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Homeschooling @Navon Du schreibst: Nebenbei zum sogenannten „Homeschooling“: Wie wollen 2 pädagogische
Laien (unter der Annahme, dass nicht noch einer arbeitet und somit bei der „Lehre“ ausfällt) denn den
gesamten Schulstoff in voller Breite unterrichten? Sowas KÖNNEN Eltern einfach nicht. Warum auch sollten
Eltern das können, Lehrer können es ja offensichtlich auch nicht besser (woher kommen sonst die durchschnittlich
10% Schulabgänger ohne Abschluß, woher die nahezu 50% ausbildungsunfähigen Schulabgänger etc.) Dein
Argument nämlich nur eine Ausflucht, die vom Eigentlichen ablenken soll: Unser Schulsystem insgesamt
muß sich verändern. Lehren ist out – Lernen ist angesagt! Das geht aber nur OHNE Zwang. Lernen ist eine
lebenslange und jederzeit und überall stattfindende Tätigkeit. Schule nach deutschem Muster (und mit
Schulzwang von 1938) hindert Kinder am Lernen, nimmt ihnen die Freude daran. Unsere Schulstrategen (Politiker
wie Schulbehörden) leben immer noch in der Illusion, Lernen könne nur zu vom Staat festgelegten Zeiten
an vom Staat festgelegten Orten stattfinden. Kein Wunder, die sind ja selber Produkt ihres eigenen Schulsystems
und haben selber nichts anderes gelernt. Vergessen wir nicht: Ganz Deutschland macht Homeschooling: Nachmittags
und Abends, sobald die Kinder aus der Schule nach Hause kommen: Hier müssen die Eltern mit ihren Kindern
das aufarbeiten, was – wenn denn das System funktionieren würde – die Kinder morgens hätten lernen können.
Artikel liegt ziemlich daneben Leider liegt dieser Artikel in einem wichtigen Punkt ziemlich daneben.
Die deutschen Bischöfe und mit ihnen viele Verantwortliche in der Kirche und viele ihnen vertrauende
Laien beteiligen sich nicht erst seit der Gesetzesänderung von 1995 an der Abtreibung, indem sie im staatlichen
Beratungskonzept mitmachen und sich das noch gut bezahlen lassen, sondern bereits seit der „Reform des
§ 218“ im Jahre 1976 !!! (Diese Reform, die die „Indikationenlösung“ einführte, war eine leichte Abänderung
der für verfassungswidrig erklärten Fristenlösung der SPD-Regierung von 1975, wobei schon damals meines
Wissens CDU-Politiker mit an der Entwicklung dieser „Lösung“ beteiligt waren.) Der Gedanke, die Kirche
„einzubinden“ geht auf Herbert Wehner zurück und wurde zusammen mit dem Katholischen Büro in Bonn, unter
Beteiligung von damals führenden Moraltheologen u.a. Beratern den deutschen Bischöfen schmackhaft gemacht,
die diesen Braten dann auch willfährig verschluckten, wobei weder die damaligen Bischöfe noch ihre Nachfolger
je diesen Braten wieder ausspuckten. Leider gilt das in gewissem Umfang auch für den so glorifizierten
Erzbischof Dyba, der zwar das Ausstellen des Scheins verbot, jedoch weiterhin im staatlichen Beratungskonzept
verblieb. Und dieses Konzept (ob mit oder ohne Schein) ist es letztlich, das die Mitwirkung an der Abtreibung
ausmacht und das dazu führte, daß der Widerstand gegen Abtreibung in der katholischen Kirche, von oben
herab beginnend, mehr und mehr zusammenbrach.
#31 LivingWater 08:24:59 | Donnerstag, 26. Oktober 2006
Erst informieren, dann mitreden Alexandra Zayadeh schrieb: Ein Kind soll nicht nur „Wissen raffen“, es
soll auch soziale Kompetenz erwerben wie es in einem Klassenverband möglich ist. Liebe Alexandra, hier
bist Du einem weitverbreiteten irrtum aufgesessen. Es gibt wohl kaum einen ungeeigneteren Ort, soziale
Kompetenz zu erwerben als den Klassenverband. Kinder, in der Regel gleicher sozialer Herkunft (weil man
z.B. in der Grundschule keine freie Schulwahl hat), gleichen Alters und in der gleichen Zwangssituation
steckend, was ihre Anwesenheit dort und die Person des Lehrers angeht. Übrigens zeigen internationale
Studien, daß Homeschoolkinder weitaus besser sozialisiert und integrationsfähiger sind, später als
Erwachsene auch überdurchschnittlich häufiger ehrenamtlich und politisch zum Gemeinwohl tätig. Deutschland
ist hier Entwicklungsland, in unserer typisch deutschen Arroganz leisten wir uns den Luxus, über solche
Forschungsergebnisse hinwegzusehen. Es ist auch völliger Blödsinn zu behaupten, Homeschooler erreichten
höchstens Hauptschulniveau. In den USA sind diese bei den Eliteunis sehr begehrt, auch aus Deutschland
gibt es mittlerweile die ersten Abiturienten Übrigens: Ganz Deutschland ist Homeschool-Land: Es gibt
in Deutschland nur Homeschooler, allerdings zwei Arten: die, die morgens zuhause lernen, und die, die
nach einem vertanen Morgen es nachmittags nachholen. Letzteres nennt man Hausaufgaben.
#50 LivingWater 23:18:47 | Samstag, 26. August 2006
Zurück zum Thema bitte Nachdem man für eine Reihe der zuletzt hier geschriebenen Beiträge frei nach
Schulpraxis „Thema verfehlt“ vergeben könnte, möchte ich noch mal auf das eigentliche Thema Schule –
Homeschool zurückkommen: 1) Es ist lediglich eine Unterstellung von Medien und Schulbehörden, zu behaupten,
Eltern, deren Kinder nicht zur Schule gehen und stattdessen zu Hause lernen, wären allesamt fundamentalistische
Sektenangehörige. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, nicht nur in Deutschland, auch weltweit. Fortsetzung
folgt…
#20 LivingWater 10:54:14 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Schisma festzementiert Ob FSSPX damit gut beraten war? Oder vielleicht eher doch von allen Guten Geistern
(oder dem Hl. Geist – der flieht ja das Schisma) verlassen? Die genannten Personen garantieren jedenfalls
eher für eine weitere Zementierung des Schismas. Den gutwilligen Mitbrüdern der FSSPX ist jetzt nur
noch zu raten, möglichst bald das sinkende Schiff zu verlassen und sich in einer eigenen Gemeinschaft
zusammen zu schließen. Zum Wohle der röm. kath. Kirche. Für die Gläubigen gilt das nicht minder. Ein
Zusammenschluß mit FSSP würde ich da eher verneinen, der Vielfalt in der kath. Kirche wäre mit einer
eigenständigen Gemeinschaft eher gedient. Aber eben endlich wieder innerhalb der Kirche, nicht wie bisher
eher außerhalb (Schisma) oder, zumindest bei weit geöffneter Tür irgendwo außen herum hängend. Diejenigen,
die lieber selber Papst spielen und sich in diesem Spielchen selber genügen, mögen dann in einer Rumpf-FSSPX
irgendwo dahindümpeln undsich weiterhin ihren Träumen nach Macht und Einfluß hingeben. Die Kirche ist
FSSPX jedenfalls nicht, das war sie nicht, das ist sie nicht und das wird sie nie sein. Auch wenn man
das gerne so hätte. Die Zukunft liegt nur innerhalb der römisch katholischen Kirche!
#2 LivingWater 11:51:31 | Montag, 7. November 2005
sentire cum ecclesia ??? Der Artikel zur sog. „Eiligsprechung“ zeigt wieder einmal mit erschreckender
Deutlichkeit den sektiererischen Charakter der Macher von kreuz.net. Schade, aber wohl wahr. Es bleibt
jedem unbenommen, sich über die Schnelligkeit oder überhaupt über das Zustandekommen eines heiligsprechungsverfahrens
für eine beliebige Person zu mokieren. Jeder Katholik jedoch, der seine Kirche liebt (und ein echter
Katholik liebt seine Kirche auch dann, wenn sie Runzeln und Falten hat), käme jedoch nie auf die Idee,
Begriffe, die innerhalb der Kirche wichtig und geachtet sind, durch Wortverdrehungen der Lächerlichkeit
preiszugeben. So arbeiten Kommunisten und Atheisten in ihrem Kampf gegen die Kirche, aber kein wahrer
Katholik!
#24 LivingWater 08:48:43 | Dienstag, 11. Januar 2005
Spiegel hat Hitler reingewaschen Eines hat Herr Spiegel nun erreicht: Adolf Hitler, bisher als Massenverbrecher
in einer Linie mit Stalin, Pol Pot und anderen Ganoven, auch von Kardinal Meisner in einer Reihe mit anderen
Massenverbrechern genannt, ist nun reingewaschen. Niemand darf es mehr wagen, ihn zusammen mit anderen
Verbrechern zu nennen, somit wird sich das Andenken an seine Verbrechen verflüchtigen, es dauert möglicherweise
nicht mehr lange, dann weiß man zwar noch, daß da viele Juden umgebracht wurden, aber von wem? Das ist
dann aus dem Bewußtsein gestrichen. Herrn Spiegel sei Dank.
Warum beschwert der sich eigentlich? Sieht man mal davon ab, daß auch das NAZI-Regime legal an die Macht
kam in Deutschland (genauso legal wie die aktuellen Bundesregierungen) – man hält uns Deutschen das ja
auch immer wieder vor, wenn es politisch gerade opportun ist – sind die Massentötungen im 3. Reich zwar
wohlorganisiert und auf staatliche Anordnung, jedoch nicht aufgrund eines Gesetzes erfolgt. Im Gegensatz
dazu sind die Massentötungen in der Bundesrepublik Deutschland nicht nur wohlorganisiert und staatlich
angeordnet sondern darüberhinaus noch durch ein Gesetz legalisiert. Und das soll dann weniger schlimm
sein? Man fragt sich ernstlich nach dem Demokratieverständnis eines Herrn Spiegel. Vielleicht sollte
dieser Herr einmal über einen Rücktritt nachdenken und nicht dieses in diktatorischer Manier anderen
empfehlen. Wer ist denn dieser Herr Spiegel, daß er sich zum Gesetzgeber, Ankläger, Richter und möglichst
noch Urteilsvollstrecker über Kardinal Meisner erhebt? Aber was soll’s. Spiegel kommt und geht, die katholische
Kirche bleibt.
#2 LivingWater 14:59:43 | Mittwoch, 22. Dezember 2004
Auch NFP/NER kann Sünde sein! Hallo, möchte nur kurz daran erinnern, daß auch die sog. natürlichen
Methoden, wenn sie als „Familienplanung“ bzw. „Verhütung“ angewendet werden nicht weniger sündhaft sind
wie die Verwendung von Kondomen oder Pharmazeutika. Was macht es denn für einen Unterschied, wenn eine
katholische Frau in Gehorsam gegenüber der Königsteiner Erklärung die Pille schluckt, um kein Kind
zu bekommen oder eine grün-ökoligische Frau ihrer Ideologie gehorsam Natürliche Verhütung einsetzt?
Zumindest von der Gesinnung her ist da kein Unterschied. Bei der Pille kommt allerdings unabhängig von
dem zuvor genannten noch hinzu, daß sie zu einem nicht unerheblichen Anteil die Einnistung eines bereits
gezeugten Menschen verhindert und damit ein Tötungsmittel ist. Der Bischof von Cebu täte gut daran,
seinen Gläubigen zunächst einmal über mehrere Jahre und danach auch immer wieder regelmäßig eine
Katechese über die kirchliche Lehre zu Ehe und Familie zu halten. Die Frage der Kinderzahl regelt sich
dann zumeist von alleine.