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Benedikt… der Vorwurf der Arroganz mag ja auch mal richtig sein. Aber schauen Sie sich doch mal selbstkritisch
Ihren ersten Absatz an, wieviel arrogante Rechthaberei dieser selbst ausstrahlt. Verdammt, man muß doch
kein Anhänger von FSSPX sein, um die inhaltliche Schwäche so manches Konzilstextes (Vat II) zu sehen,
wie z.B. „Nostra aetate, 3“. Oder ist vielleicht nur alles miserabel übersetzt worden?
Meisners Karnevalsmesse… wird zweifellos Folgen haben. Hoppste schon jetzt so mancher Priester mit Pappnase
oder mehr zum Gaudi seiner Gemeinde durch die Kirche, die an solch einem Tag natürlich proppevoll ist,
so ist Meisners Messe die beste Rechtfertigung für alle Liturgie-Avantgardisten. Nun gut, der erzbischöfliche
Kardinal wird damit leben müssen. Die Kritik, vielleicht zu sauertöpfisch zu sein, geht komplett fehl.
Ein Opfermahl mit solchen oder ähnlichen Einlagen, das soll mir mal jemand vernünftig erklären…
Mastermind Recht hat SieRecht hat Sie…DIE TAGESPOST; Die Pius Bruderschaft ist als schismatisch anzusehen
und hat viel Unruhe gebracht. Nein, die TP hat nicht Recht! Denn sie behandelt zumindest ungleich, d.h.
mit häretischen Glaubensgemeinschaften wie protestantischen jeglicher Couleur geht sie ökumenisch „anständig“
um. Über Frau Jepsen z.B. und ihre Theologie habe ich so etwas noch nicht gelesen. Außerdem: Welche
Ekklesiologie vertritt die Tagespost überhaupt, wenn sie unterschiedslos nur von „Kirchen“ schreibt?
Pecunia non olet, das aus den bischöflichen Etats kommt. Die Frage, das Abonnement-Kündigung ist zwar
hart, aber der TP sollte auch klar gemacht werden, daß Sie ihre überwiegend „konservativen“ (was auch
immer das bedeutet) nicht unendlich verletzen kann. Ich möchte wissen, wer von den Dauerkrikern auf diesem
„Sender“ die Tagespost überhaupt bezieht, jetzt aber für sie und Herrn Horst in die Bresche sprint.
Mr. Mastermind, beziehen Sie überhaupt die TP???????????
Catholicus Der Vat. II Text (Ziffer 3) läßt m.E. auch eine andere Interpretation zu, daß es sich nämlich
über den alttestamentlichen Zugang doch um den gleichen Gott handelt, zwar (noch) nicht in der Entfaltung
der Dreifaltigkeit, aber doch um den gleichen Gott wie im AT („…den Schöpfer des Himmels und der Erde,
der zu den Menschen gesprochen hat.“)Auch der nächste Satz von Nostra aetate weist in die gleiche Richtung.
Mit ist schon klar, daß man damit ins theologische Schleudern kommen kann und das Vat. II da einer kritischen
Betrachtung bedarf. Besonders interessant, daß dazu Rahner/Vorgrimmler in ihrem Kommenra nbicht viel
zu einfällt (oder doch?), wenn sie u.a. schreiben: „Die Tatsache, daß dieser Artikel wohl eher aus taktischen
Erwägungen zustande kam, sollte dessen sachliche Bedeutung nicht mehr beeinträchtigen…“ „Taktische
Erwägungen des Konzils“ – auch interessant!!
Aurelius… nun werden Sie wirklich komisch! Wenn sich nach Ihrer Meinung auch beim Opus Dei „sektenähnliche
Züge“ nicht wegdiskutieren lassen, na, dann ist ja ein großer Teil des Vatikan auf dem Sektentripp.
Und die Weltkirche ist ebenfalls davon nicht unwesentlich, zumindest in vielen Spitzenfunktionen, durchseucht.
Aurelius, lassen wir das doch besser auf sich beruhen. Ich hab’s ja geahnt. Es lohnt sich wirklich nicht,
auf dieser Schiene weiter zu reden.
Wie ist denn… das zu verstehen „im übertragnene Sinne“? Nicht wirklich Jungfrau? Wie kann man Jungfrau
„im übertragnene Sinne“ sein. „Geboren aus…“ auch nur im übertragnen Sinne. Und: „Der heilige Geist
wird über dich kommem…“ – auch nur „im übertragenen Sinne“, in Wirklichkeit war es doch Joseph? „Auferstanden
von den Toten…“ – auch nur „im übertragenen Sinne“, denn wer tot ist, kann in Wirklichkeit nicht auferstehn?
Ja, ich bin offensichtlich katholisch nur „im übertragenen Sinn“, weil der Glaube nur „im übertragenen
Sinn“ zu verstehen ist. Nun glaube ich nur noch an Katharina L.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aurelius… Ich traue mir nicht zu zu beurteilen, wer auf diesem „Sender“ hier den Apologeten von FSSPX
zuzurechnen ist. Da wissen Sie offensichtlich viel mehr. Und selbst wenn – diese offensichtlichen und
weniger offensichtlichen erkennbaren Apologeten verbal permanent zu verbrennen, hat etwas mit Bohren von
dünnen Brettern zu tun. Und: wer wird denn in der Kirche nicht einer bestimmten Sekte zugehörig gezählt?
Das fängt beim Opus Dei an, setzt sich über FSSPX und FSSP fort bis zu charismatischen Gruppen. Ich
kenne diese Dünnbrettbohrer nur zu gut. Unsere Relativisten in der Kirche sind permanent auf Sektenjagd.
Und schauen Sie mal in den Bericht einer vor Jahr und Tag eingesetzten Enquete-Kommission des Bundestages,
was da nicht alles auf eine Art Sekten-Liste gesetzt worden ist. Und noch eine andere kleine Anmerkung
oder Frage: Wie gehen Sie mit FSSPX um, wenn die Exkommunikation der 4 Bischöfe von Rom aufgehoben wird,
womit scheinbar zu rechnen ist? Und wie soll man im Vergleich mit FSSPX so richtig die Umarmung zwischen
Bartholomäus und B. XVI oder mit dem Mann aus Canterbury verstehen? Sekte kommt von secare. Sich abgetrennt
haben sich sowohl Konstantinopel als auch Canterbury, von Wittenberg, Genf u. Zürich ganz zu schweigen.
S, und jetzt reicht es mir für heute wieder!
Katharina L… Polemik steht bei Ihnen wohl an erster Stelle, wobei Sie die Puiusbruderschaft mit „Sekte“
gelichwohl kaum treffen. Denn 1. bezeichnet Sie niemand in Rom so und 2. kann es sich auch schon deshalb
kaum um eine Sekte handeln, wenn Card. Hoyos die FSSPX-Bischöfe als „meine Mitbrüder im Bischofsamt“
bezeichnet. Was auch immer Sie schreiben, deshalb fällt noch lange kein Sack Reis in China um. Oder anders:
Was interessiert es den Mond, wenn er von einer Hündin angebellt wird.
Gotthard… Ihnen fällt wahrlich immer etwas Böses oder Verletzendes ein. Aber dafür schreiben Sie
ja so nimmermüde bei kreuz.net. Was machen Sie sonst so den ganzen Tag?
Gunsenum Zum einen geht es um das offensichtliche Konkubinat des Herrn Vorgrimmler – durch die Eloge des
noch amtierenden Bischofs von Münster auf Sigrid posthum scheinbar goutiert und sanktioniert- und wie
man per Grabstein auf dem Friedhof Altenberge sehen kann, fest eingemeißelt und damit ganz öffentlich.
Zum anderen um den Theologen, dem es ob seiner unsäglichen Arroganz wenigstens einmal die Sprache verschlagen
hat. Noch Fragen, Gunsenum?
Albert Gerhards Wenn die Überschrift „Konservativer Widerstand“ wirklich ernsthaft auf den Bonner Liturgiker
gemünzt sein soll, dann lache ich micht tot. Wer das schreibt, hat keine Ahnung von dem, was Gerhards
in den Kirchen an inzwischen wieviel Orten liturgisch „verbrochen“ hat.
Benedikt Ja, ab wann sind die alten/neuen Konsekationsworte verbindlich? Zum Missale 2002 sagte mir ca.
2003 der Leiter des Liturg. Instituts in Trier (na, wie heißt er denn noch?): erst, wenn 1. die offzielle
Übersetzung vorliegt, und 2. wenn die Bischofskonferenz die entsprechende Richtlinie dazu beschlossen
hat. Aber was heißt das alles schon mit Blick auf die Laieninstruktion 1997 und die Liturgieinstruktion
2004, wenngleich diese auch eine etwas andere kirchenrechtliche Qulität haben. Im übrigen würde es
bei der ansonsten großen Zettelwirtschaft auf den Altären nicht auffallen, wenn da noch ein zusätzlicher
Merkzettel mit „für viele“ läge. 1960 hat man außerdem die Ergänzung (mit eingeklebtem Zettelchen)
im Kanon mit dem hl. Joseph keine Schwierigkeiten bereitet.
Benedikt… Sie machen Ihrem Namen nur wenig Ehre. So sind Sie kein Segen. Ich kann nur hoffen, daß Sie
über den Protestantismus ausnahmslos mindest ebenso denken, wie über FSSPX:
Freinsberg Wenn Sie nicht mehr Probleme mit der alten Liturgie haben als das der „mittelalterlichen Zweigleisigkeit“,
dann ist ja alles in Ordnung. Kennen Sie die anderen Liturgien der Kirche? Ich lade Sie ein zu einer liturgischen
Tagung, da können Sie dann den 62er Ritus mit dem unierten Ritus vergleichen. Beide Riten werden dort
gefeiert. Sie lernen bestimmt etwas dazu.
CampoSanto Wenn die „Anekdote“ schon so einen „langen zersausten Bart“, warum lesen Sie denn das, oder
noch besser, warum klicken Sie den Beitrag nicht einfach weg? Im übrigen: Sie wiederholen sich auch.
Ihre Einwände sind nicht origeneller als das, was für Sie bereits einen „langen zersausten Bart“ hat.
Rembert Rosenbaum Gewiß gibt es auch (gute) Gründe gegen den Zölibat. Einige haben Sie genannt. Es
gibt aber ebenso viele Gründe von unterschiedlichster Qualität, die für den Zölibat sprechen. Wegen
des Platzes und meiner mangelnden Zeit nur ganz wenige Stichworte, zu denen man eigentlich umfängliche
Ausführungen machen müßte: Priester ist unabhängiger. Hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt (
z.B. Chinamission und Vertreibung 1950; Vietnam 1975); mehr Zeit für Menschen u. Gemeinde; Problem: „Scheidung“
verheirateter Priester; Aufhebung des Zölibats hat langfristig keinen Einfluß auf Priesternachwuchs.
Priester kann sich freiwillig viele Jahre auf den Zölibat vorbereiten. Priesterliche Familien können
auf Grund der Alltagsbelastung kaum vorbildlicher sein. Daher eher doppelte Anforderung. Situation geschiedener
protest. Pfarrfamilien. Scheidungsrate! Tradition des Zölibats Verheiratete Bischöfe? Orthodoxe Situation?
Kloster und Ehelosigkeit Oratorien als Lösung?
wolfgang e Kardinal Schönborn ist Realist genug, um zu wissen, das momentan in Österreich auf direktem
Weg in Punkto Abtreibung politisch nichts zu erreichen ist. Ich weiß, daß Vergleiche oft hinken, deshalb
möge man die nachfolgende Frage als Analogie betrachten. Wie war das bei Pius XII., dem die Dauerkritiker
und Besserwisser bis heute vorhalten, er habe sich nicht laut genug für die Juden in der Zeit der Nazidiktatur
eingesetzt. Was berechtigt in der Frage des Lebens zu politischem Realismus?
Rebekka Es ist ja nicht falsch, was Sie schreiben, aber in der Funktion eines Kardinals und künftigen
Kurienkardinals kennt man sich in der Kommunikation mit den Medien eigentlich aus oder sollte sich auskennen.
Da gibt es drei Stufen: 1. das offene Gespräch, d.h. man kann alles berichten und auch den Namen des
Informaten nennen. 2. Das Gespräch, wo der Inhalt für die Berichterstattung frei ist, aber die Nennung
des Informanten tabu ist. Und 3. das Hintergrundgespräch, in dem Inhalt und Informant vertraulich sind.
Die Spielregel beim Interview ist, daß der Interviewte vor der Veröffentlichung den Text nochmals korrigieren
und auch ergänzen darf. Eher peinlich ist, wenn man hinterher die (wie Kardinal Hummes) die Aussage „präzisieren“
muß, d.h. eigentlich von der ersten Aussage eine Stück abrücken muß. Es bleiben deshalb nur 2 Möglichkeiten:
Hummes hat bewußt das Thema gespielt und er ist, weil er die Brisanz seiner Aussage als künftiger Klerikerpräfekt
nicht richtig erkannt hat, zurückgepfiffen worden, oder er hat wirklich etwas naiv drauflos geplaudert.
Und dann muß er dafür auch Kritik einstecken. In der Sache selbst gibt es m.E. für die Kirche überhaupt
keinen Entscheidungsdruck. Nur ein Kardinal, der sich so öffentlichkeitswirksam selbst in sein Amt einführt,
ist womöglich doch dafür nicht so ganz geeignet. Aber das hat ja B. XVI zu entscheiden.
Richtig! Aber die Frage ist, ob nicht dennoch an ihm festgehalten werden soll. Die Aufhebung des Zölibats
als Problemlöser ist mindestens wirklichkeitsfremd.
Zölibat Zumindest in der Tagespresss hat der Versuchsballon von Kardinal Hummes Wirkung gezeigt. So titelte
BILD gestern: „Papst-Vertrauter bricht Tabu – Dürfen Priester bald Sex haben?“ Und berichtet BILD so:
„Der brasilianischen Tageszeitung ‘Estrado do Sao Paulo’ sagte Hummes, daß die katholische Kirche dem
dramatischen Priestermangel dadurch begegnen könne, die Ehelosigkeit der Priester abzuschaffen.“ Wie
auch immer Hummes sich im Interview ausgedrückt hat, entweder war er unendlich naiv oder es war ein bewußter
Versuchsballon. Die sog. Präzisierung erfolgte zumindest auf dem Fuße. Aus Schrecken, was er da nachrichtlich
losgetreten hat,oder auf Veranlassung des Staatssekretariats. Es wirft aber auch ein Licht auf die wenig
klare Personalpolitik von B XVI. Levada scheint ebenfalls kein „goldener Griff“ gewesen zu sein. Versuchsballon
loslassen wollte, dann hat
Gotthard Entweder sind Sie absolut arglos und können deshalb nur gutmeinend sein oder hinter Ihrem Gerede
in diesem Portal steht eine diabolische Strategie: nämlich das der Desinformation. 95 % der praktizierenden
Katholiken – wieviel sind denn das in Deutschlad von ca. 26 Mio.? Wie riesig war denn die Zustimmung dr
Bischöfeauf der Synode 1967 für das Liturgieprojekt Pauls VI.? Welcher Bischof in Deutschland hat denn
nach 9 Jahren Laieninstruktion und rund drei Jahren Liturgieinstruktion die Mißstande konsequent bekämpft
und abgeschafft? Seit Jahren sammle ich diese Mißbräuche mit Namen, Ort, Zeit und Mißbrauchsart, um
sie in Form einer Dokumentation ins Internet zu stellen. Welchem NOM reden Sie denn das Wort? Besteht
denn der NOM,den Sie vielleicht meinen, eigentlich nur auf dem Papier? Je mehr ich Ihre Zeilen lese, desto
mehr interessiert mich, welches Gesicht dahinter steht.
B. Bussmann Nennen, Sie mir doch bitte Ihre Pfarrgemeinde. Solche Gemeinden möchte ich kennenlernen.
Dafür ist mir in der Regel kein Weg zu weit und die Zeit nicht schade.
B. Bussmann Bei den ganzen Plänen denkt niemand an die alten Menschen in den Gemeinden, die nicht kilometerweit
in die nächste Kirche zur Hl. Messe mehr fahren können. Was glauben Sie, welche Entfernungen alte und
junge Menschen in den 50er und auch noch in den 60er Jahren in Diasporagebieten wie Schleswig-Holstein
oder Mecklenburg zurückzulegen hatten, um der sonntäglichen Messe mitfeiern zu können? Und das zu Fuß
oder mit dem Fahrrad! Wer in der Diaspora gelebt hat, für den gibt es keinen weiten Weg! Jeder Weg ist
nur so lang, wie der Wille stark ist. Zur Frauenordination: Die evangelisch-lutherische Kirche in Lettland
hat diese aus theologischen Gründen vor rund 10 Jahren wieder abgeschafft.
Statt Katholika… sollten Sie sich vielleicht besser Lehfrau nennen. Was macht man, wenn man eine Fernsehsendung
nicht mag? Abschalten! Tun Sie das doch mit kreuz.net ebenfalls! Sonst noch irgendwelche Probleme?
Bei der wohlmöglich… letzten hl. Messe im alten Ritus im Fuldaer Dom am Grab des hl. Bonifatius inder
Krypta habe ich ministriert. Das war auf der letztenTagung von „Theologisches“, die von Prälat Bökmann
geleitet wurde. Nach meiner Erinnerung 1997.
Danke… für diesen Kommentar!!!!!!!!!!!!!!! Wer glaubt, es seien nur drei Hindernisse mit der Orthodoxie
zu überwinden (Psychologie, Filioque und Jurisdiktionsprimat) und dann sei alles paletti, der ist auf
dem Holzweg. Der höre sich nur Bischof Hilarion (Wien) an. Der sagt sehr elegant, was Sache ist. Machen
wir hier doch mal den Unterschieds-Katalog auf!
Gotthard,… das erstaunt mich aber wirklich, daß Sie nicht einmal wußten,wer Mitkonsekrator bei den
Bischofweihen von FSSPX war. Da denkt man, man diskutiert mit informierten Leuten… Nun möchte ich wirklich
wissen, wer sich hinter Ihren Pseudonym verbirgt!
Konkubinat Diese Diskussion um Klaus Berger sollte endlich ein Ende haben. „Wer ohne Schuld ist, der werfe
den ersten Stein…“. Ich darf mich selbst zum viel beschimpften sog. konservativen Lager zählen. Berger
hat in den letzten Jahren (und das kann ich aus eigenem Erleben sagen), mehr für die Kirche getan, als
mancher sog. konservativer Bischof in diesem Land. Natürlich muß man nicht jedes Wort, jede seiner Meinungen
mit ihm teilen. Meinen Kritik entzündet sich insbesondere an seinem letzten Buch „Glaubensspaltung ist
Gottesverrat“. Für mich viel theologisch Ungereimtes und nicht konsequent! Hier aber mit einer Moral
herum zu fuchteln, die selbst im sog. konservativen Lager mehr als bigott ist, ist nicht mehr erträglich.
Wieviel mehr oder minder prominente Namen könnte ich an dieser Stelle aufzählen, wieviel „Fässer“ ließen
sich hier damit aufmachen… Dafür gibt es aber die Beichte, und damit muß es auch gut sein.
#61 Heggi 10:44:50 | Donnerstag, 30. November 2006
Benedikt So schlicht haben Sie bisher noch nicht argumentiert. Es ist wirklich zu einfach zu sagen „Da
könnte ja jeder kommen…“. Es ist ja gerade Ausdruck der Kirchenkrise, daß es nicht nur Lefebvre gibt
(gegeben hat), sondern auch die von Ihnen genannten Küngs und Hasenhüttels und Gaillots. Ich bin mir
sicher, daß Papst B XVI den Unterschied zwischen Lefebvre und den anderen von ihnen genannten Herren
kennt. Andrerseits: Ist die Krise der Kirche nicht groß genug, wenn man sich die massiv geschrumpfte
Bindung der Menschen an die Kirche vor Augen hält? „Großkirche“ mit Gläubigen, von denen 90 % kaum
noch oder nicht mehr praktizieren! Fast leere Priesterseminare! Priester von den 80 % und mehr ihre eigenen
Begründungen haben, warum Sie sich nicht an die liturgischen Vorgaben halten. Ich frage mich, frage Sie,
wann beginnt eine Notlage? Vielleicht erst dann, wenn die Kirchensteuer wegfällt? Zur Zeit der Bischofsweihen
durch L. 1988 war diese Notlage, wenn sie eine solche war, jedenfalls noch nicht so dramatisch wie jetzt.
Es kann ja sein, daß sich die Tradition zahlenmäßig überschätzt, aber dann bräuchten ihre sog. Gegner
in diesem Portal eigentlich nicht so verbissen argumentieren. Und was kann für eine solche unbedeutende
Truppe schon eine Freigabe der alten Liturgie für Auswirkungen haben? So etwas verläuft sich erfahrungsgemäß
im Sande. Darum müssen sich in D und F die Bischöfe wirklich keine Sorgen machen.
Bischöfe,… die in der Sukzession stehen sind Bischöfe ohne „Tüttelchen“. Und das ist bei den FSSPX-Bischöfen
ohne Zweifel. Und darauf kommt es allein an. Wieviel Weihbischöfe der sog. Patriotischen Kirche in China
werden von Rom heute anerkannt und haben meines Wissens auch keine Zuordnung eines untergegangenen Bischofssitzes.
Und wie war das einst mit Bischof Rangel in Campos? Nein, Gotthard, diese Argumentation ist zu durchsichtig,
als das sie ernst genommen werden kann.
Stimme aus Wien Ob es sich lohnt, auf Ihren Einwand einzugehen, ist zumindest fraglich. Aber lassen Sie
mich stattdessen eine grundsätzliche Anmerkung machen. Ob das „Weihbischofs-System“ wirklich so nützlich
ist, oder nicht überholt ist, habe ich mich oft gefragt. Ich habe es immer für ziemlich „albern“ gehalten,
den Weihbischöfen einen untergegangenen Bischofssitz zuzuordnen. Ich erinnere mich noch an einen Spruch
eines Münsteraner und inzwischen längst verstorbenen Weihbischofs, der sich über seinen „virtuellen“
Bischofssitz mit einem Spruch lustig gemacht hat. Also beim System der Weihbischörfe scheint mir eine
Reform mindestens ebenso wichtig. Wo liegen denn die Aufgaben eines Weihbischofs, die nicht ebenso so
gut von einem Priester oder einem Mitglied des Domkapitels übernommen werden können? Mit Blick auf die
z.B. die Orthodoxie möge man nicht mit dem Argument der Firmung kommen. Ich finde es schlicht komisch,
daß so ein Bistum wie z.B. Münster fünf Weihbischöfe braucht. Inklusive den emeritierten gibt es dort
bald mehr Bischöfe als Priester.
Gotthard Es geht Ihnen wirklich nur um Amtsbezeichnungen und nicht um Inhalte? Mir geht es um Inhalte
und nicht um Etikettenschwindel! Wollen Sie die von Lefebvre geweihten Bischöfe gleichbehandeln mit Frau
Jepsen und Co.?
Gotthard Akzeptieren Sie die Anführungszeichen auch bei „Bischöfin“ Maria Jepsen oder „Bischof“ Huber
oder „Erzbischof“ Rowan Williams? Wenn ja, können Sie mir bitte die „Bischofssitze“ mitteilen?
landorganist Die entscheidene Frage ist die nach dem Schisma. Befindet sich FSSPX aus Sicht Roms nicht
im Schisma, ist nicht nur Ihre Darstellung korrekt, sondern auch die gesetzten kirchenrechtlichen Akte
Roms sind in sich zwingend und nachvollziehbar. Liegt allerdings ein Schisma vor, sind all diese Akte
Makulatur, weil sie die Bruderschaft kirchenrechtlich nicht mehr treffen. Im Schisma sind alle von der
schismatischen Gruppe gesetzten Akte kirchenrechtlich eigene gleichsam souveräne Akte. Schwierig ist
es, wenn wenn nur ein „schismatischer Akt“ (wie im Motu Proprio von 1988 formuliert) vorliegt, also kein
formelles Schisma, und wie die Bruderschaft selbst sagt, sie befinde sich nicht im Schisma. Hier gibt
es leider kein schlüssiges Handeln Roms. Und im Zeitalter der Ökumene hat das alles einen besonderen
Beigeschmack.
Für die Journaille… und einige Zeitgenossen in diesem Portal ist es natürlich ein prickelndes Thema,
wenn sich um Kirche und Präservative geht. Und ganz nebenbei kann man dann noch seine tiefsitzenden Aversionen
gegen die von Kirche verteidigte Sexualmoral loswerden. Ein Blick auf die Länder, die am meisten von
AIDS betroffen sind, zeigt, daß der überwiegende Teil der Bevölkerung dort nicht katholisch ist. Der
Einfluß der Kirche ist also sehr begrenzt. Selbst wenn die Kirche den Gebrauch dieses Verhütungsmittels
„freigeben“ würde, hätte das praktisch keinen Einfluß auf die Entwicklung der Infektionsrate. Andrerseits
frage ich mich, wie es in unseren aufgeklärten und in weiten Teilen bereits entkirchlichten bei der Daueraufklärung
von der Schule bis zur Bahre immer häufiger zu sog. „ungewollten“ Schwangerschaften kommt. Aber auch
zu weiter steigenden HIV-Infektionen, wie das Robert-Koch-Institut kürzlich meldete!
Gunsenum Nachfolgende Meldung erschien heute in kath.net über das Gespräch von Papst B XVI und dem Erzbischof
von Canterbury: „Jüngste Entwicklungen, vor allem jene, die das Weiheamt betreffen sowie bestimmte Aspekte
der Morallehre, haben nicht nur die inneren Beziehungen inder anglikanischen Gemeinschaft beeinträchtigt
sondern auch jene zwischen der Anglikanischen Gemeinschaft und der katholischen Kirche“, erklärte Benedikt
XVI. Konkret meinte er damit die Bischofsweihe für Frauen, die Weihe von Homosexuellen oder die Segnung
für gleichgeschlechtliche Paare – Vorfälle, welche die Anglikaner an den Rand der Spaltung brachten.
Ihre Auffassung zur Einsegnung Gleichgeschlechtlicher ist also eine andere als die des Papstes. Offensichtlich
stimmen Sie nur mit Bischof Algermissen in diesem Punkt überein. Ergänzend traue ich mich nach dieser
Meldung nun anzufügen: Sie sind ägerlicher Widerling.
landorganist Offensichtlich ist Ihnen kreuz.net immer wieder wichtig genug, um hier verbissen mitzudiskutieren.
Find’ ich großartig. Das zeigt doch, daß Freunde und Gegner den Einfluß dieses Forums nicht unterschätzen.
Gunsenum …,dass wir hier eine virtuell-fiktive Debatte führen, die KEINERLEI Auswirkungen auf reale
Praxis- und Pragmatikentscheidungen hat. Das wird man abwarten müssen. In der Sache selbst ist den drei
SJM-Priestern wenig vorzuwerfen. Nur bei solchen Diskussionen liegen manchmal andere Zeitzünder an der
Wegstrecke der mehr oder minder öffentlichen Auseinandersetzung. Ob Bischof Algermissen mit seiner Entscheidung
gut beraten ist bzw. war, da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher. Manchmal werden die Dinge von anderen
eingeholt.
Romulus Man muß die Auffassung von Murx nicht teilen (ich tue das auch nicht), aber es ist noch lange
nicht alles Schwachsinn, was man nicht mit anderen teilt. Allein die Geschichte der Päpste mit ihren
manchmal zwei Gegenpäpsten aus den verschiedensten Gründen macht die Sache nicht gerade einfach. Die
Geschichte der Trennungen (Abspaltungen) beinhaltet ebenfalls viele Elemente, die die Frage der Legitimität
von einzelnen Päpsten berühren. Meistens, zumindest sehr häufig haben sich diese Streitereien im Lauf
der Geschichte selbst aufgelöst. Mit dem unterschiedlich begründeten Sedisvakantismen heute wird das
ähnlich gehen.
Es klingt… wie ein Witz mit der „Druckerlaubnis“ aus den Mündern dieser linken Vögel. Wenn bestimmte
Priester aus Ringbüchern die Messe mit ihren selbst gebastelten Gebeten feiern, den Kanon manipulieren
etc., dann ist das alles „fortschrittlich“ und natürlich erlaubt. Und jetzt ist pötzlich ein Druckerlaubnis
notwendig… Und wenn die Kommunionkindern bei ihren Tischmüttern (oder wie heißen diese „Tanten“ richtig?)
im Kommunionunterricht Brotbacken lernen, dann finden das alle ganz niedlich. Offensichtlich auch Bischof
Algermissen! Denn er läßt das ja alles zu.
Maledica Ich sehe die IK-Situation nüchterner. Eine weitere Diskussion darüber in diesem Forum scheint
mir jedoch nicht sehr zielführend. Darüber sollte man sich besser direkt austauschen.
landorganist Ich schlage vor, Sie lesen regelmäßig kath.net und berichten uns bei kreiz.net regelmäßig
darüber. Bitte dabei auch alles über Medjugorie nicht vergessen!
Toby: Ich glaube nicht daran, daß sich Prof. Gindert zu den Vorgängen um die SJM und Algermissen äußern
wird. Dadurch verlöre das Forum ein wichtiges Standbein. Inzwischen ist die ganze Bewegung, die ihren
Anfang mit den Initiativkreisen nahm, in sich so sehr gespalten und sprachlos untereinander, daß davon
kaum neue Impulse ausgehen werden.
Benedikt Ein Pater von FSSPX hat jetzt ganz frisch zur Äußerung von Lehman, die Verfechter der alten
Messen würden die Ungültigkeit des NOM behaupten, (fast wörtlich) gesagt: Kardinal Lehmann verdreht
die Dinge leider. Wir sprechen nicht von der Ungültikeit der Messe, sondern von der mangelnden Würde.
Niemand würde und könne ernsthaft behaupten, die Kirche hätte mit dem NOM eine ungültige Messe geschaffen.
Das wäre doch absurd, der Kirche so etwas zu unterstellen. Ich denke, das darf zunächst ohne Kommentar
so stehen bleiben.
Karl Murx Sie sind tatsächlich ein profunder Kenner nicht nur der Liturgie, ihre Kenntnisse und ihr Engagement
scheinen mir aber vergeudet, so wie sie es einsetzen.
Tarcisius Da habe ich wenig Hoffnung, daß sich das ändert. Erstens steht hinter diesem Anliegen die
Führungsgarnitur des Forums nur sehr bedingt, schon gar nicht aus Überzeugung; zweitens ist Algermissen
ein scharfer Gegner der alten Messe. Schließlich glaubt das Forum noch immer, der deutschen Kirche einen
neuen Geist einhauchen zu können und hofft dabei noch immer auf ein Wunder. Auch das Forum ist in dieser
Besetzung schon nach 5, 6 Jahren ein Auslaufmodell.
Sirilo Wer hat rrecht? Die gleiche Frage können Sie beim „Vater unser“ stellen. Da berichten nur Lukas
und Matthäus, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, und zwar mit unterschiedlichen Texten. Markus und
Johannes schweigen sich ganz aus. Ja wer hat recht? Natürlich die Kirche mit ihrem Lehramt. So ist es
auch mit der Gestaltung des Wandlungstextes und seiner Übersetzung von „pro multis“.
Al Germi So, nun bin ich aus der sonntäglichen Abendmesse im alten Ritus zurück. Da hätte ich einiges
wirklich Interessantes zu erzählen. Über die Vernetzung denke ich schon eine Weile nach, nachdem die
Initiativkreise ganz offensichtlich Auslaufmodelle sind. Das Forum Deutscher Katholiken kann man ebenso
vergessen. Eigentlich müße dieses Forum sich gegenüber Algermissen rühren. Außer Sprechblasen kommt
da nicht mehr viel. Pro Missa Tridentina vom anderen Liturgieufer feiert sich nur selbst einmal im Jahr.
Und Pro Sancta Ecclesia ist zwar rürig, aber der erste Mann dort schiebt vor allen Dingen hinter den
Kulissen und ist nachtragend bis in die Steinzeit. Vernetzung, aber wie? Es gibt Ideen, aber die müssen
noch ausgelotet werden. Nichts wäre schlimmer als Maufwürfe in der Anfangsphase. Ein wenig sybellinisch,
aber wir werden sehen.
Im Erzbistum Hamburg… läuft eine ähnliche Neustruktirierung mit der gleichen Personaldecke, die wegen
der Überalterung in den nächsten 5 Jahren zu einer weiteren massiven Ausdünnung führt. Auch wer noch
nicht will, mit 75 Jahren wird jeder Priester konsequent in den Ruhestand geschickt. Meistens wollen konservativere
Priester noch bleiben. Aber da kennt der Hamburger Personalreferent Msgr. Havighorst überhaupt, oder
erst recht kein Pardon.
Lieber Tau… dazu gehört kein Glaube, das ist tatsächlich so! Erst werden Kinder geboren (ob vom Storch
gebracht oder von den Eltern gezeugt, ist egal). Und daraus kommt der Priesternachwuchs! Der wird dann
aber in den Priesterseminaren (wie St. Georgen) wieder weitgehend vernichtet.
Benedikt Also ich denke, die umliegenden Kirchen werden deshalb nicht geschlossen, als da z.B. die Kirche
Mariae Himmelfahrt ist, oder St. Ludgerus. Aber St. Ludgerus wurde noch vor ganz wenigen Jahren ziemlich
teuer umgebaut und architektonisch „versaut“. Mariae Himmelfahrt wurde bislang von Patres versorgt, die
dort seit Bau der Kirche in den 50er Jahren auch ein Kloster unterhalten. Ob die verschwinden?
Diese Etikettierung… ist, gelinde gesagt zum Kotzen! Schlagt sie doch alle tot, die „Fundis, Tradis,
Rechten“! Was macht denn einen Fundi, Tradi, Rechten aus? Ich bin gegen Abtreibung, also bin ich ein Fundi!
Ich bin
Tau… Sie haben ja so recht! Die Kirche in einem Bistum besteht eben nicht nur aus dem Bischofspalais
und sonstigen Gebäude. Daß es da auch Menschen und Gläubige gibt, die der Kirchnicht nur treu sein
und mit ganzem Herzen dienen wollen, haben die meisten Bichöfe in unserem Land vergessen oder als Nachfolger
der ehemaligen Fürstbischöfe des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation noch nicht gelernt – ganz
wie man will. Wenn ich an meinen Bischof denke -ein reiner „Verwaltungsheini“. Wenn man 13 Jahre Generalvikar
war, kann man wohl nichts mehr anderes. Und wo treiben (ja, ich sag das ganz respektlos und voller Wut)
sich so viele Bischöfe herum? Auf Veranstaltungen aller Art und in ihren Gremien! Was immer auch B VI
den deutschen Bischöfen jetzt so vorsichtig ins Stammbuch geschrieben hat, es ist morgen schon wieder
Schall und Rauch. Es bleibt nur, sich dagegen zu wehren. Organisieren wir uns über diees Forum!
Romulus Bitte, das ist doch moralisierendes Geschwätz, was hier loslassen. Wenn Sie keine anderen Sorgen
haben, als das hier angeblich etwas Unverantwortliches mit Kindern geschieht, dann ist Ihnen zu Ihrer
wohl ansonsten heilen Welt zu gratulieren.
Noch einmal zum Zahlenspiel Wenn 10 % einer Kirchengemeinde wenig Bedeutung haben, wie hier einige glauben
machen wollen, welche Bedeutung haben dann solche Zahlen überhaupt? Ein anderes Beispiel: In meiner Pfarrei
kommen im Schnitt 8 % zur Kirche. Absolut sind das rund 120. Bei den letzten Pfarrgemeinderatswahlen haben
sich von diesen 120 nur 47 beteiligt. Davon sitzen nun 9 im Pfarrgemeinderat. Welche bedeutuntg haben
diese Zahlen?
Didymus-Zwilling Die 10 % ist genau der ganz überwiegende Teil, der sich noch aktiv am kirchlichen Leben
beteiligt. Der Rest gehört dagegen ganz überwiegend zu den berühmten Karteileichen. Wenn die 10 % wegblieben,
wären die Kirchen nicht nur im Bistum Fulda komplett leer.
Benedikt Auf eine solche Verdrehung der Dinge ist nicht mehr einzugehen. Ganz offensichtlich muß man
nach ihrer Argumentation nun auch den früheren Kardinal Ratzinger und der jetzigen Papst wohl zu der
gleichen Klientel von liturgischen Altvorderen zählen, die die Liturgiereform nicht kapiert haben.
Protestant Nachdem ich meinen Hund noch ausgeführt habe, kann ich mich jetzt hier wieder einklinken.
Also, ein Priesteer muß mir nichts über Ehe, Familie oder Sexualität erzählen. In der Beichte z.B.
geht es um Schuld und Vergebung. Ansonsten ist in Krisenfällen ein Familientherapeut oder sonst wer schon
ein besserer Ansprechpartner. Niemand wird im übrigen in den Zölibat gezwungen. Niemand muß auch Priester
werden. Ich habe kein Mtleid mit Priestern, die sich mindestens sechs Jahre auf den Zölibat vorbereiten
können, ihn bis dahin auch „einüben“ können. Mitleid aber und mehr habe ich mit Ehen und Familien mit
leidenden Kindern, die am Versagen des einzelnen Partners oder Elternteils leiden. Das ganze Geschwätz
vom sog. Zwangszölibat hängt mir zum Hals heraus. Quasi im Zwangszölibat mußten nach dem Krieg viele
Frauen und Witwen leben, weil die Männer im Krieg erschossen worden waren. Und auch heute leben die Zwangszölibat,
die auf Grund körperlicher Gebrechen oder ihrer Gestalt oder Aussehens keinen Partner finden, aber gerne
einen finden würden. Das alles sind Leidende, aber nicht Priester, die den Weg ins kath. Priestertum
freiwillig gegangen sind. Ein anderer Aspekt ist auch noch der: Was machen bei einer Aufhebung des Zölibats
mit den Priestern, deren erste Ehe scheitert und nun die zweite Ehe wollen. Die sakramentale Unauflöslichkeit
der Ehe vielleicht aufheben, um den vielleicht erneut eintretenden Priestermangel aufzulösen?
Kaum kein Mensch will … heute noch heiraten, katholische Priester ausgenommen. Das ist doch fast ein
Treppenwitz der Weltgeschichte. Als ob die Ehe einfacher wäre zu leben als der Zölibat! Zumindest spricht
die auf 50 % zugehende Scheidungsrate eine andere Sprache. Glauben die Priester, die aus dem Zölibat
streben, wirklich, sie würden eine bessere Ehe führen als der große Rest in der Welt? Die hohe Scheidungsrate
unter protestantischen ReligionsdienerInnen spricht da eine andere Sprache. Wieviel ehemalige kath. Priester,
die wegen einer Frau ihren Dienst aufgegeben haben / aufgeben mußten, leben noch in dieser Beziehung?
Wieviele haben inzwischen längst ihre Zivilehe wieder verlassen und leben in neuen eheähnlichen Verhältnissen?
Wer so tut, als sei die Abschaffung des Zölibats die Lösung, lebt nicht in dieser Welt.
#26 Heggi 10:14:09 | Donnerstag, 16. November 2006
Gotthard Am fürstbischöflichen Gehabe hat sich auch nach V II auch nach meinen Ergfahrungen nichts geändert.
Es ist eine deutsche Spezialiät mit dem bekannten historischen Hintergrund. Ein Prälat des Vatikans
charakterisierte die Situation aus seiner Sicht mir gegenüber wörtlich so: Deutsche Bischöfe, das sind
ganz hohe Herren, ja, ganz hohe Herren.“ An die käme ein normaler Gläubiger kaum heran, weil sie in
ihrem Amt immer noch zu viel von ihrer früheren Bedeutung spürten. Er verglich das dann mit der italienischen
Situation, die durch Leutseligkeit der Bischöfe geprägt sei. Ein wenig hänge das auch mit der Größe
der Bistümer zusammen, die manchmal nicht mal eine deutsche Dekanatsgröße erreichten. Nun gut! Viel
hat auch bei den Bischöfen mit persönlicher Arroganz zu tun. Und das trifft Bischöfe der unterschiedlichsten
theologischen und kirchenpolitischen Couleur in Deutschland.
Landorganist, wenn Sie ein solcher tatsächlich sind, sollten Sie -wie ein Schuster- bei Ihren Leisten
bleiben. Vom Schreiben verstehen Sie offensichtlich gar nichts! Nur Schade, daß Ihre Kunst hier nicht
nachweisen müssen, ob Sie wirklich spielen oder nur klimpern können.
Michael II Meine Meinung (nicht zuletzt basierend auf diesem Artikel) : Rom will Euch schützen, Ihr sollt
Euch nur nicht zu „dämlich“ anstellen, dazu zählt auch die Nachfrage beim Ortsbischof. Genau so habe
ich es immer gehalten. Mein Bischof war froh, daß er nicht gefragt wurde. Und Priester, die mich fragten,
ob sie vorher den Bischof fragen müßten, habe ich bedeutet, daß dann die Messe im alten Ritus in ihrer
Kirche nicht stattfinden würde. Aber letztlich ist natürlich das keine Lösung. Deshalb müssen die
Gläubigen die Sache selbst in die Hand nehmen. Vor niemand fürcheten sich Bischöfe mehr, als vor kirchenrechtlich
entschlossen handelnden Gläubigen und vor der Öffentlichkeit.
Gotthard Ihr Rechtsverständnis in Ehren…, aber dafür kann und wird Sie jeder arbeitsloser Famielienvater
in den „Allerwertesten“ treten. Bei „Kirchens“ darf es offensichtlich wie bei Mannesmann zugehen. Bravo,
Herr Gotthard!
Guiseppe Offensichtlich kennen Sie die Situation gut, aber nicht gut genug. Ich könnte hier das vom „im
Windschatten ernten“ an vielen Beispielen belegen. Es gibt nur ein Problem dabei: Ich könnte anschließend
unter meinem Namen in diesem Forum auftreten. Und das möchte ich aus vernünftigem Grund nicht. Ein Beispiel
aber, das mich nicht enttarnt: Ein Bischof glaubte sogar meine Überlegungen für eine sog. Indultmesse
mit der Bemerkung unterstützen zu müssen, der vor Ort seit über 15 Jahren seelsorglich tätigen FSSPX
„so das Wasser abgraben zu können“. Ich habe dieses Thema bei diesem Bischof seither nicht mehr angesprochen.
Und es gibt bis heute keinen Indult. Ich darf sagen, daß ich das Apostolat von FSSP über Jahre sehr
und vielleicht außergewöhnlich großzügig unterstützt habe. Seitdem mir mehrere Petrusbrüder (und
davon einer ganz dezidiert) jedoch gesagt haben, daß sie auch überall dort hingehen, wo FSSPX ist, ich
ernüchtert FSSP nur noch so unterstütze, daß es dem allgemeinen Anliegen der alten Liturgie zugute
kommt. Ich vergeude keinen Pfennig für einen Kampf der Bruderschaften untereinander. Vor den Karren des
„Schisma“ lasse ich mich zudem nicht spannen. Alles andere und mehr dazu vielleicht per Mail an Sie direkt.
Johannes Paul I Ich habe Schwierigkeiten, mit solchen (beziehungsreichen?) Pseudonymen umzugehen, wie
mit dem Ihren. Gut, davon gibts es eine ganze Reihe in diesem Forum. Aber das ist es ja gerade! Warum
sich noch niemand Jesus Christus genannt hat, wundert mich allmählich. Vielleicht nennt sich noch jemand
Spiritus Sanctus. Gewiß, manche Meinungsäußerung gefällt mir hier auch nicht. Aber warum zwobbel’s
Meinung „kontraproduktiv“ und „ablehnungswürdig“ sein soll, kann ich nicht ganz verstehen. Da habe ich
noch viel schlimmere Verdikte aus anderem Mund über andere Bischöfe gelesen. Jedenfalls habe ich inzwischen
zunehmend mehr Schwierigkeiten zu glauben, daß die Bischöfe die Nachfolger der Apostel sind. Oder sind
sie es nur formal, aber moralisch müssen sie es nicht sein?
Konrad Ihre Einschätzung liegt mehr als nur haarscharf daneben. Daß in diesem Forum oft niveaulos dikutiert
wird, liegt an einer Reihe von Provokateuren, die häufig wie bestellt erscheinen. Eine Reihe davon kenne
ich mit ihrem richtigen Namen. Darunter sind einige besonders „feine Herren“. So einfach von „Pressionen
der FSSPX“ zu reden, ist schlicht unqualifiziert. Ohne FSSPX und den Mut Lefebvres würde heute niemand
mehr über die sog. alte Messe reden. Sie gäbe es nicht mehr. Die besondere Leitung der Petrusbruderschaft
besteht bisher leider fast ausschließlich darin, daß sie seit ihrer Gründung 1988 die Aussaat FSSPX
überläßt, aber in ihrem Windschatten versucht zu ernten. Wieviel Bischöfe z.B. in Deutschland soll
ich nennen, die FSSP nicht weniger ablehnen wie FSSPX? Wo soll da ein Erfolg oder mehr Erfolg für die
trid. Liturgie durch FSSP hervorkommen? Ich kann das mit Beispielen im Rahmen meiner eigenen Bemühungen
sehr gut belegen.
Pastoral? Bischof Algermissen, geht darum, der Freigabe der alten Messe in seinem Bistum schon jetzt vorzubeugen.
Da werden drei Patres expediert, die in diesem Sinne mehr als nur unsichere NOM-Kantonisten sind. Die
Härte Algermissens gegen die alte Messe hatte sich bereits im Juni d.J. während des Kongresses „Freude
am Glauben gezeigt“. Den auf dem Kongreß mit einem Info-Stand ebenfalls vertretenen Petrusbrüdern hatte
er strikt untersagen lassen, an einem Seitenaltar im Dom privat ihre tägliche Messe lesen zulassen. Man
mußte sich stattdessen einen gefälligen Pfarrer außerhalb von Fulda suchen.
Aldo Carigiet Also das mit „außerhalb der katholischen Kirche“ ist ja wohl nicht so ganz leicht zu beurteilen.
Vermutlich befinden sich die meisten Jesuiten in Deuschland auch bereits außerhalb der Kirche. Deshalb:
Ignatianische Exerzitien bei Jesuiten – das könnte mittlerweile eine absolute Rarität sein.
Bischof Algermissens Verdikt gegen die drei Patres kommt nicht von Ungefähr. Mit der Kündigung des Seelsorgeauftrags
ist Algermissen mehr als nur ein Problem los. Ist der Rausschmiß nicht auch eine Notbremse gegen die
mögliche Freigabe der alten Liturgie? Konkret: Da sind drei Patres, die zumindest Biritualisten sind.
Hat hier nicht Algemissen die Gefahr gewittert, daß möglicherweise in diesen drei Gemeinden mit der
Freigabe die alte Liturgie zur Regelliturgie wird?
Bischöfe Woher sollen denn konservativere Bischöfe 40 Jahre nach Vat. 2 auch kommen? JP 2 hat im Grunde
mehr als eine ganze Generation von Bischöfen und Bischofskandidaten bestimmt. Erstes Reservoir sind die
Weihbischöfe. Algermissen war vorher Weihbischof PB, und Genn in TR, Marx in PB, Schick in FD, Bode in
PB, Trelle in K, Hofmann in K, Thissen in MS. Selbst Schraml in PS war voher Weibischof in R.Auch in Magdeburg
war das so (Namen hab ich jetzt nicht parat). Die Ausnahmen: Zollitsch in FR, Müller in R und Hanke (neu)in
EIC. Augsburg mit Mixa ist ein Sonderfall. Also: man man muß sich die Weihbischöfe anschauen! Und da
fallen mir nur zwei ein (in Köln), die einen konservativeren Zuschnitt haben. Aber was heißt schon konservativ?
Schüttel, da stimme ich grundsätzlich zu und tue „unserem“ Protestanten unrecht. Ich habe so etwas ähnliches
mal mit mehreren sog. Pastorinnen gesehen. Ob das jedoch eine Konzelebration war, weiß ich nicht. Eigentlich
sieht das die Agende nicht vor.
Massenkonzelebration Ich sehe heute erstmals dieses Foto. Was soll man sagen? Da wird doch jede Konzelebration
zum einem Witz. Solche Konzelebrationen in Vierer- oder Fünfer-Reihe sind konterkarierend. Ist in diesem
Forum wirklich jemand der Meinung (außer unserem Protestanten!), das wirkt noch oder ist noch würdig?
Gunsemann Das, was Sie an kreuz.net kritisieren, daß bei Meldungen richtungsorientiert selektiert wird,
finden Sie auch bei KNA. Oder schauen Sie mal bei kath.de herein. Oder auch bei kath.net. Kreuz.net ist
in manchem provokativ, aber man läßt Ihnen den Raum für Kritik. Oder wird Ihre Meinung permanent gelöscht?
Wohl nicht!
Johann Gerhard Leider sind Sie auf meine Frage nicht eingegangen. Nur das Thema Rechtfertigung haben Sie
aufgegriffen. Dazu: Hattersheim ist mir egal. Aber aus der Logik von Abspaltungen läßt sich folgendes
ableiten: Wenn Hattersheim falsch liegt, ist Luthers Meinung von Rechtfertigung auch falsch. Alle Abspaltungen
liegen daneben, weil sie Teilaspekte des Glaubens überhöhen und zum Zentrum ihres Glaubens machen. Thema
Rechtfertigung: Ein Kerngegensatz ist z.B., daß protestantische Rechtfertigung ein rein forensicher Akt
ist. Auch als imputativer Akt ist sie abzulehnen. Die These, daß Christi Gerechtigkeit „formaliter“ auch
die des Glaubenden sei, ist um so mehr zurückzuweisen, als sich m.E. nirgendwo in der Heiligen Schrift
die Aussage findet, daß die Gerechtigkeit, die den Menschen formal gerecht macht, die Gerechtigkeit Christi,
die außerhalb von ihm bleibt, sei. Was ist das übrigens für eine Gerechtigkeit im Menschen, die ausschließlich
imputiert ist? Der Platz hier reicht nicht, um sich z.b. im Detail über den lutherischen Fiduzialglauben
auszulassen und weitere Aspekte anzusprechen Im übrigen kann man Luthers Rechtfertigungslehre nicht von
seiner Autobiographie ablösen. Sie ist vielmehr der Schlüssel zu seinem Verständnis.
Johann Gerhard [kursiv]Luthers sind also nur insoweit von Relevanz, wenn sie eine zutreffende Auslegung
der Schrift darstellen.[kursiv Was ist eine „zutreffende Auslegung“ nach protestantischem Bekenntnis?
Kann es zum gleichen Sachverhalt gleichzeitig mehrere „zutreffende Auslegungen“ geben? Wer sagt überhaupt,
was „zutreffend“ ist? Und ist „zutreffend“ auch, was „wahr“ ist? Wer sagt dann ggf., was wahr ist? Etc,
etc… Luthers „sola fide“! „Sola“ ist in der Schrift nicht zu finden! Darf nach Luthers Methode der Exegese
(wie Sie sagen), der Text ergänzt werden? Thema „Rechtfertigung“: Kann man auf solch eine theologische
Engführung eine Kirche bauen? Wie verbindlich ist für Sie Luthers „Rechtfertigungslehre“? Begriff „lutherische
Kirche“: Wieviel Kirchen (Plural) hat Christus gegründet? Ist hier Kirche als „Kirche Christi“ gemeint
und wie geht das bei vielen „Kirchen“? Als Patchwork?
Johann Gerhard [klein]Meine zeitweise Funkstille hat mit dem heutigen Hochfest Allerheiligen zu tun. Zur
Sache selbst: Natürliche kann die Tradition nicht der Schrift entgegenstehen. Das tut sie auch nicht.
Aber die Schrift ist nicht ausschließlich Handlungsanweisung. Sie bedarf der Auslegung. Aber wo liegt
die Kompetenz zur Auslegung? Beim Einzelnen oder bei der Kirche in Form des Lehramtes? Luther ist ein
Einzelner. Wenn ich Luther als Person, als Theologen die verbindliche Auslegung zuerkenne, warum dann
nicht auch anderen Reformatoren. Calvin hat sie ebenfalls für sich beansprucht und andere. Auch der Gründer
der Zeugen Jehovas hat sie für sich beansprucht. Und diese sagen gerade heute, daß nur ihre Auslegung
die richtige ist. Da liegt genau die Problematik. Abspaltungen von der Kirche haben immer mit einer subjektiven
Ausklegung und Auswahl zu tun. Das geht von Arius über Luther bis zu jedem Sektenführer in heutiger
Zeit. Aber folgendes stimmt auch heute noch: Schon Tertullian sagte um das Jahr 200: „…lehren sie auch
untereinander verschieden, so sind sie sich doch einig in der Bekämpfung der einen Wahrheit.“ Und Agustinus:
„Untereinander sind sie sich uneinig, einig sind sie sich sber in der Position gegenüber der Einheit.“
Aus Platzgründen noch folgende Bemerkung: Was der nachösterliche Christus seinen Aposteln noch mündlich
mit auf den Weg gegeben hat, ist sicher auch in die Tradition eingeflossen. Die Evangelisten schreiben
so gut wie nichts davon. Kelchraub? Meinen Sie Laienkelch?
Johann Gerhard Wenn diese Traditionen allerdings auf den ersten Blick nicht mit der HWenn eiligen Schrift
vereinbar sind, dann können sie nicht richtig sein. Die Schrift ist ein Fragment. Es ist eben nicht alles
aufgeschrieben, wie der Evangelist Johannes sagt… Die Tradition ist letztlich wichtiger. Sie hat sich
aus der Schrift entwickelt und ergänzt sie und sie lebt in der Zeit. Ausschließlich am Wort und Buchstaben
zu hängen, das tun die Sekten auch, und in so fern gehört der ganze Protestantismus dazu.
Johann Gerhard Die geistigen Erben von Häretikern haben sich meist immer nach ihren Gründern benannt
als da z.B. sind: Arius, Nestorius, Photius, Luther, Calvin, Zwingli und … Mohammed. Übrigens: Quasi
als Anti-Geister-Pille haben die Luheraner gestern in Hamburg und Schleswig-Holstein „Luther-Bonbons“
an die Kinder verteilt. Und an Erwachsene ebenso. Ist doch was, oder?
Romulus Dieser Protestant müht sich um sein Ansehen als statitistischer Durchschnittschrist. Er ist anständig
und Fan von Bayern München. Wenn das nix ist… So allmählich löst sich diese Biedermannmaske auf.
Und abgesehen davon: Das meiste ist ohnehin von ihm nur ausgedacht. Wer ihn kennt, weiß das.
Protestant Da kann sich einem schon der Magen umdrehen, wenn Sie von „häretischen Abweich-Piussen“ schreiben.
Da ist so, als ob der Teufel dem Heiligen Geist Häresie vorwirft.
Benedikt Ich bin Ihnen sehr dankbar für die klaren Worte. Eigentlich sollte man diese so stehen und wirken
lassen. Abei leider muß ich eine Erfahrung dabei los werden, die ich mit einem Erzbischof dazu gemacht
habe. Auf eine Frage bezüglich der Gültigkeit des Vollzugs der Wandlungs/Einsetzungsworte im protestantischen
Gottesdienst antwortete er mir in einer Pressekonferenz wörtlich: Dem Heiligen Geist kann nicht vorgeschrieben
werden, wann und wo er wandelt. Eine Nachfrage dazu wurde mir dann nicht mehr gewährt. Punkt!
Bischof Marx… hat zunächst das gesagt, was er meinte oder wovon er überzeugt war. Der Generalvikar
mußte das nun kirchenrechtlich zurechtrücken oder reparieren und daran herumdrehen, bis es halbwegs
der kirchenrechtlichen Meinung Roms entsprach. Es ist der alte Eiertanz. Mal ein bischen schismatisch,
dann wieder mal etwas mehr. Ganz wie man es braucht. Man stelle sich vor, Bischof Marx würde entsprechende,
besser: analoge Worte gefunden haben für die üblichen ökumenischen Gesprächspartner, als da sind die
Oberhäretiker als Erben Luthers und Calvins. Ich stelle mir das Rauschen im deutschen Blätterwald vor
und die anschließend versuchte „Schadensbegrenzung“ durch den bischöflichen Haushalt. Kennen wir nicht
solche Verrenkungen (wieder analog) von anderen Bischöfen oder sogar kürzlich noch von Rom? Honi soit
qui mal y pense!
Aus: ZENIT-Interview heute mit Klaus Berger ZENIT: Sie haben vor kurzem geschrieben: „Die Liturgie ist
die Gegenöffentlichkeit. Wenn Christen in der Welt mit ihren Überzeugungen bestehen wollen, brauchen
sie Kraft und ein starkes Widerlager. Dass Liturgie schön ist, dass der Glaube in einem Fest gefeiert
wird, dass der Gottesdienst mit der Herrlichkeit der Gnade zu tun hat, das gibt der Gegenöffentlichkeit
ihre Stärke. Denn nirgends anders als im Gottesdienst wird der Anspruch eines Königs angemeldet, der
nicht ‘gehen’ wird, sondern der kommt.“ Die Liturgie feiert die „Ankunft des Königs“. Als Königsdienst
ist sie Gottesdienst. In der Liturgie ist Gott wirklich in der feiernden Gemeinde anwesend. Was ist Ihre
Meinung zu der von Papst Benedikt XVI. angestrebten liturgischen Erneuerung in der katholischen Kirche?
Ist für Sie der Weg einer allgemeinen Zulassung der so genannten Tridentinischen Messe ein beschreitbarer
Weg, um der zitierten Gegenöffentlichkeit zu einer neuen Wirksamkeit und einer neuen Anziehungskraft
zu verhelfen? –-Berger: Die Sehnsucht nach der „Tridentinischen“ Messe ist deshalb so groß, weil diese
Messform ein vollendetes Kunstwerk darstellt und keine Spielereien erlaubt. Man hat in den letzten Jahrzehnten
die Messe zum Experimentierfeld gemacht und übersehen, dass Liturgie so etwas überhaupt nicht verträgt.
Die Aufgabe des Latein war ein weiterer schwerer Fehler, gerade im Zeitalter der Globalisierung. Dadurch
sind große Teile der Weltkirche provinzialisiert worden. Den Verlust vieler Formen des …
Dr. Carlo R. Ich möchte nicht darauf wetten, was uns am Ende überrascht. So oder so! Allein die Schlacht,
die hier in diesem Forum pro und contra geschlagen wird, zeigt den Schwierigkeitsgrad auf. W. Brandmüller
(gewiß kein Anhänger der alten Liturgie) schrieb schon vor Jahren, daß wir in einem latenten Schisma
leben. Und so ist es. Eine wichtige Bruchlinie, die sich längst nicht nur an der Liturgie festmacht,
ist dabei LG. Fast jeder weiß, nur keiner sagt es.
Protestant Mit diesen Vorwürfen erreichen Sie mich nicht, wenn- gleich sich der Protestantismus den Vorwurf
schlimmer Häresie schon gefallen lassen muß. Lutherische Glaubensätze können ja nicht gleich und gültig
neben denen katholischer stehen, sonst wäre sie ja nicht lutherisch, sondern katholisch. So ist die Frage,
ob sie mit Ihrem möglichen oder sogar wahrscheinlichen unterschiedlichen Glaubensverständnis z.B. die
Frömmigkeitsform des Opus Dei beurteilen sollten. Mich interessiert Ihre Kritik schon sehr.
Ich habe darauf gewettet… und habe die Wette gewonnen – dank der Stimme der Vernunft. Nur hat es einige
Minuten länger gedauert als erwartet, bis die Retourkutsche kam.
Protestant… Es war von mir eine Frage am falschen 0rt.Deshalb hier noch einmal die Frage: Sagen Sie
doch mal, woran Sie die Kritik am Opus Dei festmachen??
Tridentinus Für den Zaire-Ritus hat sich damals insbesondere auch Herr Mobutu stark gemacht. Da hat damals
die Kirche offensichtlich ihren zweiten liturgische Schwächeanfall erlebt.
Dann lieber protestantisch werden… Was ist das überhaupt protestantisch?? Methodistisch? Baptistisch?
Anglikanisch? Adventistisch? Mennonitisch? Herrenhuter? Zeuge Jehova? Quäker? Lutherisch? Alt-katholisch?
Calvinistisch? Pfingstler? Heilsarmee? Mormone? Presbyterianisch? Congregationalistisch? Moon-Mitglied?
Arianisch? Wem fallen noch einige Denominationen ein zu protestantisch?
Protestant – so nennen Sie sich. Ob Sie es auch sind, weiß ich nicht. Grundsätzlich: Was kann ein Protestant
mit Liturgie im Sinn haben, was versteht er schon davon, wenn er so glaubt, wie er glaubt. Was haben Protestanten
überhaupt mit der Kirche Christi gemeinsam: Ich sage – nichts, gar nichts! Auch nicht die Taufe und nicht
die Bibel, wenn man einmal von der äußeren Form absieht. Die Frage ist, was verbindet ein Protestant
sakramental/inhaltlich mit der Taufe? Und so ist es mit der Liturgie. Die Liturgie ist nicht für den
Menschen da, denn sie dient vielmehr der Verehrung und Anbetung Gottes. Liturgie ist Ausdruck des Glaubens
an den HERRN. Sie ist nicht beliebig gestaltbar und austauschbar. Liturgie ist kein ständig, dem jeweiligen
Zeitgeschmack zu unterwerfendes Kunstwerk. Vielmehr dient der Mensch durch die Liturgie in ganz besonderer
Weise Gott. Liturgie ist vorgegeben von der Kirche.
Dazu ließen sich viele Dinge… im Detail sagen. Angefangen vom sehr niedrigen Tisch, der Klampfe, der
Zurichtung auf dem „Altar“, der Kleidung des Klampfe-Spielers etc. Und wer sagt, daß die Sitzposition
des Zelebranten hier mit der Lesung zu tun hat? Ich behaupte, wie selbst in vielen Fällen erlebt, daß
der Priester während der ganzen Messe sitzt. Ich werde Ihnen das wohl nicht klar machen können: Hier
geht es doch um eine Begegnung mit Christus. Da müßte das beste gerade gut genug sein. Wie werfen sich
die Leute z.B. in Schale, wenn Sie zum Bundespräsidenten gehen. Schauen Sie sich den Aufzug doch nur
auf dem Bild an. Liturgie ist hier geistlos reduziert auf eine Restform. Wenn man Liturgie so wegrationalisiert
wie NOM, dann ist auch die Staffage e
Vom Geist der Liturgie… ist diese Szene gewiß nicht bestimmt – würde B.XVI sagen. Es ist alles gemacht,
zusammengebastelt, unterhaltend gestaltet. Merkwürdig, daß Sie kaum Ansprüche an einen Kult haben,
der sich an unsreren Herrn und Schöpfer richtet. Denn so „billig und bieder“, wie das alles auf diesem
Bild daherkommt, ist der NOM eigentlich nicht. Und außerdem: Wenn Sie das Drumrum vielleicht noch ansprechend
finden, möchte ich ganz menschlich wissen, wie Sie zu Hause eingerichtet sind.
Das Bild… ruft bei mir Aversionen hervor. Der Priester sitzt hinter dem Tisch wie ein Buddha. Ich habe
so ein ähnliches Live-Bild (vor langen Jahren) in einem buddhistischen Kloster in Berlin-Frohnau erlebt.
Damit habe ich wirklich nichts zu tun. Die Klampfe tut ihr übriges. Gotthard, Sie reden alles schön.
Das ist wohl Ihr Job hier. Es ist ja nur fürchterlich…
Benedikt Wer schert sich denn um Sacrosanctum Concilium 22 §3? Der ganz überwiegende Teil der Priester
jedenfalls nicht, die den NOM für einen unverzichtbaren Fortschritt halten. Und welcher Bischof schert
sich denn wirklich um Redemptionis sacramentum? Kein deutscher Bischof von Meisner bis Lehmann hat bis
heute davon etwas konsequent in seiner Diözese umgesetzt. Entweder aus Angst vor einem „Aufstand“ oder
aus Überzeugung gegen den Inhalt.
Benedikt Zwar ist diese Entwicklung noch nicht am Ende, die Zahl der Indultgemeinden also noch lange ausbaufähig,
eine Akzeptanz wie der „NOM“ wird die alte Messe auf absehbare Zeit jedoch nicht mehr erlangen. Es gibt
nach meiner Erfahrung nicht die Akzeptanz des NOM, weil der NOM nicht gleich NOM ist. Ich könnte viele
Beispiele dafür anführen. Beispiel: Maria Vesperbild. Gegenbeispiel: Pfarrei Heilig Geist, Hamburg-Farmsen.
Oder: St. Maria, Kupfergasse Köln. Gegenbeispiel: St. Michael, Schweinfurth. Wieviele liberale Priester
kenne ich, die weniger Schwierigkeiten mit Pius- uns Petrusbrüdern haben, als mit ihren konservativen
NOM-Mitbrüdern in der Nachbarschaft. Hier gibt es besonders ausgeprägte Feindschaft, getragen von gegenseitiger
tiefster Verachtung. Zudem: Was sagt schon Akzeptanz aus?? Wenn das der Maßstab sein soll? Wieviel Apzeptanz
hat heute noch das Bußsakrament? Deshalb ist es völlig unwichtig, wieviel Akzeptanz sich sofort mit
einer wie auch immer ausgeprägten Freigabe der alten Liturgie ergibt. Lieber Benedikt, Sie sollten das
alles besser dem Wirken des Heiligen Geistes überlassen.
Otterbeck, Sie stellen… die Diskussion auf den Kopf. Außerdem: Da erkläre man (wer auch immer), was
„legitime Interessen des Volkes“ sind. Das vermag nur ein Volkstribun vor und für ein Volkstribunal.
Die Geschichte kennt das alles! Und wer ist in der Kirche das „Volk“? Alle katholisch Getauften oder nur
die vielleicht ca. 10 %, die noch regelmäßig ihre Sonntagpflicht erfüllen? Oder nur die sog. pfarrlichen
Oberlaien, die in Räten und Ausschüssen sitzen? Oder gar Dr. Otterbeck allein? Sie sprechen wohl gern
„im Namen des Volkes“ und dem des Ihrigen.
Divide et impera… Das scheint genau die Strategie zu sein, die gegenwärtig gegen die Tradition gefahren
wird. Ob sie am Ende erfolgreich sein wird, wird man sehen. Insbesondere richtet sie sich gegen FSSPX,
um die Bedeutung der Bruderschaft zu relativieren. Wenn die Bruderschaft wirklich ein „opus dei“ ist,
wird sie es nicht nur irgendwie überleben, sondern die Kirche wird ihr am Ende dankbar sein. Natürlich
macht die Bruderschaft nicht alles richtig. Wie sollte sie auch? Hier hat die Una sancta selbst reichliche
Erfahrungen gemacht. Aber eines ist auch gewiß: Ohne die Beharrlichkleit von FSSPX gäbe es keine Diskussionen
und Überlegungen einer wie auch immer gearteten Freigabe der alten Liturgie, über die jetzt so trefflich
spekuliert wird. Ohne Erzbischof Lefebvre wäre alles nichts gewesen. Nicht nur innerkirchliche Schimpf
und Schande hat L. dafür auf sich gezogen, sondern er mußte auch den Verdacht eines politischen Rechtsradikalismus
ertragen. Ich stelle mir Lehman und Konsorten als kämpferischen Vergleich vor. Nichts von alledem! Nur
reichlich feist sind sie in Theorie und Praxis bei all ihrem Relativismus geworden.
timpressum Der Pfarrer… ist nicht Jesus Christus. Wie die Runde mit Christus im Abendmahlssaal zusammensaß,
können wir nur annehmen. Jedenfalls war es wohl nicht so, wie Leonardo es dargeststellt hat. Als „alter
Christus wandelt der Priester nicht in seinen Leib, sondern in den Leib Christi. Empfehlenswert zur Frage
versus populum oder ad dominum das Buch/Büchlein von Uwe Michael Lang (Oratorium London): „Conversi ad
Dominum“ mit einem Vorwort von Kardinal Ratzinger ( dt. Ausgabe 2003, Freiburg)
Benedikt Sie lesen Häme heraus, wo keine ist. Das ist natürlich ein Problem. Die Tradition hat aus ihrem
Priesternachwuchs nie ein Geheimnis gemacht. Nur diese Zahlen (ich sag es nochmals: einer 35-jährigen
Tradition!!!) in Relation zu stellen zu denen der Bistümern, ist wirklich grotesk, und dann daraus den
Erfolg oder Mißerfolg der Tradition insgesamt abzulesen. Ich habe mich nur auf die mitteleuropäischen
Seminare beziehen wollen. Der Verweis auf die vollen Seminare in Asien und Afrika ist mindestens schwierig,
weil man dabei eine Reihe soziologischer und sozioökonomischer Aspekte bedenken muß, ohne diesen Seminaren
Abbruch tun zu wollen. Ich bitte um Nachsicht, aber für heute genug. Ich hab’ noch einen Haufen anderer
Arbeit zu erledigen.
Benedikt Ich reduziere gar nichts. Ich leide darunter, daß in meinem Bistum nur 1-2 Priester pro Jahr
geweiht werden. Und jetzt geht es sogar gegen null. Wer diese Zahlen mit Schadenfreude sieht, ist doch
nicht ganz dicht im Kopf (Verzeihen Sie den Ausdruck!). In der Tradition befaßt man sich nur mit den
Ursachen für diesen Niedergang. Und daraus resultiert die Kritik. Und hier gibt es im Blick zurück eine
Menge von Kritikpunkten. Da die Bistümer immer das entscheidende Reservoir für den Priesternachwuchs
waren, muß man man sogar auf ihr Versagen herumhacken. Was denn sonst? Die Bischöfe müssen das wieder
in Ordnung bringen!!! Der 35 Jahre alten Tradition vorzuhalten, sie bilde auch nur sehr wenig Priester
aus, bleibt schlicht grotesk und lenkt nur vom Versagen der Bischöfe ab. Natürlich gibt es auch ziemlich
volle Seminare außerhalb der Tradition. Aber im Regelfall handelt es sich nicht um die bischöflichen
Standardseminare. Das Opus Dei hat z.B. keinen Nachwuchsmangel. Offensichtlich die Legionäre Christi
auch nicht usw. Vielleicht unterliegen diese Gemeinschaften aber auch Ihrer Kritik.
Benedikt Was reden Sie da? FSSPX auf das Seminar in Zaitzkofen zu reduzieren, wo es tatsächlich mit dem
Priesternachwuchs hapert, ist reichlich kurz gesprungen. Die Eintritte 2006 sind aber wieder gestiegen.
In Winona läufts es offensichtlich sehr gut und auch in Flavigny. Wenn Sie schon bei Ihrer instrumentalen
Schwarzmalerei bleiben wollen, so müssen Sie dann schon auf die Entwicklung des Priesternachswuchses
in der Kirche der letzen 40 Jahre in Deutschland und Europa schauen. Fürwahr ein düsteres Kapitel. Und
auch auf allen anderen Sektoren. Die Tradition gibt es dagegen erst seit maximal 35 Jahren. Und nun kommen
Sie daher und vergleichen die Priesternachwuchs in der Tradition mit dem der sog. Amtskirche. Sie sind
ein statitischer Witzbold. Sie haben offenbar in diesem Forum eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Nur
dieser kommen Sie mehr schlecht als recht nach. Im übrigen werde ich an dieser Stelle kein Wort über
gewisse gegenwärtige Schwierigleiten der Petrusbruderschaft (FSSP) verlieren. Ich möchte, daß die Tradition
gemeinsam etwas zur Erneuerung der Kirche beiträgt.
Benedikt Was wollen Sie? FSSPX ist doch ungemein erfolgreich gewesen! Die alte Liturgie steht möglicherweise
vor ihrem endgültigen Comback. Trotz unerlaubter Bischofsweihen ist FSSPX innerhalb der Tradition der
führende Gesprächspartner für Rom. Es läuft doch alles wie am Schnürchen!
Gotthard: Der Kragen sollte Dir… nicht platzen! Ja, was ist „würdig“? Rite et recte soll zunächst
einmal gefeiert werden. Können wir uns darauf verständigen? Ich bitte jedenfalls immer nur darum, die
Institutio generalis ganz genau einzuhalten. Damit fordere ich nur Sacrosanctum Concilium, 22 § 3 ein.
Das sagt allerdings leider etwas über meine „fundamentalstische“ Gesinnung aus. Meint man jedenfalls!
Gotthard Was soll ich nun antworten: Entweder Du kennst die Tradition, aber sie hat Dich aus welchen Gründen
auch immer persönlich enttäuscht, weil die Tradition subjektiv nicht so funktioniert hat, wie Du das
wolltest, und solche Leute gibt es inzwischen auch zahlreich, oder Du kennst sie wirklich nicht und läufst
stattdessen nur der ecclesiastical correctness nach. Übrigens: die Tradition besteht aus Menschen und
nicht aus Heiligen. Höre vorurteilslos in die Tradition heinein, und Du wirst staunen. Die Sorge, die
man sich dort (unabhängig von der Bestandsgarantie durch Christus) um den nachkonzialiaren Zustand der
Kirche macht, ist ja wahrlich nicht unberechtigt. Die Tradition hat mit ihrer entwickelten Spiritualität
ein Recht darauf, sich in die Kirche einzubringen, denn Kirche war nie uniform, deshalb gab es schon immer
unterschiedliche Gemeinschaften. Niemand rechnet auch in der Tradition damit, daß mit der Freigabe der
alten Messe die Welt wieder in Ordnung ist. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mehr nicht! Jedoch:
Wenn ich B. XVI als Kardinal richtig verstanden habe, dann bedarf der NOM mindestens einer gründlichen
Reform, was er als Reform der Reform verstanden haben will und wie er es 1997 auf der Konferenz von Fontcombault
(ob richtig geschrieben, weiß ich jetzt nicht) gesagt hat. Und Meßlatte dabei ist ganz offensichtlich
dabei die alte Liturgie. Schließlich: Niemand glaubt bei FSSPX und in der weiteren Tradition schlechthin,
daß die Kritik nach einer Versöhnung
Gotthard Wer meint, die nachkonziliare Zeit bis heute ginge an der Tradition wirkungslos vorbei, lebt
nicht in dieser Welt. In Deutschland ist der schlechte Priesternachwuchs ebenso ein Dauerproblem, wie
in anderen Teil Zentraleuropas für die Tradition. Nur: in den Bistümern versucht man die Probleme administrativ
in den Griff zu kriegen. Statt wirklich etwas für den Priesternachwuchs zu tun, organisiert man sich
tot. (Übrigens bei 10 % Meßbesuchern im Schnitt und der daraus resultierenden Seelsorge gibt es noch
Priester genug. Nur die Zahl der kirchlichen Begräbnisse, die sich am Lebensende weit mehr als 70 % wünschen,
macht irgendwann drastische Hilfsperdonal-Lösungen notwendig.) Soweit ich das überblicke, kämen bei
der gesamten Tradition weit mehr Priester zur hl. Weihe, wenn die Anforderungen das Niveau von St. Georgen
oder einigen anderen Seminaren hätten. Einzige „Sünde wider den üblichen Seminargeist“ ist, sich zu
sehr der Tradition nahe zu fühlen. Und dazu gehört auch leider immer noch das zu häufige Rosenkranzbeten.
hätten. erforderlich. und lobt dann in Fulda verrückte Zeit habe keine Auswirkungengehe
DieFidele / Stimme aus Wien Ja, das Opfer, das nicht nur der hl. Thomas Morus, sondern die ganze Kirche
für die Unauflöslichkeit der Ehe von Heinrich VIII mit Katharina v. Aragon gebracht hat, ist gewiß
ein wahres Ruhmesblatt. Und das sollen wir nun dem Zeitgeist unterwerfen? Nicht die Theologen am Katheter
bestimmen, was Wahrheit ist, sondern das Lehramt der Kirche. Gewiß, man muß bei den Zahlen des Priesternachwuchses
genau hinschauen. Aber das ist genau das Problem, nämlich dann muß ich auch berücksichtigen, wieviel
Ordensgeistliche inzwischen schon im diözesanen Dienst stehen. Will heißen: Ordensgeistliche haben eine
differenzierte Berufung und werden eigentlich zuerst und zuletzt für ihre Gemeinschaft geweiht, und die
der Bischof seiner Seelsorge nicht einfach zuschlagen kann. Sie unterstehen ihm grundsätzlich auch nicht.
Auch bei FSSPX werden die dort geweihten Ordensgeistlichen (seien es z.B. Benediktiner, Dominikaner oder
Redemptoristen) nicht einfach den Priestern von FSSPX zugerechnet. Ein besonderer Punkt sind auch die
„Wanderungsbewegungen“ zwischen den Priesterseminaren (aus verschiedenen Gründen) und die „Sonderseminare“
wie in z.B. in Deutschland in Berlin oder Lantershofen.
Stimme aus Wien Es geht nicht um Ausreden, sondern um objektive Gründe. Und ich bestreite gar nicht,
daß sich z.B. die Probleme in den Familien bei den Berufungen in den diözesanen Priesterseminaren auswirken
usw. usw. Aber man wird auch die Größenverhältnisse zwischen der „Amtskirche“ und der Tradition betrachten
müssen. Und da sind z.B. die deutschen Bistümer vom mangelnden Priesternachwuchs in einem viel schlimmeren
Ausmaß betroffen. Und speziell bei FSSPX ist noch nachzutragen, daß die Bruderschaft quasi unter dem
„Dauerstress“ des Schisma-Vorwurfs steht. Das macht sich bei FSSPX gewiß auch negativ bemerkbar. Nehmen
wir aber mal ein Bistum im Norden Deutschlands: das relativ junge Erzbistum Hamburg. Die Zahlen: 400.000
Katholiken zwischen Flensburg, Hamburg und Rostock. 170 Priester. Und der Priesternachwuchs? 1-2 Weihen
pro Jahr! Manchmal nur Ausländer unter den Weihekandidaten. Und wie sieht z.B. in Relation dazu im Erzbistum
München aus? Und wie groß ist die „Anhängerschaft“ von FFSPX in Deutschland? Ein anderer Aspekt ist
auch die Frage nach der Solidität in den diözesanen Priesterseminaren. Die Bischöfe sind hier ernsthaft
zu mahnen, das Steuer herumzureißen. Meine Sorge gilt dem Priesternachwuchs insgesamt.
Vieles ist in den Evangelien… nicht einheitlich. So sind die Abendmahlworte Jesu z.B. auch nicht einheitlich
überliefert. Und das Vater unser findet sich nur in zwei Evangelien, etc. etc. Andrerseits: „Ich werde
euch den Tröster senden, und er wird euch in alle Wahrheit einführen…“ Wie ist das mit dem Vertrauen
in diese Worte Jesu?
Pius-Seminare mit wenig Output?? Lieber Gotthard, nachfolgendes gilt auch für Sie: Die einzige Statistik
die für Sie stimmt, ist offenbar, die, die Sie nicht gefälscht haben. Zugegeben: Statt „gefälscht“
müßte man gerechterweise vielleicht sagen „entstellt“. Natürlich geht es beim Priesternachwuchs in
der Tradition (hier bei FSSPX) nicht wie bei Pilzen in einem feuchtwarmen Herbst zu. Dazu: 1. Natürlich
ist auch die Tradition davon betroffen, wenn die Hauskirche, sprich: die Familien in einer massiv säkularisierten
Welt nicht mehr intakt sind. 2. Ferner: Die immer weniger geborenen Kinder schlagen sich quantitativ auch
beim Priesternachwuchs nieder. 3. Objektiv ist die Tradition auch relativ klein gegenüber dem, was sich
zur sog. Amtskirche zählt. Dabei bin ich mir der Problematik des begriffs „Amtskirche“ durchaus bewußt.
4. Ist ist offensichtlich auch so, daß bei den Seminareintritten innerhalb von FSSPX (und das gilt auch
für FSSP), die sog. Ausfallquote weit höher ist,weil die Anforderungen an die Kandidaten, allein was
das spirituelle Leben betrifft, weit höher sind, als in den diözesanen Priesterseminaren. St. Georgen
läßt grüßen, und ich weiß, wovon ich rede. 5. Was diesjährigen Neueintritte bei FSSPX betrifft,
so sind es in Winona (USA) 23, Flavigny (F) 23, Zaitzkofen (D) 8. Was am Ende davon übrig bleibt, wird
man sehen. Das nur zur Information! Das nur zur Relativierung
Ja, Frater Meinrad, wenn, wenn, wenn… der NOM würdig gefeiert wird. Hier liegt doch das Problem! Was
glauben Sie, warum es die Liturgieinstruktion „Redemptionis sacramentum“ gibt, mit der einiges gebessert
werden sollte. Aber was hat sich gebessert?? Seit Jahren dokumentiere ich die Fälle und sende Sie meinem
Bischof. Nichts, aber auch gar nichts ändert sich. Der „dickste“ Fall vor einigen Monaten: „Wir sind
Kirche“ durfte eine ganze Messe nach eigenem Gustus gestalten. Frau Kiklas dufte predigen und ihre fünf
Aufforderungen zu Häresien unter die Leute bringen, ein eigens „gestricktes“ Credo folgte, und, und und…
Wer jetzt schreit (Sie taten es nicht), der alte Ordo würde die Gemeinden spalten, hat nur Desinformation
im Kopf und ist bösartig. In meinem Bistum feiert fast jede Gemeinde ihre eigene Liturgie. In meiner
Pfarrgemeinde heißt es: Wenn dir das nicht gefällt, was wir machen, dann geh woanders hin. Die Spaltung
geht doch längst quer durch alle Gemeinden. Den NOM nicht „würdig“ (was heißt das schon!), sondern
„rite et recte“ gefeiert, die Pfarrgemeinden müssen Sie mit der Lupe suchen. Zu argumentieren, man könne
auch den alten Ordo unwürdig und wie auch immer feiern, ist eine glatte Retourkutsche. Sich für die
wie auch immer „würdige“ Feier des NOM einzusetzen, war für alle Kritiker des alten Ordo Zeit genug.
Was haben Sie dafür getan??? einzusetzen. Mirauch i
möchtegern-kathole Um ein Sakrament gültig zu spenden, muß für die Gültigkeit immer die Intention
vorhanden sein, das zu tun, was die Kirche tut und getan hat, abgesehen von einigen weiteren Bedingungen.
Ja, wie ist das bei einem Arianier? Den Arianismus in Verbindung mit einer Art kirchlichem Gehäuse gibt
es nach meiner Kenntnis nicht mehr, aber wohl als persönliche sog. christologische Bekenntnisvariante,
die auch offensichtlich unter katholischen Zeitgenossen wieder vermehrt entdeckt werden kann. Wenn nun
ein katholischer Priester ein arianisches Christusbekenntnis hat, ist m.E. die Konsekration von Brot und
Wein nicht wirksam, weil seine Intention mit der der Kirche nicht übereinstimmt.
Gotthard Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Nachweise, daß auf Grund der Struktur des HI-Virus die
Benutzung von Kondomen mir einem nicht geringen Restrisiko verbunden ist. Selbst wenn man das vernachlässigt
und sagen würde, gut, wenn wir in 98 von 100 Benutzungsfällen eine Inrfektion verhindern können, ist
die Propagierung von Kondomen als zweitsicherste Verhütungsmethode gerechtfertig, bleibt die ethische
Verantwortung gegenüber den 2 Prozent bestehen. Aber es gibt bekanntlich auch noch andere Übertragungsformen
als durch „ungeschützten“ Geschlechtsverkehr. Kein verantwortungsvoller Arzt und erst recht kein Virologe
schließt die HIV-Übertragung durch andere Körpersekrete als Sperma oder Blut endgültig aus. Aber hier
liegt ja nicht das Problem. Wie könnte man in Afrika (mal abgesehen vom unterschiedlichem soziokulturellen
Verhalten) für eine lückenlose Kondomverteilung sorgen? Wer den Kontinent kennt, weiß um die Schwierigkeit.
Aber warum gibt es denn in unserer aufgeklärten Gesellschaft das Problem von AIDS ebenfalls, und das
nach über 20 Jahren Kenntnis der wichtigesten Zusammenhänge der Ansteckungsmechanismen? Sexualität
spielt sich eben nicht nur auf rationnaler Ebene ab. Darum läßt sich bei uns auch wohl die Zahl der
ungewollt gezeugten Kinder nicht auf null reduzieren.
Gotthard Dauernd führen Sie im Zusammenhang mit FSSPX das Wort Sekte im Mund. Meinen Sie denn, wenn es
sich bei FSSPX um eine „Sekte“ handelt, daß es sich dann bei den Lutheranern und Reformierten nicht auch
um „Sekten“ handelt und nicht um „Kirchen“?
Gotthard -Welchen Sinn macht z.B. die… „viel reichlicher gedeckte Leseordnung“ bei weiterhin massiv
rückgängigem Gottesdienstbesuch? Wäre da nicht weniger im Grunde mehr? Will heißen: Was bleibt denn
z.B. bei unregelmäßigem Gottesdiensbesuch und einer Leseordnung, die sich über drei Jahre hinzieht,
am Ende hängen? Beispiel: Wenn jemand im Schnitt nur einmal im Monat seine Sonntagspflicht erfüllt,
trifft er auf die Lesung vom vergangenen Sonntag erst wieder in ca. zwölf Jahren. Ist nicht da eine einjährige
Leseordnung pädagogisch sinnvoller? Und: Was ist mit den für die meisten sehr schwierigen alttestamentlichen
Texten, die es erheblich vermehrt in der neuen Leseordnung gibt? Ich höre immer wieder: Das vesteht eh
kein Mensch. Gilt ja für viele auch bei der alten Leseordnung z.B. mit Texten aus dem „Buch der Weisheit“.
Ich wäre dankbar für erbeblich weniger Texte.
Die Erläuterung des Papstes hätte m.E. auch so aussehen können (wie von mir unten verkürzt). Und ich
meine angesichts der nicht wenigen und unfriedlichen Suren gegenüber Andersgläubigen wäre das auch
angemessen gewesen. „Dieses Zitat ist in der muslimischen Welt leider als Ausdruck meiner eigenen Position
aufgefaßt worden und hat so begreiflicherweise Empörung hervorgerufen. Bei der Zitation des Textes von
Kaiser Manuel II. ging es mir einzig darum, auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft
hinzuführen. In diesem Punkt stimme ich Manuel zu, ohne mir deshalb seine Polemik zuzueignen.“
Wieso brauchen wir für das Ernstnehmen des Wortes Gottes (also der Hl. Schrift) eine neue lutherische
Reformation? Selbst Luther hat seine persönlichen Probleme ernster genommen als die überlieferte Schrift.
„Wie finde ich einen gnädigen Gott?“ -so seine Dauerfrage. Die Antwort war ein einziges Verbiegen der
Schrift durch seine Theologie.
Mein lieber Murx, es ist leider Murks, was Sie behaupten. Aber nicht deshalb will ich nicht darauf eingehen,
sondern weil ich ab morgenfrüh für eine Woche nicht da bin. Und heute habe ich noch genug anderes zu
tun. Ein sonnige Herbstwoche – Heggi
Neues Dokument? Ich teile die Meinung von Prof. Mai zu den Chancen einer möglichen breiteren Freigabe
der alten Liturgie durch B. XVI (siehe Interview Kirchl. Umschau, Sept. 2006).
#121 Heggi 16:27:04 | Donnerstag, 21. September 2006
Aurelius Ich gebe mich (zumindest für den Augenblick) geschlagen. Warum? Mir fiel in diesem Augenblick
wieder ein Aufsatz (von Abbe S. Dufour) ein, den ich der UV-Korrespondenz von Mai/Juni 2006 gelesen hatte.
Titel: „Notizen zum Ritus von 1965 (meine Hervorhebung), der ersten Etappe der Liturgiereform. Übrigens
sehr informativ, was die detaillierten Änderungen (eine Vielzahl) angeht. Ohne künstliches Beharrungsvermögen
muß ich aber dennoch anfügen: In irgendeinem Aufsatz hat mir jemand schlüssig nachgewiesen, daß es
keine Missale 1965 gibt. Ich werde ihn wohl auch noch finden. Aber: Begriff hin oder her – der „Streit“
ist damit beendet, oder?
#112 Heggi 14:14:27 | Donnerstag, 21. September 2006
Aurelius Ich habe kein Problem damit, zuzugeben, wenn ich falsch liege. Ich habe Bonaventura so verstanden,
und so sehe ich es auch, daß das, was Sie Missale 1965 nennen, praktisch nur aus einer Änderung der
Rubriken besteht, also kein neues Missale aus den in SC vorgezeichneten konziliaren Änderungungswünschen
hervorgegangen ist. Natürlich gilt der CIC von 1983, der den von 1917 ersetzt hat. Aber die Sache hat
in so fern einen kirchenpolitischen Haken, nämlich den, daß Rom in der Frage der sog. regimetreuen Kirche
in China nach Bedarf einen versöhnlicheren Kurs zu steuern scheint. Die Tatstrafe der Exkommunikation,
die eine unerlaubte Weihe automatisch nachsichzieht, ist in der Vergangenheit ein ziemlich geräuschloser
Vorgang gewesen, wobei mir schon klar ist: Econe ist nicht Peking.
#107 Heggi 13:40:15 | Donnerstag, 21. September 2006
Aurelius/Murx Mein lieber Murx, vermutlich haben Sie mein Anliegen überhaupt nicht verstanden. Ich wollte
nur am Vorwurf der Exkommunikation aufzeigen, wie inkonsequent man damit umgeht, daß man diesen Begriff
fast nur als Keule gegen FSSPX nutzt, aber mit anderen Häretikern und Schismatikern ungeniert unter die
ökumenische Bettdecke kriecht. Was uns von Orthodoxen unterscheidet, ist ja weit mehr als nur das Filioque.
Meine Frage nun an dieser Stelle an Sie: Soll ich auf die anderen Dinge jetzt auch noch eingehen und sie
breit treten helfen? Wo ist der Sinn? Aurelius: Den Ausführungen von Bonaventura ist nichts hinzuzufügen
Im übrigen (ich versuche bei der alten Rechtschreibung zu bleiben, von Tippfehlern abgesehen) habe ich
zwischenzeitlich auch noch etwas anderes zu tun.
#95 Heggi 12:29:54 | Donnerstag, 21. September 2006
Aurelius: ich sage es zum xten Mal… wenn die Bischöfe von FSSPX schismatisch sind (das behaupten viele,
ich nicht), dann läßt sich auf der Exkommunikation nicht herumreiten. Bei den Protestanten oder den
Othodoxen dagt man ja auch nicht dauernd, ihr seid seit eurer Abspaltung exkommuniziert. Übrigens sind
ja nicht mal Hasenhüttl oder Küng exkommuniziert…
#19 Heggi 12:10:41 | Donnerstag, 21. September 2006
Catharina: Ich hätte mir auch gewünscht, B. XVI würde z.B. bei den liturgischen Mißbräuchen stärker
die Zügel anziehen. Oder in der Lectio Regensburg hätte er nicht so viele Erläuterungen zur Beruhigung
nachgeschoben. Nach Kaiser Manuel II standen die Türkern noch rd. 300 Jahre später vor Wien etc., etc.
Ach, ein wenig bin ich auch enntäuscht, aber auch für Ratschläge nicht kompetent.
#68 Heggi 08:26:38 | Donnerstag, 21. September 2006
Rottenburg Warum wollen Sie ausgrenzen, wo doch (fast) alle Welt ökumenische Konvergenzen an allen Ecken
und Enden probiert. Sehen sie das sog. Pius-Problem doch mal ökumenisch und Sie fühlen sich gleich viel
entspannter.
Das mit dem Sonntagsanzug auf tau-nasser Wiese ist ja zu akzeptieren, übrigens „fast“ genauso wie ein
Meniskusschaden oder eine Kniearthrose. Ich denke, wir sind uns alle einig, daß es darum nicht geht.
Es geht doch im Prinzip um die Devotio. Und da ist grundsätzlich, zumindest in der lateinischen Kirche
des Westens, das Knieen die übliche Ausdrucksform. Niemand ist doch vor Gott größer, wenn er nicht
kniet. Darauf wollte P. Recktenwald hinaus. Faktum ist aber andrerseits, daß viele unserer katholischen
Zeitgenossen das Knieen nicht mehr ihrer Würde entsprechend empfinden. Kürzlich äußerte sich noch
der Kölner Weihbischof em. Dick in einem anderen Zusammenhang zu gewissen „liturgischen“ Verhaltensweisen
vieler Gläubiger bei der Messe. So kritisierte er u.a. auch, daß sich die Leute nach der Gabenbereitung
mit Aufforderung des „Orate fratres“ nicht von Ihrem Hinterteil erheben, sondern erst mit der Präfations-Einleitung
„Erhebet die Herzen“. Tatsächlich: „Betet Brüder…“ ist ja ein Imperativ zu gemeinsamem Tun!
Mit dem „sich klar ausdrücken“… ist so eine Sache. Ich denke, P. Recktenwald hat sich zwar klar (bezogen
auf die Masse der Verhaltensweisen), aber (zahlenmäßig) nicht ganz präzise ausgedrückt, obwohl subjektiv
womöglich doch. Klar drücken sich in der Kirche durchaus einige aus, (wie z.B. Kardinal Meisner), nur
nehmen sie es wie Meisner nach öffentlicher Kritik teilweise wieder zurück. Bitte, was mir auffällt
und auch nicht gefällt, ist, daß Sie im Zusammenhang mit P. Recktenwald von bestimmten „Kreisen“ sprechen.
FSSP ist eine von den vielen geistlichen Gemeinschaften, die es in der Kirche aufgrund unterschiedlicher
Spritualität der Menschen schon immer gegeben hat. Konkret: Das Wort „Kreise“ hat einen erheblich negativen
Beigeschmack, und soll wohl eine bestimmte geistige und geistliche Ausrichtung stigmatisieren. Oder?
Lieber Benedikt, sind Sie nicht ein wenig kleinlich? Natürlich können unter den 5000 vielleicht Hundert
gewesen, die bei der Wandlung gekniet haben. Vielleicht sogar 150 oder 200. P. Recktenwald ist das nicht
vorzuwerfen. Es ist mit dem „kein einziger“ etymologisch so, wie mit dem „für viele“ und „für alle“.
„Für viele“ kann eine unübersehbare Zahl sein, die fast „alle“ bedeutet. „Kein einziger“ kann aus seinem
Blickwinkel durchaus „kein einziger“ gewesen sein oder „praktisch kein einziger“. P. Recktenwald hat das
bedauerliche Phänomen aus seiner Sicht beschrieben, nich mehr und nicht weniger. Weil die Masse der Teilnehmer
wohl nicht nur in der Sektion, in der er die Papstmesse miterlebt hat, sich so verhalten, wird man wohl
weiter fragen dürfen, wie es um den Glauben an die Realpräsenz steht, auch wenn man schlimmstenfalls
wie bei einer solchen „Masssenmesse“ einige hundert Meter vom Zentralgeschehen entfernt bin, zu dem man
aber ganz bewußt gepilgert ist.
Benedikt Ihr Argument ist ebenso richtig wie es falsch ist. Falsch deshalb, weil die Sonntagspflicht als
Kirchengebot (und somit das bewußte Versäumnis der Sonntagsmesse schwere Sünde ist und bleibt) nicht
aufgehoben ist. Ich stelle immer wieder fest, daß die Autonomie des Einzelnen, wenn sie sich erst einmal
von der Sonntagspflicht entpflichtet hat, sie sich längst auch in weiten Bereichen des Depositum fidei
verabschiedet hat.
Athanasius und das Zahlenspiel Was ist viel und was ist wenig? Es hängt vom Zahlenspiel ab! Mein Zahlenspiel:
Von den 1,1 Mrd. Katholiken gehen im Schnitt 10 Prozent noch zur Kirche, d.h. sie nehmen aktiv und bewußt
am Glaubensleben teil. 10 % von 1,1 Mrd. sind bekanntermaßen 110 Mio. Ca. 5 Mio aktive katholische Tradis
sind von 110 Mio „immerhin“ 4,5 Prozent. Nicht wirklich viel???
Herr Dr. Regazzoni Papst Johannes XXIII als „Frevler“ zu etikettieren, ist schlicht unerhört. Ja, woran
machen Sie überhaupt den „Frevler“ fest? Man mag Päpste kritisch sehen und ihnen in manchen Dingen auch
widersprechen – das ist und bleibt gut katholisch. Aber wer ist in Ihren Augen letztendlich kein Frevler?
Ich vermute, nur Sie allein. Und Sie werden vermutlich auch der letzte Rechtgläubige sein, der am Ende
übrig bleibt. Um es ein wenig mit einer Anleihe von Luther zu sagen: Sie sind sich am Ende auch selbst
Papst. Mit anderen Worten: Das, was Sie hier Kritisches zu „Nostra aetate“ sagen wollen (und dazu kann
man tatsächlich viel Kritisches sagen), ist leider, aber genau in dem Jargon, der messerscharf dem Anliegen
schadet, das sie vermutlich vertreten und fördern wollen.
haher Keine Kirchenspaltung… beabsichtigt zu haben, haben eigentlich alle Häretiker von sich behauptet.
Ist ja auch logisch. Sie glaubten ja im Recht zu sein. Richtig ist aber auch, daß sie tatsächlich keine
Kirchenspaltung bewirkt haben. Denn wenn die Kirche der mystische Leib Christi ist (und sie ist es!) dann
ist die Kirche nicht spaltbar (Leib und Spaltung – wie sollte das auch gehen?). Man mag von einer Spaltung
im Glauben oder einer Spaltung der Christenheit durch Luther reden, die sichtbare Kirche als Braut Christi
ist davon aber nicht berührt.
Landorganist und andere Lesen Sie doch noch mal das Vortragsthema! Finden Sie nicht auch, daß damit der
Inhalt festgelegt ist? Danach soll am Beispiel des Opus Dei aufgezeigt werden, daß es Fundamentalismus
in der kath. Kirche gibt. Damit steht doch die Grundaussage fest, oder? Im Vortrag geht es offensichtlich
nur noch um die Begründungen für die einzelnen Elemente, die den Fundamentalismus dort ausmachen. Ich
meine, wer das Opus Dei in die Ecke des Fundamentalismus drängt, verdächtigt zumindest, oder unterstellt
sogar den bischöflichen Mitglieder des Opus Dei diesen Fundamentalismus, wie z.B. Bischof Küng von St.
Pölten (ich könnte noch viele andere nennen). Aber vielleicht ist dieser Bischof sogar ein Fundamentalist
für Sie gerade wegen seiner klaren Haltung und der ergriffenen Maßnahmen in Sachen Priesterseminar St.
Pölten. Im übrigen sich beim hl. Josefmaria an der Frage des Ritus festzuhalten und dabei eine Art „Fotoexegese“
(Guck mal, er hält Daumen u. Zeigefinger geschlossen) zu betreiben, ist gerade zu lächerlich. Was hat
das mit dem Fundamentalisvorwurf von Herrn Kottmann zu tun? Vielleicht hat es etwas mit Fundamentalismus
tun, wenn man so gut wie alles auf das Thema Ritus oder alte Messe reduziert.
stat crux Es ist kaum anzunehmen… daß Kottmann bei dem so formulierten Thema so tief bohren wird. Das
Thema ist einfach zu platt formuliert. Üblicherweise wird der Vorwurf des Fundamentalismus an ganz anderen
Dingen aufgehängt. Peter Hertel etc. lassen grüßen. Aber wenn Ihr Gedanke (oder Vermutung) richtig
ist, dann ist die Frage, welche Rolle der Bischof dabei spielt, um so interessanter. Oder?
stat crux Sie lenken vom Thema ab mit P. Pio. Das Vortragsthema Kottmanns ist nicht als Frage formuliert,
sondern als Aussage bzw. als Feststellung. Es geht also nur um die Verifizierung dieser Feststellung.
Was sonst??
Zweifelhafter Guldin Wer zwingt Sie, dauernd kreuz.net anzuklicken. Eine Zeitung, die ich nicht mag, kaufe
ich nicht; Radiosendungen, die ich nicht hören will, stelle ich ab; beim TV mache ich das auch so. Also:
Lassen sie kreuz.net kreuz.net sein. Klicken Sie doch einfach katholisch.de oder auch kath.dean. Wenn
Sie jedenfalls zum Thema „Bravo“ wirklich nicht mehr zu sagen haben, als Sie bisher gesagt haben, ist
das mehr als dünn.
Bernado/Benedikt Ich stimme zu, wenn „schlecht“ im Sinne von „ex tunc schlecht“ gemeint ist. Der Kirche
ist natürlich nicht zu unterstellen, daß sie bewußt einen Ritus schafft, der in sich schlecht ist und
sie auch weiß, daß er schlecht ist. Andrerseits sind die konkreten kritischen Einlassungen doch recht
zahlreich, daß man schon fragen, muß was bleibt übrig an positiven Strukturelementen beim NOM. Die
Liturgieinstruktion Redemptionis sacramentum ist ja eigentlich nur das Spiegelbild dieser Problematik
des NOM. Soweit ich weiß, hat sich Ottaviani später nicht mehr geäußert -zumindest öffentlich wie
in der Form der kritischen Anmerkungen.
Benedikt Bleibt erneut die Frage, ob ein von der Kirche approbierter Ritus auch schlecht sein kann. Wie
sind dazu die kritischen Anmerkungen von Kardinal Ratzinger einzuordnen oder die Fundamentalkritik von
Ottaviani?
Benedikt Wenn man sich die bereits zitierte S. 173 (Ratzinger: Aus meinem Leben) anschaut, d.h. Wort für
Wort durchgeht, dann habe ich durchaus mehr als nur das Gefühl, daß der einstige Präfekt hätte ebenso
sagen können, der NOM ist schlecht. Warum hat sich der ehemalige Präfekt denn überhaupt zum NOM und
seiner Geschichte geäußert? Weil er ihn so gut und ausgewogen findet?
Frasim Ich stehe an der Front und mache diese Auseinandersetzung z.B. mit meinem Bischof täglich mit.
Der hat zum Beispiel überhaupt kein Problem mit Lutheranern und anderen Oberlaien reformierter Denominationen
liturgische Gemeinsamkeiten zu machen oder zu dulden. Auf Eingaben bei Liturgiemißbräuchen reagiert
er auch nicht. Das Thema Pius oder Petrus ist doch auf diesem Hintergrund geradezu lächerlich.
Aurelius Man muß schon die ganze Seite 173 vor Augen haben, um Ratzinger richtig zu verstehen. Ratzinger
so zu zitieren ist reine selektiv. Aber was viel wichtiger ist: Das Konzil hat den NOM von 1969/70 gar
nicht so konzipiert. SC gibt nur Grundsätze, einige wenige Grundsätze vor, besteht aber unter anderem
darauf, (SC 54), daß Vorsorge getroffen worden soll, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden
Teile des Meß-Ordinarium lateinisch miteinander sprechen und singen können. Diese Reform hat auch Eb.
Lefebvre zunächst akzeptiert. FSSPSX geht es um den NOM, so wie er heute ist und gefeiert wird. Und da
hat sogar Rom mit der Liturgieinstruktion die Reißleine gezogen. FSSPX ist der Meinung, daß am NOM nichts
zu retten ist. Man kann anderer Meinung sein und auf eine Reform hoffen.
zwobbel Das Argument „auf breitere Basis gestellt“ trägt nicht in der Realität. Ich sagte vorhin schon
mal: 95 % der deutschen Bischöfe sagen NEIN zur Petrusbruderschaft. Die Gründe sind ganz unterschiedlich.
NOM – gut oder schlecht: Schwerwiegende Gründe hat Card. Ottaviani einst vorgetragen. Zählen diese Gründe?
Elendster Süder… Du solltest konsequent sein!. Wenn FSSPX schismatisch ist, dann fallen die nicht unter
das Kirchenrecht. Dann sind die Piusbrüder nicht anders zu behandeln wie andere Schismatiker auch, und
nach VatII sogar mit Liebe und Hochachtung. Ist FSSPX jedoch nicht schismatisch, könntest Du recht haben.
Was sind sind aber nun???
Wigratzbad Aber die meisten (95 %) der deutschen Bischöfe lehnen die tridentische Messe ebenso ab und
wollen die Petrusbrüder in ihrem Bistum nicht sehen. Was empfehlen Sie dann?
Zensur Wer bei kath.net schreibt, wird noch viel schneller „wegzensiert“. So habe ich mich dort nur kritisch
zur großen Zahl der Erscheinungen in Medjugorje geäußert (rein sachlich), und schon war ich weg vom
Fenster. Was bei kreuz.net dagegen alles durchgeht, ist schon erstaunlich.
Christian Hüller Die „Franzmänner“ schaffen das nicht besser! Es ist ein gutes Märchen, das vor allem
Jürgen Liminski immer wieder aufwärmt. Die Kinder, die Frankreich mit seinen Frauen scheinbar so gut
dastehen läßt, werden vor allem in den „afroasiatischen“ Megahochburgen der Vorstädte geboren. Und
da gibt es keine Karrierefrauen. Ansonsten liegt die sog. Reproduktionsrate auch nur bei ca. 1,4.
FSSPX und Gösche Die Krise die Propst Gösche jetzt mit der Kirche St. Afra durchlebt , ist ja wahrlich
nicht die einzige. Das Instititut Philip-Neri (IPN) selbst befindet sich seit Anbeginn in der Krise, und
zwar in einer personellen. Ganz offensichtlich ist es Gösche nicht gelungen, sein Institut für junge
Menschen, die sich der Tradition verbunden fühlen oder auf der Suche sind, an das Institut zu binden.
Namen müssen hier gar nicht genannt werden. Es mögen auch mangelnde Menschenkenntnisse sein, die das
Institut zu einer Art Taubenschlag haben werden lassen, von einem nicht ausreichenden Charisma seines
Gründers ganz zu schweigen. Ein solches Institut lebt und strahlt aus zumindest in der Gründungsphase
von der Persönlichkeit seines Gründers. Hier hat so manches gefehlt. Und hier liegt der Ursprung der
Krise, die seit dem eine Dauerkrise ist. Gösche hat damit der Tradition einen Bärendienst erwiesen.
Natürlich verhält sich der Orden als Eigentümer nicht freundlich, und wenn er die Räumungsabsichten
durchboxt, sogar schäbig. Aber Gösche hat sich zumindest bislang mindestens blauäugig verhalten, wenn
er geglaubt haben sollte, die Schwestern würden sich mit Zahlungen abfinden, die er irgendwann zufällig
zu leisten in der Lage sei. Der Preis der Kirche war viel zu hoch. Daß Gösche ihn dennoch akzeptiert
hat, war nichts anderes als eine Art Hochmut, mit einer attraktiven Kirche, FSSPX an die Wand drücken
zu können. Und dann würde sich sich alles schon selbst richten. Hat es aber nicht.
Liturgische Mischform?? Es ist nicht klar, welche liturgischen Lösungen der Papst ansteuert. So wenig
man sich einerseits auf seine Äußerungen bezüglich des Missale 1962 berufen kann, so wenig läßt sich
endgültig aus seiner Kritik am Missale Pauls VI. ablesen. Und wie wir sehen ist -allen Spekulationen
zum Trotz- weder bislang das Missale 1962 freigegeben worden, noch zeichnet sich ein entschiedenes Vorgehen
gegen die Mißbräuche beim NOM ab. Noch als Kardinal schrieb Benedikt VI. in einem Brief, daß grundsätzlich
die Gemeinden nicht in der Lage seien, zwei unterschiedliche Riten gleichzeitig zu „verwalten“. Was heißt
das? Reform der Reform in Richtung Mischritus? Leider hat das Forum Deutscher Katholiken seit seiner Gründung
sich so gut wie überhaupt nicht mit liturgischen Fragen befaßt. Und das ganz offensichtlich aus Rücksichtnahme
gegenüber den Bischöfen, die dem Forum wohl gesonnen sind. In so fern überrascht die Äußerung Ginderts.
Brigitte Bussmann Welcher kirchenhistorische Befund auch immer sich Ihnen darbietet, Sie akzeptieren ihn
nur in dem Umfang, wie er sich instrumental in die von Ihnen erwünschte frauenbezogene Rolle in der Kirche
einordnen läßt.
Puchil2 Ich empfehle dazu den Aufsatz von Manfred Hauke „Die Geschichte der Diakonissen“ in „Diakonat
und Diakonissen“, von Leo Card. Scheffczyk (Hrsg.), EOS Verlag 2002.
Ich bin zunächst dankbar dafür, daß die Diskussion sachlich und ernsthaft geführt wird, satt in gegenseitiger
und unflätiger Beschimpfung zu enden. Stefan M.: Daß der Kongreß „Freude am Glauben“ zu einer ausschließlichen
Kuschelecke wird, die Gefahr besteht. Man mag Totus Tuus etc. nicht mögen (auch mir steht nicht gerade
der Sinn danach, wenn auch wohl aus anderen Gründen), so scheint die Bewertung doch ziemlich arrogant.
Den ganzen Kongreß dagegen zum sog. Markt der Möglichkeiten (wie Katholikentage) umzumodeln, hieße
aber, daß Kind mit dem Bade auszuschütten. Drewermann und Co. sind da nun wirklich keine tollen Ergänzungen.
Das hat man ja auf den Katholikentagen. Warum also diese Leute im Dopppelpack „genießen“. Athanasius:
In dieser komplizierten Weihe -Genealogie liegt inzwischen das Problem. Gewiß, die Intention zu eruieren
ist so gut ein ummöglich Ding. Aber ich frage mich ernsthaft, ob die Mitwirkung an einer Frauenordination
nicht auch die Intention ausdrückt. Meine Frage: Hat der Utrechter altkath. Bischof schon eine solche
„Ordination“ vorgenommen? Zum Thuc-Problem: Ich habe es deshalb angesprochen, weil hier bei den unerlaubten
(späteren) Weihen offensichtlich auch Simonie immer im Gespräch war. Stimme der Vernunft: Ich nehme
Ihre Information an.
Das verstehe ich nicht. Entweder ist eine Weihe nichtig oder sie ist es nicht. Was heißt da also „nicht
abolut nichtig“? Bei sub conditione geht man grundsätzlich davon aus, daß eine Weihe gültig gewesen
sein kann, nur der Nachweis ist nicht klar und deshalb die bedingungsweise Wiederholung des Sakraments.
Gegenüber den Anglikanern hat Leo XIII. die Nichtigkeit wegen der abgebrochenen Sukzession festgestellt.
Soweit ich das überblicke, kenne ich keinen Fall, wonach einem anglikanischen Kleriker bei Übertritt
die Weihe sub conditione gespendet worden ist. Das gilt meines Wissen auch für den Übertritt des Altbischofs
von London. Sollten Sie dennoch konkrete Fälle kennen, so bin ich sehr interessiert, mehr zu erfahren
(auch per eMail direkt).
stimme der vernunft 1. Korrektur! Versehentlich hatte ich meinem letzten Beitrag an Hansl gerichtet, gemeint
warst Du natürlich. Also: Was der Patriarch in Konstantinopel sagt, muß ja nicht richtiger sein, als
was Papst Leo XIII. zuvor festgestellt hat. Leider ist der Patriarch als Nachfolger von Photius nicht
minder Schismatiker. Wo liegt da der Unterschied zu anderen Schismatikern? Vergessen hatte ich übrigens
zu erwähnen, daß auch „altkatholische Priester“ bei einem Übertritt zur kath. Kirche bei geringstem
Zweifel sub conditione erneut geweiht werden. Häufig ist es auch schwieriger und zeitaufwendiger den
Nachweis einer gültigen Weihe zu führen, deshalb wird, um den Kandidaten schneller zum Ziel zu führen,
der Weiheakt sub conditione wiederholt.
Hansl Inzwischen stehen jedoch sämtliche anglikanischen Bischöfe durch Teilnahme altkatholischer Bischöfe
in der römisch vollumfänglich anerkannten Utrechter Sukzessionslinie. Daß sog. altkatholische Bischöfe
regelmäßig an der Weihe anglikanischer Bischöfe teilgenommen haben ist wohl eine Mär. Und selbst wenn,
dann sagt das noch gar nichts über die Gültigkeit der Weihe aus. Bitte, was ist das für eine „Kirche“,
die sich über die Hintertür die Sukzession holt, und zwar von einer anderen „Kirche“, die ganz überwiegend
nur von abgefallenen katholischen Priestern lebt. Was weiß man schon über die Intention dieser Bischöfe??
Wieviel vagabundierende Bischöfe gibt es, die alle behaupten, sie stünden in der Sukzession. Da ist
der Herr Braschi, da ist die Tuc-Linie bis hin zu Palma de Troya; da sind die Bischöfinnen in der anglikanischen
Weltgemeinschaft; da ist der Erzbischof von Uppsala, von dem so mancher evangelischer Hochkirchler meint,
dieser stünde in der Sukzession, während er gleichzeitig an der „Konsekration“ von Bischöfinnen mitwirkt.
Mit welcher Intention muß man da schon fragen. Allen nur mehr als zweifelhafter Sukzessions-Legalismus.
Barmherzikeit/Chistian Hüller Was meinen Sie mit „gesellschaftlicher Rückwärtsbewegung“? „Scharfer
Antiprotestantismus“. Ökumene wird nur dann zu einer inneren und äußeren Einheit führen, wenn wir
Luther und „seine Reformation“ inhaltlich überwinden. Denn Luthers Theologie ist im Grunde seine Autobiographle.
Wenn ich Luthers Subjektivismus akzeptiere, oder einfacher gesagt: wenn Luther recht hat, dann haben ebenso
die ersten Schwärmer nach ihm wie Thomas Münzer oder die Wiedertäufer von Münster recht. Dann haben
letztlich auch alle Pfingstlersekten und sogar die Zeugen Jehovas recht. Dann darf ich andrerseits auch
der Pius-Bruderschaft nicht ihre Gründe für ihren Ungehorsam vorwerfen. Aus der eigenen Sicht ist immer
alles berechtigt. Ich empfehle Ihnen, z.B. einmal Luthers Kommentar zum Galaterbrief zu lesen. Das ist
zwar sehr mühsam, aber ungemein aufschlußreich für das Verständnis von Martin Luther.
Stefan M. Eine die unmenschlich und ohne richtigen menschlichen Verstand handelt? Sagen Sie doch mal konkret,
was am „Kongreß Freude am Glauben“ unmenschlich und ohne Verstand war. Die Organisatoren sind gewiß
für Anregungen und Kritik aufgeschlossen.
Aragorn Gemeinsam den Segen gespendet hat auch der damalige Kardinal Ratzinger mit Frau Jepsen in Hamburg
1998. Auch wenn es sich beim Segen „nur“ um eine sog. Sakramentalie, ist dies dennoch eine kleine Katastrophe
(gewesen). Was die Altkatholiken selbst angeht, so sie sind sie tatsächlich längst Protestanten. Außerdem
rekrutiert sich ein Großteil (wenn nicht sogar der gößte Teil) der altkatholischen Priester aus abgefallenen
römisch-katholischen Priestern. Was die Sukzession betrifft, so ist das seit der Ordination von „Weibern“
(als biblischer Ausdruck hier verwendet) nur noch eine Frage der Zeit, d. h. ein Auslaufmodell.
Hyazinth Es liegt nicht an den Katholiken, es sei denn, daß für Sie theologisch alles gleich und gültig
ist. Letzteres scheint so zu sein und dann erübrigen sich auch inhaltliche Diskussionen. Wer jedenfalls
die theologische Entwicklung der sog. Altkatholiken nach 1870 einigermaßen kennt, muß nicht über die
kirchlich/theologische Bedeutung dieser Gemeinschaft wundern.
Christian Hüller/Gotthard 1. Durch Exkommunikation wird man nicht zur Sekte. 2. Ich erninnere erneut
an Kard. Castrillon Hoyos, der die Bischöfe von FSSPX als seine „Mitbrüder im Bischofsamt“ bezeichnet
hat. Die lutherischen Bischöfe/innen wurden bislang von niemandem in Rom so bezeichnet. Selbst die Sedisvakantisten
werden Rom nicht als Sekte/n bezeichnet, so fern sie in der Sukzession stehen. Nun ist es eigentlich völlig
egal, ob Sie die Pius-Bruderschaft als Sekte bezeichnen oder nicht. Deshalb fällt in China noch lange
kein Sack Reis um. Nur wenn Sie den Umgang Roms mit FSSPX nicht als Maßstab akzeptieren wollen/können,
weiß ich nicht, wie man darüber länger eine sachbezogene Diskussion führen kann. Alles andere treibt
jedenfalls doch nur den Schaum vor den Mund.
Christian Hüller Zur Versachlichung: Den Ausdruck Sekte habe ich von der Kommission Ecclesia Dei gegenüber
der Pius-Bruderschaft nich nicht gehört. Sie auch nicht? Was meinen Sie dann dazu?
Gotthard Können Sie mir übrigens einen Diözesanbischof nennen, der Sandmark in die Kirche aufgenommen
hätte, nachdem Bischof Arborelius abgelehnt hatte?
Schauspiel Offensichtlich ist Sandmark zu dumm (gewesen), er hätte vorher Gotthard um Rat fragen sollen.
Beklagen Sie sich bitte bei Bischof Arborelius, er hätte nur in Lumen gentium nachschauen brauchen
Bischofskonversionen Es geht mir um die Frage, ob Rom z.B. in den letzten 30 Jahren Konversionen von Bischöfen
anderer Konfessionen angelehnt hat. Ich weiß nur von einem Bischof, nämlich dem anglikanischen Altbischof
von London (Name derzeit nicht greifbar), der konvertiert ist und anschließend offensichtlich sub conditione
nomals konsekriert worden ist. Dagegen gibt es das Ondit, daß man damals Frere Roger Schütz nahelegt
haben soll, nicht zu konvertieren, weil er dem ökumenischen Anliegen (Was auch immer das ist!) „besser
dienen könne“.
Athanasius Daß sollten Sie schon ein wenig belegen, daß Rom konversionswillige Bischöfe und sog. Bischöfe
von Orthodoxen u. anderen und kirchlichen Gemeinschaften abgewiesen hat.
ExBochumer Ist nun der zur FSSPX zurückgekehrte, lutherische Pastor Lutheraner, Augustiner, oder was
sonst noch? Wie wichtig ist diese Frage überhaupt? Sie ist so wichtig, wie Sie vielleicht ExDüsseldorfer
sind.
Hoffnung …wo er nun gelandet ist. Ich (wir) sollte(n) uns nicht römisch-katholischer geben als Rom
selbst. Ich habe selbst dabei gesessen (um es so allgemein zu sagen), als Card. Castrillon-Hoyos die Bischöfe
von FSSPX als „meine Mitbrüder im Bischofsamt“ bezeichnete. Und er hat noch einiges mehr gesagt. Niemand
spricht in der Kommission E.D. von einem Schisma. Warum sollte man auch, wenn man aus ökumenischen Rücksichtnahmen
z.B. den Damen Käsmann, Jepsen oder Wartenberg-Potter niemand sagt sie seien schismatisch, obwohl sie
häretisch sind und ihnen nicht mal eine Spur von einem Bischofsamt zukommt.
Bischof Arborelius Über diesen Bischof kann man nur den Kopf schütteln. Noch im Juni war er Gast auf
dem Kongreß des Forums Deutscher Katholiken“ in Fulda. Sandmark den Übertritt in die katholische Kirche
zu verweigern – etwas anderes war sein Abraten nicht – ist eine Meisterleistung des Teufels. „Darum könnten
jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete
Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten“ -so das 2.
Vatikanum in LG Nr. 14. Extra ecclesiam nulla salus – diese dogmatische Feststellung Papst Bonifaz VIII.
hat also auch beim Vat. II Bestand. Ich weiß, bei einigen wird sich sofort wieder Schaum vor dem Mund
bilden und sie werden sich im Geifern überschlagen, aber was interessiert’s den Mond, wenn ihn der Hund
anbellt. Der Weg zur Pius-Briderschaft ist doch da nur konsequent. Ein wenig anachronistisch (aber nicht
ganz) ist es vielleicht, daß FSSPX Vat. II ernster nimmt, als dieser Diözesanbischof.
Lima-Archeologie 1. Über die Feierpraxis der frühen Christen wissen wir im Detail nun wirklich nicht
viel. Wer immer glaubt, der Reform von 1969/70 liege diese Feierpraxis zugrunde, überfordert den Anspruch
selbst des Machers der Reform Bugnini. Wenn man aber dennoch glaubt, christliches/katholisches Leben sei
authentischer, wenn man wieder an der Frühzeit der Christen anknüpft, dann auch bitte an der damaligen
Form der Beicht- und Bußpraxis. Im übrigen gibt ja auch genügend kritische Anmerkungen u. a. vom einstigen
Kardinal Ratzinger am NOM. 2. Ich stimme zu: Es ist mindestens weit hergeholt, Parsch und Guardini in
die Nähe der Freumaurer zu rücken. 3. Ich denke, wer „seinen“ Luther kennt, kann die Kritik an diesem
Mann kaum überziehen. Neben den Schriften von Theobald Beer, der übrigens der einzige unter all den
wirklichen und selbsternannten Lutherkennern der letzten Jahrzehnte war, der Luher im Original lesen konnte,
ist auch Paul Hackers Buch „Das Ich im Glauben bei Martin Luther“ zu nennen.
clemens Da gibt es aber in Deutschland auch noch Heroldsbach, Marienfried, Heede, Wigratzbad etc. Marpingen
ist trotz Entscheidung aus Trier aus den Köpfen vieler Gläubiger auch noch nicht verschwunden. Will
damit sagen: Ein römischer Ukas allein löst das Problem Medjugorje auch nicht.
Betrug? Bei mehr als 30.000 Erscheinungen seit 1981 sollten einen schon Bedenken kommen. Um den „Aufstand“
unter den Gläubigen zu vermeiden, sollte Rom behutsam Korrekturen anlegen, wie in Amsterdam. Die Kirche
hat bekanntlich Zeit. So darf die Mutter Gottes in Amsterdam nicht mehr als „Frau aller Völker, die einst
Maria hieß“ verehrt werden. Trotz Anerkennung der Erscheinungen durch den Ortsbischof hat Rom hier eine
halbe Notbremse gezogen. Auch für Medjugorje gibt es da einigen Anlaß.
Eb Schick Es geht um die Anfrage eines jungen Paares an das Erzbistum, im alten Ritus getraut zu werden.
Dies ist von Exz. Schick abschlägig beschieden worden (mit Hinweis auf Can 11,19 CIC und DBK-Beschluß
„Feier der Trauung“ von 1993).
Flachpfeifen FSSPX legitimiert sich u.a. auch über solche „Flachpfeifen“, wie Sie diese Apostelnachfolger
nennen. Aber da gibt es auch noch das Motu proprio von 1988 (1998 von JP II wiederholt). Sagen Sie konkret
etwas zu den Entscheidungen von Algermissen und Schick! Zu stat crux: Wenn FSSPX schismatisch ist, wie
viele Bischöfe immer wieder behaupten, dann sind sind die Piusbrüder so etwas wie eine eigene Kirche.
Dann kann ich ihnen nicht einen falschen oder abweichenden Traditionsbegriff/Traditionsverständnis von
der Una Sancta vorwerfen. Sind sie aber nicht schismatisch, dann hat das innerkirchlich/kanonisch andere
Konsequenzen.
Florian Stimmt! Aber auch der Petrusbruderschaft wurde während des Kongresses „Freude am Glauben“ in
diesem Jahr der Dom zu Fulda für die Privatzelebration verweigert. Es geht insgesamt gegen die Tradition.
Hier liegt der Hase im Pfeffer. Gegen FSSPX wird doch im Grunde nur ein „Stellvertretertrieg“ geführt.
FSSPX Im Kern geht es Rom doch gar nicht um das sog. Problem FSSPX. Es geht um die Tradition schlechthin,
wie sie sich in Form der trid. Liturgie ausdrückt und alles was damit zusammenhängt. Rom hätte doch
längst FSSP (Petrus) und der Gemeinschaft Christus König u. Hoherpriester einen gesicherten kanonischen
Rahmen in Form einer Prälatur etc. schaffen können. Der Alltag in Deutschland und an vielen anderen
Stellen in der Welt zeigt, daß die Widerstände sich gegen jeden Fortschritt bei der Tradition richten.
Kleines, aber neues und ganz aktuelles Beispiel. Gerade jetzt hat der Erzbischof von Bamberg einem jungen
Paar die Trauung im alten Ritus verweigert. Ob mit einer solchen Genehmigung (warum ist die überhaupt
nötig?) die Ornung im Bistum aus den Fugen geraten wäre? Und welcher Bischof in D. will den wirklich
FSSP (Petrus) in seinem Bistum haben? Von den 27 Diözesanen ernsthaft wohl niemand; in 2 bis 3 Bistümern
gibt es eingeschränkte Seelsorgeaufträge, und die sind nicht einmal fixiert. Die meisten Bischöfe lehnen
FSSP ab, wie Müller ®, Sterzinski, Lettmann, Thissen etc.
Ragazzoni Frevler Roncalli, Montini und Woytila Wenn ich Sie nicht kennen würde, würde ich sagen, Sie
spinnen nicht, weil Sie das wirklich glauben. Da ich Sie aber kenne, kann ich nur annehmen, Sie spinnen
wirklich. Das schlimme ist nur, daß Sie mit solchen Äußerungen FSSPX mehr als nur schaden. Ich hoffe,
bei FSSPX entdeckt jemand, was Sie hier schreiben.
Haus Assen Soweit ich weiß hängen Internat und geplante Schule im Haus Assen ziemlich in der Luft. Einen
Haufen baurechtlicher Auflagen gibt es, die im alten Schloßgemäuer aus Kostengründen praktisch nicht
umsetzen sind. Und das schulpolitische Wohlwollen der einstigen CDU-Opposition in NRW hat sich übrigens
als Regierungspartei praktisch ins Gegenteil gekehrt.
Fehlentwicklung? Nein, keine Fehlentwicklung! Glaube und Glaubensform haben sich auch in der Kirche über
Jahrhunderte entfaltet. Zu glauben, man müsse nur immer wieder bei der frühen Kirche anknüpfen, dann
sei alles in Ordnung, ist auf dem archeologischen Holzweg. Damit ist jedoch auch nichts gegen die Tageszeitenliturgie
gesagt. Was die tägliche Messe für Priester angeht, so sei auch noch auf die Instruktion „Der Priester,
Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde“ (Hrsg. Kleruskongregation) von 2002 hingewiesen. Da heißt es in Teil
I, am Ende von Ziffer 13: „Daraus folgt die sehr wichtige Bedeutung der Vorbereitung auf die Heilige Messe,
ihrer täglichen Feier, der Danksagung und des Besuchs beim Allerheiligsten im Laufe des Tage.“
Stufengebet Wenn ich das richtig sehe, fiel zunächst nur der Psalm „Iudica me“ weg, und zwar ersatzlos.
Dann durfte im Rahmen des Missale ‘65 das Confiteor, Misereatur und Indulgentiam in der Volkssprache gesprochen
werden. Dieses Schuldbekenntnis tauchte ja dann nach dem 65er Übergang, der ja eigentlich kein Übergang
sein sollte, in der bekannten Form (und zwar fakultativ) im NOM auf.
Zahl der Werktagsmessen Im „Direktorium für Dienst und Leben der Priester“ von 1994 (Hrsg. Kleruskongregation)
empfiehlt der Papst (JP II.) den Priestern die tägliche hl. Messe (also auch werktags!!) mit oder ohne
Gläubige. Nun die Frage: Wieviel Priester hat das Bistum Fulda? Wieviel Wertagsmessen werden derzeit
gefeiert? Da ist mit Sicherheit etwas faul im Bistum Algermissen. Feiert denn der Bischof selbst täglich
eine hl. Messe?? Wer weiß etwas darüber?
Cyprian „Ferner der umstrttene Verteidiger der Moon-Sekte, Konrad Löw.“ Si tacuisses… Wirklich, bevor
man solche schweren Behauptungen aufzustellt, empfiehlt es sich vorher zu informieren. Sie sollten das
bei Löw selbst tun. Seine Anschrift: 82065 Baierbrunn, Kirchenstr. 17. Vermutlich werden Sie aber „kneifen“.
ottaviani/zwobbel Natürlich (oder besser: leider) spricht Exz. Rifan mal so und mal so. Wenn er aber
als Grund ersten Grund zugunsten des trid. Ritus’ anführt „weil unser Glaube an die eucharistischen Dogmen
darin besser zum Ausdruck kommt“, dann ist das doch allemal Fundamentalkritik am NOM. Kann ein Ritus einen
schlimmeren Defekt haben?? Er hätte auch sagen können, daß vieles in diesem Sinn im NOM mindestens
mißverständlich ist oder zu einem anderen eucharistischen Verständnis und damit in die Häräsie führt.
Mir ist das auch so deutlich genug gesagt.
Kein Gütesiegel für NOM Die Liturgie in der heutigen Form fromm zu feiern ist jedem möglich, der das
will. Im Hamburger Raum gibt es einige wenige ev.-luth. „Exoten“, die feiern ihre „evangelische Messe“
(Frau Jepsen wohl zum Ärgernis) nicht nur fromm und feierlich, sondern auch mit einem hohen liturgischen
Anspruch. Vor wenigen Wochen erlebte ich in der anglikanischen Christ-Church in Dublin einen Gottesdienst –
frommer und würdiger geht es kaum. Und mit Blick auf die Institutio generalis (Einführung in das römische
Meßbuch) war alles perfekt, obgleich die Anglikaner über ihre eigene Agende verfügen. Selbst beim Hamburger
Erzbischof habe ich keine würdigere gefeierte Messe erlebt. Eher leider das Gegenteil! Aber was sagt
das schon aus, wenn hinter diesen drei Beispielen eine zweifellos unterschiedliche Meßtheologie steht.
Der Inhalt macht es, und nicht die fromme Form. Ist es da nicht beim bei NOM und alter Liturgie möglicherweise
-oder sogar erst recht- auch eine Frage der Meßtheologie, um die es geht?