Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#36 Yersinia 21:06:44 | Mittwoch, 5. September 2007
@Luther: Studie: Sex liebste Freizeitbeschäftigung junger Pärchen na so was; wohl was ganz was Neues?
und ich alte Naive dachte immer, Rosenkranzbeten wär up to date! aber gut, dass du da ein so ein scharfer
Beobachter des Zeitgeistes bist! Danke!
interessant, dass auf reuz.net wohl regelmäßig die Freimaurer zu Ehren kommen andere Gruppierungen,
die gemeinhin unter den Begriff „Sekten“ fallen, aber noch nie behandelt wurden;
lustig; laut letztem Sektenbericht sind zwar ganz andere „Religionsgemeinschaften“ zur Zeit en vogue und
esoterische Kulte boomen allenthalben – aber trotzdem ist es ganz gut, wenn die Freimaurer gelegentlich
daran erinnern, dass es sie gibt; dieses Schweigen kreuz.net’s gegenüber diversen Sekten, religiösen
Verbindungen und esoterischen Kulten mutet allerdings etwas seltsam an;
Afrika hat selbst massive Probleme, fürchterliche Armut, Kriminalität, Ausbeutung und Krieg Synkretismus
und Sektentum; von den schlechten Regierungen braucht man gar nicht zu reden; es gibt auf diesem Kontinent
viele Gemeinden, denen geistlicher Beistand fehlt, Pfarren, in denen es bestenfalls einmal im Monat einen
Gottesdienst gibt; und dann will Europa, statt die Probleme mit dem Priestermagel aus eigenen Ressourcen
zu lösen, aus Afrika noch Priester abziehen? eine verführerische Lösung – wir brauchens, die habens,
über Gründe für den Priestermangel – und was Priestermangel überhaupt ist – macht man sich keine Gedanken;
zu Uganda: wesentlich für den Erfolg des dortigen Programms zur HIV-Vorbeugung war die Stärkung der
Frauenrechte im Bewußtsein der Gesellschaft; insbesondere die Stärkung des Rechts zum selbstbestimmten
Leben der eigenen Sexualität – ganz einfach: die Erkenntnis: Frauen gehören den Männern nicht und dürfen
nicht nach Belieben vergewaltigt werden; auch ganz einfach: den Aberglauben bekämpfen, durch Geschlechtsverkehr
mit einer Jungfrau ließe sich AIDS heilen; dritte ganz einfache Aktion: den Leuten bewußt machen, dass
HIV durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird und nicht zB durch ein versäumtes Opfer
eine Strafe Gottes sei;
also Frauen, gehts nicht arbeiten sobald ihr eurer natürlichen Bestimmung zur Mutterschaft folgt; und
deshalb ist es logisch, dass ihr in höher qualifizierten beruflichen Ausbildungen und Tätigkeiten auch
gerechterweise nichts verloren habts; die niederen Tätigkeiten könnt ihr aber ohne weiteres bis zur
Geburt eures ersten Kindes ausüben und nach der Geburt des dritten wieder fortsetzen – ist es das, was
in dem Artikel gesagt werden soll? und wo bleibt die positive Vaterbeziehung?
‘Mama’s kleiner Helfer’ vielleicht bin ich etwas geschmäcklerisch, aber dieser Titel erscheint mir –
im Bezug auf ein Buch zum Themenbereich der Sexualität – nun doch *räusper, räusper* etwas eigen; nebenbei:
sprechen Mütter mit ihren Söhnen, Väter mit ihren Töchtern im Weltbild der Autorin nicht über sexuelle
Dinge?
wie ist das jetzt mit der „Inkulturation“? sollen Menschen auf anderen Kontinenten mit anderer, jahrtausendealter
Kultur verpflichtend Riten europäischen Ursprungs übernehmen? Riten, die selbst durch „Inkulturation“
entstanden und überdies historisch gewachsen sind? – oder ist das Christentum eine „europäische“ Religion,
Europa bzw die „westliche Welt“ doch ein „Christenclub“ und andere Mneschen per se von der Erlösung im
christlichen Sinne ausgeschlossen?
wenn man den Artikel und die Art der Berichterstattung auch nur ein bißchen hinterfrägt – tauchen sehr
schnell sehr viele Fragen auf; btw: gerade die „offene Jugendarbeit“ muslimischer Fußballvereine in der
Pariser Banlieu konnte die Ausschreitungen (wer erinnert sich noch: wegen zweier bei der Verfolgung durch
die Polizei ums Leben gekommener Jugendlicher) eindämmen; seither wird in dieser Gegend deutlich mehr
in Jugendarbeit investiert; „Multikulti“ ist ein Begriff, mit dem gerade Rechtsextreme gerne hausieren
gehen; tatsächlich geht es um Integration und Zusammenleben – und es geht um die Bedingungen, die dafür
von allen Seiten geschaffen werden; wenn ausländische Familien vor allem in „Glasscherbenvierteln“ eine
Bleibe finden, wenn ausländische Eltern am meisten unter Streß stehen, weil sie am härtesten vom Überlebenskampf
am Arbeitsmarkt betroffen sind, wenn die Gefahr der Entwurzelung und daher der Rückzug auf traditionale
Lebensmuster bei MigratnInnen eine mentale Überlebensstrategie ist, braucht man sich über die Situation
nicht zu wundern; dass politisch rechtsgerichtete Gruppierungen diese Situation verzerrt darstellen und
für ihre Zwecke nutzen, ist allerdings auch eine politische „Naturerscheinung“;
@copertino: „christliche“ gehört in Anführungszeichen und ist unglücklich ausgedrückt; gemeint sind
Schmähungen und auch Anschläge (zuletzt in Wien), die quasi aus der „christlichen“ Welt kommen – nur:
siehe oben;
und daraus folgt? welche Schlüße sind daraus zu ziehen dass so linksextremistisch verseuchte Länder
wie Italien und Spanien oder Irland, in denen noch dazu die „Frankfurter Schule“ schon in der Volksschule
gelehrt wird, so wenig Nachwuchs haben, während die konservativ-katholischen skandinavischen Länder
sowohl mit der Geburtenrate als auch mit dem Erstgeburtsalter recht gut dastehen? auch Frankreich hat
eine recht hohe Geburtenrate (zu der die Einwanderer übrigens gerade mal ca 3% beitragen) – was machen
diese Länder, dass sie trotz ihrer Zugehörigkeit zur modernen westlichen Welt ganz passabel Nachwuchs
haben? und was wird in den jetzt islamischen, durch einen traditionalen und modernen Lebensstil zerrissenen
Ländern in den nächsten zwei Jahrzehnten passieren? und was mit der Erde, die insgesamt auf eine zu
hohe Bevölkerungszahl hinsteuert?
eine Entschuldigung zu fordern, noch dazu von einer Gemeinde die wahrscheinlich gar nichts dafür kann,
dass diese Dinge geschehen sind, erscheint mir nicht recht; das würde die Sache vielleicht eher anheizen;
da wäre es doch viel klüger, die Jugendlichen zu einem klärenden Gespräch inklusive des Besuchs der
Pfarrkirche einzuladen – dann besteht die Chance, dass sie das, was sie als Feindbild aufbauten, klar
erkennen können; umgekehrt haben ja auch christliche Schmähungen muslimischer Einrichtungen ihre Wurzel
in unverarbeiteten psychischen Zuständen, mit denen sich dann die betreffenden Personen ihre Feindbilder
und Projektionen schaffen – für Beispiele muß man gar nicht mal weit blicken;
ab wann dürfen wir auf kreuz.net einen fundierten Bericht zu diesem Thema erwarten? www.orf.at/…410-98396/index.html
oder derstandard.at/?id=2409133 ich bin doch sehr verwirrt, was die angesprochenen Sachverhalte betrifft
und brauche jetzt dringend geistlichen Beistand und hilfreiche Orientierung!
dass wir in Europa Nachwuchs brauchen ist Konsens – bloß wie soll eine Athmosphäre für mehr Nachwuchs
entstehen können? durch Moralisieren und Anklagen, vor allem betrieben von Leuten, die selber weder Kinder
haben noch in prekären Lebensverhältnissen stehen, wird eher nichts erreicht;
@stefan: was ist dein Metier? würdest du wirklich „familienpolitische Stellungnahmen“ abgeben, würdest
du auf Vermutungen bzgl Gewalt in Familien wohl nicht angewiesen sein; und die Mähr von der „Selbstverwirklichung“
begegnet einem auch immer nur von kinderlosen Klerikalen; ich kenne keine einzige Frau, die wegen „Selbstverwirklichung“
Kinder und Familie aufgäbe – aber durchaus Männer, die Frau und Kinder wegen einer anderen verlassen;
nb: verwirklicht sich ein Priester nicht selbst? – für die allermeisten Menschen geht es schlicht um
die Bewältigung des täglichen Lebens mit Beruf, Kindern und Partnerschaft – alles andere sind Unterstellungen
und ein wesentlicher Grund, dass kirchliche Aussagen als nicht relevant erlebt werden; btw: ich habe 25
Kinder! glaubst du mir nicht? recht hast du? in Internetforen kann man praktisch alles behaupten;
summa summarum lautet die Aussage des Artikels dass Menschen, die Theologie studieren und kirchlie Berufe
ausüben, eine deutliche Nähe zu homosexuellen Neigungen haben – ob der Artikel nicht ein „Schuß ins
eigene Knie“ ist? – oder kreuz.net nicht vielleicht doch ein Kunstprojekt?
nach Konsumation des Trailers zum Film würd ich mit einer Volksschulkasse ins Kino gehen; aber welch
„Selbstbewußtsein“ muß man haben, um eine Satire nicht als solche zu erkennen?
authentisch ist’s wohl erst, wenn der Mensch selber durch Anfechtungen und Zweifel hindurchgegangen ist;
vorher ist es Romantisieren; aber zum Trost: häufig haben sich gerade die konservativsten StudienkollegInnen
sich im späteren Arbeitsleben zu den pragmatischen und oft sogar sehr fortschrittlichen „Arbeitern im
Weinstock des Herrn“ entwickelt;
„Nachfrage nach Sachgütern und Diensleistungen steigt“ ja, das ist anzunehmen, aber keineswegs, dass
damit auch schon das Sozialsystem gesichert wäre; mehr Sachgüter bedeuten nicht unbedingt mehr Arbeitsplätze;
steigt die Kaufkraft wirklich so, dass die (theoretisch) steigende Nachfrage auch bezahlt werden kann –
oder ist nicht vielmehr Verzicht (und damit sinkende Nachfrage) angesagt? – zumal bei mehr Kindern das
disponable Familieneinkommen normalerweise etwas wirtschaftlicher eingesetzt werden muß; – abgesehen
davon wird die Frage nicht beantwortet, wie die jetzigen Menschen Kinder bekommen sollen? ein quasi blitzartiges
Umschwenken, eine völlige Neuorientierung des Lebens von breiten Bevölkerungsschichten innerhalb der
nächsten fünf Jahre, die grundsätzliche Inkaufnahme von Arbeitslosigkeit statt eines Einkommens durch
Arbeit ist nicht realistisch; btw: immer wieder die Frage: wer im Forum hat Kinder (und ist nicht mit
besonderem materiellen Wohlstand gesegnet)?
danke, @Andreas; aber wenn schon, dann zitier es in der Originalsprache sag mal, gehörst du auch zu jenen
Menschen, die auf jede Frage ein Buch parat haben? die Texte der Kirchenväter kann ich mir auch selber
raussuchen und hunderttausend Seiten theologischer Literatur auch selber lesen; ich wollte hier im Forum
Antworten von den anderen Menschen; oder hat hier keine/r diese Fragen, ist mit kirchenväterlichen Texten
die Frage schon beantwortet – oder ist es nicht eher sehr bequem, auf Fragen ganz schnell ein paar Zitate
rüberzuschleudern und damit hat sich’s?
@Stefan (Schulmeister?) – wie kommst du eigentlich dazu, Zensuren zu verteilen? und hältst du andere
Leute wirklich für so dumm, bei erwähnten Teilaspekten nicht eh deine Weisheiten mitzudenken? geh, mach
dir die Mühe, lies mein Posting nochmals; niemand sagt, dass wir keine Kinder bräuchten – allerdings
hängt die Sicherung eines auf Erwerbseinkommen basierenden Sozialsystems wirklich von den einzahlenden
Menschen ab – und wie du sicher lesen kannst: ich habe die Problematik mangelnder materieller Sicherheit
bzw unsicherer Einkommensmöglichkeiten in unserer westeuropäischen Gesellschaft aufgeworfen; und es
wäre entlarvend, mit Hinweis auf arme Länder zu argumentieren, dass diese ja Kinder haben; neben völlig
unterschiedlichen Verhältnisse bzw Funktion der Kinder wird doch niemand wollen, dass Eltern in Europa
so arm sein sollen?- noch eine Frage: hast du Kinder?
eines bleibt zu klären: hätte Judas Jesus nicht „übergeben“ hätte es dann keine Passion, keine Kreuzigung,
keine Auferstehung gegeben? – umgekehrt: wenn Jesu’ Kreuzestod heilsnotwendig war – wurde dann Judas von
Gott quasi wissentlich verdammt?
keine Arbeitsplätze – keine Renten so schauts aus; volkswirtschaftlich spielt der Nachwuchs natürlich
eine Rolle – aber für das Sozialsystem ist die Anzahl der Beitrgszahler und die Höhe der Beitragszahlungen
relevant – die Anzahl der Kinder nicht; und was soll’s, wenn Arbeitslosigkeit und Unplanbarkeit drohen,
wenn Flexibilität das Gebot der Stunde ist, wenn prekäre Arbeitsverhälntisse langsam, aber sicher zum
Normalfall werden, tun sich Menschen halt schwer, ihren vorhandenen(!) Kinderwunsch auch zu realisieren;
das Argument, dass in armen Ländern die Menschen mehr Kinder haben, ist gelinde gesagt zynisch – und
entlarvend: bedeutet es doch erst recht, dass man im reichen Europa durch Kinder der Armut verfällt;
@methusalix: da gibt es schon eine nicht unbedeutende Unterscheidung das einemal wird auf die „Herkunft“
im Sinne des Menschen an sich rekuriert bzw bezieht sich der Hass auf nicht änderbare Gegebenheiten –
das andere mal ist es der Vorwurf, dass „sich die Juden nicht anpassen“ oder „den/ihren Messias nicht
annehmen wollen“; historisch war letzteres durchaus ideologisch wegbereitend für die Barbarei, die ersterem
entsprang;
wie ist das mit Mißbräuchen von Mädchen? wurde da nie geschwiegen? nein, es geht nicht um Homosexualität,
sondern wohl eher um den „Stil“ im Umgang mit Untaten bis hin zu Verbrechen; und um von dieser Frage abzulenken,
sie zu verdrängen, ist es natürlich sehr praktisch, auf die Homosexualität zu rekurieren – wobei es
im umgekehrten Fall nur konsequent wäre, sämtliche homosexuellen Priester aus dem Dienst der Kirche
zu entlassen, oder?
@abu: du hast mich noch nicht ganz überzeugt aber es ist interessant, wie sehr du dich um Rechtfertigungen
bemühst; was die Bibel betrifft: es geht nicht über die Originalsprache – und dann kommt niemand um
die Befassung mit dem Hintergrundwissen der Entstehung der biblischen Texte herum – genauso nötig ist
dann die Befassung mit den verschiedenen Textarten und ihrer Bedeutung in der heutigen Zeit – und diese
ist wiederum ein Konstrukt, also Standpunktabhängig und änderbar;
tja, der Werbekuchen ist halt ein sehr weltlich Ding allerdings, ich kann mir nicht helfen, aber kreuz.net
ist spritziger – und hat noch dazu eine recht offene Diskussionskultur; im übrigen bin ich mittlerweile
davon überzeugt: kreuz.net ist ein Kunstprojekt;
woran erkennst du bei mir eine „Sozialistin“? wenn du diese Perikope aus 1. Kor als heute gültige Regel
für eine Gemeinde darstellst, darf es nicht verwundern, wenn sich Frauen (aber auch Männer) mit Grausen
von der Kirche abwenden – bzw eine gehörige Portion Masochismus brauchen, um da mitzumachen; glücklicherweise
gibt es auch andere Interpretationen (inklusive der Frage der Echtheit) dieser Bibelstelle;
@elendster: was den „weißen Mann“ betrifft: na eben, wobei der „weiße Mann“ in Afrika wohl zuallermeist
in einer Herrschaftsposition steht, der „Neger“ in Europa zuallermeist nicht; jetzt erklär mir allerdings,
wie die Betreffenden an der Abwertung dieser Bezeichnungen selbst schuld sien sollten? das ist wohl eher
der fiese Zug, das Opfer (der Diskriminierung) noch zum Täter (in dem Fall auch zur Täterin) zu machen –
das ist, mit Verlaub, eine fiese Argumentation, die tatsächliche Zusammenhänge von Herrschaft und Unterdrückung,
von Teilhabe und Ausschluß an sozialer und ökonomischer Entwicklung nicht wahrhaben will oder schlicht
negiert; auch das sei dir unbenommen – ich bezeichne solche Ansichten jedoch ganz schlicht als „uninformiert“;
@elendster: gar nix sollst du ich hab’s ja gesagt, dass du das sicher nicht verstehen kannst; es geht
aber nicht um „humanistische Duselei“, sondern um diskriminierende Bezeichnungen bzw Konnotationen; oder
kennst du ein Equivalent für „Weib“ beim Mann? kaum, die Bezeichnungen für Frauen erfuhren historisch
jeweils eine Abwertung; und „Neger“ hat in seinem Bezug auf Menschen mit schwarzer Hautfarbe auch diese
spezielle Wertung des „unten“ und „oben“ respektive der Sklaverei und laufenden Ausbeutung, die für viele
schwarze Menschen bis heute das Verhältnis zu den (meist reichen) weißen Menschen prägt; anders gefragt:
warum gibt es dann für „Weiße“ keinen ähnlichen Ausdruck?
@Brand: weißt eh, es gibt die sogenannte „schöne Armut“ also unverschuldet in Not und trotzdem anstädnig
und ordentlich (kommt selten vor); dann die reale Armut – persönliche und sozial bedingte Einflüße
in einem Konglomerat; und dann noch die lächerliche Armut – das ist jene der Kleriker: solcher einer
kann arm sein, wie er will – existentielle Not und Armut ohne freie Entscheidung sind Mönchen und Co
zuallermeist fremd; was die Großkonzerne angeht: erst durch die Vernichtung des ländlichen Lebens in
den armen Ländern des Südens kommt es zum Anwachsen der Slums bei den Städten und zu den großen Migrationsbewegungen
in den Westen – aber jeder, wie er glaubt; ich befaß mich auch schon einige Jahrzehnte mit Entwiclungszusammenarbeit
und -politik;
nanu! sind heute venezianische Masken dran um die Feindbildkultur zu pflegen? ich kenne keine Homosexuellen,
die gegen Ehe und Familie wären – ganz im Gegenteil wollen ja manche heiraten und Kinder haben bzw mit
ihren Kindern leben; allerdings, wie heißt es so schön: man bekämpft oft das, was man selbst verdrängt;
in diesem Sinne auch eine Anfrage an alle „Kreuzritter“ und „Traditionalisten“, wie es eigentlich mit
ihrem eigenen Glauben und ihrer eigenen Gottesbeziehung steht; nicht zuletzt, wenn der „Opferaspekt“ der
Hl. Messe so betont werden muß, wobei die Frage offen bleibt, was dieses Opfer bezwecken soll?
„„Besitzlosen“ sind im allgemeinen an Arbeit nicht interessiert“ hast das schon diversen Mönchen gesagt?
(nb ist es schlicht Blödsinn, armen Menschen aller Länder „Arbeitsunwilligkeit“ zu unterstellen; genau
das würdest in vielen Ländern gar nicht überleben) – und die Sache mit den Großkonzernen ist ja nicht
einseitig und schon gar nicht vereinfachend zu betrachten – außer, du wärest unendlich naiv (was man
aus deiner Wortmeldung durchaus folgern könnte);
nur Leute, die keine Ahnung haben bezeichnen Menschen mit Down-Syndrom bzw Triesomie-21 als „mongolid“;
btw: die Mongolei hat schonvor längerer Zeit gebeten, für diese Behinderung nicht den Ausdruck „mongolid“
zu verwenden;
@bonifaz: na, ich hoffe, du bist zufrieden @brandenburgis: was ist mit den ausgebeuteten und ruinierten
Ländern, die von Großkonzernen heimgesucht wurden und werden? was mit der heute dominanten „Kultur“,
alles und jedes dem Konsum und dem „Götzen Markt“ zu unterwerfen?
@ansgar: eventuell habe ich mich tatsächlich ungeschickt ausgedrückt hätte dieses Posting wohl didaktisch
besser aufbereiten sollen? vielleicht hilft’s aber auch, wenn du es nochmals liest? – ein kleines Kind
glaubt eher schon, dass „der Herr Jesus da drinn ist“ im Sinne, dass in der Hostie gleichsam ein Mensch
wäre; ein Erwachsener kann den Sinn dieses Glaubenssatzes dagegen wohl allermeistens verstehen – und
könnte aber auch dem „magischen Missverständnis“ erliegen;
@bonifaz: vielen Dank für die Belehrung, wär mir nicht in den Sinn gekommen, ganz ehrlich; allerdings
muß ich grosso modo doch eher dem @sozialkatholisch recht geben; übrigens: wie und womit verdienst du
deinen Lebensunterhalt?
„Jesus Christus sei wahrhaftig in der konsekrierten Hostie answesend? „ na ja, wenn es quasi „physisch“
verstanden wird, ist es eben eines der bekannten „magischen Mißverständnisse“ – einer Gefahr, der gerade
die Sakramente sehr ausgesetzt sind; das trifft nb auch auf das „Meßopfer“ zu – insofern, dass man eine
Gottheit durch eine Opfergabe „gnädig stimmen“, also manipulieren wollte; daher steht ja die Meßfeier
im Spannungsfeld zwischen einem „Opfer“ und dem Beziehungsangebot Gottes, das schon im Ersten Testament
vielfältig zum Ausdruck kommt;
„Wir „vulgär-traditionelle“ Dummerchen lernten immerhin noch „ meine Bewunderung; ich dachte, das wüßte
letztlich nur Gott allein; übrigens: kennst du das griechische Wort, mit dem die Handlung des Judas am
Ölberg gegenüber den Römern bezüglich Jesus bezeichnet wird? in weiterer Folge: Judas war für die
Heilsgeschichte von zentraler Bedeutung;
ach! danke, werte Readktion für den Tipp zur Gestaltung des Samstagnachmittags! (die Kinder wollen auch
nicht immer im Wald und auf der Wiese herumtollen) – btw: die Fortführung dieser Satire wird in diesem
Forum anscheinend bereits vorweggenommen?
@binfatius: ja, er soll sich um Kohl und sonstiges Gemüse kümmern – interessant, wie du die Sache im
ersten Satz verdrehst – und im zweiten gleich nochmal und zugleich doch die relevante Seite des Themas
ansprichst; ob du die derzeitige spanische Regierung als „neomarxistisch“ bezeichnest, sei deinem Geschmäckchen
überlassen; wenn der Bischof allerdings „gesellschaftliche Zustände“ anspricht, dann erklärt er sich
damit auch für diese zuständig – und damit auch für die Bedingungen, unter denen in Spanien zB Gemüse
produziert, Golfplätze angelegt, Menschen beschäftigt und Gewinn gemacht wird;
„ein nihilistischer, laizistischer, neomarxistischer und relativistischer Prozeß „ was es nicht alles
gibt – und das, obwohl sich diese (unterstellten) Welt- und Seinsanschauungen bei Lichte betrachtet durchaus
gegenseitig ausschließen – was sagt der Herr Erzbischof eigentlich zur spanischen Gemüseproduktion?
zur wundersamen Golfplatzvermehrung? zum Umgang Spaniens mit Flüchtlingen?
was ist denn das wieder für ein Unsinn? das eine mal sind die Eier im Reagenzglas – das andere mal im
Körper der Frau – und der unterliegt noch immer dem Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit;
@28., du meisnt also, dass Frauen grundsätzlich keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen sollten bzw wenn
schon, dann nur bis zur Geburt eines Kindes? wieviele Frauen kennst du, die Karriere machen wollen? hast
du selbst Kinder, bist du verheiratet? wie erlebst du selbst Frauen aus deiner Umgebung, die arbeiten?
was soll eine Frau tun, die keine materielle Basis hat, die nicht durch einen Mann versorgt wird? was
soll eine Frau tun, deren Mann ganz einfach zu wenig verdient oder arbeitslos ist? kannst du arbeitslos
werden?
@Kroate: „heutigen „modernen“ Frauen lieber die Karriere und hohe Absätze“ wieviele Frauen machen denn
„Karriere“? hast du schon einmal erlebt, wie sehr allein die Tatsache, dass Frauen Kinder kriegen können,
ein Hindernis ist, überhaupt eine qualifizierte Arbeit zu bekommen? und solange Frauen die ganze Last
von Kindererziehung, existentieller Unsicherheit und Arbeitswelt tragen müßen, ist es nur vernünftig,
den vorhandenen Kinderwusnch nicht zu realisieren; zu Kroatien: alle Länder patriachalisch-traditionalistischer
Kultur haben nachvollziehbar dieselben Probleme, sobald Frauen einen höheren Bildungsstand und bessere
Aussichten am Arbeitsmarkt haben; umgekehrt funktioniert die Vereinbarkeit von Beruf, Ehe und Familienleben
(für beide Geschlechter) in Skandinavien am besten – und dort haben sie die höchste Geburtenraten Europas!
„Es wird auch Zeit, daß der Gesetzgeber solchen Grundgesetzverletzungen endlich den notwendigen Riegel
vorschiebt.“ – und, hat er’s schon getan, der Gesetzgeber? wurden von politischen Parteien etc schon Gesetzesanträge
eingebracht? genügend Zeit und ausreichend Macht hatten/haben die diversen in Frage kommenden Gruppierungen
ja wohl – oder ist der ganze Artikel eh nur heiße Luft? (in Österreich ist ein Verweis auf solche Tätigkeiten
übrigens gesetzlich nicht möglich);
@ansgar: ein etwas seltsamer Vergleich oder: was hat christliches Handeln mit Waffengewalt zu tun? wobei
sich zusätzlich die wesentliche Frage stellt, welche Männer von solchen Dingen überhaupt angezogen
werden?
@kali: schön, dass du in einer Spaßgesellschaft lebst mit diesem Begriff lassen sich ganz gut Bücher
verkaufen und diverse Kleriker können sich, abgehoben, wie sie sind, ganz gut ihr ganz persönliches
Weltbild zurechtzimmern, mit dem sie dann in Predigten hausieren gehen – aber empirisch erfahrbar ist
diese „Spaßgesellschaft“ unter lauter ganz durchschnittlich lebenden und sich um Kinder, Wohnung und
Arbeit sorgenden Menschen nicht; allerdings: während meines Studiums haben sich die Priesterseminaristen
und Ordensleute durch ihr bequemes und wohlversorgtes Leben auch schon immer ein bißchen von den normalen
Studiosis abgehoben;
seltsame Lersermeinungen, die da so herumgeistern wobei sich viele Kommentatoren der unseligen Nazizeit
darüber einig sind, dass bei einer früheren und massiven militärischen Intervention gegen Hitlerdeutschland
der Welt die Verbrechen der Nazis und der Krieg wahrscheinlich erspart geblieben wären; andererseits
konnte wohl erst durch Krieg und Untergang mit dem Naziungeist wirklich aufgeräumt werden;
das waren halt noch Zeiten als man klare Feindbilder haben konnte; heute müßen Moralisten schon diffus
herumrudern, wenn es um die Verdammung der ganz normalen Marktwirtschaft mit ihren Opfern geht; immerhin:
jede Woch verhungern weltweit soviele Menschen, wie bei der Tsunamikatastrophe in Ostasien um Leben kamen;
außerhalb Europas ist der „Hurenmarkt“ noch viel brutaler, noch viel unersättlicher – und der „Hurenmarkt“
ändert sich nur dadurch, dass Frauen in ihren Rechten und ihrer Selbstbestimmung gestärkt werden und
selbstbestimmt leben können – dann fallen sie zB nicht mehr so leicht in Armut und Abhängigkeit; btw:
Stärkung der Frauenrechte sowohl im Rechtssystem als auch im gesellschaftlichen Bewußtsein sind eine
der Säulen der Bekämpfung von HIV-Infektionen in armen Ländern!
und wo kommen im Artikel die Rabbiner vor? wozu schreibt kreuz.net eine solche Überschrift? im Bericht
geht es um absolut wichtige pastorale Themen und Zielsetzungen (wobei man bei der kreuz.net’schen Berichtsqualität
immer hinterfragen sollte) und die Überschrift handelt von Rabbinern? vielleicht, weil die Wurzel des
Christentums im Judentum liegt? – das wäre natürlich ein Argument!
wie hätte sich die Kirche wohl ohne Konzil entwickelt? außer Spekulationen wird da nicht viel zu sagen
sein; allerdings: die „Stimmung“ vor dem Konzil kam nicht von ungefähr, sondern hat sich mit der modernen
Entwicklung der (westlich-europäischen) Gesellschaft – mehr Wohlstand, höheres Bildungsniveau – mitentwickelt;
nicht zuvergessen die Entwicklungen gegen Anfang des 20. Jhds. mit „Bund Neuland“ und „liturgischer Bewegung“;
auch nicht zu vergessen die vielen nicht mehr haltbaren Gesellschafts- und Moralvorstellungen; und nicht
zuletzt: als der Zölibat doch beibehalten wurde, verließen sehr viele Priester ihr Amt; es darf wohl
legitim gefragt werden, ob eine sich nicht im Konzil erneuerte Kirche nicht noch weniger wahrgenommen
würde, nicht noch viel mehr ihrer „Schäflein“ verloren hätte; wie gesagt, in Ermangelung einer Parallellwelt
bleibt auch dies – „gnadenlose“ Spekulation;
no, gar so wirtschaftskritisch ist die FAZ nicht und es ist hierzulande wohl in erster Linie die Wirtschaft
(mit ihren „Sachzwängen“ und Selbsläufigkeiten), die das Leben der Menschen bestimmt – und damit bekanntlich
ganz eindeutig auch die Realisierbarkeit des – in der Tat vorhandenen! – Kinderwunsches; zgl ist bekannt,
dass Gesellschaften mit mehr Wohlstand und höherem Bildungsniveau weniger Kinder bekommen, während umgekehrt
Gesellschaften, die arm sind (Kindersterblichkeit, Altersvorsorge) und in denen v.a. die Frauen ein geringeres
Bildungsniveau haben, eine höhere Geburtenrate haben; dies kann allerdings nicht durch einen einzigen
Zusammenhang erklärt werden, sondern ist eben ein komplexes – und damit abhängig vom Beobachtungsstandpunkt –
darstellbares Phänomen; aber wichtiger: wer in diesem Forum hat eigentlich wieviele Kinder?
@Chris: es wurden ja bei weitem nicht alle Menschen die in den Konzentrationslagern ermordet wurden, verbrannt;
viele Menschen (etwa die Hälfte aller Ermordeten) wurden durch systematische Quälerei zu Tode gebracht
oder starben durch die schrecklichen hygienischen Verhältnisse – alles bewußt zugelassen und gefördert;
abgesehen davon gab es hunderte Vernichtungslager und tausende solcher Verbrennungsöfen;
@Josefus: wie belegst du deine Behauptungen? hast du Kinder zu versorgen? erlebst du die Situation von
Frauen, von Männern mit, die sich Kinder wünschen? Bist du den Anforderungen der heutigen Arbeitswelt
ausgesetzt? ein Link: diestandard.at/?url=/?id=23351…
@Pero: immerhin kommt der Mensch aus Afrika immerhin hat Afrika eine sehr reiche, vielfältige Kultur
hinter sich, die nur nicht schriftlich dokumentiert wurde – heute aber einigermaßen erforscht ist – und
durch den Kolonialismus zum Großteil zerstört wurde; immerhin gab und gibt es auch in anderen Teilen
der Welt (nicht zuletzt in Europa) massiven Völkermord – und nicht zuletzt: glaubst du den Blödsinn
wirklich, dass manche Menschen von Gott in seiner Schöpfung bevorzugt oder benachteiligt wurden? Gott
hat wohl alle Menschen gleich und nach seinem Ebenbild geschaffen;
nein, ich meine die ganz realen Geheimdienste die ganz reale Unterdrückung von kritischen und emanzipatorischen
Bewegungen in totalitären Staaten und Diktaturen; genau diese Unterdrückung ist letztlich – zum Glück –
immer der Todeskeim aller totalitären Regimes; was die „rechte Szene“ betrifft, sind allerdings gar manche
Postings auf kreuz.net interessant; weiters werden gerne irgendwelche „Freimaurer“ oder sonstige Gruppierungen
angeführt – nie jedoch mögliche Verbindungen zwischen (bestimmten) Sekten und politischen Parteien; –
obwohl derartige Spekulationen mindestens genauso viel Potential für Verschwörungstheorien hätten;
aus der Perspektive europäischer Wohlstandsmenschen läßt sich leicht sprechen – kaum jemand wird am
eigenen Leib die unheilvolle Dynamik erfahren, mit der Sich Armut und Kriminalität verfestigen; kaum
jemand wird selbst die Mühe erleben, die nötig ist, um da rauszukommen, noch dazu in Verbindung mit
geringen Bildungschancen und der diktatorischen und korrupten Pollitik und mafiösen Vereinigungen, mit
der gerade viele afrikanische Staaten nach wie vor „gesegnet“ sind – gestützt nicht zuletzt von westlichen
Regierungen und Firmen; merke: für viele Länder ist gerade der Reichtum an Bodenschätzen in Wirklichkeit
ein Fluch – siehe Nigeria! – dann davon zu sprechen, dass diese Menschen aufgrund ihrer „Rasse“ (was selbst
schon rassistisch ist!) eben „so“ wären, ist schlicht infam;
@Evelin: deine Verehrung dieses „Kultes“ wirft ein bezeichnendes Licht auf dich – einen derartigen Ritualmord
hat es nicht gegeben, er läßt sich auch durch nichts belegen und Bischof Stecher hat die einzig mögliche
Konsequenz gezogen;
no, „emanzipatorische Bewegungen“ sind schon was Gefährliches? so was schlimmes auch, sich gegen „Autoritäten“
aufzulehnen? Tatsächlich sind wohl Gewalt, Diktatur, Bespitzelung (Geheimdienste) und Verhetzung/Sündenbockwahn
die eigentlichen Gefahren jeden Gemeinwesens – und daran werden politische Gruppierungen jedweder Coloeur
wohl zu messen sein; dass Orwells Buch „politisch“ verstanden wird, ist ein alter Hut; für die Lesung
in diesem Zusammenhang war es aber sicher eine gute Wahl – wobei sich wohl auch in der Bibel gute Stellen
gegen rechtsextremisitsche Umtriebe finden ließen – schon im Judentum findet sich die vom Christentum
übernomme Zuwendung Gottes zu allen Menschen; übrigens hast du ein „e“ vergessen;
ich glaube @Pero, du schwebst mehr in deinen Phantasien als dass du wirklich Ahnung über die wirtschaftliche
und politische Situation afrikanischer Staaten hast? Dass diese Staaten formell unabhängig sind, heißt
ja nicht, dass sie damit gleich ihre wirtschaftlichen und sozialen Probleme gemeistert hätten; schau
mal, wie lange Europa für diese Entwicklung brauchte; und schau mal, wie es unseren rein weißen europäischen
Arbeitslosen geht – die bräuchten doch auch nur zu arbeiten?
ja @Brandenburgis, wenn sich eine Demokratie nicht vor ihren Feinden – zB Rechtsextremen – schütz, kann
sie tatsächlich gewaltsam umgewandelt werden; abgesehen davon ist Orwells Werk ein Roman und kein politikwissenschaftliches
Buch; und abgesehen davon wiederum genießt auch du die Vorzüge einer demokratisch verfaßten, rechtsstaatlichen
Gesellschaft; ohne letzterem kann eine Demokratie übrigens nicht funktionieren – das meinst du ja, oder?
in der Steiermark gibt es diese Pfarrverbände schon lange und sie funktionieren; ganz einfach und ohne
jegliche Aufregung; und die Pfarrstrukturen einer Diözese wurden sicher nicht vom lieben Gott, sondern
meist aus ganz weltlichen Überlegungen (Verwaltungsbezirke unter Josef II.) geschaffen; und ob es ohne
II. Vaticanuum besser wäre, ist reine Spekulation – eher wurde das, was in den 1920-er Jahren (Bund Neuland)
schon intensiv begann, halbwegs umgesetzt – wobei dies vielen zuwenig weit ging und zB viele Priester
ob der Beibehaltung des Zölibats den kirchlichen Dienst verließen;
ein herziges Rührstück: die Sekretärin einer Schule wird aufgeboten, um die Umtriebe an einer Schule
zu relativieren; aber dass in Deutschland nur 5% aller Schüler problematisch sind, ist wohl sehr optimistisch
angenommen? wo der Teufel doch überall seine Hand drinnen hat? – ich würde allerdings auch gerne wissen,
wer von den „problematischen“ Kindern tatsächlich „antiautoritär“ erzogen wurde? da wären allerdings
Belege gefragt, nicht bloß phantasierte Feindbilder; nach meiner beruflichen Erfahrung wurde jedenfalls
keines von den hunderten Kindern. mit denen ich zu tun hatte, auch nur irgendwie gewaltfrei, geschweige
denn „antiautoritär“ erzogen; alle jedoch, die wirklich schwierig waren, hatten mieseste Gewalterfahrungen
jeglicher Art hinter sich;
@bonifatius: die westeuropäische Gesellschaft hat sich seit den50ern wohl in wesentlich mehr Punkten
und wesentlich komplexer geändert, als dass der Rückgang der Geburtenrate allein auf „die Pille“ zurückzuführen
wäre – und genau darum gehts: diese Vielfalt der Änderung zu bedenken, stat sich an einem (konstruierten)
Feindbild zu delektieren;
@Athanasius: was sollte der Vatikan denn tun können? was anderes als Reden halten und Papier absondern
ist weder dem Vatikan noch den diversen „Lebensrechtsaktivisten“ gegeben; schlimm nur, wenn diese Plauschereien
noch dazu von falschen Konstrukten ausgehen und sich durch diese Konstrukte noch dazu selber am Leben
erhalten; und nachdem du für eine inhaltliche Replik nicht fähig zu sein scheinst, mußt du dich offensichtlich
mit Untergriffen behelfen?
@benedikt: „Wie viel Zeit wollen wir ihm geben? „ und dann? was soll nach Ablauf dieser Frist geschehen?
wer hätte überhaupt die Macht, dem Islam (vielmehr wohl dem Konstrukt, das in deinem Kopf dein Bild
des Islam ausmacht) irgendeine Frist zu setzen?
die Frage ist wohl eher ob die katholische Kirche in diesen Fragen ernst genommen werden will oder nicht?
wenn das kirchliche Lehramt in Fragen der Sexualmoral vor allem „lebensweltlich gebrochene“ Ansagen abliefert,
die empirisch so einfach nicht nachzuvollziehen sind, manövrieren sie sich selber ins „Out“ – was wegen
auch druchaus vorhandener guter Aussagen schade ist; nb: in Japan wurde „die Pille“ erst 1995 erlaubt,
in Irland waren Verhütungsmittel bis in die 90er Jahre verboten; noch ein „Nebenbei“: wären Verhütungsmittel
verboten, gäbe es erstens einen Schwarzmarkt, zweitens ganuz einfach weniger Geschlechtsverkehr – aber
kaum mehr Babies; dazu braucht es einen gesellschaftlichen Wandel (siehe Frankreich und die skandinavischen
Länder; übrigens, die Geburten der Einwanderer in Frankreich steuern gerade mal 2% zur französischen
Geburtenrate bei);
@benedikt: von „dem Islam“ zu sprechen ist eine dumme Pauschalierung und zeugt von fahrlässiger Unkenntnis
dieser Religion; und gebau mit dieser Unkenntnis und dieser Pauschlaisierung können Populisten und Verhetzer
Stimmung auf beiden Seiten erzeugen; bedenk mal: es gibt etwa eine Milliarde Muslime, die noch dazu in
völlig unerschiedlichen Welten leben – und gerade durch diese kulturelle Spannung zwischen Tradition
und Moderne sind viele Muslime sehr verunsichert; diee Verunsicherung führt zu Fundamentalismen; etwas,
das die meisten Christen aufgrund ihrer gut situierten Lebenslage einfach nicht nötig haben;
@Kali,zwobel&Co: ihr habt die üblichen Geschichten, die unter rechtsrechten Gesellen erzählt werden;
mit irgendwelchen „verborgenen“ Tatsachen und „erst ans Licht kommenden Wahrheiten“ argumentieren die,
die mit der Wahrheit nichts am Hut haben wollen; und wie im Nachkriegsdeutschland eine funktionierende
deutsche Justiz ohne Nazieinfluß zu finden gewesen wäre, bleibt schleierhaft; abgesehen davon für die
Religiösen: es gibt immerhin auch Geschichten, dass die Nazigrößen selber eine Inkarnation der teuflischen
Mächte gewesen seien, die Gott ihre Macht zeigen wollten; ich glaubs zwar nicht, weil ich nicht an „Satan“
glaube, solche Dinge eher für das Abschieben menschlicher Verantwortung halte, aber viell ist es für
Interessierte was – inklusive der Theorie, dass die höllischen Mächte dann durch den auch militärischen
Sieg Gottes im WK II doch so zurückgestutzt wurden, dass sie heute nur mehr in „speziellen“ Kreisen tätig
sein könnten; wie gesagt, ich halte das für Humbug;
@zwobbel: hab ich das gesagt? die Verbrechen der Nazibonzen und ihrer nterläufel waren ja wohl evident –
fraglich ist auch, wie die Nazigrößen im umgekehrten Fall mit den ihnen Unterlegenen umgesprungen wären?
aber du bist herzlich eingeladen, mein Posting nochmals zu lesen – nb: was den Satan betrifft, kann man
bei den Betreffenden nur hoffen, dass er seinen Job gut macht; im übrigen finden sich die üblichen Argumente,
die bei solchen Debatten in Foren immer zu finden sind (inklusive der Aufrechnung des stalinistischen
Terrors (der jede/n treffen konnte) zwecks Leugnung des rassistisch motivierten Tuns der Nazis); abgesehen
davon ein Link speziell für die speziellen Herrschaften im Forum: derstandard.at/?id=2358113
@zwobel: man kann eher davon sprechen, dass trotz evidenter Schuld überhaupt ein Verfahren durchgeführt
wurde – und diese Herrschaften haben bestenfalls einen Bruchteil jenes Ungemachs abbekommen, dass sie
anderen, völlig unschuldigen Menschen angetan haben; der Rest der meisten Postings ist typische Diktion
aus einer ganz bestimmten Ecke; zu dieser Diktion gehört auch kulturpessimistisches Gelabere und dass
Killerargument von der „Umerziehung“; dass es Deutschland und Österreich nicht besonders schlecht geht,
ist wohl evident – aber schön, einmal zu sehen, wes Geistes Kinder da unterwegs sind;
@Pero: lenk nicht ab – und gequält wurde keiner der Nazibonzen ganz im Gegensatz zu dem, was diese Verbrecher
Millionen von Menschen angetan haben; @Irenäus: wo waren da Stalinisten am Werk? die „Rote Armee“ hat
einen wesentlichen Beitrag zur Niederlage Hitlerdeutschlands geleistet; dass der Stalinismus ein verbrecherisches
Regime war, kann hier als Konsens gelten, ist aber nicht Thema; v.a. den Amerikanern ist hoch anzurechnen,
dass auf diese Art versucht wurde, über diese Verbrecher Recht zu sprechen; Churchill wollte Hitler bekanntlich
auf dem elektrischen Stuhl sehen – das wäre auch ohne jegliches Verfahren möglich gewesen; Hitler hat
in seiner Feigheit bekanntlich einen anderen Weg gewählt;
wer häte denn dann über die Naziverbrecher zu Gericht sitzen sollen? und in dem Fall haben Gottseidank
jene gesiegt, die auch moralisch höher stehend waren – wobei ich nicht annehme, dass du für das Offensichtliche
noch Begründungen brauchst;
@sulpicius: ich finde das wirklich sehr, sehr nett von dir, dass du mir eine Antwort gibst – könnte es
sein, dass @kali verstummt ist? das mit den „Nürnberger Prozessen“, in denen immerhin fürchterliche
Kriegsverbrecher abgeurteilt wurden, kann ich allerdings nicht glauben; laufen lassen hätte man diese
Typen ja wohl nicht können und die Verbrechen waren ja wohl evident; von „Folterungen“ zu sprechen ist
wohl etwas verrückt, wer soll denn da wie gefoltert worden sein?
@anonym… und ich dachte immer, Patriotismus sei etwas, dass gerade durch die Verkündigung des Evangeliums
und die Nachfolge Christi sehr relativiert worden; abgesehen davon: welche der beiden chinesischen Kirchen
meinst du . die „patriotische“? oder doch die römisch-katholische?
wohl nicht „die Sexualität“ wurde zum Götzen der Moderne sondern „der Markt“ (vgl. dazu Assmann/Hinkelammert:
Götze Markt); und in diesem Zusammenhang werden natürlich gerade Lebensregungen wie Erotik und Sexualität
eingespannt – fragt sich nur, warum Moralinjunkies diesen Zusammenhang nicht sehen, dagegen selber auf
die von der Werbung suggerierten Bilder abfahren? (öffentlich wahrgenommene Erotik spielt sich in Werbung
und Magazinen ab – na, was werden diese wohl zum Thema bringen?) die allermeisten Menschen wachsen und
reifen auch sexuell in ihren Partnerschaften, es sind auch die ganz normalen Menschen, die dieser Aufgabe
ausgesetzt sind – nicht zB Zölibatäre; damit zusammenhängend eine weitere Frage: wer thematisiert das
Thema „Sexualität“ in welcher Weise?
#24 Yersinia 16:36:40 | Donnerstag, 23. Februar 2006
… es geht doch um theoretische Darlegungen … … um Gottes willen nicht um die „empirische“ Seite –
diese Seite muß wohl jede/r selber kennenlernen – und wie ich vernehme, gibt auch manch klerikaler Theoretiker
an, dass sein Wissen durchaus nicht nur den Bücherstudien entsprungen sei – der Zusammenhang mit der
Liebe und dem ganz normalen Zusammensein zweier Menschen bleibt ihnen allerdings notwendig verborgen;
mir scheint, gerade deshalb muß sich diese Branche ja so eifrig mit einer Verrechtlichung und Vermoralisierung
dieser existentiellen Seite des Lebens befassen …
#22 Yersinia 12:18:45 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@clemens: ich habe folgende „Vorgaben“ gestellt; den „ehelichen Akt“ gibt es in diesem Beispiel nicht
(zumindest über einen längeren Zeitraum, sagen wir einige Jahre); die Ehe selbst ist durchaus grundsätzlich
für Kinder offen (aber eben für längere Zeit nicht für eine Realisierung); braucht es sonst noch Präzisierungen?
ich merke, dass mir da niemand eine fähige Antwort geben kann?
#20 Yersinia 10:45:37 | Donnerstag, 23. Februar 2006
tja, wenn es „aus Egoismus“ ist, sicher; aber was, wenn sie es einfach jetzt nicht wollen (eine Veränderung
gegenüber meiner vorherigen Fragestellung) – ich weiß nicht, ob du das Zusammenleben in einer Partnerschaft
kennst mit diesem diffusen Kinderwunsch und den gleichzeitigen diffusen Bedenken, weil so manches noch
nicht so paßt, sei es die Ausbildung, die berufliche, materielle Situation oder die Entwicklungsstufe
in der Partnerschaft – also durchaus keine Notsituation, aber auch durchaus keine Situation, in der ein
Paar schon „ready“ für ein Kind wäre (de facto „geschehen“ dann sehr häufig Kinder und auf einmal klärt
sich alles; aber das soll uns hier nicht interessieren, unser „Modellpaar“ hat ja keinen Verkehr); – wie
wäre das dann? ich weiß, für Kleriker stellen sich diese Fragen nicht, weil sie die faktische Situation
in Partnerschaften nicht kennen können – und alle anderen lösen diese Dinge eher „pragmatisch“; aber
als akademische moraltheologische Frage wär es doch interessant;
#1 Yersinia 10:36:05 | Donnerstag, 23. Februar 2006
„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ der Auftrag der Memoria – und der Auftrag, zu feiern; aus dem Schrecklichen
der „Gewalt des Heiligen“ – die heute noch so manchen fasziniert – das Schöne der Feier der Gegenwart
Gottes zu machen – find ich gut;
#18 Yersinia 23:59:33 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@clemens: tja, stell dir vor, das habe ich gar nicht gemeint aber extre für dich und nochmal: stell dir
vor, Eheleute verzichten auf den Geschlechtsverkehr ohne Not und einzig und allein, weil sie keine Kinder
(mehr) wollen – wie wäre das zu bewerten?
#14 Yersinia 23:19:26 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@catholicus: weißt du, wie kurz eine Eizelle tatsächlich zur Empfängnis bereit ist? (ca 6 Stunden);
da kann ich des @Bruder Konrads Argument leichter nachvollziehen – abgesehen davon stellt sich aber trotzdem
eine schwierige Frage: was, wenn Paare, weil sie kein Kinder (mehr) wollen, auf den Geschlechtsverkehr
verzichten? das wäre doch auch ein „grundsätzliches ‘Nein’ zum Kind“;dreht sich in diesem Zusammenhang
tatsächlich alles um die Rechtfertigung bzw „Hinordnung“ des Geschlechtsverkehrs – oder können Ehepaare
auch sündigen, indem sie den Geschlechtsverkehr (und hier wiederum im eigentlichen Sinn) überhaupt vermeiden?
@Bruder Konrad: Hallo Schwester! – – – @Methusalix: drum gibt es das Wort von der „lebensweltlichen Gebrochenheit“
lehramtlicher Texte; genaerell sind manch kirchliche und theologischen Aussagen ähnlich virtuell wie
das ganze Internet; du kannst alles behaupten – und nicht einmal beweisen, wenn etwas stimmt;
#11 Yersinia 21:55:37 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@Athanasius: du scheinst mit deinen Achtunsechzigern in irgendeiner Form von tiefster Haßliebe verbunden
zu sein? anders kann ich mir nicht erklären, dass du bei allen möglichekn Gelegenheiten, bei denen dir
sonstige Argumente fehlen, mit eben deinen Achtundsechzigern daherkommst; ehrlich gesagt, ich hab’s nicht
so mit diesen Leuten – aber wenn du sie brauchst, laß dich nicht abhalten; im übrigen wurde in einigen
der vorhergehenden Postings bereits wesentliches gesagt; so etwas wie einen „Nationalkatholizismus“ halte
ich jedenfalls für einen ausgemachten Unsinn;
tja, das beste Verhütungsmittel ist nach wie vor eine alte Zeitung – wobei mir noch niemand den Unterschied
in der Intention erklären konnte, der zwischen der Benützung eines Verhütungsmittels und der Beachtung
des weiblichen Zyklus liegen soll? (übrigens waren sich auch die Berater des Papstes in diesem Punkt
durchaus unsicher und unterbreiteten Papst Paul IV. ihre Bedenken); nicht zuletzt: so um die dreißig
werden Frauen und Männer mental so richtig „babyreif“, wie es eine Freundin ausdrückte – bloß kann
in der heutigen Arbeitswelt ein realisierter Kinderwunsch in diesem Alter durchaus existenzbedrohend sein
(aber erklär das einmal einem moralinsüchtigen Kleriker);
@Benedikt: was an des Genannten Arbeit ist „genial“? seine Wahrnehmung, dass es „in unserer Gesellschaft
nur um Sex, Sex, Sex“ ginge? glükclich, dessen Leben sich nur um „Sex, Sex, Sex“ dreht, zumindest eine
Zeit lang, wenn zwei jung und verliebt sind – bei den allermeisten Menschen dreht sich das Leben um alltätgliche
Realitäten wie Familie, Beruf und Zusammenleben; dass alles um „Sex, Sex, Sex“ ginge, ist die Wahrnehmung
jener, die entweder selbstvon diesem Motto dominiert werden, ohne dies wahrhaben zu wollen oder es ist
die virtuelle Wahrnehmung des gesellschaftlichen Lebens über Werbung und Illustrierte – aber eine empirische
Belegbarkeit solcher „moraltheologischer“ Aussagen muß doch stark hinterfragt werden; eher scheint mir
das Interesse dahinter zu stecken, solche Wirklichkeiten herbeizureden – immerhin sind gerade diese „Realitäten“
wichtig für das moralinsaure Geschäft;
„von der Linken verführt“ die lateinamerikanischen Staaten, nicht zuletzt Kolumbien, sind bekanntlich
ein Hort der sozialen und politischen Gerechtigkeit, ja, sie sind sogar das eigentliche „Land der unbegrenzeten
Möglichkeiten“, in dem jeder und jedem an Gütern und Chancen gegeben wird, was sie oder er braucht –
zumindest, wenn die Leute bei der Mafia sind; im ernst: die Sitaution rechtfertig keinesfalls politisch
motivierte Gewalt, schon gar nicht durch Priester – aber wirklich „von der Linken verführt“ braucht man
dort nicht zu werden, um in Wut und Verzweiflung ob der herrschenden Zustände zu werden; die Frage ist,
ob die neu gewählten Regierungen in einigen Ländern dieses Kontinents etwas zum Besseren ändern können
(in Brasilien war es eher ein Fehlschlag); allerdings ein Lob an die Redaktion: der Artikel ist durchaus
gut!
eigenartig ist immer diese Gehässigkeit und glaubenstreuen, „erlösten“ Christen; allerdings ist es wohl
besser, wenn es freie katholische Organisationen ohne einem bischöflichen Gängelband gibt – fragt sich
nur, von welchen Machthabern und Interessenten diese Vereine dann finanziert werden?
und ich dachte immer: „ihr alle aber seid Brüder“ bzw „mein Reich ist nicht von dieser Welt“? „Nation“
und „Volk“ sind Konstrukte, die nach Belieben gebraucht, gedreht und gewendet werden – mit auch nur irgendwie
garteten „christlichen Werten“ hat das ganze nix zu tun;
@Robert: wovon sprichst du eigentlich? welchen „Ökofaschismus“? und gerade tief konservative (und eindeutig
christliche) Politiker vertraten und vertreten eindeutig eine „Leistungsgesellschaft“, sind dem Kapitalmarkt
grundsätzlich wohlgesonnen (erst auf diesem Hintergrund läßt sich das Schlagwort von der „Globalisierung“
verstehen); die Widersprüche, denen ein Mensch in einer Leistungs- und Konsumgesellschaft notwendigerweise
ausgestzt ist, diese Widersprüche werden durch katholische Moral zu übertünchen versucht – mit dem
offensichtlichen Ergebnis; Kinder sind heute leider der Armutsfaktor Nr. 1 und Kinder machen unflexibel
und immobil – eine Todsünde in der neuen Arbeitswelt!
gab es da nicht vor einiger Zeit einen Postenden im Forum der seiner Tochter erklärte, dass sie zwar
kein Priesteramt übernehmen, aber Kinder bekommen könne – na alsdann;
wenn man die Erinnerungen solcher Menschen liest (zB auch jene von Fritz Molden) kommt immer Bewunderung
für den Mut auf, den diese damals noch sehr jungen Leute hatten; nebenbei: wie kann man eigentlich „national“
und katholisch sein?
@Filip: ich habe einige Jahre unterrichtet und arbeite bis heute auch mit jungen Menschen, die zum nicht
geringen Teil aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen; zur Schule noch ein Link: www.sr-online.de/…hten/881/389492.html
@ottaviani: woran siehst du das? da stehen drei Leute hintereinander, einer daneben; alle stehen vor einem
wießen Gebilde mit Bildern und Kerzen – und sind „auffallend angezogen“
„Wäre der geohrfeigte Schüler vor 16 Jahren abgetrieben worden,“ wie muß es einem ergangen sein, der
so etwas sagt? deshalb ist es legitim, den Schüler zu mißhandeln? wenn in diese Schule eher Kinder aus
gutbürgerlichen Häusern gehen, werden die Schwierigkeiten wohl auch nicht so groß sein, dass Lehrer
überreagieren müßen; ganz abgesehen davon, dass sich eine solche Schule wohl kompetente Lehrer leisten
können wird? www.sr-online.de/…ten/1668/469834.html
#27 Yersinia 09:42:59 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@turk: wir brauchen Priester, die auch menschlich befähigt sind mit Menschen zusammen zu arbeiten – sonst
treiben sie die Leute aus der Kirche; und für diese Befähigung zur Zusammenarbeit schadet eine Ausbildung
im Bereich Kommunikation und Gruppendynamik sicher nicht; die Angst, mit der manche Priesterlinge solchen
Dingen gegenüberstehen, scheint mir bei Menschen, die auf jede Frage ein Buch wissen, aber mit genuin
menschlichen Begegnungen nicht umgehen können, sehr verständlich; – tut mir leid, aber ich kenne zuviele
Beispiele von Priestern, die mir eher nicht geheuer sind;
warum hat Polen eine so hohe Jugendarbeitslosigkeit? und eine so niedrige Geburtenrate? und wissen diese
„Aktionisten“ nicht, dass kirchliche Proteste gegen eine Werbekampagne höchst willkommen und absatzfördernd
sind? derstandard.at/?id=2337789
ich kann beim Posting von @methusalix keinen „Relativismus“ erkennen? allerdings dürfte in manchen christlich-fundamentalistischen
Kreisen jedes kritische Hinterfragen, das gegen den Fundi-Mainstream geht, wohl immer als „Relativismus“
bezeichnet werden – sehr bequem, um sich einer Antwort auf brennende Fragen, wie hier von @methusalix
gestellt, zu verweigern; allerdings: wer von den werten Herren Postenden kann Kinder bekommen?
@Tomasino … interessant, wie mit der Lüge vom „Kampf der Kulturen“ ein solcher geschürt werden soll;
tatsächlich sind sowohl die muslimische als auch die „westliche“ Welt sehr heterogen – die muslimische
Welt allerdings durch den enormen kulturellen Wandel, dem sie unterliegt, sehr verunsichert; die existentielle
Unsicherheit im „Westen“ dürfte bekannt sein? – was aber verschwiegen wird, ist, dass sich viele Muslime
vom „Westen“ unterdrückt und bevormundet fühlen; und politische Zündler auf beiden Seiten spielen mit
den Ängsten und Verunsicherungen der Menschen; auch wichtig: die Rolle des Erdöls, die Abhängigkeit
des „Westens“ davon und der Reichtum jener muslimischen Länder, die eine sehr strikte, traditionalistische
Auslegung des Islams vertreten (Saudi-Arabien); warum werden genau diese Dinge von den Apologeten des
„clash of civilizations“ nicht angesprochen?
das finde ich gut, die Aktion wirkte sicher im Sinne von Dorothee Sölle – vielleicht haben die „Schilddiebe“
ein Bekehrungserlebnis der etwas eigenen Art?
wer hat es wohl nötig an einen „Satan“ zu glauben? – allerdings: das Unbewußte im Menschen ist eine
undurchschaubare Sache; und auch die eigene Verantwortung für persönliche Taten bzw eine gesellschaftliche
Verantwortung für soziale Dynamiken (Stichwort „Sündenbock“) kann man mit einer konstruierten externen
Entität leicht von sich streifen; – nicht zuletzt: interessant ist insbesondere die Fasziantion, die
„der Böse“ für religiöse Fundamentalisten ausübt; aber es ist ja eine gute Übung, an anderen, an
Symbolen die eigenen verdrängten Seiten zu bekämpfen statt sich dieser eigenen dunklen Seiten zu stellen
und sich mit ihnen zu versöhnen;
aus welcher Quelle stammen die Zahlen in diesem Artikel, wie sind sie belegt? ausgeblendet werden wie
immer und gerne die ökonomischen und sozialen Zusammenhänge – und warum haben die skandinavischen Länder
eine so hohe Geburtenrate, während die südlichen europäischen Länder – Italien, Spanien – ganz hinten
liegen und die ältesten Erstgebärenden haben?
#1 Yersinia 19:21:08 | Donnerstag, 2. Februar 2006
wo liegt das Problem? genau die sexuelle Dimension ist EINES der wesentlichen Themen beim Entschluß,
Priester zu werden; und IMHO ist es ein gutes Anliegen dieses Fragebogens, genau diese, aber zB auch die
persönliche Gläubigkeit zur Sprache zu bringen – aber das ist , so scheint es, ja gerade das Unangenehme?
@Brandenburgis, @Tradiland und Co: wie soll denn diese „Aristokratie“ oder dieses „Hl. Römische Reich“
erreicht werden? – mit demokratischen Mitteln wohl kaum?
@brandenburgis: was soll denn an die Stelle des „weltweite[n] Demokratie-System[s]“, das in deinen Augen
„ein rechtloses Verbrecher-Konstrukt“ ist, treten?
„Nein, sie erhielten es in den Mund und es gab kein Gebrösel!“ HHHaaaaalllllllllleeeeeellllluuuuuiiiiijjjjaaaahhhhhhhhhh!!!!!!!
@Gatte: ich hab gar nicht gewußt, dass du damals dabei warst? erzähl!
samma wieder mal beim Lieblingsthema? kreuz.net müßte von Lesben- und Schwulenorganisationen ein Orden
verliehen werden – kein anderes Internetmedium sorgt für derartige Präsenz dieses Themas im fundamentalistisch-katholischen
Bereich; andererseits bin ich ja klammheimlich der Meinung, dass kreuz.net ein Kunstprojekt ist – wer
weiß, vom wem lanciert und gesteuert?
wie können in einem katholischen Internetmagazin ganz offensichtlich der katholischen Kirche feindlich
gesinnte, sich zugleich fundamentalistisch-christlich gebende Kräfte posten? die Beschimpfung eines Papstes
trennt zumindest geistlich von der katholischen Kirche –
was hat der Bericht in kreuz.net verloren? hat diese Mauer etwas mit dem Judentum an sich zu tun – oder
nicht viel mehr mit einer law-and-order Sicherheitspolitik unter terroristischen Zwängen? aber diese
Unterscheidung wird man bei fundamentalistischen Christen, von denen manche gar noch dem „Anderl von Rinn“-Lügenkult
anhängen, wohl nur selten finden; umgekehrt verschleiern gerade politisch weit rechts stehende Ungeister
den Zusammenhang zwischen politischen Rechtsextremisten und der israelischen Siedlungspolitik;
der sog. „Evolutionstheorie“, die es so gar nicht gibt wird von Fundamentalisten eine quasi religiöse
Dimension zugeschrieben – um dann gegen diese eingebildete „religiöse Dimension“ zu polemisieren; NaturwissenschaftlerInnen
wissen allerdings zwischen religiösem Bekenntnis und wissenschaftlicher Weltsicht zu unterscheiden –
das macht den Unterschied aus;
so, so, das Weihrauchfaß war die Sensation und nicht die Frau, die an der liturgischen Handlung teilnahm? –
sage keiner mehr was, dass die Frauen in der Kirche von seiten der „Traditionalisten“ nicht herabgewürdigt
würden;
nö, @uwe: Kinder der „zweiten Generation“ verhüten genauso und die Diskussion bzw die kuturellen Bruchlinien
sind bei Familien von Einwanderern noch wesentlich schärfer ausgebprägt – deshalb auch die Hinwendung
zu (einer konstruierten) Tradition; und Verhütungsmittel bzw Abtreibung zu verbieten ist, zumindest was
Verhütungsmittel angeht, schlicht Humbug; btw: in Japan wurde „die Pille“ erst 1995 erlaubt – trotzdem
hat dieses Land eine sehr überalterte Gesellschaft; es sind eben gesellschaftliche Prozesse, die mit
Wohlstand und Bildung einhergehen, die zu einer veringerten Geburtenrate führen – wenn Politik und Gesellschaft
nicht adäqut darauf reagieren – siehe Skandinavien oder Frankreich (die Gebrutenrate der Einwandererfamilien
fällt dort im Vergleich zu den seit Generationen im Land lebenden Fronzösinnen und Franzosen dabei nicht
ins Gewicht!).
#10 Yersinia 19:20:22 | Donnerstag, 19. Januar 2006
es wirft ein bezeichnendes Licht auf das Gedankengebäude dieses Herrn wenn er die nämliche Darstellung –
ganz nebenbei angelehnt an ein bekanntes Werk aus dem 19. Jahrhundert – als „Herabwürdigung des Hoheitszeichens
der »Europäischen Union«“ sieht – was ist am weiblichen Unterleib geeignet, als Herabwürdigung zu
fungieren? nb: der Hintersinn dieses Kunstwerkes ist ja gerade die Frage nach dem „Ursprung der Welt“ –
und wie kamen wir wohl auf diese?
@Beobachterin: und wenn es so weitergeht mit den Entwicklungen in der wunderschönen neuen Arbeitswelt
mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen und der Armutsentwicklung, werden die Kommunisten noch mehr
solche Erfolge feiern wie in Graz bzw der Steiermark – jedenfalls haben die diversen „traditionalistischen“,
superchristlichen Parteien keine Armutsbekämpfung anzubieten (was auch nicht verwunderlich ist, die Armutsgefährdung
in den lichten Höhen traditionalistischer Kreise dürfte als eher gering einzuschätzen sein).
@Miles: no, erstens bin ich katholisch zweitens will ich nicht bloß „geduldet“ werden, sondern in einem
Staat, den ich auch mit meiner Arbeitskraft und meinen Steuern unterstütze, das Recht haben, die politischen
Entscheidungen und das gesellschaftliche Leben nach meinem Dafürhalten mitzubestimmen – das nicht zu
dürfen und bloß „geduldet“ zu werden statt Rechtsansprüche zu haben zeigt, dass ein „katholischer Staat“
nichts anderes als eine katholische Diktatur wäre – aber vielen Dank, @Miles, dass du zur Entlarvung
beigetragen hast!
also darf man die ganze Geschichte dermaßen verstehen dass der niedliche ausgestorbene Saurier die sich
als „katholisch“ bezeichnenden Fundamentalisten sind – und der Käfig ihr „katholischer Staat“? – ich
meine, die „Traditionalisten“ sind bisher die Antwort schuldig geblieben, was mit andersglaubenden, andersdenkenden,
anderslebenden Menschen geschehen würde – auch bezeichnend;
was wäre dieses Projekt ohne die dazugehörigen Aufreger? – es wäre nicht mal wahrgenommen worden; leider
gingen ob der inkriminierten Sujets die anderen 123 etwas unter; andererseits: die ganze Aktion inklusive
ihrer Aufreger ist wohl Teil der österreichischen politischen Folklore; was die „Schamhaftigkeit“ betrifft –
wie ist das mit der Werbung? und was ist schlimmer: öffentliche Darstellungen als Denkanstoß – oder
öffentliche Darstellungen von Menschen zum Zwecke des Kommerzes? – da sind die Erzkonservativen immer
ganz, ganz still; kein Wunder, es war ja auch eine konservative Unterrichtsministerin, die Werbung in
österreichischen Schulen erlaubt hat;
@trot: „treibt das Sekretäriat in den Wahnsinn“ man merkt, wie bei manchen „guten Christen“ der Hass
regiert – frag dich mal, was du da tust? wozu sollen die dort Beschäftigten deine Lebensunzufriedenheit
zu spüren bekommen? spürst du dich nicht mehr, dass du auf andere eindreschen, andere nur als Feinde
wahrnehmen kannst? – für manche scheint wirklich jeglicher Kontakt zur Wirklichkeit verloren gegangen
zu sein;
ich wär dafür, dass die Priester und Bischöfe gar nix verdienen sondern einen Beruf lernen, diesen
ausüben und damit ihren Lebensunterhalt finanzieren – und wenn sie arbeitslos sind, machen sie nur dieselbe
Erfahrung wie Millionen anderer Menschen auch; dann und nur dann kann es auch wieder echte „geistliche
Armut“ geben – wenn sich Kleriker jetzt entsprechend den „Evangelischen Räten“ als „arm“ bezeichnen,
kann ich nur lachen – das ist keine Armut, weil diese Art von Armut nie und nimmer die Existenz bedroht;
„Instrument des Teufels“. es ist nicht recht, Religionen und das, was den Menschen, die in diesen Religionen
glauben, zu verunglimpfen; und: kennt der Pfarrer den Koran tatsächlich so gut, um dieses den Muslimen
heilige Buch so zu bezeichnen? Wieviele und welche Muslime kennt der Mann? und bekanntlich müßen religiöse
Schriften immer in ihrem textlichen und textgeschichtlichen Zusamenhang gelesen werden – nicht umsonst
wird zB im Iran eine intensive Diskussion über Notwendigkeit und Berechtigung einer historisch-kritschen
Auslegung des Koran geführt. nicht zuletzt: ich habe gerade durch einen muslimischen Geistlichen manch
neue Einblicke in die Bibel gewonnen – auch muslimische Gelerhte sind Menschen, die heilige Schriften
zu lesen wissen und im Fall der Bibel eben einen anderen Blick, einen anderen Zugang haben;
@kali: meinst du nicht, dass es etwas „daneben“ ist das Blut und den Tod anderer Menschen zu verlangen?
Dass Tiere geschlachtet und verarbeitet werden, ist eine Realität – dass Nitsch daraus ein Kunstspektakel
macht, kann diskutiert werden, aber „Schändung“ von toten Tieren? was ist dann das Klopfen eines Schnitzel
oder die Verarbeitung von Fleisch in einem Fleischwolf? Nitsch will mW mit seinem „Orgien-Mysterien-Theater“
die archaischen Wurzeln von Kulten zeigen;
wenn man bedenkt, dass Frankreich, Spanien, England sehr viele Menschen aus ihren Kolonien aufgenommen
haben bzw nach wie vor Menschen in die ehemaligen „Mutterländer“ ziehen, ist Gotthards Vorschlag nur
naheliegend; aber auch seine Befürchtung ist durchaus zu verstehen – man braucht nur manche der Postings
auf dieser Seite zu lesen, um ungläubig über soviel Rabiatheit den Kopf zu schütteln;
„der mit Rom im Streite liegenden Piusbruderschaft „ sind die schon wieder so weit? ich dachte, diese
jenigen gehören gar nicht mehr zur katholischen Kirche, womit auch jeder Streit beendet wäre;
„Tod im Namen Allahs“ – dieser Titel ist etwas daneben auch die arabischen Christen beten zu Allah – weil
die Bezeichnung für Gott im Arabischen eben „Allah“ ist; abgesehen davon beten Juden, Christen und Muslime
zum einen Gott; und das beschriebene Verbrechen wird wohl kaum tatsächlich „im Namen Allahs“ geschehen
sein, sondern aus schnöden politischen Beweggründen; und nicht zuletzt: ist die Authentizität der geschilderten
Geschenisse belegt?
na, ja, @Rudolphus, was die Sexualität anbelangt gibt ein zölibatäres Leben tatsächlich einen gewissen
Schutz; aber abgesehen davon leben Menschen eben ihre Sexualität – und bekanntermaßen werden niemals
alle mustergültig katholisch leben; bei diesen Kampagnen geht es in diesem Sinne darum: wenn schon, dann
mit Kondom; das größere Problem in Afrika ist aber zum einen die Verfügbarkeit von (leistbaren) Kondomen
(durch die Bush-Administration wurden Unterstützungen in diese Richtung gestoppt!), noch viel mehr aber
das Nichtwissen über die Zusammenhänge von ungeschütztem Geschlechtsverkehr und HIV; noch viel schlimmer
ist aber der Aberglaube, Geschlechtsverkehr mit Jungfrauen heile die Erkrankung; sehr häufig sind auch
animistische Vorstellungen, dass die Erkrankung auf ein vergessenes Opfer zurückzuführen und so „eine
Strafe Gottes“ wäre! in Westeuropa ist es wiederum Sorglosigkeit, vor allem bei jenen, die meinen, zu
keiner „Risikogruppe“ zu gehören – es gibt eben keine „Risikogruppen“, sondern „Risikoverhalten“! es
gibt also noch viel zu tun, was Information und Aufklärung betrifft;
„Früchte der Kondomberge?“ ohne Stärkung der Rechte der Frauen und der Förderung der sexuellen Selbstbestimmung
geht es halt nicht – die Kampagne in Uganda war nicht zuletzt deshalb erfolgreich, weil Frauen gegenüber
den Männern inzwischen eher den Gebrauch von Kondomen einfordern können – eine Seite der Bekämpfung
von HIV, die bei konservativen Diskussionen eigenartigerweise nie vorkommt; dass junge Leute mit Kondom
eher Geschlechtsverkehr haben als ohne, ist allerdings schlicht ein Märchen (verbreitet von Leuten, die
von Sexualität wohl mehr theoretisches Wissen als praktische Erfahrung haben) – und ein sehr gefährliches
noch dazu! – Probleme mit „Kondombergen“ gibt es allerdings in Kläranlagen – wenn die Leute so dumm sind,
offene Kondome ins WC zu werfen;
#3 Yersinia 16:43:45 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@Benedikt: Terroristen haben es so an sich dass sie für ihre Untaten immer ein „heres Ziel“ anzugeben
wissen – und: nicht jeder Isalmist ist Terrorist – aber Fundamentalisten gibt es in beinahe jeder Religion
(eine Ausnahme sind wahrscheinlich die B’ahei) @Elendster: was meinst du mit „One World“? ich kenne diesen
Begriff nur im Kontext der Entwicklungspolitik und dort ist damit eine gerechte Welt und die Teilhabe
aller Menschen an den Schätzen und Errungenschaften gemeint; das Ziel, „dass alle eins werden“ kennt
übrigens auch das Christentum;
#22 Yersinia 18:58:54 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
„zur getretenen Minderheit geworden“ wer, wie, wo? die eigenen, verdrängten Erfahrungen von Schmerz und
Unterdrückung auf das Christentum projiziert? – dann ist diese Aussage verständlich; btw: derartige
Aussagen, „wie arm man doch sei“, nehmen manche als Rechtfertigung für eigene Unterdrückungs(un-)taten;
da wird dann fleißig auf andere – die vermeintlich „das Böse“ repräsentieren – draufgetreten; ein sozialpsychologischer
Mechanismus, der auch bei fundamentalistischen Christen gut zu beobachten ist;
#5 Yersinia 18:32:27 | Dienstag, 27. Dezember 2005
gibt es Belege für die Authentizität dieses „Berichtes“? – zumindest in Österreich ist das Religionsbekenntnis
geschützt, seine Schmähung unter Strafe gestellt; andererseits unterscheiden sich rechtsstaatliche Demokratien
eben von religiös-fundamentalistischen Diktaturen – unter anderem auch im Umgang mit Verunglimpfungen
religiöser Bekenntnisse;
#3 Yersinia 18:27:12 | Dienstag, 27. Dezember 2005
no, seit 1907 ist sind die Bibelwissenschaften doch etwas vorangekommen – und: entweder, etwas ist nach
wissenschaftlichen Kriterien beweisbar oder nicht; alles andere ist Spekulation; anno dazumal wollte man
die Dinge halt so sehen – abgesehen davon: selbst wenn Schriften „nur“ 200 Jahre nach Jesu Tod entstanden
(wie gut kann im übrigen der historische Jesus belegt werden?), ist dies schon eine sehr lange Zeit;
dies auch unter der Annahme, dass schriftliche Tradierung in der jüdischen Kultur damals sehr sorgfältig
gepflegt wurde;
@Elendster: zur Zeit meiner Großmutter sind betroffene Frauen lieber zur Engelmacherin gegangen, als
die „Schande“ eines unehelichen Kindes durchzustehen; später, in den 50-er und 60-er Jahren haben sich
schon mehr Frauen getraut, ihre „irregulären“ Kinder auch auszutragen – hatten aber trotzdem einiges
durchzustehen; ein Freund erzählt heute noch voll Bitterkeit, dass seine Mutter, als sie mit ihm schwanger
war, bei einer Feldmesse etwas abseits stehen mußte und bei der Predigt öffentlich vom Pfarrer gescholten
wurde; nicht nur für diese Frauen, aber für sie besonders waren die dann kommenden Entwicklungen in
Kirche und Gesellschaft eine Erlösung;
„seien angeblich jahrhundertelang beschimpft und diskriminiert worden“ nicht „angeblich“ – sondern tatsächlich!
ich selbst kenne Frauen, denen in den 50-er Jahren durch den Ortspfarrer das Leben zur Hölle gemacht
wurde!
#14 Yersinia 21:28:45 | Freitag, 23. Dezember 2005
ich begleite gerade einen Freund der eben dabei ist, sich „mit Grausen“ von genau diesen, aus seiner Sicht
reaktionären, Seiten der von ihm doch sehr verehrten katholischen Kirche abzuwenden – und ich kenne viele
Menschen, denen gerade das Gehabe und die Aktionen der „Ultrakonservativen“ ein Greuel sind; übrigens:
Orgel und Anbetung gibt es nach wie vor – sollte dir da was entgangen sein? umgekehrt: es „jetzt einmal
anders“ zu versuchen ist schlicht so nicht möglich – als könnte man davor oder danach sagen, es wär
nix gewesen, quasi die Zeit zurückdrehen;
#12 Yersinia 18:47:57 | Freitag, 23. Dezember 2005
@Benedikt: wenn man einen Raum enger macht wird er auch „voller“ – kann schon sein, dass dadurch mehr
Jugendliche mit einer bestimmten Einstellung angezogen würden (dies ist ja auch das zugrundeliegende
Konzept vieler ideologisch hochmotivierter Gruppierungen auch im christlich-fundamentalistischen Bereich) –
aber wieviel mehr Menschen würden sich dann mit Grausen abwenden? man kann Menschen schon „zu Entscheidungen“
zwingen – man sich aber über die Konsequenzen im Klaren sein – aber vielleicht sind diese Konsequenzen
gewollt? und wer weiß, vielleicht ist sogar der böse Hinterlistige hinter dieser Strategie – wär ja
denkbar; immerhin sind auch „laue“ Christenmenschen trotzdem Christenmenschen;
#14 Yersinia 18:34:24 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
@Evelin: solche Maßnahmen klingen nicht sonderlich überzeugend zum Teil gibt es sie, zum Teil verbleiben
sie in der Sphäre des „Innerreligiösen“ – und wer sollte einem beim Wählen über die Schulter schauen,
ob das Kreuzerl wohl ja bei der richtigen Partei gemacht wird?
#10 Yersinia 17:41:36 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
@Benedikt: bist du dir sicher, dass du mein Posting verstanden hast? es könnten dadurch mehr Jugendliche
einen Weg zur Kirche finden als ohne diese Veranstaltungen – aber Genaues ist schlicht nicht belegbar;
dahinter steht das „Problem der Kausalität“ – in einer komplexen Situation ist die festgestellte Wirkung
nicht mehr eindeutig auf zuvor getroffene Maßnahmen rückfürbar; aber es ist tatsächlich nicht nötig,
sich mit solchen Dingen auszukennen –
#3 Yersinia 22:29:01 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
@benedikt: woran wäre denn ein „Effekt“ meßbar? welche Zielvorgaben müßten formuliert, welche Meßinstrumente
eigesetzt werden? und vor allem: woran würde dieses Meßverfahren kalibriert? – es existiert schlicht
keine Parallellwelt, in der Effekte einmal mit einer Entwicklung, einmal ohne diese genau gleich beobachtet
werden könnten (deshalb sind die ganzen Anwürfe gegen das II. Vatikanische Konzil schlicht Unsinn –
es existiert ja keine Vergleichsmöglichkeit); und mit „Vergleichsgruppen“ zu operieren ist bei diesen
Dingen gelinde gesagt problematisch (welche wirklich gleichen Menschen sollen das sein?) – also: wie und
womit soll was gemessen werden?
#37 Yersinia 17:58:21 | Dienstag, 20. Dezember 2005
@gunther: wie entstanden die Evangelien? ich weiß, ich weiß, die Bibelwissenschaften – wenn deren Erkenntnisse
einem fundamentalistischen Christen gegen den Strich gehen, werden halt flux die Wissenschaftler als Personen
abgewertet; deine Argumente bewegen sich nach wie vor auf der Ebene von „Behauptungen aus dem Glauben“ –
ich habe nach „hard facts“ gefragt; kannst du diese nicht bringen?
#34 Yersinia 19:12:54 | Sonntag, 18. Dezember 2005
@gunther: bei den Evangelien kann man doch nicht von „historischen Fakten“ sprechen – weder stellen die
Evangelien diesen Anspruch, noch könnten sie ihn – schon allein wegen der Textgeschichte – erfüllen;
ganz abgesehen davon dürftest auch du wissen, dass in keinem der Evangelien ein gynäkologisches Gutachten
über die Heilige Maria aufscheint;
#32 Yersinia 19:57:29 | Samstag, 17. Dezember 2005
ich habe nach „außerkirchlichen“, historisch haltbaren Fakten gefragt diese gibt es natürlich nicht –
aber gerade dadurch, dass es diese nicht gibt, wird es umso deutlicher, dass es sich bei der Jungfräulichkeit
Mariens um Glaubensgut – durchaus im besten Sinn – handelt; die geglaubte Jungfräulichkeit Mariens als
„historisches Faktum“ darstellen zu wollen, ist zum ersten schlicht „unglaublich“, zum zweiten wird dadurch
einer Aussage des Glaubens eben nicht vertraut, sondern krampfhaft versucht, sie mehr oder minder im medizinischen
Sinn beweisen zu wollen – das ist wiederum jener Versuch einer unheilvollen Vermischung von Glaubensinhalten
und naturwissenschaftlicher Erkenntnis;
#29 Yersinia 09:26:16 | Samstag, 17. Dezember 2005
@catholicus: als Glaubensgut kann man die „Jungfräulichkeit“ Mariens annehmen; dass es derartiges biologisch
geben kann, auch – aber eine „historische Faktizität“ zu behaupten, ohne diese mit historischen Mitteln
nachweisen zu können, ist schlicht schräg! ist schräg und verstellt den Blick auf diesen Satz als Glaubensgut!
@catholicus: ist dir inzwischen schon aufgefallen dass du mit deinen mystisch-theologischen Ausführungen
mein auf der politisch-sozialen Ebene geführtes Argument bestätigst? – indem du dieser Ebene eben nichts
anderes entgegenzusetzen hast, als argumentativ quasi „nach oben“ zu entfleuchen;
#1 Yersinia 21:14:07 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
tja, wahrscheinlich ist die Biotechnologie eine der weiteren „großen Kränkungen“ der Menschheit – und
trägt damit auch zu einer gewissen Demut durch das Bewußtsein um unsere Endlichkeit und Begrenztheit
bei?
dann schau nur, dass wenigstens du diese „Todsünde“ nie begehst; wenn man nicht wenigstens 30 Ehejahre
hinter sich hat, sollte man nicht leichtfertig über andere, deren Ehe gescheitert ist, urteilen;
wovon redest du? welches Strafmaß? und wie ist das mit der freien Meinungsäußerung? es gab hierzulande
mal Zeiten, wo dies als Delikt verfolgt und bestraft wurde – darf ich deine Ansage so verstehen, dass
du ein Verfechter solcher Untaten bist? – also: welches Strafmaß? wofür?
„duch Blicke wesentlich stärker erregt wird“ wenn er selber blickt – oder angeschaut wird? letzteres
fällt übrigens unter sexuelle Belästigung und ist strafbar.
#11 Yersinia 18:46:38 | Sonntag, 11. Dezember 2005
@Beobachterin:„hierarchische Struktur…Gehorsamspflicht der Priester gegenüber Bischof und Papst…“
ich versuch gerade angestrengt, „die Kurve“ zur Nacktheit zu kriegen?
@mariokin: die Frage ist, wie diese „wirkliche Gegenwart“ verstanden wird – und da gleiten manche traditionsverbundene
„Zeitgeister“ doch in eher eigenartige, beinahe esoterische und an Fantasy-Filme erinnernde Vorstellungen
ab; btw: wieviele Engel haben auf der Spitze einer Nadel Platz?
und was sagt die Redaktion von krez.net zum Vorwurf der „unehrenhaften Berichterstattung“? nichts? immerhin
dürfen ja auch bei den Postings „Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden“ nicht gebracht werden;
#9 Yersinia 08:48:12 | Donnerstag, 1. Dezember 2005
@richard: kennst du Menschen aus den von dir angeführten Weltgegenden? Gespräche gehabt? – oder Illusionen
gedroschen? „Natur“ an sich ist ein Konstrukt und Dinge wie Homosexualität gibt es tatsächlich bei allen
Völkern und zu allen Zeiten;
tja, langsam keimt in mir der Verdacht die ganzen Lebensschützer und „glaubenstreuen“, der Tradition
verbundenen Katholiken sind für nix wirklich zu gebrauchen, weil sich ja doch alles in die andere Richtung
entwickelt;
„als sich am Thema Homosexualität öffentlichkeitswirksam zu ergötzen und sich dabei an Peinlichkeit
meist gegenseitig übertreffen“ – öh – wen meint die werte Redaktion?
@Patrokli: das mit der Sklaverei ist allerdings ein interessanter wirtschaftspolitischer Ansatz – was
sagt das werte Forum eigentlich dazu – könnte es unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sein, die
Sklaverei wieder einzuführen? – immerhin tauchen in den Postings von kreuz.net auch Stimmen für die
Wiedereinführung der Inquisition oder Rufe nach neuem Kreuzrittertum auf – da könnten theoretische Exkurse
zur Sklaverei eventuell auch angebracht sein?
#11 Yersinia 11:01:20 | Sonntag, 27. November 2005
@steymard: also zumindest vielen Dank für die Antwort das ist nicht selbstverständlich in diesen Foren –
da gibts andere, auf deren Antwort ich schon seit Ewigkeiten warte
@steymard: „Alcimus-Wojtyla &Co „ ich verstehe nicht ganz, was du meinst; einerseits sagst du. Päpste
können nie häretisch sein, denn aus ihrem Mund spricht Gott, auf der anderen Seite deine Angriffe gegen
den vorherigen Papst? – wobei ich mit dem Begriff „Alcimus“ nichts anfangen kann;
dem Manne kann geholfen werden: am Beginn des obigen Beitrags steht: „Eine Privatoffenbarung an die Hirten
der Kirche hat schon vor einiger Zeit ein aus dem Heiligen Land stammender Priester veröffentlicht. „
und zum Schluß: „Der Text stammt aus dem 34. Kapitel des Propheten Ezechiel.“ noch Fragen?
gab es im „Heiligen Land“ überhaupt genügend Holz um den Beruf des „Zimmerers“ auszuüben – mW waren
Leute wie Josef und sein Sohn nach heutigen Gesichtspunkten eher als Bauhandwerker zu bezeichnen;
#18 Yersinia 07:27:54 | Sonntag, 20. November 2005
@richard: ich kann also davon ausgehen, dass du keine definitve Antwort geben kannst und dich in Vermutungen
suhlst? – Lesetipps brauche ich nicht, ich wollte über dein persönliches Wissen etwas erfahren;
welche Privatoffenbarung? von wem? der Text von Ezechiel, sehr schön und sehr deutlich, wurde schon vor
doch etwas längerer Zeit in der Bibel veröffentlicht – aber was „Hirt und Herde“ in der heutigen (miraus
„postmodernen“ siehe Ulrich Beck, „Risikogesellschaft“) Gesellschaft betrifft, scheinen mir „geistliche“
Priester im besten Sinn die größte Verkündigungswirkung zu haben; „Höllenpredigten“ dienen eher der
Unterhaltung;
@athanasius: ein Kleriker, den die Soutane vor diversen Anwandlungen schützt wäre wohl sogar in der
Badehose vor dem weiblichen Geschlecht sicher – zum ersten sind Priester natürlich auch Symbolträger
und damit gute Projektionsflächen für mehr oder weniger verborgene Wünsche; durch eine Soutane wird
diese Symbolkraft wohl eher verstärkt; zum zweiten hängt es auch immer sehr stark von der Person ab,
welche Signale diese – bewußt oder unbewußt – aussendet;
ja, wenn man in der Politik „keine Meter mehr hat“ kann man noch immer den lieben Gott einspannen – solche
Dinge sind wohl eher vom Bestreben getrieben, „sich Gott zu eigen zu machen“ – schlimmer noch ist, dass
Religion letztlich immer unhinterfragbar bleibt, damit also sehr leicht absolute, diktatorische Politik
getrieben werden kann – Politik, die letztlich zum Götzendienst neigt; auch dieser mach sich die Attribute
des Göttlichen – Letztgültigkeit, Selbstrechtfertigung und Unantastbarkeit
#17 Yersinia 23:15:57 | Mittwoch, 16. November 2005
nachdem die notwendige Parallellwelt fehlt um die Entwicklung der Kirche ohne II. Vatikanischem Konzil
beobachten zu können, bleiben sämtliche Verweise auf die garstigen Folgen dieses Konzils Spekulation –
abgesehen davon war eine Öffnung, eine Neuorientierung wohl dringend nötig; gut möglich, dass die katholische
Kirche ohne diesem Konzil und dessen „Aggiornamento“ heute tatsächlich von der Bildfläche verschwunden
wäre; IMHO stimmt es eher positiv, dass sich nach wie vor so viele Menschen völlig freiwillig und ohne
jeglichen Zwang zum katholischen Glauben bekennen;
#10 Yersinia 23:08:55 | Mittwoch, 16. November 2005
@chancel_screen: du hast mir noch immer nicht erklärt wie dieser „Kreuzzug gegen die Häretiker“ denn
aussehen soll – abgesehen davon, wen definierst du als Häretiker? und wozu ein Kreuzzug gegen diese Leute,
wenn sie doch eh im Himmel gerichtet werden?
#8 Yersinia 23:04:41 | Mittwoch, 16. November 2005
@sirilo: ich finde das Modell nicht schlecht, im Gegenteil es sollten jegliche demokratische Strukturen
im kirchlichen Gefüge abgeschafft werden – keiner soll mehr irgendwas mitzureden haben; und wer sich
dem nicht fügen will, soll halt austreten oder zu den Protestanten überwechseln;
#13 Yersinia 20:04:12 | Donnerstag, 10. November 2005
nennt sich „Inkulturation“ bekanntlich sind die heutigen und vorheutigen liturgischen Formen auch nicht
vom Himmel gefallen – ich denk da an die „iro-schottische Mission“, an die Konstanz der Heiligtümer;
@richard: das wäre nichts mehr als „symbolische Politik“ zum ersten sind die deutschsprachigen europäischen
Länder durchaus reich, zum zweiten würden „billigere“ Dienstkarossen kaum wirklich billiger, schon gar
nicht sicherer sein, zum dritten würde damit marginal Geld eingespart; nein, ich kann mit Humers Ansage
nichts anfangen, finde sie eher bedenklich;
@richard: du widersprichst dich du bezeichnest etwas als „nicht abschaffbar“, dessen Abschaffung resp.
Bekämpfung du zgl rigoros forderst; das „Prostituiertenvisum“ soll übrigen verhindern, dass diese Frauen
schon von vornherein in die Illegalität gedrängt werden; sehr viel tragischer – und im Artikel nicht
angesprochen – ist die Situation bei Frauen, die mit Versprechungen geködert oder gar verschleppt wurden;
und der Hintergrund, dass dies funktioniert, ist – niemals zu vergessen! – die pure Not in vielen osteuropäischen,
asiatischen und afrikanischen Ländern; man wird also wohl bei der Not dieser Länder ansätzen müßen,
um andere Übel zu lindern;
wie ist Humers Ansage zu verstehen? es sollte sich wohl von selbst verstehen, dass Sachbeschädigungen
überhaupt auszuschließen sind – und diese dämliche „Dienstwagenpolemik“ zeiht natürlich immer, zeigt
aber von der Ahnungslosigkeit über die Bedingungen politischer Arbeit; jeder mittlere Manager hat einen
Dienstwagen, im gehobenen Bereich mit Chauffeur; ein „Manager“ eines Staates soll die hundertausende Kilometer
im Jahr allerdings selbst fahren? bzgl der „Jugendkrawalle“ fehlt halt ein Don Bosco, der Halt, Sinn und
Zukunft gibt – das wär doch was für die Traditionalisten, statt bequem in Internetforen über die Schlechtigkeit
der Welt im Allgemeinen und der „V2-Kirche“ im Besonderen zu lamentieren;
„Also wer nicht kämpft wird nicht umkommen, zumindest nicht gleich“ @7bener: tut mir leid, ich versteht
deine Sätze nicht ganz; und auch der mit dem „Schwert“ bleibt mir unklar – könnte es sein, dass diese
Unklarheit gewollt ist?
mir fehlen bei diesem Bericht konstruktive Vorschläge zur Verhinderung von Prostitution – diese zu verbieten
kann ja wirklich nur grenzenlose Naivität verlangen;
„Unterstützen wir die Kämpfer mit dem Kreuz im Kampf!“ ja, wie? ich nehme mal an, du meinst „Waffen
des Geistes“ – also das, was eh schon die ganze Zeit über geschieht;
#11 Yersinia 07:04:54 | Donnerstag, 3. November 2005
meines Wissens fallen behauptete Kontakte mit dem Totenreich unter „Spiritismus“ die Grenze zwischen Leben
und Tod kann man nicht in beide Richtungen überschreiten, wer anderes behauptet, hat den Nachweis noch
nie erbringen können, wurde wohl zu recht der Scharlatanerie geziehen; man kann es auch als einen weiteren
Versuch bezeichnen, „sich Gott zu eigen zu machen“, mit irgendwelchen „jenseitigen“ Behauptungen und G’schichterln
recht irdische Interessenslagen zu unterstützen – dies (sich Gott zu eigen zu machen im Sinne von „sich
ein Bild von Ihm zu machen“) soll übrigens eine Sünde sein;
#6 Yersinia 06:55:50 | Donnerstag, 3. November 2005
@Brandenburgis: erklär dich bitte näher! sicher, es ist pervers, wenn täglich eine so große Anzahl
an Menschen schlicht durch Hunger stirbt – Menschen, die in anderen Zusammenhängen durch ungerechte Wirtschaftsstrukturen
und Profitgier sterben, sind da noch gar nicht mitgezählt; pervers ist es auch, wenn zugleich in anderen
Weltgegenden der Mißbrauch von Messer und Gabel eine der häufigsten Todesursachen ist; aber gut, dass
du in diesem Zusammenhang bei mir Heuchelei siehst –
#23 Yersinia 20:17:01 | Mittwoch, 2. November 2005
@bonifatius: gell, du hast keine Familie zu ernähren? trotzdem wär ich neugierig, wodurch du deinen
Lebensunterhalt bestreitest; auch, ob du schon mal arbeitslos warst? im übrigen schreibst du – gerade
heraus gesagt – hanebüchenen Unsinn über „Genügsamkeit“, den Vergleich von Sozialsystemen und die weltweite
Wirtschaftsdynamik;
ganz schlau werde ich aus dem Artikel nicht so, wie ich es verstehe, führen da wohl beide Seiten „etwas
im Schilde“ – wobei die tatsächlichen Zusammenhänge, geschweige denn Hintergründe nicht aus dem Artikel
hervorgehen; so bleibt es auch im Dunklen, ob nicht vielleicht eine Seite durchaus im Recht ist?
jede Woche ein Tsunami jeden Tag sterben 25.000 Menschen durch Hunger – wie stehen die „Lebensschützer“
aller Herren Länder (im reichen Westen) dazu? Bisher ist mir zu diesem Unrecht noch nie eine Meldung
aufgefallen.
@chancel_screen: wie willst du „das Schwert senden“? ich meine, irgendwo muß die Lächerlichkeit dick
aufgetragener Ansagen doch einem selbst mal peinlich sein – btw zum Bericht: auf die Art kann auch ein
Zölibatärer mal zum Anblick eines nackten Busens kommen
„daß seine Stimme am Obersten Gerichtshof zum Verbot der Kinderabtreibung beitragen werde.“ wie? in welcher
Form? – gar nix wird sein; ein bißchen Stimmungsmache, die eigenen Leute bei der Stange halten, damit
hat es sich;
@Toby: ist es überhaupt noch wichtig PriesterIn zu werden? ich meine, wen interessiert der Job? – oder
ist die Sache nicht doch ein klein wenig anders zu sehen? und: es gibt theologisch durchaus profunde Argumente,
dass auch Frauen zum Priesteramt geweiht werden können – dass Jesus ein Mann war, ist ja wirklich der
kleinste Grund, ihm nachzufolgen; abgesehen davon war das Amt des Diakons das überlieferte sakrale Amt
und wurde auch von Frauen ausgeführt, während das Amt des Presbyteros zuerst ein soziales, dann sakralisiertes
Amt war; das Amt des Episkopos, des Aufsehers hat übrigens den gleichen geschichtlichen Hintergrund –
aber diese Dinge kannst du in jedem Lehrbuch über die Alte Kirche und in jedem Skriptum zur Liturgiewissenschaft
nachlesen; nun, relevant wäre das Priestertum für die Frauen als Zugang zum Kult – und natürlich als
Gleichstellung bei den kirchlichen Herrschaftspositionen;
@patricius: da ist die Fpö aber früh dran mit dieser Erkenntnis; nb: irgendwann mal war diese Partei
in der Regierung – und dort sogar mit einem eigenen Frauenminister – vertreten; mir wäre neu, dass es
die angesprochenen Probleme nicht schon zu dieser Zeit gegeben hätte;
„Wenn Christen auf der Ebene der Glaubenslehre Einwände erheben, darf man einer Debatte nicht ausweichen.“ –
nun, dann auf zu einer weiteren Runde der Debatte um das Priestertum der Frau, um den Zölibat, um all
die anderen „heißen Eisen“ in der katholischen Kirche; immerhin werden auch hier „auf der Ebene der Glaubenslehre
Einwände“ erhoben – noch dazu von ChristInnen, die sich in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befinden;
@benedeikt: bzgl der „islamischen Gebiete“ schreibst du Unsinn – im Gegenteil ist es den Christen in islamischen
Staaten sogar geboten, ihren Glauben zu leben (im Iran zB definitiv der Anbau von Wein) – aber eben unter
der Beachtung der staatlichen Gesetze;
mir haben Priester – und solche, die ihr Amt niedergelegt haben des öfteren gesagt, dass in der Zeit
vor dem Konzil viele, die damals Priester werden wollten, gehofft haben, das Zölibat würde im Zuge des
Konzils abgeschafft – als dies nicht geschah, sind viele aus den Seminaren ausgetreten oder haben ihr
Amt niedergelegt; nicht zu vergessen, dass damals die Lage am Arbeitsmarkt für Ex-Priester durchaus eine
andere – günstigere – war; heute (auch das sagen mir manche Priester) muß man sich einen solchen Schritt
schon sehr überlegen;
@Athanasius: war meine Frage so bedrohlich? aus den vielen, sachlichen und fachlich guten Antworten sieht
man wohl, dass die Frage wichtig ist – vor allem, um egrifflichkeiten und Inhalte zu klären; die Weitergabe
des Glaubens braucht neben einer gläubigen persönlichen Haltung auch das Wissen, worum es geht; – und
was ist so schlimm daran, ganz einfache Fragen zustellen? solltest du jemals Kinder im Glauben unterrichten,
kommt mit Sicherheit die Frage „wo wohnt Gott?“ – was antwortest du darauf? – zuletzt: rennt bei dir jedesmal
„ein Film“ ab, wenn du ein Posting von mir liest? – nicht ganz zuletzt: Glaube ist nichts, womit man sich
in bequemer Rechthaberei zurücklehnen kann, Glaube soll auch immer wieder provozieren, die eigene Sicherheit
zu hinterfragen;
ich finde es beispielgebend und gut wenn Menschen unterschiedlicher religiöser Bekenntnisse in den Heiligtümern
anderer Religionen beten können oder könnten; das wäre ein substantieller Beitrag zum Frieden in der
Welt – und ich finde es gut, wenn gerade christliche Kirchen hier vorangehen;
so ein Link schadet nie: www.kath.net/detail.php?id=11772 abgesehen davon wär natürlich das Original
nicht schlecht; ein Bericht über einen Bericht – ist eben nichts mehr als Nachrichten aus dritter Hand;
„Noch an eines möchte ich Euch in dieser Stunde erinnern, daß ein Christ ohne die Liebe, wie sie Christus
der Herr versteht, nicht den Namen eines Christen verdient. Und diese Liebe, wie sie unser heiliger Glaube
im Auftrage Christi lehrt, kennt keine räumlichen Grenzen, sie macht keinen Unterschied der Person, sie
wendet sich vor allem denen zu, die durch ihre größere Not und Hilfebedürftigkeit uns Nächste geworden
sind. Vergeßt nicht, daß nach den klaren Worten Jesu Christi die Liebe der Maßstab beim Jüngsten Gericht
sein wird und daß wir nur dann Anteil erhalten am ewigen Leben, wenn wir das Wort des Herrn im Leben
verwirklicht haben: ‘Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.’“ – der
Text könnte angelegentlich des öfteren verlesen werden;
@marcel: vielen Dank, du hast mich rausgerissen! ich wollte zuvor dem @Leo schreiben, dass es DEN einen
Urtext eben nicht gibt – womit sich weitere Fragestellungen quasi von selbst erklären; @brandenburgis:
Informationen in Internetforen soll man niemals ungeprüft Glauben schenken – in meinem unterigen Posting
findest du den „vierfachen Schriftsinn“ der Kirchenväter; steil ist es allerdings, die Bibel als „Naturgeschichtebuch“
zu nehmen – noch steiler wird dieses Unterfangen dann, wenn man sich auch nur ein bißchen mit den Intrigen
und dem Prozeß gegen Galilei beschäftigt;
na, auf meine Beliebigkeit kann ich mich zu jeder Zeit zurückziehen – und muß dann auch akzeptieren,
dass aber andere eben anderes für wahr halten bzw sich eben auf ihre Beliebigkeiten begeben – nein, es
geht neben dem persönlichen Glauben auch um nachvollziehbare Nachweise, dass das, was in der Bibel steht,
auch DER biblische Text ist! – Folgendes stützte sich immerhin auch auf die Bibel: „Sie sind verdächtigt,
für wahr gehalten und geglaubt zu haben, daß die Sonne der Mittelpunkt der Welt ist, und daß sie sich
nicht von Ost nach West bewegt, und daß die Erde sich bewegt und nicht der Mittelpunkt der Welt ist.“
(Hemleben: Galilei. S. 131.)
@vir: woher wissen wir dann, dass der Text in der heutigen Bibel stimmt? dakönnte im Lauf der Jahrhunderte
ja ohne weiteres jemand etwas dazugeschrieben oder weggelassen haben?
„die vermutliche Originalfundstelle „ wiederum weißt du es nicht sicher! ja, es kann tatsächlich so
sein und nach unseren alltäglichen Erfahrungen mit Medien wird es wohl auch so gewesen sein – aber wie
gesagt: es ist „die vermutliche Originalfundstelle“
mir scheint, dadurch, dass klare Bedingungen gestellt werden, könnte dies eher eine „Lockerung“ bzw eine
Zusage sein, dass Homosexuelle unter bestimmten Bedingungen und Auflagen eben Priester werden können –
so wird es auch in anderen Medien interpretiert;
#5 Yersinia 18:41:34 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
@evelin: „scheint ja ein besonderes „Früchtchen“ zu sein“ aber nichts Genaues weiß man nicht, oder? –
aber ein Artikel genügt, um zu ver-urteilen; wobei umgekehrt natürlich nicht ausgeschlossen ist, dass
der Priester „daneben“ ist, der Bericht völlig zutrifft; es ist nur eigenartig, gleich zu vermeinen,
man wüßte Bescheid – wo man doch nur eine Geschichte gelesen hat!
@Ignatios: ja, das meine ich ja! du kannst eben nie wissen, wie es diese Herrschaften angelegt haben,
verstehst du denn nicht? übrigens, statt Gegenargumente anzuführen immer nur „Freimaurer, Freimaurer“
zu hecheln ist zwar schön für mich, bringt dich aber wirklich nicht weiter; aber wer weiß, vielleicht
ist die argumentative Inkompetenz manch „Traditionaler“ auch eine Art, der Kirche zu schaden?
jetzt kann man erste Reihe fußfrei zuschauen wie sich der Diskussionsprozeß weiterentwickelt – oder
glaubt jemand im Ernst, die Diskussion an sich wäre damit beendet? – bei einem Verbot der Diskussion
kommt eben eine zusätzliche thematische Seite dazu: die Diskussion über das Verbot der Diskussion;
wer weiß, wer weiß? vielleicht ist jetzt der „Rauch des Satans“ auch noch über diverse Elektroleitungen
in die Kirche eingedrungen? merkt euch, der Listenreiche findet immer Mittel und Wege – und oft kommt
er im besten Gewand daher!
nochmals vielen Dank an alle für die vielen Zuschriften eine wesentliche Frage tut sich mir da noch auf:
was erwartet ihr euch von einer Rückkehr zu jenem Ritus, den die „Piusbruderschaft“ pflegt?
wer gibt vor, worauf es ankommt? wenige TheologInnen werden außerhalb der „katholischen Welt“ wirklich
wahrgenommen; aber jene, die tatsächlich außerhalb der katholischen Kuschelecken bemerkbar sind, haben
oft auch eine beachtliche Resonanz bei Andersgläubigen und Fernstehenden – und bereiten so den Boden
für die Verbreitung des Glaubens auf;
@toby: nun, da stimme ich mit dir inhaltlich völlig überein mir geht es um jene, die sich gegen den
Papst, die heutige Meßordnung und andere Dinge, die vom Papst bzw vom Lehramt autorisiert sind, wenden;
und es geht natürlich auch um Strukturfragen, weil die Bischöfe selbstverständlich für die Organisation
ihrer Diözese verantwortlich sind; ich meine auch, dass es auf allen Ebenen, in allen Bereichen legitim
ist, Bedenken zu äußern, Fragen zu stellen, uU auch in Opposition zu gehen; mir geht es jedoch um die
Hinterfragung von Gehorsamshaltungen dergestalt, dass dort Gehorsam (von anderen) eingefordert wird, wo
dies den eigenen Interessen entspricht; dort aber, wo dies den eigenen Interessen, Stimmungslagen, Weltbildern
zuwider läuft, wird in (oft beinharte!) Opposition gegangen; dies gilt nicht mal so sehr für bestimmte
christliche Richtungen, sondern ist IMHO ein allgemeines Phänomen der Erotik von Macht und Herrschaft,
wenn diese mit religiösen Strukturen verknüpft sind und dadurch quasi sakrosankt gemacht werden; da
auf kreuz.net doch die Mehrheit einer best. Weltsicht (und damit religiösen Sicht) anhängt, stelle ich
hier diese Fragen eben in diese Richtung; Leuten von „Wir sind Kirche“ etc stelle ich dieselben Fragen
an anderen Orten, in anderen Formulierungen. Es hindert einen ja bekanntlich keiner, das eigene Hirn abzugeben;
man wird aber auch nie daran gehindert, es zu benützen; (Leute, die keine Argumente wissen, müßen sich
dann halt mit polemischen Bezeichnungen á la „Freimaurer“ aus ihrem argumentativen Dilemma retten);
@Petrus: Danke! auch, wenn mir die Sache trotzdem noch nicht ganz klar ist; warum ist das „Wesen“ der
Hl. Messe die Opferung und welche Konsequenzen ergeben sich theologisch aus den beiden unterschiedlichen
„Ansätzen“? @miles: das fragen wir uns bekanntlich alle – oder was meinst du?
@Irenäus: ALLE, aber wirklich ALLE lassen dich im Unklaren! – merkst du das nicht? – also: wenn ich dir
was sage, wirst du mir ja doch nicht glauben; wozu soll ich dir also eine Antwort geben? –-- und bedenke:
die Freimaurer sind ÜBERALL!!! insbesondere dort, wo du sie jeweils am wenigsten vermutest! das ist gleich
wie bei Satan persönlich – da kannst du auch nie wissen, ob nicht hinter dem kreuzbravsten Ansatz eines
Projektes in Wirklichkeit die „Pforten der Hölle“ lauern; nimm gleich kreuz.net selbst als Beispiel:
mancher modernistische Katholik ist zwar „modernistisch“, nichtsdestotrotz aber auch katholisch, vielleicht
zweifelnd, irrend, nicht so selbstgewiß wie Traditionalisten, aber er ist Katholik; nehmen wir an, durch
die Betrachtung von kreuz.net wendet er sich – in eine plötzliche Glaubenskrise gefallen – völlig von
der heilsbringenden Kirche ab – was sagt uns das?
@toby: gut, also in Strukturfragen kann man sich gegen seinen Bischof (Kardinäle, Papst, kurz, die ganze
übergeordnete Hierarchie) auflehnen; bzgl der Glaubensdinge schreibst du: „Wenn sie dem Willen Christi
nicht mehr nachkommen, liegt Machtmisbrauch vor.“ Völlig klar, aber wann kommen sie dem „Willen Christi“
nicht mehr nach? –-- @die beiden unter mir: das Schöne am Internet ist, dass sehr deutlich wird, dass
jegliche Vorstellung von Wirklichkeit immer ein Konstrukt ist; auf gut Deutsch: ich könnte euch alles
erzählen, ihr wüßtet nicht, was stimmt – also müßt ihr euch eben auf eure Vorstellungen verlassen;
da stellt sich jetzt die Frage, was die jeweilige Vorstellung meines Geschlechts in der Art, wie ihr meine
Posting lest, ändern würde? auch bzgl der Geschichte meines Nicknames könnte ich euch alles erzählen –
ihr wüßtet nie, was jetzt „stimmt“.
@toby: das sind selbstverständliche Allerweltsfloskeln. Fragen des Gehorsams werden immer dort relevant,
wo es gegen eigene Überzeugungen oder sehr starke eigene Interessen geht; und dass Engagierte aller Seiten,
Richtungen und Coleurs immer auch ein eigenes Verhältnis zum Thema „Macht“ und „Herrschaft“ haben, kommt
nicht von ungefähr (deine Beobachtung kann ich durchaus teilen); trotzdem: meine Fragen konntest du nicht
wirklich inhaltlich beantworten – und an dem etwas eigenartigen Eindruck eines „Auswahlchirstentums auf
konservativ“ hat sich bei mir nichts geändert; – – – @chris: zu den Geheimnissen der homepage von kreuz.net
gehört ein grauer Schriftzug rechts unten, der da lautet: „Alle LeserInnenmeinungen anzeigen“;
#4 Yersinia 18:43:09 | Freitag, 30. September 2005
@zwobbel: von wem sprichst du? – Freimaurer aller orten? na, Gute Nacht! Projektionen sind halt schon
ein Hund, was? @toby: Gehorsam ist letzten Endes eben doch eine Sache des eigenen Gutdünkens – auch für
jene, die sonst die Autorität von Bischöfen sehr betont haben möchten; tatsächlich wird die katholische
Kirche umso glaubwürdiger, je weiter sie von ihrem Machtgehabe abgeht; insofern wäre es natürlich gut,
auch diverse „pastorale Prozesse“ zugunsten einer „geschwisterlichen Neuorientierung“ zu hinterfragen;
und insofern die katholische Kirche auch ein – noch dazu sehr komplexes – Wirtschaftsunternehmen ist,
gelten die Prinzipien des Change Management und der Organisationsentwicklung; und die besagen unter anderem,
dass ein Grundkonsens in der Unternehmenslinie unabdingbar ist;
#1 Yersinia 11:48:18 | Freitag, 30. September 2005
die Menschen in der heutigen Arbeitswelt müßen sich ständig „umstrukturieren“ – da wird eine gewisse
Anpassung der Herren Pfarrer an Notwendigkeiten, die noch dazu ihr Bischof als ihr Chef anordnet, wohl
nicht zu viel verlangt sein?
der Absolutheitsanspruch Jesu berechtigt nicht zum (politischen) Absolutheitsanspruch des Katholizismus –
das würde direkt in eine Diktatur führen; und meine Skepsis gegenüber jenen, die für sich „die Wahrheit“
beanspruchen, ist wohl mehr als berechtigt – wer kann von sich wirklich behaupten, jetzt im irdischen
Leben schon die „ganze Wahrheit“ der Basileia erkannt zu haben? und dann noch beanspruchen, diese auch
in einem politischen System als einzig gültige durchzusetzen? ja, die letzte Wahrheit werden wir am Ende
der Zeiten erkennen – was ist daran verwerflich? das hindert ja nicht daran, im eigenen Gottvertrauen
das zu vertreten, was man selbst für gut, richtig und wahr hält? es berechtigt nur nicht, Diktaturen
zu errichten; – und was soll an einer wissenschaftlichen Methode wie der historisch-kritischen Methode
von vornherein schlecht sein? wenn Theologie den Anspruch wissenschaftlicher Dignität hat, braucht es
auch wissenschaftliche Methoden – sonst könnten andere kommen und nach Belieben eigene Behauptungen aufstellen;
anders gesagt: wie kann ich begründen, dass das, was in der Bibel steht, auf wissenschaftlich haltbaren
Fundamenten ruht? wie kann ich jemandem begegnen, der behauptet, vieles in der Bibel wäre „gefälscht“
oder „dazuerfunden“? – aber im Grunde braucht es keinen Disput um die historisch-kritische Methode; was
wahr ist, kommt von selbst ans Licht;
@miles: das ist auch eine Form von Totalitarismus erinnert mich stark an den „Sieg der Diktatur des Proletariats“ –
tut mir leid, aber diese Assoziationen kommen einem wirklich und dieser totalitäre Herrschaftsanspruch
mancher „guter Christen“ – vorgebracht ohne jegliche Liebe – macht durchaus Angst und ist nix anderes
als ein Herrschaftsinstrument; klar, dass jene, die dem Christentum bzw dem Katholizismus distanziert
gegenüber stehen, ihre Ängste durch solches Auftreten bestätigt sehen; – auch der Tonfall, in dem oft
„argumentiert“ wird, macht eher skeptisch und läßt ganz sicher nichts von der Liebe Christi spüren –
verwundert es, wenn andere, die euren Glauben so nicht teilen, zumindest reserviert sind? – abgesehen
davon: oft wird beim anderen bekämpft, was man bei sich selbst verdrängt;
ist der Glaube nicht in allen wesentlichen Fragen, bei allen „Heißen Eisen“ betroffen? – so wie du könnten
auch Gruppierungen wie „Wir sind Kirche“ argumentieren – tun sie übrigens auch; was sich zeigt ist, dass
alle jeweils für sich in Anspruch nehmen, gerecht zu handeln und recht zu haben; – abgesehen davon: derartige
Umstrukturierungen gibts ja in anderen Diözesen auch;
#20 Yersinia 18:53:01 | Montag, 26. September 2005
@bonifatius: wie verdienst du deinen Lebensunterhalt? von einer „satten Gesellschaft“ kann man angesichts
der Bedingungen der heutigen Arbeitswelt bestenfalls metaphorisch sprechen; und von einer „Übersozialisierung“
können auch nur jene reden, die selbst nicht auf das Sozialsystem angewiesen sind; nicht zuletzt: Arbeit
in Westeuropa ist gegenüber den Arbeitspreisen in China und anderen Ländern immer „zu teuer“ – andererseits
kann die Kaufkraft nur durch entsprechende Entlohnung erhalten oder gesteigert werden;
#3 Yersinia 21:21:02 | Sonntag, 25. September 2005
eine These muß man immer hinterfragen, eine Behauptung ist sowieso fraglich – und im übrigen gilt: „Suche
die Menschen, die die Wahrheit suchen – meide jene, die sie gefunden haben!“
#13 Yersinia 21:18:52 | Sonntag, 25. September 2005
was wäre wünschenswert? eine Antwort? da geh’ ich d’accord! dass Abtreibung ein Übel ist, ebenfalls;
dass sie nicht abschaffbar ist, darüber besteht in weiten politischen Bereichen Übereinstimmung; dass
dagegen der Drang zur Leistungs- und Konsumgesellschaft und auch die fehlenden Väter ein Grund (und zwar
ein änderbarer Grund) sind, dass wollen viele bis heute nicht so ganz wahrhaben;
#14 Yersinia 20:59:37 | Sonntag, 25. September 2005
@sarto: wie heißt es doch gleich? „wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ – also bin ich wohl naiv; „Freimaurer“
bin ich mit Sicherheit keiner – allerdings: muß ein Mensch naiv oder Freimaurer sein, um nicht eine Religion,
eine Ideologie absolut zu stellen? umgekehrt: willst du wirklich den großen Kampf, das „Harmaggedon“?
#5 Yersinia 20:55:28 | Sonntag, 25. September 2005
@evelin: was sind „Wallstreetkreise“? in Schottland gibt’s „Kornkreise“ aber dass die Wallstreet in New
York Kreise gezogen hätte, ist mir nicht bekannt;
#11 Yersinia 20:50:31 | Sonntag, 25. September 2005
soll Abtreibung wieder unter Strafe gestellt werden? wie soll dies politisch durchgesetzt werden? – zwei
Fragen, auf die man von „Konservativen“ niemals klare Antworten bekommt!
#1 Yersinia 20:48:04 | Sonntag, 25. September 2005
fragt sich nur, wozu „diese Väter“ eine Revolution gplant haben sollten? und warum die angeführten Bischöfe
so gehorsam gewesen sein sollen? wenn ein Bischof gegen seine Glaubensüberzeugung handeln soll, wird
er wohl den Mut haben, dies nicht zu tun – und wenn er den Mut nicht hat, wird er wohl keine Glaubensüberzeugung
haben? ganz nebenbei hat sich die Welt im 20. Jahrhundert eben stark gewandelt und „Autoritäten“ von
anno dazumal werden heute mit Fug und Recht hinterfragt; die Menschen von heute sind nun mal gebildeter
und unabhängiger (auch wenn sich natürlich von den Gegnern der Moderne viele negative Beispiele anführen
ließen);
#7 Yersinia 15:02:52 | Samstag, 24. September 2005
@sulpicius: ts, ts, da sieht man wieder in welchen Gegenden des www du dich herumtreibst – Spaß beiseite,
der Begriff an sich steht „für das Göttliche, Numinose“ und ist per se nichts Schlechtes; „freimaurerisch“
Denkende haben eben diese Auffassung vom Göttlichen; aber was soll der Verweis auf die Freimaurerei bei
einem Beitrag über den Versuch, früheren Hass der Konfessionen aufeinander abzubauen?
#4 Yersinia 13:30:42 | Samstag, 24. September 2005
@Sulpicius: dein Link funktioniert nicht aber nichtsdestotrotz – ein „Humanismus des Friedens“ ist doch
ein sehr positiver Ansatz, v.a. wenn man bedenkt, dass nichtchristliche oder kirchenferne Menschen damit
sicher in Bemühungen um eine gerechtere, friedlichere Welt eingebunden werden können; und Gott-sei-Dank
sind die uralten Querelen von anno dazumal zwischen Katholiken und evangelischen Christen schon sehr relativiert;
#3 Yersinia 20:53:17 | Freitag, 23. September 2005
eine Beobachtung, die ich – so scheint es mir zumindest – schon des öfteren machen konnte: gerade aus
kirchentreuesten, konservativen Jungkatholiken werden später oft die größten „Revoluzzer“;
#5 Yersinia 20:51:09 | Freitag, 23. September 2005
@evelin: Homosexualität an sich ist nichts Verwerfliches und wird von den Medien auch bei Geistlichen
nicht mehr beachtet – die Medien berichten, völlig zu Recht, über den oft zweischneidigen oder vielleicht
treffender „lebensfremden“ Umgang mit sexuellen Themen in der katholischen Kirche – („Thema“ meint hier,
dass auch jedes Ereignis in Medien ja berichtet, geschrieben etc wird und somit zuerst einmal eine „Geschichte“
oder eben ein „Thema“ ist); und fünf Kinder eines katholischen Geistlichen? na, da wär derjenige sicher
„fleißig“ gewesen, aber „skandalfähig“ ist das auch nicht;
#24 Yersinia 21:13:31 | Donnerstag, 22. September 2005
eine Tugend von kreuz.net ist es die p.t. LeserInnen bei zitierten Reden und Artikeln zu Expeditionen
in die weite Welt des Internets herauszufordern, ob sich dort nicht vielleicht irgendwo das Original finden
liese; kurz gesagt: ich tu’s heute nicht mehr, aber ohne die Rede im Original gelesen zu haben und dem
Wissen um den Kontext, in dem sie gehalten wurde, bleibt jede Meinungsäußerung sinnlose Spekulation;
btw: Muslime wie Christen sagen in der arabischen Welt zu Gott „Allah“;
#1 Yersinia 21:00:30 | Donnerstag, 22. September 2005
ach, das wird schon werden ein bißchen Entgegenkommen von der wirtschaftsorientierten Seite in Punkto
Gesetzgebung bezüglich „Abtreibung“, dann wird sich auch die religiös orientierte Seite flexibel erkenntlich
zeigen
#6 Yersinia 21:13:51 | Mittwoch, 21. September 2005
was soll das sein – der „Darwinismus“? es gibt die theoretischen, wissenschaftlichen Ansätze von Darwin
(der im Übrigen ein durchaus gläubiger Mensch war), es gibt heute viele Theorien, die zusammen ein Bild
von der Entstehung der Welt und des Lebens abgeben – und Menschen mit wissenschaftlicher Ausbildung wissen
um den Stellenwert von Theorien! nichtsdestotrotz: wenn „konservative“ Christen es innerlich nötig haben,
sich als „Opfer“ zu sehen, schaffen sie sich selbst immer wieder beste Voraussetzungen.
#2 Yersinia 19:11:13 | Mittwoch, 21. September 2005
„durch meine jahrelange Aufklärungsarbeit“ ah, du warst das! – im Ernst: naturwissenschaftliches Arbeiten
bedeutet, Dinge mess- und zählbar zu machen, die naturwissenschaftliche Sicht der Welt beschränkt sich
per se auf das je eigene Fachgebiet (die reale Arbeit erfolgt heutzutage selbstverständlich fachübergreifend
und interdisziplinär); die Menschen, die naturwissenschaftlich arbeiten, wissen auch um diesen Unterschied
in der Sicht der Welt – Bsp.: der jüngst verstorbene Rupert Riedl; wie könnte Gott meß- und zählbar,
wie einer direkten Beobachtung zugägnlich gemacht werden? und wäre dies nicht ein In-Besitz-Nehmen Gottes? –
es gab übrigens heuer im Sommer in Melk eine gute Veranstaltung mit dem Titel „Mit Gott rechnen?“
#15 Yersinia 13:53:13 | Sonntag, 18. September 2005
@evelin: solche Staaten bzw politische Konstellationen gab es in der Geschichte und glauben Sie, dass
es die von Ihnen beschriebenen Übel zu diesen Zeiten nicht gab? – IMHO ist Ihr Ansinnen politisch bedenklich
und unsinnig.
#17 Yersinia 17:27:44 | Samstag, 17. September 2005
@evelin: Homosexualität ist keine Krankheit richtig ist aber, dass es hier selten ein entweder-oder,
sondern sehr häufig eine gewisse Bandbreite gibt und dass sich die sexuelle Orientierung eines Menschen
auch ändern kann – gilt wiederum nicht für alle; Sexualität bzw sexuelles und erotisches Empfinden
sind sehr stark von Konstruktionen bestimmt (das Gehirn ist das größte Sexualorgan des Menschen); richtig
ist aber auch, dass sexuelle Orientierungen sehr mythenbeladen sind; tatsächlich ist menschliches Sexualverhalten
sehr gut erforscht, die Forschungsergebnisse aber in ihrer Rezeption sehr überfrachtet von Interessen
und Weltsichten – in kreuz.net merkt man es es beinahe täglich.
#9 Yersinia 07:59:53 | Samstag, 17. September 2005
abseits dieses Artikels: die Überbevölkerung der Erde insbesondere das Bevölkerungswachstum in China
und Indien ist sehr wohl ein Problem; bei China und in noch nicht so gravierender Form bei Indien kommt
das Drängen nach wirtschaftlicher Entwicklung dazu; und wenn in China und Indien die Autodichte, der
Ressourcenverbrauch und das Konsumverhalten einmal europäischen oder gar amerikanischen Ausmaßen entsprechen,
dann „Gute Nacht, Mutter Erde!“ – dass China eine brutale Politik durchzieht und ein sehr „pragmatisches“
Verhältnis zum menschlichen Leben hat, läßt sich häufig in Berichten verfolgen; kein Zweifel, dass
diese Art der Politik diktatorisch ist und im Grunde erst eine demokratische Entwicklung (die in weiter
Ferne liegt) das Land auch in seinen bevölkerungspolitischen Zielen weiterbringen kann. Es gab bereits
in den 80er Jahren Studien der UNO, die zeigten, dass die Geburtenentwicklung eines – armen – Landes sehr
mit dem Bildungsgrad der Frauen zusammenhängt; je selbstbestimmter diese ihr Leben zu führen vermögen,
desto mehr sank die Geburtenrate bei zugleich steigenden Überlebenschancen der geborenen Kinder. Insofern
bietet die Entwicklung in China ja Anlaß zu Hoffnung.
#17 Yersinia 07:46:34 | Samstag, 17. September 2005
eigenartig, dass kreuz.net homosexuelle Menschen immer sehr schrill darstellt; tatsächlich sind alle
homosexuellen Männer und Frauen (aber um die geht es ja nicht) aus meinem Bekanntenkreis völlig normal
angezogen und gehen einem bürgerlichen Leben nach; auffällig ist aber, dass beide Herrschaften auf den
Bildern eine „Tracht“ anhaben – es fällt einem im Leben ja nur das auf, was in irgend einer Weise mit
einem selbst zu tun hat.
#12 Yersinia 07:37:34 | Samstag, 17. September 2005
„Im Zweifel für den Angeklagten“ und andere Rechtsgrundsätze angeklagt war doch das Nachrichtenmagazin,
oder? – damit wurde den aufgezeigten Rechtsgrundsätzen doch klar entsprochen – hat die Autorin da etwas
verwechselt?
#1 Yersinia 20:55:26 | Mittwoch, 14. September 2005
„Außenstehende könnten die Dramatik der Situation nicht verstehen“ „„Ich mußte Entscheidungen auf Leben
und Tod im Bruchteil von Sekunden treffen.“ Das sei unerträglich gewesen.“ – wenn man selber nicht in
solch einer Situation ist, ist es leicht, zu verurteilen.
#101 Yersinia 20:34:15 | Mittwoch, 14. September 2005
„Der Aggregatzustand von Wasser dürfte sich in den letzten 2000 Jahren nicht verändert haben…“ welch
Unsinn! Der Aggregatzustand von Wasser ändert sich mit der Temperatur respektive mit der Energiezufuhr –
ein bissl naturwissenschaftliche Bildung täte wohl auch manch Hochrechtgläubigen nicht schaden;
#1 Yersinia 20:30:21 | Mittwoch, 14. September 2005
„die Evolutionstheorie“ gibt es nicht sondern eine Reihe gut belegter Theorien, die die Evolution der
Schöpfung aufzeigen; aber die katholische Kirche hatte bekanntlich schon mit Galilei ihre Schwierigkeiten –
und er mit ihr;
#88 Yersinia 19:35:08 | Mittwoch, 14. September 2005
@Benedikt: der war gut! aber ich bin natürlich neugierig auf die – im Grunde vorhersehbaren – Meinungen
der Forumsgemeinde (oder könnte es da Überraschungen geben?).
#85 Yersinia 19:11:38 | Mittwoch, 14. September 2005
seit langem wirklich eine amüsante Diskussion ich will die Frage mal verschärfen: wie ist das mit einem
Priester in der Sauna? (die Frage der Badekleidung stellt sich da ja wirklich nicht mehr).
„Mythos 68er“ – anders kann man das nicht nennen jedenfalls kann man diese „Bewegung junger Männer aus
dem damaligen Bildungsbürgertum“ am besten im Zusammenhang mit der vorhergehenden Nazizeit und dem Abstreifen,
aber auch dem Verdrängen dieser Zeit verstehen – gerade die damalige Fixierung auf Sexualität wird heute
von manchen Sozialpsychologen als eine solche Verdrägnung gedeutet; aber wieviel „die 68er“ heute noch
wirken sollen und wieviel nicht eher die – logische – Entwicklung der Moderne ist, wird in diesem Buch
wohl kaum beantwortet; sehr viel ausschlaggebender ist wohl eher die Entwicklung der Wirtschaft bzw des
Kapitalmarktes, die alles dominierende Eigengesetzlichkeit dieses Teils der gesellschaftlichen Funktionen,
wirklich dominierend sind auch die Bedingungen der heutigen Arbeitswelt – und genau diese Entwicklung
wurde auch sehr stark von christlich-konservativen Politikern gefördert! (Könnte es sein, dass christlich-konservative
Ideologen von diesen Dingen nichts wissen oder diese Seite auch bewußt verschleiern?); „Reaganomics“
und „Thatcherism“ der 80er Jahre bestimmen heute weit mehr unser Arbeitsleben, unsere Wertausrichtungen
als irgendwelche „68er-Ideale“ – zB Werbung in Schulen hätte die damalige „Hippy-Kultur“ niemals vertreten. –
Das in den 60er/70er-Jahren zugleich viel Gutes und Neues in Kultur, Wissenschaft und Kunst entstand,
sei hier nur angedeutet.
„ist der ‘Urknall’ nur eine Theorie“ gibt es in den Naturwissenschaften einen „Lehrsatz“, der keine Theorie
ist? umgekehrt: wer wissenschaftlich arbeiten lernte, weiss um die Bedeutung und Funktion von Theorien.
#12 Yersinia 15:27:48 | Freitag, 2. September 2005
nun,da mache ich mir weniger Sorgen KatholikInnen sind zu so vielem verpflichtet – und halten sich nach
eigenem Gutdunken daran; dies ware bei einem Kaiser – dem dann ja nur die katholische Seite eines Staates
verpflichtet ware – auch nicht anders;
#21 Yersinia 15:23:35 | Freitag, 2. September 2005
@marcel das Beten lass nur meine Sache sein und die Wissenschaften wissen serioserweise um ihre je eigene
begrenzte Weltsicht Bescheid – aber @andreas hat hier Dinge angefuhrt, die so nicht gesagt wurden, darum
der „Film“ – aber mir hat noch niemand geantwortet, wie dieser Herrschaftsanspruch desw (katholischen)
Christentums durchzusetzen ware bzw ob die Durchsetzung dieses Herrschaftsanspruchs auch auf autoritarem
Wege erfolgen kann?
problematisch ist wohl eher dieVermischung zweier vollig unterschiedlicher Dinge: hier der naturwissenschaftliche
Erklarungsansatz, da der Glaubensausdruck als Antwort auf die Erfahrung der Zuwendung Gottes – in diesem
Match, das die Religion letztlich als „Herrschaftsanspruch“ austragt, kann nur die Religion verlieren –
ganz gleich, wie sich Forscher personlich gerieren, die Naturwissenschaft geht mit vollig anderen Anspruchen
und Erklarungsansatzen an das Thema als es die Theologie tut; wenn nun Theologen quasi „der Naturwissenschaft
ins Handwerk pfuschen“ wollen, kommt nur eine peinliche Zurechtweisung seitens der Forschergemeinde heraus;
siehe Renee Schroeders Wort „die Kirche soll sich da raushalten!“ . Die Theologie kann ganz anderes leisten,
als sich mit den Naturwissenschaften ein aussichtsloses Match zu liefern; sie kann nach den Heilshoffnungen
fragen, die hinter mythologischen Welterklarungsmodellen stehen und nach der Rolle dieser Heilshoffnungen
heute – da ist die Theologie und nur die Theologie kompetent!
#14 Yersinia 17:38:16 | Donnerstag, 1. September 2005
natürlich heißt Mission im Wortsinn „Sendung“ mit der Bedeutung, den Glauben den Völkern zu verkünden –
den Rest, @andreas, den du schreibst, hat in diesem Forum niemand gesagt – könnte es sein, dass da bei
dir ein „Film“ abläuft? – meine Anfrage an @marcel bezog sich auf einen eventuellen – v.a. politischen –
Herrschaftsanspruch des katholischen Christentums in Staat und Gesellschaft;
#11 Yersinia 16:19:39 | Donnerstag, 1. September 2005
@marcel: „Mission“ meint Verkündigung und ist letztlich ein Angebot, das christliche Leben anzunehmen –
ein Angebot steht aber einem Herrschaftsanspruch entgegen; mit Mission kann das Christentum verbreitet,
aber nicht definitv durchgesetzt werden;
#4 Yersinia 16:15:31 | Donnerstag, 1. September 2005
der Herr Erzbischof hätte auch den „irischen Tiger“ anführen können Irland, in früheren Zeiten eines
der ärmeren Länder der Europäischen Union, machte eine starke, beinahe sprunghafte wirtschaftliche
Entwicklung durch, die selbstverständlich auch zu einer Änderung des Lebensstils führte; höherer Wohlstand,
ein gestiegenes Bildungsniveau, damit verbunden eine höhere Reflexionsbereitschaft und umgekehrt eine
geringere Abhängigkeit von Autoritäten führen demgemäß auch zu einem veränderten religiösen Verhalten –
die zugleich massiv steigenden Anforderungen der Arbeitswelt tun das ihre dazu – alles Dinge, die von
der Soziologie recht gut dargestellt und erklärt werden können;
@trad: „nicht einmal bei den derzeit strafbaren Fällen der Zwangsabtreibung (gegen den Willen der Frau)
oder der Abtreibung durch Nicht-ärzte!“ – von wo hast denn diesen Unsinn? da mußt in der Juristerei
nicht besonders bewandert sein, um selbstständigt erkennen zu können, dass beides selbstverständlich
durch andere rechtliche Grundsätze und Gesetze verboten ist.
dass es so schlimm steht habe ich weder von der katholischen Kirche noch von der italienischen Polizei
gewußt; wenn also der Kommentar zutreffend ist, kann bei derart schlecht funktionierenden Institutionen
eigentlich nur deren Abschaffung die richtige Konsequenz sein? (dies unter der Voraussetzung, dass schon
genügend – fruchtlose – Reformversuche unternommen wurden?)
no, wär doch auch interessant was der Herr Erzbischof zum Thema „Frauenhandel“ und organisierte Kriminalität
zu sagen hat – wenn er schon über Destabilisierung der Gesellschaft spricht, ist diese Seite doch wesentlich
brennender, leidvoller und gewalttätiger als homosexuelle Menschen, die für sich bestimmte Bürgerrechte
einfordern.
@Irenäus: was drängt dich, Menschen die nicht deiner Meinung sind – und nb ein Mehrfaches an Lebenserfahrung
und Bildung haben – zu belehren? zu deiner Anmerkung bzgl „historisch-kritische Methode“: wie gut kennst
du diese Methode wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Bibel? ein anderer Aspekt:der Verzicht
auf wissenschaftlich fundierte Untersuchungen der Glaubensüberlieferung würde nicht nur der Beliebigkeit
Tür und Tor öffnen, sondern der Theologie erst recht jegliche wissenschaftliche Dignität und Argumentationsbasis
entziehen; vereinfacht: woher „weiß“ man, dass das, was in der Bibel steht, „wahr“ ist? wenn nun diese
wissenschaftliche Forschung Ergebnisse zeitigt, die dir nicht genehm sind, kannst du damit unterschiedlich
umgehen – eine Möglichkeit ist natürlich, die Methode und die Wissenschafter zu verdammen.
eine differenzierte Sicht der Dinge und ein Nachfragen als Relativismus abzutun? – wenns dich glücklich
macht, wird’s wohl nicht anders gehen? – niemand sagt, alle Religionen wären „gleich“ – du hast meine
Statements offenbar nie wirklich gelesen, sondern immer schon deine vorgefaßte Meinung gesehen? – ich
sage, es gibt auf Erden keinen Schiedsrichter, der dies entscheiden könnte – es gehört zur Demut auch
des christlichen Menschen, abseits von jeglicher Rechthaberei ganz einfach auf die Zuwendung Gottes zu
vertrauen und darauf zu antworten; was du und deines gleichen gerne vertreten, wird übrigens auch mit
einem Ismus bezeichnet: Triumphalismus; mir steht es nicht zu, dies so zu bezeichnen, es ist aber immer
wieder eigenartig, gerade in Glaubensdingen – bei allen „Fraktionen“, aber auch bei anderen Religionen
oder diversen „Kulten“ diese simple Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit zu finden – wenn für dich eine
fragende, hörende und nachdenkliche Haltung „Relativismus“ ist, wird sich das wohl nicht ändern lassen.
@irenäus: Nachzufragen kann schon eine Position kennezichnen aber hier habe ich keine Behauptung aufgestellt,
sondern eine Behauptung im Bericht hinterfragt – mich wundert nur, dass ich dies überhaupt sagen muß;
tja, Projektionen sind ein „Hund“, da glaubt man, beim anderen Sachen zu sehen, die tatsächlich in einem
selbst umgehen.
@Romulus: ja – zu deiner Frage weiter unten deine Skepsis gegenüber der „Psychologistik“ sei dir unbenommen –
aber kompetente Auseinandersetzung mit diesem sehr weiten Fachgebiet schadet auch der theologischen Arbeit
nicht.
@vir: ich denke bei deinen Ausführungen allerdings auch an den „eschatologischen Vorbehalt“ des Christentums
allem Weltlichen gegenüber – abgesehen davon sind Gebet und Kontemplation ein deutlicher Unterschied
zur Arbeit (wie wohl diese wiederum nach calvinistischer Auffassung das dem Menschen von Gott gegebene
Mittel zur Verbesserung seines Lebens ist); nicht zuletzt ziehen die Härten der heutigen Arbeitswelt
dem Lob des Müßigganges ohnehin sehr enge Grenzen;
@miles: na vielen Dank auch für dein „Glaubensurteil“ aber dass die Rechtgläubigkeit und Katholizität
am Dämonenglauben hängt, habe ich bisher nicht gewußt – @marcel: ganz sicher aber weiß ich, dass die
Trennung von Kirche und Staat beiden und der Gesellschaft gut tut – oder welchen Platz sollen dann Andersdenkende
in so einem „katholizistischen“ Staat haben? andersrum gefragt: befürwortest du eine katholische Diktatur,
um das Heil durchzusetzen?
ich kann diesen Dämonen- und Teufelsglauben der sich immer wieder im Christentum breit macht, nicht nachvollziehen –
im Gegenteil: ich halte gerade diesen „Dämonenglauben“ für dämonisch und des christlichen Glaubens
unwürdig; es würde doch bedeuten, dass es andere „Entitäten“ gäbe, mit denen „Kontakt aufzunehmen“
zwar illegitim, aber nichts desto weniger möglich wäre – womit wir mitten in der Esoterik- und Satanistenszenerie
wären und es sich zeigte, dass Christen, die solches gleubane, um nichts besser wären als jene, die
gerade von diesen Christen verdammt werden; noch schlimmer finde ich allerdings, Menschen Vorhaltungen
zu machen, weil sie nicht an diese Dinge glauben bzw Menschen zwingen zu wollen, an solche Sachen zu glauben –
abgesehen davon, dass über die Rechtgläubigkeit eines Menschen erst durch Gott am „Ende der Zeiten“
entschieden wird.
na ja, falsch ist es ja auch nicht, dass „der Glaube wächst, wenn man ihn weitergibt.“ – wobei die Weitergabe
am glaubwürdigsten wohl durch das gelebte persönliche Beispiel (und in Respekt vor den Andersglaubenden)
erfolgt; – zu Jesus am See: wär’s nicht möglich, dass er sich auf den See begeben hat, damit ihn die
Leute besser sehen – und so gleich auch die erste Seebühne der Welt eröffnet hat?
nun, was die Beschäftigung mit Themen in der Gegend der „Gürtellinie“ betrifft ist kreuz.net wahrlich
ein leuchtendes Beispiel; ganz besonders herausgestellt werden soll aber die immer von jeglicher Polemik
völlig freie Berichterstattung;
bzgl Rotes Kreuz: „Diversity Management“ wird hier lächerlich gemacht ohne dass die Autoren zu wissen
scheinen, dass es hier um die Nicht-Benachteiligung von Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen
geht – übrigens auch Nicht-Benachteiligung von Christen; da sich ja „schlechterdings“ keine weltweite
Diktatur des Katholizismus einrichten läßt – manche Traditionalisten hätten das gerne! – ist ein friedliches
Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlicher Weltsicht wohl der bessere
Weg.
Gottseidank gibt es die Freimaurer wenn man nichts zum sagen weiß, können diese noch immer für eine
Verschwörungstheorie herhalten – abgesehen davon, dass so „freimaurerische Dinge“ wie die „Allgemeine
Erkläung der Menschenrechte“ oder das „Internationale Rote Kreuz“ selbstverständlich nur Elend über
die Welt gebracht haben – oder?
das Museum hat die Figur bereits zurückgezogen (Meldung in ORF online): „Mit der eigenwilligen Komposition
habe Xiao einen Beitrag zur Diskussion über gentechnische Manipulationen an Mensch und Tier leisten wollen,
heißt es. Die umstrittene Figur war bereits vor einigen Jahren auf der Biennale von Venedig zu sehen.
Dort hatte sie keinen Anstoß erregt.“ – im Grunde also durchaus im Sinne von kreuz.net, das ja auch durchaus
drastische Darstellungen verwendet, wenn es zB um/gegen Abtreibung geht.
@Athanasius: hast du genauere Hinweise? „Man kann sich auch in Wünschvorstellungen hineinsteigern um
es nicht sehen zu wóllen“ – da hast du sicher recht! – die Frage ist bloß, WAS willst du nicht sehen?
ist schon interessant, welche Emotionen der Gottesbegriff auslösen kann insbesondere, wo es leicht ist,
sich über den aktuellen Stand theologischen Denkens zu informieren; und manchmal ist es wirklich besser,
nicht jedes Thema zu ver-emotionalisieren und sich statt dessen damit zu befassen, was andere, ebenfalls
gescheite, oftmals auch professionelle Köpfe, über das Thema gedacht haben;
@vir: naturwissenschaftliche Erkenntnisse können einer religiösen Lehre niemals widersprechen – oder
sollte die Schwerkraft verdammt werden? bezüglich Mutation und Selektion gibt es eben naturwissenschaftliche
Erkenntnisse – was du meinst, sind wohl eher die Schlüsse, die daruas gezogen werden – wobei: wenn ich
von vornherein mit der Möglichkeit der Existenz Gottes an naturwissenschaftliche Forschungen herangehe,
werde ich diese Möglichkeit überall als „bewiesen“ sehen; bloß: die Annahme einer Existenz Gottes ist
im naturwissenscahftlichen Forschungsansatz ganz einfach nicht möglich, wie wohl viele NaturwissenschatlerInnen
auch gläubige Menschen sind;
@evelin: was schreibst du da für einen Unsinn? selbst der letzte christliche Fundamentalist anerkennt,
dass Juden und Christen an den selbsen Gott glauben – und wenn man sich auch nur eine Spur mit dem Islam
beschäftigt (abgesehen davon, dass es „den“ Islam nicht gibt), erkennt man schnell, dass alle drei Religionen
an den einen Gott glauben;
@evelin: du setzt „religiöse Parteiungen“ mit dem Bekenntnis des Glaubens gleich – und nicht zuletzt
vertritt die offizielle katholische Kirche nicht ohne Grund den Anspruch, die Tradition zu wahren
@vir: ich hab dich schon verstanden @athanasius: dich allerdings nicht! – zum Thema: [link]www.thur.de/…xpansion/11.htm[link] –
oder einfach „urknall“ und „friedmann“ in google eingeben;
@miles: Teile der Plazenta werden schon seit Jahr und Tag in der Kosmetikindustrie verwendet – wobei diese
Technologie durch moderne Gentechnik rückläufig ist; aber wie gesagt: man kann sich auch in Gerüchte
und Vorstellungen hineinsteigern;
zum „Palast König Davids“: – science.orf.at/science/news/138752 – auch mit Archäologie wird Politik
betrieben – zu Sidney: schlimm finde ich die nun auch schon in der katholischen Kirche Einzug haltende
Spektakelkultur –
wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die „Traditionalisten“ die stärksten Impulse zum Aufdrieseln der
institutionellen Geschlossenheit der katholischen Kirche liefern? – nb: leugnet diese Gruppierung „Wir
sind Kirche“ eine der Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche? – wenn dem so wäre, wären die nicht
längst exkommuniziert? dass diese Gruppierung „ungehorsam gegen die kirchliche Obrigkeit ist, dürfte
durchaus zutreffen – auch die Traditionalisten verharren im Ungehorsam gegen die kirchliche Obrigkeit
und interpretieren lehramtliche Sätze nach eigenem Gutdünken – inhaltlich gibt es Unterschiede, von
den Haltungen und Bewegungen der beiden Gruppierungen her gesehen aber sind die Unterschiede nur sehr
gering;
@vir:Glaube ist nicht philosophisch ableitbar wiewohl Theologie und Philosophie eine ähnliche Beziehung
haben wie auch Naturwissenschaften und Philosophie – „Selbstorganisation“ ist übrigens mathematisch beschreibbar
(2. Hauptsatz der Thermodynamik, Zunahme der Entropie); allerdings: sosehr die Wissenschaft bisher auch
forschte, es läßt sich kein“Bauplan“, kein naturwissenschaftlich fassbarer „Sinn“ hinter der Entstehung
des Weltalls und der Lebewesen finden; wäre dem so bzw würde derartiges eines Tages entdeckt, die Wissenschaft
könnte nicht daran vorbeigehen – lexikon.freenet.de/Thermodynamik – …ww.zukunfts-werkstatt.org/komplexe.htm –
science.orf.at/science/news/65207 –
@evelin: womit mißt man Gott? wie wird er berechnet? in Theorien formuliert? – bitte nicht falsch verstehen,
aber unser Vertrauen auf die Erschaffung der Schöpfung durch Gott ist ein völlig anderer Ansatz als
es Naturwissenschaften angehen; und „Darwinismus“ ist kein „Glaube“ (als Ismus vielleicht schon), sondern
Darwin begründete einen wesentlichen naturwissenschaftlichen Forschungszweig; die „Evolutionstheorie“
gibt es im übrigen auch nicht; was es gibt, sind eine Menge an Theorien und Forschungsergebnissen – wobei
wissenschaftliches Treiben durch die Vorläufigkeit seiner Ergebnisse gekennzeichnet ist – sprich: es
kann immer wieder etwas neues dazukommen; eines weiß man allerdings aus der Quantenmechanik: es gibt
den puren, schlichten Zufall; aus systemtheoretischen Untersuchungen weiß man wiederum, dass sich „chaotische“
Systeme tatsächlich selbst organisieren –
er soll zahlen und er sollte auch verpflichtet werden, seine Vaterrolle für das Kind zu übernehmen –
es geht nicht an, dass ein Kind ohne Vater aufwächst; natürlich könnte man auch der Mutter Vorwürfe
machen, aber wenn einmal ein Kind da ist, haben die Eltern für dieses zu sorgen – nb: katholische Diözesen
sind weltweit wohl die einzigen Arbeitgeber, die finanziell für die Folgen der sexuellen Abenteuer ihrer
Angestellten gerade stehen
ad „pro multis“ – wenn das Lateinische so unklar ist ist es doch bei weitem besser, die Sache auf Deutsch
anzugehen? – tatsächlich ist eine Übersetzung immer eine Interpretation und bei der Diskussion um das
„pro multis“ sind natürlich auch die Interessen zu hinterfragen, die hinter den Vertretern der jeweiligen
Variante stehen
@Benedikt: das sind „Beweise aus sich selbst“ und auch das, was @Lilith anführt, sind überlieferte Berichte,
die eine gewisse Tradition einer Verehrung bezeugen (man schaue nur auf die Daten der Texte!), aber es
gibt eben keine „hard facts“ – @benedikt: das nur wer glaubt, wissen kann, ist zwar „schön gläubig“ –
hat aber mit wissenschaftlichen Ansprüchen gerade nichts zu tun! zum wissenschaftlichen Denken gehört
es umgekehrt, Ergebnisse immer nur als vorläufig anzusehen. – btw: es läßt sich zB nicht beweisen,
dass Petrus am Ende seines Lebens in Rom war – und dass es sich nicht beweisen läßt, ist eine spannende
Einführung in wissenschaftliches Denken und Arbeiten; umgekehrt: wenn sich die Theologie nicht im strengen
Sinne wissenschaftlicher Methoden bedient, kann sie schlicht keinen Anspruch stellen, ernst genommen zu
werden, sondern bleibt „l’art pour l’art“.
#32 Yersinia 19:01:04 | Donnerstag, 4. August 2005
es gibt wenige außerbiblische Hinweise auf den historischen Jesus – www.dioezese-linz.at/…esus%20christus3.htm –
allerdings ist die Möglichkeit, dass auch diese Zeugnisse nur eine „Erzählung“ weitergeben, nicht leicht
von der Hand zu weisen, sodaß auch Christen vor der schwierigen Situation stehen, dass die Existenz Jesu
im strengen Sinn historisch nicht einfachhin nachweisbar ist; – es ist zugleich das Verdienst streng wissenschaftlich
betriebener Exegese und Theologie – also v.a. der viel gescholtenen historisch-kritischen Methode – sich
mit genau diesen Fragen auseinanderzusetzen – würde sich das Christentum auf die bloße Position „wir
glauben, dass es so war und lassen uns diesen Glauben nicht näher hinterfragen“ zurückziehen, es würde
für Außenstehende schlicht nicht ernst zu nehmen sein!
„Französischer Erzbischof redet Klartext“ und? – hat ihn wer gehört? hat eine/r der „eigentlich“ Adressierten
die persönliche Einstellung zur Thematik gewandelt?
nun, ich habe nach Argumenten FÜR die Wahrheit gefragt hier geht es nicht um „interne“ Diskussion, sondern
um die Begründung des eigenen Glaubens gegenüber „Ungläubigen“ – genau lesen ist auch eine Form des
Zuhörens; aber wenn man sich selbst absolut im Recht wähnt, kann auf das Zuhören natürlich des öfteren
verzichtet werden?
Verhütungsmittel zu nehmen ist auch ein Zeichen von Verantwortung – von „Hass“ kann keinesfalls die Rede
sein; immerhin entscheiden sich viele Paare ab einer gewissen Zeit für ein Kind und haben doch zuvor
allermeistens ein Verhütungsmittel verwendet; man(n) sollte in diesen Dingen durchaus Bescheidenheit
in der Wortmeldung üben, wenn man(n) vom Thema nicht direkt betroffen ist.
@Miles: die Gestalt der „Lilith“ einfachhin als „Dämonin“ zu identifiezieren, ist etwas zu simpel – nb:
solche Gestalten sind mythologisch-symbolhaft zu verstehen – es gibt keinen Grund, irgendeine Teufelsgestalt
als „real“ anzunehmen, das wäre eindeutig wider den christlichen Glauben; „teuflisch“ sind wohl eher
die Verstrickungen, die „Selbstläufigkeiten“, in die ein System geraten kann – und bevor du das ins Lächerliche
ziehst: systemtheoretische Erklärungsansätze bieten hier ein hohes Erkenntnispotential.
@bendeikt: woraus leitet das Christentum und im Speziellen die katholische Kirche ihren Wahrheitsanspruch
ab? – da lese ich von dir keine Argumente, im Gegenteil, du untermauerst noch deine Etikettierung. – wer
als ChristIn die „Wahrheit“ des eigenen Glaubens verkünden will, sollte wohl allzeit bereit sein, dies –
wie vor Gericht! (1Petr 3,15) – auch begründen zu können – und sich nicht in billiger Polemik und Jammerei
über die „Schlechtigkeit der Welt“ ergehen und sich zgl im eigenen „Hochmut des sittsamen Lebens“ suhlen –
also: wo sind die Argumente?
im Mittelalter gab es zB die Beginen aber auch für andere Frauen konnte das Kloster dezidiert ein Ort
sien, um vor männlicher Gewalt zu fliehen – allerdings: der Feminismus im eigentlichen Sinn entstand
aus dem Kampf um das Wahlrecht für Frauen – genauer: das Wahlrecht für alle Frauen, unabhängig von
Stand und Besitz;
ist es nicht umgekehrt auch eine Art von „Schwachköpfigkeit“ wenn jede Religion für sich den alleinigen
Anspruch stellt, „absolut recht zu haben“? – nb: die Etikettierung als „Professoerengeschwätz“ entbehrt
jeglichen inhaltlichen Argumentes – und zeigt damit einzig und allein Hilflosigkeit auf, wo Argumente
gefordert wären;
bei der einen Weise der Zelebration bringt der Priester das Opfer stellvertretend für die Gemeinde dar –
wendet sich als Geweihter der Gewalt des Heligen zu – also eine im Grunde recht archaische Weise, die
eine hierarchische Einheit fördert; diese Weise wird in einer immer komplexeren Welt wieder modern –
ob die verlorene Einehit und Orientierung dadurch wieder gewonnen werden können, sei dahin gestellt;
immerhin gibt es auch genug andere Guru-Religionen und Herrschaftskulte; – die andere Weise der Zelebration
stellt die feinerde Geeinde in den Mittelpunkt, ist also eine ganz andere Herangehensweise, die dem Einzelnen
viel Verantwortung zumutet – aber genauso auch eine Einheit herzustellen versucht; auch diese Art hat
ihre Schwächen und Versuchungen – es zeigt sich, dass das Tun des Menschen letztlich immer unvollkommen
bleibt; noch mehr aber zeigt sich, dass sich soziale Prozesse, die auch zu Veränderungen im Vollzug des
Kultes führen, niemals hintergehen lassen.
also ich finde Werbund auf Kirchtürmen nicht richtig. Das Haus Gottes soll als „Haus Gottes“ geachtet
werden – kreuz.net hat in dieser Hinsicht doch auch schon einige Artikel veröffentlicht.
nun, ich stelle mir ein weiteres Szenario vor: wer nichts mehr zu verteilen hat, hat auch keine Macht
mehr – es wäre eine „machtlose Kirche“ im besten Sinn; wer von einer Kirche existentiell nicht abhängig
ist, aber theologisches Fachwissen hat, kann dies dann völlig unabhängig und frei in den dann sicher
noch verstärkt losbrechenden theologischen Diskurs einbringen – es gäbe völlig unterschiedliche, bunt
wachsende Gruppierungen (keine Sorge, die Traditionalisten wären eine davon), die alle für sich ihr
Heil suchen und den Glauben auslegen, wie es ihnen eben in den Sinn kommt – also im Grunde eine sehr spannende
Geschichte. Selbstverständlich müßten diese Gruppierungen dann verstärkt in den rechtfertigenden Diskurs
mit „spirituellen“ Gruppierungen der Esoterikszene, anderen Religionen und sonstigen Bewegungen treten,
um „hörbar“ zu bleiben; nicht zuletzt bekommt man gegen schlechte Bezahlung zwar eher gutwillige Dilletanten
als kompetente Fachleute, aber damit müßen die katholischen Gruppierungen dann halt leben.
ja, danke für den Tipp! Ich werd’s mir merken und mich beizeiten daran erinnern (was mach’ ich, wenn
du falsch liegst?); btw: zur Sünde der Hochmut zählt auch die Selbstgerechtigkeit, der „Hochmut des
sittsamen Lebens“. – „Gläubig? Nicht wie die Sicheren. Aber hellhörig für die Botschaft“ hat Christine
Bußta einmal geschrieben; kann ein gutes Glaubensmotto sein – mit dem Hintersinn, dass Hören die erste
Antwort auf die Zuwendung Gottes ist.
„Wenn er ein Katholik ist, […] daß er beim Jüngsten Gericht […] Rechenschaft ablegen muß.“ aber
bis es dazu kommt, ist er auch schon in Pension. – Im Ernst: wer weiß, wie das „Jüngste Gericht“ tatsächlich
sein wird?
@benegut: du wirst doch wohl nicht demokratische Strukturen in das kirchliche Geschehen hineinreklamieren
wollen? – aber eine kleine Anmerkung in Fortführung deiner Argumentation sei gestatte: auch andere zahlen
Kirchensteuer!
@covadonga: ersteres wird dir höchst wahrscheinlich ewig ein Rätsel bleiben; zum letzteren: bei den
letzten „Homosexuellen-Treffen“, von denen kreuz.net bekanntlich ausführlich berichtete, waren regelmäßig
deutlich mehr als drei Personen präsent. Es gehört übrigens zu den recht simplen rethorischen Techniken,
von einer Organisation zu behaupten, dass deren Führung keine Vertretung unter der Mitgliederschaft hätte –
diese rethorische Technik geht meist auf, wenn niemand nachfragt und die Botschaft innerhalb eines speziellen
AdressateInnenkreises gerne gehört wird.
„Ein Hund am Traualtar“ sollte das Wort „Traualtar“ nicht dem christlichen Bereich zugeordnet bleiben?
Im Hinduismus gibt es keinen „Traualtar“ und damit zusammenhängend auch keine sakramentale Ehe – umgekehrt:
animistische Riten, Geister- und Teufelsglaube füllen ja auch in Europa wieder vermehrt das Denken –
und schleichen sich oft durch die „Hintertür“ ein!
@Janet: „Gericht“ und „Richten“ sind zwei äußerst gewichtige Begriffe im „traditionalistischen“ Entwurf
des Lebens; das hat viel mit „Herrschaft“ zu tun, IMHO aber noch mehr mit tiefenpsychologisch zu erklärenden
Hintergründen.
@covadonga: es geht um den Link von @anonymus alles klar? – übrigens: es geht beileibe nicht nur um die
„Funktionäre“ – abgesehen davon, dass Funktionäre ohne Mitglieder wenig Sinn machen – auch alles klar?
„bastrockgeschürzte Bewohner von Drittweltländern“ der Mann hat eine etwas eigenartige Sicht von Dingen,
von denen er offensichtlich nichts versteht – da fällt es leicht, das Wort von der Kirche, die in der
Sakristei bleiben soll, wieder polemisch in den Mund zu nehmen.
als „selbstreferentiell“ wird in der Systemtheorie die Eigenschaft eines Systems bezeichnet, sich immer
auf die eigenen „Größenbestimmungen“ zu beziehen und sich auch nur darauf beziehen zu können – übertragen
auf das Posting (und abweichend von systemtheoretischer Begrifflichkeit ) bedeutet dies, dass Christen
selbstverständlich Christus „haben“ und sich auf Christus und die christliche Heilshoffnung beziehen –
dies läßt sich aber nur im innerchristlichen Kontext als Bestimmungsgröße festmachen; Andersgläubige
oder Nichtglaubende haben ihre eigenen „Bestimmungsgrößen“.
kein Wunder, dass der moderne Kunstdiskurs die „Nazaräner“ entdeckt hat – schließlich geht es in aller
Kunst um die „immer neue Erfindung“ von dem, was wir – in konstruktivistischer Epistemologie – als unsere
je individuell wahrgenommene „Wirklichkeit“ konstruieren; und in dieser Konstruktion von „Wirklichkeiten“
waren die „Nazaräner“ wohl Meister ihres Fachs.
„Der Täterkreis sei im Umfeld von Nachfolgestreitigkeiten zu suchen. „ dies würde allerdings auch ein
fruchtbares Licht auf die katholische Kirche als Ganzes werfen.
genau lesen und sich mit den Inhalten argumentativ auseinandersetzen wäre wohl der richtige Weg – abgesehen
davon, dass Kritik niemals von vornhereiun unberechtigt, aber immer auch eine fruchtbare Reflexion sein
kann – und nicht zuletzt ist „Entschleunigung“ in der heutigen Zeit ein eher positiv besetzter Begriff;
anzumerken bleibt schon auch eine gewisse „lebensweltliche Gebrochenheit“ vieler lehramtlicher Texte und
eine gewisse „Selbstreferentialität“ gerade von traditionalistischen Vertretern in ihrer Argumentation.
ich kenne einige Priester, die Kinder haben und sogar etwas wie ein Familienleben pflegen – immerhin gibt
es auch das Recht der Kinder auf ihren Vater; nicht umsonst gibt es in vielen Diözesen die Regelung,
dass für die ersten zwei Kinder eines Priesters Alimente bezahlt werden; und nicht zuletzt kommt mancher
Mann nach einigen Jahren eben doch drauf, dass er (auch?) zur Ehe berufen ist;
es bleibt einfach dabei wer sich selbst selig wähnt, in der katholischen Kirche zu sein, tut gut daran;
andere glauben mit Fug und Recht etwas anderes und es ist den Menschen im iridschen Leben letztlich verwehrt,
hier eine objektiv faßbare „Meßgröße“ zu finden, einen außerhalb der Dinge stehenden Schiedsrichter
zu konsultieren – es gehört wohl zur menschlichen Demut, anzuerkennen, dass wir diese Rätsel nie lösen
werden und es gehört zur christlichen Demut, anderen nicht unsere Definition von „Heilsgewißheit“ aufzwingen
zu wollen;
ich frag mich wohl, was mit dieser ganzen Kampagne bewirkt werden soll? – die Abtreibung wieder unter
Strafe zu stellen, kann ja wohl nicht der Sinn der Sache sein.
@Irenäus: „Naturbeobachtung“ gab es schon bei den Ionischen Naturphilosophen und auch der arabische Kulturraum
hat in der Beobachtung und Erforschung der Natur sowie deren mathematischer Beschreibung einen hervorragenden
Platz; selbstverständlich entwickelte sich viel wissenschaftliches Denken auch im europäischen Mittelalter,
wobei festzuhalten ist, dass Naturbeobachtung und Glaube nicht voneinander geschieden waren; Naturwissenschaftler
wie Galilei waren zugleich studierte Theologen und zogen aus ihren Beobachtungen selbstverständlich auch
theologische Schlüße – während das moderne naturwissenschaftliche Denken von Rene Descartes und seiner
„Frage nach der Wahrheit“ begründet wurde. Bei dem Thema Theologie und Naturwissenschaft können sich
Kirche und Theologie keine Inkompetenzen und Schnitzer leisten!
braucht man eine eigene „Entität“ zur Erklärung des Bösen? Oder ist es vielmehr treffender, das Böse
in der Welt aus dem menschlichen Wirken zu erklären – und menschliches Wirken, menschliche Werke sind
grundsätzlich veränderbar und gestaltbar; ein Beispiel sind die sogenannten „Sachzwänge“, hinter denen
immer bestimmte Interessen stehen; ein anderes Beispiel sind kriegerische Ereignisse, die irgendwann „selbstläufig“
werden; zwar von Menschen begonnen, aber irgendwann außer Kontrolle geraten – da steckt tatsächlich
etwas „satanisches“ drinnen – aber eben kein personales Böses; ein drittes Beispiel können die internationalen
Wirtschaftsbeziehungen sein, in die praktisch jeder Mensch verstrickt ist und für die es auch keine einfachen,
„einlinearen“ Verantwortungen gibt, sondern wo nur komplexe Erklärungsmuster greifen – und damit gibt
es automatisch unterschiedliche Sichtweisen und „Wirklichkeiten“ – diese Dinge sind aktueller Stand des
systemischen Anstzes in allen Sozial- und Kulturwissenschaften.
@apex: jemand, dem die Argumente ausgehen muß wohl diffamieren? nun, auch traditionale Katholiken beachtnen
entweder Ergebnisse der Sexualforschung, oder sie werden schlicht nicht ernstgenommen – wobei die sexuelle
Orientierung bei praktisch allen Menschen eine gewisse „Bandbreite“ hat; mir erscheint auch die Frage
nicht ganz unwichtig, wie Homosexualität bei Priesteramtskanditaten festgestellt werden soll? wenn einer
diese Orientierung gut genug verbirgt, ist er zwar zu einem Leben in Heimlichkeit verurteilt, kann aber
jedes Prüfungsverfahren passieren. – und nicht zuletzt: ob man für alles, was man nicht stimmig erklären
kann, gleich den Teufel bemühen soll?
nein, @apex, es gibt Menschen, die sind einfach homosexuell die sexuelle Orientierung ist keine Frage
einer Entscheidung – wenn also Menschen gleichsam schon mit dieser Orientierung auf die Welt gekommen
sind, kann der Mensch durch diese sexuelle Ausrichtung nicht schon von Geburt an schlecht sein. Außerdem
gibt es bekanntlich homosexuelle Priester – wo war da der Heilige Geist bei deren Weihe?
was ist mit den vielen, die jetzt Priester und homosexuell sind? (immerhin wird ja da und dort auch von
„homosexuellen Netzwerken“ bzw „homosexueller Unterwanderung“ fabuliert – dazu braucht es doch eine gewisse
kritische Größe an beteiligten Personen?); weiters: wie soll eine homosexuelle Orientierung festgestellt
werden? – man kann sie ja auch schlicht verschweigen; und letztlich ist es wohl etwas schwierig, die bloße
sexuelle Orientierung eines Menschen schon als „in sich schlecht“ zu sehen; spannend wäre allerdings
die Frage, ob dann die Zahl der Priester zurückginge.
wozu diese ewige Hetzte gegen homosexuelle Menschen? für diese Menschen eine eigene kategoriale Seelsorge
einzurichten, ist mehr als angebracht – das heißt noch lange nicht, dass damit homosexuellem Treiben
das Wort geredet wird; in der „normalen“ Jugendseelsorge spielt praktisch ausschließlich die Seelsorge
für heterosexuell orientierte Jugendliche eine Rolle – und das Thema „Sexualität“ ist bei Jugendlichen
selbstverständlich massiv „da“ – wer kennt das nicht von sich selbst? wird deshalb heterosexuellem Treiben
in der Kirche Vorschub geleistet? nb: ich kenne ziemlich viele homosexuell orientierte Menschen (SeelsorgerInnen)
in der katholischen Kirche.
und wenn ich den Katechismus oder die Heilige Schrift lese werde ich das auch diskutieren müßen und
kann es nicht 1 zu 1 übernehmen; wenn du das so tun willst, ist es deine Sache, andere wollen das eben
nicht!
@Athanasius: etwas, wofür es keine naturwissenschaftlichen Anhaltspunkte gibt kann selbstverständlich
auch nicht mit naturwissenschaftlichen Mitteln widerlegt werden – es gibt allerdings umgekehrt keinen
einzigen Anhaltspunkt, dass am „Kreationismus“ auch nur irgend etwas anderes als Wunschdenken dran sein
könnte – und die von dir zitierte „Offenheit“ in den USA würde ich eher als Verbohrtheit und Verblendung
bezeichnen, gepaart mit dem Versuch, „sich Gott zu eigen machen“; nein, das eine ist eine Sache des Glaubens,
das andere eine Sache der wissenschaftlichen Forschung; beide betreffen unterschiedliche Bereiche des
menschlichen Erkennens und es wäre fatal, diese in eins zu setzen
@miles: ich habe mein Studium der katholischen Theologie auch bei fast ausschließlich vorkonziliar ausgebildeten
UniversitätsprofessorInnen absolviert – nein, wir leben heute schlicht in der Situation, dass Menschen
auch in Glaubensdingen eben unterschiedlicher Anschauung sein können – heutzutage wird dies deutlicher
und sichtbarer als früher; und bloß mit „dogmatischen“ und „glaubenstreuen“ Lehrsätzen oder mit autoritär
verkündeten Lehrmeinungen geht’s nicht mehr in einer Zeit, in der die allermeisten Menschen wesentlich
gebildeter und selbstbestimmter sind als anno dazumal; dass dies natürlich neue Fragen, neue Probleme
aufwirft, ist selbstverständlich; es bleibt dir unbenommen, „gegen das Konzil“ zu sein, so wie mir meine
Weltanschauung und mein persönliches Glaubensleben unbenommen bleiben; darüber entscheiden kann letztlich
nur Gott „am Ende der Zeiten“.
@Miles: ob der Einfluß von Theologen so groß ist gegenüber der allgemeinen Entwicklung der jetzigen
westeuropäischen Gesellschaft? – gemeinhin hängen die Dinge ja zusammen; also auch die Deutung des Glaubens
ändert sich, wird vielfältiger; und nicht zu vergessen, die Genannten wurden durchaus vorkonziliar erzogen –
ganz nebenbei: auf Ö1 läuft zur Zeit eine ganz interessante Sendung über „Väter“ – oe1.orf.at/…ighlights/40678.html –
IMHO eines DER Themen unserer Zeit.
ja, wenn man an den Teufel glaubt hat man allerdings ein Problem weniger – immerhin ist dann „ER“ letztlich
für alle Unbilden der Welt verantwortlich, nicht die Menschen – oder?
„Ich bin ein Weib und obendrein kein Gutes“ – aber jede und jeder, wie sie oder er glaubt, nicht wahr? –
á propos „Naturwissenschaften“: zB die Haltung zur Homosexualität?
tja, eine etwas seltsame Art der Volksbelustigung scheinen mir „Höllenpredigten“ schon zu sein; – und
gehört werden diese „Höllenpredigten“ wohl hauptsächlich Menschen haben, die aus ihrer eigenen Sicht
eher „rechtschaffen“ waren?
@Laurentius: weniger „Geschichtslügen“ als vielmehr „Versimpelungen“ prägen öffentliche Diskurse –
es ist eben viel einfacher, eine Gegnerschaft der Kirche gegenüber naturwissenschaftlichen Erkenntnissen
zu behaupten – eine Behauptung, die durchaus belegt werden kann – als komplexe theologische Inhalte darzustellen;
aber diesbezüglich, insbesondere bei der Versimpelung von natur- oder sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen,
könnten auch manche „katholisch-konservative“ Medien durchaus vor der eigenen Türe kehren.
muß schon eine sehr schäge „innere Bindung“ sein wenn Leute in den Sonntagsgottesdienst gehen und Zeitung
lesen – mir erscheint es sogar frevelhafter, als gar nicht in die Kirche zu gehen; zum Meßbesuch gezwungen
wird heute wohl kein erwachsener Mensch mehr – die Teilnahme geschieht aus freien Stücken – da gehört
es dann dazu, auch wirklich teil zu nehmen;
ja, wie schon J.B. Metz es sagte allerdings: Glaubensverkündigung geschieht wohl am dichtesten durhc
das gelebte Beispiel; Standpunkte und Meinungen kann man vertreten, sie werden eben als Standpunkte und
Meinungen wahrgenommen; wenn manche meinen, Glaubensverkündigung sollte autoritärer geschehen, kann
das vielleicht die Lust am Autoritären bei den Betreffenden hervorrufen, für die Glaubensverkündigung
ist es wohl eher sinnlos.
nun, der Buchtipp war keineswegs exklusiv an dich gerichtet und dass Theorien durchaus kritisch beleuchtet
werden müßen, entspricht der wissenschaftlichen Redlichkeit; wobei sich Wissenschaft Treibende bewußt
sind, dass sie immer nur Theorien formulieren können – nur, wozu man Gott als „Demiurgen“ einbringen
können soll, ist mir einerseits ein Rätsel und erscheint mir andererseits als Hybris, „alles wissen
zu wollen“ und sogar Gott für naturwissenschaftliche Erklärungen heranzuziehen; es ist wohl klarer und
würdevoller, uns unserer endlichen Erkenntnisfähigkeit bewußt zu bleiben – das bedeutet, dass man die
Welt naturwissenschaftlich zu erklären versuchen kann und zugleich das gläubige Vertrauen zu Gottes
Schöpfungstat haben kann – wie das zusammengehen soll, diese Erkenntnis ist uns Menschen halt erst am
Ende der Zeiten beschieden.
@ontos: wie soll denn die katholische Kirche ihre Lehre „autoritär durchsetzen“? da bin ich jetzt aber
wirklich sehr auf deine Vorschläge gespannt! vor allem: wie will man gegenüber unabhängigen Menschen
etwas autoritär durchsetzen?
inwiefern könnte sich dieses Gesetz familienfeindlich auswirken? inwiefern würden Familien dadurch benachteiligt? –
IMHO wird die Familie vor allem durch die heutige entgrenzte Wirtschaft und durch eine sehr harte Arbeitswelt
gefährdet – in dieser Hinsicht ist aber von diversen „Lebensschützern“ kein Protest vernehmbar – wären
sonst die Aktiengewinne mancher der Herrschaften „Lebensschützer“ nicht mehr gar so fett? – nb: Familie
als soziales Gefüge ist heute sehr heterogen und, wie die Kulturwissenschaft zeigt, war es auch immer
sehr heterogen; das Bild der Kleinfamilie entstand mehr oder minder erst in den städtischen bürgerlichen
Familien des 19. Jhds., erreichte seine maximale Ausbreitung bis in die 80er Jahre des 20. Jhds. und hat
sich seither – wie die Gesellschaft insgesamt, deutlich geöffnet; wobei gesellschaftlicher bzw kultureller
Wandel ein unbedingt notwendiger und unumkehrbarer, deswegen aber trotzdem gestaltbarer Prozeß ist (dazu
ein Klassiker als Buchtipp: Walter L. Bühl: Kulturwandel).
@Benedikt: du vergißt den steuernden Eingriff von Studien gemäß dem Satz „würde man so weitermachen
wie bisher, würde es bei linearer Interpolation der aktuellen Entwicklungen zu diesem Zukunftsszenario
kommen“ – zugleich sind Studien natürlich dazu da, Gegenmaßnahmen zu ergreifen bzw verhalten sich Entwicklungen
in einem derart komplexen System wie der menschlichen Gesellschaft mit ihren vielfältigen rekursiven
Verschachtelungen in den seltensten Fällen linear – das berücksichtigen heutige Studienautoren zumeist,
trotzdem ist es eben schwer, wirklich Vorhersagen zu treffen – das Beobachtete führt zum ersten die Beobachtung
selbst durch und wird zum zweiten durch die Beobachtung selbst beeinflußt – und dann kommt noch ein gewisses
Interesse der Auftraggeber einer Studie dazu
Verwunderung „Letzteres ist im Kirchenjargon eine Code-Formulierung für die Bereitschaft, glaubenszersetzenden
und kirchenfremden Ideen und Praktiken nachzugeben. „ glaubt die kreuz.net-Redaktion derartige „Ansagen“
eigentlich selber? man kann doch anderen Kirchenmenschen mit noch dazu eh nur leicht unterschiedlicher
Weltsicht nicht automatisch Dummheit, Naivität, Anbiederung oder bewußte Zerstörung der Kirche unterstellen –
nichts anderes tun solche Aussagen. Und glaubt jemand wirklich, lehramtliche Aussagen würden bei entsprechend
autoritärer Verkündigung wirklich eher befolgt? Das war wohl nie wirklich der Fall, bloß sind heutige
Lebensweisen ganz einfach „sichtbarer“ gegenüber früheren Zeiten, wo alles heimlicher und im Verborgenen
geschah.
@Athanasius: (jetzt schnell gesagt) – in der entsprechenden Perikope gelesen im griechischen Urtext, ist
Jesus eben nicht aggressiv – das wurde erst durch die Tradition so dargestellt;
@Irenäus: Intelligentes Design? du meintest wohl „Industrial Design“? aber was das auf kreuz.net soll?
nun ja, die Theologie ist eine sehr vielfältige Disziplin, die sich übrigens in faszinierender Form
mit den Naturwissenschaften auseinander zu setzen vermag! – ein Buchtipp: Kitty Ferguson: Gott und die
Gesetze des Universums. München 2001. – ein anderes: Frank Grotelüschen: Der Klang der Superstrings.
Eine Einführung in die Natur der Elementarteilchen. München 1999 (Naturwissenschaft im dtv).Allerdings:
das Wirken Gottes in seinem Heilsplan mit naturwissenschaftlichen Erklärungen zu vermischen erscheint
mit eher frevelhaft – auch in dem Sinn, alles wissen, alles erklären zu wollen, statt naturwissenschaftlich
zu forschen – und gläubig zu staunen.
@methusalix: www.qrd.org/…www/RRR/cameron.html bitte, laß uns was zum Lachen! – man muß ja nicht immer
gleich zeigen, woher der Wind weht – auch, wenn es eh jede/r weiß.
bin eher gespannt, an welcher Gesellschaftsveränderung eine Fürstin Interesse haben kann? ganz nebenbei:
das allgemeine Streben nach Verbesserung des eigenen Lebens nimmt sich immer ein Beispiel an „denen da
oben“.
danke @konrad allerdings: wenn einem die inhaltlichen Argumente ausgehen, muß man auf „labels“ zurückgreifen,
also „links“ oder „rechts“ oder eben „Erzrelativistin“ – nur zu! Hast du inhaltlich, argumentativ auch
etwas zu sagen?
in welchem Zusammenhang steht dieser Beitrag mit den sonstigen Themen von kreuz.net? „Du sollst keine
Schönheitsoperationen machen“? – das sollt man dem Berlusconi sagen! – oder vielleicht „Du sollst von
einer Schönheitsoperation nichts an irgend eines dieser Lifestyle-Magazine weitersagen“? – würde ich
auch jeder und jedem raten! – wiewohl es zu den fundamentalen Inhalten von LifeStyle-Magazinen zählt,
Schönheitsoperationen einem breiten Markt zu erschließen – und gegen freie Marktwirtschaft hat die katholische
Kirche nicht wirklich was einzuwenden: ansonsten: emotionalisierten Journalismus kann man auf kreuz.net
in rauhen Mengen zu sich nehmen – davor wird die Redaktion also wohl nicht warnen können?
diese „Katechismusschule“ lebt wohl vor allem von der „Versimpelung“ von Lebenszusammenhängen? Irgendwelche
konstruierten Situationen, in denen tatsächliche Gegenpositionen bzw das tatsächliche Vertreten solcher
anderen Positionen ausgeschlossen ist, lassen sich natürlich gut darstellen – haben aber eben mit dem
Leben nichts zu tun; nicht der unwesentlichste Grund, warum der „Katechismusunterricht“ gescheitert ist –
nicht zu vergessen, dass die damals so Unterrichteten ja die Wurzeln für die heutige moderne Theologie
und Kirche gelegt haben (man beachte als Beispiel die Lebensgeschichte von Karl Rahner, aber auch von
Josef Ratzinger).
also in Österreich weiß ich nur von Verurteilungen wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“, die auf
christliche respektive katholische Wertvorstellungen bezogen sind – und in einer Gesellschaft, in der
die „Mehrheitskultur“ deutlich christlich respektive katholisch bestimmt ist, sind die Minderheitsreligionen
viel eher von Diskriminierung gefährdet; ganz abgesehen davon, dass sich die Mehrheitsreligion sehr aktiv
direkt und indierekt in die politische Entscheidungsfindung einbringen kann und einbringt – es ist also
eine etwas eigenartige Beobachtungsposition, wenn sich christliche Würdenträger permanent als so bedauernswert
und verfolgt hinstellen; noch dazu, wo christliche Politik ganz wesentlich an unserer heutigen Gesellschaft
und deren weltweit ausgreifenden Strukturen mitgebaut hat.
manche scheinen sich vom Schock der 68er wohl bis heute nicht erholt zu haben – und so wie es scheint,
sind dies vor allem heute 50-60 Jährige – also die 68er-Generation schlechthin; dass aber gesellschaftlicher
Wandel umfangreicher und vor allem komplexer ist, als dass man ihn auf eine „Jugendbewegung“ reduzieren
könnte, scheint diversen „Zeitkritikern“ entweder entgangen oder zu kompliziert zu sein; es ist allerdings
einfacher, Bücher zu verkaufen, die sich mit einer Seite eines Phänomens befassen als Bücher zu schreiben,
die sich auch nur ansatzweise mit dem komplexen Zusammenwirken verschiedener Größen innerhalb des Systems
der modernen Gesellschaft befassen.
dass „Kernaussagen“ unter den Tisch fallen? zB, dass Jesus auferstanden ist? – nee, diese Botschaft wird
wohl nicht „unter den Tisch fallen“; wobei Glaubenssätze nicht „glaubwürdiger“, nicht tiefer geglaubt
werden, wenn sie lauter oder deutlicher oder mit mehr Autorität gesagt werden – „glaub-würdig“ ist allemal
das konkrete Leben. Wozu soll einheutiger Mensch seine Glaubensüberzeugung ändern, vertiefen, überhaupt
christlich-katholischen Glauben annehmen? Heutige Menschen sind weniger materiell abhängig, weniger autoritätsgläubig,
besser gebildet als noch vor 30 Jahren; da kann man jetzt viel einwenden, tatsächlich ist das gesellschaftliche
Wissen gewachsen, das religöse Angebot gestiegen – und die Menschen sind frei, sich daraus auszusuchen,
was sie für richtig halten; das wird kein Kirchenmann ändern.
mir erscheint unlogisch, dass dort eine Frau hingegangen sein soll, wenn alles so schmutzig war. was den
Artikel angeht: eine sachliche Darstellung kann wohl etwas bewirken und betroffen machen; die reißerischen
Aufmacher von kreuz.net über „Kinderschlachthöfe“ und „Homosexualismus“ scheinen mir eher einer Art
„Volksbelustigung“ zu dienen – oder war jemand der Herrschaften schon bei einer Abtreibung dabei? ist
jemand homosexuell? – und sagt es nicht? ich kenne einige Theologinnen, die abgetrieben haben und die
heute im Dienst der katholischen Kirche stehen; und ich kenne einige katholische Priester, die homosexuell
sind und auch sexuell aktiv sind. Zugleich sind diese Leute untadelige gute Christinnen und Seelsorger –
was jetzt?
nicht „sicher“, aber „sicherer“ ist wie so vieles im Leben – es gibt keine absolute Sicherheit, aber Sicherheitsmaßnahmen
nicht zu ergreifen, ist erst recht fahrlässig; ganz nebenbei: Sex läßt sich auch nicht verhindern!
wie kann eine Monarchie mit europäischen Wurzeln in Lateinamerika „rechtmäßig“ sein – abgesehen davon,
dass keine Monarchie per se „rechtmäßig“ ist – dass da irgendwas „von Gott eingesetzt“ worden sein soll,
ist doch lächerlich und dient nur der Untermauerung eines Herrschaftsanspruchs; und ob deine anderen
Vorschläge mehr als idealistischer Quatsch sind, mag ich hier gar nicht weiter zu diskutieren, da fehlt
es zu sehr an konkreten Aussagen;
@Miles: was soll gegen die Armut und insbesondere gegen die himmelschreiend ungerechte Verteilung der
Güter und Lebenschancen in diesem Land getan werden? und welchen Beitrag könnte die katholische Kirche
dafür leisten?
fragt sich nur, wozu kreuz.net so massiv gegen den „Homosexualismus“ wettert – durch die Gleichstellung
von homosexuell lebenden Menschen sind Ehe und Familie nicht wirklich gefährdet – welcher Mensch, die/der
mit Lust heterosexuell lebt, könnte und wollte seine sexuelle Orientierung einfach so ändern? – Ehe
und Familie sind durch den „Moloch Wirtschaft“, durch den „Götzen Markt“ und eine alles verschlingende,
sich selbst ständig neu schaffende und vorantreibende Leistungs- und Konsumgesellschaft viel mehr gefährdet –
profunde Kritik an diesem Gesellschaftsentwurf gibt es übrigens von Autoren wie Assmann, Duchrow, Hinkelammert
u.a.; profund deshalb, weil diese „theologische Ideologiekritik“ sich nicht mit Lamentiererei begnügt,
sondern Sozial- und Wirtschaftswissenschaften mit theologischer Wissenschaft und persönlichem Glauben
verbindet.
man muß aber dazu sagen, dass die katholische Kirche in Brasilien nach wie vor jene Institution ist,
die in der Bevölkerung das höchste Vertrauen und höchstes Ansehen genießt – dies unter anderem, weil
auch die katholische Kirche stark in der „Bewegung der Landlosen“ engagiert ist; umgekehrt bieten „charismatische“
Gruppierungen natürlich gute Möglichkeiten, dem „Escapismus“, der Flucht aus der – oft tristen – realen
Welt; das kann nicht Sache eines ernst gelebten Christentums sein;
„es wird aber zu keinem Weltfrieden kommen, solange der Herr Jesus Christus nicht zurückgekehrt ist“
und das ist uns für das „Ende der Zeiten“ verheißen – nicht vorher; und andere Menschen zu zwingen versuchen,
den katholischen oder auch nur irgend einen anderen Glauben anzunehmen, war schon zu oft ein Kriegsgrund –
ganz abgesehen davon, dass ja auch beinahe alle anderen Religionen denselben Absolutheitsanspruch stellen
und es keinen (irdischen) Schiedsrichter gibt, da auch nur irgend etwas zu entscheiden; was uns bleibt,
ist die Demut aufgrund unserer eigenen beschränkten Einsicht und die Verkündigung unserer „größeren
Hoffnung“ (1 Petr 3,15) – wobei man nicht übersehen soll, dass wir aufgefordert sind, für diese „größere
Hoffnung“ Rechenschaft zu geben „wie vor Gericht“;
so, so, „Atheisten“ führten „politische Nachtgebete“ durch wohl eher tiefgläübige Menschen, die hofften,
einen Vorgeschmack des Reiches Gottes auf Erden zu verwirklichen; immerhin können ChristInnen nicht zu
ungerechter Politik schweigen – aber jeder und jedem nach individuellem Plaisier.
@Rosa: es geht gar nicht anders aber dir heute noch irgendwleche – längst geklärten – soziologischen
Zusammenhänge mundgerecht zu unterbreiten, dazu bin ich nach einem sehr langen Arbeitstag einfach zu
müde; allerdings ist es für die „Superkonservativen“ äußerst bequem, sich nicht mit den Mechanismen
des gesellschaftlichen Wandels zu befassen, sondern zu jammern und zu lamentieren; außerdem ist Denken
anstrengend; und was würden diese Herrschaften machen, käme ihnen ihr verhaßt-verehrtes Objekt abhanden;
so gesehen bergen die „Übel der Welt“ jede Menge an verstecktem Gewinn!
@Benedikt: vergiß nicht die große politische Macht der „christlichen Rechten“ in den USA; in Österreich,
wohl auch in Deutschland und der Schweiz und vielen anderen Staaten der Welt wird die Gesetzeslage wohl
sehr ähnlich sein;
was mich immer wieder verwundert ist dieser „selektive Gehorsam“, den viele kirchliche Gruppen und Initiativen
betreiben – wenn etwas in die eigene Interessenslage passt, wird zugestimmt, wenn nicht, verdammt – man
sieht es: die innerkirchliche Differenzierung hat eine schon fast unheimliche Eigendynamik bekommen; und
es scheint wie vermaledeit zu sein, dass dies gerade durch den guten Willen aller Beteiligten (den sie
einander gegenseitig in Abrede stellen) und die jeweils erfolgenden Aktionen noch viel mehr angeheizt
wird; das ist dann jene „Selbstläufigkeit“, die tatsächlich satanisch werden kann – aber man hat ja
zum Glück das „Wirken des Teufels“, auf das man sich ausreden kann, statt sich selbst bei der Nase zu
nehmen und die je eigene Verantwortlichkeit für dieses Geschehen zu reflektieren.
China wird kommerzialisiert dass und wie da eine eventuelle Christianisierung reinpasst, erscheint mir
fraglich – noch dazu, wo auch in China Sekten wie Falun Gong durchaus großen Zulauf haben. eine Blödheit
ist es aber wohl, den Buddhismus oder den Dalai Lama mit „Dämonen“ in Verbindung zu bringen – zum ersten
kann man anderen Religionen ihre Ernsthaftigkeit und eigen Kompetenz heute schlecht absprechen, ohne sich
ganz einfach lächerlich zu machen; zum zweiten muß man einmal erleben, wie der Dalai Lama ermahnt, beim
eigenen Glauben zu bleiben und nicht leichtfertig in eine andere Glaubenswelt zu wechseln; dass er zum
dritten sehr viel von Spiritualität versteht, konnte man vergangenes Jahr in Graz erleben; trotzdem wäre
der Buddhismus nicht „meins“.
„wird man im Gen-Labor schon bald zu hören bekommen“ so so, wird man zu hören bekommen? wenn die Auseinandersetzung
ernsthaft und fundiert geführt werden soll, brauchts mehr Argument statt Emotion, mehr Fakten statt Fiktionen,
„was alles sein könnte“ – außer, jemand ist mehr auf den „versteckten Gewinn“ aus und hat eigentlich
gar kein Interesse an einer Lösung des Problems; immerhin geht dann auch das bekämpfte Thema verloren.
ich frag mich immer wieder ob die Regeln wichtiger sind als ganz einfach zu glauben – im Sinne von Antwort
geben auf die Zuwendung Gottes – da werden im Grunde von Menschen gemachte und änderbare kirchliche Regeln
als gleichsam göttliches Gesetz hingestellt – nicht zuvergessen, dass alles kirchliche Recht „unter dem
Aspekt der Liebe“ auszulegen ist.
je entwickelter eine Gesellschaft wird desto mehr Wahlmöglichkeiten tun sich auf, desto unüberischtlicher
wird sie, desto komplexer, damit auber auch umso leistungsfähiger – darum stellen sich diese moralischen
Fragen dann und unterliegen letztlich der Entscheidung und dem gebildeten Gewissen des einzelnen; eine
zentrale Instanz an sich kann es dann nicht mehr geben, sie wird in ihrem Anspruch logisch selbst hinterfragt –
Japan ist da ein sehr gutes Beispiel, aber auch die konservativen bis traditionalisitschen KatholikInnen
im deutschsprachigen Raum – die stimmen lehramtlichen Aussagen oder Personen des kirchlichen Lebens auch
nach eigenem Gutdünken und Interessenslage zu – und erhöhen somit die – hier innerkirchliche – Komplexität.
unter die Leute gehn und das eigene Her öffnen ist allerdings auch sehr wirkungsvoll; und ohne zuerst
einen Blick auf die eigene Person – und das eigene Herz – zu werfen, wird eine Partnerschaft keum entstehen;
interessant wäre allerdings zu wissen, wie es die angesprochene Zielgruppe mit der möglichen vorehelichen
Ausübung sexueller Praktiken hält; insbesondere, wenn die Personen schon fortgeschritteneren Alters
sind.
@Athanasius: wo ist „dieses Phänomen“ in der Psychologie bekannt? und an Hand welcher Merkmale fühlst
du dich autorisiert, mir dieses zuzuschreiben? Nicht zuletzt hat es schon etwas mit Seriosität zu tun,
nicht nur Verschwörungstheorien zu behaupten, sondern solche Behauptungen zum mindesten auch nachvollziehbar
zu machen; von Reaktionen auf kritisches Nachfragen, gar auf das sich Einlassen auf einen rationalen Diskurs
gar nicht zu reden.
wozu soll Gott in eine Verfassung? IMHO ist es ein „sich zu eigen machen“ Gottes – letztlich also Frevel;
ganz klar ist es der Versuch, unhinterfragbare Größen in ein politisches Konstrukt zu reklamieren –
letztlich also ein mehr oder minder verschleierter Versuch der Herrschaftsbegründung; nein, politische
Entscheidungen sollen politische – und damit von Menschen gemachte – Entscheidungen sein; und wie will
Europa als Verbund rechtsstaatlicher Demokratien anderen Staaten gegenübertreten, die im Namen ihrer
Religion ein diktatorisches Regime ausüben und Menschen knechten – und dies natürlich so nicht dargestellt
sehen wollen, sondern eben „im Namen Gottes“ handeln? nicht zuletzt eine Frage: wie sollen sich jene vielen
Menschen in so einer Verfassung vertreten fühlen, die ohne Glauben leben oder nicht dem christlichen
Glauben angehören? sich dem Verfassungsregime unterwerfen? also doch – nichts anderes als eine Frage
von Herrschaft und Unterdrückung, verbunden mit dem Mißbrauch des Namens Gottes!
„Buddhisten um den Altar herumtanzen!“ darin liegt genau jene Abwertung, die Grundlage ist für Zwistigkeiten
zwischen den Religionen, letztlich auch für Auseinandersetzungen und Kriege (also vielleicht auch satanisches
Wirken?); ein bißchen mehr Respekt ist wohl angebracht, statt anderen Religionen grundsätzliche Falschheit
oder Irrtum zu unterstellen; immerhin gibt es im irdischen Leben keinen Schiedsrichter, der entscheiden
könnte, welche Religion „die richtige“ ist – und es muß doch skeptisch machen, wenn der größte Teil
aller Religionsbekenntnisse den Absolutheitsanspruch stellt.
@Athanasius: „Kirche ist seit langem von kommunistischen Infiltranten verseucht“ ja, und von Schwulen-Netzwerken,
von Modernisten, Feministen, vom Satan selber, von Freimaurern, von sonst irgendwem und weiß Gott was
noch – manchesmal wird die ganze Sache wirklcih lächerlich; abgesehen davon: auch das ganze Mißtrauen,
die Abwertung gegenüber Andersdenkenden könnte ja auch ein Werk Satans sein – man weiß ja nie!
fundierte Information ist da allemal besser: www.crossingcultures.at abgesehen davon ist die Abgrenzung
politischer Anliegen gegenüber Religiösen – unter gleichzeitiger Beachtung der gläubigen Menschen –
wohl der bessere Weg gegenüber jeglichem religiösen Fundamentalismus; anders gesagt: politische Freiheit,
Meinungsfreiheit, die Achtung der Menschenrechte und eine demokratische politische Kultur mit rechtsstaatlicher
Basis sind wohl die besten Voraussetzungen gegen jegliche fundamentalistische Begehrlichkeiten; eine Religion
als bedrohlich und bekämpfenswert hinzustellen heizt das Konfliktpotential erst recht an (wer könnte
daran Interesse haben) und lenkt nur ab von strukturellen Bedingungen, die zu Konflikten und Unsicherheit
führen; letztlich hat der Teufel selbst allergrößtes Interesse an solchen Verblendungen!
„Christen sind für den Kampf geboren.“ ah ja! manche sagen das auch von den Muslimen – und ganz allgemein
sollte man mit derartigem Vokabular heutztage behutsam sein – auch was die eigene Rechthaberei anbelangt
ist da nicht ein Widerspruch? vergleiche diese Meldung: www.kreuz.net/article.1265.html und ist es für
die KatholikInnen Afrikas nicht an der Zeit, sich zu emanzipieren, also „aus der Hand des Vaters“ zu gehen
und ihren Glauben eigenständig zu leben? ganz nebenbei: Afrika erfuhr und erfährt von Europa viel Unglück
und Ungerechtigkeit, wozu soll dieses Europa „beispielhaft“ sein?
@Athanasius: ich verbeuge mich vor deinen 19 Jahren Lebenserfahrung mit dem Alter wird mensch ja immer
dümmer, aber was solls; Österreich hat nach Luxemburg die höchste direkte Familienförderung der Welt –
tatsächlich können Frauen jetzt schon für drei Jahre auf das Einkommen regulär arbeitender Menschen
kommen; was aber fehlt, sind Kinderbetreuungseinrichtungen und schlicht die Möglichkeit, mit Kindern
beruflich mithalten zu können; und da geht es nicht um dümmliches „Karrieregeschrei“, sondern schlicht
um die Gefahr, aus dem Arbeitsleben und damit aus Verdienstchancen rauszufallen. Europäische Länder
mit höheren Geburtenraten binden zum ersten die Männer stärker ein, zum zweiten ist dort die Erwerbsquote
von Frauen deutlich höher (Skandinavien: >=65%); man kann strukturelle Gründe leugnen und sich beklagen,
dass sich nichts zum Guten wendet – oder man setzt dort an, wo andere Staaten schon seit Jahren gute Erfahrungen
machen.
der einfache Mann und die einfache Frau – seltsam, dass du dies vergißt – können sich heute zur Genüge
informieren und das Thema selbst wird oft genug öffentlich diskutiert; wer wollte auf die Segnungen der
modernen Medizin verzichten?
„Ich will keine Therapie auf Kosten meiner Mitmenschen“ sehr löblich – aber Millionen anderer Menschen
werden das wollen; leider. Und da die katholische Kirche nicht bisher wirklich gegen „Raubtierkapitalismus“
aufgetreten ist, hat sie auch in der Argumentation gegen die – extrem gewinnträchtigen „live-sciences“
nur geringe Chancen; abgesehen davon, dass es sich kaum ein Land bzw die Europäische Union leisten kann,
bei diesen Entwicklungen draußen zu bleiben und damit ökonomisch und politisch generell ins Hintertreffen
zu geraten; das sind eben die „Sachzwänge“, die „selbstläufigen Strukturen“, die es zu ändern gelte,
wo „Metanoia“ notwendig wäre.
Embryonen sind keine „Kleinstkinder“ – soviel zur sachlichen Richtigkeit, die unumgänglich ist, wenn
man ein Anliegen gut vertreten möchte; und die Frage der Internationalität von Forschung und Industrie
ist mit nationalen Gesetzen kaum zu klären; die Sache ist in Europa verboten und wird dann halt „wo anders“
gemacht; dort entstehen dann neue Arbeitsplätze, während Europas Gesellschaft immer mehr in Schwierigkeiten
kommt.
warum gibt es zB in skandinavischen Ländern wohl einerseits „die Pille“, andererseits aber auch eine
Geburtenrate von 2,2 und ein durchschnittliches Alter der Erstgebährenden von 28 Jahren? während in
Ländern wie Italien, Spanien oder Portugal die Geburtenrate bei 1,6 liegt und das Alter der Erstgebährenden
bei 32.
meine Hochachtung ffür Bischöfe, die bereit sind mit ihrem Leben für die Verkündigung des Glaubens
einzustehen! Ich denke da auch an Bischof Oscar Romero, der am Altar ermordet wurde; das Verbrechen ist
meines Wissens bis heute ungesühnt.
@Romulus: du scheinst von Pastoralpsychologie noch nicht viel verstanden zu haben? was machst du, wenn
Menschen in extremen Krisen zu dir kommen? Beten ist eine wichtige öglichkeit, aber psychosozial kompetent
sollte jemand, der in der Pastoral arbeitet, schon sein.
@ontos: das wirklich Schlimme an diesen Auseinandersetzungen sind gehässige Unterstellungen und Projektionen;
hier scheint mir der „Rauch des Satans“ eingezogen zu sein!
@methusalix: ich seh da kein Problem, ganz im Gegenteil gerade katholische Nachrichtendienste wie kreuz.net,
aber auch andere, nehmen sich die Freiheit heraus, Entscheidungen der kirchlichen Obrigkeit je nach eigener
Interessenslage gutzuheißen oder zu verdammen – damit wird ganz automatisch der innerkirchliche Pluralismus
erhöt; erschreckend ist für mich allerdings gelegentlich der Stil der Auseinandersetzung;
tja, @tradiland, es sieht so aus dass wir uns damit abfinden müßen, dass es in der einen katholischen
Kirche verschieden Richtungen und Ansichten gibt; Menschen sind in ihrem Glaubensleben de facto frei,
sich für oder gegen lehramtliche Aussagen zu entscheiden – und würde ein Bischof oder der Papst mit
Vehemenz eine Aussage treffen, es würde ganz einfach über diese Aussage diskutiret werden; Menschen
sind heute zumindest in Europa frei, für ihr Glaubensleben eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen –
damit gewinnt entschiedener Glaube zugleich an Qualität!
„Denn worüber würden wir in der Kirche noch sprechen…“ wie wahr, werte Redaktion, wie wahr! Ich nehme
aber stark an, dass die Themen mit einem Bezug zu Sexualität in kreuz.net eben nicht nur auf diesen einen
Bezug zu reduzieren sind – und so wirds wohl auch anderswo sein.
@Tradiland: das ist eine dumme Behauptung das rote Band ist das Symbol, an AIDS zu denken; sowohl an die
Gefahren als auch an die Toten und Erkrankten; das HIV-Virus hat sich vor allem am Anfang unter Homosexuellen
schnell verbreitet – es liegt wohl auf der Hand, dass diese Gruppe ob der besonderen Betroffenheit sich
auch besonders für eine Eindämmung der Krankheit engagiert; etwas anderes ist, was Leute wie du da wahrnehmen
bzw dem zuschreiben;
@konrad: womit du einen wichtigen Unterschied ansprichst – das eine mal ist es die Sache, das andere mal
sind es die Personen – und „die Homos“ ist eben ein Mittel der Entpersonalisierung, um Menschen dann als
Feindbild hinzustellen.
@stern: da hast du ir gegenüber argumentativ wohl den Schleudersitz gezogen? Aber schon gut, das Verständnis
bzw das Wissen um die Dynamik in Kommunikationsprozessen ist nicht jedes Menschen Sache.
es ist schlichtweg dumm homosexuell orientierte Menschen als „krank“ zu bezeichnen – und wenn konservative
Christen im Diskurs auch nur irgendwie ernst genommen werden wollen, müßen sie schon auch unter Beachtung
des heutigen Standes der Wissenschaft mitdiskutieren bzw sich kundig machen. Schlimm ist es natürlich,
wenn sich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse gewisse Positionen einfach nicht mehr halten lassen.
Etwas anderes ist, wenn fundamentalistische religiöse Gruppierungen mit Brachialgewalt politische Macht
erringen.
@Paul: wie kommst du zu diesen Aussagen? mW sieht die wissenschaftliche Auseinandersetzung dieses Thema
etwas differenzierter. So ist es durchaus normal, dass Menschen ihre sexuelle Orientierung im Lauf ihres
Lebens in die eine oder andere Richtung verschieben.
jeder Mensch hat seine Glaubensgeschichte die mal so, mal so gehen kann; und bekanntlich kann man niemanden
zwingen, zu glauben – nur „locken“ und Zeugnis geben von der „größeren Hoffnung“.
steh nur ich auf der Leitung? oder brauchen aandere auch zehn Minuten, bis sie diesen Beitrag als Scherz
begreifen? – ganz abgesehen davon: die durch diesen seltsamen Film Bekehrten renne bekaanntlich reihenweise
durch die Gegend (tatsächlich waren im weniger katholischen Teil meines Bekanntenkreises leider die Gewaltszenen
der eindrücklichste Punkt).
@franco: jeder Krieg beginnt damit, dass einer sagt dass der andere so böse wäre, dass man ihn vernichten
müße – aber die Kreuzfahrer waren nicht mein Thema und heute ist diese Ideologie dumm und brandgefährlich.
Gehört die Türkei in die Europäische Union? Ja, wenn man die Europäische Union als politisches Projekt
sieht; dann gibt es Gründe dafür und dagegen, die auf rationaler Basis – unter Berücksichtigung der
begleitenden Emotionen – diskutiert und überlegt werden können. Nein, wenn man der Europäischen Union
eine quasi göttliche Grundlage zuschreibt – dann ist es aber IMHO eine Hybris, ein Versuch, sich „Gott
zu eigen zu machen“, um politische Entscheidungen zu „verheiligen“ und unhinterfragbar zu machen. Der
bessere Weg ist wohl, am Boden menschlicher Entscheidungen zu bleiben; immerhin leben in Europa Menschen
mit verschiedenen Konfessionen bzw ohne religiöses Bekenntnis, immerhin ist Europa deutlich von der Aufklärung
geprägt und immerhin läßt sich gut zeigen, dass die Vereinnamung des Religiösen für politische Entscheidungen
regelmäßig zu menschlichen Katastrophen führt. Ganz nebenbei ist die Türkei heute von einer sehr unterschiedlichen
Gesellschaft gekennzeichnet in der Moderne und Tradition miteinander ringen; zugleich wäre die Einbindung
eines demokratischen Staates mit islamischer Tradition ein deutliches Freidenszeichen, dass nicht altes
„Kreuzfahrerdenken“, sondern demokratische und rechtsstaatliche Grundlagen ausschlaggebend sind für das
„Projekt Europa“.