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#61 Pater Michael 21:28:09 | Montag, 26. Januar 2009
Etwas viel mediale Erschütterung Bischof Williamson hätte ganz einfach nicht zu diesem Thema Stellung
nehmen sollen. Als Bischof hat er sich m.E. nicht zu dem Problem zu äußern, ob die Nazis mit Gas oder
anderweitig und wieviele Nichtnazis in Konzentationslagern umbrachten. Das kann er höchstens privat meinen.
Dann hätte eine deutsche Zeitung, es war wohl sogar „Die Welt“ (?), auch nicht den Titel schreiben können:
„Papst rehabilitiert Holocaustleugner, was selbstverständlich auch nicht gerade korrekt war. Dass die
Israelis mit Gaza in der Tat Verdacht als Kriegsverbrecher erregten, ist ein anderes Thema. Die Hamas
sind andrerseits gewiß auch keine Heiligen. Im Übrigen greift hier „Antisemitismus“ als Terminus überhaupt
nicht, den die Palästinenser sind mindestens genauso Semiten wie die Juden, vielleicht heute sogar mehr
als die meisten Israelis. Nicht mitzuhassen, mitzulieben sind wir da. Blut zeugt Blut. „Herr, mache uns
zu Werkzeugen Deines Friedens … als Deine Werkzeuge der Kraft des Guten, Gottes!
#6 Pater Michael 08:48:05 | Mittwoch, 30. April 2008
Zollitzsch – Zölibat – Motu proprio Zu Mons. Zollitzsch mal lieber sein Konradsblatt lesen. Der Bischof
von Freiburg braucht sich hinter seinem Diözesanblatt und überhaupt nicht zu verstecken. Für Ordenspriester
ist zölibatäres Leben keine Frage, muß es aber nicht für Weltpriester. In Deutschland haben Katholiken
schon vor V2 anders gedacht als Bischöfe aus Asien und Afrika, sagen wir aufgrund unserer Geschichte
und Grammatik ruhig differenzierter. Das Motu proprio zur alten Messe ist für Papst Benedikt mit Sicherheit
mehr als nur ein Lockvogelangebot.
Blicke auf den Rücken Das liest sich fast so wie die Beschreibung von Nonni, als er zum ersten Mal einen
kath. Gottesdienst erlebt. Kennt jemand der geschätzten Leser das respektive Nonnibuch (Titel?) oder
kann sie uns gar zitieren? Ich würde diese Stelle zu gerne mal wieder lesen.
#17 Pater Michael 22:03:18 | Samstag, 12. Januar 2008
Mann und Mann gibt keine Ehe 2 Männer können aber heiraten, ebenso 2 Frauen – seit 2001 z.B. in Deutschland,
wie in Dänemark, Schweden, Norwegen, den Niederlanden und Frankreich schon länger. Heiraten? Ja, denn
„heiraten“ kommt von „Hausrat“, heisst „einen gemeinsamen Haushalt führen“. Die bedarf keiner geschlechtlichen
Polarität. Natürlich geht es hier nicht um Ehen zum Zweck der Kinderzeugung. Registrierte Lebenspartnerschaften
sind ein Akt von Vernunft und Sieg von Liebe über Sexualität, eine Rechtsform jenseits kirchlich legitimierten
Geschlechtslebens und staatlich geförderter Fortpflanzung.
Kardinal Bertone Kardinal Bertone wurde vor 2 Jahren mir gegenüber als „dümmlicher Betonkopf und Kirchenkarrierestreber“
bezeichnet, von einem bekannten Ordenspriester in Rom, Autor zahlreicher Bücher, der allerdings im dortigen
Generalat seit Jahren unter Schreib- und Redeverbot zu reiner Forschungstätigkeit verdonnert ist. Es
versteht sich von selbst, dass ich damit nichts gegen seine Eminenz gesagt haben will, noch den von mir
wiederholt besuchten Buchautor nennen darf. Ich kann mir aber sehr gut das hier geschilderte Fatimaproblem
vorstellen.
#5 Pater Michael 19:06:52 | Sonntag, 10. September 2006
Heinrich Heine als Herz-Jesu-Verehrer Heinrich Heine liess sich mit 28 J. taufen, „um in die europäische
Kultur einzutreten“, fand 25 J. später „den persönlichen Gott“, dem er bis zum Tod (6 J. später) treu
blieb. Im Zyklus „Die Nordsee“ schrieb er sein Herz-Jesu-Gedicht – meine Antwort auf den m.E. unchristlichen
Artikel „Der falsche Prophet“: Hoch am Himmel stand die Sonne, von weissen Wolken umwogt. Das Meer war
still, und sinnend lag ich am Steuer des Schiffes – und schaute Christus, den Heiland der Welt. Im wallend
weissen Gewande wandelt’ er riesengross ueber Land und Meer. Es ragte sein Haupt in den Himmel, die Hände
streckte er segnend ueber Land und Meer. Und als ein Herz in der Brust trug er die Sonne, die rote, flammende
Sonne. Und das rote, flammende Sonnenherz goss seine Gnadenstrahlen und sein holdes, liebseliges Licht
erleuchtend und wärmend ueber Land und Meer. Glockenklänge zogen feierlich … das gleitende Schiff …
ans grüne Ufer, wo Menschen wohnten … O Friedenswunder! Wie still die Stadt! Es ruhte das dumpfe Geräusch
der schwatzenden, schwülen Gewerbe. Und durch die reinen, hallenden Strassen wandelten Menschen, weissgekleidete,
palmzweigtragende. Und wo zwei sich begegneten, sah’n sie sich an verständnissinnig … in Liebe und
süsser Entsagung, küssten sie sich auf die Stirne und schauten hinauf nach des Heilands Sonnenherz,
das freudig versöhnend sein rotes But hinabstrahlte. Und dreimalselig sprachen sie Gelobt sei Jesus Christ!
Pater Hubertus Michael, Abu Sina
Kirchlicher Antisemitismus „Mit der Blütezeit der Kreuzestheologie und <Passionsfrömmigkeit der katholischen
Kirche im 17./18. <Jahrhundert verschwand die Gottesmörderlehre <vollständig aus der aktuellen katholischen
Theologie“, heißt es im kreuz.net-Artikel unter „Säkulärer Antisemitismus als Ursache der Nazischlächtereien“.
Ich zitiere aus Fichte, Philosophie der Maurerei, Anmerkung 104, den Dominikanerpater Ludwig Greinemann,
der demnach 1778 in Aachen predigte: „Die Juden, die den Heiland kreuzigten, waren Freimaurer, Pilatus
und Herodes die Vorsteher einer Loge. Judas hatte sich, bevor er Jesus verriet, in einer Loge zum Maurer
machen lassen.“ Kommentar überflüssig. Pater Michael