Dienstag, 28. Februar 2006 19:16
Lesername: franziskus
Beiträge: 68
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Mittwoch, 8. Oktober 2008 10:49
franziskus: Geistliche Leiharbeiter aus Deutschland
haben sehr wohl nationales Gedankengut importiert und den Führer wie einen Messias gepriesen.
Sie waren meistens Ordensleute, die in Österreich wirkten.
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Donnerstag, 2. Oktober 2008 09:52
franziskus: Lieber Josef P., warum so streng?
Clarissa C. hat ja die kirchenrechtliche Lage klar dargestellt.
Kennen sie nicht die canonische Unterscheidung zwischen unerlaubt und ungültig?
Wenn ein gläubiger Protestant wie gewohnt an der Präsenz Christi (nur) im Augenblick des Empfanges festhält, ist er genauso motiviert wie jeder Katholik.
Die Realpräsenz darf man zusätzlich genießen als eine Art homöopathischer Dosis mit verklärten Ewigkeitsatomen. Glücklich, wer die Kommunion als wahre Medizin für Leib und Seele sehen kann.
Den fragwürdigen Mythos von der Realpräsenz hat übrigens der von Ihnen geschmähte Prof. Gotthold Hasenhüttl in seiner Dogmatik „Glaube ohne Mythos“ entlarvt. Wie nämlich im Lauf der Geschichte die Eucharistie zum Trennungszeichen unter den Christen wurde, statt Symbol des gemeinsamen Lebens zu sein.
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Mittwoch, 1. Oktober 2008 16:03
franziskus: Na, bravo sagten sie zum Esel
als der heilige Antonius von Paduaeinen Esel dazu brachte, sich nicht zuerst aufs Futter zu stürzen, sondern vor der Monstranz nieder zu knien.
Als der Dogmatikprofessor Gotthold Hasenhüttl vor 5 Jahren beim Kirchentag in Berlin alle Getauften zum Zeichen der Ökumene einlud, den Herrenleib zu empfangen, wurde er prompt kaltgestellt und suspendiert.
Dabei ist ein großer Unterschied zwischen Massenfest und Kirchentag. Hasenhüttl stand halt nicht unter dem Schutz eines Kardinals.
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Donnerstag, 25. September 2008 19:09
franziskus: @Mathilde: Scheiden tut immer weh!
Meist ist es ein jahrelanges Ringen mit Freunden und mit sich selbst. Ein Pastoraltheologie riet seinen Studenten, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, damit sie regelmäßig einen wirklich guten Berater oder Beichtvater aufsuchen könnten.
Freundschaften im Orden werden immer schwieriger durch den Zuzug ausländischer Mitbrüder.
Die erste Alternative wäre ja, Priester zu bleiben und außerhalb des Ordens in einer Diözese den Beruf auszuüben.
Aber auch dort gelten die Regeln des Zölibats, wenn auch nur durch ein Versprechen und nicht durch ein Gelübde abgesichert.
Experten haben immer schon die Weihe von erprobten Eheleuten verlangt, die nebenberuflich am Wohnort Messe feiern dürfen, während zölibatäre Priester als eine moderne Art von Wanderpredigern neue Horizonte der Bildung oder Abwechlung eröffnen.
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Donnerstag, 25. September 2008 09:00
franziskus: Jesuiten wieder aufheben?
Wird nicht gelingen, denn damals im 18.Jahrhundert waren mächtige „christliche“ Staaten dahinter. (Nur Preussen und Russland haben die Aufhebung nicht mitgemacht). Das „Heilige Experiment“, ein Jesuitenstaat in Südamerika ohne Sklaverei passte ihnen nicht.
Jesuiten studieren viel länger als andere und sind sicher up to date zum Wohle der Kirche.
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Mittwoch, 24. September 2008 11:37
franziskus: Variatio delectat?
Sind pensionierte Priester eher der Alten Messe zugeneigt?
Heute werden die Lücken in der flächendeckenden Versorgung mit Sonntagsmessen gut und gern von pensionierten Priestern geschlossen.
Eine neue Zeit der Wanderprediger scheint angebrochen zu sein.
Vielleicht eine Chance für die Alte Messe?
Oder Anlass für neuen Streit?
Beabsichtigt hat solches der Papst in seiner Weitherzigkeit offenbar nicht:
Angesprochen auf die alte lateinische Messe versicherte der Papst in Frankreich: Befürchtungen, dass die Liturgiereform des Konzils dadurch rückgängig gemacht werden könnten, seien „absolut unbegründet“.
Die Maßnahme sei ein „Akt der Liebe und der pastoralen Toleranz“ für Gläubige, die am Messbuch von 1962 hängen.
Wird die Offenheit des Papstes Viele beflügeln, neue pastorale Toleranz zu üben?
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Freitag, 19. September 2008 19:45
franziskus: Papst: Seid tolerant!
Frankreich: Angesprochen auf die alte lateinische Messe versicherte der Papst: Befürchtungen, dass die Liturgiereform des Konzils dadurch rückgängig gemacht werden könnten, seien „absolut unbegründet“.
Die Maßnahme sei ein „Akt der Liebe und der pastoralen Toleranz“ für Gläubige, die am Messbuch von 1962 hängen.
Wird die Offenheit des Papstes Viele beflügeln, pastorale Toleranz zu üben?
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Montag, 15. September 2008 11:01
franziskus: Evolution der Schöpfung
Müssen Evolutionstheorien gottlos sein? (siehe Teilhard de Chardin.)
Kann man nicht eine senkrecht von oben nach unten erfolgte Schöpfung „in nuce“ wie Augustinus meinte, annehmen und eine anschließende (waagrechte) innewohnende zielgerichtete Entwicklung anerkennen?
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Sonntag, 14. September 2008 11:25
franziskus: Liebe Colombe,
Die beiden Wörter scheiden nur die Geister. Ob man an eine beschränkte Prädestination oder an den allgemeinen Heilswillen Gottes glauben will.
Ob wirklich Tüchtigkeit oder Erfolg im Leben ein Kriterium der Auserwählung sein wird, ist fraglich.
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Samstag, 13. September 2008 20:39
franziskus: @colombe
„Für viele“ entspricht nicht der Intention Christi. Wie viele tatsächlich gerettet werden (wollen), ist eine andere Sache.
Aber der Jansenismus mit seiner engführenden Kreuzigungsdarstellung feiert wieder fröhliche Urständ.
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Samstag, 13. September 2008 20:11
franziskus: Damen mit roten Schals dippen
die Hostien?
Ist das blutroter Wein gewesen?
Rote Schals als Stolen für den quasi priesterlichen Frauen-Dienst?
Wozu das utraquistische Theater?
Genügt nicht die Kommunion unter beiden Gestalten am Gründonnerstag?
Erinnert uns die Kommunion unter beiden Gestalten wirklich daran, dass Christen nicht nuir für uns, sondern für alle Menschen sein Leben geopfert hat?
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Donnerstag, 4. September 2008 20:11
franziskus: Kinderschlächter -Pfui!
Der arme Pfarrer Norbert Rodt hat es sich nicht verdient, dass man ihn quasi als Kinderschlächter-Komplizen bezeichnet.
Seinerzeit war er sogar Sekretär des längst verstorbenen Bischofs Jachym, der Anfang der 50er-Jahre im Stefansdom in gewählten lateinischen Sätzen seine Bischofsweihe ablehnte. Erst in Rom konnte man ihn dazu bewegen die Bischofsweihe anzunehmen.
Und nun wird der Sekretär dieses demütigen (konservativen) Bischofs gegeißelt?
Eine Abtreibung hängt einer Frau ein Leben lang nach und sie wird sich oft fragen, ob die Gründe ausreichend waren.
Der Barockprediger Abraham a Santa Clara (Ulrich Megerle) hat einen schönen Erziehungsroman geschrieben mit dem Titel „Judas, der Erzschelm“ und dargetan wie wohl schlechte Erziehung, schlechtes Vorbild, schlechte Freude ihn so weit gebracht haben.
Heute würde er vielleicht auch von schlechten Genen sprechen.
Jedenfalls sagte Jesus selbst über Judas: „Er wäre besser nicht geboren worden“ (Mk 14,21- Mt 26,24)
Selbst der große Theologe Thomas von Aquin ließ die Frage offen, zu welchem Zeitpunkt die Menschwerdung, die Erschaffung der gottähnlichen menschlichen Seele im Mutterleib während der Schwangerschaft stattfindet.
Ob Abtreibung oder Totgeburt ist im Ergebnis das Gleiche. „Kinderschlächter“ geht zu weit. Pfui!
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Samstag, 30. August 2008 14:56
franziskus: Auslese
Joberens hat recht: Eine Priesterweihe allein mach noch lange keinen guten Priester.
Schon in der Vorbereitung aufs Priestertum wird die Weihegnade oft beschworen. Man müsse nur auf diese außerordentliche Hilfe Gottes unerschütterlich hoffen und alle Bedenken oder Schwierigkeiten der Berufung würden leicht und unansehnlich sein.
Junge Menschen, die eine tiefe Berufung in sich spüren, glauben das gerne. Sie fiebern dem Weihezeitpunkt entgegen und sind ganz hingerissen vom Schwung der Primiz und der Bewunderung des Volkes.
Das Bad in der Menge oder die Geborgenheit in Gemeinschaften (Seminar, Kloster) lassen keine Wünsche nach Familie offen.
Kommen dann aber Frust oder Einsamkeit im Kirchenbetrieb ist das ganz anders. Die einen stürzen sich aufs Gebet, die anderen in die Gruppenarbeit und meist sind es die Aktiven, denen eine geiegnete Partnerin über den Weg läuft.
Es sind also oft die tüchtigsten oder beliebtesten Priester, die wegen einer kongenialen Partnerin das Handtuch werfen müssen.
Die Auserlesenen vertrauen weiter eisern auf die Weihegnade.
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Donnerstag, 28. August 2008 05:40
franziskus: @kunstmaler, sie haben recht bis auf
die anmerkung, die kirche würde aus finanziellen gründen priesterehen verhindern wollen.
Im heutigen kirchenbetrieb sind ja oft viel mehr verheiratete laien beschäftigt, die aus kirchenbeiträgen bezahlt werden.
Verheiratete können meist besser mit geld umgehen und haben durchschnittlich nach 10 jahren das 4fache auf der hohen kante als singles.
Weltpriester, die nicht irgendwie staatlich sondern bischöflich versorgt werden, haben nach veraltetem brauch eine bruttobesoldung, die bei doppelter geldmenge viel zu sorglos macht.
Als pfründenbesitzende „kleinunternehmer“ haben sie keine allgemeine sozialversicherung und müssen im alter bei bedarf beim bischof oder generalvisitator betteln gehen.
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Sonntag, 24. August 2008 18:10
franziskus: @marcelus: Par-ousia nicht Wiederkunft
Parusie meint das abschließende Offenbarwerden.
Die Kirche meint mit der Parusie einen göttlichen Akt. der von „oben“ her geschieht, den Weltprozess abschließt und nicht einfach aus diesem hervorgeht.
Insofern die Vollendung der Welt und die endgültige Befreiung von aller (technischen) Entfremdung immer auch ein Geschenk ist, bleibt das alte Bild von der Parusie sinnvoll.
Wenn jedoch damit ein transzendentes Eingreifen Gottes gemeint ist, das die Geschichte abbricht, ist es die mythische Vorstellung eines deus ex machina, die auch chiliastische Züge annehmen kann, wogegen sich wie im Fall des Geschichtstheologen und Abtes Joachim de Fiore das 4.Laterankonzil (1215) gewehrt hat. Dieses Konzil hat auch die Parusie Christi, sein Richten über Lebende und Tote und identische Auferweckung von Leib und Seele definiert.
Joachims verurteilte Schriften wurden von Franziskanern versteckt und der Nachwelt erhalten, weil sie glaubten, mit Franz von Assisi sei das abschließende „Tausendjährige Reich des Heiligen Geistes“ deutlich geworden.
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Sonntag, 24. August 2008 11:43
franziskus: @marcellus: Irdische Wiederkunft?
Wir sind doch nicht Juden, die an eine irdische (Wieder-)Ankunft des Messias glauben!
Zuerst wird unsere Welt wie durch Feuer untergehen und eine neue noch unbekannte Welt wird für uns entstehen.
Der Wahn, das Volk Gottes (Kirche) könne hier auf Erden vor allen Völkern in Liebe und Eintracht glänzen, (wie China in der Olympiade,) ist längst ausgeträumt, nachdem Jesus vergeblich versuchte, die zerstrittenen Gruppen des auserwählten Volkes zu sammel wie eine Henne die Kücken unter ihren Flügeln.
Auch Franziskus ist daran gescheitert als er versuchte seine Brüder oder die ganze Kirche auf das Demuts- oder Armutsideal Christi einzuschwören.
Sein geistliches Testament wurde 1230 vorsorglich von Rom aus für ungültig erklärt.
In Solidarität mit dem an seinem Volk gescheiterten Christus hat er die Wundmale bekommen.
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Samstag, 16. August 2008 12:37
franziskus: Ritenstreit
Manager in der Wirtschaft soll man an dunklen Nadelstreif mit Krawatte besser erkennen.
Manager in der Kirche am klerikalen Outfit mit „Knopflochfieber“?
Aber letzlich ist das Ganze ein alter Hut: Der Ritenstreit zwischen Franziskaner- und Jesuitenmissionaren.
Die einen suchten im Ordenshabit mit Kreuz in der Hand das heiligen Martyrium, die anderen kleideten sich als Mandarine und ließen ohne Uniform den Heiligen Geist auf andere Weise überzeugend wirken.
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Montag, 4. August 2008 09:19
franziskus: P. UDO – Kritisch ist nicht feindlich
Nicht nur in der Politik gehen die ständigen Anfeindungen, Verleumdungen und Wadelbeißereien den Menschen auf die Nerven.
+net hat sich es sich nicht verbeißen können, P. Udo und seine harmlose Neue Kirchenzeitung, die auf Hofberichterstattungen verzichtet, als kirchenfeindlich hin zu stellen.
Anscheinend hat es nicht nur ständig Rufmorde unter Christen gegeben, sonst hätte ein „ abtrünniger“ Kaiser schon im 4. Jahrhundert nicht folgendes bemerkt:
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander.
(Flavius Claudius Iulianus Julian, (331 – 363), römischer Kaiser, von den Christen Apostata »Abtrünniger« genannt, Sohn des Julius Constantius (337), eines Stiefbruders Konstantins des Großen)
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Montag, 7. Juli 2008 19:16
franziskus: Wer ist der Mensch?
Die meisten Diskutanten scheinen sich nur um die Frage zu bemühen: Was ist der Mensch?
Diese anthropologische Fragestellung der postmodernen Philosophie scheint falsch zu sein, wenn nicht eher die Frage „Wer ist der Mensch?“ gestellt wird.
Zu Viktor Frankl, dem Logotherapeuten, der selbst im KZ war, kam ein ehemaliger Mithäftling, dessen Frau bald nach der Befreiung an den Folgen der Nazihaft starb. Er war vollkommen verzweifelt. Schließlich stellte Frankl ihm eine Frage: Angenommen, Gott gäbe mir die Macht, eine Frau zu erschaffen, die sich von der ihren nicht unterscheidet. Nicht nur gleicht sie ihrer Frau in allem Äußeren, in Bewegungen und Sprechen, sondern auch gemeinsame Erlebnisse sind in ihrer Erinnerung, so wie in der Ihren. Jede Prüfung, die sie stellen könnten, würde keine Verschiedenheit ergeben. Ich frage sie nun: Soll ich diese Frau erschaffen? Nach langem Schweigen sagte der Mann „Nein“ und begann langsam, sich wieder dem Leben zuzuwenden.
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Dienstag, 10. Juni 2008 12:04
franziskus: Judaismus – Rabbinismus
Auf fundierte Statements wie das von Alois Bischof gibt es selten Reaktionen.
Umso dankbarer darf man dafür sein, dass die Überlegenheitsideologien oder -Ängste entlarvt und der wesentliche kulturelle Beitrag de Christentums betont wurden.
Das von der Redaktion wie in den 30er oder 40er Jahren gegen Juden- oder Freimaurertum polemisiert wird, weckt völlig überflüssige Reminiszenzen.
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Montag, 2. Juni 2008 19:12
franziskus: Kleineres Übel: ZUlassung
Die Zulassung einer standesamtlichen Registrierung homosexueller Partnerschaften wäre nicht unbedingt das Schlechteste.
Die normalen standesamtlichen Ehen wären abgewertet und die kirchlichen, auschließlich heterosexuellen, aufgewertet.
Und man hätte sonderbare Typen namentlich besser im Griff.
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Montag, 2. Juni 2008 14:20
franziskus: Besser nie geboren?
Bischof Kapellaris Hirtenbriefe sind meist wohlüberlegt und ausgewogen. Zum Beispiel hat er in einer zweiten Fassung nur die Anrede geändert: Liebe Katholiken statt katholische Christen unserer Diözese!
Wer weiß warum?
Eine tiefe soziale Wunde war Abtreibung immer schon, weil man wegen der Schande oder aus wirtschaftlichen Gründen abtrieb und viele (kath.) Frauen dabei starben.
Die indirekte Abtreibung war übrigens immer schon von der Kirche geduldet bei einer lebensrettenden Operation der Mutter.

Das Moment der Schande oder Hilflosigkeit sollte man nicht unterschätzen.
Auch schwerwiegende Entäuschung über den Charakter des Erzeugers kann im Spiel sein.

Motive der Familienschande haben sich leider schon auf andere Dinge verlagert.
Um seiner Familie, inklusive geliebter Tochter, eine Zukunft in Schande zu ersparen, hat unlängst der grausame Hackenmörder alle 5 Verwandten mit einer Hacke getötet.
Könnte für ihn, der 300.000 EUR verzockt hat. nicht auch das überlieferte Wort Jesu gelten:
„Er wäre besser nie geboren worden!“ (Mk14,21; Mt26,24)
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Samstag, 31. Mai 2008 08:52
franziskus: Bischof Schwarz
Ein Blick ins „Standard-Archiv zeigt, dass Elisabeth Steiner am 27.5.08. in ihrem Artikel nichts über private Beziehungen zu einer Frau geschrieben hat.
Dass der bischöfliche Exsekretar „hw.“ Zlanabitnig 5facher Familienvater ist, wurde hier schon erwähnt.
Bischof Schwarz traut sich wahrscheinlich zu, die kleine Diözese ohne Generalvikar zu führen, bis er sein passendes „zweites Ich“ gefunden hat.
Nicht zuletzt, weil er selbst zwar Dozent für Homiletik in Wien war, aber gleichzeitig doch sehr intensiv 10 Jahre lang eine anspruchsvolle Landpfarre in seiner niederösterreichischen Heimat geleitet hat.
Die Kärntner haben eine andere Mentalität, an die man sich erst gewöhnen muss.
Viel einfacher wäre es ja, wenn jede Diözese, jede Pfarre ihre Hirten selber wählen könnten wie es ursprünglich einmal war.
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Dienstag, 18. März 2008 15:02
franziskus: Für Alle – Diskussion
Hätte nicht geglaubt, dass der Hinweis auf das Opferblut Christi FÜR ALLE wieder solche interessanten Kontroversen hervorrufen könnte.
Ganz allgemein taucht hier die Frage auf, ob die Eucharistie oder die anderen Sakramente zur Abschottung und Eingrenzung, oder eher zur allgemeinen Entkrampfung und Entgrenzung beitragen sollen?
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Montag, 17. März 2008 18:33
franziskus: Sozialkatholischer Kreuzstab
Ein Lichtblick! Auch ich mag alle jansenistischen, engstirnigen Darstellungen des Gekreuzigten nicht.
Interessant finde ich, dass es bei den Einsetzungenworten zuerst heißt „Leib der für euch hingebegenben wird“.
Und dann horizonterweiternd „Blut, das für euch und für alle vergossen wird.
Da lob ich mir das Franziskuskreuz mit seiner weitherzigen, einladenden Geste!
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Samstag, 15. März 2008 08:12
franziskus: Geld-,Zins-, Casinoverbote??@soz.kath.
Lieber Sozialkatholik, den institutionellen Verfall des franziskanischen Armutsideals kann man nicht leugnen.
Das heißt aber nicht, dass es nicht viele Idealisten gibt, die versuchen, im franziskanischen Habit das Armutsideal zu pflegen. Dazu
http://www.kreuz.net/…ticle.6639-page.html

Geld ist an und für sich nichts Schlechtes (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist), aber Neureiche auf Kosten der Armen gab es zur Zeit des Franziskus auch damals genug. seinen eigen Vater eingeschlossen
Auch in der Kirche gab es solche.
Wenn wir schon Palmsonntag haben:
Antonius von Padua, der studierte Freund des hl. Franziskus, verglich die reichen Prälaten mit trägen Schlachtrössern, die sich nicht in die gesistliche Kampfarena bringen lassen. Im Wohlleben versunken, hängen sie wie das Eselsfohlen an den Zizen der Wohllust, schrieb er in seine Predigtanregungen.
Zinsverbote für Christen haben die Nichtchristen (Juden) zu Geldprofis gemacht.
Die Börse ist wie ein Casino ohne Musikbegleitung. Nur ist alles nicht so ganz dem Zufall überlassen.
Man hat kaum noch Casinobesucher im Ordensgewand gesehen. So spielt man halt insgeheim mehr oder weniger geschickt, natürlich zum Wohl des Ordens, an der Börse.
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Donnerstag, 13. März 2008 18:41
franziskus: Börsenhandel@sozialkatholisch
Der hl. Franz und seine Brüder haben zum Vorteil des einfachen Volkes mit ihren „montes misericordiae“ dem mittelalterlichen Zinsenwucher Einhalt geboten.
Schamlose Wucherzinsen und Betrügereien gibt es auch heute noch und ich kann Ihrer Schilderung der Missstände nur zustimmen.
Seriöse Fonds in Profihänden sind sicher eine gute Alternative. Übetriebene Anpreisungen und Versprechungen gibt es genug.
Da muss man eben vorsichtig sein und nicht der Gier nach mehr nachgeben.
Es gibt auch solide und erfahrene Analysten, die nicht nur fundamental, sondern auch charttechnisch versiert sind, M. Düvel zum Beispiel: http://www.taprofessional.de/
Wer es nicht allzu eilig hat, ist da gut bedient.

Aber der Börsenhandel ist und bleibt ein Nullsummenspiel, was einer (vorübergehend) verliert, gewinnt ein anderer.
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Donnerstag, 13. März 2008 13:30
franziskus: Nullsummenspiel@sozialkatholisch
Man muss unterscheiden zwischen Aktiengewinnen und Börsengewinnen.
An der Börse kann einer, der an steigende Kurse glaubt, nur kaufen, wenn andere das nicht glauben und trachten, dass sie vor dem vermeintlichen Rückgang oder Absturz rechtzeitig verkaufen.
Die Börsentransaktionen sind ein Nullsummenspiel, das viel Geschick und eine gute Spürnase erfordert.
20% durchschnittlichen Gewinnern stehen 80% durchschnittliche Verlierer auf längerer Sicht gegenüber.
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Mittwoch, 12. März 2008 10:28
franziskus: @ sozialkatholisch
Die Gewinne an der Börse zahlen nur die schlechteren Spekulanten. Wenn die Kreuzschwestern intelligente Börsengewinne durch Minimierung der Motive Gier oder Angst machen, kann man sie nur bewundern.
Dass sie die Gewinne für gute Zwecke verwenden, darf man annehmen!
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Freitag, 7. März 2008 18:15
franziskus: Radikaler als man denkt
Mit seinen Denkansätzen passt Martin Luther besser in die heutige Zeit der Relativität.
Festgefahrene Schwarz-weiß-Positionen werden in Frage gestellt, auch theologische Konstruktionen können hinterfragt werden.
Wer kennt sich heute noch aus bei den mitteralterlichen Begriffen von Substanz, Akzidentien oder Wesenheit.
Alles noch vom uralten Aristoteles.
Luther vergleicht die von Christus mit seiner Liebe erfüllte Hostie mit dem kalten Eisen, das plötzlich glühend und heiß wurde.
Heute braucht man ja nicht mehr so viel Angst haben, dass kirchliche Reformen so fatale politische Folgen haben könnten.
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Freitag, 7. März 2008 16:59
franziskus: Non sedi datus
Ohne Haarspalterei zu betreiben, könnte man Weihbischof „von“ Wien sagen, wenn er definitiv (von Rom aus) zum Nachfolger bestimmt worden wäre.
Mit Gotthard und wiener möchte ich meiner Freude Ausdruck verleihen über die Ernennung eines jungen, nicht so weltfremden Bischofs.
Nicht weltfremd wäre auch sein Vorgänger Krätzl gewesen, der schon als junger Priester Zeremoniär des weltoffenen Erzbischofs König war. Mit viel Geschick hatte er als Generalvikar die Leitung nach König, aber die schwarzen Politker nahmen Einfluss und so kam ein homophiler Bischof, Hermann Groer, überraschend zum Zug.
Des Nuntius geheime Umfrage war vorher nur eine Augenauswischerei.
Die Diözesanpriester, die Hofrat Groer vom Kleinen Seminar her kannten, haben an ihn kaum gedacht.
Nur, weil er zu seinen monatlichen mariansichen Wallfahrten regelmäßig Kurienbischöfe eingeladen hatte, war er in Rom überhaupt bekannt.
Aber das Ganze passt zum Thema eines Krätzlbuches:
„Im Sprung gehemmt“ wurde die Kirche, als sie versuchen wollte, über ihre eigenen Schatten zu springen.
Schön, das man Krätzl nach seinem pflichtgemäßen Enthebungsgesuch noch ein Jahr beließ.
Eine späte Wiedergutmachung für die Verleumdungen, die er als potentieller Nachfolger erdulden musste.
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Mittwoch, 5. März 2008 11:13
franziskus: Klein und verkümmert?
Meist ältere rotgewandete Herren scheinen da irritiert zu sein nach der Aufhebung des Zölibats.
Bringen doch Farbe und Insignien die Erhabenheit des Priestertums deutkich zum Ausdruck.
Die Ehe scheint minderwertig, das Priestertum über alles erhaben zu sein.
Daher spielt es in der Ostkirche keine Rolle ob jemand vor der Priesterweihe geheiratet hat. Wer will, muss noch schnell vorher auf Brautschau gehen oder am Besten Mönch mit strengen Gelübden werden.
So ist in der Ostkirche die Ehe kein Weihehindernis, aber die Weihe ein Hindernis für nachträgliche Ehe.
In der lateinische Kirche gibt es beide rechtlichen Schranken: Ehe ein Weihehindernis und Weihe ein Ehehindernis.
Die Ehe wird also nicht so minderwertig oder belanglos hingestellt.
Über den eigenen Schatten zu springen ist schwer.
Man müsste bei den protestantischen Christenbrüdern bescheiden nachfragen, wie die jahrhundertealte Institution des Evangelischen Pfarrhauses am Besten funktioniert.
Findet ein akademischer Weihekandidat seine bessere Häfte kann nur Gutes herauskommen. Pastorenkinder wurden oft nicht berufliche Nachfolger, aber aus ihren Reihen stammen hervorragende Persönlichkeiten.
Traut sich unsere Kirche keinen solchen Beitrag für die Menschheit zu?
Müssen die von Gott für den Nachwuchs geschaffenen Werkzeuge verkümmern?
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Donnerstag, 7. Februar 2008 09:41
franziskus: Danke RR
Kluge Worte eines weisen Mannes. In der Alten Kirche nannte man das oikonomia – ein Prinzip, das leider in der lateinischen Kirche über viele Jahrhunderte zugunsten eines neurotischen Rubrizismus aufgegeben wurde.
Bekanntlich lesen die Kapuziner noch bei Tisch regelmäßig das geistliche Testament des Ordensgründers Franziskus. Dieses für Rom peinliche Testament wurde 1230, 4 Jahre nach dem Tod des Heiligen, für ungültig erklärt, weil Franziskus zur Zeit der Abfassung nicht mehr Ordensoberer war.
Darin entwickelte er die Vision einer neuen, vom Hl.Geist erfüllten Kirche, die mehr Gottvertrauen hätte und weniger Rubrizistik.
Später wurde diese Idee vom Abt Joachim de Fiori aufgegriffen, der nach den Epochen des Vater und des Sohnes eine Epoche des Hl. Geistes ausgerufen hat und dessen indizierten Schriften die Konventualen in ihren Bibliotheken versteckt hielten.
Alles sehr unangenehm für eine Kirche, die sich einen Luther hätte ersparen können.
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Mittwoch, 5. Dezember 2007 17:56
franziskus: Bayerische Unwürden
In ganz Bayern mit mehr als 7 Millionen KatholikInnen hat sich nach römischen Befund kein einziger fähiger Priester für dieses Amt finden lassen.
Allerorten Unwürden, nirgendwo Hochwürden.
Johannes Paul II. hat sich noch getraut, München einem aus dem verwegenen Stamm der Bayern anzuvertrauen, einem gewissen Joseph Ratzinger. Schwamm darüber!
(Aus JA, die neue Kirchenzeitung)
Krampus lässt grüßen!
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Mittwoch, 14. November 2007 07:12
franziskus: Staatskirchenmacht
Ein bisschen verliebt sind österreichische Bischofe oder Kapitulare schon in ihre altehrwürdigen, vergoldeten Brustkreuze, auf denen eingraviert ist, welcher weltliche Herscher oder Kaiser sie verlien hat. [mehr…]
Donnerstag, 8. November 2007 18:40
franziskus: Gott und Teufel
Innitzer war scheinbar nicht Schönborn, sonst hätte er wie Schönborn aus einer Kaderschmiede wie Kienberg-Gaming nicht nur einen, sondern viele Teufelsaustreiber (Exorzisten) rechtzeitig ernannt. [mehr…]
Mittwoch, 7. November 2007 16:27
franziskus: Neothomismus?
Eure Beiträge sind zwar kontrovers, aber hochstehend.
Rechtspositivsmus, Naturrrecht oder göttliches Recht?
Unbefleckt empfangen oder sündig? Luther, der echte) würde sagen, Gott schafft Sünde, damit daraus Heiligkeit enstünde, dank seiner Gnade.
Ganz allgemein hinkt die Kirche im Zeitalter der Quantenphysik oder Unschärferelationen mit der statischen Glaubenslehre eines Thomas von Aquin der Gegenwart hinterher.
Nachkriegstheologen wie Johannes Messner oder Albert Mitterer haben diese Wand aus philosophischen Dogmen zu durchbrechen versucht. Messner mit dem Naturrecht, Mitterer als Gegner des Hylomorphismus und der mittelalterlichen Erzeugungs- und Entwicklungsmechanik.
Mitterer versuchte auch eine Biologie der Hl. Familie zu entwickeln. Die Frau könne auch ohne Zutun des Mannes unter außergewöhnlichen Umständen in Parthenogenese ein Kind zur Welt bringen.
Als ich einmal meinen (gläubigen) Urologen nach dieser möglichen Erklärbarkeit der Menschwerdung Gottes fragte, sagte er. „Ja gut, die Reifung eines Kindes wäre eventuell auch ohne Mann möglich, aber dann würde es ein Mädchen werden. Woher kommt das Y-Chromosom von Jesus?“
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Freitag, 2. November 2007 09:00
franziskus: Bestattungsrecht für Abgetriebene
Christliche Trauerkultur legt es Eltern nahe, ihre totgeborenen Kinder ohne Unterschied des Alters oder Gewichtes würdig bestatten zu lassen.
Die Abgetriebenen sind genauso für eine ewige Neuschöpfung vorausbestimmt.
Wäre es nicht eine makabre Abschreckung, wenn man vorher sagte: Sie bekommen nachher in einem kleinen versiegelten Paket das Ergebnis zur möglichen Bestattung?

Übrigens: Den weitestgehenden Schutz für Ungeborene von Vater Staat zu erwarten, ist vielleicht zu viel verlangt in einer Zeit, wo immer weniger Staaten in der Lage sind, ihre lebenden Bürger zu schützen.
[mehr…]
Dienstag, 14. August 2007 05:28
franziskus: Blutopfer
Solche bei den Haaren herbeigezogenen Vergleiche sind immer verdächtig. Der würde den Unsinn nahelegen, dass Jesus, der immer gegen die blutigen Tempelopfer war (Barmherzigkeit will Gott, nicht Opfer), sich selbst dem blutsaufenden Teufel zum Opfer gebracht hätte. [mehr…]
Sonntag, 12. August 2007 07:13
franziskus: Kleiner Unterschied
Die Franziskaner-Minoriten hatten in der Zwischkriegs- und Kriegszeit mit 800 Ordensbrüdern auch ein kleines Medienimperium mit Tages- und Wochenzeitungen geschaffen.
Sie haben nicht wie die Redemptoristen polarisiert, sondern der Gründer, P. MAXIMILIAN KOLBE, der auch ein großer Marienverehrer war, ist wegen seiner versöhnlichen Artikel von den Nazis ins KZ Auschwitz gesteckt worden, wo er sich zur Rettung eines Familievaters zum Tod im Hungerbunker meldete und mit neun anderen in Würde und betend gestorben ist.
Sein Heiligenfest ist übrigens bald am 14. August.
Es lebe der kleine Unterschied!
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Freitag, 3. August 2007 06:42
franziskus: @ wiener – priestergehälter
danke, lieber wiener, für die aufklärung! ehrlich, das entspricht ganz meiner meinung.
was der grieche in salzburg sagte, dass man die kirchenbeiträge erhöhen müsse, wenn priester eine familie haben, ist nonsens.
wenn bei uns schon 75% der kirchenbeiträge für die personalkosten herhalten müssen, dann nur weil die bürokratie überhand nimmt und immer wieder neue laienposten geschaffen werden.
niemand hat noch eine einfache aufwandsbalance errechnet:wieviel ist einem bischof der durchschnittliche laie im bruttoaufwand wert und wieviel der durchschnittliche kleriker. bei einer solchen prokopfberechnung müsste man auch die einfachen pfarrhaushälterinnen, die ja angestellte des priesters sein müssen, mitgezählt werden. deren abfertigung muss vom pfarrer aufgebracht werden, der keinen ersatz dafür bekommt.
dazu kommt noch die vorsintflutliche regelung, dass diözesanpriester nicht den schutz der staatlichen sozialversicherung genießen dürfen. die superiorenkonferenz hat in den 70er jahren ein einmaliges angebot zur asvg-übernahme des klerus verhindert.
außerdem gibt es unter den priestern bedeutende klassenunterchiede. solche, die als hauptamtliche religionslehrer, heereskuraten usw. sozialversichert und besser besoldet sind, dazu die weltpriester, die dreimal mehr pfarren betreuen müssen als ordenspfarrer, wenn sie auf deren steuerfreues brutto für netto kommen wollen.
[mehr…]
Montag, 23. Juli 2007 09:33
franziskus: Prophet Manjackl?
Pater James hat auch hier in Österreich ekstatische und bußfertige Anhänger. Er selbst wurde, wie er auf seiner hompage im „Bekenntnis“ kundtut, von einem jungen, gesitbegabten Charismatiker von schwerer Krankheit geheilt. Vom Geist erfüllt hatte er dann unter Anderem folgende Vision, in der Christus zu ihm sprach:
„James, du bist mein Priester für immer. Schon als ich im Leib meiner Mutter (der Schoß Mariens) empfangen wurde warst du dabei als Priester der teilnimmt an meinem ewigen Priestertum. Ich vergebe dir all deine Sünden und mache dich vollkommen neu“.
Gott sei Dank, dass solche oder andere „Privatoffenbarungen“ niemals kirchliche Lehre sind oder waren.
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Dienstag, 17. April 2007 10:06
franziskus: arianisch – marianisch
Am meisten musste ich lachen über eine Vorlesungseröffnung von Ratzingers Prof. G. Söhngen:

Hieronymus wachte auf und seufzte: Der Erdkreis ist arianisch!
Und ich wachte heute auf und seufzte: Der Erdkreis ist marianisch!


Vielleicht gibt Benedikt XVI. deshalb kein Buch über Maria, sondern über Christus heraus!
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Freitag, 9. März 2007 19:23
franziskus: Lateinische Messe – Schleier der Barmherzigkeit
Solange die Messen lateinisch gehalten wurden, war es für viele einfache Gläubige ein Segen, dass sie nicht alles verstehen konnten.

Ein Altabt hat öfter erzählt, eine Bäuerin habe ihm gegenüber sehr bedauert, dass sie jetzt wirklich verstehen müsse, was die Kirche da betet.

Es könnte passieren, dass der KORAN vergleichsweise als human empfunden wird – weil er ja Gott hauptsächlich als RÄCHER für Immoralität darstellt, nicht aber als einen VATER, der seinen eigenen Sohn öffentlich hinschlachten lässt, um sein Fleisch dann als Speise zu verteilen.
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Montag, 26. Februar 2007 14:28
franziskus: Faschingsfantasien
Eine teilweise Aufhebung des Pflichtzölibats wäre sinnvoll. Es gibt ja in der Kirche den Ordensstand, wo man einem bestimmten Idol der Christusnachfolge wie einem St. Franziskus in zeitgemäßer Form nachzueifern sucht. Die vielen Orden sind vom hl. Geist inspirierte schöpferische Minderheiten in der Kirche mit strengen Regeln oder Maßstäben. Dort werden die drei evangelischen Räte: Armut, Gehorsam und Keuschheit durch freiwillige Gelübde verwirklicht.
Die Orden befürworten eine Aufhebung des Pflichtzölibats, damit niemand nur die Not der Pflicht zur Tugend macht nach dem Motto: wenn schon, denn schon.
Die „Spiegeleien“ sind nur reine Faschingsfantasien zum Lachen.
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Samstag, 3. Februar 2007 16:02
franziskus: Gnadenziel
Wenn man Hasenhüttl und posthum Spittal wegen eines anthropologischen Theologieansatzes einen Häretikerstrick drehen will, finde ich das unfair.
Wer von wissensstarken theologischen Polihistors unserer Zeit soll noch ein Häretiker sein? Etwa auch Karl Rahner?
Gott im Menschen und in menschlichen Beziehungen zu erkennen ist doch nichts unchristliches! „Wer mich sieht, sieht den Vater!“ sagt Christus.
So wie er Gott und Mensch und nicht reißender Wolf für die Mitmenschen zu sein, wäre doch das schönste Gnadenziel!
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Mittwoch, 10. Januar 2007 20:00
franziskus: Wolf von Gubbio
Natürlich wird keiner gerettet und ins Himmelreich gezwungen, der nicht will und hoffnungslos im Hass verhärtet ist.
Die Legende vom mörderischen Wolf, der von Franziskus gezähmt und lammfromm wurde, deutet aber doch die Möglichkeit an, dass er eine umfassende Bekehrung jedes Menschen für möglich hielt. Selbst Ganoven haben eine Gewissensehre. Und eine gewaltige Umstellung oder Resozialisierung ins ewige Leben hinein steht uns allen bevor.
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Samstag, 9. Dezember 2006 10:07
franziskus: Viel Lärm um Nichts
Mit meiner Überschrift schließe ich mich der Mehrheit an.
Dank gebührt +net für die pointierten Artikel und die Plattform auf der man auch gegenteilige Meinungen posten kann.
Traurig sind nur die unschönen gegenseitigen Beschuldigungen oder Gefühlsausbrüche. Passen nicht gut in die vorweihnachtliche Zeit.
Wie schön wäre es, wenn sich die Kontrahenten nicht anonym, sondern Aug in Aug einfach als Menschen begegnen könnten.
Und das Wort ist Fleisch geworden, das heißt ja nur, das Gottes Sohn in die ganze Menschheit hineingeboren wurde, nicht nur in das jüdische Volk.

NB: Wie man die materielle Existenz eines Paters gefährden könne ist mir schleierhaft.
Ein Pater hat ja mit seinem Armutsgelübde (wenn es feierlich war) auf jede Geschäftsfähigkeit verzichtet, weil der Orden bis zum Lebensende für ihn sorgt.
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Mittwoch, 8. November 2006 16:25
franziskus: Wickerls Pforten der Hölle
So schnell wird die katholische Kirche nicht überwältigt werden. Schon gar nicht wenn ein paar fortschrittlichere Bischöfe, Kardinäle oder Präfekten ernannt werden.
Vom Franziskaner Hummes können sich die weltweit 270.000 Weltpriester wahrscheinlich mehr erhoffen als bisher von Hoyos, der die Mächtigen hofierte und nur die Lefebvrianer zurückholen wollte, während Millionen brasilianischer Katholiken mangels seelsorglicher Betreuung zu den Sekten abgewandert sind.
Der Papst kennt Hummes persönlich gut und vertraut ihm.
Noch ist Rom nicht ausradiert wie seinerzeit Jerusalem, dass wir dieses triumphalistische Zitat (Mt.16,18) hervorholen müssten.
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Dienstag, 3. Oktober 2006 12:02
franziskus: daß „der Prophet in der Heimat nicht beliebt sei“,
Hw. Zuber, der vielleicht wie Jesus in seiner Heimatstadt nicht angenommen wurde, musste wahrscheinlich Anschuldigungen oder Verleumdungen bis hinein zum Generalvikar erdulden.
Statt einem Priester die Stange zu halten,geht man lieber den Weg einer Versétzung, „im tiefen Einvernehmen.“
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