimkämmerer schreibt über ein Geheimnis
#1   Yersinia   20:54:36 | Donnerstag, 24. März 2005
Peter Trummer: „Das ist mein Leib“. Neue Perspektiven zu Eucharistie und Abendmahl. Düsseldorf 2005.
In seinem Plädoyer für ein „zurück zu den Wurzeln“ finde ich das Buch interessant.
Redaktion benachrichtigen Terri muß weiter verhungern
#4   Yersinia   12:36:25 | Donnerstag, 24. März 2005
in Österreich würde diese Frau
selbstverständlich am Leben erhalten werden. In den USA gilt die Nahrungszufuhr als Therapie – und eine Therapie kann eingestellt werden; dazu kommt die dortige verbreitete Meinung, dass Wachkomapatienten nach einem Jahr keine Chance merh hätten, „zurückzukehren“. Das große Problem in den USA sind die Kosten der medizinischen Betreuung – ein Problem, dessen sich die Regierenden annehmen könnten – was sie aber nicht tun, sondern lieber aus diesem Fall (einem unter tausenden jedes Jahr!) politischen Profit schlagen.
Redaktion benachrichtigen Vom Priester zum Zelebrationskasper?
#1   Yersinia   19:24:07 | Mittwoch, 23. März 2005
„Teamfähigkeit“ und „Organisationstalent“
sind wohl auch in der Verkündigung des Glaubens keine ganz schlechte Sache
Redaktion benachrichtigen Ein Heiligtum für Freund Judas Iskariot?
#14   Yersinia   05:30:51 | Mittwoch, 23. März 2005
@Sulpicius: Kunst darf nicht auf die Lüge aufbauen
aber „Lüge“ thematisieren – wobei es bei der Figur des Judas um weit brennendere Fragen geht; zB wie, in welcher Form gehörte der Tod Jesu in Gottes Heilsplan? und welche Rolle hatte der Judas dabei? war diese Rolle not-wendig? Man kann sich nun mit schnellen, quasi fertigen Antworten bedienen – das Thema wird doch auch schon seit 2 Jahrtausenden bearbeitet; oder man kann sich und andere mit der immer neuen Aktualität von Jesu Tod und Auferstehung und damit zusammenhängenden Fragen konfrontieren. Immerhin geht’s ja auch im die Rechtfertigung wegen des Glaubens an die „größere Hoffnung“ (1Petr 3,15b). Dazu kommt, dass die biblischen Texte genau und immer wieder neu gelesen und auf ihre Authentizität befragt werden müßen – oder wie soll man Zweifelnden erklären, warum das, was da in der Bibel steht, grundsätzlich glaub-würdig und nicht „gefälscht“ ist?
Redaktion benachrichtigen Ein Heiligtum für Freund Judas Iskariot?
#2   Yersinia   18:26:55 | Dienstag, 22. März 2005
Glaube soll ruhig auch irritieren
ist auch eine Art des „Staunens“, wenn der Mensch Gottes Wirken nicht gar so einfach verstehen kann – und die Rolle des Judas ist sicher eine der dunkelsten und eigenartigsten in der Bibel – vielleicht besonders verstörend für die „allzu Sicheren“, die eher schnelle „Antworten“ wissen als – an sich selbst – zuvorderst leise Fragen zu stellen;
Redaktion benachrichtigen Terri muß weiter verhungern
#2   Yersinia   18:21:15 | Dienstag, 22. März 2005
eigenartig, wie mit dem Tod Politik gemacht wird
in einem Land, von einer politischen Schicht, die zugleich einem Waffenkult bis zum geht-nicht-mehr huldigt, die den Tod von Kindern durch Krieg und ungerechte politische und wirtschaftliche Verhältnisse – die von diesem Land oft gestützt werden – übergeht , in dem es mehr von der Hautfarbe und dem Vermögen als von der „Rechtsfindung“ abhängen kann, welche Strafe man ausfaßt – eigenartig, wie mit der „religiösen Rechten“ Politik durch Verschleierung gemacht werden kann.
Redaktion benachrichtigen Leichen für „Dummies“ – Dummes über Leichen
#5   Yersinia   05:07:46 | Dienstag, 22. März 2005
@athanasius: welche Experimente werden da gemacht?
ist immer interessant, wie die Dinge tatsächlich ausschauen.
Redaktion benachrichtigen Leichen für „Dummies“ – Dummes über Leichen
#2   Yersinia   20:11:33 | Montag, 21. März 2005
die nämlichen Leichen wurden nicht „in Wracks zerrissen“
sondern auf einem Schlitten wurde mit max. 15 km/h ein Aufprall von hinten simuliert – die selben Versuche wurden auch mit lebenden Personen durchgeführt; man braucht nur die Berichte zu lesen. Und den Menschen der „westlichen Hemisphäre“ möchte ich sehen, der nicht schon von Versuchen mit Toten profitiert hat. Manche Themen eignen sich nicht wirklich dazu, „skandalisiert“ zu werden.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Arns erlitt einen Herzinfarkt
#5   Yersinia   15:26:09 | Samstag, 19. März 2005
@brandenburgis: es wäre interessant
wie du deine Thesen begründest. Dass der allergrößte Teil der Menschen in Lateinamerika unter ungerechter, gewaltsamer Politik und brutalen Wirtschaftsbedingungen schon jahrhundertelang leidet, dürfte wohl auch dir bekannt sein.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Arns erlitt einen Herzinfarkt
#1   Yersinia   17:38:12 | Donnerstag, 17. März 2005
wasagen eigentlich Leute wie die BetreiberInnen von kreuz.net
zur Armut und Ungerechtigkeit in Brasilien?
Redaktion benachrichtigen Verbraucherschutz für Katholiken
#3   Yersinia   22:55:46 | Mittwoch, 16. März 2005
ob dieser ganze Kampf um die Liturgie
nichts anderes als Machtpolitik ist? – deren Wurzeln wohl psychologisch am besten erklärt werden können? (auf die Art: „ein Zipfelchen von der Macht erwischen, um die eigene mangelnde Wertschätzung ein bißchen aufzupolieren“). Mit „Zeugnis geben“ , mit der Suche nach Gott und der Feier des Gedächtnisses, der „memoria“ hat das ganze jedenfalls nix zu tun. Schockierend ist auch diese geradezu unheimliche Rechthaberei und die Gehässigkeit, mit der dieser Kirchenkampf von konservativer Seite her ausgetragen wird. Wie sagte Kardinal Schönborn: … „von Methoden begleitet, die den Geboten des Evangeliums widersprechen“ …
Redaktion benachrichtigen Ist die illegale Abtreibung für Mütter wirklich gefährlich?
#1   Yersinia   23:13:32 | Dienstag, 15. März 2005
aber man kann sich schon drauf einigen
dass eine Abtreibung in einem Krankenhaus medzinisch wesentlich weniger risikobehaftet ist als eine Abtreibung durch eine Engelmacherin am Küchentisch?
Redaktion benachrichtigen Das Gegenteil ist der Fall
#2   Yersinia   18:33:45 | Dienstag, 15. März 2005
eine Aussage wird nicht deshalb glaub-würdiger
weil sie lauter ausgesprochen wird; wer „Höllenpredigten“ zu brauchen vermeint, soll sich bedienen, aber vielmehr zu schaffen macht der „Moralpredigt“ heute zum einen die gewachsene Bildung und Mündigkeit der Menschen, zum anderen der ganz offensichtliche Riß zwischen Lebenserfahrung und kirchlicher Verkündigung. In den 50er Jahren predigte Pater Leppich auch: „Der Same des Mannes gehört in den Bauch der Frau, nicht auf den Bauch der Frau!“ – warum sah er es wohl für nötig an, solche Predigten zu halten? Und immerhin ist jede nächstfolgende Generation die Frucht der vorhergehenden – also muß da schon lange ein Wandel in den Hirnen und Herzen gewesen sein, bevor dieser offiziell thematisiert wurde.
Redaktion benachrichtigen Wird Papst Johannes Paul II. einmal „der Große“ genannt werden?
#7   Yersinia   22:14:49 | Montag, 14. März 2005
Ich kann nicht nachvollziehen, warum kath.net
von „Hintergründen“ bezüglich der Liturgieerklärung der Bischofskonferenz berichten kann und kreuz.net das nicht schafft?
Redaktion benachrichtigen Holocaust
#7   Yersinia   20:06:52 | Montag, 14. März 2005
was soll dieses Bild eigentlich zeigen?
die Darstellung kann genauso gut gestellt sein, kann ein (anderes) Verbrechen als Ursache haben; nebenbei ist völlig unbekannt, wo und in welchem Zusammenhang dieses Bild entstand – wozu solche „Schauderbildchen“, die noch dazu mit Sicherheit nicht der Realität entsprechen, wie medizinisch Gebildete wissen; des weiteren: mit Agitation gegen Abtreibung rennt man auf dieser Homepage wohl offene Türen ein – außer, es ist die Absicht, die „eigeneSeite“ immer bei Motivation und Laune zu halten?
Redaktion benachrichtigen Wird Papst Johannes Paul II. einmal „der Große“ genannt werden?
#3   Yersinia   20:00:20 | Montag, 14. März 2005
@Paul: sag das dem Papst!
es wird sich ja schwerlich eine höhere irdische Institution finden lassen.
Redaktion benachrichtigen Chilenischer Monsignore lobt reuelose Kommunistin
#1   Yersinia   18:25:35 | Montag, 14. März 2005
„Das war der Auslöser für die rechtlichen Schwierigkeiten
in denen sich der ehemalige chilenische Präsident seither befindet.“ – nett formuliert.
Redaktion benachrichtigen Wird Papst Johannes Paul II. einmal „der Große“ genannt werden?
#1   Yersinia   18:23:38 | Montag, 14. März 2005
nicht umsonst gibt es das Sprichwort
„päpstlicher als der Papst zu sein“
Redaktion benachrichtigen Ein lustiges Team
#6   Yersinia   21:36:20 | Montag, 7. März 2005
@dolfus: bitte um Erklärung, wie das zusammengeht, dass
das II. Vatikanische Konzil ja von Priestern, Bischöfen, Kardinälen getragen wurde, die alle „noch ein richtiges Priesterseminar“ gesehen haben?
Redaktion benachrichtigen Mel Gibson in Sorge um seine Familie
#2   Yersinia   20:18:03 | Montag, 7. März 2005
na ja, wenn ihn Gott gesand hat
also ich würd es als ein Zeichen sehen
Redaktion benachrichtigen Wie gefährlich sind die Christen?
#5   Yersinia   20:13:57 | Montag, 7. März 2005
wenn Christentum mit westlicher Wirtschafts-
und Weltbilddominanz gleichgesetzt wird, ist eine gewisse reservierte Haltung von Menschen aus anderen – und anders betroffenen – Weltgegenden sicher verständlich; aber im „Land der wiedergeborenen Christen“ und des öffentlichen religiösen Bekenntnisses wird der gute Pater kaum soviel davon gemerkt haben.
Redaktion benachrichtigen Ein lustiges Team
#4   Yersinia   20:09:20 | Montag, 7. März 2005
na, wenn man sonst keine Sorgen hat
als eine „praxisorientierte Problemlösung“ eines jungen Kaplans so herauszustellen, soll es einem sonst gut gehen; aber Sorgen macht diese „unversöhnliche Brüderlichkeit“, die da von manchen Konservativen betrieben wird; wie schon einmal geschrieben: wenn es dem Ego passt, wird der Bischof unterstütz; wenn man andere Ziele verfolgt, scheint beinahe jeder an den Haaren herbeigezogene Anlaß recht zu sein für eine Kampagne; aber vielleicht ist es auch wichtig, jeden kleinsten Anlaß unheimlich wichtig zu nehmen – da wird jenen, die in christlicher Liebe als Gegner entlarvt werden, hoffentlich auch bald unheimlich in der katholischen Kirche.
Redaktion benachrichtigen Handkommunion in Polen: Ein Pfarrer schreibt an den Erzbischof von Warschau
#11   Yersinia   12:37:49 | Sonntag, 6. März 2005
@GerdEric: wobei selbstverständlich auch das Judentum von der Entwicklung der modernen Gesellschaft
erfaßt wurde und diese strukturelle Differenzierung genauso durchmachte; nicht umsonst gibt es ja vom „Reformjudentum“ bis zu den Orthodoxen eine breite Palette an jüdischen Richtungen; diese gesellschaftlichen Wandlungen entstehen ganz selbstverständlich aus dem Streben der Menschen nach der Entwicklung und Verbesserung ihres Lebens; dadurch wird genauso selbstverständnlich die Sicht auf die „Glaubensdinge“ bzw die Praxis des Glaubens verändert – relativ einfache sozialogische Tatsachen, die wiederum Teil der Deutung des gesellschaftlichen Lebens sind; wie diese Deutung geschieht, formt sich aus den Interessen und Bestrebungen der einzelnen Menschen und (Interessens-)Gruppierungen – eigentlich eine spannende Sache.
Redaktion benachrichtigen Handkommunion in Polen: Ein Pfarrer schreibt an den Erzbischof von Warschau
#8   Yersinia   10:53:24 | Sonntag, 6. März 2005
@GerdEric: die katholische Kirche reagierte auf Modernisierungsbewegungen der Gesellschaft
in den letzten Jahrhunderten immer mit dem Abschluß nach außen und innerer Modernisierung – die dann wiederum zu inneren Zerwürfnissen führte; dieser „Abschluß nach außen“ führte zB zum Verlust der Arbeiter – schon damals konnte das von einer agrarischen Gesellschaft geprägte Weltbild des Katholizismus nicht mit dem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer Industriegesellschaft Schritt halten – die Reaktion nach außen war jeweils Moralisieren und eine Abwertung des realen Lebens; das II. Vatikanuum war dann der (teilweise) Versuch, mit den Entwicklungen der Moderne theologisch und vor allem in der Pastoral wieder „auf gleich“ zu kommen. (nach: Karl Gabriel: Christentum zwischen Tradition und Postmoderne, Freiburg, Basel, Wien 1996 (Quaestiones Disputatae 141)).
Redaktion benachrichtigen Direktübertragung + …
#1   Yersinia   10:43:27 | Sonntag, 6. März 2005
nanu, auch in Japan?!
also dort auch eine jahrzehntelange linkssozialistische antichristliche Indoktrination wie in Europa, von der ständig zu lesen ist?
Redaktion benachrichtigen Die Katze ist aus dem Sack
#5   Yersinia   09:41:39 | Samstag, 5. März 2005
es ist faszinierend, wie scharf
gerade konservative Medien die Entscheidungen von Bischöfen und kirchlichen Würdenträgern kommentieren – wenn diese Medienvertreter nicht mit den Entscheidungen der von ihnen Kritisierten übereinstimmen; das geht bis hin zur Unterstellung von Verschwörungen und dem „Wirken des Satans“. Aber dort, wo es den Interessen der Schreibenden entspricht, werden selbstverständnlich Gehorsam und Linientreue gefordert – immer wieder ein schönes Beispiel für Auswahlchristentum. Wird von der einen Seite eine bischöfliche Entscheidung zur Disposition gestellt, kann das mit Fug und Recht natürlich auch die andere Seite tun – wenn man dann noch in Betracht zieht, mit welcher Schärfe die Auseinandersetzung geführt wird – siehe die „Liturgiesache“ in Linz – kann man wohl nur mehr von beinharter Machtpolitik sprechen; von „christlicher Geschwisterlichkeit“ ist bei der Gehässigkeit, mit der zumindest manche Postende unterwegs sind, sicher nichts mehr zu merken – abgesehen davon: heute entscheiden sich mündige Menschen zum christlichen Leben – da braucht es kein autoritäres Dreinsagen; einer der häufigsten Gründe, die Menschen als subjektive Austrittsgründe anführen, ist übrigens autoritäres und entmündigendes Gehabe von Kirchenvertretern.
Redaktion benachrichtigen Die charakterlose Politik ist eine nationale Epidemie
#1   Yersinia   09:28:51 | Samstag, 5. März 2005
eine „charakterlose Politik“ im Land
der „wiedergeborenen Christen“? – nicht wirklich! In den USA sind Kirche und Staat strikt getrennt – darum spielen die Religion und vor allem das öffentliche Gebet auch eine so große Rolle; manchmal kann man sich über die Wahrnehmung von Kirchenleuten, was gesellschaftliche Vorgänge betrifft, einfach nur wundern.
Redaktion benachrichtigen Holocaustvergleich des Papstes als Vorwand für Meßschändung in Paris
#8   Yersinia   21:07:08 | Dienstag, 1. März 2005
@Knecht: seit wann genau
gibt es eigentlich das Christentum? Abgesehen davon war das Christentum für gar manch andere Völker und Religionen bekanntlich alles andere als heilsbringend.
Redaktion benachrichtigen Ganztagsschulen: Wenn die Schule die Familie ersetzt
#4   Yersinia   18:35:14 | Dienstag, 1. März 2005
Österreich und der REst der Welt, oder
warum funktioniert es in anderen Ländern?
Redaktion benachrichtigen Im Konzil steht viel: Eheliche Liebe ist nicht Sex
#5   Yersinia   22:03:22 | Montag, 28. Februar 2005
na um mich
brauchst du dir keine Sorgen zu machen; glaub mir, ich weiß sehr gut, wovon ich rede ;-)
Redaktion benachrichtigen Im Konzil steht viel: Eheliche Liebe ist nicht Sex
#3   Yersinia   21:09:23 | Montag, 28. Februar 2005
also lauter
Meinungsmacher
Redaktion benachrichtigen Nicht veröffentlicht
#14   Yersinia   21:07:34 | Montag, 28. Februar 2005
ja, schön
ich hoffe, du weißt, wovon du schreibst
Redaktion benachrichtigen Nicht veröffentlicht
#12   Yersinia   20:24:57 | Montag, 28. Februar 2005
@bonifatius: von „prosperierender Wirtschaft“ oder „Sozialismus“
kann doch wohl kaum die Rede sein – eher von „neoliberalem Wirtschaften“, von „Flexibilität“, von „neuer Unsicherheit“ – mitgeschaffen und sehr stark protegiert wurde diese Situation von christlich-konservativen Politikern; merke Mann: es geht nicht drum, möglichst reich zu sein, sondern auch nächstes Monat noch Job und Einkommen zu haben – oder eben nicht mehr; es geht nicht unbedingt um den Mythos „Karriere“ – aber darum, trotz Studium nicht ewig irgendwelche untergeordneten Hilfstätigkeiten mit entsprechendem Einkommen verrichten zu müßen; und letztlich: es geht drum, vielleicht doch nicht als Alleinerzieherin die Lasten der Reproduktion tragen zu müßen, weil Männer sich – egal, welche von Männern aufgestellten Regeln und Gesetze es geben sollte – immer recht leicht aus dieser Verantwortung schleichen können … und warum diskutieren beim Thema „Abtreibung“ hauptsächlich Männer? legen eure Frauen die Kinder nieder oder wissen die Frauen einfach besser Bescheid?
Redaktion benachrichtigen Holocaustvergleich des Papstes als Vorwand für Meßschändung in Paris
#2   Yersinia   19:35:46 | Montag, 28. Februar 2005
und ich dachte, Deutschland würde
von einer Rot-Grünen Regierung regiert? Können da die Grünen allein Gesetze erlassen? und bedeutet „Anti-Diskriminierung“ nicht, dass auch katholische Werthaltungen schützenswert sind? genauso schützenswert wie andere Werthaltungen, weil auch die Interessen anderer Menschen, die in diesem Staat leben, schützenswert sind (dass diese Interessen und Werthaltungen im Rahmen der Verfassung und der Gesetze sein müßen, sei vorausgesetzt).
Redaktion benachrichtigen Im Konzil steht viel: Eheliche Liebe ist nicht Sex
#1   Yersinia   19:31:54 | Montag, 28. Februar 2005
„Heute wird die eheliche Liebe als Sex und Sexualität verkauft. „
Wer sagt das? Wer tut das?
Redaktion benachrichtigen Noch ein paar Jährchen + …
#1   Yersinia   15:58:19 | Sonntag, 27. Februar 2005
wieder mal ein bißchen billige Rahner-Polemik?
Und ich dachte, Theologie sei eine Wissenschaft – mit der Möglichkeit des Diskurses unter wissenschaftlich nachvollziehbaren Kriterien? wozu also die Polemik? weil man keine Argumente hat?
Redaktion benachrichtigen Arm an Brot, aber reich an Musik
#4   Yersinia   14:58:29 | Sonntag, 27. Februar 2005
@bonifatius: ja!
vielleicht kannst du mir helfen?
Redaktion benachrichtigen Auch das Essen macht besoffen
#1   Yersinia   14:24:21 | Sonntag, 27. Februar 2005
ist natürlich interessant, dass Dicksein zum einen
ein Zeichen von mangelnder Bildung und in diesem Zusammenhang von Armut ist – und dass andererseits heute doch viele Menschen latent von Armut bedroht sind.
Redaktion benachrichtigen Nicht veröffentlicht
#6   Yersinia   14:21:09 | Sonntag, 27. Februar 2005
Bisher wurde von jenen, die sich so massiv gegen die Abtreibung engagieren
noch kein Beweis erbracht, dass sie auch etwas gegen die heutige extreme Unsicherheit im Arbeitsleben etwas tun – eine Voraussetzung, Kinder zu bekommen, ist immerhin auch, dadurch nicht automatisch aus dem Erwerbsleben ausgeschlossen zu sein. Umgekehrt bin ich auch gespannt, welche Gegenbeispiele gebracht würden? … Insgesamt gewinnt man eher den Eindruck, mit der Konzentration auf die Abtreibung soll ganz massiv von anderen – die Menschen tatsächlich sehr viel tiefer treffenden – politischen Themen abgelenkt werden.
Redaktion benachrichtigen Arm an Brot, aber reich an Musik
#2   Yersinia   14:10:47 | Sonntag, 27. Februar 2005
was ich nicht verstehe:
Warum hat das katholische Italien eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt, warum wird in diesem Land immer weniger geheiratet? Ist’s vielleicht so, dass die Lamentiererei katholischer Kirchenvertreter schlicht nicht die tatsächlichen Verhältnisse trifft, in denen die Menschen leben? Immerhin: wenn man moraltheologische Literatur aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts liest, finden sich immer die gleichen Klagen – und es tut sich die Frage auf, welche Interessen da tatsächlich vorliegen könnten?
Redaktion benachrichtigen Wiedergeburt aus Christi Blut + …
#1   Yersinia   01:56:44 | Donnerstag, 24. Februar 2005
„Die mit Abstand meisten Vorwürfe … Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils.“
Wie da immer wieder Zusammenhänge konstruiert werden, ist sagenhaft. Bei den ganzen Gespinsten bitte nicht vergessen, dass die Betreffenden ganz offensichtlich vor dem Konzil ausgebildet und geweiht wurden. –
Redaktion benachrichtigen Einladung an die Angestellten + …
#4   Yersinia   17:39:46 | Sonntag, 20. Februar 2005
@Stimme: vieles ist inzwischen Standardwissen in den Bibelwissenschaften
man braucht bloß gut genug Griechisch zu können; und was spricht gegen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse? – die man wiederum nur wissenschaftlich bearbeiten kann!
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Lobby hat die Kirche infiltriert
#6   Yersinia   17:35:39 | Sonntag, 20. Februar 2005
@Vetter: wo? wie? ein auf die Inhalte bezogenes
Statemant auf meine Argumentation wäre interessant – mit „zeitgeistig“ wird zumeist diffamiert, wogegen man von konservativer Seite keine Argumente hat?
Redaktion benachrichtigen Weihbischof Thomas Gumbleton (75) will nicht zurücktreten
#3   Yersinia   11:11:10 | Sonntag, 20. Februar 2005
wenn man die ganze Kirchendiskussion, das ganze Gezerre
um „zu liberale“ Kleriker und „abweichlerische“ liturgische Praktiken (Linz) verfolgt, gewinnt man zwei Eindrücke: zum ersten geht es um Macht, letztlich um pure Herrschaftsausübung unter dem Deckmantel der „rechtmäßigen Lehre“ und der Sorge um das Seelenheil – und dieser Machtkampf wird mit allen Mitteln des Untergriffs bis hin zur Verleumdung, aber auch der Leugnung heute gängigen Wissens asgetragen; das Thema „Abtreibung“ dient in diesem Zusammenhang als gutes „Killerargument“, um sich nicht auf komplexere Fragestellungen einlassen bzw mit anderen politischen Widersprüchlichkeiten befassen zu müßen. Zum zwieten könnte man glauben, dass mit dieser Art der Auseinandersetzung irgendwer in bzw die katholische Kirche „einen Blumentopf gewinnen“ könnte – wo es heute um die Teilnahme an gesellschaftlichen Gestaltungsprozeß und um die Heilsverkündigung als eine unter vielen Kräften geht; bestenfalls können konservative Kräfte versuchen, eine gewisse Hegemonie in den konservativen Flügeln gewisser Parteien zu erringen – aber da wären wir wieder beim ersten Punkt; mit „christlich“ hat das IMHO nichts zu tun, nur mit der Deckung politischer Interessen durch religiöse Argumentation.
Redaktion benachrichtigen Von intellektueller Leistung und hoher Kultur
#1   Yersinia   13:58:35 | Samstag, 19. Februar 2005
na ja, wie das halt so ist
mit dem Hervorstellen der eigenen Kultur – unter ephemerer Berücksichtigung diverser wissenschaftlicher Erkenntnisse; aber zumindest das moderne Europa, geprägt durch die Aufklärung, hätte es ohne das protestantische Christentum und ohne die Arbeit von Juden, Freimaurern nicht gegeben. Materielle Voraussetzung dieser geistigen Bewegung waren die wirtschaftlich-technische Entwicklung und vor allem der Buchdruck – ohne den es übrigens auch keinen Hexenwahn gegeben hätte!
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Lobby hat die Kirche infiltriert
#4   Yersinia   18:55:33 | Freitag, 18. Februar 2005
@stimme: nanu, die letzten drei Päpste waren Häretiker, Ketzer
Abweichler oder was? Die Kardinäle, die Bischöfe, die Priester, alle Gläubigen, die sich in die katholische Kirche einbringen und miteinander den Glauben an die Auferstehung teilen – alle auf Abwegen? In einer Welt, die von Wissen, Bildung und Fortschritt geprägt ist, wäre die katholische Kirche „weg vom Fenster“, hätte Papst Johannes XXIII. nicht das Konzil einberufen. Die Katholische Kirche kann nicht – und hat es auch nicht nötig – das Evagelium autoritär verkünden; dadurch wird’s weder glaub-würdiger noch besser gehört; heute gehts drum, für die frohe Botschaft zu werben – so, wie Menschen prinzipiell frei sind, auf die Zuwendung Gottes durch gläubige Annahme der Lehre der Kirche zu antworten. Es wäre mir auch neu, dass „katholisch sein“ hieße, unkritisch und unreflektiert dahinzuleben. Gerade in dieser beschriebenen modernen Gesellschaft braucht es auch den kritischen Blick auf das, was sich tut – und dieser kritsche Blick braucht vor der Institution Kirche nicht halt zu machen – ganz im Gegenteil (übrigens eine sehr schätzenswerte Haltung auch der „Konservativen“!). Nicht zuletzt braucht es auch die Beachtung der Erkenntnisse der Sozial- und Kulturwissenschaften, um gesellschaftliche Wandlungsvorgänge zu verstehen und auch konstruktiv zu kritisieren – Verschwörungstheorien à la Freimaurer und Homo-Sekte und Unterstellungen sind sicher nicht der richtige Weg; in einem anderen Thread habe ich die Frage gestellt, wie es sehr konservative Christen mit der Armut und der Armutsgefährdung vieler Menschen halten – was sagst du dazu?
Redaktion benachrichtigen Neue Heilige + …
#1   Yersinia   19:34:10 | Donnerstag, 17. Februar 2005
wie stehen „fanatische Katholiken“
zu den Armen?
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Lobby hat die Kirche infiltriert
#1   Yersinia   19:29:26 | Donnerstag, 17. Februar 2005
das einzige, was wirklich geschieht ist
dass Homosexualität endlich sichtbar wird und dass darüber gesprochen wird; dass Homosexualität sich erst jetzt in der Kirche ausbreiten würde, glaubt ja wohl niemand ernsthaft.
Redaktion benachrichtigen Kopfgeld: Todesurteil gegen Salman Rushdie erneuert
#1   Yersinia   19:26:35 | Donnerstag, 17. Februar 2005
ganz offensichtlich ist der Iran zur Zeit etwas in Bedrängnis geraten
da ist das Hervorholen religiöser Themata ein willkommenes Mittel der Ablenkung – funktioniert ja in anderen Staaten und Kulturen auch ganz prächtig. Auf jeden Fall ist der Islam in der wahrscheinlich ärgsten Krise seit seinem Bestehen – gerade sehr traditionelle Kulturen erleben gesellschaftliche Wandlungen oft chaotisch und katastrophal.
Redaktion benachrichtigen Alte Messe wider Willen: Der letzte Brief eines Ostdeutschen an seinen westdeutschen Pfarrer
#4   Yersinia   19:22:05 | Donnerstag, 17. Februar 2005
na ja, vielen anderen gestandenen KatholikInnen
würds eben bei der Piusbruderschaft uä Vereinen „ganz anders“ werden – anscheinend hatte Kaiser Josef II. doch recht, als er meinte, „ein jeder möge glücklich werden nach seiner Facon“; die Unterschiede scheinen jedenfalls unüberbrückbar zu sein und der „Kirchenkampf“, der da von mancher Seite betrieben wird, ist für Außenstehende zeitweise schockierend.
Redaktion benachrichtigen Abtreibungsphantasien: Genossen unter sich
#6   Yersinia   23:42:14 | Dienstag, 15. Februar 2005
Rußland ist nicht mehr kommunistisch
und beide Länder haben die Abtreibung nicht verboten; und am Arbeitsmarkt geht es selten um „Karriere“, sondern um drinbleiben oder rausfallen – und diese Situation wurde in Europa zu einem erklecklichen Teil von christlich-konservativen politischen Parteien herbeigeführt.
Redaktion benachrichtigen Abtreibungsphantasien: Genossen unter sich
#2   Yersinia   18:26:45 | Dienstag, 15. Februar 2005
es wäre einmal interessant, zu erfahren
was konservative Katholiken zur Situation in der heutigen Arbeitswelt zu sagen haben; immerhin hängen die heutige Unsicherheit im Arbeitsleben, die Armutsgefährdung und damit die Zukunftsaussichten eng zusammen.
Redaktion benachrichtigen Im wörtlichen Sinne: Stirbt Europa?
#1   Yersinia   18:30:55 | Sonntag, 6. Februar 2005
die „christlichen Wurzeln Europas“
sind doch nur ein Teil der Identität; die vorchristlichen Wurzeln, die Einflüße aus dem arabisch-islamischen Raum müßen genauso beachtet werden wie der Beitrag von Juden, Freimaurern (diesmal aber wirklich!) und protestantischen Philosophen zur Aufklärung – und gerade die Geisteshaltung der Aufklärung ist seit Jahrhunderten das eigentlich Bestimmende Europas.
Redaktion benachrichtigen Ups!
#50   Yersinia   18:28:10 | Sonntag, 6. Februar 2005
@Fiore: nein, das beseutet nicht die Möglichkeit der Umpolung
sondern die Tatsache, dass sexuelle Orientierung und „soziales Geschlecht“ eben nichts fix Festgelegtes sind; das heißt aber für den einzelnen Menschen noch nicht, dass die sexuelle Orientirung grundsätzlich so variabel und gestaltbar sei; die Erkenntnis selbst spricht eher gegen „Laun und Co“.
Redaktion benachrichtigen Wie die „Vereinigung für jüdische Angelegenheiten“ Antisemitismus verbreitet
#7   Yersinia   17:17:13 | Sonntag, 6. Februar 2005
nichts anderes als „das Opfer zum Täter machen“
bedeutet dieser blödsinnige Artikel; damit werden Stereotypen, die aus Einzelbeobachtungen gezogen werden, noch salonfähig gemacht! ganz nebenbei: „die Juden“ gibts genausogut wie „die Katholiken“ oder sonst irgendwelche Verallgemeinerungen.
Redaktion benachrichtigen Neueste Erkenntnisse zur Heiligen Messe: Es geht auch ohne die Wandlung
#9   Yersinia   20:30:22 | Samstag, 5. Februar 2005
@dolfus: schön, dass du für das „gläubige Fußvolk“ sprichst!
Jetzt wärs natürlich angebracht, die Legitimation dafür elektronisch kenntlich zu machen. Und nicht zuletzt ist ja offensichtlich, dass eine ganze Menge Menschen nicht mit deiner Weltsicht übereinstimmen – die entsprechenden Aussagen über Glaubensverfall, Liturgiemißbrauch und die allgemeine Schlechtigkeit der Welt ist ja allenthalben zu vernehmen.
Redaktion benachrichtigen Dammbruch: Der Polnische Primas führt die Handkommunion ein
#23   Yersinia   09:45:59 | Samstag, 5. Februar 2005
@Dolfus:
welcher Landraub?
Redaktion benachrichtigen Hans oder Hänslein? Das ist hier die Frage
#61   Yersinia   07:41:11 | Samstag, 5. Februar 2005
Mir passt diese Suderei nicht!
Insbesondere machen mich Meldungen vom „zerfallenden Glauben“ skeptisch, wenn sich zugleich und oft in den gleichen Medien die genau gegenteiligen Meldungen finden, in denen über einen Anstieg des Glaubens gejubelt wird. Und der Religionsunterricht allein wird gar nichts bewirken, das ist eine Überforderung dessen, was schulischer Unterricht leisten kann.
Redaktion benachrichtigen Kleine geistliche Anatomie
#1   Yersinia   07:35:24 | Samstag, 5. Februar 2005
eigenartig
und nicht ganz verständlich ist mir dieser Artikel. Der Mensch wurde von Gott als Ganzes geschaffen – das zählt für mich. Und die „Symbolisierung“ einzelner Körperteile (typisch der Hals als „Kommunikationsbrücke“) kenne ich aus Diskussionen mit Esoterik-JüngerInnen.
Redaktion benachrichtigen Neueste Erkenntnisse zur Heiligen Messe: Es geht auch ohne die Wandlung
#6   Yersinia   07:28:41 | Samstag, 5. Februar 2005
Wissenschaft-Polemik und Abwertung
In einer wissenschaftlichen Diskussion braucht es die Fähigkeit, auch wissenschaftlich fundierte Kritik zu üben – aggressive Polemik und Abwertung zeugen höchstens von der Hilflosigkeit und dem Zorn der Schreiber, sind aber der Sache keinesfalls dienlich.
Redaktion benachrichtigen „Ich war Freimaurer!“
#11   Yersinia   20:32:14 | Donnerstag, 3. Februar 2005
eines muß man Kreuz.net lassen:
es gibt keine Gouvernanten, die sofort zischeln, zurechtweisen oder sperren; die Diskussionen haben dadurch die Chance einer gewissen „Frische“!
Redaktion benachrichtigen Interkommunion in der Schweiz: Der Glaube spielt keine Rolle
#1   Yersinia   20:29:26 | Donnerstag, 3. Februar 2005
wie schon Lumpazvagabundus wußte:
„Die Wölt steht auf kan Foll mehr laung!“
Redaktion benachrichtigen „Ich war Freimaurer!“
#4   Yersinia   12:42:25 | Donnerstag, 3. Februar 2005
andere Sekten
Interessant, dass hier so häufig „Stimmung“ gegen Freimaurer gemacht wird – mit der gleichen „Beweislage“ könnte auch vom Einfluß anderer Sekten und religiöser Sondergruppen fabuliert werden; fraglich, warum solche Gruppierungen übersehen werden.
Redaktion benachrichtigen Ups!
#46   Yersinia   19:57:31 | Mittwoch, 2. Februar 2005
@schulz: dass die Juden „Gott nicht kennen“
ist schlichter Unsinn!
Redaktion benachrichtigen Ups!
#45   Yersinia   19:54:58 | Mittwoch, 2. Februar 2005
@Fiore: wobei die Sexualforschung heute weiß, dass
die sexuelle Orientierung eines Menschen durchaus nicht lebenslang festgelegt sein muß; ganz im Gegenteil gibt es da ein sehr breites Spektrum zwischen homo-, bi- und heterosexuell; dass aber homosexuelle „Veranlagung“ keinen „Willensakt“ darstellt, kann wohl jede/r an sich selbst nachvollziehen.
Redaktion benachrichtigen Friede mit den Homosexuellen – Streit mit den Gläubigen
#36   Yersinia   19:38:21 | Mittwoch, 2. Februar 2005
@spectstor: das Leiden Jesu geschah
FÜR die Erlösung der Menschen.
Redaktion benachrichtigen Die Geburtenraten in den Entwicklungsländern fallen massiv
#10   Yersinia   23:08:45 | Dienstag, 1. Februar 2005
@1+1: entweder verstehe ich dich nicht
oder du hast mich nicht ganz verstanden?
Redaktion benachrichtigen Kardinal: Kondom sei legitim
#11   Yersinia   23:05:05 | Dienstag, 1. Februar 2005
gut; dann muß umgekehrt die Frage folgen
ob katholische Christen dem Vatikan bzw vatikanischen Entscheidungen noch vertrauen können? Ich kann doch als Katholikin nicht auf Freimaurer hören!
Redaktion benachrichtigen Verfassungswidrig: Die Sozialisten treiben in Salzburg auch die Legalität ab
#1   Yersinia   23:00:15 | Dienstag, 1. Februar 2005
eines bleibt unklar
Warum gibt es die Abtreibung in öffentlichen Krankenhäusern in den meisten anderen Bundesländern – aber in Salzburg, wo sie erst jetzt eingeführt wird, geht auf einmal die große Aufregung los? Warum soll in Salzburg rechtlich etwas nicht gelten, was in den anderen Bundesländern offensichtlich gilt? Und warum meldet sich in dieser Causa nur Waldstein zu Wort, aber kein/e andere/r JuristIn? Bitte dies eher als juridische denn als moralische Fragen zu qualifizieren!
Redaktion benachrichtigen Kardinal: Kondom sei legitim
#9   Yersinia   18:40:32 | Dienstag, 1. Februar 2005
@tradiland: du entnimmst einem Film eine „Tatsache“?
aha!
Redaktion benachrichtigen Zu viele Ungereimtheiten im angeblichen „Skandal um getaufte jüdische Kinder“
#2   Yersinia   21:41:11 | Montag, 31. Januar 2005
also ich kann diese ganzen Greuelberichte über die Freimaurer nicht glauben.
Mir scheint, dieser Verein ist vor allem für diverseste Verschwörungsphantasien gut, aber Beweise bleiben die Verschwörungstheoretiker notwendigerweise schuldig – was ja den großen Vorteil von Verschwörungstheorien ausmacht. Immerhin kann damit alles behauptet und erklärt werden und irgendwie kann man die Erklärungen schon so hinbiegen, dass diese sogar plausibel erscheinen. Aber der größte Vorteil von Verschwörungstheorien ist, dass sie entlast – von der sonst notwendigen Auseinandersetzung mit dem komplexen Gefüge der modernen Welt, in der es keine einfachen Verantwortungen für gesellschaftliche Entwicklungen und Phänomene mehr gibt.
Redaktion benachrichtigen Kardinal: Kondom sei legitim
#1   Yersinia   21:35:30 | Montag, 31. Januar 2005
„Plastikbarrieren“
Hier wird der „eheliche Akt“ mehr oder minder auf den Kontakt zwischen Scheide und Penis reduziert – vergessen wird aber auf das „ganzkörperliche Spüren“ und die Liebe zwischen den Eheleuten, die ja gerade während des sexuellen Beisammenseins sehr intensiv spürbar wird.
Redaktion benachrichtigen Die Geburtenraten in den Entwicklungsländern fallen massiv
#8   Yersinia   18:56:51 | Montag, 31. Januar 2005
„Zu Essen geben“ wird nicht genügen!
Wirklich helfen kann nur eine umfassende Änderung der wirtschaftlichen Beziehungen auf weltweiter Ebene!
Redaktion benachrichtigen Die Geburtenraten in den Entwicklungsländern fallen massiv
#1   Yersinia   19:25:07 | Sonntag, 30. Januar 2005
Bitte nicht zu vergessen, dass
gerade in den sogenannten Entwicklungsländern häufig die Frauen für das Familieneinkommen zuständig sind, während die (arbeitslosen) Männer auf die Kinder schauen. Die Frauen verkaufen entweder am Markt oder, wenn sie noch jung sind, arbeiten in den „Maquilladores“, den Sonderwirtschaftszonen, in denen unsere billigen Konsumgüter hergestellt werden.
Der wichtigste Grund ist aber, dass die Frauen gebildeter und selbstbewußter wurden und somit ihr Frau-Sein neu und vor allem selbst definieren.
Grundsätzlich ist es aber positiv, wenn sich das Wachstum der Weltbevölkerung stabilisiert – oder glaubt im Ernst jemand, die Erde könnte zehn oder zwölf Milliarden Menschen verkraften, die noch dazu alle einen gewissen – am Westen orientierten – Lebensstandard haben wollen?
Redaktion benachrichtigen Nicht dafür und nicht dagegen. Ganz im Gegenteil.
#2   Yersinia   14:58:48 | Samstag, 29. Januar 2005
@Dolfus: Kommunismus
Kommunismus ist doch ein viel, viel schlimmeres Verbrechen, oder? Und würden katholische Politiker rein katholische Interessen – im Sinne der Vorgaben des Hl. Stuhles – vertreten, wären sie politisch bestenfalls in der Minderheit. Wir leben nun einmal in einer Demokratie, in der Menschen nicht zur Präferenz für ein bestimmtes Glaubensbekenntnis oder zu einer bestimmten politisch-religiösen Haltungen gezwungen werden können. Eine Nebenbemerkung sei noch gestattet: welche katholischen Politiker führen nicht die Rede von der „Umwertung aller Werte“ – gesellschaftswissenschaftlich gesehen übrigens eine etwas platte Beurteilung des immer vorhandenen gesellschaftlichen Wandels – welche dieser Politiker treten aber dezidiert gegen eine Sonntagsöffnung ein oder wenden sich dezidiert gegen eine „geldorientierte“ Wirtschaftspolitik?
Redaktion benachrichtigen Forschung und Erzbischof widerlegt: Das Turiner Grabtuch ist alt
#2   Yersinia   10:02:02 | Samstag, 29. Januar 2005
@copertino: Es ist ja nichts bewiesen.
In den 80er Jahren war es mit verfeinerten Methoden überhaupt erst möglich, aus geringsten Faserproben des Tuches Schlüße zu ziehen – vorher wurden derartige Untersuchungen strikt verweigert. Inzwischen ist man wohl etwas vorsichtiger, was die Interpretation derartiger Ergebnisse angeht; außerdem ist schlicht nur bewiesen, dass das Tuch „alt“ ist – dass Jesus in dem Tuch gelegen haben könnte, wird wahrscheinlich nie bewiesen werden können, sondern immer nur mehr oder weniger gut gestützte Annahme sein können – ist wie die Sache mit Petrus und seinem Aufenthalt in Rom; das kann auch nie im strengen Sinn bewiesen werden.
Die Frage ist aber, wozu wir überhaupt Beweise brauchen, wenn wir gläubige Christinnen und Christen sind?
Redaktion benachrichtigen Hans oder Hänslein? Das ist hier die Frage
#3   Yersinia   00:26:07 | Mittwoch, 26. Januar 2005
@Bruno: auf eines ist die pädagogische Fachwelt aber gespannt!
Welche Schüler werden für diesen „gottnahen Religionsunterricht“ der wiederbelebten 40er Jahre gefunden?
Redaktion benachrichtigen Die christdemokratische ÖVP als Steigbügelhalterin der „Grünen“?
#2   Yersinia   18:37:16 | Donnerstag, 20. Januar 2005
Christen in der Grünen Partei
Die Partei der Grünen wurde zumindest in Österreich zu einem wesentlichen Teil von katholischen Christen mitgegründet und wird von solchen mitgetragen – dies ganz eindeutig mit dem Impetus, jene „größere Hoffnung“ (1Petr3,15) in die Gestaltung der Gesellschaft einzubringen, die Christen erfüllt; diesen Beweggrund habe ich selbst miterlebt.
Redaktion benachrichtigen Die Ursprünge des christlichen Europa
#1   Yersinia   17:52:05 | Sonntag, 16. Januar 2005
Wie kommt der Autor dieses Beitrags zu seinen Aussagen?
Meines Wissens ist die Forschung zur Frühzeit Europas doch noch sehr im Fluß. Noch dazu gehört zum spezifischen Charakter des heutigen Europa mit seiner modernen Gesellschaft die Entwicklung in der Zeit der Aufklärung – und für diese Entwicklung leisteten neben christlichen (evangelischen) auch jüdische, muslimische und freimaurerische Denker Grundlegendes. Diese Dinge gehören einfach zu den Fakten, die Europa prägten!
Redaktion benachrichtigen EU: Wer kommt nach der Türkei?
#5   Yersinia   19:57:19 | Freitag, 14. Januar 2005
Danke, Vetter Taferl!
Alte Verschwörungstheorien schmecken neu aufgewärmt doch am besten.
Redaktion benachrichtigen Mel Gibson zu Besuch bei der letzten noch lebenden Seherin von Fatima
#2   Yersinia   18:20:12 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Es ist nur ein Film.
Und es ist immer eigenartig, wenn ein Film – der nicht mehr und nicht weniger als eine erdachte Geschichte ist – so hochgejubelt wird. Mit recht gibt es zu jedem Film auch – eine Filmkritik!
Redaktion benachrichtigen EU: Wer kommt nach der Türkei?
#1   Yersinia   18:15:24 | Donnerstag, 13. Januar 2005
Immer mit der Ruhe!
Weder wurde Rom in sieben Tagen erbaut, noch tritt die Türkei schon übernächstes Jahr bei – das sind politische und soziale Prozesse, die Jahrzehnte dauern. Auch darf man nicht übersehen, dass der Islamismus in muslimischen Staaten eine – im Grunde von Hilflosigkeit gekennzeichnete – Reaktion auf die dortige Überforderung durch den gesellschaftlichen Wandel ist; gerade in traditionalen Kulturen wird die Herausforderung durch gesellschaftliche Wandlungsprozesse und die dadurch entstehenden Brüche in der Gesellschaft wesentlich dramatischer erlebt. Nicht zuletzt muß bedacht werden, dass der Beitrittsprozeß den Aufbau einer freiheitlich-demokratischen, auf rechtsstaatlichen Grundlagen beruhenden Zivilgesellschaft mit freier Marktwirtschaft zur Voraussetzung hat – etwas, worauf gerade wir „dekatenten“ Europäer mit Fug und Recht stolz sind; und nicht zuletzt leben die allermeisten Menschen in Europa ein normales bürgerliches Leben und hängen einer der großen Religionsgemeinschaften an – eine Tatsache, die von den Profiteuren des Moralisierens zugunsten ihres „versteckten Gewinns“ gerne unter den Tisch gekehrt wird.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Meisner relativiert
#15   Yersinia   16:37:22 | Sonntag, 9. Januar 2005
@„jüdische Diktatur“ etc.
Ist ja interessant – schleichen sich die Linksextremen schon in die konservativ-katholischen Foren ein, um diese völlig zu dessavouieren – oder wie sind solche rechtslastig-verrückten Meldungen zu verstehen? Verschwörungstheorien haben ja den signifikanten Vorteil, nichts beweisen zu müßen, aber alles erklären zu können.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Meisner relativiert
#9   Yersinia   21:20:37 | Samstag, 8. Januar 2005
@sulpicius: freilich bleibt es ein Übel!
Die andere Seite ist aber, wenn ein Übel nicht abzustellen ist, weitere damit einhergehende Bedrohungen und andere Übel hintanzuhalten. Ob 20% der Abtreibungen in Österreich oder Deutschland tödlich enden, kann wohl bezweifelt werden – für arme Länder bzw dort lebende arme Frauen mag das gelten. Zu den Ärzten stellt sich die Frage, woher diese vom Vermögensstand ihrer Patientinnen wissen bzw ob es nicht Privatärzte sind, zu denen naturgemäß Frauen gehen, die es sich leisten können. Worum es bei einer Abtreibung aber wirklich geht, ist die Angst der werdenden Mutter vor der Zukunft – und hier geht es nicht um „Karriere“ – welche Frau macht schon Karriere – sondern meist um Armutsgefährdung; für die Frauen, von deren Abtreibung ich weiß, war es jedenfalls immer ein sehr sehr schwerer Schritt.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Meisner relativiert
#3   Yersinia   15:04:28 | Samstag, 8. Januar 2005
Ein Vergleich mit einer Diktatur ist im Fall der Abtreibung einfach „daneben“!
Dieser Vergleich zwischen politischen Systemen und der Situation von Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschließen, kann wohl nur von Männern kommen! Nicht umsonst sind Frauen in der Abtreibungsdebatte eher zurückhaltend. Die Fristenlösung wurde ja eingeführt, um eine Situation, die es einfach gibt – Frauen treiben nun mal ab und nichts auf der Welt konnte dies in den letzten Jahrtausenden verhindern – um diese Situation wenigstens einer Regulierung zu unterwerfen; dies hat gegenüber der früheren „Untergrundsituation“ und den „Engelmacherinnen“ doch auch vieles verbessert – neben entsprechenden medizinischen Bedingungen gibt es heute sehr viel Unterstützung für schwangere Frauen – vieles gibt es noch zu verbessern, Abtreibung als politisches Schlachtfeld zu mißbrauchen – noch dazu von Männern vorangetrieben – nützt aber nur den Rethorikern, sicher nicht den Frauen und Kindern!
Redaktion benachrichtigen Kardinal Meisner relativiert
#1   Yersinia   13:35:28 | Samstag, 8. Januar 2005
Art und Weise des Wirtschaftens
Verfehlungen gegen das Leben geschehen heute tagtäglich millionenfach durch die Art und Weise, wie weltweit gewirtschaftet wird – so, dass manche Menschen reich, aber viele arm werden oder von Armut bedroht sind. Eher lasche Hirtenbriefe in diese Richtung, die mehr oder minder individualistisch auf die „menschliche Habsucht“ verweisen, werden an diesem Problem sicher nichts ändern. Und zuerst sollte wohl einmal eine lebensfreundliche wirtschaftliche Situation geschaffen werden – auch in westeuropa, wo junge Menschen von zunehmender Zukunftsunsicherheit betroffen sind – eine Sache, die gut abgesicherte „Kirchenmenschen“ eher nicht zu spüren bekommen!
Redaktion benachrichtigen Der US-Abtreibungssenator gewinnt die Wahl
#7   Yersinia   19:31:40 | Donnerstag, 6. Januar 2005
@dolfus: Was ist das Anliegen von kreuz.net?
Eine grundsätzlich religiöse Diskussion mit freilich auch politischen Bezügen zu führen? Oder immer mehr in spekulativ-politische Sphären mit teilweise rabiaten Aussagen abzugleiten?
Redaktion benachrichtigen Papst-Messe für die Opfer des Seebebens + …
#1   Yersinia   19:19:14 | Donnerstag, 6. Januar 2005
wozu das Zitat aus der „Kronen-Zeitung“?
Nicht jeder, der sich auf die Anti-Abtreibungswelle schwingt, wirkt auch wirklich fruchtbar gegen die Abtreibung. Und beim Menschen- und Zeitgeistbild der „Kronen-Zeitung“ habe ich wirklich meine Zweifel.
Redaktion benachrichtigen Zur Flutkatastrophe in Südostasien: Wie kann die Menschheit das zulassen?
#4   Yersinia   19:12:07 | Donnerstag, 6. Januar 2005
dilettatus: JHWH ist nicht der Gottesname.
Diese Bezeichnung ist ganz im Gegenteil eben die Umschreibung für Gott und heißt übersetzt in etwa „der, der da ist“ bzw „der da seiende“. Der Gottesname selbst kommt im „Ersten Testament“ zweimal vor und wird (mW) einmal von Jesus gerufen – such ihn selbst aus der Bibel!
Redaktion benachrichtigen Der US-Abtreibungssenator gewinnt die Wahl
#4   Yersinia   18:55:01 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Politik für die Reichen
Eine Regierung, der wirklich etwas an einer Verhinderung der Abtreibung läge, würde die gesellschaftlichen Bedingungen kinder- und lebensfreundlich gestalten. Das hieße zugleich aber, die entfesselte Wirtschaftswelt in die Schranken zu weisen – da ist es doch besser, mit „lebensschützerischer Rethorik“ ein Pseudo-Konfliktfeld zu schaffen, um von den eigentlichen Intentionen abzulenken; und nachdem wenige konservativ-klerikale Abtreibungsgegner armutsgefährdet sind, nach meiner persönlichen Erfahrung aber sehr viele aus durchaus wohlhabenden Häusern kommen, wird diese Diskrepanz schlicht nicht wahrgenommen.
Redaktion benachrichtigen Die göttliche Botschaft der Flutwelle
#2   Yersinia   18:49:03 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Naturkatastrophen
Die Sicht von Naturkatastrophen als „Zeichen Gottes“ oder gar als Strafe Gottes birgt die Gefahr, dass es auch für andere pseudoreligiös-esoterische Gruppierungen legitim wird, eine solche Sichtweise zu vertreten – und damit wäre der Irrationalität noch mehr Raum gegeben, wo überlegtes, verantwortetes menschliches Handeln gefragt ist. Von einem „strafenden Gott“ hin zu einer willkürlich handelnden „Götterperson“, die wieder „Opfer“ fordert, wäre dann nur mehr wenig Abstand.
Redaktion benachrichtigen Küchengeschichte
#2   Yersinia   19:53:52 | Dienstag, 4. Januar 2005
Ob die katholische Kirche ohne II. Vaticanum heute noch wahrgenommen würde?
Wer die Aufbruchsstimmung miterlebt hat, wer miterlebt hat, wie „reif“ die Zeit war für frische Luft, wird diese Zeit und dieses Bemühen zu würdigen wissen! (Man bedenke auch, dass die vorbereitenden Impulse und geistig-geistlichen Strömungen für dieses Konzil schon in den Jahrzehnten davor begannen!) Aber die Erwartung, dass dann alles besser würde, wäre wohl überzogen gewesen. Die katholische Kirche oder besser die Menschen, die sich dieser Kirche verbunden fühlen, leben heute ebenfalls in einer Welt, die sich rasch und intensiv wandelt – und deshalb immer wieder neue Fragen aufwirft und neue Antworten benötigt – welche wiederum neue Fragen aufwerfen; und das scheint mir das Gute am Lauf der heutigen Welt zu sein: die Entscheidung zum Glauben erfolgt reif, reflektiert und bewußt!
Redaktion benachrichtigen Ist die Priesterweihe für die Frau „zeitgemäß“?
#2   Yersinia   19:09:28 | Montag, 3. Januar 2005
Nun, ob die Öffnung der Priesterweihe für Frauen zeitgemäß ist, sei dahingestellt.
Aber vielmehr als um „Zeitgemäßheit“ geht es doch um die Frage nach dem „Eigentlichen“ des (katholischen) Priestertums. Was macht die „Substanz“ des Priester-seins aus? Diese Frage wird immer neu zu stellen sein, weil sich auch das Verständnis dessen, was priesterliches Leben und Wirken bedeutet, ständig ändert – wohlgemerkt: das menschliche Verständnis dafür. Ein „Schluß der Debatte“, und sei es auch von höchster Stelle verordnet, bewirkt nur eine weitere Diskussion über den verordneten Schluß; sicher aber keine Beendigung einer Diskussion, die eben auch viel Gutes hat, gerade weil Dinge des Glaubens immer neu – im gläubigen Sinne – verstanden werden wollen.
Redaktion benachrichtigen So habe ich die Kirchweihe erlebt
#3   Yersinia   18:59:09 | Mittwoch, 29. Dezember 2004
Es war wohl eine eindrückliche Weihe.
Aber welche „Botschaft aus dem Weltall“ soll da gewesen sein? Bei solchen Dingen denkt amn eher an Obskures, wobei der Ausdruck „duftende Lichtopfer“ mehr esoterisch als christlich klingt; und das will diese „Priesterbruderschaft“ sicher nicht.
Redaktion benachrichtigen Abtreibung statt Adoption
#3   Yersinia   18:58:48 | Montag, 27. Dezember 2004
Abtreibung ist ein ewiges Thema
In den 50er Jahren schätzte die Katholische Aktion in Österreich die Zahl der jährlichen Abtreibungen auf etwa 150.000. Dagegen wird dies Zahl heute von verschiedenen Quellen auf etwa 20.000 pro Jahr geschätzt.
Redaktion benachrichtigen Die Katastrophe folgt auf Tag und Jahr
#3   Yersinia   18:50:22 | Montag, 27. Dezember 2004
Christen – Muslime
Es ist eine gute Seite dieses Gebetsaufrufes, dass damit Christen für Muslime beten.
Redaktion benachrichtigen Erzbischöflicher Dolch sticht erneut
#4   Yersinia   05:05:08 | Montag, 27. Dezember 2004
eine gewisse Besonnenheit tut gut!
Da hat der Herr Kardinal meines Erachtens recht. Billige Polemik und Aktionismus verhärten die Fronten und führen erst recht zu keiner Lösung in der Sache. Es ist auch in Betracht zu ziehen, dass jene, die sehr polemisch agieren, vielleicht eher am Konflikt als an einer Lösung (in kleinen Fortschritten) interessiert sind.
Redaktion benachrichtigen
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