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@#35 Nixnutz (- zu dieser Off-Topic-Geschichte vom Paschalamm) Jesus wich wohl insofern von einer „Regel“
ab, als dass Er das Paschamahl zeitlich antizipierte. Wie kann ich ein Paschalamm essen, wenn die Lämmer
noch nicht geschlachtet sind, he? Und die Lämmer wurden eben gemäss Johannesevangelium zu der Zeit geschlachtet,
als Jesus bereits starb. Es ist immerhin möglich, dass Jesus aus jüdischer Sicht aussergewöhnlich feierte.
Hitler und Hölle, so ein eigenes Thema. Theologisch noch spannender: Judas und Hölle. Weil von Letzterem
gibt’s nämlich sogar biblische Aussagen („besser, wenn er nie geboren wäre“/„Sohn des Verderbens“) –
welche man zur Not zwar noch irgendwie zeitlich deuten könnte (z. B. „der Kerl wird sich selber noch
in diesem Leben hier abgrundtief hassen plus soundsoviel Fegefeuer“). Echte Reue ist indessen nicht erwiesen.
@Tomás #46 Wie ist das zu verstehen? Gibt es einen Unterschied zwischen der Satisfaktion im Opfer und
der Stiftung des Neuen Bundes, sodass es einen Unterschied zwischen dem Satisfaktionsblut und dem Blut
des Neuen Bundes geben könnte? Wer getauft ist, ist auf den Neuen Bund getauft, welcher gestiftet ist
durch das Opfer Christi am Kreuz, welches vergegenwärtigt wird. Das war und ist doch die Lehre der Kirche.
Es gibt ja auch die Möglichkeiten der Josephsehe, der Annullierung einer Nichtehe und der kirchenrechtliche Hinweis, dass einer Seele, die eine wahre Sehnsucht verspürt und in einer Notlage ist, ein Sakrament gespendet werden kann. Sodann für die Seelsorger die kirchenrechtliche Möglichkeit, vom Verlesen eines Hirtenbriefes dann abzusehen, wenn es aus pastoralen Gründen anderes zu bereden gibt (warum nicht z. B. den Konflikt über den Hirtenbrief). Das Ganze ist übrigens nur wegen des Fernsehberichtes so heiss („keine Gnade“).
Die Menschen kennen nur brandschwarz oder schneeweiss. Man schickt den Leuten „Freunde und Helfer“ ins
Schlafzimmer, oder schwule Aufklärungsbücher „missionieren“ die Schuljugend. Tertium non datur. (Ein
verborgener Freiraum, wo der Mensch, seines Glückes Schmied, sich umsehen und aus freiem Entschluss bessern
kann, wird weder zugestanden noch geschätzt.)
Zwei der Evangelien haben „viele“: Matthäus und Markus. Matthäus hat „peri pollon“, Markus „hyper pollon“.
Peri heisst am ehesten „wegen vieler“, hyper „über viele“. Bemerkenswert ist, dass auch der Verräter
am Mahl teilhat. Er wäre auch in einer Christusbeziehung, würde er sie nicht von selbst verwerfen.
#3 damdem 08:47:59 | Donnerstag, 22. September 2011
@Obermaier #2: Nicht neue Erkenntnis, sondern erneuerte Kenntnis ist bitter nötig. Aber wenn man das
„Wort zum Sonntag“ von Benedikt hörte, dann hat der Papst mit diesem Problem nix zu tun: Diese Art Kritiker
beschämt sich schon selbst.
@Gregorius #54: Das ist wohl ein konstruierter Ratzinger, nämlich (mit Blick auf 2011) auf Diplomatie
und Didaktik reduziert. Kennte man ihn nicht aus besseren Werken, wäre unumwunden zu sagen, das sei das
geronnene theologische Scheitern derer, die allen alles recht machen wollen. Vgl. Artikel wie „Atheismus“
oder „Zweifel“. Die Zitate sind wohl sehr aus dem Zusammenhang gerissen.
@#17 Liebe Franzi, Sie möchten also – wenn ich Sie richtig verstehe – Deutsche sein und „tragen“ dann
am Erbe der schlechten Taten von Deutschen in der Geschichte. Wie wäre es, wenn Sie offen und ehrlich
dazu stünden, dass Sie auch „Mensch“ sein wollen und deswegen – egal ob Deutsche oder Taufscheinchristin
oder mit irgend einer formellen Macht, komme sie aus Kirche, Staat, Familie, Piperlapopp oder Jodeljö –
eo ipso Sünderin sind und also nicht die Kirche sündigt, sondern die Menschen sündigen!!!
@#19 Liebe Franzi71, Das Gegeneinanderausspielen von Opfern dieser Welt überzeugt ungefähr gleich, wie
wenn Sie den Kreuzestod Christi Christus selbst anlasten würden, mit der schönen Begründung, Gottes
Sohn habe doch die Welt erlösen wollen. Atheisten sprechen damit auch sehr gerne Judas frei. Gehe ich
richtig, wenn ich darin Spott höre?
@Fundi #7 Sie überdehnen den Begriff „Filz“. Manch einer ist nicht Professor geworden wegen seiner politischen
Couleur, und das nicht nur 1933-1945, oder er wurde, wenn er es denn war, seltsamerweise frühpensioniert.
Gerne ein kleines Müsterchen aus dieser Woche, als „focus.de“ einen Kommentar löschte, diesmal weil
ein Häuchlein Kritik an der „Frankfurter Schule“ vorkam.
@Fundi #5. 20 Sekunden Logik: Die Möglichkeit, dass das Interview auf einer Seite stünde, die nicht
als verbrecherisch verschrieen ist, generiert wissenschaftlich betrachtet noch nicht zwingend die Unwahrscheinlichkeit
eines geradezu mit Händen zu greifenden weltweiten Medien- und Zensurfilzes. Verstanden?
@#1Brandenburgis: Das ist nicht nachvollziehbar. Können Sie das erklären oder ist das schon der berüchtigte
„Graben der Dialogunfähigkeit zwischen den Religionen“ (à la Ich glaube, was ich glaube, und du glaubst,
was du glaubst – und fertig, Ende, aus – aber nicht etwa „amen“)
@r.ruhrgebietler #49 Es war nicht die Absicht des Konzils, Gott zu beleidigen oder den Sühne- und Opfertod Christi zu leugnen. Insofern als Sie auf die Wandlungsworte anspielen, ist eine korrekte Übersetzung übrigens „für die vielen“.
Rom hat wohl den Ausweg in der Neudefinition der Religionsfreiheit zu suchen. Wenn Gott der Absolute ist,
ist die Religionsfreiheit relativ. In einem katholischen Gemeinwesen ist sie somit einschränkbar. Da
das Konzil kein dogmatisches Konzil war, konnte es die Religionsfreiheit nicht verpflichtend und verbindlich
definieren.
@RRR Du machst Witze. Bekannt ist, dass kreuz.net anderswo als in den deutschsprachigen Ländern sitzt,
weil wir ja so eine geniale Meinungsäusserungsfreiheit haben, das spricht für sich schon Bände. Ob
der Server wirklich derselbe ist wie bei den andern Sites, bleibt völlig offen.
@matt#58. Das philosophische Problem heisst Ontologie vs. Individualismus. Wer ist denn der ( – autoritäre Sprachfestleger, Supergermanist, Hyperphilologe und Oberduden –), der behaupten kann, es „sei“ ein Stück Brot? Wer hat also Recht, derjenige, der sagt, es „sei“ ein Stück Brot, oder der sagt, es „sei“ an den Leib unter der Gestalt des Brotes zu glauben? Die Frage heisst, ob ich Sterblicher meinem Halbwissen oder den Worten von Jesus Vertrauen schenke.
Fast schon heilig Es ist an sich eine schöne Einstellung, wenn Motorradfahrer auf ihre Segnung Wert legen
und dabei auch die Eucharistie besuchen möchten. Aber „fast schon heilig“! Da musste ich wirklich laut
lachen.
@bassmann: Wohl kaum Was genau gemeint ist, ist schwer in Worte zu fassen. Man kann aber gut sagen, was
nicht gemeint ist. Der Unterschied Tier-Mensch ist mit dem Sündenfall eindeutig nicht gemeint, da der
Mensch als besonderes Wesen gilt (& das gilt auch, wenn wir den zweiten Schöpfungsbericht isoliert betrachten
sollten). Der Mensch erkennt zwar Gut und Böse, aber makelhaft. Erst der Baum des Lebens vereint Erkenntnis
und Leben.
@tyrarachsa: Der Smiley Sie haben mir also einen Smiley geschickt. Ja, ich sah ihn. Vielen Dank! Höflichkeit
ist ja auch eine Tugend, und ich will gerne versuchen, mich daran zu halten. So sei Ihnen in aller Höflichkeit
versichert, dass ich mich weder von einer französischen Revolution noch von einer diese begünstigenden
Ideologie zum guten Menschen bekehren lassen würde.
@tyrarachsa Sie fragten mich, wie ich den Menschen zubereiten würde. Schlagen Sie die Zeitung auf, und
Sie erblicken sofort, wie der eine den andern frisst. Ich finde es ziemlich erbärmlich, wie die Atheisten
den Argumenten ausweichen.
@Tchibo Menschsein Sie haben sehr richtig gesagt: Menschsein bedeutet sündig sein und schuldig werden
können. Ausnahmen sind Jesus und Maria. Eines aber versichere ich Ihnen: Ohne religiöse Bindung (und
ohne den Glauben, dass auch mein Nächster daran gebunden ist) würde ich den Menschen fressen und das
mit Vergnügen. Mag es den natürlichen Trieb zum guten Willen geben – der gegenteilige wäre weit bequemer.
@Tchibo Erkenntnis Was ist denn die Erkenntnis von Gut und Böse? „Da erkannten sie, dass sie nackt waren“.
Und also: Da erkannten sie, dass es Anlass zur Unzufriedenheit, zum Egoismus, zur Sünde gebe. Und damit
hatte die Sünde (Verstoss) die Sündigkeit (Hang zum Egoismus) geboren. Davon möchten Sie also nicht
befreit werden???
Bemüht euch Kämpft darum, durch die enge Tür hineinzugehen, denn weit ist die Pforte und breit der
Weg der zum Verderben führt, und viele sind, die durch sie hineingehen, doch eng ist die Pforte und schmal
der Weg, der ins Leben führt, und viele werden hineinzugehen versuchen und werden nicht stark genug sein.
Wie wehmütig… …wird einem dann, wenn man in vier Jahren liest, dass die Grünen ihre Büros wieder
räumen; der Schaden, der bis dahin entstanden ist, wird sich in zwei Jahrzehnten kaum wiedergutmachen
lassen.
Wie sage ich es denn… Wenn sich einer auf den Markt stellt und schreit „Sünde“, dann erntet er neben
Gleichgültigkeit bestenfalls Kritik, weil er auch ein Sünder ist. Notwendig ist also, detailliert zu
begründen: „So funktioniert sündige Welt“ – und mit diesem Hintergrund erwacht die Sehnsucht, zu glauben,
wie demgegenüber das Reich Gottes gebaut ist.
@Begeisterter&WhiteWoman Wie bringt denn der Geistliche Ihrer Meinung nach die Botschaft einigermassen
menschlich herüber, welches sind seine (möglichen) Adressaten? Ich kann mir vorstellen, dass einer,
der nur mahnt, von allen gemieden wird. Einer, der einfach da ist, kann vielleicht wenigstens die eine
oder andere Seele an die Möglichkeit erinnern, dass man einmal mit einem Priester das Gespräch suchen
könnte und dass Sakramente wie namentlich die Heilige Beichte immer noch existieren.
Bstum Chur im Titel… Man mag über das kooperative Verhalten geteilter Meinung sein. Wenn die Kirche
immer nur versucht, gute Miene zum bösen Spiel zu machen, wird sie nicht besonders geachtet, genau wie
wenn sie nur polemisiert und die Türen dichtmacht. Ein bisschen hohl blökend wirken gewisse Schäfchen
aber, wenn eine Zürcher Aktion zum „Bistum Chur“ wird.
Sola Gratia „Allein aus Gnade“: Dieser Jubel der Protestanten dürfte zu früh kommen. Wenn Benedikt betont,
dass nicht unsere Werke uns zu Gott holen, sondern Gottes Gnade, heisst das noch lange nicht, der Mensch
brauche sich nicht zu öffnen, nicht mitzuwirken oder gar er habe keinen freien Willen – worauf die evangelische
Theologie ihrerseits sich zuspitzen könnte. Mit Spannung werde ich die Stelle lesen – schreibt er etwa
wirklich „aus Gnade a l l e i n“? Wohl nicht wörtlich.
Edle Argumentation – trotzdem zu befragen @Rudolfus: Ihre Worte an Elevenpath sind wahr, aber nicht in
jeder Einzelheit. Die Vorhersagen in Lk 21 sind bis zum Jahr 70 eingetroffen, also durchaus buchstäblich
„bevor dieses Geschlecht vergeht“. Mit einer Ausnahme: „Dann wird der Menschensohn kommen mit Kraft und
Herrlichkeit.“ Dieses Kommen geschieht seither. Einverstanden? (oder warum nicht?)
„In Wahrheit…“ Es ist nicht richtig, dem Bischof von Chur die Ausrichtung der THC vorzuwerfen, selbst
wenn sie ihm in Teilen missfallen sollte – was bei der Freiheit der Forschung nicht gesagt ist. In all
ihren Angelegenheiten sind ihm die Hände gebunden, denn der Staat mischt sowohl bei den Prüfungsanerkennungen
als auch finanziell entscheidend mit! Einzige Alternative wäre eine rein kirchliche Hochschule, und wer
das will, möge es in Gottes Namen bezahlen – mitsamt den Sekundärfolgen (dass bspw. die finanziellen
Beiträge Zürichs ausfielen).
Der Umgang mit der Wahrheit wird es zeigen @Alois Bischof: Sie haben ganz genau Recht. Aber das Problem
werden „jüdische Mitbürger“ aufzeigen, wenn sie nämlich dort um die Kirche streicheln und schmeicheln,
wo es ihnen Vorteile bringt, sie aber dort jagen und schlagen, wo es etwas kostet. Sagen Sie ihnen bezüglich
Christen, Europa habe eine jüdisch-christliche Tradition, und Ihnen wird um den Bart gestrichen. Sagen
Sie dasselbe bezüglich Juden, und Sie werden völlig ausgegrenzt.
Vertrauen wird wohl siegen Wenn mir die Meinung eines Bischofs nicht passt, wird er noch lange nicht gehen
müssen, dafür wird schon gesorgt. Die Meinung von Grichting (und somit auch Vitus, soweit er dahintersteht)
sowie ihre Äusserung ist zwar falsch, aber nicht böswillig geäussert. Sollten andere Fakten bestehen,
werden sie zutage treten. Bischof Vitus hat durch Zuhören und Ernstnehmen der Gegenseite viel Vertrauen
geschaffen, wogegen auch einzelne Voten nicht einfach so ankommen werden.
Es grünt so grün Dreimal darf ich also raten, welche Partei höchstwahrscheinlich in B-W auf einem gigantischen
Vormarsch ist. Und man weiss sogar warum. Aber dort, wo die Drossel singt, fing diese Partei an. Das „Waldsterben“
sollte man den Grünen schon mal unter die Nase halten. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn
er auch die Wahrheit spricht.
Generalvikar Annen Ich kenne Generalvikar Annen persönlich und kann die Redaktion versichern: Die Zürcher
Staatskirche ist kein Zuckerschlecken für den Generalvikar. Sie vertritt einerseits antikirchliche Inhalte,
andererseits unterstützt sie das Bistum und die konservativen Kantone in entscheidendem Mass. Somit ist
seine Position eine vermittelnde. Er hat weder „geschimpft“ noch „randaliert“.
Pro multis „Multi“ sind auf lateinisch „die vielen“. Also warum übersetzen wir nicht mit „für euch und
für die vielen“; im griechischen Text bei Mk 14,24 finden wir „über die vielen“ (übrigens biblisch
nur bezüglich des Heiligen Blutes) – „über die vielen“ wäre wie „für die vielen“ aus deutschsprachiger
Sicht ebenfalls möglich. Gruss an all die vielen.