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@Sulpicius: Was ist für Sie „links“? Und entbindet Sie die Nennung eines Bibelverses durch einen „Linken“
davon, diesen als Quelle und Maßstab Ihres Glaubens ernstzunehmen? Wie verhalten Sie sich, wenn Ihnen
ein „Linker“ sagt: „Ich find es immer süß, wenn Rechte das Tridentinum zitieren.“ – Denken Sie dann:
Ja, Mensch, da hat er wohl recht. Hab ich wohl was falsch gemacht. Find ich alles süß. Aber Mt 5-7 finde
ich nicht süß, sondern sehr sehr ernstzunehmen. Ganz egal, wer es zitiert. Es stammt nämlich nicht
von links oder von rechts, sondern vom Herrn.
@Laurentius2 Mögliche Erklärungsmodelle, warum die Bischöfe sind nicht berufen sehen, herumzuzetern,
könnten zu finden sein in folgenden Herrenworten: Mt 5,3-12 (bes. V. 7.10.11) Mt 5,38-39 Mt 5,43-44 Mt
7,1-5 (ist, so viel ich weiß, aus den Bibeln von kreuz.net-Autoren leider grundsätzlich entfernt)
@Benedikt Zustimmung! @Alle: Wenn es schon erlaubt ist, von der Kanzel aus Abwesende zu beschimpfen (Homos,
Juden, Muslime etc.), warum dann eigentlich nicht auch Abwesende?
Lustig! kreuz.net hat offenbar keine Ahnung davon, was Lynchjustiz ist. Und nun ausgerechnet den Pfarrer
(der ja anscheinend die höheren Autoritäten hinter sich weiß) als „reizbar“ darzustellen, während
die Denunziantin das arme Opfer ist, das ist schon mehr als unterhaltsam! PRO Einhaltung der liturgischen
Vorschriften. CONTRA gehässiges und verlogenes Denunziantentum (erst Friedensgruß reichen, dann anzeigen!).
Übrigens ist Letzteres auch im Widerspruch zum geltenden Recht, denn auch Beschwerden sind stets im Geist
der Liebe (das ist das, was kreuz.net-Autoren grundsätzlich abschalten, ehe sie schreiben) vorzubringen.
@Benedikt Da stimme ich Ihnen sogar zu – aber inwiefern werden hier Missstände sichtbar? 1. Vom ersten
Teil der Meldung erfahren wir nicht, worum es da überhaupt geht. 2. Der Artikel stammt offenbar nicht
von einer kirchlichen Publikation, wir wissen also nicht mal, ob die Journalisten verstanden haben, worüber
sie da berichten, und warum sie gerade diese beiden Wortmeldungen ausgewählt haben. 3. Wenn ich mir die
Überschrift anschaue, scheint die bestialische Häresie dieses Achtjährigen darin zu bestehen, dass
er davon spricht, „das Brot des Abendmahles zu nehmen“ anstatt „es gereicht zu bekommen“. Aber schauen
Sie mal, was im Abendmahlsbericht steht: „Er nahm das BROT … und sprach: NEHMET und esset alle davon…“
Kurz gesagt: Es gibt in den paar – aus einer nicht-kirchlichen Internetzeitung abgetippten und offenbar
aus dem Zusammenhang gerissenen – Zeilen ÜBERHAUPT NICHTS, das auf Missstände hindeutete. Würde kreuz.net
über Missstände berichten, würde ich diese kritisieren. Aber in diesem Artikel steht NULL. Pure Schaumschlägerei.
Ich warte noch immer auf einen Artikel, in dem kreuz.net einmal über echte Missstände berichtet und
dies gemäß der Weisung unseres Hl. Vaters (z.B. in den letzten Liturgie-Instruktiones) im Geist der
Liebe und somit unter Verzicht auf Beleidigungen, Verunglimpfungen, Schmähungen, Homophobie, Gynophobie,
Selbstherrlichkeit und Antijudaismus tut. Dann unterstütze ich das sofort.
@wiener Sind bestimmt die Homos schuld. Ist ja eh die Diözese von Karl Lehmann, und damit hätten wir’s
wieder: Homos, Lehmann, Rahner, Juden, MTV, suchen Sie sich den Schuldigen aus!
Was heißt eigentlich… …„sich ein Konkubinat vom Staat absegnen lassen?“ – Verstehe ich nicht. Seit
wann spendet der Staat Segen? Und dass zusammen lebende Menschen (über deren Sexualverhalten kreuz.net
in den allerallermeisten Fällen gar nichts weiß) bestimmte staatliche Vergünstigungen/Rechte erhalten,
weil sie ja auch füreinander Verantwortung übernehmen und damit die staatliche Fürsorge entlasten,
nun, was hat das mit der christliche Ehelehre zu tun? Oder hat der belgische Staat etwas die katholische
Kirche verpflichtet, homosexuellen Paaren das Eheversprechen abzunehmen und den Feierlichen Trauungssegen
zu spenden (was dogmatisch und kanonistisch gar nicht möglich wäre)? Meines Wissens ist das so nicht
der Fall. So what?
@Sozialkatholisch Welche Quellen belegen, wie oft Jesus seine Mutter so innig geküsst hat? Solange sie
keine Quellen vorweisen können, handelt es sich bei Ihrer Behauptung um nichts weiter als eine Projektion
bürgerlicher Familienideale in die Heilsgeschichte – sprich: um eine Verzweckung der Heilsgeschichte
für Ihre persönlichen Moralvorstellungen. Wenn ich z.B. Jesu Zurechtweisungen bzw. Klarstellungen in
Lk 2,48-49, Lk 11,27-28 lese, dann passt Ihr Ideal wohl nicht so ganz – aber klar, der Katholizismus des
19. Jahrhunderts ist ja eine höhere Autorität als die Bibel… Oder wie las ich es einst in einem katechetischen
Buch der Jahrhundertwende: „Schau nur, wie das Jesuskind im Tempel betet. Ganz artig faltet es seine Hände.
Es schaut nicht überall herum.“ Schwachsinn. Händefalten ist ein viel viel späterer Gebetsgestus, und
wohin Jesus im Tempel geschaut hat, weiß niemand.
Und : – alle, die Kondome benutzen! – alle Priester, die Zivilkleidung tragen! – die Befreiungstheologie!
– der Holländische Erwachsenenkatechismus! – Kardinal Kasper! – Paul Spiegel [v.d.Red.zens.] – alle neuen
Hochgebete! – die dämonischen Kräfte der Volksaltäre! – und natürlich alle wiederverheiratet Geschiedenen!
Weitere Theorien! – die Protestanten! – die Ökumene! – die Religionsfreiheit! – die Pastoralreferentinnen
und -referenten! – die Lektorinnen! – die Kommunionhelfer! – Prof. Zulehner aus Wien! – Erzbischof Schönborn
aus Wien! – Bischof Scheuer aus Innsbruck! – das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken! – die Teilnehmer
sämtlicher Christopher-Street-Day-Paraden! – Klaus Wowereit! – alle Ärzte, die Abtreibungen durchführen!
– alle, die jemals etwas Böses über Bischof Krenn gesagt haben!
Mal schauen, für welches Erklärungsmodell sich die authentische Lehre von kreuz.net-Lesern erscheinen
wird. Zur Auswahl stehen: a) Das Zweite Vatikanum ist schuld b) Die Homos sind schuld c) Karl Lehmann
ist schuld d) Karl Rahner ist schuld e) die Frauen sind schuld f) die Theologen sind schuld g) die Messreform
Paul VI. ist schuld Nun, warten wir’s ab.
@karl murx: Wie Du vielleicht weißt, ist das Dogma von Chalkedon etliche Jahrhunderte älter als Thomas.
Insofern kann NICHTS von Thomas „Pfeiler des Dogmas von Chalkedon“ sein. Pfeiler von Chalkedon sind die
Bibel und die früheste Kirchengeschichte/Patristik. Alles weitere muss sich daran messen – nicht umgekehrt.
Na das sind doch mal… …die wirklich wichtigen Meldungen zu Ostern. Danke schön. Man KÖNNTE ja auch
von der Auferstehung unseren Herrn, dem Fest der Erlösung, dem Sieg über den Tod etc. schreiben. Aber
Homo-Konkubinat und die Geburtenrate Somalias sind wirklich wichtiger an so einem Tag. Danke.
Moment mal… …, war Johannes Paul II., in dessen Land die Berufungen so blühen, nicht nach unfehlbarer
Lehrmeinung von kreuz.net ein modernistischer [v.d.Red.zens.], die jetzt von Gott grausam gerichtet wird,
weil er mit dem Volk der Jesusmörder (genannt „Juden“, früher auch von Gott als „auserwähltes Volk“
bestimmt, ein göttliches Urteil, das schließlich von kreuz.net widerrufen wurde) freundliche Kontakte
unterhielt? Da wächst ein Klerus von Häretikern! Pfuipfui!
@Benedikt Wenn auf dieser Schule sowieso kein Unterricht in katholischem Geist mehr stattfindet, Woher
wissen Sie das? Nur weil die Kinder selbst mehrheitlich Muslime sind, heißt das doch nicht, dass dort
kein „Unterricht in katholischem Geist“ stattfände. Oder kann ein katholisches Krankenhaus nicht mehr
in „katholischem Geist“ geführt werden, wenn dort auch Protestanten aufgenommen werden? Oder eine Armenspeisung
nicht mehr, wenn dort auch atheistische Obdachlose eine Mahlzeit erhalten?
Es wird eng für kreuz.net Auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken unterstützt den Protest gegen
„Popetown“. Was wird kreuz.net jetzt machen? Einen gemeinsamen Weg mit diesem modernistisch-jüdisch unterwanderten
Häretiker-Satanisten-Sodomiten-Gremium gehen oder sich angeekelt abwenden und nun „Popetown“ vorbehaltlos
unterstützen? Gemeinsame Sache mit dem ZdK – also das sollte kreuz.net aber mal gehörig zu denken geben…
Sehr schön übrigens, dass kreuz.net hier die Apostol. Konstitution bzgl. des Fastens am Sonntag zitiert –
aber gleichzeitig dieselben Leute Kindern mit der „Peitsche Christi“ eins überbraten, wenn sie zum Hochgebet
nicht andächtig knien – obwohl das Konzil von Nikaia dies in der Osterzeit ebenso verboten hat wie im
angegeben Text das Fasten am Sonntag verboten ist. Und jetzt überlegen wir mal, welche Autorität das
Konzil von Nikaia wohl gehabt hat… Na, wer weiß es?
@Copertino Ja, das Buch ist hervorragend. Aber leider für kreuz.net-Leser nicht geeignet. Die brauchen
Lektüre, wo gleich im ersten Satz steht: „Lüdemann ist a) Protestant und hat sich b) ausdrücklich gegen
das christliche Glaubensbekenntnis gewandt. Er ist also gleich in zweierlei Hinsicht ein widerwärtiger
Untermensch. Widerwärtige Untermenschen aber produzieren niemals wahre Gedanken; es ist christliche Pflicht,
sie öffentlich zu beschimpfen, zu verfluchen und sich täglich neue Schimpfworte für sie auszudenken.“ –
Alles andere lesen die kreuz.net-Leser nicht, leider. P.S.: Anstelle von a) und b) kann auch eins der
folgenden Versatzstücke stehen: – bekennt sich dazu, dass Gott jedem Menschen das Recht gewährt, in
Freiheit seinen Weg zu wählen („Religionsfreiheit“) – hat mal einem Protestanten die Hand geschüttelt
und ihm einen guten Tag gewünscht – hat mal einer menstruierenden Frau die Kommunion gereicht – hat mal
beim Kelchpurifizieren einen Tropfen übersehen – hat mal öffentlich gesagt, Homosexuelle seien auch
Menschen usw.usw… –
@Antonia Tja, als kreuz.net-Leser lernt man fast täglich eine neue Beschimpfung für Homosexuelle, Laien,
die eine von kreuz.net abweichende Meinung äußern, Priester, die eine von kreuz.net abweichende Meinung
äußern, Bischöfe, die eine von kreuz.net abweichende Meinung äußern, Juden, Protestanten, Orthodoxe
oder überhaupt das ganze akatholische Untermenschengesocks. Mein Wortschatz hat sich jedenfalls seit
der täglichen Lektüre von kreuz.net um zahlreiche verachtende, diskreditierende und herabwürdigende
Ausdrücke vermehrt. Toll, was man bei Christen so alles lernen kann.
@Elendester: Mal überlegen, was sagte Jesus Christus zum Zöllner: „Du schwule sodomitische Drecksau
gehört mit deinen perversen Neigungen gleich verbrannt, du Wichser, gehorch endlich Gott, los, ab mit
dir auf die Knie, du Arschloch, denn Gott liebt dich!“ oder „Heute will ich in deinem Haus zu Gast sein.“?
Na, wer weiß die Antwort? @Antonia: Gott hat durch das Kreuz sehr genau gezeigt, dass seine Menschenfreundlichkeit
NICHT durch seine Gerechtigkeit beschränkt wird. Vgl. auch das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg,
die alle gleich belohnt werden, egal ob sie 1 oder 12 Stunden gearbeitet haben. Also: Güte und Gerechtigkeit
gegeneinander aufwiegen, diesen Deal gibts im Christentum nicht; stattdessen muss der, der so denkt, sein
Verständnis von Gerechtigkeit ändern.
@Antonia-Maria Wieso erwecke ich den Eindruck, ich glaube nicht an die Auferstehung Christi? Wieso erwecke
ich den Eindruck, ich bekenne Christus nicht als wesensgleich dem Vater? Aber bedenken Sie bitte auch,
dass uns das Hl. Konzil von Chalkedon für immer lehrte, Christus sei „in allem uns gleich außer der
Sünde“ gewesen. Das wirft ein sehr genaues, aber von frömmelnden Traditionalisten und von heidnischen
Gottesvorstellungen unterwanderten Schwindlern komplett ignoriertes Licht darauf, wie z.B. die literarische
Schilderungen Jesu Wunder etc. zu verstehen sind (nämlich als literarische Konstruktion, die von uns
nur mit theol. Aufwand rekonstruiert werden kann; aber NICHT als historische Reportagen über einen David-Copperfield-Gott
auf Erden, der herumläuft und Zaubertricks aufführt). Ihrer Kritik an liturgischen Formen, in denen
Christus nur noch als „humanistisches Vorbild“ dargestellt wird, kann ich in jeglicher Hinsicht nur zustimmen –
allerdings sind diese Formen nicht kanonisch.
@Antonia-Maria Die Kirche ist nicht da, um eth. Regeln zu verkünden. Sie soll vielmehr die Herrlichkeit
Gottes verkünden (Wo geschieht das noch? Auf kreuz.net mit seiner widerwärtigen Aggression sicher nicht,
in der durchschnittl. Pfarre aber auch nicht), diesen Gott in der Liturgie verherrlichen (die von den
„Rechten“ eiskalt und ohne Gespür für Ästhetik und Oikonomia abgearbeitet und von den „Linken“ zur
Selbsterfahrungsrunde umfunktioniert ist) und in der Caritas seine Freundlichkeit bezeugen (was diejenigen
NICHT tun, die jeden Priester wegen seiner rubrizistischen Fehler als bestialischen Häretiker zu beschimpfen,
der möglichst bald in die Hölle gehört; und die das ganze Schwulenpack gleich hinterherschicken und
noch eigenhändig das Feuer anzünden im Namen des Deus, der caritas est!) – DARAUS speist sich die christl.
Moral (und nicht, indem ich Moral dekretiere und damit den Eindruck vermittle, die Moral sei nicht in
Wahrheit die Folge, wenn man sich wirklich auf das Wort Gottes einlässt). Und bevor kreuz.net-Hetzer
mal wieder auf die ganze böse akatholische Menschheit und diesen Satansdiener Eckner schimpfen, sollten
sie sich (wie überhaupt jeder Christ immer wieder) fragen: Habe ich wirklich Zeugnis von Gottes Freundlichkeit
gegeben oder bin ich durch Kleingeistigkeit und Herzenskälte selbst zum Hindernis geworden, das die Menschen
von Gott (und der aus seinem Wort hervorgehenden Ethik) wegführt?
@rudolfsohn Wer sind denn die schwulen Mitschreiber? Ich weiß das von keinem, welchen mitsamt seiner
sexuellen Neigung kennen Sie? Oder meinten Sie mich? Ich bin jedenfalls nicht schwul. @Sulpicius: Das
ist eine pure Behauptung. Im Übrigen: Wenn es Ihnen nur um die teutsche Kinderzahl ginge, könnten Sie
auch für den islamischen Glauben plädieren – der scheint nämlich auch mit hohen Kinderzahlen einherzugehen.
Und woher meinen Sie zu wissen, dass ich nicht kirchlich-gläubig sei? Wer entscheidet das? Sulpicius,
der Überpapst? Solange ich vom Papst Würdigungen und den apostolischen Segen für meine Publikationen
erhalte, die ich ihm zusende, halte ich mich lieber an dessen Urteil als an Ihres.
Das heißt also Dann sind also definitiv auch alle Priester, Nonnen und Mönche anzuklagen. Denn anstatt
ihrem teutschen Volk durch das Zeugen von Kindern zu dienen, ruhen sie sich bequem in ihrer religiösen
Berufung aus und entziehen sich dem Dienst am gottgeliebten Deutschland. Übrigens haben die deutschen
Bischöfe NIE „Geburtenreduktionslizenzen“ ausgestellt und sind NIE von der kirchlichen Lehre abgewichen.
Sie haben nur eine Beratung bescheinigt. Was der Staat mit dieser Bescheinigung machte, war nicht ihre
Entscheidung. Der Beratungsschein war NIE eine kirchliche Erlaubnis zur Abtreibung. Aber das zu verstehen,
wäre von einem typischen kreuz.net-Leser nun wirklich zu viel verlangt, weil seine Geifer-Hetz-Synapsen
im Gehirn diesen stingenten Gedanken einfach nicht erfassen.
@Sulpicius Nein, ich habe es nicht verstanden. Es ist ja wohl ein Unterschied, ob ich historische, kulturelle
oder auch theologische „Trends“ feststelle (sowas hat es schon immer gegeben) oder ob ich eine „Anklage“
ausspreche, das heißt, einen konkreten Vorwurf einer strafbewehrten Handlung gegen jemand konkreten richte.
Ich verstehe aber nicht, wie man „eine Generation“ anklagen kann. Das gibt es gut biblisch natürlich,
aber da ist es eine literarische Konstruktion z.B. in Prophetien. Das wird der Artikel aber wohl nicht
für sich in Anspruch nehmen. Also nochmal: Sind auch die Priester zwischen 30 und 50 angeklagt? Bin auch
ich angeklagt? Und von wem eigentlich?
Also das verstehe ich nicht Die Generation der 30- bis 50-Jährigen ist angeklagt, zu wenig Kinder bekommen
zu haben. Wer klagt an? Was berechtigt den Ankläger zur Anklage? Vor welchem Gericht? Gilt hier das Gesetz
der Sippenhaft? Wie funktioniert die Anklage einer „ganzen Generation“? Oder wird grundsätzlich jede
und jeder einzelne im Alter von 30 bis 50 angeklagt? Auch ich? (Bin auch zwischen 30 und 50) Was ist mit
den Priestern, Nonnen und Mönchen im Alter von 30-50? Und denjenigen, die einfach keinen Partner gefunden
haben? Die Unfruchtbaren? Die frommen, aber verzweifelten Homosexuellen, die einfach keinen hochkriegen
bei einem Partner vom anderen Geschlecht, so sehr sie es sich auch wünschen? Sind die alle mitangeklagt?
Und was hat das alles mit „katholischen Nachrichten“ zu tun?
Au weh ein unförmiger Finsterling mit dunkler Sonnenbrille und machtgieriger Haltung Ja, genau, Verweis
auf die Physiognomie ist überhaupt das beste Argument von allen. Vgl. „jüdische Hakennase“… Ich kann
für den Schreiber nur hoffen, dass er noch nie einer Messe von einem gegen Gottes rassischen Willen geweihten
Neger-Untermenschen-Priester beiwohnen musste, der womöglich mit „dunkler Hautfarbe“ und „wulstigen,
primitiven Lippen“ das Hl. Opfer verunehrte. Überhaupt sind nur schlanke weiße Menschen wahre Christen!
Alle anderen gehören eh ab in die Hölle, das ganze Untermenschen-Pack!
Auf der Basis der Einheit der Lehre… …ist vieles möglich – gerade Papst Benedikt scheint ja in diese
Richtung zu tendieren. Es wäre zwar vielleicht kein gutes Zeichen für die Einheit, aber theologisch
auch keine Tragödie, wenn innerhalb eines Gebietes verschiedene Riten (sogar mit verschiedener jurisdiktioneller
Struktur) existierten, so wie dies hier der Fall ist. Wenn in einer Diözese irgendwo byzantinischer Ritus
gepflegt wird oder äthiopischer Ritus etc., oder wenn die Stadt Lemberg meines Wissens bis heute drei
Bischöfe hat (einen lateinischen, einen griechischen und einen armenischen), ist das ja auch bisher nie
ein (theologisches) Problem gewesen. Aber klar muss sein: Zur Einheit in der Lehre gehört die volle Anerkennung
der Rechtgläubigkeit des 2. Vatikanischen Konzils und des erneuerten römischen Messritus. Nicht mehr
und nicht weniger fordert der Papst von denen, die mit ihm in Gemeinschaft stehen wollen (oder gar dreisterweise
zu stehen behaupten, obwohl sie seine Lehre ablehnen, wie dies die Lefebvre-Brüder und ihre aufwieglerischen
und hetzenden Propagandisten hier bei kreuz.net tun). Wer das anerkennt, mit dem ist der Papst (zu recht,
wie ich finde) bereit, über viele Konzessionen in rituellen und jurisdiktionellen Fragen zu sprechen –
freilich hat er das letzte Wort. Wer das aber nicht anerkennt, kann nicht katholisch sein und nicht in
Einheit mit dem Papst stehen.
Aber ja Natürlich merke ich, dass das überflüssig ist Aber den Geist traditionalistischer Gesinnung
habe ich doch ganz gut getroffen? Gynophobie, Gewaltphantasien etc. (den Begriff der „Peitsche Christi“
habe ich auf kreuz.net aufgeschnappt, in der wahren katholischen Kirche habe ich das so noch nie gehört).
Müll und Chips in der Kirche Da gibt es aus traditionalistischer Sicht jetzt nur zwei Erklärungsmöglichkeiten:
1. Das Zweite Vatikanum ist schuld. Freimaurer Johannes XXIII. hat persönlich als untoter Dämon die
Jugendlichen verzaubert, so dass sie die Chips in der Kirche ausgestreut haben. 2. Die Jugendlichen waren
von Traditionalisten angeheuert oder selbst Traditionalisten. Denn: In der Kirche hat höchstwahrscheinlich
schon ein menstruierende Frau die Kommunion ausgeteilt und damit die Kirche entweiht. Daher ist der Akt
des Chipsausstreuens nur noch eine öffentliche Proklamation der Unreinheit dieser Kirche, die von Ungläubigen
besetzt worden ist. Erst wenn mit der Peitsche Christi gegen dieses Teufelsweib mit seinem permanenten
Geblute vorgegangen wird, wird die Welt gerettet werden.
Nur mal so nebenbei: Hat kreuz.net eigentlich die Rechte zum Abdruck des Fotos der Kirche und eines Teils
des Textes der Homepage der Jesuitenkirche eingeholt? Oder ist kreuz.net gar über staatliches Recht erhaben?
@Auer: Woher wissen Sie, dass der Bischof schweigt? Vielleicht handelt er ja so, wie es die Hl. Kirche
vorschreibt, nämlich in Liebe und privatim – und nicht laut und in der Tageszeitung brüllend, nur damit
sich der typische kreuz.net-Leser die Finger lecken kann? Meine Bekannten aus dem Innsbrucker Diözesanklerus
haben mir schon mehrfach erzählt, dass der Bischof sehr wohl sehr klare Weisungen erteilt, ganz in Übereinstimmung
mit dem kirchlichen Lehramt, nur dass er sich dazu gemeinhin nicht der Formen bedient, die Sie geil finden,
sondern eher der Formen, die der Tugend der Liebe entsprechen.
Überaus merkwürdig… …, so etwas zu veranstalten – und das dann auch noch in der Fastenzeit. Aber
so weit ich mich mit der Lage in Innsbruck auskenne, sind die Jesuiten dort nicht einmal Herr im eigenen
Haus, denn die Jesuitenkirche gehört dem Land Tirol, das auch selbst über die Nutzung der Kirche entscheiden
kann. Insofern ist hier eher der politische Einfluss der folkloristischen Volksfrömmigkeit verantwortlich –
nicht die ach so bösen Konzilsjesuiten, die ja bekanntlich zu den Lieblingsfeinden der täglichen kreuz.net-Hetzpolemik
gehören.
@wolfgang e. DAS habe ich mich auch schon gefragt und kann mir darunter auch nichts vorstellen. Aber spontan
hatte ich das übergangen und mir einfach vorgestellt, dass damit wohl irgendein sedisvakantistischer
oder zumindest lefebvre-schismatischer Privatmann gemeint ist, der in seinem Haus eine Kapelle eingerichtet
hat, in die sich besagter Jesuit gerne einladen lässt. Oder sowas Ähnliches.
94-jähriger… 94jähriger Jesuit darf die Alte Messe nicht mehr lesen Lesen darf er sie, so oft er will.
Es gibt in der Kirche keine Leseverbote. Da ich annehme, dass der Pater ein (altes) Messbuch hat, kann
er natürlich lesen, so viel er möchte. Wenn er aber die Messe als ein Akt der Kirche feiern möchte,
dann geht das nur in Übereinstimmung mit dem kirchlichen Recht und – in seinem Fall als Ordenspriester –
nur nach Maßgabe des Superiors. Ist doch selbstverständlich. Und ich vermute, der Superior hat ihm nicht
verboten, die Messe nach den heute gültigen Normen der Kirche zu feiern.
@Elendester Sünder: Sogar Joseph Ratzinger fordert die Trennung von Kirche und Staat: „Die Kirche darf
sich nicht selbst zum Staat erheben oder als Machtorgan in ihm oder über ihn wirken wollen. Dann macht
sie sich selbst zum Staat und bildet so den absoluten Staat, den sie gerade ausschließen soll. Sie würde
durch die Verschmelzung mit dem Staat das Wesen des Staates und ihr eigenes Wesen zerstören.“ Hab ich
mir mal notiert, finde die Belegstelle nicht. Ist auf jedenfalls aus „Wahrheit, Werte, Macht“.
@Frl. Ilse Sehr richtig. Für Christen geziemt es sich, auch Spott zu ertragen (und darin nach den möglicherweise
vorhandenen logoi spermatikoi zu suchen!), und nicht gleich nach dem Richter, Henker oder der Hölle zu
rufen. Leider verträgt sich das nicht mit der Hybris des durchschnittlichen kreuz.net-Autors und -Lesers.
@Botschafter Kümmern Sie sich mal um Ihren eigenen Job und nicht um den des Papstes. Wenn der Papst meint,
Kardinal Lehmann sei ein „Maulwurf“, dann wird er auch entsprechend „handeln“. Wenn er das nicht tut,
müssen Sie dieses Urteil des kirchlichen Lehramts im Gehorsam annehmen und nach Ihren eigenen Fehlern
suchen, anstatt sich zum Richter über einen Bischof zu machen. Tun Sie das nicht, so müssen Sie sich
den Vorwurf gefallen lassen, sich selbst ohne kirchlichen Auftrag zum Richter über den Papst gemacht
zu haben („Der Papst bestraft Lehmann nicht, aber ICH weiß es besser als der Papst.“). Also entscheiden
Sie sich: Entweder Gehorsam gegenüber dem Papst, oder persönliche Hybris („Ich darf über Kardinal Lehmann
anders urteilen als der Papst es tut.“) – dann aber raus mit Ihnen aus der rechtgläubigen katholischen
Kirche in Einheit mit dem Bischof von Rom, dem Nachfolger des Petrus.
@jaschaudichan Da hab ich ja richtig was gelernt. Bisher war ich immer der Meinung, ein Argument ließe
sich nicht mit Hinweis auf Nationalität und Wuchs dessen, der es vorgebracht hat, widerlegen. Aber das
scheint im christlichen Diskurs ja anders zu sein. Können Sie mir sagen, wer noch alles von vornherein
nicht ernst genommen werden muss? Schwedische Nonnen über 1,80 m? Pakistanische Priester mit braunen
Augen? Weitsichtige französische Biologie-Professoren? Sicher können Sie mir hier weiterhelfen!
@Toby: Ach nun wiederholen Sie doch nicht schon wieder diese häretische Polemik. Ich meine DIE Auferstehung,
zu der ich mich im Credo bekenne. (Nur dass die nicht naturwissenschaftlich zu verstehen ist.) Die Evangelien
sagen darüber ALLES, was man wissen muss (nur dass es sich dabei eben im literarische Konstrukte handelt,
nicht um historische Reportagen, auch wenn Ihr häretischer Geist das gerne so hätte). Aber wieso sollte
das Requiem denn „Seelenmesse“ genannt werden? Glauben Sie etwa nicht auf die Auferstehung des Fleisches,
sondern nur an die der Seele? Und natürlich bete ich für die Verstorbenen. In jedem Hochgebet sowieso,
und privat auch. Aber was hat das nun wieder damit zu tun, dass das Requiem Ausdruck des Auferstehungsglaubens
ist und daher die Bezeichnung „Auferstehungsamt“ zumindest mal nicht per se falsch? Mehr habe ich doch
gar nicht behauptet.
Aha… es gibt anstelle eines Requiems ein „Auferstehungsamt“ Würden wir nicht an die Auferstehung glauben,
würden wir ja wohl kein Requiem feiern… Also wo ist das Problem, wenn man das Requiem als Auferstehungsamt
bezeichnet und damit den österlichen Charakter hervorhebt? sogar eine Frau zieht ein mit einem „Altardeckchen“
bekleidet Wenn es eine Albe war: die ist das Gewand aller Getauften. Wenn es Talar und Rochett war: die
sind nicht Männern reserviert. 25 Gäste sind anwesend und die Kommunionhelferin teilt aus Ja, offenbar
hatte sie den Auftrag dazu. Oder meinten Sie, dass 25 weitere Priester anwesend waren? Wenn ja, warum
nennen Sie die dann „Gäste“? Was waren die übrigen Leute, die an dem Gottesdienst teilgenommen haben?
Keine Gäste am Tisch des Herrn? lles im Bistum Essen unter der Leitung des allseits geschätzten Bischofs
Dr. Felix Genn Und dem dürfen Sie sich anvertrauen, denn er steht in der Nachfolge der allseits geschätzten
Apostel.
Laien, die Verantwortung tragen? Ehrlich? Laien, die Verantwortung tragen? Pfuibäh, sowas kommt uns bei
kreuz.net aber nicht unter. Die Redaktion sollte sich schämen, ein so modernistisches-Judenrahner-und-Beelezublehmann-Kirchenbild
zu verbreiten! Pfuipfuipfui!
@Toby: Was meinen Sie wohl, warum uns die Auferstehung in jedem Evangelium anders (und in Mk ursprünglich
sogar überhaupt nicht!) erzählt wird? Offenbar ist es doch gar nicht der Anspruch, einen historischen
Bericht zu überliefern, sondern die Glaubensaussage literarisch zu gestalten – ansonsten müsste man
die Evangelien eh in die Tonne kloppen, weil die sich auf der historischen Ebene ja sogar widersprechen.
Und die Frage, woher die Jünger die Auferstehung glaubten: Tja, das nennt man den Heiligen Geist. Der
ist nämlich sehr wohl eine Erkenntnisweise von Wirklichkeit. Nur eben keine (natur-)wissenschaftliche.
Mein Glaube hängt also (nicht materiell, aber formal) an der Glaubwürdigkeit der ersten Zeugen, nicht
aber an einem herumzaubernden Siegfried-und-Roy-Gott, der schwuppdiwupp einen Leichnam verschwinden lässt.
Wäre es so, müsste ich mich von diesem Gott abwenden, weil er selbst nicht glaub-würdig wäre, denn:
Warum sollte ich dann glauben können, dass alle Heiligen von ihm erlöst wurden, während ihre Körper
immer noch existieren, z.T. konserviert oder als Reliquien auf die ganze Welt verstreut? Nun, so ist Gott
aber nicht. Er hat auch die Heiligen auferweckt, so wie er Christus auferweckt hat. Nicht als physikalischen
Trick, sondern als nur dem Heiligen Geist zugängliche Wahrheit.
@ J. Auer: Seit wann muss man ordiniert sein, um Seelsorger sein zu können? Laut can. 517 und 519 können
Laien „cura pastoralis“ ausüben (ein Begriff, der sonst dem bischöflichen Dienst vorbehalten ist). Die
Priesterweihe setzt sogar voraus, dass man bereits seelsorgerlich geschult und qualifiziert und auf seine
Eignung geprüft ist – sprich: dass man bereits seelsorgerlich tätig war. Die ganze antike Kirchengeschichte
zeigt uns, dass man nicht Bischof/Priester sein musste, um Lehrer oder Seelsorger sein zu können, sondern
dass im Gegenteil vorzugsweise diejenigen zu Bischöfen/Priestern bestellt wurden, die sich bereits in
Lehre und Seelsorge bewährt hatten. Um Seelsorge auszuüben, muss man also weder nach kanonischem Recht
noch nach dem Wesen der Sache Priester sein. Man muss nicht mal ein Mann sein. Man muss nur geeignet sein.
Wenn man AUCH Priester ist, ist das eine wunderbare Sache, weil man dann Seelsorge und Eucharistievorsitz
und Sakrament der Versöhnung verbinden kann – aber Seelsorge als solche gibt es auch ohne die letzten
beiden. Also was ist hier zum Lachen? Dass eine Frau Seelsorge ausübt oder dass Sie meinen, dass sei
unmöglich? Und ob Sie es glauben oder nicht: Nach allem, was wir wissen, wurden in antiker Zeit sogar
in Kirchen Treffen der Gemeinde, Feierlichkeiten, Unterricht etc. abgehalten. Kirche als reiner Kultraum
ist ein sehr viel späteres, vielleicht sinnvolles, aber keineswegs notwendiges Konzept.
@Schüttel Das 1. Vatikanum hat strikt unterschieden zwischen Glaubens- und Vernunftgegenständen. Letztere
können nicht geglaubt werden. Wenn Auferstehung also heißt „Jesusmoleküle verschwinden über Nacht“,
so handelt es sich um ein naturwissenschaftliches Faktum, das zu den Vernunftgegenständen gehört – dann
aber DARF es nicht geglaubt werden. Vatikanum 1 hat überhaupt nichts gegen die Realität der Auferstehung
gesagt, sondern festgestellt, dass dieser Glaubenssatz keine naturwiss. fassbare Aussage betrifft. Was
wäre das auch für ein alberner Glaube? Dass Gott vor 2000 Jahren einen Haufen Moleküle hat verschwinden
lassen? Die christliche Glaubensaussage der Auferstehung bezieht sich auf das Gottesverhältnis des Menschen
(Gott überwindet aus Liebe den Tod), das sehr wohl REAL ist, aber – weil der Vernunft nicht zugänglich –
nur im Hl. Geist erfasst und verstanden werden kann. Das Auferstehungsdogma bezieht sich nicht auf irgendwelche
physikalischen Superhelden-Tricks. Wer so denkt, ist – getreu dem 1. Vatikanum – ins Reich der Häresie
zu verweisen. Und dass Helmut Kohl den Papst erpresst haben soll, das ist einfach nur dämlich. Was die
KPdSU nicht schaffte, schaffte der Pensionist Kohl? Im Übrigen bleibt es eine Entscheidung des Papstes,
ob es Ihnen passt oder nicht. Aber das findet man bei Traditionalisten ja oft: Wenn es mir passt, dann
ist der Papst Papst, wenn es mir mal nicht passt, dann ist der Papst halt einem bösen Dämon erlegen.
Hauptsache, ich stehe immer über dem Papst.
Ja, ja, das Schisma schismatische Strukturen in der Kirche (z. B. die Priester im sogenannten „Fuldaer
Kreis für eine offene Kirche“, die glaubenskritische Initiative „Wir sind Kirche“ oder die katholischen
Laien von „Donum vitae“) Was ein Schisma ist, scheint dem Schreiber nicht bekannt zu sein… Eine andere
Meinung zu haben als der Papst ist, sofern es nicht um dogmatische Fragen geht, jedenfalls kein Schisma.
de facto Auch die Priester der Bruderschaft seien nicht exkommuniziert, sondern de facto suspendiert.
Ja, und das nennt man auf gut lefebvristisch: „una cum papa“
@Schüttel Wir können uns über die Begrifflichkeit des „Exegeten“ gerne streiten – aber das ist nur
eine Frage der Terminologie. Die Lehre der Kirche ist die Lehre der Kirche und die ist in diesem Punkt
eindeutig. Siehe DH 3017 und umliegende. Diesen Text zu lesen und zu erläutern ist nicht „Gelehrtenhochmut“,
sondern Pflicht und Auftrag jedes Katholiken. Und dass JP II „erpresst“ worden sei, ist pure Behauptung.
Daraus spricht allenfalls „Frömmelnden-Hochmut“, der alles ablehnt, was ihm nicht in den Kram passt –
selbst wenn es von der höchsten Autorität der Kirche kommt. Dann wird eben uminterpretiert, was das
Zeug hält (und ohne jede Quellengrundlage) – wer aber die Lehre der Kirche lehrt, macht sich des „Gelehrtenhochmuts“
schuldig. Nein, mein Freund, so läuft das Spiel nicht.
„Sexuell Verkehrte“… …sind gemäß der Äußerungen von Papst Benedikt XVI. keineswegs von der Priesterweihe
ausgeschlossen. Im Regelfall zwar ja, aber nicht grundsätzlich. (Und wer will das eigentlich wie justiziabel
nachprüfen?) Im Übrigen müsste man sonst ja ganze Erzbistümer in alpinen Zwergstaaten dichtmachen.
@Toby: Aha, die Lektüre der kirchlichen Lehre des 1. Vatikanischen Konzils ist also ein „exegetischer
Winkelzug“? Natürlich setzt der Glaube die Auferstehung voraus (hab ich auch nie anders behauptet), aber
wer sagt, die Auferstehung sei als solche naturwissenschaftlich zu verstehen (Jesuskörper verschwindet
über Nacht), der steht im Widerspruch zu dem, was die katholische Kirche lehrt. Das ist kein exegetischer
Winkelzug, sondern kirchliche Lehre.
@Schüttel 1. Wer darauf hinweist, dass die Osterbotschaft nicht als ein historisch-materielles Ereignis
(also das plötzliche „Verschwinden aller Jesus-Atome“) zu verstehen ist, ist kein Leugner der Osterbotschaft,
sondern im Gegenteil deren Exeget. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Leugner der Lehre der Kirche –
denn das 1. Vatikanische Konzil lehrt uns eindeutig, dass etwas, das der Vernunft zugänglich ist (also
ein beobachtbares, naturwissenschaftliches Ereignis wie in diesem Fall das Verschwinden der Jesus-Atome),
niemals Gegenstand des Glaubens sein kann. Siehe DH 3017 und umliegende. 2. Wer der Meinung ist, die (kirchlich
eh ungültige) staatliche Wiederheirat müsse nicht, jedenfalls nicht notwendigerweise zum Ausschluss
von der Eucharistie führen, leugnet damit noch lange nicht die Ehelehre der Kirche (die sich sowieso
über zweitausend Jahre ständig geändert hat und vor allem kirchenrechtlich je unterschiedlich gefasst
und sanktioniert wurde). @ Allgemeinheit: Warum geilt sich kreuz.net eigentlich so an Gerüchten auf?
Als nächstes kommt wohl ein Enthüllungsbericht folgender Art: „Krenn ein Nazi? Bei einer zufälligen
Begegnung brüllte ich Mons. Kurt Krenn an: ‘DU NAZISCHWEIN!’ Da lächelte er nur. Er dementierte aber
nicht. Also ist er wohl wirklich ein Nazi.“
Man erkläre mir… …die Definition von „Homo-Staat“, wenn damit tatsächlich gemeint sein soll, dass
homosexuelle Paare „Privilegien“ erhalten. (Welche Privilegien? Sind die mit der Ehe vergleichbar bzw.
an das Wesen der Ehe gekoppelt – was bei steuerlichen Vergünstigungen oder bestimmten Rechten bei Patienverfügung,
Erbrecht etc. ja nicht der Fall ist?) Und was ist das eigentlich, so ein ominöser „Homo-Staat“?
@stephan Und sind wir befugt, irgendwas über das zweite Gebot zu stellen? Na, stephan, schon mal am Samstag
gearbeitet? Ui, dann schaut’s böse für dich aus. Sprich: Die Hermeneutik der Heiligen Schrift ist nun
wirklich komplizierter als du es behauptest.
Zustimmung zu Stimme aus Wien und zu timpressum. @Brandenburgis: Schwachsinn. Niemand hat sein Leben verwirkt,
wenn er jemandes anderen Leben nimmt. Auch das Leben des Mörders ist von Gott gegeben und kann nur von
diesem genommen werden. Übrigens erlaubt KKK 2266 prinzipiell die Todesstrafe (als Schutzmaßnahme),
aber KKK 2267 schränkt das soweit ein, dass es in einem funktionierenden modernen Rechtsstaat nicht mehr
angewandt werden darf – denn dort sind andere Mittel gegeben, um einen gefährlichen Straftäter dauerhaft
von der Gesellschaft fernzuhalten. So einfach ist das. Aus christlicher/katholischer Sicht.
@ Sulpicius: Ja, KÖNNTE sein. Aber kreuz.net behauptet es zu WISSEN. Im Übrigen ist es nichts Verwerfliches,
an Leitung auch Freude zu empfinden. Aber darum geht’s mir gar nicht. Ich möchte nur wissen, woher kreuz.net
die Kompetenz zu der getroffenen Aussage besitzt.
Woher wissen wir das? „Dompropst Johann Limbacher, der sich in seinen Aufgaben von Woche zu Woche wohler
fühlt und mit immer größerer Begeisterung zu den Sitzungen der Bischofskonferenz fährt.“ Woher weiß
kreuz.net das?
Klingt doch gut! Und siehe da: Davon, dass die im Gefolge des 2. Vatikanums erarbeitete Reform des römischen
Ritus ein häretisches Teufelswerk hervorgebracht habe, steht da gar nichts. Für (gewollten) Missbrauch
oder (unbewusste) Missverständnisse der Liturgiereform kann nämlich die Liturgiereform nix. Auch wenn
das manche aus der kirchenfeindlichen Stammleserschaft von kreuz.net (also denen, die die Lehre der Kirche =
das 2. Vatikanum ablehnen) gerne unterstellen…
Mal sehen, ob der Mann die Wundmale in den Handflächen trägt. Dann sind es definitiv nicht die Wundmale
Christi. Denn die müssen in den Unterarmen gewesen sein; ansonsten wäre Christus nämlich vom Kreuz
abgerissen. Ich will nicht bestreiten, dass Wundmale Zeichen tiefen Glaubens und tiefer Frömmigkeit und
einer intensiven Gottes-(Christus-)Beziehung sein können. Nur halte ich es für Unfug, daraus dann sofort
dogmatische Schlussfolgerungen („Wunder“, „Offenbarung“) zu ziehen. Gerade die Tatsache, dass meines Wissens
alle Stigmatisierungen immer die Handflächen und nicht die Unterarme betrafen, zeigt, dass die Theorie,
wonach es sich eben um einen komplexen psychosomatischen Vorgang handelt (bei dem man – wie auch immer
das physiologisch abläuft – oft gesehene oder intensiv wahrgenommene Darstellungen des Gekreuzigten irgendwie
in den eigenen Körper unbewusst hineinprojiziert), doch die wahrscheinlichere ist. Klingt so sehr nüchtern,
aber bemerkenswert bleibt es trotzdem. Und dem Glauben an Christus, der für uns den Tod besiegt hat,
entspricht diese Deutung besser als die Deutung, wonach Gott selbst je nach Lust und Laune mal eben in
der Geschichte irgendwelchen Leuten die Hände bluten lässt und von ihnen erwartet, dass sie das als
Offenbarung annehmen. Mir offenbart sich darin zunächst mal ein erstaunlicher physiologischer Vorgang
eines offenbar tiefgläubigen, womöglich auch für mich vorbildlichen, Mannes.
Sicher, als… …Christ bin ich davon überzeugt, dass Prostitution etwas Schädliches ist, weil in ihr
die menschliche Leiblichkeit zur Ware degradiert wird – viel besser als ich kann das Papst Benedikt in
„Deus caritas est“ ausdrücken und theologisch-anthropologisch fundieren. Aber der deutsche Staat baut
auf dem Gedanken der Freiheit des Menschen auf; und so kann und soll der Staat niemandem verbieten, Geschäfte
abzuschließen, die von einer bestimmten Religion als unmoralisch angesehen werden. Sonst könnte demnächst
auch die Religion des Großen Pusemuckel kommen und erzählen, Katholiken seien minderwertig und gehörten
versklavt und der Staat müsse sich gefälligst den Vorstellungen der Pusemuckel-Religion unterordnen.
Also: Mag sein, dass das Urteil Prostitution=unmoralisch vor ein paar Jahrzehnten noch gesellschaftlich
mehrheitsfähig und nicht auf den Raum bestimmter religiös untermauerter Ethik begrenzt war, aber das
ist es jetzt nicht mehr; und deswegen gehörte das ProstG her. Dass die Linken damit den Frauen womöglich
einen Bärendienst erwiesen haben, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wieso hat… …Dr. „R. Winfield“ keinen Vornamen, anhand dessen man ihn z.B. bei einer Internetrecherche
identifizieren und Informationen über ihn bekommen konnte; und was ist ein „Fachmann für Propaganda-Analyse“?
Was weist Herrn/Frau R. Winfield als solchen Fachmann aus, wie hat er sich für diese Bezeichnung qualifiziert?
@Wolfgang E. Ich stimme völlig zu. Demut hat etwas mit dem Mut zu tun, die eigenen Grenzen anzuerkennen,
die angesichts menschlicher Schwäche, Sünde und der Macht des Todes tatsächlich dramatischer sind,
als viele Menschen im Alltag spüren und glauben. Demut heißt anzuerkennen, dass ich eines Größeren
bedarf, der sich meiner erbarmt. Demut hat nichts zu tun mit „kleiner gemacht werden, als man ist“, „unfrei
gehalten werden“, „sadistisch gedemütigt werden“. Wäre schön, wenn diese Botschaft auch bei den Redakteuren
von kreuz.net (denen ihr Glaube so unglaublich wichtig ist, dass sie nicht einmal mit ihrem eigenen Namen
dafür einstehen) ankäme.
Ja, früher, als… …Kinder in der Kirche noch geschlagen wurden, da stand es um die Kirche noch gut.
Aber heute: Alles nur noch Luschen. Pfeifen wir lieber auf den „Deus caritas est“, den Gott, der sogar
höchstselbst auf Gewalt verzichtete, sondern sich selbst dahingab. Schlagen wir lieber gegen unsere Ministranten
wieder richtig zu, solange sie noch klein sind, dann geht’s mit der Kirche auch wieder aufwärts. Hoffentlich
wird Hw. Bündgens wenigstens als Weihbischof mal richtig zuschlagen! Und immer drauf auf die Kinder,
her mit den kräftigen „Ohrdrehern“, dann wird alles gut! Hautse, hautse, hautse auffe Schnauze. In nomine
Patris et Filii et Spiritus Sancti!
Angesichts fast jeder Äußerung der FSSPX… …vor allem betreffend der Verkündigung des 2. Vatikanischen
Konzils schlage ich als Überschrift vor: „Stellt sich die FSSPX gegen eine Aussöhnung?“
Und was ist daran jetzt… …eine „katholische Nachricht“? Ach so, ja, der Jude hat ja auch Jesus Christus
auf dem Gewissen. Und dann der ganze Zinswucher… Und immer dieser Ärger, wenn man dem Juden vor 500
Jahren bei der Fronleichnamsprozession erst die Wohnung vernageln musste. Und immer war’s der Jude, der
schuld war, dass arme Katholiken Geschichten von Hostienschändungen erfinden mussten. Böser Jude. Und
überhaupt. Katholische Nachrichten. Welchem Volk entstammte Jesus? Von wem kommt laut Lk das Heil? Wessen
Bund ist laut Röm unkündbar? Mal überlegen… Katholische Nachrichten.
@ Dr. Otterbeck: Sehr richtig! Es schadet auch nicht, darauf hinzuweisen, dass im Zuge von Vatikanum II
nicht etwa ein „neuer Ritus“ geschaffen wurde, sondern einfach nur der römische Ritus neu gestaltet wurde.
Kirchengeschichtlich eine pure Selbstverständlichkeit, dass so etwas hin und wieder geschieht. Der Umfang
war in diesem Fall zwar schon ungewöhnlich, aber dafür war auch der Zeitraum, der seit dem Tridentinum
praktisch ohne Veränderungen vor sich ging, ja ebenfalls ungewöhnlich. Und für gewisse liturgische
„Exzesse“ der Nachkonzilszeit, die m.E. vor allem ein Hinweis darauf sind, dass das Verständnis von Liturgie
sich in unguter Weise gewandelt hat (aber nicht, dass deswegen „die nachkonziliare Liturgie“ an sich ungut
wäre), fehlt mir auch das Verständnis. Ganz wie sie sagen: Würde doch nur so gefeiert, wie es die jeweils
zuständigen Bischöfe bzw. die Weltkirche vorschreiben und würde das Latein als Kultsprache zumindest
neben der Volkssprache zusätzlich gepflegt, wäre der sichtbare Unterschied zwischen „vor dem Konzil“
und „nach dem Konzil“ gar nicht so groß.
„Colorado, im Herzen der Vereinigten Staaten“ Seit wann ist Denver bzw. Colorado das Herz der Vereinigten
Staaten? Weder historisch herausragend noch geographisch in der Mitte… Oder ist es etwa deswegen das
Herz, weil da irgendwann mal ein bei kreuz.net beliebter Bischof einen Vortrag gehalten hat? Dann ist
wahrscheinlich als nächstes St. Pölten das „Herz Österreichs“ oder Vaduz „der Mittelpunkt des Universums“.
Äh, also wenn ich das richtig verstehe, dann ist die Redaktion davon überzeugt, dass die nicht erwerbstätige
Frau sehr wohl zum Wertesystem des Katholizismus gehört!? So ein Schmarrn. Das gehört allenfalls zum
Wertesystem des bürgerlichen Zeitalters des 19. Jahrhunderts. Als nächstes heißt’s dann noch, Mikrofonanlagen,
Radio Vatikan und der wöchentliche Pfarrbrief gehörten auch zum Wertesystem der katholischen Kirche,
oder?
@Konrad Ich bin sicher, die Bischöfe würden die Gemeinden anders strukturieren, wenn man ihnen erlauben
würde, dafür zu sorgen, dass das kanonische Grundrecht (!) der Gläubigen auf die sonntägliche Eucharistiefeier
geachtet wird. Die vielen Laien-Ämter in der Kirche sind ja nur dadurch entstanden, dass die Kirche geeigneten
Personen nach wie vor die Ordination verweigert, gleichzeitig aber auch ihren Dienst angewiesen ist, da
der durch immer weniger Priester nicht mehr geleistet werden kann (und es nach can. 517 / 519 ja auch
in bestimmten Fällen möglich ist). Wem an der sonntäglichen Eucharistie und der grundsätzlichen Rolle
der Eucharistie für die Kirche etwas liegt, der sollte vielleicht mal dafür plädieren, dass mehr Priester
geweiht werden – und nicht eine asketische Bestimmung, die mit dem Wesen des Priesteramtes zwar vereinbar,
aber nicht notwenig ist (nämlich der Pflichtzölibat), ÜBER das Grundrecht der Gemeinden auf Eucharistie
gestellt wird.
So, und jetzt schauen wir mal alle CIC can. 517 und 519 und fragen uns dann einmal, was eigentlich so
falsch und so schlimm daran ist, dass Hirtensorge (cura pastoralis) in der Pfarrgemeinde in voller Übereinstimmung
mit dem kirchlichen Recht auch von Laien ausgeübt werden kann.
@stimme der vernunft: Sehr richtig! Aber leider ist die Redaktion von kreuz.net einfach nicht in der Lage,
solche simplen Fragen zu stellen. An dieser Redaktionsverdummung ist bestimmt auch bloß wieder nur das
2. Vatikanum schuld
Naja… …wenn man dem – wie immer tendenziösen – Bericht glauben darf, werden in der Kirche ja bloß
Messen „gelesen“, aber keine „gefeiert“. Insofern ist es nicht schade drum. Eine Messe „lesen“ kann ich
auch daheim mit dem Messbuch. Sollten in der Kirche allerdings von nun an auch keine Messe mehr „gefeiert“
werden, wär’s doch schade. Aber das muss der Bischof beurteilen.
Mal wieder tendenziös und unseriös… „Vielfach beinhaltet die Zusammenlegung der Pfarreien eine weitere
Demontage des priesterlichen Amtes des Pfarrers und eine Zementierung überholter theologischer Irrwege,
welche die Hauptursache für den gegenwärtigen pastoralen Niedergang sind.“ Interessant. Der Redakteur
verfügt über die Kenntnis eines Paralleluniversums, in dem es die „Irrwege“ nicht gegeben hat und die
katholische Kirche des Jahres 2006 glücklich und ein Hort Abertausender frommer Priester ist, von denen
die Bischöfe nicht mehr wissen, wohin damit. Aber woher hat er diese Kenntnis? Anders gesagt: Der oben
zitierte Satz ist pure Spekulation. Journalistisch unseriös und obendrein unwahrhaftig. Denn es KÖNNTE
ja sein, dass der „pastorale Niedergang“ (was auch immer damit gemeint sein soll) SCHLIMMER wäre, wenn
alles so geblieben wäre, wie kreuz.net es gerne hätte. Alleine die MÖGLICHKEIT, dass es so sein könnte,
und die UNMÖGLICHKEIT, dies ohne Kenntnis eines Vat-II-freien Paralleluniversums definitiv entscheiden
zu können, macht obige Aussage zu einem Musterbeispiel der üblichen kreuz.net-Polemik: Tendenziös,
unseriös und unmoralisch.
Präzisierung Genau. Insofern ist der erste Satz meines letzten Postings etwas unpräzise: Aus katholischer
Sicht ist zwar jede unter Christen geschlossene Ehe ein Sakrament, ABER bei Katholiken gilt die Formpflicht
des CIC; ansonsten kein Sakrament. Das führt dann im Ergebnis zu solchen kuriosen Resultaten wie im vorausgehenden
Posting von Römisch-Katholisch beschrieben.
@ Mahner: Oh doch. Gotthard hat Recht. Nach katholischen Eheverständnis ist JEDE Ehe, die zwischen Getauften
geschlossen wird, immer auch ein Sakrament – ganz egal, was die Kirche, der die Heiratenden zugehören,
darüber denken. Da aber die Formpflicht des CIC (die z.B. vorschreibt, dass ein Priester oder ein anderer
Bevollmächtigter der Eheschließung assistieren muss) nur für Katholiken gilt, ist die Ehe zwischen
zwei getauften Nichtkatholiken schon dann nach katholischem Verständnis ein Sakrament, wenn sie nur auf
dem Standesamt geschlossen wurde. In der Praxis ist das irrelevant, denn den Protestanten ist das katholische
Eherecht zumeinst herzlich egal – aber wenn z.B. ein protestantisches Ehepaar, das nur standesamtlich
verheiratet ist, zur katholischen Kirche konvertiert, ist es weder nötig noch möglich, nun eine kirchliche
Eheschließung vorzunehmen, denn die Ehe der beiden Protestanten war nach katholischer Definition schon
von Anfang an eine sakramentale Ehe (weil eben die Formpflicht des CIC nicht galt).
Großartig Die Überschrift „War die skandalöse Hochzeit des Mörders gültig?“ finde ich irgendwas zwischen
reizend und peinlich. Gleich zwei Wertungen („skandalös“ und „Mörder“) schon in der Frage unterzubringen,
ist so dermaßen gegen sämtlich journalistische Sorgfaltspflichten, dass man es gerade noch bei den ersten
investigativen Versuchen einer Schülerzeitung durchgehen lassen könnte. Also Frage 1: Welche Instanz –
außer der Privatmeinung von kreuz.net-Autoren, die wohl weder staatlich noch kirchlich als autoritativ
anzuerkennen ist – hat rechtsverbindlich die Handlungen des Herrn Schiavo als Mord eingestuft, sei es
staatlich oder kirchlich? Frage 2: Was macht die Hochzeit so „skandalös“, außer dass nach der Privatmeinung
von kreuz.net-Autoren sie nicht gültig ist und nicht hätte stattfinden dürfen? Wenn aber genau die
Frage der Gültigkeit doch erst beantwortet werden soll, wie kann ich dann schon in der Frage selbst von
einem Skandal sprechen?
#12 Horst Eckner † 15:44:04 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@Elendester Sünder: Ja und? Den Kelch mit der Hand zu nehmen und daraus zu trinken (wie es in St. Bonifaz
geschieht), ist NICHT verboten. Und aus dem Bericht abzuleiten, hier hätte jemand MUTWILLIG UND SCHWERWIEGEND
(also eine Verbindung zweier Voraussetzungen, die beide zugleich erfüllt sein müssen), das Sakrament
entehrt, ist wohl doch ein wenig zu weit gegriffen. Die Beweislast liegt bei dem, der die Anschuldigung
erhebt. Und würden Sie etwa jeden Priester, der z.B. aufgrund eines Krampfes versehentlich den Kelch
umwirft, unter die angegebene Strafbestimmung subsummieren? Solange wir nichts Gegenteiliges wissen, gehe
ich davon aus, dass der Kelch versehentlich verschüttet wurde. Übrigens: Marienstatue und Tabernakel
sind für die Eucharistiefeier nicht notwendig. St. Bonifaz hat die Raumgestaltung so eingerichtet, dass
das Notwendige und Wesentliche (Altar, Ambo) die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ob einem das Ganze ästhetisch
gefällt, ist eine andere Sache, aber dass Marienstatue und Tabernakel ausgelagert sind, um dort in Quasi-Nebenräumen
Orte für das persönliche Gebet einzurichten, während der Kirchenraum selbst auf die wesentlichen Elemente
der Messe konzentriert ist, ist nun wirklich nichts Verbotenes oder Verwerfliches.
@Athanasius: Wissen Sie denn, wovon Sie sprechen? Gegen den Inhalt des Musicals ist nichts zu sagen, sofern
wir nichts Genaues wissen – ich halte meine Theorie, dass es nämlich ein Stück GEGEN Prostitution ist
als eines DAFÜR, für die weitaus wahrscheinlichere. Und für die Aufführung von Kulturveranstaltungen
in Kirchen gibt es Normen der Deutschen Bischofskonferenz. Auch hier kann ich aufgrund der Informationen
von kreuz.net keinen Verstoß feststellen. Merke: Auch in der Kirche ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich
verboten ist. Nur weil es Ihnen nicht in den Kram passt, dürfen Sie noch lange nicht daraus eine „Kirchenschändung“
ableiten. Selbige ist ein kanonistisch definierter Akt; und der liegt hier nach den Ihnen und mir vorliegenden
INformationen nicht vor. Die Beweislast trägt der, der eine Beschuldigung vorbringt; nicht der Beschuldigte.
(Auch in der Kirche)
Pfuipfui Hoffentlich wird auch das Vorlesen aus der Bibel demnächst in Kirchen verboten. Also ich hab
da schon Stellen gesehen – so viel Sex and Crime, Onanie und Homosexualität, nackte Weiber und so weiter.
Raus mit der Bibel aus der Kirche! Unsere Kirche bleibt anständig! P.S.: Vielleicht geht es in dem Stück
ja darum, das Prostitution NICHTS Gutes und Schönes ist? Nur mal so als Frage… Wenn allein das Auftauchen
von Szenen „ab 16“ (also nach deutschem Recht kann Pornographie nicht gemeint sein, denn dann wäre erst
ab 18 erlaubt) ein Hinweis auf „Pfuipfui“ ist, dann müsste in der Tat auch die Bibel abgeschafft werden.
@ bonifaz: 1. Ob ich NICHT glaube, dass sich der (übrigens schon ein paar Jahre verstorbene) Bischof
von Fulda von anderen NICHT abhebt? Sorry, das sind mir zu viele Negationen… 2. Wieso sollte ich ein
ZDK-Sypathisant sein? Ich habe nicht ansatzweise gesagt, dass ich die gängigen ZDK-Ansichten teile, ich
habe nur gesagt, dass es gemäß kirchlicher Dogmatik und kirchlichem Recht (und somit dem Willen des
Papstes selbst, der Lehramt und Gesetzgeber ist) nicht statthaft ist, aus Kritik an Papst und Kirchenfürsten
auf Illoyalität zu schließen. Die Begründung, das Verhalten sei „kirchenspalterisch“, ist infam – denn
mit derselben Begründung könnte man auch das Konzil von Nizäa oder Pius IX. diskreditieren. Die haben
nämlich ebenfalls die Kirche gespalten (Arianer bzw. Altkatholiken).
@Bernieboy Äh, ja, und? Ich habe noch nie eine offizielle Stellungnahme des ZDK gesehen, in dem z.B.
kirchliche Dogmen geleugnet wurden. Ansonsten ist es jedem Katholiken erlaubt, eine andere Meinung zu
haben als andere, auch als der Papst. Steht sogar im Kirchenrecht. Aus Kritik am Papst oder sonst irgendjemandem
Illoyalität abzuleiten, ist einfach falsch; denn der Papst selbst besteht ja als Gesetzgeber des Kirchenrechts
darauf, dass in der Kirche jeder jede Meinung haben und sie auch äußern darf, sofern es nicht um dogmatische
Fragen geht oder sonst irgendein explizites Verbot vorliegt. Nochmal: Wer behauptet, Kritik am Papst oder
bestimmten Bischöfen o.Ä. sei gleichzusetzen mit Illoyalität, handelt dem ausdrücklichen Willen des
Papstes zuwider und ist damit selbst illoyal.
Ganz egal Die Bezeichnung „Erzbischof von Fulda“ ist und bleibt falsch. Fulda ist kein Erzbistum, also
kann niemand Erzbischof von Fulda sein. Erzbischof Johannes Dyba war Bischof von Fulda. So einfach ist
das.
Erzbischof Dyba Auch Radio Vatikan meldet es heute, ebenso wie kreuz.net, aber dadurch wird es nicht richtiger:
Johannes Dyba war niemals „Erzbischof von Fulda“. Fulda ist kein Erzbistum, sondern ein „normales“ Bistum
in der Metropolie Paderborn. Er war aus früherer Zeit schon vor seiner Ernennung zum Diözesanbischof
von Fulda als vatikanischer Diplomat im Range eines Erzbischofs und hatte als seine Titularerzdiözese
vermutlich ein paar Ruinen in St. Pusemuckl in Tunesien, Ägypten oder sonstwo. (Genaugenommen war es
„Neapolis in Proconsulari“) Aber Erzbischof VON Fulda konnte er nie sein. Er war nur Diözesanbischof
VON Fulda mit dem persönlichen Titel Erzbischof; insofern war er – vergleichbar mit Weihbischöfen –
also allenfalls ein Erzbischof IN Fulda. – Gerade kreuz.net, das ja so gerne klerikalem Titelfetischismus
frönt, sollte wenigstens nur die Titel vergeben, die es auch wirklich gibt.
#7 Horst Eckner † 13:32:33 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Wo bleibt der Kommentar… …dazu, dass Herr Küchl seit der Ernennung von Klaus Küng erst zum Visitator,
zum Diözesanbischof von St. Pölten, diesem Ordinarius in eklatantem Maße ungehorsam ist und damit sein
eigenes Weiheversprechen bricht? Weder hat er die vom Bischof geforderte therapeutische Maßnahme angetreten
noch hat er seine Absetzung als Pfarrer anerkannt. Insgesamt zeichnet sich doch folgende Linie ab, die
in den Beiträgen dieses Forums insinuiert wird: Priester, denen kreuz.net wohlgesonnen ist, dürfen selbst
entscheiden, wie sie ihr Gehorsamgelübde interpretieren. Priester, denen kreuz.net übel gesonnen ist,
unterliegen dem Urteil von kreuz.net.
#4 Horst Eckner † 13:25:47 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Eigenartig… Ich habe die „Schreierin“ Frau Gastinger noch nie schreien hören, obwohl ich seit vielen
Jahren regelmäßig österreichisches Fernsehen sehe und Rundfunk höre. Kann die Redaktion Belegmaterial
vorweisen?
@ Kraut Ihre noch so frommen Beteuerungen ändern nichts daran, dass es eindeutige lehramtliche Kriterien
für jegliche Form von „Sonderoffenbarung“ neben Schrift und Tradition gibt, und dabei handelt es sich
um die von mir allenfalls ein wenig zugespitzt dargestellten. Nachzulesen nicht zuletzt im KKK und auch
in dessen neu erschienener Kurzfassung. Oder beim hl. Johannes vom Kreuz. Und wenn Sie jetzt noch dreimal
„das sind aber Tatsachen, und in dem Buch stellt der Autor das auch ganz toll dar“ rufen, ändert es trotzdem
nichts.
@Kraut Da mag ja vieles offenbart worden sein in Fatima (oder einfach nur behauptet worden sein?) – entscheidend
ist letztlich nur alles das, was in der Offenbarung der Hl. Schrift und dem Lehramt der Kirche ausgesagt
ist. Jede „zusätzliche“, noch so fromme Offenbarung eines noch so frommen Wallfahrtsortes wird einzig
und allein daran gemessen, wie weit sie der bereits vorhandenen Offenbarung entspricht – denn es gibt
im Glauben kein „Privatwissen“, das nicht ohnehin schon allen in Schrift und Tradition vorläge. Wer solches
behauptet – wie schon Johannes vom Kreuz sagte –, leugnet, dass Gott in Jesus Christus bereits alles gesagt
hat und nichts weiter zu sagen hat als das, was er in Jesus Christus gesagt hat. Und da in der Bibel und
in den kirchl. Dogmen nix davon steht, wer wem zu weihen sei, mag die Geschichte mit Russland und Maria
ja eine fromme Sache sein, aber daraus eine Forderung an das kirchliche Lehramt zu erheben („Maria hat
das aber persönlich gesagt, also musst du mir das glauben, wenn ich das behaupte“), ist lächerlich.
@ Irenäus 1. Hebr: Es gibt kein anderes Opfer als das Opfer Jesu Christi. 2. Wenn Theologen die Eucharistie
als Opfer bezeichnen, handelt es sich also um eine Vergegenwärtigung Opfers Jesu: Tradition kann niemals
gegen die Hl. Schrift stehen. 3. Heute häufige Terminologie „Mahl“ ist nicht falsch, denn: Die „Feier
des Opfers Jesu Christi“ hat ja gemäß der Weisung des Herrn die Gestalt eines (stilisierten) jüd. Festmahles.
4. Den frühen Christen wurde vorgeworfen, sie seien keine richtige Religion, denn sie hätten keine Altäre
und keine Opfer. Antwort: Unser Opfer ist das Lob (vgl. Pss, Jes etc.). Also: chr. „Opfer“ ist primär
Doxologie. 5. Vat II hat die Terminologie von „Opfer“ eher zu „Mahl“ verschoben. Aber: Nur Terminologie!
Vat II lehnt „Opfer“-Gedanken nicht ab. Problem eher die nachkonziliare „Eigendynamik“, in der viele sich
die – nicht erteilte – Vollmacht herausnehmen, Änderungen an liturgischen Texten vorzunehmen. 6. Karolingerzeit:
Darstellungen von Messfeiern, auf denen Vorsteher gegenüber dem Volk steht – allerdings beim Introitus.
Zum Kanon sollte er sinnvollerweise in dieselbe Richtung beten (weil „Vorbeter der Gemeinde“): Osten.
Nachkoziliare Ordnung verbietet das keineswegs! 7. Aber auch dann heißt das noch lange nicht, dass das
Gebet sonst ungültig wird. Das hieße ja, dass Gott sagt: Ne, da hör ich nicht hin, der spricht ja Richtung
Westen! – Ein solches Gottesbild ist ganz ganz sicher gegen das biblische Zeugnis: Deus caritas est.