Karim
Erstellt: 09:51:13 | Freitag, 24. Februar 2006
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62 Lesermeinungen
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Die Antwort der Schnecke
#235   Karim   18:17:17 | Freitag, 27. Juli 2007
Zu Pünktchen: Nein, Kirschbaum wendet sich gegen David Berger
Es handelt sich bei „Berger“, gegen den sich Kirschbaum wendet, mit Sicherheit um „David Berger“ (und nicht um den Heidelberger Neuttestamentler gleichen Familiennamens), da Kirschbaum am 22.12.2005 hier auf kreuz.net schrieb, es seien „Barth und Berger in ihrem Addai-Mari-Fanatismus abgesprungen“, nämlich von der UVK (Una Voce Korrespondenz). In der damaligen Diskussion waren aber nur David Berger und eben nicht Klaus Berger in der UVK beteiligt. Daher gilt weiterhin meine Schlußfolgerung: Kirschbaum ist nicht David Berger!
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#230   Karim   17:39:33 | Freitag, 27. Juli 2007
Warum Kirschbaum nicht Berger ist
Im Dezember 2005 äußert sich Kirschbaum auf kreuz.net zur Anaphora von Addai und Mari und nimmt eindeutig gegen Dr.Berger Stellung (nachzulesen unter den Beiträgen Kirschbaums). Da in einer solchen Frage Berger nicht mit Berger uneins sein wird, folgt daraus, daß Kirschbaum eben nicht Berger ist.
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#2   Karim   09:12:39 | Mittwoch, 19. Juli 2006
Die FSSPX und Msgr. Lefebvre
Die Aussagen Msgr. Lefebvres zur Reform des sogenannten „tridentinischen“ Ritus sind bemerkenswert. Was die FSSPX selbst betrifft, scheint sie, zumindest in einigen Ländern, meilenweit davon entfernt zu sein. Vielleicht hängt das damit zusammen, daß man, solange man in Einheit mit Rom steht, mit einer katholischen Offenheit sich neuen Fragen und Problemen stellt, wenn man sich aber gegen Rom positioniert, alle Mögliche, mag es noch so sehr den Anliegen guter Pastoral widersprechen, herhalten muß, um zu zeigen: „Wir sind anders“.
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#9   Karim   15:33:34 | Freitag, 14. Juli 2006
Mariokin kennt das Konzil von Trient nicht
Das Konzil von Trient sieht das Meßopfer sehr wohl als Gedächtnis. So heißt es in Kapitel 1 zur Lehre über das Meßopfer ausdrücklich, dieses sei deshalb eingesetzt, damit das Gedächtnis des Kreuzesopfers bis zum Ende der Zeit fortdauere (eiusque memoria in finem usque saeculi permaneret, DH 1740). Auch wäre für „Mariokin“ es ratsam, sich einmal der Exegese und biblischer Theologie zu widmen. Die Kategorie des „Gedächtnisses“ (von der hebräischen Wurzel „zachar“) gehört zu den grundlegenden für das Verständnis von Gottes Heilswirken. Ohne diese, und das hat u.a. Johannes Chrysostomus hervorgehoben, läßt sich nicht festhalten, daß das Meßopfer dasselbe wie das Kreuzesopfer ist, auch wenn die Art der Darbringung sich unterscheidet.
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#11   Karim   13:24:10 | Dienstag, 20. Juni 2006
Murx bezieht sich nicht auf Ratzinger, sondern auf Journalisten
Lieber Murx, mit Ihren Beweisen für unglaubliche Unterstellungen steht es nicht gut: ihr Link verweist auf einen Beitrag eines Journalisten, der nicht einmal Kardinal Ratzinger direkt zitiert. Anscheinend ging es im Gespräch darum, daß jede menschliche Terminologie, die sich auf Gott und seine Großtaten bezieht, immer unzulänglich ist und im Lauf der Geschichte vertieft werden kann. Das ist gutkatholische Lehre und hat sich im Lauf der Kirchengeschichte vielfach verifiziert: man vgl. nur die Terminologie der christologischen Konzilien oder die lehramtlichen Texte zur Eucharistielehre und vergleiche sie mit Zeugnissen aus den ersten Jahrhunderten. Unzulänglich heißt aber nicht, daß eine Aussage falsch ist. Es bedeutet einfach, daß der Unterschied zwischen Gott und Geschöpf immer bestehen bleibt, auch und besonders in den menschlichen Worten über Gott und die Offenbarung. Daher wird die Erkenntnis der Offenbarung bis zur Wiederkunft Christi stetig wachsen, aber so, daß das bereits Erkannte im späteren aufgehoben und bewahrt bleibt, selbst wenn neue Termini gefunden werden (nur zur Erinnerung: auch die Begriffe „hypostasis“, „ousia“, „homoousios“ sind „neu“ im Vergleich zur Christologie der Paulusbriefe, gleichwohl ist deren Lehre in den Texten von Nicäa aufgehoben und bewahrt, und zwar so, daß die „neuen“ termini auch ein rechtes Verständnis der „alten“ garantieren).
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#4   Karim   10:02:19 | Dienstag, 20. Juni 2006
Murx: wo haben Sie Dogmatik und Philosophie studiert?
Man kann nur erstaunt sein, wie Sie argumentieren. Sie geben den Anschein, über alles bestens bescheid zu wissen. Aber das stimmt bei weitem nicht. Erstens lehrt Kardinal Ratzinger in seiner Schrift „Gott ist uns nah“ ganz klar, daß in der Eucharistie die Substanz von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt wird: „Die Substanz wird verwandelt, das heißt, der eigentliche Grund des Seins. Um ihn geht es und nicht um das Vordergründige, zu dem all das Meßbare und Greifbare gehört“, S. 86; „Es kann daher auch nicht so sein, daß der Leib Christi zu dem Brot noch hinzutritt, als ob Brot und Leib Christi zwei gleichartige Dinge wären, die auf gleicher Weise als zwei ‘Substanzen’ nebeneinander stehen können“, S. 87.
Karl Murx, Sie sind auf dem Holzweg, wenn Sie von einer Auslöschung der Physis des Brotes und Weines sprechen. Denn so ist eine „Verwandlung“ ja unmöglich!!
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#19   Karim   12:02:41 | Dienstag, 13. Juni 2006
Kein islamischer Religionsunterricht birgt viel mehr Gefahren
Diejenigen, die sich gegen den islamischen Religionsunterricht stellen, sollten einmal die Alternative, nämlich keinen Religionsunterricht an Schulen, bedenken. An einer Schule besteht die Möglichkeit, daß Inhalt und Form des deutschsprachigen Unterrichts sowohl andere Lehrer als auch nichtmuslimische Schüler zur Kenntnis nehmen, in eine sachliche Diskussion über bestimmte Themen (z.B. Stellung der Frau, Deutung des Dschihad, bestimmter Suren etc.) eintreten und auch gegenbenenfalls eingreifen können. Die Alternative: ein Unterricht ohne diese Möglichkeit birgt viel mehr Gefahren in sich und eine Korrekturmöglichkeit ist normalerweise gar nicht gegeben.
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#72   Karim   08:51:27 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Nicht durcheinanderwerfen: Depositum Fidei und Erkenntnis desselben
Das Glaubensgut ist mit Jesus Christus abgeschlossen, durch den der Vater zu uns gesprochen hat (vgl. Heb 1,1-2). Doch die Erkenntnis des Inhalts der Offenbarung ist eben nicht abgeschlossen, sondern wird bis zur Wiederkunft Christi weitergehen – das ist auch ein Grund, warum die Geschichte überhaupt weitergeht. In diesem Sinn kommt es zu einem je größeren Erkenntnisfortschritt, der natürlich auch in Worte, Sätze formuliert wird, die eine Lehre ausdrücken. Im Vergleich zur vorangegangen Epoche in der Kirchengeschichte gibt es also tatsächlich jeweils „neue“ Lehren, da es zum Wesen des Erkenntnisfortschritts gehört, sich in neuen Sätzen und Lehren zu artikulieren. Das bedeutet: wer eine bestimmte Zeit sozusagen festschreiben will, stellt sich außerhalb dieses organischen Wachstums der Erkenntnis der Offenbarung – daher hat z.B. auch Pius XII. den lebendigen Charakter dieses organischen Wachstums betont (Tradition heißt also gerade nicht, um ein Bild zu gebrauchen, Weiterreichen von Ziegelsteinen).
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#68   Karim   08:51:12 | Mittwoch, 7. Juni 2006
„Keine neuen Dogmen“ ist nicht gleich „keine neue Lehren“ (zum II. Vatikanum)
Wenn das II. Vatikanum keine „neuen“ Dogmen verkündet hat, ist das nicht gleichbedeutend mit dem Satz, daß es keine „neuen“ Lehren verkündet hat. Auch theologisch sichere Lehren, die vom ordentlichen Lehramt verkündet werden, um damit frühere Streitfragen zu lösen (und genau das sagte Paul VI. zu „Lumen gentium“) dürfen nicht abgelehnt oder des Bruches mit der Tradition oder gar der Häresie verdächtigt werden. Man vergleiche dazu, was Pius XII. zu den päpstlichen Enzykliken gesagt hat: „Man darf auch nicht meinen, das, was in den Enzykliken vorgelegt wird, erfordere an sich keine Zustimmung, weil die Päpste in ihnen nicht die höchste Vollmacht des Lehramtes ausüben. Dies (in den Enzykliken dargelegte) wird nämlich vom ordentlichen Lehramt gelehrt; auch von ihm gilt jenes Wort: ‘Wer euch hört, hört mich’ (Lk 10,16)“ (Enz. „Humani generis“, DH 3885).
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#66   Karim   23:17:34 | Dienstag, 6. Juni 2006
Zu „Graf von Galen“
Aus mir unerfindlichen Gründen ist meine Antwort auf Ihre Frage vor derselben eingereiht worden – also vor Ihrer Frage ist meine Antwort („Zum II. Vatikanum und seinem Lehramt“).
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#65   Karim   23:12:43 | Dienstag, 6. Juni 2006
Zum II. Vatikanum und seinem Lehramt
Da, wie bereits von mir mit Hinweis auf Paul VI. ausgeführt (seine Ansprache vom 7.12.1965), dieses Konzil kein neues Dogma verkündet hat, handelt es sich bei die Lehre betreffenden Aussagen um Vertiefungen und Verdeutlichungen, deren jeweiliger Verbindlichkeitsgrad von der Aussageabsicht des Konzils abhängt. So sagte Paul VI. zu „Lumen gentium“ am 21.10.1964, daß durch diese dogmatische Konstitution die Lehre über den Episkopat insofern vertieft wurde, als „was bisher der Überlegung, dem Gespräch und teilweise auch der Kontroverse unterlag, jetzt in einer sicheren Lehrformel niedergelegt worden ist“. Es handelt sich also um theologisch sichere Lehren. Ludwig Ott zählt in seinem „Grundriß der Dogmatik“ mit Verweis auf das II.Vatikanum folgende aus: die Lehre von der Sakramentalität der Bischofsweihe gemäß LG 21,2, die Lehre von der Verleihung der bischöflichen Gewalt, die Lehre, daß die Bischöfe als Nachfolger der Apostel ein Kollegium bilden, dessen Haupt der Papst als Nachfolger des Petrus ist“ (Ott, Seite 350-352). Eine theologisch sichere Lehre kann später unter Umständen vom Lehramt als in der Offenbarung enthalten erklärt werden (wie dies z.B. bei der nur Männern vorbehaltenen Priesterweihe der Fall war).
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#2   Karim   10:46:20 | Dienstag, 6. Juni 2006
Die Piusbruderschaft steht sich bei der Mission selbst im Weg
Das Wort „Mission“ leitet sich vom Lateinischen „missio“ ab und bedeutet „Sendung“. Um als Katholik wirklich missionarisch sein zu, bedarf es einer „Sendung“ durch die Autorität der Kirche. Nicht einmal der Völkerapostel Paulus hat sich der Autorität des Petrus entzogen und von ihm sein Evangelium überprüfen lassen. Da die Piusbruderschaft sich gerade in ihrer Lehre und Disziplin der Autorität der Kirche entzieht, hat sie auch keinen Sendungsauftrag – sie verkündet in „eigenem“ Namen, nicht im Namen der Kirche. Die Folge: um „ihre“ Gläubige zu haben, müssen diese von der Piusbruderschaft mit derselben Abwehrhaltung gegen Papst und Bischöfe „geimpft“ werden, die sie selber beseelt, und sie eng an sich binden – also gerade keine „katholische Mission“, die in die Sendung durch die Autorität der Kirche sich einfügt, und die gerade auch in Zeiten der Krise von tiefer Liebe und Gehorsam gegenüber dem Nachfolger Petri gekennzeichnet ist (man denke nur an die hl.Katharina vn Siena).
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#61   Karim   08:43:31 | Dienstag, 6. Juni 2006
Das II. Vatikanum war auch ein dogmatisches Konzil
Zwar hat auch Paul VI. hervorgehoben, daß das II. Vatikanum kein neues Dogma verkündet hat, deshalb aber zu folgern, dieses Konzil sei nur ein pastorales gewesen, ist eindeutig falsch. Denn Paul VI. sah es ausdrücklich als eine Fortsetzung des I. Vatikanum an, das ja bekanntlich aus äußeren Gründen abgebrochen werden mußte. Das II. Vatikanum hat als höchster Ausdruck des ordentlichen Lehramtes von Papst und Bischöfen die Lehre über die Offenbarung und Ekklesiologie vertieft (deshalb heißen auch beide Konstitutionen dogmatische Konstitutionen) und auch in den anderen Dokumenten die Verbindung mit der kirchlichen Lehre dargelegt – kurz gesagt: es gibt keine einziges Dokument des II. Vatikanum, das „nur“ pastoral wäre. Wer das II. Vatikanum ablehnt, lehnt auch die Lehre vom ordentlichen Lehramt der Kirche ab und kann nicht den Anspruch erheben, katholisch zu sein.
Redaktion benachrichtigen Frau Minister, fühlen Sie sich integriert?
#9   Karim   22:43:05 | Sonntag, 4. Juni 2006
Der Fünfzack – das Pentagramm ist auch ein christliches Zeichen
Im Heer der byzantinischen Kaiser trugen die an der Spitze Reitenden dreifarbige „Pentalpha“ – also ein fünffaches Alpha, das eben im Umriß ein Pentagramm ergibt. Der bekannte und vielgelesene Cornelius a Lapide sah im Pentagramm ein Symbol Christi (seine fünf Wunden).
Das Christentum knüpfte in der Deutung des Pentagramms wahrscheinlich an heidnischen Vorstellungen an: so galt es auch den Pythagoräern als Heilszeichen – als Kürzel für „Gesundheit/Heil“, das an den Beginn von Briefen gesetzt wurde. Bei einem vorchristlichen Syrerkönig gab es Münzen mit dem Pentagramm. Es ist, kurz gesagt, falsch, das Pentagramm einfachhin als Symbol für böse Mächte zu interpretieren.
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#55   Karim   22:27:42 | Sonntag, 4. Juni 2006
Ein falsches Disziplinarurteil widerspricht nicht der Unfehlbarkeit
Athanasius wurde sicherlich zu Unrecht von Papst Liberius bestraft – nur, und das verschweigt Marcel, der Grund, warum sich Athanasius nicht an diese Strafe gebunden fühlte, war, wie er selber schreibt, der offensichtliche Umstand, daß Liberius nicht frei, sondern unter großem äußeren Druck so entschieden hatte, um selbst sein Amt wieder ausüben zu können. Grundsätzlich gilt aber: ein falsches Disziplinarurteil widerspricht nicht der päpstlichen Unfehlbarkeit: diese bezieht sich laut Vatikanum I ausdrücklich auf Glaubens- und Sittenlehren (vgl. Konstitution „Pastor Aeternus“ DH 3074 und den von Pius IX. gebilligten Kommentar der deutschen Bischöfe gegenüber Bismarck – DH 3116). Es ist meines Erachtens von der Piusbruderschaft unredlich, bis heute ziemlich undurchsichtige und komplexe Zusammenhänge aus dem Jahr 358 auf ihre eigene Situation zu applizieren – wo es eindeutig ist, daß Papst Johannes Paul II. frei verboten hat, Bischöfe zu weihen. Und es ist eine unglaubliche Anmaßung, während der unerlaubten Bischofsweihen von 1988 auf die im Ritus vorgesehene Frage: „Habt ihr ein päpstliches Mandat?“ zu antworten: „Ja, wir haben es“ – das war eine glatte Lüge!!
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#48   Karim   07:22:17 | Sonntag, 4. Juni 2006
„Notstand“ wider sichtbare Einheit der Kirche – ein Unding!
Wenn es einen Notstand geben könnte, der den Glauben über die sichtbare Einheit der Kirche stellt, dann hätte Christus bei seiner Verheißung an Petrus, die mit ihm und seinen Nachfolgern sichtbar verbundene Kirche werde nicht von den Pforten der Hölle überwältigt werden, entweder gelogen oder sich geirrt. Daß Matthäus 16,16-18 auch die Sichtbarkeit der Kirche inkludiert, geht aus der in der Kirche gelesenen und authentisch dargelegten Schrifterklärung zu dieser Stelle eindeutig hervor – Christus hat eben nicht gesagt, daß „ewige“ Rom, das „Papsttum“ oder verstorbenen Päpste werden nicht überwunden werden, sondern Petrus und seine Nachfolger aus Fleisch und Blut, die hier auf Erden innerhalb menschlicher Geschichte sichtbarer Garant und Ursprung der kirchlichen Communio sind!
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#11   Karim   20:28:52 | Samstag, 3. Juni 2006
Was würde Paulus dazu sagen
Immerhin hat Paulus in Synagogen gepredigt, den bei Heiden üblichen Gottesbegriff übernommen, heidnische Schriftsteller positiv zitiert („denn wir sind sogar von seiner Art“, nämlich Gottes, Apg 17,28 – Aratus, Phaenomena 5) – nach Dr. Carlo wäre Paulus anscheinend weder Christ noch Katholik. Aber was würde Paulus zu Carlo sagen…
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#36   Karim   20:18:45 | Samstag, 3. Juni 2006
Es geht um die sichtbare Einheit
Wenn die Piusbruderschaft behauptet, römisch-katholisch zu sein, warum steht sie dann nicht in sichtbarer Einheit mit dem Papst und den Bischöfen, warum unterhält sie eigene Ehegerichte, warum spenden deren Priester ohne Iursidiktion Sakramente, deren Gültigkeit Iursidiktion voraussetzt (z.B. Beichte) usw. Ein Festhalten am Glauben in einer Abwehrhaltung gegen Papst und Bischöfe hat bekanntlich auch Luther unternommen. Wenn man genauer hinsieht, hat die Piusbruderschaft inzwischen die Vorstellung einer innerkirchlichen Communio, die sich auf einer rein geistigen Ebene befindet („Einheit“ mit verstorben Päpsten und Heiligen). Das Merkmal der Sichtbarkeit reduziert sich für die Piusbruderschaft auf ihr eigenes Ghettodasein – womit sie de facto ihre Nichtkatholizität beweist.
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#44   Karim   15:51:17 | Samstag, 3. Juni 2006
„Traditionalismus“ im engen Sinn ist eine Irrlehre
Unter „Traditionalismus“ im engen Sinn versteht man ein von Joseph de Maistre (1753-1821) und Louis de Bonald (1754-1840) begründetes System, das in seiner extremen Ausformung, nämlich der Leugnung einer natürlichen Gotteserkenntnis, vom Ersten Vatikanum als Häresie verurteilt wurde. Aber auch in abgeschwächter Form ist der „Traditionalismus“ von einer skeptischen Haltung gegenüber der Vernunft und Mißtrauen gegenüber deren Wahrheitsfähigkeit gerpägt – sozusagen eine Tendenz zu einer „sola revelatio“ – daß sich dies auch bei der Piusbruderschaft findet, wird man kaum bestreiten können – nur gerade deshalb ist sie auch in einer Schieflage, die sie in ein diskursunfähiges Ghetto hineinbewegt.
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#3   Karim   10:09:16 | Samstag, 3. Juni 2006
„Ecclesia supplet“ setzt Irrtum voraus – bei „Wissen“ trifft es nicht zu
Das Prinzip „Ecclesia supplet“, das sich auf fehlende Iurisdiktion bezieht (z.B. Beichte, Eheschließung) setzt einen Irrtum oder einen wahrscheinlichen Zweifel voraus.Z.B. ich komme in eine Kirche und ein Priester ohne Beichtiurisdiktion sitzt in einem Beichtstuhl – wenn ich irrigerweise annehme, der Priester habe die Iurisdiktion und beichte, ersetzt die Kirche die fehlende Iurisdiktion. Wenn ich aber weiß, daß dieser Priester ja gar keine Iurisdiktion hat, ergänzt die Kirche nicht die fehlende Iursdiktion und eine Beichte wäre ungültig. Angewandt auf die Piusbruderschaft bedeutet das: da deren Priester wissen, daß sie keine Iurisdiktion haben, dürfen sie Sakramente, deren Gültigkeit Iurisdiktion voraussetzt, nicht spenden (z.B. Beichte, Ehe) – und Gläubige, die wissen, daß diese Priester keine Iurisdiktion haben, dürfen bei ihnen die Spendung solcher Sakramente nicht erbitten (ausgenommen, was die Beichte betrifft: Lebensgefahr und kein anderer Priester ist erreichbar: in diesem Fall, und nur in diesem Fall, ergänzt die Kirche bei allen Priestern die fehlende Iurisdiktion).
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#18   Karim   17:37:17 | Montag, 29. Mai 2006
Die FSSPX verweigert sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung
Wenn man sich die Mühe macht und die Publikationen der Piusbruderschaft auf wissenschaftliche Sorgfalt und Redlichkeit hin untersucht,wird man an das Niveau mancher antikatholischer Sekten erinnert. Einige Beispiele: in der Schrift „Le problème de la réforme liturgique“, Clovis 2001 (als Hrsg. fungiert die FSSPX) wird vom alten latein.Ritus als „le rite latin de la liturgie catholique“ gesprochen (S.5) – beides ist falsch: es gab und gibt mehrere lateinischen Riten, und es handelt sich nicht um den Bereich der „katholischen Liturgie“, sondern des lateinischen Ritus.Auch der Untertitel besagter Schrift, der sehr wohl die Überzeugung der FSSPX wiedergibt, ist ein Unding: „La messe de Vatican II et de Paul VI“ – es gibt weder „die“ Messe des Vatikanum II noch die Paul VI. Auch vor dem Vat. II. sprach niemand in der Kirche von der „Messe Pius V.“ – es handelt sich um einen Ritus unter vielen anderen Riten der Katholischen Kirche. Noch ein Beispiel, das die Pastoral betrifft: in einem von der FSSPX herausgegeben Religionsbuch findet sich beim ersten Gebot die Zeichnung eines Götzendieners mit einer Tafel in der Hand, auf der geschrieben steht: „Allah“. Nach der FSSPX sind auch alle arabisch sprechenden Christen Götzendiener, da diese alle zu „Allah“ beten. Daß anscheinend niemand innerhalb der FSSPX gegen solche eklatante Unbildung und Sektiereri auftritt, zeigt, wie es mit der wissenschaftlichen Diskursfähigkeit derselben bestellt ist.
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#1   Karim   09:54:48 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Die Herausforderung annehmen
Angesichts dieser Umstände sollten sich Menschen guten Willens zusammenschließen und ganz gezielt das „Verbrechen“ begehen, über die Abtreibung aufklärende Bilder an die Krankenhäuser zu schicken, die diese vornehmen. Wenn der Staat nicht nur Herrn X und Frau Y, sondern hunderte und tausende Menschen abzuurteilen hätte, würde vielleicht einen Wertediskussion in Gang kommen.
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#3   Karim   10:29:29 | Donnerstag, 4. Mai 2006
Zelebrationsrichtung ist nicht gleich Ritus
Weder der alte noch der neue lateinische Ritus sind durch die Zelebrationsrichtung definiert. So wurde schon seit Jahrhunderten in gewesteten Kirchen (wie z.B. in Rom) der alte lateinische Ritus so gefeiert, daß sich de facto Gläubige und Priester gegenüberstanden (auch wenn auf dem Altar ein großes Kreuz stand bzw. steht), weil die Gläubigen die Wendung nach Osten (also Richtung Eingang der Kirche) nicht mehr mitmachten. Andererseits kann auch der neue lateinische Ritus Richtung Osten bzw. das Kreuz gefeiert werden – dabei steht übrigens nicht der Priester mit dem Rücken zum Volk, sondern alle blicken gemeinsam zum Herrn.
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#20   Karim   03:58:50 | Samstag, 29. April 2006
Kein einziges von Päpsten einberufenes und bestätigtes Konzil wird je verurteilt werden
Lieber Marcel, Sie scheinen weder meine Beiträge wirklich gelesen und schon gar nicht verstanden, noch einen blassen Schimmer von Kirchengeschichte zu haben. Denn können Sie mir ein einziges von Päpsten einberufenes und bestätigtes Konzil vorweisen, das später als „Räuberkonzil“ verurteilt worden sei? Sie werden lange suchen können und dabei literweise Tee trinken… – Jeder Katholik hingegen weiß, daß das Zweite Vatikanum von Päpsten einberufen, fortgeführt und bestätigt wurde und daher nie verurteilt werden wird.
Noch ein Wort zum Islam: das Wort für „Gott“ (das übrigens auf einen Begriff im Sanksrit zurückgeht) im Arabischen ist eben „Allah“, das sowohl von Christen (in Schrift, Liturgie, Theologie) als Moslems verwendet wird. Aber einen Trost dürfen Sie, Mardel, haben: es gibt, wie mir Prof. Khoury einmal sagte, auch bei ungebildeten Moslems solche, die sagen: „Allah“ ist besser als „Gott“.
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#16   Karim   22:26:06 | Freitag, 28. April 2006
Wer andere mit „konzilskatholisch“ tituliert, ist selbst nicht katholisch
Bereits bei Augustinus können wir nachlesen, daß diejenigen Gruppierungen, die Probleme mit der Autorität in der Kirche hatten, sich von anderen dadurch zu unterscheiden trachteten, daß sie entweder sich selbst „neu“ definierten oder anderen mit Begriffen plakatierten. Genau auf dieser Linie steht das Wortungetüm „konzilskatholisch“. Entweder ist man katholisch oder evangelisch oder orthodox oder sonst irgend etwas. Aber wenn man katholisch ist, hat man auch das II.Vatikanische Konzil anzunehmen (und zwar in dem Sinne, wie dieses Konzil die Texte verstanden wissen wollte) oder man sollte so ehrlich sein und von sich selbst sagen, daß man, weil man dieses Konzil ablehnt, eben nicht mehr katholisch ist und sich selbst ein Prädikat zulegen, daß den Unterschied klar macht, z.B. „lefebrianisch“, „marcellianisch“ oder sonst wie. Aber den anderen, eben den Katholiken, Wortungetüme wie „konzilskatholisch“ überzustulpen, ist einfach lächerlich, unredlich und zeugt von einem Denken, die einer bestimmten Position innnewohnende Konsequenz nicht ziehen zu wollen. Ich empfehle die Schriften des hl.Augustinus über die Donatisten zu lesen.
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#23   Karim   17:57:38 | Samstag, 22. April 2006
Zu Marcel: der hl. Gregor meinte denselben Gott der Moslems und Christen
Der hl. Gregor VII. gab in seinem Brief an den Moslem Al-Nazir seiner Überzeugung Ausdruck, daß der Gott, von dem Joh 1 spricht, den Moslem Al-Nazir erleuchtet hat, daß es sich um den einen Schöpfer handelt, zu dem beide, Christen und Muslime beten und ihn verehren, wenn auch auf verschiedene Weise. Daraus folgt, daß es sich um ein und denselben Gott handelt!
Die Etymologie zeigt, daß man denselben Begriff verwendete, weil er sich auf dieselbe Wirklichkeit bezieht und somit Wahres aussagt.
Zur Erinnerung einen Auschnitt aus dem Brief des hl.Gregor VII.:
„Diese Güte hat schließlich der Schöpfer von allen, nämlich Gott, ohne den wir nichts Gutes zu tun, ja nicht einmal zu denken vermögen, deinem Herzen eingegeben. Er, der jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (Joh 1) hat deinen Geist bei diesem Vorhaben erleuchtet. Denn der allmächtige Gott, der will, daß alle Menschen gerettet werden und keiner verlorengeht (1 Tim 2) anerkennt nichts mehr in uns, als daß der Mensch nach der Liebe zu sich selbst den Nächsten liebe und daß er anderen nichts antue, von dem er selbst wünscht, es möge ihm nicht angetan werden (Math 7). Daher schulden wir [Christen] und ihr [Muslime] diese Liebe uns gegenseitig mehr als den übrigen Völkern, da wir an einen Gott, wenn auch auf verschiedene Weise, glauben und ihn bekennen, und wir ihn als Schöpfer der Zeiten (Jahrhunderte) und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren“
Redaktion benachrichtigen Moslems sehen den gottlosen Westen als ihren Gegner
#21   Karim   10:45:32 | Samstag, 22. April 2006
Woher kommt „allah“, woher „Gott“?
Herr Heger, woher das Wort „allah“ genau kommt, ist meines Wissens bis heute umstritten. Es kann, mußt aber nicht aus dem Syrischen kommen, das als ein Dialekt des Aramäischen sich um Edessa entwickelt hat. Das Palästina-Aramäisch ist damit nicht identisch. Es könnte somit auch auf die Wurzel „el“ zurückgehen und wäre somit ein Begiff, der im Semitischen überhaupt verbreitet war, eventuell auch mit dem Kananäischen „alat“ in Verbindung steht. Im Westsemitischen und im Akkadischen wird mit „El“ besonders der höchste Gott bezeichnet. Mit einem Wort: auch hier haben wir das Phänomen, das die Offenbarungsreligion Begriffe für „Gott“ aus anderen Kulturen und Religionen übenommen hat, weil diese Begriffe eben nicht in sich einen völlig falschen Inhalt bezeichnen. Das scheinen viele Poster hier noch nicht begriffen zu haben. Würden die Begriffe für völlig falsche Inhalte gestanden haben,hätten sie weder die Juden noch die Christen übernommen! Was die Christen betrifft, so gehen die Begriffe „Gott“, „Deus“, „theos“, „dios“, „dieu“, „dio“, „god“ alle auf Religionen und Kulturen zurück, die nicht christlich sind! Waren jetzt die Christen von Anfang an Synkretisten oder konnten sie diese Begriffe übernehmen, weil auch der mit ihnen bezeichnete Inhalt Wahres aussagte? Nun, ich bin der Überzeugung, das letzteres zutrifft.
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#16   Karim   19:08:59 | Freitag, 21. April 2006
Marcel zitiert Piuspriester: Islam führe die Seelen in die Hölle
Also, lieber Irenäus, wenn Marcel zustimmend eine Aussage eines Priesters der Piusbruderschaft zitiert, der Islam würde die Seelen in die Hölle führen, dann werden Sie doch nicht allen Ernstes behaupten wollen, es handle sich nach Marcel und dem Piuspriester um denselben Gott (der Christen und Moslems) – denn bei „Religion“ (wahrscheinlich von „re-ligare“ – „zurückbinden“, nämlich zu Gott) geht es doch um die Veehrung Gottes, für die man sich die Seeligkeit erwartet.
Die richtige Sicht hatte der hl.Gregor VII., der dem muslimischen Prinzen Al-Nazir zuerkannte, daß er denselben Gott wie die Christen verehre, wenn auch auf andere Weise, und der ihm die „Aufnahme in den Schoß Abrahams“, ein den Moslems geläufiger Ausdruck für die Seeligkeit, wünschte. Von dieser Sicht sind „Marcel“ und der Piuspriester weit entfernt!
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#14   Karim   18:43:04 | Freitag, 21. April 2006
Alle arabisch sprechenden Christen beten zu Allah
Jemand mit dem Nicknamen „Marcel“ hat weiter unten haarsträubende Thesen verbreitet, so als würde es sich um den Gott der Christen und Allah um verschiedene Götter handeln. Er scheint wirklich sehr ungebildet oder verblendet oder beides zu sein. Denn jeder arabisch sprechende Christ betet zu „Allah“. Auch der Begriff für „Gott“ in der arabischen Übersetzung der Heiligen Schrift ist „Allah“. Warum haben sich wohl die Christen keine anderen Begriff ausgesucht? Obwohl sie oft unmittelbar mit Moslems zusammenleben und somit Mißverständnissen Raum gegeben würde? Die Antwort ist einfach und seit vielen Jahrhunderten klar: weil „Allah“ weder der „Stammesgott“ der Christen oder der Moslems ist, sondern einfachhin der eine Gott, an den sowohl Christen als auch Moslems glauben. Arabische Christen unterscheiden sich von den Moslems nicht durch „Allah“, sondern durch ihr Bekenntnis, daß sowohl der Sohn als auch der Heilige Geist wesensgleich mit „Allah“ sind.
Redaktion benachrichtigen „Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“
#39   Karim   11:00:51 | Mittwoch, 12. April 2006
Bereits die Terminologie von P. Lang ist falsch
Es gibt weder eine „alte“ noch eine „neue“ Messe. Es gibt die hl. Messe, die in verschiedenen Riten gefeiert wird. Wer das nicht auseinanderhalten kann, sollte erst einmal Dogmatik und Liturgik studieren! Aber dieser Fehler, den, das sei zugestanden, nicht nur P. Lang, sondern die Piusbruderschaft in unzähligen Ausführungen wiederholt, hat ungeheure Konsequenzen: so fühlt sich die Piusbruderschaft als „Retter der Messe“ – was für ein Unsinn, anbetracht der vielen katholischen Riten, die nicht die Krisenerscheinungen des „neuen Meßritus“ erleben – und wer will dem lieben Gott vorschreiben, daß eine Vertiefung in Anbetung und Ehrfurcht nicht auch von einem anderem katholischen Ritusberich auf den lateinischen einwirken kann.
Redaktion benachrichtigen „Das Problem ist nicht der Ritus“
#44   Karim   18:43:36 | Donnerstag, 6. April 2006
Über die Bedeutung des Wortes „schlecht“
Von „schlecht in sich“ spricht man, wenn etwas als solches ungeeignet ist, als Mittel zur Erreichung eines guten Zieles zu dienen. In diesem Sinn kann ein Ritus, der von der kirchlchen Autorität approbiert worden ist, nicht „schlecht“ sein. Es gibt aber auch die Bedeutung „schlecht“ im Sinne von „schlecht“ aufgrund verschiedener Umstände. So hat z.B. Benedikt XIV. geschrieben, daß die Festlegung eines bestimmten Weihealters sich in einer bestimmten Situation sich als negativ für die Kirche erweisen kann, weil es entweder zu hoch oder zu niedrig angesetzt ist. Auch war man schon vor vielen Jahrzehnten uneinig, ob nicht das Beharren auf der lateinischen Kultsprache in manchen Gebieten als „schlecht“, nämlich negativ für das eigentliche Anliegen, der Mission, erwiesen habe. Bekanntlich hat die Kirche früher hier anders gehandelt (Stichwort: Kirchenslawisch). Anders gesagt: kein Ritus hier auf Erden ist in jeder Hinsicht vollkommen. Und: berechtigte und fundierte Kritik kann in manchen Dingen an jedem Ritus geübt werden – um ein Beispiel der alten lateinischen Liturgie zu nennen: die am meisten verwendete Präfation, die „praefatio communis“ hat mit einer Präfation im Sinn der Tradition sehr wenig zu tun – es fehlt gerade der Inhalt, für den man Gott dankt.
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#25   Karim   17:03:11 | Donnerstag, 6. April 2006
Die Piusbruderschaft ist nicht „voll katholisch“
Meines Wissens hat Kardinal Hoyos nie behauptet, daß die Piusbruderschaft „voll katholisch“ wäre – wozu dann überhaupt Verhandlungen und die Frage nach der Anerkennunng des II. Vatikanums? Vielmehr wurden Erzbischof Lefebvre und die vier von ihm gegen das ausdrückliche Verbot des Papstes geweihten Bischöfe exkommuniziert und die Weihe als „schismatischer Akt“ beurteilt. Die Piusbruderschaft spielt oft mit den Worten, ohne der Sache auf den Grund zu gehen. So wirft sie in unzähligen Publikationen „schismatischer Akt“ und „Schisma“ durcheinander und behauptet, sie sei nicht schismatisch. In Wahrheit kann aber die verbotetene und als solche die Autorität des Papstes nicht anerkennende Bischofsweihe ein Schisma und eine schismatische Gruppe begründen, muß es aber nicht – das ist eben der wichtige Unterschied zwischen „schismatischer Akt“, der nur der Möglichkeit nach zu einem Schisma führt, und einem Schisma. Je mehr aber die Priester und Gläubigen die vier, nicht in voller Einheit mit dem Papst stehenden Bischöfe, als ihre Bischöfe betrachten, wird sich ein Schisma herausbilden.
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#23   Karim   12:29:59 | Sonntag, 26. März 2006
Warum weitere Zusätze über „römisch-katholisch“ hinaus?
Die ganze Tradition der Kirche spricht von den drei Banden (vincula), die das Römisch-Katholischsein ausmachen: Glaube, Sakrament, hierachische Communio. Wenn, wie Heger ausführt, einzelne Bischöfe nicht mehr den Glauben der Kirche verkünden, hat man in geeigneter Weise diesen selbst das aufzuzeigen und, sollte dies nichts nützen, das Recht und die Pflicht, dem Nuntius bzw. direkt Rom dies anzuzeigen. In der Kirche ist der Gehorsam gegenüber der Autorität kein Kadavergehorsam, sondern ein vom Glauben an die Verheißung Christi herrührender (vgl. Mt, Kap. 16 und 18) und schließt daher die gegenseitige Zurechtweisung nicht aus (vgl. Paulus gegenüber Petrus in der Frage unreiner Speisen) – aber: es ist Kritik, die innerhalb des grundsätzlichen Gehorsams steht, vergleichbar etwa mit einer Familie, in der Kinder den Vater kritisieren. Daher braucht es keine weiteren Adjektive als „römisch-katholisch“, um sich als Glied der Katholischen Kirche zu bekennen. Es ist ein Unding, sich vorzustellen, Katharina von Siena oder Bernhard von Clairvaux, hätten sich – in Zeiten großen Krisen ! – um sich innerhalb der Kirche zu unterscheiden, „traditionalistisch“ genannt!!
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#25   Karim   12:03:16 | Sonntag, 26. März 2006
Autorität des II. Vatikanums
Wenn man sich den Ausführungen von Dr. Karl Wallner (s.u.) anschließt und von diesen ausgehend folgert, das II. Vatikanum habe kein außerordentliches, wohl aber ordentliches Lehramt ausgeübt, hat es doch die Autorität eines ökumenischen Konzils, d.h. die moralische Gesamtheit aller Bischöfe hat in Einheit mit dem Papst Dokumente unterschiedlicher Gewichtung (von „Dogmatischer Konstitution“ bis zu „Erklärung“) verabschiedet. Die Schwierigkeit besteht darin, genau herauszuarbeiten, mit welcher Autorität genau die einzelnen Text bzw. einzelne Passagen verpflichten – dieses Problem gab es z.B. auch nach dem I.Vatikanum – daher gibt es eigene Komissionen, die im Zweifelsfall Entscheidungen fällen (so hat ja ein rein deutscher Text Eingang in den Denzinger gefunden, weil Piux IX. persönlich auf die Vorwürfe Bismarcks gegen das I.Vatikanum antwortete – auch hier gab es eklatante Mißverständnisse, die sich aber auch auf Texte des 1.V. berufen konnten). So wurde, um nur ein Beispiel zu erwähnen, die Deutung, die Leonardo Boff dem Kapitel 8 von Lumen gentium gegenben hat, zurückgewiesen. Also: die Autorität des II.Vatikanum ist die des ordentlichen Lehramtes in seiner höchsten Form (nämlich alle Bischöfe mit dem Papst), aber bezüglich des Verpflichtungscharakters sind wir im Zweifelsfall auf Entscheidungen Roms angwiesen. Eine Ablehnung des II. Vatikanums als solches würde eine Ablehnung des ordentlichen Lehramtes als solches implizieren und damit unvereinbar sein mit Katholischsein.
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#23   Karim   22:43:16 | Samstag, 25. März 2006
Was heißt „außerordentliches Lehramt“
Eine gewisse Verwirrung scheint zu herrschen bezüglich der Frage, ob das II. Vatikanum eine Äußerung des „ordentlichen“ oder „außerordentlichen“ Lehramtes war. Dr. Karl Wallner, Dekan von Heiligenkreuz schreibt:
„Das außergewöhnliche Lehramt üben aber
auch die Bischöfe aus, wenn sie sich, vom Papst einberufen, zu einem Ökumenischen
Konzil versammeln und dort – mit dem Papst – Glaubenswahrheiten definieren. So
geschehen auf dem 1. Vatikanischen Konzil 1870. Zur Ausübung des außerordentlichen
Lehramtes gehört die Absicht, infallibel zu sprechen“ – Nun, da auf dem II. Vatikanum keine Glaubenswahrheiten definiert wurden, wird man demnach nicht von „außerordentlichen“ Lehramt sprechen können.
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#20   Karim   22:17:22 | Samstag, 25. März 2006
Was bedeutet „Anerkennung des Zweiten Vatikanums“
Da das II. Vatikanum ordnungsgemäß nach dem damals gültigen CIC von 1917 einberufen, unter Leitung Johannes XXIII. und Paul VI. abgehalten und bestätigt wurde, darf ihm der Charakter eines ökumenischen Konzils und der Charakter ordentlichen Lehramtes nicht abgesprochen werden. Einig sind sich alle, daß keine neuen Dogmen verkündet wurden (dies hat auch Paul VI. hervorgehoben). Doch muß betont werden: nicht nur, sondern vor allem das ordentliche Lehramt dient der Vertiefung des Verständnissses der Offenbarung (darum heißt auch die andere Form: außerordentlich). Da sich das II. Vatikanum, wie übrigens jedes ökumen. Konzil, in Kontinuität zur Vergangenheit sehen wollte (auf keine Autorität wird sooft verwiesen wie auf Pius XII.), sind die neuen Akzente und Aspekte, insofern sie die Lehre betreffen, als organische Entfaltung und Weiterführung und nicht im Widerspruch zum Vergangenen zu interpretieren. Nur ein markantes Beispiel: einfach das Wort „Religionsfreiheit“ zu nehmen und zu sagen, die sei früher verurteilt worden und werde jetzt plötzlich gelehrt, verkennt die Realität des organischen Wachstums. Denn: auch alle drei wichtigen Begriffe der Trinitätslehre (Wesen, Person, Hypostase) wurden von der Kirche einmal verurteilt, später aber als Ausdruck der rechten Lehre verwendet. Die „Religionsfreiheit“ des II.Vatikanums ist, das kann jeder, der die Acta des Konzils studiert (also die Textgeschichte), sehen, nicht die, die im 19. Jahrhundert verurteilt wurde.
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#21   Karim   17:30:54 | Samstag, 25. März 2006
Sind Traditionalisten katholisch?
Ich war der Auffassung, es genüge einfach, katholisch zu sein, d.h. in Gemeinschaft mit dem Papst und den ihm verbundenen Bischöfen zu stehen, den von der Kirche dargelegte Glauben zu bekennen und die sieben Sakramente anzuerkennen. Eine Bestimung der Tradition von einem Standpunkt gegen Rom oder ohne Rom ist mir hingegen nichts bekannt – außer bei Gruppen, die eben nicht katholisch sind.
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#4   Karim   11:58:20 | Samstag, 25. März 2006
Einigung möglich: wenn die Mitglieder der Piusbruderschaft sich bekehren
Viele Texte der Piusbruderschaft zu den Themen, die tatsächlich einer Einigung im Wege stehen, nämlich Religionsfreiheit, Ökumenismus, die Beurteilung des neuen lateinischen Meßritus, strotzen nur so von Unkenntnis der Tradition, die zu verteidigen, und zwar sogar gegen Rom, sie sich vorgenommen haben. Das heißt natürlich nicht, daß es nicht in all diesen Bereichen innerkirchlich Fehldeutungen und Mißbräuche gab und gibt. Aber: eine Reform ohne oder gegen Rom endet mit Sicherheit in einer schismatischen Bewegung – man vergleiche dazu Martin Luther und Katharina von Siena – beide lebten in einer Zeit der Krise, beide wollten eine Reform (Luther berief sich anfänglich sogar, ähnlich wie die Piusbruderschaft, auf den besser zu informierenden Papst…) – aber nur Katharina wurde zu einem Segen für die Katholische Kirche, weil sie sich nur für eine innerkirchliche Reform mit dem Papst, in Einheit mit ihm, einsetzte. Sie selbst sah sich gar nicht als Reformatorin, sondern als diejenige, die am meisten Schuld an der Krise der Kirche trage (so in einem Brief an Raimundo von Capua) – solch eine Selbsteinschätzung habe ich noch bei keinem Mitglied der Piusbruderschaft angetroffen… – daher: Bekehrung!
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#17   Karim   10:30:35 | Samstag, 25. März 2006
zu Karl Murx – Sie wollen also keinen Disput
Ich habe Ihnen drei Fragen vorgelegt (siehe unten), deren Beantwortung ich als Voraussetzung für einen weiteren Disput ansehe. Da Sie keine der drei beantwortet haben, sind Sie anscheinend nicht an einem sachlichen Disput interessiert. Schade! Denn ein näheres Eingehen auf die Anaphora von Addai und Mari, die bis ins 2. bzw. 3. Jhdt. nach Christus zurückreicht, hat ein Abklären meiner Fragen zur Voraussetzung. Eine Beschäftigung mit heiligen rituellen Texten (wie ich Sie in meinen Fragen anspreche) als „Semantik“ abwertend zu beurteilen, bedeutet, Wesentliches im Christentum nicht verstanden zu haben. Ihre Behauptung, die Einsetzungsworte Christi seien ein monolithischer Gesetzestext, der überhaupt nicht das Umfeld (sprachlich und sachlich) zu beachten habe, widerspricht eklatant der Heiligen Schrift und einem ihr gemäßen Umgang. Denn wie die Evangelien bezeugen, hat Christus die Einsetzung des eucharistischen Opfers und Sakramentes innerhalb einer Beracha vorgenommen und diese ist nun einmal ein Gebet. Daß man z.T. schon im Mittelalter das lateinische „benedixt“ als reinen Gestus (segnete) mißverstanden hat, zeigt gerade die Bedeutung fundierter „semantischer“ Forschung (um Ihre Diktion zu verwenden).
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#11   Karim   13:30:43 | Freitag, 24. März 2006
zu Karl Murx: Voraussetzungen für einen Disput
Wie wir bei Platon erfahren können, hat eine Disputatio nur einen Sinn, wenn klar ist, über was man sich einig ist. Daher folgende Fragen:
1) Gestehen Sie zu, daß eine rein deprekative Taufformel (es möge getauft werden) gültig ist, obwohl im Taufbefehl (Mt 28) ein indikativisch gehaltener Auftrag zu stehen scheint und auch viele Riten indikativische Taufformeln haben?
2) Gestehen Sie zu, daß eine rein deprekative Lossprechungsformel (etwa in der der Form: es erbarme sich deiner…und lasse dir die Sünden nach der alllmächtige und barmherzige Gott), wie sie sowohl im lateinischen Ritusbereich vorkam als immer noch in östlichen Riten vorkommt, gültig ist?
3) Gestehen Sie zu, daß auch der Einsetzungsbericht des lateinischen Ritus einen Relativsatz darstellt (qui pridie), der sich an ein Gebet (!) um die Wandlung anschließt, das also den Hauptsatz darstellt?
Mit herzlichem Gruß und Dank für eine Antwort
Karim
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#9   Karim   12:04:01 | Freitag, 24. März 2006
zu Karl Murxn – Nicht Kraut und Rüben durcheinanderwerfen
Rom hat nicht eine Liturgie ohne Wandlungsworte für gültig erklärt, sondern eine, die keinen expliziten Einsetzungsbericht enthält. Bereits Johannes Chrysostomus hat hervorgehoben, daß es nicht die Worte des Priesters sind, die die Konsekration bewirken, sondern die Worte des Herrn. Wie die Worte des Herrn wirksam sind, durch ein wörtliches Wiederholen des Priesters hindurch (z.B. im lateinischen Ritusbereich), oder durch die Form von Gebeten (so bei der Anaphora von Addai und Mari), ist dann offengelassen. Nur zur Erinnerung: bereits das Konzil von Florenz anerkannte eine Taufformel, die rein deprekativen Charakter hat (es möge getauft werden…). Ebenso haben viele Lossprechungsformel bei der Beichte Gebetscharakter und wurden für gültig anerkannt. Daß dies jetzt auch für eine Liturgie geschah, liegt demnach auf der Linie dessen, wie das Heilshandeln Christi in der Zeit wirksam werden kann.
Redaktion benachrichtigen Es geht darum, die Kirche von heute anzuerkennen. Aus. Amen.
#3   Karim   10:10:03 | Donnerstag, 23. März 2006
Der erwähnte Priester der Piusbruderschaft ist häretisch,
wenn er tatsächlich der Auffassung sein sollte, im Neuen Lateinischen Ritus würde die Realpräsenz von der Zustimmung der Gläubigen abhängen und als Beweis die Reduzierung einer zweifachen auf eine einfache Kniebeuge anführt. Viele Jahrhunderte hindurch wurde in lateinischen Riten an dieser Stelle überhaupt keine Kniebeuge gemacht, ja, wie alte Missale bezeugen, wurde nicht einmal der Einsetzungsbericht vom übrigen Text abgesetzt und hervorgehoben.
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#134   Karim   22:12:27 | Mittwoch, 22. März 2006
Päpste ließen Religionsfreiheit unbeanstandet
Bayern ist einerseits dem Christentum verpflichtet, wie aus folgendem Ausschnitt aus einem Urteil deutlich wird:
„Schon in ihrer Präambel, der Bedeutung für die Auslegung der Verfassung zukommt (VerfGH 41, 44/47), lehnt die Bayerische Verfassung eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott ab und verweist auf die mehr als tausendjährige Geschichte Bayerns, die geprägt ist durch die Verwurzelung des Landes in der christlich-abendländischen Tradition.“ Andererseits gibt es im katholischen Bayern seit dem Edikt über die Religionsfreiheit (1803) die Zulassung von Gemeindebildungen der drei im Westfälischen Frieden (1648) anerkannten Konfessionen. Dieses Edikt wurde von keinem Papst verworfen.
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#81   Karim   13:56:00 | Dienstag, 21. März 2006
Es gibt ein Recht auf Toleranz
Selbst Pius XII. hatte einmal geschrieben, daß es Situationen gäbe, in denen, obwohl es sich um objektive Übel handle, dem Staat nicht einmal das Recht zustehe einzugreifen. Mit anderen Worten: die beteiligten Personen haben ein Recht auf Toleranz. Abstrus ist die Auffassung, allein die Katholiken dürften in einem Staat Toleranz einfordern, wären diese einmal an der Macht, könnten sie ihrerseits allen andern Nichtkatholiken das Leben schwer machen. Wenn ich recht sehe, vertreten auch manche Islamisten diese These…mutatis mutandis, d.h. in Hinblick auf den Islam natürlich. Aber: wird so je ein friedliches Leben in einem Staate möglich sein? Jedenfalls hat der hl.Paulus die Christen aufgefordert, für die heidnischen Herrscher zu beten, damit die Christen ein friedliches Leben führen können. Hätte wohl Paulus, wäre er ein Herrscher gewesen, den Untertanen diesen Frieden verweigert? Nie und nimmer! Und zum friedlichen Miteinander gehört eben auch die Relgionsausübung!
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#65   Karim   07:40:28 | Dienstag, 21. März 2006
Wollen Sie eine „islamistische“ Ekklesiologie?
Einer Identifizierung von Kirche mit dem Staat und Kirche mit einem daraus folgernden „weltlichen“ Absolutheitsanspruch scheinen einige hier zu huldigen. Sie scheinen vergessen zu haben, daß selbst Pius XI. in „Quas primas“ ausdrüclich betont, daß man in das Reich Christi nur durch Bekehrung eintreten kann (und die läßt nun nicht weltlich/staatlich verordnen…) und bereits Leo XIII. die „Freiheit der Gewissen“ verteidigt und damit einen Ansatzpunkt für ein Recht der Person vor einer Nichteinmischung des Staates in religiösen Fragen (innerhalb der Grenzen des Gemeinwohls) begründet. Wer aus dem Reich Christi und der Welt ein Reich machen will, findet sich in der fundamentalistischen islamischen Auffassung wieder, aber nicht in der Lehre der Kirche!
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#46   Karim   19:27:09 | Montag, 20. März 2006
Nicht Rom, die FSSPX verweigert den Diskurs
Nachdem Erzbischof Lefebvre seine „Dubia“ (Zweifel“)bezüglich der vom II. Vatikanum gelehrten Religionsfreiheit eingereicht hatte, gab es eine ungefähr 50 Seiten umfassende Antwort Roms. Doch diese Antwort wurde von der FSSPX (Piusbruderschaft) nicht veröffentlicht! Die allermeisten Mitglieder wissen gar nicht, daß es eine solche Antwort gibt! Nicht Rom, sondern die FSSPX verweigert beharrlich den Diskurs!
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#41   Karim   22:31:04 | Dienstag, 14. März 2006
Die Bürger haben Freiheit, nicht die Religion
Lieber Iräneus, nicht die Religionen haben das Recht auf Freiheit, sondern die Staatsbürger, die ihre Religion ausüben wollen. Da der Staat als Staat für alle Bürger zuständig ist, nicht nur für Katholiken (oder vertreten Sie das Staatsmodell fundamentalistischer Islamisten?) und der Staat als Staat nicht für die Religion zuständig ist (ansonsten müßten Bürger andauernd ihre Staaten wechseln, je nachdem, welcher Religion sie angehören), darf sich auch kein Bürger vom Staat zu einer Relgionsausübung gezwungen oder an einer religiösen Praxis gehindert sehen, die dem Gemeinwohl keinerlei Schaden zufügt.
Redaktion benachrichtigen Die Lefebvristen unter sich?
#39   Karim   21:59:50 | Dienstag, 14. März 2006
Religionsfreiheit und die Päpste
Da scheinen einige im Forum die Geschichte nicht zu kennen. So haben seit Jahrhunderten die Päpste keine Einwände dagegen gehabt, daß z.B. in der Verfassung des katholischen Bayern das Recht auf Religionsfreiheit verankert ist. Weiters haben Pius IX. und Leo XIII. nur eine Religionsfreiheit auf dem Hintergrund des Indifferentismus abgelehnt, nicht aber eine Religionsfreiheit, die sich aus dem Recht der menschlichen Person vor einer Nichteinmischung des Staates (natürlich innerhalb der Grenzen des Naturrechts, ein z.B. Kinder opfern wollender Sektenbruder kann sich nicht auf „Religionsfreiheit“ berufen) ergibt, wie sie vom II.Vatikanum gelehrt wurde. Übrigens hat bereits Leo XIII. die „Freiheit der Gewissen“ verteidigt.
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#67   Karim   21:43:19 | Dienstag, 14. März 2006
Quo primum sprach nie von „dieser Messe“
An Marcel: Sie scheinen „Quo primum“ und den alten lateinsichen Ritus nicht gut zu kennen. Weder „Quo primum“ noch das „Missale Romanum“ sprechen von „dieser Messe“ oder „die Messe aller Zeiten“ – sondern nur vom „Ritus“ der Messe, in diesem Fall von einem Ritus, nämlich einem des lateinischen Ritusbereichs. Es gab und gibt innerhalb der Katholischen Kirche zig andere Riten. Bevor Sie wieder „Ritus“ und „Messe“ durcheinanderwerfen, sollten Sie doch ein wenig Liturgiegeschichte und Dogmatik konsultieren. Ein gut gemeinter Rat! Übrigens, verzeihen Sie mir den polemischen Hinweis, betreffs Ihres „häresiefreien“ Forums. Eine Identifizierung eines Ritus mit „der Messe“ ist eigentlich häretisch, da dann ja in anderen Riten keine gültige Messe gefeiert werden könnte.
Redaktion benachrichtigen „Der Papst hat den Notstand in der Kirche de facto anerkannt“
#32   Karim   19:45:53 | Montag, 13. März 2006
Der Ausdruck „Heilige Messe aller Zeiten“ ist falsch
Die Identifizierung eines bestimmten Ritus mit der „Heiligen Messe aller Zeiten“ ist falsch, weil die hl.Messe in verschiedensten Riten gefeiert wurde und wird. Somit sind auch die Ausdrücke „Neue Messe“ wie auch „Alte Messe“ eigentlich falsch. Auch gibt es keine Krise „der Messe“. Es gibt eine Krise innerhalb des lateinischen Ritusbereichs. Punkt. Aber keine des äthiopischen, byzantinischen und anderer Ritusfamilien der Katholischen Kirche.
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#15   Karim   17:00:30 | Mittwoch, 8. März 2006
Wenn sie näher kommen, dann müssen sie wählen.
Mutter Teresa hat keinen Synkretismus gelehrt, sondern ging davon aus, daß ein Mensch, der sich wirklich bemüht, Gott zu suchen und ihm zu dienen, sein Herz bereitet für die Fülle der Offenbarung, die uns in und durch Christus geschenkt ist. Und bereits die Kirchenväter sprachen von den „Samenkörnern“ des Wortes, die sich bei den Nichtchristen finden. Alles, was eben in anderen Religionen in sich wahr, gut und heilig ist, kann hin zu Gott und seiner Gnade führen.
Wer im Hebräischen beheimatet ist, weiß, daß „dabar“ sowohl Wort als Tat bedeutet. Das heißt: durch ihre Werke der Nächstenliebe hat Mutter Teresa auch gepredigt, Zeugnis gegeben für Christus. Und es ist bekannt, daß viele Leidende und Sterbende noch das Sakrament der Taufe verlangt haben. Und auch den übrigen, die noch nicht zu dieser Einsicht gelangt waren, war sie zumindest eine Hilfe, im Frieden mit Gott zu sterben. Hier tröstet ein Wort Pius IX., der am 7.12.1854 sagte, daß Gott keinen verurteilt, der ohne Schuld nicht katholisch wird.
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#71   Karim   20:06:32 | Freitag, 3. März 2006
Zu: Gott und Allah
Jeder, der des Arabischen mächtig ist, weiß, daß der Name für Gott eben Allah ist, sei es für Moslems, sei es für Christen. Das arabische Neue Testament spricht nur von „Allah“, nie von „Gott“ (was die Terminologie betrifft). Übrigens: das Wort „Gott“ ist gar nicht christlichen Ursprungs, sondern geht wahrscheinlich auf das Sanskrit Verbum „hu“ zurück, was „opfern“ bedeutet, bzw. vom Partizip „huta“, d.h. das durch Opfer angerufene Wesen. Soviel zum Terminologischen, nun zum Inhalt. Ist es nicht auffällig, daß sowohl wir Christen in Deutschland, England (God) etc. einen Begriff für Gott haben, der gar nicht christlichen noch jüdischen Ursprungs ist. Dasselbe gilt für „theos“ (wahrscheinlich von „hauchen, atmen“), „Deus“ (aus Sanskrit: der Leuchtende oder Himmlische). Mit anderen Worten: diese Begriffe konnten übernommen werden, weil sie mit Inhalten verbunden waren, die in sich wahr sind, wie die Existenz eines transzendenten Wesens. D.h. der Monotheismus ist überall wahr, egal, wo er sich findet. Durch die Fülle der Offenbarung wird auch auch nicht die Wahrheit des Monotheismus abgeschafft. Und im Glauben an einen Gott sind Christen mit allen eins, die auch an einen Gott glauben (so sah es z.B. auch der sicher nicht als liberal geltende Pius XI.).
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#68   Karim   15:55:31 | Freitag, 3. März 2006
Es geht nicht um rein natürliche Gotteserkenntnis
Weder Heb.11,6 noch der hl. Gregor VII. sprechen von einer rein natürlichen Gotteserkenntnis, wie wir sie etwa in Röm 1,19f angesprochen finden. Denn entscheidend für den Unterschied zwischen natürlicher und übernatürlicher Gotteserkenntnis ist das Medium, durch das sie geschieht, einmal durch die Vernunft, einmal durch den Glauben. Das Objekt, nämlich Gottes Existenz und seine Vorsehung, ist beidesmal dasselbe. Sowohl im Hebräerbrief, Kap. 11, als auch im Brief des hl. Gregor VII. geht es aber um eine Gotteserkenntnis im Glauben (Heb, 11, 6: muß glauben, daß er ist…Gregor: an einen Gott glauben, ihn bekennen und verehren). Übrigens auch, was die Liebe betrifft, so schreibt sie Gregor VII. beim Muslim eindeutig einem übernatürliche Einfluss Gottes zu, und nicht einem rein natürlichen Impuls. Auch die gegenseitige Liebe, die sich Christen und Muslime mehr schulden als anderen, betrifft ja gerade den Umstand, daß sie beide an den einen Gott glauben.
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#63   Karim   23:32:17 | Donnerstag, 2. März 2006
Der Brief des hl.Gregor VII. – deutsch – 2.Teil
Denn wie der Apostel sagt: Er ist unser Friede und hat beides eins gemacht (Eph 2). Aber diese dir von Gott verliehene Gnade haben viele vornehme Römer durch uns erkannt und bewundern ohne Einschränkung deine Güte und deine Tugenden und künden davon. Darunter sind unsere Vertrauten Albericus und Cincius, die fast von Jugend an mit uns im Römischen Palast aufgezogen worden sind und es sich sehr wünschen, in innige Freundschaft mit dir zu gelangen, und weils sie dir gerne mit dem dienen wollen, was dir in unseren Heimatländern gefallen könnte, schicken sie dir ihre Diener, damit du durch sie erkennst, für wie klug und edel sie dich halten und wie sehr sie dir dienen wollen und können. Wir empfehlen sie deinem Großmut und bitten dich, daß du dieselbe Liebe, die wir dir und all den deinen zuteil zu werden ersehnen, auch ihnen aus Liebe zu uns und als Ersatz für die Treue der erwähnten Männer zuteil werden läßt. Gott weiß nämlich, daß wir dich rein zur Ehre Gottes lieben, und dein Heil und deinen Ehre in diesem und im zukünftigen Leben ersehnen. Und daß Gott selbst dich nach einem langen Leben in den seligen Schoß des heiligsten Patriarchen Abraham aufnehmen möge, dafür beten wir mündlich und mit dem Herzen.
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#61   Karim   22:57:37 | Donnerstag, 2. März 2006
Der Brief des hl.Gregor VII. – deutsch – 1.Teil
Bischof GREGORIUS, der Diener der Diener Gottes, entbietet Anzir [Anazir], dem Fürsten von Mauretanien ( Sitiphensis provinciæ ) in Afrika, Gruß und Apostolischen Segen.
Eure Majestät hat uns in diesem Jahr eine Brief geschickt, auf daß wir den Priester Servandus gemäß christlicher Ordnung zum Bischof weihen. Weil uns deine Bitte gerecht und sehr gut erschien, trachteten wir danach, es zu tun. Du hast uns auch Geschenke übermittelt und Christen aus Ehrfurcht vor dem heiligen Petrus, des Fürsten der Apostel, und aus Liebe zu uns freigelassen. Du hast ferner versprochen, weitere Gefangene in Zukunft freizulassen. Diese Güte hat schließlich der Schöpfer von allen, nämlich Gott, ohne den wir nichts Gutes zu tun, ja nicht einmal zu denken vermögen, deinem Herzen eingegeben. Er, der jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (Joh 1) hat deinen Geist bei diesem Vorhaben erleuchtet. Denn der allmächtige Gott, der will, daß alle Menschen gerettet werden und keiner verlorengeht (1 Tim 2) anerkennt nichts mehr in uns, als daß der Mensch nach der Liebe zu sich selbst den Nächsten liebe und daß er anderen nichts antue, von dem er selbst wünscht, es möge ihm nicht angetan werden (Math 7). Daher schulden wir [Christen] und ihr [Muslime] diese Liebe uns gegenseitig mehr als den übrigen Völkern, da wir an einen Gott, wenn auch auf verschiedene Weise, glauben und ihn bekennen, und wir ihn als Schöpfer der Zeiten (Jahrhunderte) und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren.
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#58   Karim   21:59:31 | Donnerstag, 2. März 2006
Der Brief des hl. Gregor VII. – II. Teil
Nam sicut Apostolus dicit : Ipse est pax nostra qui fecit utraque unum (Ephes. II). Sed hanc tibi gratiam a Deo concessam plures nobilium Romanorum per nos cognoscentes, bonitatem et virtutes tuas omnino admirantur [0451B] et prædicant. Inter quos duo familiares nostri Albericus et Cincius, et ab ipsa pene adolescentia in [0452A] Romano palatio nobiscum enutriti, multum desiderantes in amicitiam et amorem tuum devenire, et de his quæ in patribus nostris placuerit tibi libenter servire, mittunt ad te homines suos, ut per eos intelligas quantum te prudentem et nobilem habeant, et quantum tibi libenter servire velint et valeant. Quos magnificentiæ tuæ commendantes rogamus, ut eam charitatem, quam tibi tuisque omnibus semper impendere desideramus, eis pro amore nostro et recompensatione fidelitatis prædictorum virorum impendere studeas. Scit enim Deus quia pure ad honorem Dei te diligimus, et salutem et honorem tuum in præsenti et in futura vita desideramus. Atque ut ipse Deus in sinum beatitudinis sanctissimi patriarchæ Abrahæ post longa hujus vitæ spatia te [0452B] perducat corde et ore rogamus.
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#56   Karim   21:53:31 | Donnerstag, 2. März 2006
zu: viroblationis: der Text des hl.Gregor VII.- I.Teil
Es geht um den Glauben an Gott , nicht um eine philosophische Erkenntnis. Da nur 1500 Zeichen erlaubt sind, kann ich Teil II erst abdrucken, wenn ein weiterer Leser sich nach meinem Beitrag meldet:
PL 148, [0450D] GREGORIUS episcopus, servus servorum Dei ANZIR [ANAZIR] regi Mauritaniæ Sitiphensis provinciæ in Africa, salutem et apostolicam benedictionem.
Nobilitas tua hoc in anno litteras suas nobis misit quatenus Servandum presbyterum episcopum, secundum Christianam constitutionem, ordinaremus ; quod, quia petitio tua justa et optima videbatur, facere studuimus. Missis etiam ad nos muneribus, Christianos, qui apud vos captivi tenebantur, reverentia beati Petri principis apostolorum, et amore nostro dimisisti, alios quoque captivos te dimissurum promisisti. Hanc denique bonitatem Creator omnium Deus, sine quo nihil boni facere, imo nec cogitare possumus, cordi tuo inspiravit ; ipse qui illuminat omnem hominem venientem in hunc mundum [0451A] (Joan. I) in hac intentione mentem tuam illuminavit. Nam omnipotens Deus, qui omnes homines vult salvos facere, et neminem perire (I Tim. II), nihil est quod in nobis magis approbet quam ut homo post dilectionem suam hominem diligat, et quod sibi non vult fieri, alii non faciat (Matth. VII). Hanc itaque charitatem nos et vos specialibus nobis quam cæteris gentibus debemus, qui unum Deum, licet diverso modo, credimus et confitemur, qui eum Creatorem sæculorum et gubernatorem hujus mundi quotidie laudamus et veneramur.
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#53   Karim   21:08:10 | Donnerstag, 2. März 2006
„Bona fide“ und Mission
Wenn jemand die Tugend des Glaubens hat, und sei es nur mit den Inhalten von Heb 11,6 (Existenz Gottes und seiner Vorsehung), dann er ist er aufgrund dieses Umstandes „bona fide“. Wenn er „mala fide“ wäre, hätte er die Tugend des Glaubens ja gar nicht. Hier gilt: tertium non datur! Im Zustand der „bona fide“ sind aber alle Irrtümer, denen er schuldlos anhängt (wiederum gilt: sonst wäre er nicht „bona fide“) keine Sünde gegen den Glauben. Gleichzeitig gilt: jeder Irrtum, ob er schuldhaft oder schuldlos vertreten wird, ist in sich ein Übel und kann verheerende Folgen haben (nehmen wir als extremes Beispiel die Überzeugung, ohne Darbringung von Menschenopfern würde die Sonne nicht mehr aufgehen). Daher habe ich, in einer die Würde der Person und seiner Wahrheitsfähigkeit achtenden Weise, soweit es mir möglich ist, den in Irrtum Befindlichen zur Wahrheit zu führen – ohne, und das ist wichtig, darüber urteilen zu müssen, ob der andere „bona“ oder „mala fide“ ist. Mit anderen Worten: die Pflicht zur Mission hat als tiefsten Grund die Gottes- und Nächstenliebe, keinen Fanatismus und keinen Proselytismus. Die missionarische Tätigkeit ist dabei von der Überzeugung getragen, daß der eigentliche „Missionar“ der Logos, der Sohn Gottes ist, der jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (vgl. Joh 1,9).
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#25   Karim   21:50:07 | Mittwoch, 1. März 2006
Zu: Vir-oblationis und Glaubensverpflichtung
Der hl.Gregor VII. wußte natürlich, daß Al Nazir das Christentum kannte, hat ihm aber mit keinem Wort eine Sünde des Unglaubens vorgeworfen. Denn es genügt nicht, einfach mit dem Christentum konfrontiert zu werden, sondern es ist notwendig, daß jemand im Gewissen erkennt, daß er den christlichen Glauben annehmen müßte und es nicht tut. Erst dann sündigt er gegen die Tugend des Glaubens, der sich, was den expliziten Glaubensinhalt, auf die Existenz eines Gottes und der moralischen Verantwortung vor ihm (siehe Heb 11,6) beschränken kann. Mit anderen Worten: jemand, der die Tugend des Glaubens (gemäß Heb 11,6) hat, muß eine Sünde gegen den Glauben begehen, um diesen zu verlieren. Solange er das nicht tut, verliert er diese Tugend nicht, selbst wenn er irrtümlich z.B. von der Unwahrheit des Christentums überzeugt ist.
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#20   Karim   17:43:42 | Mittwoch, 1. März 2006
Bereits der hl. Thomas von Aquin
Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin lehrte, daß für diejenigen, die noch nicht die Offenbarungswahrheit angenommen haben (er nennt sie „gentiles“) der Glaube an einen Gott und dessen Vorsehung genügt (De Veritate, q.14 a.11 ad 5). Übrigens entspricht das ganz dem Neuen Testament, Hebr. 11, 6: „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn suchen, ein Vergelter ist“.
In diesem Glaubensakt, so lehrt Thomas von Aquin, ist dann auch der Glaube an alle Wahrheiten eingeschlossen, implizit, d.h. ohne daß der betreffende Nichtchrist sich dessen bewußt ist (Summa Theologica II IIae, q.1 a.7 c).
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#3   Karim   11:46:48 | Mittwoch, 1. März 2006
Bereits der heilige Papst Gregor VII.
In einem berühmten Brief an den moslemischen Prinzen Al-Nasir schrieb der hl. Gregor VII. im Jahre 1076, daß Christen und Muslime zu größere gegenseitiger Liebe als zu anderen verpflichtet sind, „da wir (Christen und Muslime) an einen Gott, wenn auch in verschiedener Weise, glauben und bekennen, und wir ihn als Schöpfer der Zeiten und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren“ (Hanc itaque charitatem nos et vos specialibus nobis quam cæteris gentibus debemus, qui unum Deum, licet diverso modo, credimus et confitemur, qui eum Creatorem sæculorum et gubernatorem hujus mundi quotidie laudamus et veneramur, PL 148, 451 A).
Der hl. Gregor VII. widerspricht also direkt denjenigen, die behaupten, Christen und Muslime hätten einen verschiedenen Gott.
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#56   Karim   10:02:00 | Freitag, 24. Februar 2006
Ein Grundproblem der Piusbruderschaft
Die Auffassung des sedisvakantisch gewordenen Paters „er verwerfe auch das System der Piusbruderschaft, in dem die Anerkennung des Papst illusorisch sei und dieser de facto nicht mehr als ein Ehrenprimat besitze. Das einzige Zeichen der Anerkennung des päpstlichen Primates seien Fotos des „aktuellen Okkupanten des Stuhles Petri“ in den Sakristeien der Kapellen und Kirchen der Bruderschaft. Die eigentliche Autorität der Piusbruderschaft sei der Generalobere“ gibt tatsächlich ein Grundproblem der Piusbruderschaft wieder. Sollte diese nicht in die volle sichtbare Einheit mit dem Papst zurückkehren, wird sie schließlich in einer Ekklesiologie enden, die mit dem katholischen Glauben unvereinbar ist.
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