Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#50 franziskus 23:53:40 | Mittwoch, 16. November 2011
Zu „Homo-Privilegien“ : Mt22,30, Mk12,25, Lk20,35 Nach der Auferstehung ist alles anders. Die Edlseeer
blicken humorvoll in die Zukunft. www.youtube.com/watch?v=lSGfnZGZ0uc
#34 franziskus 09:42:20 | Dienstag, 8. November 2011
Was der Insider #8 Ehrenmann berichtigt, sollte beachtet werden, um den permanent provokanten Stil von
kreuz.net zu entlarven. Wie man hl. Messen mit Wandlung und Kommunion simulieren könnte, bleibt jedoch
schleierhaft. Wortgottesdienste gibt es ja schon lange. Man müsste vielleicht nur den Schwerpunkt Eucharistie=Danksagung
setzen.
#51 franziskus 09:47:37 | Samstag, 29. Oktober 2011
„Am Ende der Heiligsprechungsmesse bat der Papst um Gebet für das interreligiöse Assisi-Greuel am Donnerstag“.
Die Kreuznet-Greueltäter darf man natürlich nicht erwähnen. Der in Assisi im SacroConvento verehrte
Franziskus wird sich im Grab umdrehen. Er konnte zwar bei seiner Palästina-Pilgerfahrt den Sultan nicht
bekehren, bekam aber freies Geleit und musste feststellen, dass Moslems mehr beten als Christen. Nicht
umsonst hat sein Orden dann den Angelus und die Kreuzwegandachten favorisiert. Nicht fünfmal, aber wenigstens
dreimal täglich sollten die Christen Gott für sein Heilswerk preisen. Wozu diese Verteufelung eines
interreligiösen Meetings in Assisi? Die „religiösen Stabilität“ in Europa (Prof.Regina Polak) ist den
Migranten zu verdanken, die „frömmer sind als einheimische Europäer. Orthodoxe in Europa sind gläubiger
als Katholiken“. Martin Luther hat sich anfangs immer ein (weltweit) freies Konzil gewünscht. Vor einem
halben Jahrhundert hatten wir es. Aber jetzt heißt es hier (mit Luther) die Kirche sei eine abtrünnige
„Hurenkirche“.
#16 franziskus 23:07:38 | Freitag, 23. September 2011
Der kategorische Aufruf zum Ungehorsam spiegelt ja nur die Auffassung der Priesterinitiative wider, dass es schon um „Sein oder Nichtsein“ für die Kirche in unseren Breitengraden geht.
#41 franziskus 06:53:10 | Sonntag, 18. September 2011
#36: Im Lexikon der Christl. Moral vom Wiener Moraltheologen Karl Hörmann steht z.B. dass der Verkauf
von kostbaren Reliquiarien in denen sich Reliquien befinden, die Sünde deer Simonie ausmachen u.v.a.m. www.stjosef.at/…llexikon/simonie.htm
#35 franziskus 07:35:06 | Samstag, 17. September 2011
Schon sehr peinlich. Hl. Franz schau oba! Somonieverdacht. Heilige, geweihte, gesegnete Sachen dürfen höchstens verschenkt, aber nicht verkauft werden.
#66 franziskus 06:02:21 | Mittwoch, 31. August 2011
Ja, wenn bei den „Altgläubigen“ wirklich eine Wandlung des ICH zu I.CH möglich wäre, würden sie ihrem besseren ICH, Iesus CHristus, weniger Hartherzigkeit von Seiten einer verknöcherten Klerisei wünschen.
#105 franziskus 14:54:32 | Montag, 22. August 2011
Gibt es Sünden, die nicht vergeben werden können? Ängstigt uns Jesus damit, dass es für eine „Lästerung“
gegen den Heiligen Geist keine Vergebung gäbe (Mk 3,29)? Wo liegen die Fehler der Übersetzer hier und
vielfach anderswo? Echei wurde mit“haben, finden“ statt mit „kennen, erkennen, wissen, verstehen, geistig
begreifen…“ übertragen. Aiona wurde mit „Ewigkeit“ statt mit „Leben“ übersetzt. Hamatematos wurde
mit „Sünde, Schuld, Vergehen“ statt mit „Irrtum“ wiedergegeben. Alternative Übersetzung: „ Doch wer
den Heiligen Geist verleumdet (schmäht, Böses nachsagt …) kennt keine Befreiung im Leben, sondern
ist immer im Irrtum gefangen“ (Mk 3,29) Wo bleibt die angebliche Drohung?
Wenn unser Papst die Wichtigkeit von Armut, Keuschheit und Gehorsam betont, hat er nicht unrecht. Diese
„Evangelischen Räte“ werden auch bis in ferne Zukunft gehalten und gepflegt werden in den kirchlichen
Ordensgemeinschaften. Manche Ordensobere haben nach dem Konzil gemeinsam die Aussicht auf Aufhebung de
Pflichtzölibats für Weltpriester begrüßt. Mit Recht haben sie gehofft, dass dann alle oder viele charismatisch
zölibatstreuen Weltpriester in die Ordengemeinschaft abwandern könnten. Aber da haben sie wohl die Rechnung
ohne den Wirt, ohne Papst oder Bischöfe gemacht. Da die meisten (alten) Orden zumindest „exempt“ sind,
das heißt, in vielen Dingen nicht der Jurisdiktion oder Direktive des Ortsbischofs unterliegen, würden
die Bischöfe anfangs nicht mehr so viel Macht oder Einfluss haben.
Ach lb. Glauber, lassen wir sie einfach weiter von Erbsünde und angeblicher Höllendrohung usw. faseln.
Seit Christus und Maria gibt es die Erbgnade und beide sind schon im Himmel als unsere neuen Stammeltern,
der 2. Adam und die zweite Eva. Höchste Zeit, dass Maria nicht mehr anachronistisch als Fürsprecherin
bei der höchsten königlichen Majestät gesehen wir, unter deren Schutzmantel ihre Kinder zuflucht finden.
Gerade ein Franziskaner-Minorit unserer Zeit war es, der bis nach Japan die Wunderbare Medaille missionarisch
einsetzte. Eine Medaille, auf die Maria als neue Eva Gottes Gnaden aus vollen Händen herabsendet auf
die ganze Erde. Und der hl. P. Maximilian Kolbe hat die Inschrift und das Gebet erweitert: Hl. Maria,
ohne Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen – UND für alle. die nicht
zu dir unsere Zuflucht nehmen, besonders für die Feinde der Kirche und alle dir Anempfohlenen !
#90 franziskus 07:17:07 | Freitag, 19. August 2011
„FRANZISKUS (der Heilige) passt auch nicht in dieses Forum. Wie er seinen Gott und Heiland wort- und blumenreich
preist, nein, in diesem Forum wird nicht geliebt, basta! Da erntet man für den Hinweis, „das Gottes-
reich werde ein Friedensreich sein“ kein Lob.“ Letzter Satz stimmt nicht ganz, sonst wäre dieses Statement
nicht geschrieben worden. Danke Glauber. Bleib am Drücker!
#86 franziskus 20:08:30 | Donnerstag, 18. August 2011
Schön, wenn es uns mit Gottes Gnadenhilfe gelingt, ein Herz zu haben, das Jesu Herzen ähnlich wird.
Aber Herz-Jesu Verehrung bedeutet auch, dass Jesus ein Herz für uns hat, nicht strenger Richter, sondern
Helfer und Erlöser sein möchte.
#82 franziskus 19:21:43 | Donnerstag, 18. August 2011
Bravo Lycos! „Dieses kindliche Vertrauen, oder den Gehorsam zum liebenden Vater, sollen wir hier auf der
Erde schon einüben“. „es kommt auch keiner rein, der Gott nicht bedingungslos als höchste Autorität
anerkennt …“ Natürlich auch auf dem Gebiet von Intelligenz oder Liebe. Wir sollten aber autoritären
Denkstrukturen, wie sie in manchen alten Bibelüberswetzungen Fuß gefasst haben, nicht zuviel Raum geben.
Da musste letztlich die Herz-Jesu Verehrung einspringen.
#80 franziskus 18:29:08 | Donnerstag, 18. August 2011
Lieber Lycos, ich würde das jasenistisch anmutende Papstkreuz nicht als Auslegung der Kirche deuten. Der theologische Streit über die Rettung weniger, vieler oder aller geht bis ins christliche Altertum zurück. Sicherlich wird keiner ins ewige Gottesreich hinein gerettet, der das nicht will oder praktisch nicht kann, weil er so hoffnungslos im Hass verbohrt ist. Das wahre Gottesreich wird ein Friedensreich sein, ohne Hass oder Gewalt.
#77 franziskus 17:44:40 | Donnerstag, 18. August 2011
#73,#75: Papst Joh.Paul II wird sicher auch noch irgendwo ein altes Franziskuskreuz gehabt haben. Es kommt
auf die Bedeutung an, die man Christus am Kreuz gibt. Gerade durch die Franziskaner sind das Leiden Christi
und die Brrutalität der römischenn Soldaten neu ins Bewusstsein gerückt worden. Typisch sind die Darstellungen
Mariens mit dem gemarterten Leib ihres Sohnes. Vorher diente Christi Opfer hauptsächlich als Siegeskulisse
des Kampfes zwischen Gott und Teufel. Sehr praktisch für Hardcore-Christen. Weichspülchristen haben
schon lange eine bessere Erklärung des Kreuzesopfers. Das Lamm Gottes sollte das letzte blutig gemachte
und geschlachtete Opferlamm sein. Gott will nicht, dass in seinem Namen Blut fließt. Barmherzigkeit will
ich, nicht Opfer. Das „Opfer des Neuen Bundes“ soll für immer ein friedliches Speiseopfer sein und bleiben.
Letztlich für die Mahlgemeinschaft aller Menschen, die eine Ahnung von der Friedfertigkeit Christi haben.
#73 franziskus 15:43:58 | Donnerstag, 18. August 2011
Dir ist nicht zu helfen Anaritha. Das Evangelium ist keine Schreckens- oder Drohbotschaft. In die gottferne
„Hölle“ kommst man nur, wenn man stur und verbockt, gewissermaßen mit erhobener Hand gegen Gott und
das Gewissen sündigt, es also nicht anders will. Du hast zuhause sicher kein Franziskuskreuz mit weit
ausgebreiteten Händen, sondern einen senkrecht herabhängenden Christus, der andeutet, dass nur ein kleines
Segment der Menschheit gerettet werden soll, wie es schon vor Jahrhunderten die Jansenisten haben wollten.
Sei nicht traurig, wenn Du Dich im Himmel mti vielen ehemaligen Sündern wiederfinden wirst. Mein, nicht
dein ist die Rache, spricht Gott und meine Rache sind Verständnis, Barmherzigkeit und Liebe.
#70 franziskus 14:36:30 | Donnerstag, 18. August 2011
Anaritha, ich trage den Namen des Franziskus mit Stolz, denn er verachtete Leute wie Dich, die nicht die
froh machende Botschaft von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes verkünden, sondern dauernd von Drohung,
Angst oder falscher Gottesfurcht erfüllt sind. Es lebe „Bruder Immerfroh“! Auch Jesus wollte niemanden
Angst machen und hatte selbst auch keine Angst, sondern höchstens wie am Ölberg nur Trauer und Betrübtheit,
weil sich nun die Gemeinschaft, die er sehr liebte, auflösen und sie alle über sein Handeln (gewaltlose
Gefangennahme) „ unwillig“ sein würden.
#58 franziskus 11:52:42 | Donnerstag, 18. August 2011
Mit Ausdrücken wie Sünde, Sauerei, Satan, Hölle, Verat, „Puff“ seid ihr schnell zur Hand. Gerade weil
die Kirche eine höchste Auffassung von Ehe und Treue hat, aber zugleich das volle Verständnis der Tragweite
von jungen, oft unreifen Ehekandidaten fordert, gibt es schon lange die Möglichkeit, vollzogene Ehen,
bei denen solche Verstehens- oder Willensmängel im Nachhinein durch Briefe oder Zeugen feststellbar sind,
nach kirchlichem Gesetz rückwirkend für ungültig zu erklären, also zu annulieren, sodass beide Partner,
nun gereift, eine neue kirchlich gültige Ehe eingehen können. Die Wenigsten wissen davon. Anullierungsprozesse
können sich die Reichen besser leisten. Eine zweite standesamtliche Ehe oder Familie funktioniert oft
bestens. Warum soll man solchen geschiedenen Wiederverheirateten, die Gemeinschaft und geistige Stärkung
suchen,. nicht die hl. Kommunion geben dürfen?
#54 franziskus 09:31:11 | Donnerstag, 18. August 2011
Clarissa colonia hat schon recht, wenn sie die Doppelzüngigkeit der +netter erwähnt. Ein Kritiker jenes
Bischofs, der auch von +net wiederholt beschimpft wurde, wird gerne beschimpft. Wenn ErzBischof Schönborn
dem Generalvikar, der in seinem Namen die große Diözese Wien leitete, ein handschgeschriebenes Brieflein
vor seiner Abreise zur Frankfurter Buchmesse unter die Türmatte legte und unmissverständlich den Auftrag
erteilte, die Amtsübergabe an einen noch unbekannten Nachfolger bis Ostern vorzubereiten, dann war das
natürlich keine offizielle Kündigung. Es war aber klar, dass Mons. Schüller in Zukunft nicht mehr das
„alter ego“, der amtsführende Bischofsvertreter sein sollte. Befremdend war nur die feige Vorgangsweise
des Bischofs, der keine Experimente duldet. Ich finde es auch lächerlich, dass immer wieder (erst gestern)
gegen die „Krawattenpriester“ polemisiert wird. Manche, die zu dick geworden sind, wollen oder können
sich halt keine teure „Uniform“ leisten und möchten lieber ihre Verbundenheit mit dem Volk durch ein
Kreuz am Revers andeuten. Den verteufelten „Ungehorsam“ könnte man sogar im Sinne der Menschlickeit biblisch
begründen. In der seelsorglichen Praxis ist er als Epikie schon lange unumgänglich.
#89 franziskus 07:03:07 | Donnerstag, 18. August 2011
Hat schon jemand einen katholischen Priester mit Krawatte am Altar stehen sehen? Krawattenpriester in
Zivil wollen nur ihre Volksverbundenheit zum Ausdruck bringen. Ohne „Ungehorsam“ im Sinne der Menschlichkeit
geht es in der seelsorglichen Praxis schon lange nicht mehr.
#62 franziskus 11:32:04 | Freitag, 12. August 2011
Autoritäre, hierarchie – und herrschsüchtige Denkstrukturen haben sich leider in die Vulgata vielfach
eingeschlichen. Z.B. Jesus kommt nicht, um statt „Frieden“ das „Schwert“ und familiäre Entzweiung „auf
die Erde“ zu bringen. (Mt 10, 34-36) Die richtige und völlig einleuchtende Übersetzung müsste lauten:
„ Meint nicht, dass sie (Menschen, die wie „Wölfe“ sind; vgl. Mt. 10,16) kommen, um Frieden auf der Erde
zu stiften. Sie kommen nicht um Frieden, sondern ein Schwert zu bringen. Denn sie kommen um einen (Mann,
Mensch) mit seinem Vater, oder ein Mädchen (Tochter) mit seiner Mutter, oder eine junge Gattin (Braut,
Verlobte) mit ihrer Schwiegermutter zu entzweien; und so sind manch einem die eigenen Hausgenossen feindlich
gesinnt“ (Mt.10,34) Fanatiker in der eigenen Familie sind kein Segen!
#55 franziskus 09:58:46 | Freitag, 12. August 2011
Wenn Sie so gut Alt-Griechisch können, dann müssten Sie wissenschaftliches Interesse haben. Zur persönlichen
Meditation oder Bereicherung würde die „Gute Nachricht“, die in die journalistische deutsche Alltagssprache
übersetzt wurde genügen.
#53 franziskus 09:42:53 | Freitag, 12. August 2011
„Dann stört mich noch das menschen in der hl. Schrift soviel reininterpretieren“ Viele Bibelstellen,
die Glaubensritter wie ein Schwert schwingen, sind in der lateinischen Bibelübersetzung entstanden, um
nach römischen OrdnungsPrinzip das neu gewonnene Staatskirchentum zu unterstützen. Vulgata-Autor Hieronymus
war sich nach eigenen Aussagen oft nicht sicher und hat im Sinne seines Auftraggebers Papst Damasus I.
übersetzt.
#43 franziskus 14:34:54 | Donnerstag, 11. August 2011
„Nur keine Experimente!“ war schon immer der Schlachtruf aller Konservativen. Kein Bischof in keinem Land
darf selbständig etwas ausprobieren. Selbst die kleinsten Fische müssen in Rom zuerst diagnostiziert
werden. Degegen spricht das Evangelium, das deutlich zeigt wie weitmaschig das Netz Petri gewesen sein
muss, dass es allein mit 153 großen Fischen nicht zerriss. Das ist keine zufällige Zahl. 153 ist durch
3 und 9 teilbar. 3+9 ergibt 12. Die anderen Apostel (Bischöfe) sollten dem Papst nur die großen Entscheidungsfische
überlassen.
Schon wieder, Rosenkreuzerin, Ihre Ausfälle wie gegen die honorige Clarissa. Sie versteht wenigstens
etwas vom kanonischen Recht. Alles recht geht vom Papst aus und da wäre es nicht schlecht, wenn er die
50 Jahre alten Kirchenreformideen eine Otto Hasbsburg-Lothringen nicht außer acht ließe. Religionsdialog,
Zentralismus, Zöliobat, Priestermangel und Ökumene.
Was für die Behinderten gilt, kennen wir auch für die armen Bettler, die ihre Armut nicht zeigen sollen.
Das hat der zum Glauben erwachte Franz v.Assisi gespürt und begonnen die Armen und Aussätzigen zu umarmen
bis er selbst um der Liebe Christi willen freuwillig arm statt reich war.
#111 franziskus 17:27:02 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Na, ich weiß nicht, ob man immer objektive Argumente mit subjektiven Beschimpfungen begegnen muss. Also
Heribert F. Köck beabsichtigt sicher keinen „freimaurerischen“ Angriff gegen die Hl. Kirche und das Gottgeweihte
Leben. Er ist eher den kirchlich konservativen Kreisen zuzurechnen. Hat er doch zusammen mit dem zweimaligen
Präsidenten des österr. Bundesrates, Herbert Schambeck, Träger des Großkreuzes des päpstlichen Gregoriusordens,
1991 eine Festschrift für den voriges Jahr verstorbenen Robert B. Prantner verfasst. Prantner und Schambeck
waren jedenfalls stockkonservativ und duldeten Heribert F. Köck in ihrer Mitte. Prantner, der Ex-Novize
eines Mendikantenordens, hat mit Vorliege Politik und Gesellschaftslehre doziert an diversen konservativ-theologischen
Ordenshochschulen, war im Engelwerk tätig und hat zuletzt Staub aufgewirbelt mit jüdischen Ritualmordlegenden
oder Verschwörungstheorien zum 11.9. 2001. Schambeck hatte großen Einfluss in Rom und seinerzeit wie
schon öfter erwähnt, die Bischofsernennungen in Österreich nach Kardinal König maßgeblich beeinflusst.
Heribert F. Köck und Herbert Schambeck haben mit der Festschrift „Glaube und Politik“ Robert Prantner
geehrt als er noch lebte. Wozu also, liebe Rose im Kreuz („Rosenkreuzlerin“) die unbewiesene Behauptung,
Köck gehe es nicht um den rechten Glauben, er sei viel zu präpotent und habe mit Busek und Khol einen
freimaurerischen Angriff auf die hl. Kirche im Auge. Das verschwörerische „Foucauldsche Pendel“ lässt
grüße…
#88 franziskus 00:13:29 | Donnerstag, 21. Juli 2011
Ihr Petrusbrüder, wenn Paulus (Gal 2,11 ff) dem Petrus „Heuchelei“ und ein „Abweichen von der Wahrheit
des Evangeliums“ vorwerfen und ihm „offen entgegentreten“ musste, kann ähnliches auch heute geboten sein.
Da sich die Ausübung des Widerstandsrechtes gegen „ungerechte“ (d.h. inhaltlich verfehlte oder gegen
das Subsidiaritätsprinzip verstoßende) Anordnungen und Akte der Obrigkeit wendet, liegt es in der Natur
der Sache, dass sie nicht von einer Genehmigung durch eben diese Obrigkeit abhängen kann. So sieht es
im Zusammenhang mit dem „Aufruf zum Ungehorsam“ ein hochangesehener Völker- und Europa-Rechtler, der
auch Honorarprofessor an der päpstlichen Diplomatenakademie in Rom war, Dr. Heribert F. Köck.
„Der Neupriester sei angeblich gegen den Willen des Papstes unerlaubt zum Priester geweiht worden. Er
stehe – offenbar im Gegensatz zu den Mitgliedern der ‘Pfarrer-Initiative’ – „nicht in Einheit mit dem
zuständigen Bischof“. Es scheint in Kreuz-net Kreisen nicht durchgedrungen zu sein, dass Kardinal Schönborn,
der in Österreich kein „von“ führt, den Vorstand der Pfarrer-Initiative, darunter seinen ehemaligen
Generalvikar Schüller, wie Medien schon am 5.7. berichteten, zu sich zitiert hat. Im Mitarbeitermagazin
„thema kirche“ brachte er es klar auf auf den Punkt: Wer im Gewissen Rom nicht folgen kann, muss Konsequenzen
ziehen wie Jägerstätter gegen Hitler. Schönborn behandelt also die Pfarrer-Initiative gar nicht besser
als die Piusbrüder.
Abschätzigen Bemerkungen über Priesteraushilfen als „liturgische Gastspielreisen“. Die immer unverzichtbareren
Priesteraushilfen werden heutzutage immer seltener von Ordensgemenschaften geleistet, die früher auch
eine Art „Wanderprediger“ als „Volksmissionare“ zur Verfügung stellten. Heute sind es hauptsächlich
in Österreich über 75 Jahre alte Priesterpensionisten, die aus Idealismus oder persönlicher Freundschaft
oft große Distanzen in Eigenregie zurücklegen, um ein „liturgisches Gastspiel“ zu geben. Aushilfen kommen
in Veruf, wenn die Aushelfer zu alt sind. Würde die Kirche nicht so „fortschrittlich“ sein und die Pfarrer
nicht erst mit 67 (in D) oder 75(in A) Altersjahren in die Pension entlassen und aller administrativen
Verantwortung entbinden, wäre das ganz anders. Priester fühlen auch nach der administrativen Pensionierung
eine missionarische Berufung in sich.
Die „nicht-schismatischen“ klerikalen Piusbrüder können sich mit ihren paar hundert Priestern nicht
mit „Wachstum“ brüsten. Selbst wenn sie auf einmal doppelt so viele Priester hätten, würde solcher
„Zuwachs“ bei anderen Bruderschaften, schon gar nicht bei den franziskanischen „Minderbrüdern“, ins Gewicht
fallen. Die selbstlosen Ideen des hl. Franziskus, der seine Brüder pro Psalm nur ein Vaterunser beten
ließ und das viel kürzere römische Brevier seinen Priester-Brüdern empfahl, haben sich im Gegensatz
zu den Ideen der Piusbrüder explosionsartig in einer tausensdfachen Brüderschar schon zu Labzeiten des
Heiligen manifestiert. Man nimmt die Piusbrüder viel zu wichtig.
#87 franziskus 06:42:48 | Donnerstag, 19. Mai 2011
Zinses-Zins-Kahn Jetzt endlich habe ich erkannt, dass nicht das Wirtschaftswachstum den Zinseswahnsinn
erzeugt, sondern dass der Zins die einzige wahre und wirkliche Ursache dafür ist, dass die Welt dem Wahnsinn
des ewigen Wachstums verfallen ist. Konrad Lorenz (*1903, † 1989), österr. Verhaltensforscher, Medizin-Nobelpreis
#37 franziskus 06:28:56 | Donnerstag, 12. Mai 2011
Zölibatäre können-müssen-sollen VERSETZBAR SEIN ? Bei den Ordensleuten ohne stabiltas loci ist es
Regel, dass in kurzem Jahresrhythmus ein Versetzungszirkus stattfindet. Mit Sack und Pack nach Bedarf
zu übersiedeln, müsste allen Zölibatären, die keine Familie mitnehmen müssen, zumutbar sein. Die
jungenn noch unverheirateten Lehrer wissen davon auch ein Lied zu singen. Jede Behörde hat es natürlich
gern, wenn sie mit Menschenfiguren Schach spielen kann.
#55 franziskus 13:59:27 | Dienstag, 26. April 2011
@wiener: Ja, so sinds die alten Rttersleut bei und von + net. Von Nichts eine klare Ahnung. Aber Kard.
Schönborn schlecht machen, als ob das von ihm kritisierte Gefasel von einer nur symbolischen Auferstehung
Jesu auf katholischem Boden oder gar in der wiener Diözese gewachsen wäre.
Alles zu gut und zu schön für die Praxis! Die Erfahrung zeigt, dass es besser wäre, einen goldenen
Mittelweg zu gehen. Die untreu gewordenen Priester waren meist die beliebtesten. Den hl. Antonius v. Padua
könnte man gelegentlich bitten, eine kongeniale Partnerin zu finden, wenn es erlaubt wäre.
Fegefeuer genügt mir – Zölibat ist Unfreiheit Meine Theorie: In die Hölle kommt nur, wer ewig alt aussehen
möchte. Jesus selbst und alle, die in christlichen Jenseits-Visionen erschienen sind, haben ein JUNGES
Aussehen gehabt. Heilige sterben mit einer total jungen Seele und werden (normalerweise) am Todestag gefeiert,
weil sie sofort in den Himmel aufgenommen wurden. Wir anderen müssen im „Fegefeuer“ einen reinigenden
Verjüngungsprozess mitmachen. Der ewige Zölibat ist Unfreiheit, weil er die Erfahrungs- und gottgewollte
Entwicklungsfähigkeit eines Menschen ignoriert. Daher plädiere ich für „Zölibat auf Zeit“, für ein
einfaches Zölibatsgelübde bis ins 4. Lebensjahrzehnt mit möglichem feierlichen Abschluss auf Lebenszeit.
Wenn ein Weltpriester nach 10-15 Jahren keine (ledige) kongeniale Partnerin finden kann, findet er (hoffentlich)
in jedem Kloster eine familiäre Gemeinschaft. Sich um des Gottesreiches willen bis ins vierte Lebensjahrzent
zurückzuhalten, wäre praktisch gesehen ganz nach dem Vorbild Jesu, der nach Gottes Willen bis ins 4.
Lebensjahrzehnt zölibatär war. Eine solche Lösung wäre immer noch besser als bei den Orthodoxen, die
eventuell vor der Priesterweihe noch schnell heiraten müssen. Das geht auf das schizophrene Kirchenrecht
zurück, wonach die Ehe kein Weihehindernis, aber die Weihe ein Ehehindernis ist.
Jesus ist für ALLE gestorben! Schreibt der Papst Bei der Hochzeit zu Kana wird es auch ziemlich laut
gewesen sein, den sie hatten den ganzen Wein ausgetrunken. Aber Jesus war (auch) dabei und hat es unterstützt.
:(3 :)%
@Vogel Priester, die sich verlieben, würden dies sicher nicht verheimlichen, wenn sie dann nicht irgendwo
als Sozialarbeiter oder ähnliches enden würden. Sie werden ja dann behandelt als wären sie Schwerverbrecher
oder Versager und dies finde ich sehr gemein. Dem kann ich nur zustimmen. In einem Zistezienserkloster
soll es einen Abt gegeben haben, der einem Mitbruder zur Vaterschaft gratuliert hat. Wenn ein Weltpriester
nach 10-15 Jahren keine (ledige) Partnerin finden, kann er ja in ein Kloster gehen. Neuzugänge in den
besten Jahren machen dan aus einem Kloster kein Altersheim. Aber es ist halt nicht jedermanns Sache, sich
in eine oft wenig brüderlich-demokratische Gemeinschaft einzuordnen. Sich um des Gottesreiches willen
bis ins 4. Lebensjahrzent zurückzuhalten wäre praktisch gesehen ganz nach dem Vorbild Jesu, der auch
nicht länger zölibatär war. Eine solche Lösung wäre immer noch besser als bei den Orthodoxen, die
vor der Priesterweihe noch schnell eiraten. Das geht auf das schizophrene Kirchenrecht zurück, wonach
die Ehe kein Weihehindernis, aber die Weihe ein Ehehindernis ist. o^/
Klischee und Persönlichkeit Ich weiß nicht ob man einem bestimmten klerikalen Klischee folgen muss,
um etwas Besonderes zu sein. Verheiratete Pfarrer hätten wenigsten jemanden, der eifersüchtig aufpasst,
dass sie keinen Blödsinn machen. Ausreden wie Einsamkeit oder Frust hätte dann selten einer. Zölibat
auf Zeit wie es ihn sogar vor dem ewigen Gelübden in den Klöstern gibt, wäre doch für Weltpriester
auch möglich. Wenn einer nach 10-15 Jahren keine kongeniale Partnerin findet, soll er so weitermachen.
Missionar(r)ischer Eifer? Pfarrer Karl Tropper war früher Leiter des päpstlichen Missionswerkes der
steirischen Diözese. Er bildet mit ein paar anderen den rechten Flügel in der hiesigen Priesterschaft.
Bischof Kapellari duldet wie vor ihm schon Bischof Weber eine große Spannweite zwischen entgegengesetzten
Meinungen. Kapellari hat K.Tropper, den rechten Flügelstürmer, zum Konsistorialrat ernannt. Tropper
sollte allerdings mit seinen harschen Worten zB bei der Erstkommunion die Leute besser nicht irritieren
oder verärgern.
#20 franziskus 23:21:38 | Freitag, 11. Februar 2011
Geschiedene müssen nicht Ehebrecher sein. Die Bischöfe wollen den Ehebrechern die Heilige Kommunion
nachwerfen: Aber wie viele Ehebrecher wären überhaupt interessiert? Die Ehegültigkeitslatte liegt hoch,der
kirchlich geforderte Ehewille ist so anspruchsvoll, dass relativ leicht in einem Verfahren festzustellen
ist, dass von Anfang an „der Wurm“ drinnen war. Dazu braucht man aber Geld und einen guten Anwalt. Die
meisten Geschiedenen verzichten dann lieber auf die hl. Kommunion.
Die Ehegültigkeitslatte liegt hoch, der kirchlich geforderte Ehewille ist so anspruchsvoll, dass relativ
leicht in einem Verfahren festzustellen ist, dass von Anfang an „der Wurm“ drinnen war. Dazu braucht man
aber Geld und einen guten Anwalt. Die große Masse der Geschiedenen verzichtet lieber auf die hl. Kommunion.
#35 franziskus 09:57:33 | Donnerstag, 3. Februar 2011
Ohne „Vergewaltigung“ meist keine Abtreibung! Was habt ihr eigentlich bitteschön für ein Frauenbild???
Vielleicht hättet ihr uns gerne so, aber ich kann eich eines versichern: Altmännerphantasien dieser
Qualitätsstufe gibts nur gegen Bares erfüllt. Danke GertrudeS für diesen Spruch. Letzlich kommt es
immer auf die Frau an und nicht auf die Ärzte, die ihrem Wunsch entsprechen und wenigsten so ans Werk
gehen, das ihr Leben nicht gefährdet ist. Die meisten Frauen müssen dann an ihrem Fehlentschluss ein
Leben lang knabbern und versuchen vielleicht, das Ganze durch Fürsorge an fremden Kindern zu kompensieren.
Mein bester Freund, der ohne Vater aufwuchs, ist jedenfalls glüxklich am Leben, weil seine Mutter allem
Drängen zum Trotz zu ihm und seinem Lebensrecht gestanden ist. :(3
#28 franziskus 07:01:43 | Donnerstag, 23. Dezember 2010
R.B.Prantner – Fahnenflüchtige Gallionsfigur Die hohe Ehre des Priestertums, die evangelischen Räte
und eine brüderliche vorkonziliare Ordens-Gemeinschaft, die R.B.P. zurückgelassen hat, waren ihm schon
1950 suspekt oder zu wenig konservativ. R.I.P.
#46 franziskus 04:14:18 | Dienstag, 14. Dezember 2010
„Rache Gottes“ kennen NUR Ewiggestrige Schon der Prophet Elija (Lesung vom letzten Adventsonntag) hat
gezeigt, dass es eine echte „Rache Gottes“ nicht gibt. (Außer bei den Kreznettern!)
#157 franziskus 05:15:22 | Samstag, 27. November 2010
Papst ist kein +net-Hardliner Endlich ist das Prinzip vom Kleineren Übel hoffähig geworden. Schon der
hl. Alfons von Ligouri hat als Moraltheologe verkündet, dass man im Zweifelsfall immer den leichteren
Weg wählen sollte.
#79 franziskus 09:24:12 | Donnerstag, 18. November 2010
@jubärens contra Hasenhüttl „Darauf sagt Gotthold: Wenn wir gaaanz lieb zueinander sind, dann ereignet
sich Gott in unserer Mitte, wie ich in meiner Dogmatik auf Seite 325 geschrieben habe.“ Auf Seite 325
seiner 2.Dogmatik mit den Kapiteln Glaubensgemeinschaft, Symbolhandlunen Zukunft schreib Hasenhüttl natürlich
über etwas anders.Über die Verankerung demokratischer Strukturen in der Bibel und über die immer schon
anerkannten Charismen. Wer neue Wege sieht oder geht scheint in mancher Augen nur Häretiker und nie und
nimmer ein Charismatiker zu sein.
#53 franziskus 07:04:20 | Montag, 25. Oktober 2010
Franziskus war kein Jansenist Wenn er und seine Brüder unterwegs einen Kirchturm sahen, knieten sie nieder
und beteten: „Wir beten Dich an Herrn Jesus Christus, denn durch dein hochheilges Kreuz hast Du die ganze
Welt erlöst.“
#16 franziskus 09:11:16 | Donnerstag, 23. September 2010
DE MORTUIS NIHIL – NISI BENE! Über Verstorbene nichts – außer Gutes (sagen)! Unsere lieben +neter benützen
den Tod eines Bischofs, um ihn lächerlich oder schlecht zu machen. Ist er zu verachten, weil er ALTLIBERAL
war, wo doch +net jetzt offenbar das Gegenteil, also NEU-LIBERAL ist? Hätte gerne eine ausführliche
Definition der Ausdrücke Alt-oder Neu-Liberal.
Priester zu jung für Alte Messe? Nur in zweihundert der 15.000 Pfarreien Frankreichs gibt es regelmäßig
Messen im Alten Ritus. Das berichtete die französische Tageszeitung ‘La Croix’ am Mittwoch. Die Tageszeitung
„La Croix“ berichtete auch, dass mehr als die Hälfte der 14.000 Diözesanpriester bereits über 75 Jahre
alt sind. Offensichtlich sind sie noch zu jung für die Alte Messe!
Pfingsten, Hl.Geist, kreuz.net und die Folgen Schaut, wie sie einander mögen (lieben) (Tertullian, Apg
4,32-35) kann man von diesem „christlichen“ Forum leider nicht behaupten. Daher hat kreuz.net im WebOfTrust
(WOT) international nach wie vor einen schlechten Ruf.
Pfingsten, hl.Geist,kreuznet und die Folgen Schaut, wie sie einander mögen (lieben) (Tertullian, Apg
4,32-35) kann man von diesem „christlichen“ Forum leider nicht behaupten. Daher hat kreuz.net im WebOfTrust
(WOT) international nach wie vor einen schlechten Ruf.
Bravo leshandl1! +net ist wie der ältere daheim gebliebene Bruder, der dem jüngeren Bruder die Aufnahme
verweigert. Georg Sporschill wird zur Sau gemacht.
Kirchliche Opfer der (Ab-) Normalität Doch dann kam Kolle zu seinem eigentlichen Anliegen: „So wie die
Priester Priester geworden sind, damit sie leichter an Kinder herankommen können mit ihrem priesterlichen
Gehabe. Der Aufklärer O.Kolle glaubt, alle Priester seien pervers. Neben den kirchlichen Opfern der Abnormalität,
gibt es auch kirchliche Opfer der Normalität. Ich meine die vielen Frauen und Kinder, die gern einen
Vater in der Familie hätten. Einen, der für sie da ist und sie beschützt. Der das aber nicht kann,
weil er sonst sofort seinen Beruf und seine Existenz verlieren würde, obwohl er kein Träumer und bei
Vielen als Pfarrer sehr beliebt ist. Mein Freund, der darunter leidet und versucht, in seiner kirchlichen
Arbeit sein angebliches Versagen über die Maßen zu kompensieren, hattte schon während seine langen
Studiums Bedenken, ob er die Ehelosigkeit durchhalten werde. Aber man vertröstete ihn auf „die Weihegnade“,
die stärker sei als alles andere. o^/
Es geht ja nur um die Hinterfragung des Pflichtzölibats für Weltpriester. Ordenspriester, die außerdem
noch Armut und Gehorsam eidmäßig geloben, sind bei dieser Diskussion nicht gemeint. Aber auch bei denen
darf man sich fragen, ob nicht der eine oder andere aus der Not eine Tugend machen wollte, um Schutz zu
haben.
Ja, so ähnlich Franz hoffte mit seinem evangelischen Beispiel das Eis zu brechen. Hätte keinen Luther
geben müssen.Sein Scheitern brachte ihm wohl die Wundmale ein.
Judas ist mir lieber als die Kirche Er – mit seinem falschen Struktur-Verständnis vom messianischen Reich
Gottes – hat wenigstens öffentlich verkündet: „ich habe unschuldig Blut verraten“
#86 franziskus 20:16:46 | Sonntag, 28. Februar 2010
Was wird herauskommen? STREIT! Das ist schon seit Jahrhunderten grundgelegt in einer der falschen Vulgata-Übersetzungen
((Mt.10,34), wonach Jesus nicht gekommen sei, um „Frieden auf die Erde, sondern das Schwert zu bringen“!
#216 franziskus 08:58:15 | Dienstag, 2. Februar 2010
@TheTruth:Wo bleibt die 3. Gruppe? Dann kommt die zweite Hälfte der hier befindlichen Leserschicht ins
Spiel (zu der beiläufig auch ich gehöre): Diese sind gegen die Kirche und haben noch alle Nadeln an
der Tanne und haben Spaß daran, den Zwangsneurotikern hier rational und fundiert den Kopf zu waschen
und ihnen aufzuzeigen wie menschenfeindlich und hohl ihre Sichtweisen sind. Man muss nicht „das Kind mit
dem Bad ausschütten“ und kann auch versuchen den Goldenen Mittelweg zu gehen! www.andacht.eu/1_3.html
:(3 :)3
#167 franziskus 10:45:20 | Montag, 1. Februar 2010
Philosophieren vor dem Weltuntergang? Es ist lustig, Euch beim Philosophieren zu beobachten. Wenn der
Rabe recht hat, muss ja die Welt bald untergehen. Das Maya-Video sollten wir aber nicht gar so ernst nehmen. www.andacht.eu/1_3.html Dagegen erklärt die Kirche, daß die Sünde eine Strafe nach sich zieht und Naturkatastrophen
überhaupt erst durch die Erbsünde in die Welt kamen. Natürlich sind viele Gefahren und Bedrohungen
hausgemacht. Wir sind gierig und bestrafen uns selbst! (siehe Jakobusbrief)
#160 franziskus 09:23:23 | Montag, 1. Februar 2010
Notnagel Erbsünde Was unsere verdorbenen Gene mit Naturkatastrophen zu tun haben, ist rätselhaft. Das
passiert, wenn man in der theologischen Kirchenlehre Äpfel mit Birnen verwechselt. Dazu hätte ich eine
schöne Hompage gefunden: www.andacht.eu/1_3.html
#11 franziskus 08:00:30 | Samstag, 30. Januar 2010
Starke Persönlichkeit Kardinal Groer Der Vatikan hat über den damaligen Nuntius eine weitgehend unbekannte
Persönlichkeit ernannt. Bekannt war er nur bei den Wallfahrern in Maria Roggendorf, wohin sich gerne
auch hohe Würdenträger aus dem Vatikan einladen ließen. Der Nuntius hat damals sogar in einer Art synodalen
Vorgang bei der Priesterschaft von Wien briefliche Vorschläge einholen lassen. Kaum einer hat da an den
den frommen Exdirektor des Hollabrunner Gymnasiums gedacht, der als österreichischer „Hofrat“ ins Kloster
gegangen war. So wurde diese „starke“ Persönlichkeit zur Überraschung aller vom Vatikan aus dem Hut
gezaubert. o^/
#110 franziskus 10:46:34 | Freitag, 2. Oktober 2009
Clarissa Sie sind Spitze! Wenn ich Ihre Graduation(en) richte einschätze, dann könnten Sie mir bei Gelegenheit
Ihre Meinung zur Bibelrevision (eventuell per email) zukommen lassen, wie sie im „Kastrierten Evangelium“
vertreten wird, www.dietlzeiner.at/kast-evang.htm Besten Dank!
#4 franziskus 22:10:56 | Sonntag, 27. September 2009
Kulturdenkmäler, nicht Glaubenszeugnisse Es wäre falsch, zu sagen: Schaut, welch starken Glauben unsere
Vorfahren hatten. Kirchenbauten und Kircheneinrichtungen wurden durch die sogenannte „Kirchenkonkurrenz“
errichtet und erhalten. Das Geld kam von der öffen tlichen Hand in Ländern und Bezirken und von den
reichen Grundherren und Schlossbesitzern, den „Kirchenpatronen“. Die öffentliche Hand will davon nichts
mehr wissen und lässt heute tatsächlich die Kirchensteuerzahler im Regen stehen.
#35 franziskus 13:31:54 | Dienstag, 22. September 2009
@Leo Miles: Fluch über Ngasaki? Es war wohl kein Zufall, daß die US-Atombombe während des Zweiten Weltkrieges
ausgerechnet diese Stadt traf. sollen die kath. Kirchen stehengeblieben sein… Ja, stimmt, zumindest
das kath. Zentrum des Minoriten P. Maximilian Kolbe, das hinter einem Bergrücken bei Nagasaki gebaut
war, blieb unversehrt. @ CC: Im Ritenstreit zwischen Minderbrüdern und Jesuiten hatten natürlich die
Jesuiten Recht, genauso wie beim Versuch, in Südamerika die Sklaverei (heiliges Experiment) abzuschaffen.
Aber da waren eher mehr die königlichen Sklaventreiber schuld, dass der Minortitenpapst Klemens XIV.
die Jesuiten 1773 aufgehoben hat. Nur Preußen und Russland haben das missachtet.
#69 franziskus 18:16:49 | Dienstag, 15. September 2009
Freimaurer als unabhängige Humanisten, als Agnostiker mit Herz sind mir immer noch lieber als andere
Parteigänger. Sie leugnen nicht Gott, sondern sehen ihn als Baumeister, der in den Ferien ist und das
Weiterbauen uns Menschen überlässt. Von einer lebendigen, inneren Beziehung zu so einem fernen Gott
kann da keine Rede sein und das macht den Unterschied aus. Als im ersten Weltkrieg Freimaurer in Rom gegen
Papsttum und Kirche demonstrierten, hat der hl. P. Maxililian Kolbe dort mit anderen Studenten die Militae
Immaculatae gegründet, um durch jene zweite Eva, die „voll der Gnade“ war, dem gnadenhaften Wirken Gottes
in gläubigen Herzen und im Reich Gottes neues Recht zu verschaffen.
#56 franziskus 23:54:54 | Sonntag, 13. September 2009
Deutsche Bischöfe mit Leistungsausweis? Mons. Wagner wäre der einzige österreichische Bischof gewesen,
der einen beeindruckenden pastoralen Leistungsausweis und eine solide Erfahrung in der Seelsorge hätte
vorzeigen können. Vielleicht kann jemand sagen wie viele deutsche Bischöfe ehemals Pfarren geleitet
haben. Hochgerechnet müssten es 10-mal so viel wie in Österreich sein. Der jüngere Bischof Schwarz
Alois in Klagenfurt hat zehn Jahre die große Landpfarre Krumbach in der Buckligen Welt geleitet, Bischof
Weber , em. von Graz war lange Pfarrer in Graz/St. Ändrä und Kapellari war lange Studentenseelsorger.
Also Wagner und seine Anhänger hätten keinen exklusiven pastoralen Leistungsausweis in Anspruch nehmen
können.
#51 franziskus 15:28:16 | Dienstag, 8. September 2009
@defendor: Amen! Geschwollener geht es net. Ihr link zu gloriapolo war zu vergessen. Gleich beim Eintritt
in die deutschsprachige Arena wird man eingeladen bei der GE Moneybank einen Sofortkredit unverbindlich
zu beantragen. Schöne – weniger geschwollene – Affiliate-Werbung. Vielleicht bekommen ja auch Sie pro
Klick ein paar Cent. o^/
#35 franziskus 09:32:55 | Dienstag, 8. September 2009
Familienplanung ist Sache der Eltern Das Hauptproblem bei Abtreibungen liegt daran, dass die Gründung
einer Familie nicht mehr als Ideal gesehen wird. Wo Kinder nicht von vornherein ohne Vater aufwachsen
müssen. Oft sind es die Vater- oder Mutterpflichten, die über Krisen hinweghelfen. Ohne Unterstützung
des Erzeugers oder der Verwandtschaft ein Kind menschenwürdig groß zu ziehen, ist oft fast unmöglich.
Eine Abtreibung hängt sowieso einer Frau ein Leben lang nach und sie wird sich oft fragen, ob die Gründe
ausreichend waren. Der Barockprediger Abraham a Santa Clara (Ulrich Megerle) hat einen schönen Erziehungsroman
geschrieben mit dem Titel „Judas, der Erzschelm“ und dargetan wie wohl schlechte Erziehung, schlechtes
Vorbild, schlechte Freude ihn so weit gebracht haben. Heute würde er vielleicht auch von schlechten Genen
bei Vergewaltigungen sprechen. Jedenfalls sagte Jesus selbst über Judas: „Er wäre besser nicht geboren
worden“ (Mk 14,21- Mt 26,24)
#78 franziskus 07:27:42 | Samstag, 5. September 2009
@joberens: Zölibat grundsätzlich gut Bitte nicht das Kind mit dem Bad ausgießen! Sogar Sportler (in
China) müssen jahrelang zölibatär leben, um Höchstleistungen für ihr Land zu erreichen. Kulturelle
Höchstleistungen haben durch viele Jahrhunderte die kirchlichen (freiwillig zölibatären) Klosterbertriebe
vollbracht. Evangelische Christen beneiden die Katholiken schon lange darum, dass der Pfarrernachwuchs
ständig neu aus dem Volk kommt und nicht durch Inzucht degeneriert. Daher wäre ein freiwilliger Zölibat
auf Zeit für Akademiker (etwa bis zum 40. Lebensjahr) – mit humanen Lösungen für unbedingt Heiratswillige –
ein guter Kompromiss, der natürlich eine familiär stationäre (einfacher theologisch gebildete) Berufsgruppe
von zu Priestern geweihten erprobten Familienvätern (viri probati) voraussetzt. Reine Zukunftsmusik??
#75 franziskus 07:18:16 | Freitag, 4. September 2009
Erzb.Berg:Pensionisten sind beste Kapläne Man muss nicht, aber man kann. Mit dem Pensionsalter 75 wie
in Österreich scheint das schon etwas schwierig zu sein. Apostolisch gesinnte Priester könnten ab 65-67
Jahren noch segensreich wirken, befreit von allen bürokratischen oder organisatorischen Verantwortungen.
Ein solcher hat bei uns folgenden Emailrundbrief versandt: Zunächst herzlichen Gruß meinen bisherigen
Aushilfepfarren und denen, die es noch werden wollen! Bisher durfte ich fast lückenlos sonntags auswärts
aushelfen. Nach 50 ortsgebundenen Dienst- oder Amtsjahren, macht es direkt Spaß als mobiler Aushilfspriester
hilfreich unterwegs zu sein. Als solcher werde ich extra besoldet und die termingeplagten Pfarrer oder
Pfarrverbände müssen nur jeweils 15.- EUR plus Stipendienanteil aufbringen Variatio delectat, Abwechlung
erfreut nicht nur mich, sondern auch die Pfarren, wo es doch laut anonymer Umfragen eines Pastoralinstituts
mindestens vier spirituell unterschiedlich eingestellte Priestertypen gibt.
Elijahu: Ein Türke oder Zeuge Jehovas?? Wir wollen die Apokalypse! Darum komm, oh Tag des Herrn, brech
herein über dieses gottlose Geschlecht und merze sie aus vom Angesicht der Erde. „Darum bitten wir dich,
himmlischer Vater, im Namen unseres Herrn Jesus Christus“? Einmal glaubte ich, Eli sei ein Türke, der
gerne seinen homophilen Sohn ermorden lässt. Jetzt gibt er sich rachedurstiger Apokalyptiker und beruft
sich fälschlicherweise auf Jesus, der selbst seine Apostel wegen solcher Allüren schimpfte, dass sie
nicht wüssten, wessen Geistes sie seien. Wie Jeusus ist der Franziskaner-Minorit Maksimilijan Kolbe im
freiwilligen Austausch mit neun anderen Opfern der Nazis in den Hungerbunker gegangen und hat für seine
Peiniger gebetet.
#104 franziskus 20:13:44 | Sonntag, 2. August 2009
MühlsteinJesus? Nein, danke! Die Stelle Mt.18.6 kommt schon bei Mk 9,1 oder Lk 17,2 vor. Es ist nicht
verwunderlich, dass es die Exegeten bei solchen falschen Übersetzungen mit der Auslegung und Deutung
jener Stellen sehr schwer haben. Jesus kann eben niemandem geraten haben, einen Menschen mit einem Mühlstein
um den Hals zu ertränken, sondern er rief alle zur Liebe auf, wie er sie auch selbst praktiziert hat.
Man hat sich nicht gescheut, Jesus so grausame Worte in den Mund zu legen, wie z. B. auch bei den angeblichen
Worten über das „Schwert“ (Mt.10,34) Der Kirche ging es in erster Linie um Machtausübung und dann erst
um Jesus und seine Botschaft und Bedeutung. So spielt bei der Übersetzung stets die vorgefasste kirchliche
„Interpretation“ die wichtigste Rolle. Das hat ein Zitat des Exegeten JACOB KREMER deutlich gemacht.
#223 franziskus 21:39:03 | Mittwoch, 15. Juli 2009
@r.ruhrgebietler: Bitte nicht so abfällig! Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, sagt der Herr. Gemeint
waren ja die blutigen Schächtopfer im Jerusalemer Tempel. Was können die unschuldigen Sündenböcke
dafür, dass Menschen gerne Blut sehen. Auch Gott sieht nicht gerne Blut und daher ließ er seinen eingeborenen
Sohn als absolut letztes „Opferlamm“ sterben. Weh denen, die immer noch Blut vergießen in der Überzeugung,
Gott wolle es so. Jesus war nicht der Opferpriester, sondern der Hohepriester, der allerdings mit seinem
eigenen Blut ins Heiligtum ein für alle mal eintrat. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese hier gehen!
Nicht ein zwingend notwenfiges Opfer feiern wir bei der hl. Messe, sondern die selbstlose rettende Liebe
Gottes, die in Jesus Christus bei uns ist, um neue Wunder des hl. Geistes zu ermöglichen. So, tschüss,
morgen fliege ich nach Ägypten!
#218 franziskus 15:59:25 | Mittwoch, 15. Juli 2009
@pius.inquisitor: Das Zitat des Papstes Leo d.Gr (+461) „Es gibt keinen Grund, jemanden ala Bischof zu
betrachten, der nicht vom Volk erbeten und nicht vom Klerus gewählt wurde.“ Wo dieses Zitat ursprünglich
genau stand, weiß ich (noch) nicht, aber es stammt aus dem Büchlein „Gedanken eines Bischofs zu den
heutigen kirchlichen Institutionen“ aus dem Portugiesischem übertragen von Berhard Christoph Siry und
Ludwig Wuchse, jüngst erschienen in der Edition Neue Wege, 62 Seiten, € 6.-. Diese „Gedanken“ stammen
von Pater Clemente Jose Carlos Isnard. Er leitet 34 Jahre lang die brasilianische Diözese Nova Friburgo,
war Konzilsteilnehmer und benediktinischer Top-Liturgiker. Deshalb berief ihn Paul VI. in die römische
Kongregation für den Gotesdienst und für die Sakramente. Als Bischofspensionist war er noch 10 Jaqhre
in einer anderen Diözese der Gemeralvikar.
#211 franziskus 09:41:11 | Mittwoch, 15. Juli 2009
Pius-Bischöfe gibt es nicht! Durch sogenannte „Titularbischöfe“ verkommt das Bischofsamt zu einem Ehrenamt
und wird banalisiert. Pensionierte Bischöfe dürfen sich noch so nennen, denn sie hatten wirklich vorher
eine Diözese mit vielen Menschen zu leiten. Schon Papst Leo d.Gr.(+461) betonte: „Es gibt keinen Grund,
jemanden als Bischof zu betrachten, der nicht vom Volk erbeten und nicht vom Klerus gewählt wurde.“ Heute
darf das Volk bei Bischofs-Ernennungen nicht mitreden. Höchsten bei Beerdigungen dürfen sie – siehe
das Begräbnis von Johannes Paul II. – nachträglich einen Bischof zum Heiligen erklären. („Santo subito!)
Kritik des Volkes wird ignoriert, siehe Kardinal Groer. Der päpstliche Diplomat hatte nach der Emeritierung
Königs in der Wiener Priesterschaft eine Rundfrage gestartet. Der, an den die Wenigsten gedacht hatten,
Pater Hermann G. aus Ma. Rogggendorf wurde vom Nuntius zur Ernennung vorgeschlagen. Höchste Zeit, dass
Nuntiaturen geschlossen werden.
Naturrecht: Ikone Johannes Messner www.univie.ac.at/messner-gesellschaft/ Es wäre schön, wenn der Papst
in seiner neuen Sozialenzyklika, die ich noch nicht kenne, grundsätzliche Werte des Naturrechtes, wie
sie der gläubige Johannes Messner vertreten hat, berücksichtigt. :(3
Gottes Tiergarten ist groß! Wo bleibt Humor? Auch in diesem Forum tummeln sich die verschiedensten Arten.
Joberens ist eben eine besondere Art. Zulehner hat durch gründliche Umfragen manches klargestellt. Zum
Beispiel, dass es bei den katholischen Priestern mindestens vier verschiedene Arten oder Grundeinstellungen
gibt. Daher bitte ich um mehr Toleranz oder Humor!
@Jens (von der Küstenwache?) Ihr Link zu Altvater J.H. Stilling ging in die Hose und hat mit dem Pflichtzölibatsthema
leider nichts zu tun. Außer, dass man die Ahnung bekommt, wie sehr umstritten dieses Thema schon seit
Jahrhunderten ist. Prof. Zulehner will den Pflichtzölibat für hauptberufliche Priester nicht abschaffen,
sondern eine „Leutpriester-Kategorie“ die es früher so ähnlich schon gab, wieder einführen. Im Urchristentum
kam immer erst die Handaufhebung (Volkswahl) und dann erst die Handauflegung (Priesterweihe).
Hausrezepte? Die Wirkungslosigkeit dieser Hausrezepte sind in zahlreichen protestantischen Gemeinschaften
in zahllosen Fällen bewiesen worden Was meint dieser Satz? Die Wirkungslosigkeit der Institution des
evangelischen Pfarrhauses oder die von weiblichen Pastoren? Wer beurteilt die „Zahllosigkeit“? Mit Pfarrer
und Pfarrhaushälterin hat die kath. Kirche auch kein besseres „Hausrezept“. Zulehner schein nicht so
blöd zu sein. Er hat mit Bischof Lobinger (Südafrika) das Konzept des nebenberuflichen priesterlichen
Liturgen neu erfunden: Ein funktionierendes Pfarrteam, ein Kreis ehrenamtlicher Pfarrmitarbeiter ermutigt
einen aus ihren Reihen, ein theologisches Basisstudium zu machen, um dann vom Bischof nur für diese Pfarrgemeinde
zum Priester geweiht und nebenberuflich eingesetzt zu werden. So könnte das Recht jeder Gemeinde auf
eine Sonntagsmesse gesichert werden. Die zölibatären Vollpriester hätten dann die Oberaufsicht und
mehr Zeit für überregionale Aufgaben. Vielleicht gäbe es dann auch mehr nebenberufliche kirchliche
Laien-Funktionäre, damit die überhöhten Personalkosten gesenkt werden können.
Erbauliches von Newman? Dieser erste Beitrag von Pimpim könnte ja von Newman sein. Ein schöner Ersatz
für den „hier üblichen abscheulichen Mist“. Vielen in diesem Forum würde Jesus wie dem Petrus am Ölberg
zurufen: „Steck dein Schwert zurück!“ Vor Vielen würde er laut Mt 7, 17 warnen. Auf Wienerisch gesagt:
„Lossz eich ned eikochen fo de Schmädandla, de wos daherkuman, wia waun s d reinzdn Lampen waan, und
dawäu san s eiwendich d eagsdn Gfrassda, wos d da fuaschdön kausd!“
Gelegen oder ungelegen das Wort verkündigen Hier in Wien sagen manche, hinter dem liberalen Mäntelchen
verstecke sich bei Schönborn eine stockkonservative Seele. So gesehen versucht er einfach, bei einem
christlichem Publikum, das mehrheitlich eine Kirche nur von außen kennt, das Evangelium von der befreienden
Gegenwart Gottes in Christus „gelegen oder ungelegen“ (2Ti 4) zu verkünden.
Die einen machen Gelübde – die anderen müssen sie halten Bei den Mendikantenorden schaut es mit dem
Körberlgeld vielleicht ein bisschen anders aus. Aber im großen und Ganzen haben Ordensleute überhaupt
keine finanziellen Sorgen. Die Beihilfen (Haushaltszulagen) für Weltpriester sind dann besonders fragwürdig,
wenn sie nur pauschal gegeben werden, sodaß bei einer jungen Frau ein Überschuss, bei einer dienstälteren
ein Defizit für den Pfarrer als „Dienstgeber“ entsteht. Was den P. Dr. Sirch betrifft, muss man nur seine
Homepage und die vielen Beiträge, die er für Radio Maria, Südtirol. geliefert hat, näher begtrachten.
Seine Dissertation hat er über die Beudeutung der päpstlichen Tiara, also über den dreifachen Vorrang
des Pastes und seiner Autorität vor vielen Jahren gemacht. Und in diesem Sinn wirkte er als Pfarrer.
Variatio delectat, aber das will er anscheinend nicht wahr haben. Außerdem hat er 1961 fertig studiert,
war damals vor 48 Jahren also mindestens 25 Jahre alt. In Deutschland,wo die Grenze bei 67 Lebensjahren
steht, hätte man ihn schon längst aller pfarrlich-bürokratischen Amtspflichten entbunden. In Österreich
allerdings liegt die Grenze für den notwenfigen Amtsverzicht – wie bei Bischöfen – an der 75-er Grenze.
Also was will er wegen der kurzen Zeit, die ihm maximal bleibt? Er sollte froh sein, wenn er sich mit
oder ohne Gehorsamspflicht seinen marianischen oder archivarschen Hobbys widmen darf. :&)
@Personalpolitik Danke, lieber Jörg Guttenberger, für die Klarstellung von Unterschieden. Natürlich
fürchtet sich auch ein Generalvikar vor kritischen Fragen nach der Sorgfalt der Eignungsprüfung vor
der Ernennung. Ungeeignete Pfarrer können daher schwer ausgewechselt werden. Außer die Pfarre greift
nach weniger christlichen Mitteln der Verleumdung oder Intrige. Man lockt den Pfarrer in einen Weinkeller,
animiert ihn zum Trinken, lässt ihn ins Auto steigen, alarmiert die Polizei und schon gibt es einen handfesten
Grund, ihn zu versetzen. Nur eines von einigen Beispielen, die ich kenne. In der Schule überwiegen die
Laienreligionslehrer, denn die wenigen Geistlichen, die noch übrig bleiben braucht man für die Betreuung
immer größer werdender Pfarrbereiche. Es gibt natürlich immer noch hauptberufliche geistliche Religionslehrer
in den höheren Schulen. Sie sind sozial über staatliche Normen bestens abgesichert. Für sie gilt also
auch der Gleichbehandlungsgrundsatz des deutschen Grundgesdetzes. Inwieweit der Ordensangehörige das
Geld tatsächlich bekommt, liegt am einzelnen Orden. Das wäre der springende Punkt, wo ein Ordensmitglied
einer gewissen Beliebigkeit ausgesetzt ist, die seine priesterliche oder soziale Existenz gefährden kann.
Aber im allgemeinen haben sie Recht, dass sowohl die Obrigkeit als auch das kirchliche Volk viel Geduld
haben (müssen). besten Dank!
#55 franziskus 10:43:15 | Donnerstag, 2. Juli 2009
Orden(sleute) werden pauschal entlohnt. Zumindest ist das in Österreich so. Sie genießen dafür Lohn-
oder Einkommensteuerfreiheit, bekommen ein durchschnittliches Brutto für Netto. Sozialversicherung liegt
im Gutdünken des Ordens. Wenn einer austritt bekommt er rechtens für alle Jahre keine Abfertigung und
auch nicht den Anteil der ebenfalls pauschal überwiesenen 10-12% Altersvorsorge. Die Diözese übernimmt
ihn 1:1 je nach Dienstalter und Qualifikation. Ehem. Ordenspfarrer, die keine Pfarrerprüfung haben, bleiben
Provisoren. Als Pfarrer sind sie Pfründenbesitze und „Kleinunternehmer“ und daher als Ein kommenssteuerpflichte
nur ganz kleine, nicht so genau kontrollierte Fische im großen Teich der Selbständigen. Das durschnittliche
Netto liegt weit unter dem, was der Orden vorher brutto für netto erhielt. Daher sollte es sich jeder
Ordensmann gut überlegen, ob er das soziale Risiko übernehmen kann, wenn er durch seine Gelübde jeder
freien Geschäftstätigkeit entsagt hat und ohne Reserven dasteht. Ein Pfarrer besitzt zwar wie ein Abteilungsleiter
Personalhoheit, bekommt am Ende bis 7.000.- EUR im Jahr weniger als ein akademischer Pastoralassistent.
Der CIC verlässt sich bei den Oberen auf christliche Nächstenliebe, aber nicht auf die schon für die
Laien in der Kirche geltenden Sozialregeln zugunsten auch der Priester. Wie, lieber Herr Guttenberger
ist das in Deutschland?
Streit um des Kaisers Bart „aber ohne weitere Kenntnis des Sachverhalts genießt bei einem mit erforderlicher
Sollennität gesetzten Rechtsakt bis zum Gegenbeweis die Rechtmäßigkeit desselben die Rechtsgunst“.
Ein köstlicher Satz in klarem Rechtsdeutsch von unserer scharfsinnigen Frau Clarissa. Kurz gesagt: Alles
in Ordnung. Macht aus einer Mücke keinen Elefanten! (Denn Priester und Ordensleute verzichten freiwillig
auf Vieles wie zB auf eine gewerkschaftliche Vertretung). Aber Paulaner hat auch recht: Nach 200 Jahren
Andreas Hofer müsste das klar sein! :&) :)3
Kunstmaler Hieronymus B. Lieber Paulaner, tu Dir nichts an wegen dem Kunstmaler. Dieser auf Teufel und
Dämonen fixierte Künstler hat zu Hause wohl schon eine höllische Bildserie, die einen Hieronimus Bosch
in den Schatten stellt.
kunstmaler, „sehende Seele“ Keiner kann sagen, dass Christus der Herr ist, außer im Heiligen Geist. Der
ist aber nicht Jedem gegeben, er weht wo er will. Christus ist bei mir nicht gescheitert. Ich weiß, was
ich und wir alle an ihm haben oder hätten.
@Kunstmaler: Christus ist als Messias gescheitert. Wenn der Heilige Geist, der Geist der Wahrheit und
der Auferstehung, später nicht alles geklärt hätte, wäre das Kreuz Christi nichts anderes als ein
Zeichen des Scheiterns, der Schande oder des Versagens geblieben. Die enttäuschten Jünger wären verlacht,
aber nicht verfolgt worden. :&)
Heiliger Franz schau oba! Du hast dich prinzipiell dem Papst und der Kirche untergeordnet. Du hast (vergeblich)
deinen Brüdern verboten, dem kirchlichen Machtkarussel Zugeständnisse zu machen oder Privilegien in
Empfang zu nehmen. Dein Ideal, das Licht der heiligen Armut Christi sollte die Kirche reformieren, ist
leider gescheitert. Vielleicht hast du in deiner Meditation auf dem Berg Alverna dich mit Christus, dem
gescheiterten Friedenskönig, so innerlich verbunden gefühlt, dass sich seine Wundmale auch an deinem
Körper ausprägten. Du wurdest sofort nach deinem Tod heiliggesprochen und wurdest schon zu Lebzeiten
in der christlichen Welt als Heiliger verehrt. Aber du hast die Macht deines guten Beispiels überschätzt.
Du hast die Bestechlichkeit oder Korumpierbarkeit auch der kirchlichen Prälaten unterschätzt. Die Mehrheit
aller, die je selbst geglaubt haben, sie seien unbestechlich, wurden später korrupt nachdem man sie oft
nur ehrenhalber zu Macht und Einfluß gelangen ließ. Das hat sich bis heute nicht geändert.
Eucharistie kein passendes Streitobjekt! Bitte macht nicht das gottgewollte Zeichen der Einheit zum Zeichen
des Streites oder der Trennung! Brot aus vielen kleinen Körnern, Wein aus vielen kleinen Beeren sind
die Materie. Die vom Priester wiederholten Worte Christi geben dem Sakrament seine heilige Form und Bedeutung.
Der hl. Franz hat sogar die Einheit aller Menschen unter diesem Zeichen gemeint, wenn er mit seinen Brüdern
beim Amblick eines Kirchturms in die Knie sank und sie beteten: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus
und preisen dich, – hier und in allen Kirchen der Welt! Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die ganze
Welt erlöst!“ Die Welt als Reich Gottes scheint zwar nur eine literarischen Fiktion oder Utopie zu sein,
aber mit Gottes Hilfe wird das Gärmittel Gottes, die Liebe, ganz langsam vieles bis alles durchdringen.
St:Anton schaute mehr auf das ungute Beispiel der Prälaten! „Sie sind wie Schlachtrösser, die sich weigern
in den geistlichen Kampf zu ziehen! Sie sind wie das Eselsfohlen, auf dem Jesus in Jerusalem einreitet
und saugen nebenbei mit Wonne an den Zitzen der Wollust.“ Trotz dieser und ähnlicherf Worte in seinen
Predigtanleitungen ist dieser gelehrte und pupuläre Heilige des 13. jahrhunderts aus Padua heilig gesprochen
und zum Kirchenlehrer erhoben worden. :&)
#64 franziskus 10:08:25 | Donnerstag, 18. Juni 2009
@clarissa: Wohltuend Wir können froh sein, dass wir Sie im Forum haben, wo allzuoft die Gemüter überschäumen.
Manche wollen päpstlicher sein als der Papst, sprich kirchliche Gesetzgeber. Danke, nur so weiter! :(3
Zum Vatertag war das eine gute Nachricht Das Naturrecht hat Vorrang bekommen. Viele Priesterkinder müssen
jetzt nicht mehr „Onkel“, sondern dürfen „Vater“ sagen. „ich bin der Vater!“ rief einer, der überraschend
in den Notarztwagen sprang, wo er die Geburt seines Kindes mitbekam. Mutter und Kind wären wohlauf, meinte
der Notarzt im Spital, aber der Vater brauche ärztliche Hilfe. Seiner künftigen Frau sagte der junge
Vater am Wochenbett: „Eigentlich könnt ich jetzt ruhig mein Gehör verlieren, denn ich habe den unvergesslichen
ersten Schrei meines Kindes gehört.“ :(3
Jeder Sex ist Sünde?! „Toto genere suo“ Das ist zumindest die Meinung ma0geblicher vorkonziliarer Moraltheologen,
wie Noldin(SJ) oder eines Kapuziners, dessen Name mir entfallen ist. Ein Prümmer in Fribourg, der die
7 Tugenden und nicht die 10 Gebote als Grundlage nahm, oder ein Häring (Gesetz Christi), ein August Adam
(Primat der Liebe) waren damals schon lange anderer Ansicht. Entschuldigt, dass ich erst jetzt wieder
den Faden aufnehme.
@kunstmaler: Brautschau für Priester Wenn die „Mutter Kirche“ sich in der Frage der Priesterehe der orthodoxen
Kirche angleicht, müssen die Priesteramtskandidaten spätestens noch als Diakone vor der Priesterweihe
schnell auf Brautschau gehen. Die erfolgte Priesterweihe ist dann zwar auch ein Ehehindernis, die erfolgte
Ehe aber kein Weihehindernis mehr.
Witzig dieser „Defendor“ des Zölibats! Antiquiert (seit Hieronymus) frauenfeindlicher geht es nicht mehr!
Auch „Priesterwürde gegen Laiendiktatur“ klingt nicht schön, weil die Bischöfe bei uns selbst beim
Bruttoaufwand Pastoralassistenten gegenüber Pfarrern bevorzugen. Man kann nie genug haben, um Gutes zu
tun. Defendor geht an der Realität vorbei und ignoriert die defacto Zölibatsverweigerung vieler Priester
z.Beispiel in Zentralafrika. Weltpriester sind nicht Spiritanermönche! Die Kirche scheint nur zu stolz
zu sein, um Anleihen bei anderen christlichen Kirchen zu machen, die das Potential kongenialer religiöser
Familiengründung in der Tradition des Evangeilischen oder Orthodoxen Pfarrhauses schon seit Jahrhunderten
nützen. Nebenberufliche, nicht so hoch theologisch gebildete Priester würden zölibatäre Generalseelsorger
oder Funktionäre nur aufwerten. Außerdem kann jeder seinen Zölibat wie bisher als Ordensmensch pflegen.
o^/
Dienstleistung „Krebsberatung“? Die kath. Kirche verkommt immer mehr zum sozialen Dienstleistungsbetrieb
ohne priesterliche Apostel. Wo bleibt der Hl. Geist als Geist der Wunder und Überraschungen?
#95 franziskus 09:25:23 | Donnerstag, 28. Mai 2009
„Wahrheit“ kann mir gestohlen bleiben! „Wahrheitsgemäß“ ist die freie Enzyklopädie WIKIPEDIA auch in
jüdischer Hand. Da wird die Wahrheit über Amygalin professionell abgehandelt und davor gewarnt. Außerdem
ist der Verkauf strafbar. Wer „Judensau“ sagt, macht sich selber verdächtig.
#143 franziskus 08:16:00 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Vat II in +net ? Ganz was Neues! Durch die Geburt Jesu, des Gottessohnes, seine Werke, seinen Tod und
seine Auferstehung, wurde als „Keim und Anfang“ hier auf Erden das Reich Christi begründet – erklärt
die Konstitution über die Kirche des Zweiten Vatikanums ‘Lumen gentium’. Das Reich Gottes lebt in der
Gemeinschaft der Christen, dem Volk Gottes, und vornehmlich in seiner einen heiligen, katholischen und
apostolischen Kirche und vollendet sich darin. „Vornehmlich“ heißt wohl, dass auch andere christliche
Gemeinschaften das Reich Gottes darstellen. Darüber hat sich aber Rom hinweggesetzt und anderen Kirchen,
auch der Lutherischen, das wahre Kirche-sein abgesprochen. Wann ändert Rom diese Politik? Es wäre ja
verwegen oder illusorisch, zu glauben, es könne wieder eine Art Gegenreformation geben. o^/
@Paulaner: Uniform Die acies ordinata, die geordnete Schlachtenreihe, wurde schon abgeschafft. Vom Mittelalter
bis in die Barockzeit gab es eine bunte, modebewusste Vielfalt bei den Ordensklerikern. Trachten, die
am Anfang einfach von Bauern oder Dienstmädchen verwendet worden sind, wurden geschönt beibehalten.
Nur die Tonsur hat da noch den Kleriker verraten. Gibt es aber heute auch nicht mehr. Das klerikale Glatzerl
hat ausgedient.
Die Eselsgrauen, Asinoresen Nannte man früher die Franziskusjünger, weil sie in einem einfachen grauen
Bauernkittel gehüllt waren. Darunter waren auch viele hochgebildeten Priester wie der Franziskusfreund
Antonio Fernando von Padua. Doch Grau war später für die Beichväter an den Fürstenhöfen zu gewöhnlich
und man wählte Schwarz. Kapuziner und reformierte Franziskaner wählten ein revolutionäres Braun. Variatio
delectat! Warum so strenge Vorschriften, warum dieser unzeitgemäße Uniformzwang? o^/
Obama sieht andere Gefahren für die wachsende Menschheit. In seiner langen sehr freundlichen Rede weist
er auf globale Gefahren hin, auf den Kloimawandel zB. Unangenehm aufgefallen sind nur die Abtreibungsgegner.
O:O
Arme Schwester Restituta! Dass sich die arme franziskanische „Hartmannschwester“ eine weniger provokante
Würdigung vonseiten eines Stalinisten verdient hat, ist klar. Als Christin sah sie im gottlosen Kommunismus
eine ähnliche Gefahr wie im gottlosen Nationalsozialismus. Wenn zwei das gleiche tun (u.a.Spottgedichte
verbreiten) und dafür geköpft werden, ist es nicht dasselbe.
Verhexter Bodo11 – prüfe alles … Du kannst die Medienflut nicht aufhalten. Es kommt nur darauf an,
wofür du anfällig bist. Medienfreiheit ist immer besser als Zensur. Die Kirche hat leider oft genug
zensuriert und Jesu Worte der Frohbotschaft zu einer teilweisen Drohbotschaft werden lassen. Mindestens
7 bedenkliche Tendenzen wurden in der offiziellen Lateinübersetzung mit höchster Autorität zementiert.
www.dietlzeiner.at
Bravo, Paulaner, Ausreden gibt es immer. Mann könte sich auch auf die Kirche, die Vulgata oder deren
Übersetzer Hieronymus ausreden, die Jesu Warnungen vor der Gier nach Reichtum zum persönlich notwendigen
Verzicht auf Reichtum umgemünzt haben. Ein kleines Beispiel tendenziöser Wiedergabe aus dem griechischen
Urtext: www.kreuz.net/reader.1262.html
Jesus hat Reiche nie verachtet! Den reichen Jüngling blickt er freundlich an und sagte (nach neuesten
Forschungen) wörtlich:„Eines fehlt dir! Geh, verkaufe alles, was du kannst und gib (es) Armen, somit
wirst du eine Schatz im Himmel haben. Und nun sei mein Jünger „(Mk 10,21) Der „trügerische Reichtum“
in Jesu Erläuterung des Gleichnisse vom Sämann (Mk 4,13-20) wird zu Unrecht personifiziert wiedergegeben.
Korrekt heißt es; „ Diese sind es, die das Wort (Gottes) hören, aber die Sorgen (Kümmernisse, Grübeleien
…) über das Leben (Lebensdauer, Menschenalter, Ewigkeit …) , der Betrug um des Reichtums willen,
oder aber auch die (gierigen) Bestrebungen nach den zukünftigen Dingen kommen hinzu und bedrängen das
Wort von allen Seiten, und so wird es nutzlos.“ (Mk 4, 18b,19) So wird einem dieser Vers verständlich.
Reichtum hat nichts mit Täuschung zu tun. Im Gegenteil: jesus ruft die Menschen auf, „ um des Reichtums
willen“ niemanden zu betrügen oder zu täuschen, weil es einen besseren Weg gibt, um zu Wohlstand oder
Vermögen zu kommen. Gott segnet alle Menschen und segnet sie reichlich. Man kann auch zu Reichtum gelangen,
ohne dabei unredliche Tricks angewendet zu haben. (Dietl-Zeiner)
#32 franziskus 16:16:15 | Mittwoch, 29. April 2009
Kleineres Übel Kondome? Ein großes Übel, dass fast niemand sich an die kath. Morallehre hält. Leider
findet in ihr eine Lehre vom kleineren wenig Platz und überfordert so viele Menschen.
#177 franziskus 08:59:47 | Sonntag, 26. April 2009
@Antispinner ultramontanus: Falsch informiert Jesus hat niemals auf Menschen eingeschlagen. Passage wurde
wie manches andere ins Lateinische falsch übersetzt, missverstanden und jahrhundertelang gerne für extremistische
Standpunkte herangezogen. Siehe „Gute Nachricht“ Joh 2,15: Da machte er sich aus Stricken eine Peitsche
und trieb alle Rinder und Schafe aus dem Tempelbezirk. Er stieß die Tische der Geldwechsler um und warf
ihre Geldstücke auf den Boden. Den Taubenhändlern befahl er: „Schafft das hier weg! Macht aus dem Haus
meines Vaters keine Markthalle!“ Später erinnerten sich seine Jünger an das Wort in den heiligen Schriften: „
Die Liebe zu deinem Haus verzehrt mich wie ein Feuer.“
#45 franziskus 12:13:46 | Mittwoch, 22. April 2009
Da will ich mich nicht mit fremden Fern schmücken Keiner kann aus seiner Haut. Auch ein Hieronymus konnte
das nicht, obwohl er nicht am „grünen Tisch“ übersetzte. An Damasus schrieb er, dass er schon mehrmals
widersprüchliche Übersetzungen vorgefunden habe. Das „noli me tangere“ (Rühr mich nicht an), die scheinbare
Zurückweisung einer Frau, wird ja schon in der Einheitsübersetzung mit „halt mich nicht fest“ (Lass
mich aus,ich bin ja noch einige Zeit bei euch) übersetzt. Was aber übertrieben erscheint. Dieser Satz
ist nicht ein Befehl, sondern eine Feststellung, bzw. rhetorische Frage an sie, die eine Zustimmung erwarten
lässt. Ihre Anrede „Rabbuni“ drückt starres Entsetzen aus und lässt nicht auf eine solche spontane
Handlung, wie es ein Festhalten darstellt, schließen. Bei bestimmten Verben besteht die Möglichkeit
von mehreren Zeiten. Die korrekte Zeitform kann nur aus dem logischen Zusammenhang des Erzählens (Kontext)
gefunden werden. Also: „Jesus sagte zu ihr: Berührtest du mich nicht, weil (obwohl) ich noch nicht zum
Vater fortgegangen bin? Dennoch geh zu meinen Brüdern und sag ihnen, ich gehe fort zum meinem Vater und
eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“ Damit verlieren seine Worte jede unbegründete Art von
Überheblichkeit. Im darauf folgende Abschnitt zeigt Jesus seinen Jüngern seine Wundmale und fordert
Thomas auf, ihn zu berühren. Auch die scheinbar frauenfeindliche Zurückweisung seiner Mutter bei der
Hochzeit von Kana, lässt sich ähnlich widerlegen. Liebe Grüße!
@gunther: Reine Frohbotschaft nur im Alt-Griechischen Leider wurden manche Stellen, die man nur aus dem
Kontext richtig übersetzen kann, von Hieronymus und Papst Damasus éinseitg übersetzt, so dass aus der
reinen Frohbotschft ine gemischte Drohbotschft wurde in der lateinischen Vulgata. Jesus kommt nicht, um
statt „Frieden“ das „Schwert“ und familiäre Entzweiung „auf die Erde“ zu bringen.n (Mt 10,34-36). Jesus
kündigt niemandem an, dass er „sein Leben verliert“, wenn er es liebt. (Joh 12,25) Jesus, der Auferstandene
spricht nicht abweisend oder überheblich zu Maria von Magdala (Joh 20,17)
#13 franziskus 19:41:45 | Dienstag, 14. April 2009
Jotef, der Auserwählte, meinte, die RKK oder die Piusbr. seien nicht „Kirche Jesu“. Was sagt der Papst
dazu? Zur Situation der Kirche in der Geschichte der Welt sagte der Papst, daß sie – „menschlich gesprochen –
untergehen“ müsse. Doch sie wandere gleichzeitig mitten im Roten Meer und lasse das Loblied des Moses
und des Lammes erklingen. Das Weiterbestehen der RKK scheint also eine Art Gottebeweis zu sein. Letzlich
ist jeder, „der sich zum Herrn gehörig“ fühlt, im hl. Geist ein Mitglied seiner großen Gemeinschaft,
wie es das altgriechische Ursprungswort „Kyriake’“ ausdrückt. o^/
Wollen und können ist zweierlei! Wie bannt so schön St.Antonius v. P. die Gefahr: Ecce crucem Domini!
Fugite partes adverse! Vicit leo de tribu Juda, Radix David! Halleluja!
Ha, ha, den Teufeln stehen ja die Engel gegenüber! Die Kirche hat längst entschieden, dass jeder einen
persönlichen Schützengel, aber keine persönlichen Teufel hat.
Köstlich, lieber Schalom, was Sie zuletzt über die neuen Satansbraten des Elijahu geschrieben haben.
Danke, und frohen, unbeschwerten Ostergruß von franziskus
Vieles hört sich im Urtext ander an! Z.B. Jesus kommt nicht, um statt „Frieden“ das „Schwert“ und familiäre
Entzweiung „auf die Erde“ zu bringen.n (Mt 10,34-36). Jesus kündigt niemandem an, dass er „sein Leben
verliert“, wenn er es liebt. (Joh 12,25) Jesus, der Auferstandene spricht nicht abweisend oder überheblich
zu Maria von Magdala (Joh 20,17) :)3
@lux: Lieber „Antifinsterling“! Die klerikale Arroganz geht schon bis ins 4. Jhdt. zurück. Damals haben
Hieronymus und Damasus I. die Benibel in der lateinischen Vulgataübersetzung den neuen strengeren Bedingungen
angepasst, als das Christentum Staatsreligion wurde. An vielen kleinen stellen Bibelstellen wurden leichtfertig
Übersetzungsvarianten gewählt, die aus der ursprünglichen Frohbotschaft, teilweise eine weltverneinde,
frauenfeindliche, monarchistische Drohbotschaft machten.
Klerikale Arroganz In einem kleinen Pro und Contra Zölibat hat der Contrahent P. Wallner gemeint, dass
eine Aufhebung des Zölibats eine Banalisierung des Gottesdienstes bewirken würde. Eine schöne Beleidigung
der orthodoxen Christen, die mit verheirateten Priestern stundenlang die schönsten Gottesdienste feiern.
Weniger klerikale Arroganz würde auch bei uns dem Gottesdienst gut tun.
#41 franziskus 09:22:42 | Donnerstag, 2. April 2009
Kleineres Übel in einer familienfeindlichen Welt Als St.Franziskus von einigen „geistlichen“ Söhnen,
die seine Ideale verwassert hatten, enttäuscht war, hat er noch in voller Manneskraft der Versuchung
widerstanden, doch noch (mit Jacoba von Settesoli??) eine eigene Familie zu gründen. Er formte nach seltenem
Schneefall sieben Manderl und sagte: „So, da hast Du jetzt deine Frau und vier Kinder mit zwei Hausangestellten,
was kannst du ihnen bieten?“ Man hat leicht das Gefühl, dass Abtreibungsgegner bei uns nur das Germanentum
retten wollen. Die Menschheit wird durch Abtreibungen nicht aussterben. Wie schwer lässt sich doch in
der wohlstandsgeschädigten Welt das franziskanische Ideal einer glücklichen 4-Kinderfamilie verwirklichen?
Danke, liebe Leser, danke geschätzte Redaktion! Die Kreuznetprovokation hat hoffentlich bei uns allen
ihre Wirkung gehabt und wir werden uns diese wirkungslose Disskussion anschauen!
Zitzen der Wollust Wie meinte so treffend der hl. Antonius von Padua zum Palmsonntag: Die Prälaten der
Kirche hängen wie Eselsfohlen an den Zitzen der Wollust. Sie sind wie Streitrösser, die sich weigern
in den Kampf zu ziehen.
@rums: Leicht verdientes Kirchengeld gibt es für die D.Diözesen. Alles geht in D. laufend monatlich
weg vom persönlichen Konto. Hier in Ö. muss man seine Einkommenslage deklarieren und wird einmal im
Jahr mit dem Kirchenbeitrag mittels Vorschreibung belastet. Frühzahler oder Abbucher haben einen Bonus.
Man kann säumig sein, aber nach 3 Jahren Verzug kann Klage eingereicht werden. Endet meist im Austritt.
Für die Einhebung und Überwachung gitb es den kirchlichen Berufsstand der Kirchenbeitragsbeamten in
eigenen Beitragstellen. Nach dem Krieg haben die Pfaren den KirchenBeitrag eingehoben. Priester sind nie
arbeitslos, aber kirchliche Angestellte sind davon bedroht. Gell, interessant wie verschieden die Dinge
oft sind?!
Staatskirche mit 4 Milliarden EUR? Ich weiß nicht, ob sich die Piusbrüder nur durch freiwillige Einzelspenden
über Wasser halten. Einiges an Werbezusendungen spricht dagegen. Mit 8-10% Zuschlag zur normalen Steuerlast
stöhnen die deutschen Katholiken sicher mehr als die österreichischen, die max. 1,1%, durchschnittlich
etwa 0,8% vom Bruttoeinkommen zahlen. Die „Staatskirche“ ist heute dank dieser Einnahmen ein großer geförderter
„Dienstleistungsbetrieb“ mit 100.000en Arbeitsplätzen für Laien im sozialen oder caritativen Bereich.
In Bayern allein soll es 16.000 davon geben. Bedenklich ist nur, dass die Laien (mit Familie) viel zu
wenig sich für den Priesternachwuchs einsetzen, obwohl sie in der kath. Kirche ohne Priester keine Daseinsberechtigung
hätten. Bedenklich ist auch (respice finem), dass am Ende der Dienstzeit ein um mindestens 10 Jahre jüngerer
Pastoralassistent dem Bischof um 7.000 EUR im Sold mehr wert ist, als ein Landpfarrer. Wie soll ein Pastoralassistent
seinem Sohn raten, der Kirche zu dienen und Priester zu werden, wenn er als Laie mit allen Lebensrechten
am Ende sogar auch finanziell besser aussteigt? Wo es keine Staatskirche gibt, wie in Slowenien, gibt
es zwar keine kirchlichen Laienberufe, aber der freiwillige Elan und die Spendenbereitschaft sind wesentlich
größer. Die Bürgermeister wissen diesen Einsatz zu würdigen und bestrenovierten Häuser sind oft die
Pfarrhöfe. :(3 :&)
Werter Schalom! Schön, dass Sie die lateinischen Texte fast noch auswendig kennen. Leider ist Latein
nicht wie Griechisch ausdrucksfähig. Und schon die Übersetzungen von Hieronymus sind mangelhaft oder
nicht froh stimmend. Ist Gott ein Verführer, den man bitten muss, nicht zu verführen? Eine einfühlsamere
Übersetzung gibt zum Beispiel das Vaterunser so wieder: „Schöpfer (Vater, Urheber), Dein Name werde
in höchster Weise geehrt! Dein Reich gelange zum Dasein! Unsere Nahrung und das, was für unsere Existenz
nötig ist, gib uns an diesem Tag. Und löse unsere Irrtümer (Fehler, Sünden) auf, denn auch wir lassen
jeden los, der in unserer Schuld steht. Und so lässt Du uns nicht in eine Versuchung hineinstürzen“
(Lk 11, 2b – 4) Viele gewaltsame Worte oder „Heiliger Zorn“ wurden Jesus zugeschrieben und waren eine
große „Hilfe“ bei drakonischen Massnahmen. In Afrika geht es vielen so wie uns nach dem Krieg: Die Kirche
ist die bessere Solidargemeinschaft oder die bessere Diktatur. Gott sei Dank!
#108 franziskus 22:55:28 | Donnerstag, 19. März 2009
Sehr geehrte Frau Galatea! Ich habe an die Bemerkung im Text angeknüpft, dass die Bibelübersetzer sich
über die wohl beste Übersetzung den Kopf zerbrechen. Hieronymus, der große Übersetzer der neuen römischen
Staatsreligion hat selbst oft nicht weiter gewusst und so geschrieben, wie es Papst Damasus I. recht war.
Neue Forschungen haben gezeigt, wie frauenfeindlich damals interpretiert wurde. Wenn ich meine anödende
Reihe von Thesen dahingehend fortsetzen darf: Jesus will nicht, dass jemand seine Ehefrau um des Gottesreiches
willen verlässt.(Lk 18,29) dass seine Jünger ihre Frauen, Kinder oder das eigene Leben „gering achten“
(hassen, aufgeben) Lk 14,26) dass jemand sein Leben für seine Freunde hingibt (Joh 15,13). Jesus, der
Auferstandene, spricht nicht abweisend oder überheblich zu Maria von Magdala. (Joh 20,17) Jesus rügt
Martha nicht dafür, dass sie ihn mit Speis und Trank bewirtet. (Lk 10,40) Jesus tadelt seine Mutter nicht
bei der Hochzeit zu Kana.(Joh 2,4) Vor Ostern darf man sich schon eine kleine Auferstehung der urchristlichen
frohen Botschaft wünschen. Wie Viele sind doch heute noch – auch und gerade in diesem Forum – vom scharfmacherischen
Geist falscher Übersetzungen begeistert.
#105 franziskus 22:07:50 | Donnerstag, 19. März 2009
Entschärfte Jesusworte Das Altgriechische liegt von den Sprachen, die in unseren Breiten noch bekannt
sind, zeitlich und sprachlich am dichtesten beim Indogermanischen. Das macht Bibelübersetzern viel Kopfzerbrechen.
Der sprachliche Ausdrucksreichtum hat sich tatsächlich nicht fort-. sondern zurückentwickelt. Vom Lesen
oder Hören kam man aber zum sehr fortschrittlichem bunten(Fern-)Sehen. Wenn man manchen angeblichen Worten
Jesu nachgeht, die depressiv oder widersprüchlich klingen, kann man auch zu besseren Übersetzungen kommen,
als die Kirche über die Vulgata verbreitet hat. Um nur einige Beispiele zu nennen, wo es um scheinbare
Unterdrückung, Bevormundung oder „geistiges Sklaventum“ geht: Jesus will nicht, dass seine Jünger „sich
selbst verleugnen“ und „ihr Kreuz auf sich nehmen“ (Mk.6,34-35) Jesus kündigt niemand an, dass er „sein
Leben verliert“, wenn er es liebt. (Joh. 12,25) Jesus wünscht sich von niemanden, dass er „der Letzte
von allen“ und der „Diener aller“ sein soll. (Mk 9,35b) Jesus komm nicht, um statt „Frieden“ das „Schwert“
und familiäre Entzweiung „auf die Erde“ zu bringen. (Mt 10,34-36) Jesus komt nicht, um „Feuer auf die
Erde zu werfen“ (Lk 12,49) PAX ET BONUM! o^/
#301 franziskus 12:06:54 | Donnerstag, 19. März 2009
@Poposex, Deine Satiren sind unterhaltsam und nicht schlecht, übrigens auch nicht bösartig. Das schrieb
dir schon Schakal71. Auch wenn Du Dich mit Deinen Witzen zwei dutzend mal in alle möglichen Themen angebracht
hast, wird das kaum die pessimistische Grundstimmung dieses Forums beinflussen. Viel Glück!
#48 franziskus 11:36:58 | Donnerstag, 19. März 2009
Opfergottesdienst? Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!, sagt GOTT! Jesu Blut musste nicht fließen,
aber wenn es sein sollte, wollte Jesus das „letzte Opferlamm Gottes“ sein. Nicht umsonst hat er die Opfer-
Schafe und Rinder, die sich im Vorhof des Tempels wie in einer Todeszelle befanden, mit einer provisorischen
Peitsche in die Freiheit entlassen. Die Händler sind sicher von selbst ihren Tieren nach gelaufen, um
sie wieder zu finden. Und das verstreute Geld der Geldwechler waren nur kleine Münzen. Jesus wollte nie
auf Menschen einschlagen. Das wurde leider instinktiv von Hieronymus im 4. Jahrhundert so falsch übersetzt,
um gelegentlichen „heiligen Zorn“ der Kirchenobrigkeit zu rechtfertigen. Die einzige richtige Übersetzung
aus dem Altgriechischen findet sich in der modernen „Guten Nachricht“! Solange Franziskus lebte, gab es
in seinem Orden keine Brachialstrafen oder Kerker wie in den alten Orden. :(3
@marcelus:Es kann einen nur noch heiliger Zorn packen? „Der heilige Zorn“ ist „bewusst irrtümlich“ in
der Staatsreligion hoffähig geworden durch Hieronymus mit seiner Vulgata. Christus hat nicht die Händler
gegeißelt, sondern nur die Opfertiere hinaus in die Freiheit gejagt. „sowohl als auch“ bezieht sich nur
auf die Schafe und Rinder. Nur die „Gute Nachricht“ ist keine Falschübersetzung. Franziskus hat den „Heiligen
Zorn“ abgeschafft und in seiner Ordensgemeinschaft Gewalt vermieden.
Katholische HOMOS ind er Schweiz? Dass es in der Schweiz mehr Männer (Menschen) mit dieser Neigung gibt
als anderswo ist ja nichts Neues. Aber die Schweiz ist nicht mehrheitlich katholisch. Wenn man diese Neigung
spürt, aber in Zaum hält, kann man ein sehr sensibler und angenehmer Mensch werden. Jedenfalls habe
ich solche gekannt.
@shuca: Per Christum ad Mariam Die paulinisch inspirierten Frauenfeinde unter den Übersetzern der „Frohen
Botschaft“ vom Altgriechischen ins Lateinische haben es sich leicht gemacht. (Hieronymus!) So findet sich
u. a. heute noch in allen gängigen Übersetzungen das befremdende schroffe Wort Jesu an seine Mutter
bei der Hochzeit von Kana:„Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ (EÜ). Oder
„Was geht’s dich an, Frau, was ich tue?“ (Lutherbibel). Wenn man aber die (unsichtbaren) Akzente wie bei
„ora“ richtig setzt, dann heißt es nicht „Stunde, Zeit“, sondern „Sorge,Befürchtung, Besorgnis“ Richtig
übersetzt ist dieser Satz frauenfreundlich, voller Achtung und Freundlichkeit: „Jesus sagte zu ihr: Irgendetwas
(ist) mir und dir (schon möglich), Mutter“ Auf keinen Fall bricht Sorge (Besorgnis, Befürchtung) über
mich herein“ (Joh.2,4) Maria brauchte also keine innere, göttliche Offenbarung, dass Jesus doch etwas
tun werde. Daher ganz einfach: „Tut alles, was er euch sagt!“
@shuka: Ja, ja, „jenseitige“ (weltfremde) Menschen findet man genug unter den Zölibatären. Da sind die
Piusbrüder schon aus einem anderen handfest irdischem Holz geschnitzt. Das „Handbuch des Rechtsextremismus
in Österreich“ lässt (Seite 115) die Piusbrüder als einzige Organisation mit kirchlichem Bezug als
Kontaktgruppe zur ultrarechten Organisation AFP firmieren.
Partisanen des status quo wollen keine Reform des Zölibats, der ja sowieso nicht verschwinden kann, solange
von Ordensleuten die sogenannten evangelischen Räte heilig beschworen und befolgt werden. Diese ewig
Gestrigen haben den Papst schön blamiert. Sie träumen von der Inquisition und ihre Treue zum Papst endet
dort, wo er nicht bereit ist, ihre Ansichten zu teilen. Schon Giovanni B. Montini, der spätere Paul VI.
hat über die Konzilspläne von Johannes XXIII. zu seinem Freund, dem Pater Giulio Bevilaqua gesagt: „Dieser
heilige alte Knabe scheint nicht zu merken, in was für ein Hornissennest er da sticht.“ o^/
DJM-Marcelus: Der ehelose Ordensstand wurde seit dem Mittelalter auch aus demselben Grund der Solidarität
als der vor Gott bessere gepriesen und definiert. Die Ehelosigkeit des Paulus und anderer in der ersten
Zeit des Christentums war sinnvoll durch die Naherwartung des Weltendes. Paulus rügte deswegen die Thessalonicher,
weil überhaupt schon nichts mehr angehen wollten.
@Schalom: Zölibat heute Singleverherrlichung In früheren Zeiten konnten (durften) viele Menschen keine
Familie gründen, meist aus finanziellen Gründen. Diesen verhinderten Eheleuten kamen die Zölibatären
solidarisch entgegen, um zu zeigen, dass Ehe- und Familienlosigkeit mit Gottes Hilfe durchgehalten werden
kann. Heute ist das ganz anders und die Solidarität des Zölibats ehrt nur die egoistischen Singles.
#123 franziskus 22:36:58 | Freitag, 13. Februar 2009
@Elijahu, …Sohn des Teufels Beschimpfe nicht Br. Johannes! Mit Deiner geistigen Auferstehung meint er
Deine Bekehrung! Und so materiell wie Du tust, wird die Auferstehung auch nicht sein, nicht auf dieser
Erde wie sie ist und nicht mit einem so schwerfälligen Leib wie hier, sondern mit einem feinstofflich
verklärten Leib in neuer Jugendfrische! Und Dr. Karl Rahner war sicher viel gescheiter als DU, alter
Hetzer!
#108 franziskus 10:08:01 | Freitag, 13. Februar 2009
@Br. Johannes: Obamaeffekt notwendig? Ganz recht: Mt.24,14 sagt das Weltende klar voraus. „Und: Es wird
verkündet werden diese Heilsbotschaft vom Königtum in der ganzen bewohnten Welt – zum Zeugnis für alle
Völker. Und dann wird kommen das Ende.“ Schon der Chiliasmus, der um das Jahr 1000 die Wiederkunft Christi
auf Erden erwartete, hat sich geirrt. Dann meinte man, es könne nicht mehr so lange dauern und man müsse
wenigstens die heiligen Stätten in Palästina zurückerobern, ehe Christus käme. Dann ging der Krampf
so weiter bis zur Entdeckung Amerikas und schon gab es neue Völker, die man gewaltsam missionieren musste,
um die Wiederkunft Christi, um ein gerechtes Königtum auf Erden zu beschleunigen. Kaiser Josef II. hatte
gegen den Widerstand des Papstes über 800 Klöster, die ohne nennenswerte soziale Aufgaben in der Österr.
Monarchie existierten, radikal aufgehoben. Dafür hat er aber den Religionsfonds gegründet und den klerikalen
Arbeitslosen kleine und kleinste soziale Pfarreinheiten anvertraut. Keiner sollte zu Fuß länger als
eine Stunde lang am Sonntag zur Kirche gehen müssen. Heute: Erschöpfte Pfarrer, überalteter Klerus,
leere Priesterseminare lassen eine Horrorvision entstehen. In der Politik wäre das so, als würden die
Gemeindeämter und Bürgermeister abgeschafft und durch den Bezirkshauptmann ersetzt. Reklerikalisierung
ohne Laien wäre der falsche Weg. „Yes, we can!“ Wo bleibt dieser Ruf in der Kirche?
#94 franziskus 22:53:22 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@Br. Johannes: Wir sind uns einig über die Bibel als einzige Offenbarungaquelle, müssen aber berücksichtigen,
dass vieles, was die Evangelisten, besonders Johannes, berichten, erst aus nachösterlichem Verständnis
geschrieben oder interpretiert wurde. Wir sind uns einig, dass es nach Christus keine weltbewegende Gottesoffenbarung
noch geben kann. Die Endzeit der Welt dürfte aber noch in weiter Ferne liegen. Nicht für den Einzelnen,
dessen Lebenszeit begrenzt ist. Mit Dank erwidere ich gerne die Segensgrüße! :(3
#82 franziskus 20:11:30 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@Br.Johannes: Offenbarung und Lehre Lieber Bruder, deine Auffassung von der Bibel als EINZIGE Richtschnur
für Jeden klingt sehr protestantisch. Die Apokalypsen und andere Schriften, angefangen vom Buch Daniel
bis zu den diversen Apokalypsen zur Zeit der ersten Christen sind absichtlich so verschlüsselt, dass
es damals schon schwierig war, ihren Sinn oder eine Offenbarung Gottes zu erkennen. Ohne die Kommentare
oder Überlieferungen der alten Kirchenväter ließe sich damit nicht viel anfangen. Und wenn der alte
Grundsatz gilt: lex orando est lex credendi, dann steht auch die kath. Kirche immer noch in der apostolischen
Lehre, denn Woche für Woche wird bei den Gottesdiensten das apostolische Glaubensbekenntnis gebetet.
Immer wieder wird der Fehler gemacht, dass in die Heiligen Bücher Offenbarungen hineininterpretiert werden,
die nicht vom hl. Geist stammen. Symbolische oder allegorische Bezüge oder Ausdrucksweisen sind für
uns heute besonders schwer verständlich. Man darf nicht alles wörtlich nehmen und auch berücksichtigen,
dass der Heilige Geist auf das beschränkte Weltbild von damals Rücksicht nehmen musste, um überhaupt
verstanden zu werden. Also bitte nicht von der einzigen Richtschnur reden, die wir ohne theologische oder
literaturkritische Hilfe nie restlos verstehen können. Sich aber rein privat vom Hauch Gottes bei der
Lektüre berühren zu lassen, ist durchaus etwas Feines und Erbauliches.
#52 franziskus 18:09:44 | Donnerstag, 12. Februar 2009
ELIJAHU und die „HURE Babylon“ Eine biblische Allegorie, die eigentlich auf das römische Weltreich gemünzt
war, dient unserem Elijahu dazu, das kirchliche Rom völlig abzulehnen und zu beschimpfen. Damit stellt
er sich in eine Reihe mit Martin Luther und John Knox, mit Girolamo Savonarola und Friedrich II. von denen
die rätselhaften Chiffren einer apokalyptischen Literatur aus dem Altertum mit verwegener Berufung auf
Gottes Geist verleumderisch und missbräuchlich auf die Gegenwart gemünzt werden.
#213 franziskus 17:27:11 | Donnerstag, 12. Februar 2009
Bin enttäuscht von unserem Krümelinchen Gar so arg wie sie tut ist es mit der Kirche auch wieder nicht.
Und der heilige Franz von Assisi ist heute noch für viele ein großes Vorbild der Nachfolge Christi.
Seine Ordensbrüder verzichten heute noch auf Eigenerwerb oder Vermögensbildung und alle anderen Priester
auf eine normale familiäre Lebensgestaltung. Und dass Jesus gesagt hätte, „ich bin in der kleinsten
Hütte“ ist mir nicht bekannt. Aber dass die Füchse ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester hätten,
der Menschensohn aber nichts wohin er sein Haujpt legen könne, ist schon bekannt. Sein Haupt hat er am
Kreuz zur Ruhe gelegt mit Worten wie „es ist vollbracht, Vater in Deine Hände empfehle ich meinen Geist!“
Wir beten nicht das Kreuz an, wir verehren es allerdings als ein Zeichen, das früher eine Schande war,
jetzt aber durch Christi Tod ein Zeichen der Ehre. Wie der hl. Franz mit seinen Jüngern immer betete,
wenn sie ein Turmkreuz sahen: „Wir beten dich an Herr Jesus Christus und preisen dich, dann durch dein
heilihges Kreuz hast du die Welt erlöst“ Wenn ich das wiederhole muss ich noch lange nicht so einseitig
fanatisch sein wie unser defendor.
#178 franziskus 10:18:58 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@Krümelinchen: Kein Goldanstrich ist möglich für die alten Barockengel, sondern echtes Blattgold wird
aufgetragen, senn sich das alte Gold nicht mehr vorsichtig mit Brotrinden reinigen lässt. Moderne Gotteshäuser
mit Backsteinwänden schauen nicht viel gleich, auf den ersten Blick. Aber wenn man erlebt wie sie funktionell
geplant sind und einen lebendigen Gottesdienst ermöglichen, dann spürt man das Wehen des heiligen Geistes
auch in relativ kahlen Gemäuern.
#175 franziskus 10:11:01 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@defendor: Sie haben einen Mutterkomplex und dazu einen Vaterkomplex. Sie wünschen sich auch sicher einen
starken „Vater Staat“, der die EU Mores lehrt!?
#172 franziskus 10:01:38 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@defendor: Naziputsch verstaubter Randgruppen Ihre Hetzparolen erinnern stark an gewisse Töne in der
Zwischenkriegszeit. Die geschlossenen Reihen der Ordnungsmacher konnten eine neue „tausendjährige“ Ära
schaffen, mussten aber aufgrund ihrer Machtgelüste nach 12 Jahren kapitulieren. Viele Nazi haben nach
dem Zusammenbruch die Kirche bewundert, weil sie offenbar die bessere diktatorische Struktur hat und auch
ganz gut mit Drohparolen umgehen kann. Ihr verbissenen Apokalyptiker tut mir leid!
#168 franziskus 09:33:05 | Donnerstag, 12. Februar 2009
@DJM: Apokalyptischer Drohbotschafter Wagner Megaheadline „Pfarrer wollen Bischof stürzen“. Die Abgehobenheit
von römischen Bischofsernennungen ist schon sehr bedenklich. Hätte es – wie in der nachapostolischen
Zeit – Wahlen gegeben, wären solche Außenseiter nie zum Zug gekommen und müssten ihr Brot als Pfarrer
oder Professoren verdienen. Der designierte Weihbischof von Linz ist eine typische Randgruppenerscheinung
und war sich zu gut, um an Priestertreffen oder Konferenzen teilzunehmen. Die Rechnung haben ihm jetzt
31 von 35 Diözesan-Dechanten (Dekanen) als Bezirksverantwortliche präsentiert, die ihn geschlossen ablehnen. www.kath.net/detail.php?id=22085 Weil Rom staunt über die gute strukturelle Organisation der kirchlichen
Randgruppen, die höchstens 5% der katholischen Kirche ausmachen, nimmt man sogar sogar apokalyptische
Drohbotschafter oder Holocaustleugner in Kauf, wenn sie sich nur genug verstaubt geben. Rom sich auf der
anderen Seite immer wieder hervor, über einzelne Jesus-Gläubige den Stab zu brechen, sie aus der Mehrheit
herauszupicken. Wer aber wird Rom einst beurteilen? Gewiss eine Jude, vor Zeiten wohnhaft in Nazareth!
Die Christen haben das Erbe der Juden angetreten. Wir wollen oft nicht wahrhaben, das Gott die Erblasser
überleben ließ. Was ja nicht normal ist: Erben eines noch lebenden Erblassers zu sein!
#159 franziskus 06:53:52 | Donnerstag, 12. Februar 2009
BENDIX mit Hausverstand Direkt erfrischend, wie Sie den neurotischen Vorgestrigen mit Ihrem gesunden Hausverstand
Kontra geben. Habe auch gelesen, wie sie die kranke Judenhetze anhand von Schilderungen ihrer Großeltern
in Erinnerung gerufen haben. Ob Sie mit einem Ralf Bendix irgendwas zu tun haben, weiß ich nicht. Aber
dieser Schnulzensänger hat einmal ein schönes Lied gebracht: Wer bewirkt das Wunder, das sich zwei verstehn?
Wer lenkt ihre Wege, dass die zwei sich seh’n? ER, der all das kann, das eine glaube mir, hält seine
Hand auch über dir!
#365 franziskus 10:51:07 | Mittwoch, 11. Februar 2009
@Br.Joh: Habe jetzt keine Zeit und werde gerne abendsüber die schwierige Geh,Offenbarung weiter diskutieren.
Aber jede persönliche Erleuchtung durch den hl. Geist setzt voraus, dass man bereit ist, seine Offenbarung
so zu verstehen, wie er sie damalsverstanden haben wollte, mit dem zeitbedingten damaligen symbolischen
Verständnis . Also man darf nicht etwas hineininterpretieren aus dem Verständnis unserer Zeit.(Atomkrieg
usw.)
#363 franziskus 09:23:40 | Mittwoch, 11. Februar 2009
@Bruder Johannes:Geh.Offenbarung keine Einstiegslektüre in die Bibel. Sie ist mit Abstand der schwierigste
Teil. Sie istein Appell zum Durchhalten, eine Trost- und Rechtfertigungsschrift: Alle die erlittenen und
noch ausstehenden Verfolgungen sind nur ein Anzeichen dafür, dass das Ende naht und Gott seine Getreuen
retten wird! Als Einzelner, der nur dem mystischen Leib, aber keiner Christengemeinschaft angehören will,
kannst Du, lieber Bruder, die Offenbarung nicht verstehen! Die Lage der Christen war damals verzweifelt:
Eine Not war schlimmer als die andere. Musste man nicht langsam am Glauben irre werden? War alles vielleicht
doch nur Einbildung gewesen? Wieviel leichter war es da, einfach aufzugeben und mit der Obrigkeit seinen
Frieden zu machen! Woher sollte maqn auch die Kraft zum Durchhalten nehmen, wenn sich doch alles gegen
die Christen verschworen zu haben schien? Kaiser Domitian (81-96) verlangte unerbittlich göttliche Verehrung –
vor allem in Kleinasien, genau da, wo die christlichen Flüchtlinge aus Palästina lebten. Schon seltsam
dieses letzte Buch der Christen. Widerspricht da nicht allzuviel vieles dem, was die Botschaft Jesu war?
Sagten wir nicht, seine Weisungen beruhen alle auf dem „Prinzip Liebe“ – einer Liebe die auch Feinde einschließt
/Mt.5, 38-48)? Und hier dieser Himmelsjubel über den Untergang „Babylons“ in Feuer und Rauch: „Frue dich
über ihren Untergang, du Himmel – und auch ihr Heilige, Apostel und Propheten, freut euch! Denn Gott
hat euch gerächt“ (Offb. 18,20)
#207 franziskus 07:30:17 | Mittwoch, 11. Februar 2009
Eiertanz der Horrorbrüder Hier tummeln sich ja viele, die ihre Horrorvisionen mit der hl. Schrift, besonders
mit der Offenbarung des Johannes beweisen wollen. Sagte ich es doch: www.kreuz.net/reader.1262.html
#361 franziskus 07:10:08 | Mittwoch, 11. Februar 2009
@Bruder Johannes: Heilige Schrift irrt nie? Aber die Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder
und Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendienre und alle Lügner – ihr Los wird der See von brennendem Schwefel
sein (johannesoffenbarung 21,8) Wer darin ist, wird „Tag und Nacht gequält in alle Ewigkeit“ (Offb, 20,10)
Ja, so geht es zu, in einem fort: vom Himmel geschickte Naturkatrastrophen, blutige Kämpfe, fürchterliche
Leiden, Untergang und Zerstörung: Wie eine einzige Regieanweisung für eine Horrorfilm! Wen wundert es
da noch, dass Sekten aller Schattierungen ihre helle Freude an dieser „Johannesschrift“ haben? Wie klar
hier Gute und Böse, Gerettete und Verdammte aufgeteilt sind! Gibt es in der Gegenwart nicht grauenvolle
Ereignisse genug, die man mit wenig Phantasie in Beziehung zu diesen geheimnisvollen Schilderungen bringen
kann? Wie leicht lassen sich damit – vor allem bei „schlichteren Gemütern“ – Ängste schüren und die
Rettung in Form eines Eintritts in die „richtige Glaubensgemeinschaft“ gleich mit verkaufen!
#53 franziskus 17:44:41 | Dienstag, 10. Februar 2009
Presseapostel – Minorit P. Maximilian Kolbe Über den heiligen P. Maximilan Kolbe gibt es da bei Wikipedia
eine genauere Lebensbeschreibung. Er war ja auch ein Opfer des Karl Fritsch, der ein paar Wochen später
die erste Vergasung in Aschwitz probierte. de.wikipedia.org/…iki/Maximilian_Kolbe
#258 franziskus 16:02:21 | Sonntag, 8. Februar 2009
@keistosh: Alle Achtung! Aber das Geld für 1000fachen Selbstvergasungsversuch ist laut jüdischer Karikaturen
schon gesammelt. Hier eine von zahlreichen israelischen Holocaust-Karikaturen namhafter Künstler. Der
Karikaturen-Wettstreit wurde unter dem Titel „Israelischer antisemitischer Karikaturen-Wettbewerb“ von
dem israelischen Künstler Amitai Sandy ins Leben gerufen. Bei dem Künstler der hier abgebildeten Holo-Karikatur
handelt es sich um Lior Arbel. Seine Witzzeichnung stellt zwei Rabbis vor dem Eintrittskartenverkaufsschalter
von Auschwitz dar. Rabbi links sagt: „Glaubst du nicht, daß wir ihnen endlich die Wahrheit sagen sollten?“
Rabbi rechts antwortet: „Nein, uns fehlen immer noch ein paar Millionen Dollar.“ Hundert dieser Karikaturen
befinden sich auf Sandy’s israelischer Website <boomka.org> und werden künftig in Israel ausgestellt.
Wir fordern deshalb die verantwortlichen Politiker der Holo-BRD auf, in Israel vorstellig zu werden und
zu verlangen, daß sich die Juden nicht länger über die „Opfer des Holocaust“ und die „trauernden“ Deutschen
lustig machen sollen. zeitwort.at/index.php?page=Thread&th…
#243 franziskus 14:15:21 | Sonntag, 8. Februar 2009
@Antipacelli: Wikipedia nix zensiert, nur genau! Jedenfalls immer aktueller als die Enzyklop. Brittanica.
Bearbeitungs- oder Verbesserungsmöglichkeiten gibt es für Jeden, allerdings nicht ohne vorgelegte Beweise! www.zyklon-b.info/…wendung/menschen.htm
#238 franziskus 13:42:28 | Sonntag, 8. Februar 2009
@Antipacelli: Erste Vergasung in Ausschwitz 1941 Die Quelle dazu ist die Freie Enzyklopadie: de.wikipedia.org/wiki/Karl_Fritzsch
Während einer Abwesenheit des Lagerkommandanten Rudolf Höß ordnete er vermutlich im August 1941 an,
eine unbestimmte Anzahl russischer Kriegsgefangener mit dem zur Entlausung vorhandenen blausäurehaltigen
Insektizid zu vergasen. Ende 1941 – das oft genannte Datum Anfang September 1941 ist umstritten – erfolgte
dann im Stammlager eine erste Massenvergasung, bei der hunderte sowjetischer Kommissare und selektierte
Kranke mit Zyklon B getötet wurden. Fritzsch akzeptierte Ende Juli 1941 das Angebot des katholischen
Priesters Maximilian Kolbe und ließ diesen anstelle eines zunächst ausgewählten Familienvaters in den
„Hungerbunker“ sperren, wo Kolbe später getötet wurde.
#210 franziskus 11:45:24 | Sonntag, 8. Februar 2009
@monti: OK, antipacelli: Menschen statt Läuse! Den ersten (eigenmächtigen) Versuch in Abwesenheit des
Lagerkommandanten hat in Ausschwitz SS-Mann Karl Fritzsch gemacht und mit einem Bruchteil des für Läuse
notwendigen Blausäuregases im Keller des Block 11 ca. 800 Russen und Polen vergast. Fritzsch war auch
derjenigen der Wochen zuvor 10 unschuldige Blockinsassen in den Hungerbunker schickte, bis ein angeblich
geflüchteter Insasse zurückgebracht war. Später nach mehr als 3 Wochen, als alle stellvertretenden
Opfer verhungert waren, entdeckte man die Leiche des Verschwunden, der in die Kloake gestürzt (worden?)
und dort „ertrunken“ war. Einer der Hungeropfer war der polnische Heilige Minoriten-Pater Maximilian Kolbe.
#206 franziskus 11:15:50 | Sonntag, 8. Februar 2009
Die journalistischen Tricks von +net sind noch Niemanden aufgefallen? Lefebvre-Bischof Richard Williamson
war sich offenbar nicht zu schade, dem größten antikatholischen Hassmedium Deutschlands ein Interview
zu gewähren. Statt Lefebvre-Bischof Richard Williamson hätte es im Untertitel „Bischof Robert Zollitsch“
heißen müssen.
#203 franziskus 10:45:23 | Sonntag, 8. Februar 2009
@biomilch. „Diesel funktionierte nicht“ So steht es im Gerstein-Holocaust-Bericht. www.ns-archiv.de/…gerstein-bericht.php
Also bitte nichts verdrehen! Die erste Erwähnung von Diesel- und nicht Benzin-Auspuffgasen wird im Bericht
dem Gruppenführer Globocnek in den Mund gelegt. Gerstein war nur Spezialist für Blausäure.
#198 franziskus 10:15:51 | Sonntag, 8. Februar 2009
@„Wahrheit“ korrigiert Weltlexikon Wie wärs, wenn sich die „Wahrheit“ mit ihren Lügenbeweisen beim anerkannten
Weltlexikon WIKIPEDIA meldet, um ein neues Kapitel „Holocaustzeuge Kurt Gerstein“ zu schreiben? de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Gerstein
Wir sind schon alle gespannt darauf!!
#167 franziskus 14:38:01 | Samstag, 7. Februar 2009
Gelobt sei Vat II. für die Kurskorrektur vor allem den Juden gegenüber. Und für die Lockerung päpstlicher
Machtansprüche. Durch die Unfehlbarkeit des Papstes im 1. Vatikan. Konzil geschah eine restlose Zentralisierungaller
kirchlichen Macht in die Hand des Papsttums. Eine weitere Steigerung war und ist nicht mehr möglich.
Selbst das Mittelalter hatte einen solchen Anspruch nicht erhoben. Die Innerlichkeit, das „Gewissen“ wurde
instutialisiert. Durch den Jurisdiktionsprimat wurde alles in eine imstitutonell-juristische Form gegossen.
Im Vat.I. Konzil bindet ein Einzelner, der Papst, die ganze Gemeinschaft, er dominiert und beurteilt sie.
Schon bei Papst Gregor XVI (B.A.Capellari), dem Metternich-Freund, braucht die Kirche „keine“ Erneuerung,
da sie „keinem Mangel ausgesetzt“ ist. Die Kirche sei das „signum levatum in nationes“, das hervorragende
Zeichen der Heiligkeit, das unter den Völkern aufgerichtet ist, sie besitzt die Vollmacht Jesu Christi.
Die Vollmacht Jesu ist seit Gregor XVI und Pius IX. nicht mehr „Frohbotschaft“, Befreiungsimpuls oder
Freiraum, sondern verinnerlichter, institutionell verordneter Glaubens-Gehorsam. Nicht einmal mehr die
Jesuiten, die seinerzeit im 16. Jahrhundert ein eigenes Gehorsamsgelübde „pro Papa“ eingeführt haben,
kommen heute damit zurecht. Ihre „Nachfolger“ halten nicht viel vom „Primat der Liebe oder des Gewissens“
#59 franziskus 10:11:07 | Samstag, 7. Februar 2009
@Heinz Josef: Lass die Kirche im Dorf! Der Antisemitismus hat eine Wurzel im Glauben Das mag schon stimmen.
Aber sicher nicht im Glauben der NS-Schergen. Obwohl die alle schon über 80 Jahre alt sein müssen, laufen
immer noch (Lt. Wiesenthalzentrum 2008) weltweit mehr als 600 Untersuchungen. Die meisten Verfahren sind
in Polen (305), in den USA (216) und in Deutschland (30). Vier (4) sind in Österreich anhängig. Im Juli
2007 wurden noch je € 50.000.- vom österr. Justizministerium ausgesetzt für Hinweise zur Ergreifung
des SS-Arztes Aribert Heim und des Eichmanngehilfen Alois Brunner. Bei all diesen Verbrechern, Schergen
oder Handlangern, die ohne christlichen Hintergrund auch aus anderen Ländern stammten, kann kaum ein
latenter Antisemitismus aus christlichen Wurzeln festgestellt werden. Aber es gibt den Bericht des SS-Mannes
Kurt Gerstein, der vor seinem angeblichen Selbstmord eine detailgenaue Schilderung mit Namen, Vorkommnissen,
Orten, technischen Angaben, Motiven und genauen Zeitangaben über die Schrecklichen Ereignisse schriftlich
gegeben hat. Er hat als Mitglied der evangelischen „Bekennenden Kirche“ mehr oder weniger geheim in Flugblättern
gegen das Naziregime schon in den 30er Jahren opponiert und es geschafft, als hochrangiges U-Boot („Spion
Gottes“) indirekt das teilweise mit zu leiden, was man Juden, Polen, Russen, Sintis usw. angetan hat. www.kurt-gerstein.de/ Mann sollte den vielen christlichen Märtyrern dieser Zeit auch eine „kirchliche“
Wurzel zubilligen.
#61 franziskus 16:27:49 | Freitag, 6. Februar 2009
@defendor. Es Lebe das dogmatische Konzil Vat I. So hört es sich bei Ihnen in Hinblick auf das „undogmatische“
Vat II. an. Sie wollen also nur das Vat I. gelten lassen mit seinem Dogma der Unfehlbarkeit oder des Jurisdiktionsprimates
des Papstes. Höher gehts nimmer. Nicht einmal das Mittelalter war so finster oder kopflastig. Preußischer
Gehorsam scheint ihnen über alles zu gehen: www.kreuz.net/…ticle.8612-page.html
#20 franziskus 09:32:55 | Freitag, 6. Februar 2009
@clarissa colonia: Brückenbau oder Abbruch? Geschätzte Humanistin und Juristin beider Rechte! Habe mir
erlaubt, zu Ihrer Betonung von Infallibilitätoder Jurisdiktionsprimat ein paar Anmerkungen zu machen. www.kreuz.net/…ticle.8612-page.html Was mich interessiert: Inwieweit hat das Vat II die Härten dieser
Gesetze gemildert? Gibt es eine neue Rechtstradition, die eine Rückkehr hinter das Vat.II verhindert?
#64 franziskus 16:38:21 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@cc: Führer befiehl, wir folgen dir!“ Durch die der Unfehlbarkeit des Papstes im 1. Vatikan. Konzil geschah
eine restlose Zentralisierung aller kirchlichen Macht in die Hand des Papsttums. Eine weitere Steigerung
war und ist nicht mehr möglich. Selbst das Mittelalter hatte einen solchen Anspruch nicht erhoben. Die
Innerlichkeit, das „Gewissen“ wurde instutialisiert. Durch den Jurisdiktionsprimat wurde alles in eine
imstitutonell-juristische Form gegossen. Dabei spielte der Individualismus des 19. Jahrhunderts eine entscheidende
Rolle, der gerade der Einzelperson gegenüber der Gemeinschaft neue Geltung oder Rechte einräumte. Im
Vat.I. Konzil bindet der Einzelne, der Papst, die ganze Gemeinschaft, er dominiert und beurteilt sie.
Schon bei Papst Gregor XVI (B.A.Capellari), dem Metternich-Freund, braucht die Kirche keine Erneuerung,
da sie „keinem Mangel ausgesetzt“ ist. Die Kirche sei das „signum levatum in nationes“, das hervorragende
Zeichen der Heiligkeit, das unter den Völkern aufgerichtet ist, sie besitzt die Vollmacht Jesu Christi.
Die Vollmacht Jesu ist seit Gregor XVI und Pius IX. nicht mehr Befreiungsimpuls oder Freiraum, sondern
verinnerlichter, institutionell verordneter Gehorsam. „Führer befiehl, wir folgen dir!“
#23 franziskus 12:07:14 | Mittwoch, 4. Februar 2009
@SigmumSalutis: Jawohl, „Zulu“ ist kein Stubenhocker Er hat unzählige Umfragen gestartet und umfassende
Statistiken über das Volk Gottes und seine Führung erstellt. Er hat sicher einen besseren Weitblick
als ein im geschützten Winkel tätiger Pfarrer. Er arbeitet mit Missionsbischöfen zusammen und entwickelt
mit ihnen neue pastorale Arbeitsmodelle. Im Hinblick auf die Weltkirche wollen die Tradis keine Experimente,
keine Pilotversuche da oder dort. Man beruft sich auf die Weltkirche und würde lieber warten bis alle
Länder an Hungersnot leiden, ehe man einem Land erlaubt, etwas Neues auszuprobieren, um die Not in den
Griff zu bekommen. :&)
#83 franziskus 13:31:35 | Dienstag, 3. Februar 2009
@Sozialkatholisch – @ruhrgebietler Die heutigen Neokonservativen könnte man schon mit den damaligen christlichen
Kulturbremsern vergleichen. Franziskaner als Bischöfe gibt es einige in den Missionen, aber auch als
Weihbischöfe in Europa. Allerdings kann es passieren, dass ein auf bischöflichen Stil bedachter Bischof
seinem ehemals franziskanischen Hilfsbischof verbietet, ein schlichtes Holzkreuz als Brustkreuz zu verwenden.
Die „braunen“ Franziskaner sind tatsächlich jene die in Medjugorje die populäre Wallfahrt betreiben.
Daneben gibt es es die etwas dünkler braunen Kapuziner und die grauen, ehemals „schwarzen“ Franziskaner,
die mit gehobenen Predigt- Musik oder Wissenschaftstalenten an fürstlichen Höfen nicht gut als „Eselsgraue“
erscheinen konnten. Sie alle haben sich mehr oder weniger dem Establishment angeglichen und haben daher
für eine echte Reform nicht genügend Kraft gehabt. Im Prinzip hatte die Kirche schon seit dem 4. Jahrhundert
große Identitätsschwierigkeiten, seit sie Staatsreligion wurde und in der Liturgie das byzantinische
Hofzeremoniell (mit bischöflichen Thron usw.) eingeführt wurde, das man sogar heute mit der alten lateinischen
Messe wieder erwecken will.
#79 franziskus 11:26:28 | Dienstag, 3. Februar 2009
Na ja, ich dacht mir das nur aufgrund der offensichtlichen Kompetenz! Daher wäre ich froh über einen
kleinen Kommentar zu meiner franziskanischen Reformationstheorie. Ich schätze Sie sehr!
#76 franziskus 11:15:18 | Dienstag, 3. Februar 2009
Bitte Sie um Entschuldigung, liebe Fr. Prof. cc! Die bullierte franziskanische Regel war schon ein Kompromiss
und dann hat man 1230 dem geistlichen Testament des hl. Ordensgründers Franz jede Rechtswirksamkeit verweigert,
weil der kranke Franz zur Zeit der Abfassung nicht mehr aktiver Oberer des Ordens war. Heute verlesen
nur mehr die Kapuziner bei Tisch das mit flammendem Herzen geschriebene geistliche Testament des Ordensgründers,
der durch seinen Orden die gesamte Kirche reformieren und zum Evangelium Christi zurückführen wollte.
Wäre das Ganze durch Rom( und auch durch ruhmsüchtige Handlanger innerhalb des Ordens) nicht abgewürgt
worden, hätten wir uns wahrscheinlich die spätere Spaltung und Reformation durch Luther ersparen können.
#65 franziskus 10:28:32 | Dienstag, 3. Februar 2009
@Sozialkatholisch: Suchst Du den Nervenkitzel? Dann gehst Du besser ins Casino, da hast Du wenigstens
ein bestimmtes Flair mit Musikbegleitung. Oder Du spielst Dich im stillen Kämmerlein mit tradesignal
und clickoptions.
#63 franziskus 10:07:27 | Dienstag, 3. Februar 2009
@Sozialkatholisch: Börsenspekulation zum Wohl eines Ordens könnte es nur im Einklang mit der Ordensgemeinschaft
geben. Franziskanische Ordensmitglieder müssen persönlich auf Geschäftstätigkeit oder Eigentumserwerb
verzichten. Übrigens: Den (charttechnischen oder fundamentalen) Stein der Weisen kann auch ein inspirierter
Ordensmann nicht finden.
#61 franziskus 09:54:46 | Dienstag, 3. Februar 2009
cara clarissa, Recht und Liebe sind sicher kein kontradiktorisches Gegensatzpaar, verlangen aber sicher
nach einer konträren oder komplementären Ergänzung. Denn der Herr will zuerst ausführlichen Dialog
und nicht, dass man über die Häupter der Kirchengemeinde hinweg Entscheidungen trifft. (Math 18,17)
Das Kirchenrecht ist meiner Meinung nach zu sehr seiner alten Rechtstradition verpflichtet und hinkt der
allgemeinen Rechtsentwicklung hinterher.
#56 franziskus 08:24:00 | Dienstag, 3. Februar 2009
Danke, liebe cc., bin nicht mehr ganz auf dem Laufenden. Aber im Prinzip ist diese neue Rechtsfigur eines
Koadjutors mit Nachfolgerecht doch eine Zementierung päpstlicher Rechte. Der heilige Franz, der mit seinen
Brüdern eine Liebeskirche darstellen wollte, verabscheute die Winkelzüge des Kirchenrechts und sah -vergeblich –
die Rettung seines Ideals in einer testamentarischen Bitte: Ja keine Rechts-Privilegien von Rom annehmen,
damit der Orden möglichst unabhängig bleiben kann.
#54 franziskus 02:01:16 | Dienstag, 3. Februar 2009
Zum Glück nicht „sedi datus“ Man sollte abwarten. Pfarrer sein oder Weihbischof sein ist nicht dasselbe.
Weihbischof sein oder Diözesanbischof sein, schon gar nicht. Es geht vielleicht auch einbißchen um eine
einseitige Personalstruktur. Die aus Kirchenbeiträgen besoldeten Laien sind vielleicht zu selbstbewusst.
Sie können aber nicht den Klerus ersetzen. Bis in die Besoldungsstruktur hinein sind das zwei verschiedene
Welten. Ein Weihbischof Wagner wird den oft vergessenen Primat des Klerus wieder stärken. Doch es ist
gut, dass er nicht vom Papst als fixer Nachfolger dem Diözesanbischof an die Seite gestellt wird. Diese
seit 1983 im Kirchenrecht verankerte totale Entmündigung oder Vorherbestimmung eines Nachfolgers scheinen
die Diözesan-Bischöfe verschlafen zu haben.
Werte clarissa. vielen Dank, aber als dummer Ösi kann ich mir unter der miesen „Gender- Ideologie“ leider
nichts vorstellen. Eine verschollene Frage an Sie bezüglich möglicher Aufhebung der Exkommunikation
des Martin Luther hat ein anderer zu beantworten versucht. www.kreuz.net/reader.1262.html
#42 franziskus 10:08:33 | Samstag, 31. Januar 2009
Entschuldigung: Antwort war“für die Kirche“ gedacht, nicht für Dr. Hegers Kritik an der „Religionsfreiheit“
des Vat II. Wozu denn Ökumene mit Häretikern? Da haben sie selber gewollt, sich von Rom zu trennen.
Die katholische Kirche macht sich bloß lächerlich, Versöhnung mit denen zu suchen. (für die Kirche)
Also warum nicht Aufhebung der Exkommunikation? Martin Luther war viel „katholischer“ als heutige Protestanten.
Und wahrscheinlich auch katholischer als heutige „Gesundschrumpfer“
#40 franziskus 09:06:45 | Samstag, 31. Januar 2009
@Dr.Heger: Martin Luther war viel „katholischer“ als heutige Protestanten. Die Aufhebung seiner Exkommunikation
wäre kein Kniefall. Er selbst war auch ein Getriebener. Das politische cuius regio eius religio hat die
Spaltung entscheidend vorangetrieben. Irgendwann müsste man ohne politischen Einfluss auf einen gemeinsamen
Nenner kommen können.
#35 franziskus 16:34:39 | Freitag, 30. Januar 2009
Cara clarissa colonia, Sie überlegene Canonistin, Expertin im Kirchenrecht: Das haben Ihre Beiträge
bewiesen. Keiner hat gegen Ihre präzisen Fragen zum Vat II etwas sagen können. Auch Ihre Darlegung,
dass die Rücknahme der Exkommunikation der Piusbrüder noch lange keine Anerkennung dieser Vat II-Leugner
bedeutet, finde ich gut. Wäre es für die Kirche nicht möglich, die versöhnungsbereite Hand auch der
anderen Richtung anzubieten? Ich meine, der evangelischen Kirche, indem man erst einmal die Exkommunikation
von Martin Luther zurück nimmt? :&)
#103 franziskus 00:11:42 | Freitag, 30. Januar 2009
Aufhebung ist nicht Anerkennung Die Aufhebung der Exkommunikation für die Piusbrüder ist nur die ausgestreckte
Hand. Die Piusbruderschaft wird von der kath. Kirche erst voll anerkannt, wenn sie das 2. Vatikanische
Konzil beachtet. (Kardinal Schönborn in der ZIB2 gestern)
#57 franziskus 16:53:36 | Mittwoch, 28. Januar 2009
„Erscheinungen“ sind Privatoffenbarungen @Marcelus Die Kirche kennt seit langem folgende Regelung: Privatoffenbarungen
(auch in Medjurgorje) „stimmen“ nur für die Empfänger,die persönlich aus unmittelbarer Erfahrung (oder
Einbildung?) davon betroffen sind. Alle anderen Gläubigen haben keine höhere Gewissensverpflichtung,
daran zu glauben. Solche oft glori(apolo)fiizierten Botschaften verdienen höchstens einfache menschliche
Glaubwürdigkeit. Die Kirche warnt nur, wenn Betrugsabsicht in Frage käme. Was davon glaubwürdig und
sinnvoll sein könnte, muss jeder für sich allein entscheiden.
#26 franziskus 12:31:21 | Mittwoch, 28. Januar 2009
Bei den schwulstigen Rechtfertigungen von PetrusII komm ich nicht ganz mit. Was heißt der Ausdruck Hc-Religion?
Etwa holocaust- Religion? Was soll das Gezeter gegen Vatikanum II? Immer wieder wurde der Kirche Demokratielosigkeit
vorgeworfen und wenn bei einem Konzil weltweit abgestimmt wird, ist es auch nicht recht? Seien wir froh,
dass endlich kein staatlicher Arm oder die Sorge um den Kirchenstaat dieses Konzil beeinflußt hat. Wozu
die nostalgische Sehnsucht nach bischöflichen Thronen bei der alten Messe, die seinerzeit im 4. Jahrhundert
mit byzanthinischem Hofzerimoniell grundgelegt wurde? Ein hl. Martin von Tours hat sich bewusst nie auf
einen solchen heiligen Thron gesetzt. Dafür ist er heute noch beliebt, ähnlich wie St. Nikolaus.
#18 franziskus 10:52:54 | Mittwoch, 28. Januar 2009
1941: erstmalig 850 in Auschwitz vergast Ausgerechnet jener kleinwüchsige SS-Mann, Karl Fritzsch, der
den heiligen Franziskaner-Minoritenmissionar P.Maximilian Kolbe in den Tode-Hungerbunker Anfang August
1941 schickte, hat in Abwesenheit des Lagerkommandanten Rudolf Höß im September darauf ca. 600 Russen
und 250 Polen mit dem bewährten blausäurehaltigen Entlausungsmittel Zyklon B im Keller von Block 11
zum ersten Mal (auf Raten) vergast. Bei Menschen als „Warmblütern“ war eine elfmal geringere Dosis als
bei Läusen nötig.
#45 franziskus 12:07:44 | Dienstag, 27. Januar 2009
Stolzer CAPISTRANO ! de.wikipedia.org/…Johannes_Capistranus Gotthart ist angeblich kein Katholik, aber
Capistrano darf stolz sein auf seinen Schutzpatron. a) Patron der Echtsanwälte b)Inquiaitor gegen Fraticelli
und Hussiten c) Von den Päpsten Eugen IV. und Nikolaus V. wurde er mit verschiedenen Aufträgen betraut,
die er mit unerbittlicher Schärfeerledigte. d) Nachdem Capistrano in Breslau die Juden der Hostienschändung
beschuldigt hatte, wurden 1453 41 Juden in Breslau auf dem Scheiterhaufenverbrannt und der Rest aus der
Stadt ausgewiesen.
#142 franziskus 10:20:16 | Samstag, 24. Januar 2009
Nun ist das Lamm geschlachtet … Jesus wollte zumindest die Schlächterei im Tempel Gottes beenden. Die
Auslassungen oder Beschimpfungen des Herrn Preßlmayer sind aber schon etwas peinlich. Bei Christen scheint
sich in dieser Welt vielfach noch nicht das Prinzip des „kleineren Übels“ durchgesetzt haben. Sie würden
sogar eine Operation der Mutter verbieten, wenn dabei die Gefahr bestünde, dass ihr Kind dabei daran
glauben muss. Dagegen hat aber die kath. Kirche seit Pius XII. überhaujpt nichts mehr!
@Tridentinus: Schon ein Diakon hat das Weihesiegel, das unauslöschliche Merkmal des Weihesakramentes
in seiner Seele. Der nächste Schritt inerhalb dieses Weihesakramentes wäre die Priesterweihe, der übernächste
Schritt, die letzte Ausfaltung oder Aktivierung des Weihesakramentes, ist die Bischofsweihe. Das ein Diakon
oder ein nebenberuflicher „Leutpriester“ nicht innerhalb der Diözese versetzt und wie eine Schachfigur
hin und her geschoben werden soll oder kann, hat mit seinem familiären Status zu tun. Weniger gebildete
Priester, eben die früheren „Leutpriester“, haben oft vielleicht mehr Herz oder Charisma für die praktische
Seelsorge. In kirchlichen Orden, die sich zB der Krankenseelsorge widmen, gibt es schon lange Priester,
die nicht unbedingt einen akademischen Abschluss haben mussten. Denken Sie an den hl. Martin, der sich
als Bischof nie auf einen Thron gesetzt hat, obwohl man im 4. Jahrhundert die gesamte Eucharistiefeier
verobjektiviert hat, indem man in der Liturgie das Byzantinische Hofzeremoniell einführte und die Gläubigen
zu Zuschauern gemacht hat. Das Verhältnis Leben-Ritus war grundlegend gestört, wenn nicht zerstört.
Also eine totale Rückkehr zur Alten Messe, in der wir nur Zuschauer sind, wäre ein Rückfall ins 16.
Jahrhundert. Lassen wir die Eucharistie Christi wieder mehr Ausdruck des gemeinsamen Lebens und nicht
Zeichen der Abgrenzung oder Trennung sein! :&)
@tolerant: Vielleicht kommt der Durchbruch. Gute Vorschläge zur Einbindung verheirateter nebenberuflicherPriester
zur Garantie der würdigen Eucharistiefeier für alle gibt es schon. Bischof Lobinger (Südafrika) und
Pastoraltheologe Zulehner (Wien) haben gute Vorschläge mehrfach zur Diskussion gestellt: ….schwabenverlag-online.de/…gemeinden-p-156.html
Pfarren mit gutem Teamgeist wählen einen aus ihrer Mitte, präsentieren ihn dem Bischof, der ihn nach
einfacher theologischer und liturgischer Schulung für die Eucharistiefeier und Sakramentenspendung nur
in dieser Gemeinde weiht. Der weiterhin bestehende Zölibat würde eine Aufwertung erfahren durch übergeordnete
Begleitfunnktionen.
#89 franziskus 19:09:50 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Privatoffenbarungen „stimmen“ nur für die Empfänger, die aus unmittelbarer Erfahrung (oder Einbildung)
davon betroffen sind. Alle anderen haben keine höhere Gewissensverpflichtung. Diese oft glori(a)fiizierten
Botschaften verdienen nur einfache menschliche Glaubwürdigkeit. Die Kirche warnt höchstens, wenn Betrugsabsicht
in Frage käme. Was glaubwürdig ist, muss jeder für sich allein entscheiden!
#67 franziskus 15:26:12 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Wikipedia immer aktueller als enciclopedia brittanica Gerade auf dem politschen Parkett gibt es laufend
viele Änderungen, Wechsel bei Namen, Macht oder Territorium. Natürlich habe ich bemerkt, daß es in
diesem Forum Leute gibt, deren Verkündigungen grundsätzlich wahr sind. Egal gegen wen oder was sie reden?
Danke Regina1961!
#62 franziskus 14:42:36 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Holocaustforschung in Wipedia genau beschrieben. In wikipedia werden Beiträge erst nach genauer Prüfung
authorisiert. Traurig, das ein Bischof darüber hinwegsieht. de.wikipedia.org/…i/Holocaustforschung
#27 franziskus 14:16:45 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Ausdruck der Toleranz oder Vielfalt Nach der Zurücknahme der Exkommunikationen muss keiner jubilieren
oder konträre Meinungen weiterhin verteufeln. Es geht ja nicht wirklich um kontradikorische Gegensätze,
um Sein oder Nichtsein. Seien wir froh, dass es eine neue Toleranz oder Vielfalt in der Kirche gibt, die
es steckenweise früher auch schon gegeben hat.
#53 franziskus 18:27:17 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Der kreative Hl. Geist ist struktur- und dogmenliberal! Joh.3,8: Der Geist weht (wie ein Windhauch), wo
er will. 2.Tim 2,9: Das Wort Gottes ist nicht gefesselt.
#51 franziskus 17:39:13 | Mittwoch, 21. Januar 2009
„Bekennende Kirche“ (BK) war nicht Priesterblock im KZ sondern lt. Wikepedia: Die Bekennende Kirche (BK)
war eine Oppositionsbewegung evangelischer Christen gegen Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und
Organisation der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) mit dem Nationalsozialismus. Solche Versuche unternahmen
bis 1934 die „Deutschen Christen“, dann staatlich eingesetzte Kirchenausschüsse und teilweise direkte
Staatskommissare, die die Kirchenvertreter absetzten. Die BK reagierte darauf mit einer Abgrenzung ihrer
Lehre, Organisation und Ausbildung, später auch mit politischen Protesten (Kirchenkampf). Sie beanspruchte
seit ihrer Gründung im Mai 1934, die einzige rechtmäßige Kirche zu sein, und schuf sich mit einem kirchlichen
„Notrecht“ seit Oktober 1934 eigene Leitungs- und Verwaltungsstrukturen. Ihre Pastoren blieben aber in
vielen Landeskirchen offizielle Beamte der DEK. Eine einheitliche Opposition gegen das NS-Regime bildete
die BK aber nicht. Also eine öffentliche, auch vom Hl. Geist inspirierte, liberale Gruppierung in der
deutschen Evangelischen Kirche, die aber nicht, so wie bei uns sofort „verteufelt“ worden ist.
#49 franziskus 16:35:25 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Danke, lieber Zweifler! Die angebotenen Verzweigungen zum Theologen Bonhöfer, der seine Vorlesungen immer
mit Gebeten begann, zu Pastor Niemöller, der sein streibares „Was würde Jesus dazu sagen?“ oder zu Paul
R.Schneider, dem „Prediger von Buchenwald“ sollte auch ein vernagelter karljosef lesen. Diese Pastoren
oder Pastorensöhne sind ein Ruhmesblatt für Deutschland. In der katholischen Kirche hat es m.W. keine
Priestervereinigung gegeben, die sich wie diese Mitglieder der „Bekennenden Kirche“ dem Diktat oder dem
Terror der Nazis widersetzten.
#42 franziskus 10:28:38 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Vielleicht der beste Weg, aber nicht der einzige! …auch dann wenn sie wissen das die katholische Kirche
der Weg zum Heil ist? Viele wandeln sich nicht so schnell und wunderbar vom Saulus zum Paulus. Sie wissen
also nicht so schnell oder leicht den „wahren“ Weg zum Heil. Katholische Theologen, die es wagen, zu sagen,
dass auch die anderen Religionen der Welt ein Teil von Gottes Heilsplan sind, werden auch heute noch gemaßregelt.
Sie, lieber karljosef, wären im Ritenstreit zwischen Franziskaner- und Jesuitenmissionaren, sicher ein
guter Franziskaner gewesen.
#40 franziskus 08:32:29 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Höllen-Konzil von Florenz,1439-1445 Eigentlich hatte ich gehofft, man würde den Flüchtigkeitsfehler
entdecken. Das Höllenkonzil war schon 100 Jahre früher in Florenz und verdammte alle Feinde der allein
selig machenden Kirche zur Hölle. Diese hochnäsige Kurzsichtigkeit ist allerdings darin begründet,
dass man vor der Entdeckung Amerikas (1492) ideologische Scheuklappen aufhatte, die nicht wahr haben ließen,
dass die Welt (auch kulturell) wesentlich größer sein könnte als die 22% der Erdoberfläche, die man
bis dahin kannte. Allerdings hatte Papst Innozenz IV. um die Mitte des 13. Jahrhunderts den Franziskaner-Minoriten
Wilhelm von Rubruk in geheimer Mission zu den Mongolen gesandt, um von dort her Unterstützung gegen die
Moslems zu bekommen. Leider war man dort kulturell zu tolerant, um den Christen einen Vorzug zu geben.
Ob die Weltkirche (der Papst) wirklich 10% aller in der Hölle des Holocaust getöteten Juden gerettet
hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Genauso wie die Semiten im Süden ihre gemeinsame Abstammung ignorieren
und sich gegenseitig verdammen, war dies allzu lange auch zwischen Juden und Christen der Fall.
#38 franziskus 06:46:19 | Mittwoch, 21. Januar 2009
Danke, franco.felice! Wir sind ziemlich derselben Meinung. Alle Semiten im Süden sollten sich besser
vertragen. Sie alle sind abstammungsmäßig in der Arche Noah gerettet worden.
#36 franziskus 22:25:00 | Dienstag, 20. Januar 2009
Argumente dienen zur Untermauerung einer These Sie, lieber Herr karljosef haben Argumente gegen die These
von der christlichen Mitschuld am Holocaust Argumente lasen sich erörtern. Ich stimme Ihnen zu, dass
die Kirche nichts direkt mit dem Holocaust zu tun hat. Es ist auch klar, dass viele einfache Christen
entflohenen KZ-Insassen unter Gefahren geholfen haben. Mutige Priester wurden in der Hektik vor dem Ende
nur wegen einer dummen Bemerkung ein kopf kürzer gemacht. Etwas anderes war es, dass nur wenige Bischöfe
sich getraut haben, die Enzyklika „Mit brennender Sorgen“ kundzutun. Man fürchtete neue Behinderungen
der Seelsorge oder Verfolgungen. Die Nazis haben immer getestet wie viel sich die Kirche gefallen lässt.
Zum Beispiel auch im Warthegau um Posen, wo nur ein päpstl. Administrator eingesetzt war. Ich weiß von
Priestern, die bei Versammlungen der Kath. Aktion ein dreifaches Heil auf die KA anstimmten. Ich weiß
natürlich auch von einfachen Pfarrern, die sich tagelang eingesperren ließen. Man wusste in Rom genau
Bescheid, hat auch Vielen heimlich geholfen, (auch den Nazis zur Ausreise nach Argentinien) aber der Holocaust
wurde sozusagen weltkirchlich geduldet. Wären die Juden christlich geworden, hätte man sich für sie
eingesetzt. So gab es immer eine unterschwellige Abwertung der Juden. Was ist schon der Holocaust gegen
das Höllenfeuer, dem alle (Juden) verfallen, die sich nicht der Kirche anschließen oder sich von ihr
trennen.(D.1351, Konzil v Trient, 1439-1445)
#33 franziskus 14:49:17 | Dienstag, 20. Januar 2009
Jeder hast auf seine Weise recht. Ob Göbbels, Stalin oder Castro getauft waren oder nicht ist schon wichtig.
Schließlich haben sie alle die 10 Gebote gelernt. Genau so wie die Juden. Es geht auch nicht darum, ob
einer bewußt christliche Politik gemacht hat oder nicht. Ein Gottesstaat wäre nicht wünschenswert.
Die Kirche als Mahnerin aber schon. Die absoluten Entgleisungen gegen die Juden waren nur möglich, weil
sie durch Jahrhunderte unterschwellig oder ausdrücklich als Messias- oder Gottesmörder hingestellt wurden,
weil man sie wirtschaftsblind ins Zinsnehmereck drängte und sich dafür von ihnen dauernd übervorteilt
fühlte, die untereinander keinen Zins nahmen und eine verschworene Gemeinschaft werden mussten. Im Grund
kann ich nur den Positionen von Prof. Gottschlich beipflichten, der beide Seiten gut kennt. www.univie.ac.at/…tik/Gottschlich4.htm
#31 franziskus 05:56:01 | Dienstag, 20. Januar 2009
@ karljosef oder franco.felice: Versöhnung Ich glaube, wir könnten uns versöhnen und in der Mitte treffen.
Als Beleg für meine Meinung könnte dienen: Versöhnung von Max Gottschlich. www.univie.ac.at/…tik/Gottschlich4.htm
Lieber karljosef, es ist durchaus legitim, an israelischer Politik Kritik zu üben. Aber womit wir es
heute zu tun haben, ist eine neue Welle des Antisemitismus im Gewand des Antizionismus. Die Existenz Israels
ist nach wie vor Vielen ein Dorn im Auge, aber zumindest in Israel sollten im Sinne Theodor Herzls Juden
in Frieden und Sicherheit leben können. Ich vermisse den Aufschrei der Christen und der Kirche, wenn
die Hamas oder das Iraner Regime nicht aufhören, zu fordern, dass Israel vernichtet werden müsse und
immer wieder Raketen auf Israel abgefeuert werden. Warum gerade ein Aufschrei der Kirche? Weil jeder Terrorangriff
auf Israel als Angriff gegen das Christentum empfunden werden müsste. Paul II. hat gesagt, das Judentum
gehöre zum Innersten des Christentums. Jesus war Jude, seine Mutter war Jüdin, auch Josef, der offizielle
Vater, seine Gefolgschaft waren Juden, sein Beten war jüdisch und auch seine Lehre im Wesentlichen jüdisch.
Man könnte Sagen: Gott hat sich in einem Juden ein menschliches Antlitz gegeben. Die spirituelle Euneuerung
des Christentums, zu der der Papst aufruft, kann nur gelingen, indem das Christentum sein Selbstverständnis
neu -eben als ein jüdisch durchdrungenes – definiert. Dies ist auch unverzichtbar mit Blick auf die christliche
Mitschuld am Holocaust. Oder waren die größten Schergen oder Propagandisten des Nationalsozialismus
nicht getauft? Josef Göbels war sogar Jesuitenschüler!
Antizigeunerismus der Herrenmenschen Das ging in einem Aufwaschen bei den „Ariern“. Man darf die Ursache
nicht mit der Wirkung verwechseln. Pius XII. hat sicher viel getan, aber den Holocaust nicht einmal –
wie sein Vorgänger – „mit brennender Sorge“ öffentlich verurteilt. Er kannte als ehemaliger Nuntius
in Deutschland die (antisemitische und kommunismusfeindliche) Großmachtstimmung im deutschen Klerus.
@karljosef:Shoa und Theologie Der nationalsozialistische Antisemitismus konnte nur gelingen, weil durch
Jahrhunderte der Boden durch christlichen Antisemitismus (Gottesmörder!) bereitet war. Natürlich hat
das Christentum den Holocaust nicht verursacht, aber es hat auch nichts getan, um ihn zu verhindern. In
Auschwitz ist das Christentum moralisch zugrunde gegangen. Natürlich gibt es dort z. B. einen franziskanischen
Minoriten, Maximilian Kolbe, der für einen Mitgefangenen strafweise in den Verhungerbunker ging. Er ist
eine Versöhnungsgestalt. Nicht die Juden brauchen die Versöhnung, sondern die Christen, um in Zukunft
bestehen zu können.
GAZA ist kein KONZENTRATIONSLAGER Traurig, dass der vatikanische Beauftragte für Menschenrechte, Kardinal
Renato Martino, diesen Vergleich ziehen musste. Das lässt sich nur tiefenpsychologisch erklären: Um
die (moralische) Mitschuld am Holocaust aus dem Bewusstsein ausblenden zu können, werden auch die aktuelle
Leidensgeschichte Israels und der Terror gegen Israel ignoriert. Wann immer Israel sein Existenzrecht
verteidigen will, ergreift die Kirche in der Regel Partei gegen Israel. Man Vermisst die Solidarität
mit Israel. Die Christen schulden sie den Juden vor dem Hintergrund der Shoa und der theologischen Einsicht,
dass das Christentum ohne Judentum NICHTS ist. Um sich nicht mit Schuld oder Mitschuld am Holocaust auseinandersetzen
zu müssen, übt man Kritik an der aktuellen Politik Israels. o^/
#122 franziskus 19:11:09 | Freitag, 16. Januar 2009
@tolerant: Glut unter der Asche Ich verstehe ihre Kritik an der Kirche. Vieles wurde bewusst oder unbewusst
verhaut. Dennoch kann ich katholisch (ganzheitlich) denken, weil ich an das göttliche Geheimnis der Glut
unter der kirchlichen Asche glaube.
#117 franziskus 18:35:28 | Freitag, 16. Januar 2009
@defendor (fidei?) reflektiert=nachösterlich Es hieße das Menschsein JESU zu leugnen, wenn man ihm auf
Erden echt göttliches Selbst- und Machtbewußtsein zuspräche. Erst nach seiner Auferstehung konnte er
seinen Aposteln die volle und wahre Sicht der göttlichen Dinge vermitteln. Da die Auferstehung kein wirklich
historisch beweisbares Ereignis war, können oder müssen wir das Zeugnis seiner engsten Freunde glauben
und darnach handeln in der Nachfolge Chrisit!
#115 franziskus 18:16:40 | Freitag, 16. Januar 2009
@matt3: Jesus ist der Mensch ANSICH wie Gott ihn haben will. „Seinetwegen“ hast du alles erschaffen“ hören
wir in der Präfation zur 2. Messe. Er ist das Alpha und das Omega gottgefälliger Weltentwicklung. Das
ewige personale Bindeglied zu Gott, den Vater und Schöpfer der Welt im Hl. Geist. Ob er sich dessen so
bewusst war, geht nicht deutlich aus den Evangelien hervor. Die „Ich bin“ – Sprüche im Johannesevangelium
sind schon gehobene, reflektierte Theologie.
#112 franziskus 17:33:55 | Freitag, 16. Januar 2009
Bußsakrament ist ursprünglich wie eine zweite Taufe, die „secunda post naufragium planca“, eine zweite
rettende (schwimmende) Planke nach dem Schiffbruch, verursacht durch eine der drei Kapitalsünden: Abfall
vom Glauben, Mord oder Ehebruch. Alle anderen Feinheiten sind erst später dazu gekommen.
#186 franziskus 16:52:25 | Freitag, 16. Januar 2009
unchristliches Hick-Hack Was soll ein frommer Jude wie Tiqvah von diesen wenig lustigen gegenseitigen
Anpöbelungen halten? Lasst es gut sein! Allen ein franziskanisches PAX et BONUM!
#146 franziskus 11:21:51 | Freitag, 16. Januar 2009
Tiqvah glaubt nicht an JESUS, den Messias, der sein Volk nach Gottes Willen zu neuem Glanz oder Ruhm hätte
führen können. Nicht in der Abwehr zu anderen Völkern oder Kulturen, sondern als Beispiel oder Zentrum
der göttlichen Humanität für alle Völker. Jene, die an Jesus als den letzten Propheten oder Messias
glauben könen oder wollen, bilden das neue Volk Gottes, ausgebreitet über alle Länder. (Auf einen neuen
Propheten, Mohammed oder Elijahu, können wir gerne verzichten!)
#143 franziskus 10:07:06 | Freitag, 16. Januar 2009
@Tiqvah: Messias für ALLE gestorben und auferstanden. Nicht nur für sein Volk! Nicht umsonst bewahren
Christen sein Vermächtnis täglich millionenfach bei der Heiligen Messe: „Mein Blut, das für Euch und
für ALLE vergossen wird.
#140 franziskus 07:10:39 | Freitag, 16. Januar 2009
@Tiqvah: NICHT mehr SEIN Volk und Land Bibel: wie es GOTT allen die SEIN Volk und Land hassen, heimzahlen
wird! Wo leibt das berühmte „Aug um Aug oder Zahn für Zahn“ wenn die Zahl der gezielt Getöteten in
Gaza die Zahl der zufällig getroffenen Israelis hundertfach übersteigt? „Für Gott und Vaterland“ stand
auf der Gürtelschnalle bei den Deutschen. Kann man nicht endlich aufhören, sich für Mord oder Krieg
auf Gott zu berufen?
#42 franziskus 10:43:42 | Mittwoch, 14. Januar 2009
„Genau“ Confiteor … Sagte ich es doch schom am 9. Jänner 09: Schleppträger sein? Ein P. Leppich, SJ,
hat seinerzeit nach dem Krieg an den „unmöglichsten“ Plätzen missionarisch gepredigt und gefeiert. Mit
großem Erfolg wurde die Kirche nicht als Relikt aus alter Zeit vorgestellt. Oder glaubt jemand, eine
Messe mit dem neuen spanischen Präfekten der Gottesdienst- und Sakramentkongregation, Kardinal Canizares,
könnte die christliche Botschaft darstellen oder attraktiv machen? Dieser unübersehbar formverliebte
Kirchenfürst würde mit fünf Meter langer brandroter Kardinalsschleppe daher kommen. o^/
Monströse Wahnideen? Über den provokativen(?) Verrat des Judas gibt es ja die verschiedensten Theorien.
Auch ich sehe ihn nicht unbedingt in der Hölle. Jesus, sagte nur über diesen Menschen (Selbstmörder),
„es wäre gut gewesen, wenn er nicht geboren worden wäre“ . Was Lourdes oder Fatimabetrifft, hat die
Kirche nur festgestellt, dass es sich nicht um Betrügereien handelt. Aber auch für die Seher dort gilt
die allgemeinde kirchliche Regel, dass es keine neue allgemeine Offenbarung Gottes außerhalb von Bibel
oder Tradition geben kann und diese Offenbarungen nur die Seher im Gewissen verpflichten. Es besteht dabei
nur eine menschliche Glaubwürdigkeit. Diese Gewissensverpflichtung würde sogar dann nicht bestehen,
wenn das wahr wäre, was PiusIX., der „unfehlbare“ Papst über die Gewissenfreiheit gesagt hat. Sie sei
nur eine monströse Wahnidee.
Werter Samurai, da sind wir uns voll einig. Erinnere mich an einen alten Kapuziner und Volksmissionar,
der manchmal beim Kommunuionspenden gedacht hat: O Herr Jesus, musst du schon wieder in so einen Rachen
eini? Und wenn Jesus sich den brutalen Händen seiner Feinde ausgeliefert hat, wird er sich doch viel
lieber den Händen derer ausliefern, die zum Abendmahl kommen, Sünder oder Heilige. Thomas von Aquin,
der große Theologe soll gesagt haben, man müsse aus der Kirche austreten, wenn einem das Gewissen dies
befehle. Gott beurteilt alle Menschen nach ihrem Gewissen. Man hat das Zeichen der Glaubenseinheit zum
Trennungszeichen werden lassen.
Schleppträger sein? Ein P. Leppich, SJ, hat seinerzeit nach dem Krieg an den „unmöglichsten“ Plätzen
missionarisch gepredigt und gefeiert. Mit großem Erfolg wurde die Kirche nicht als Relikt aus alter Zeit
vorgestellt. Oder glaubt jemand, eine Messe mit dem neuen spanischen Präfekten der Gottesdienst und Sakramentkongregation,
Kardinal Canizares, könnte die christliche Botschaft darstellen oder attraktiv machen? Dieser unübersehbar
formverliebte Kirchenfürst würde mit fünf Meter langer brandroter Kardinalsschleppe daher kommen. o^/
Pater Leppich Interessant zu sehen, wie man von Erweckungspredigern gern ins sexuelle Fahrwasser kommen
kann. Prophetische Gaben, Heilungen oder Erweckungen sind gratiae gratis datae und nicht unbedingt von
persönlicher Integrität abhängig. Die amerikanischen religiösen Massenevents und -Predigerauftritte
sind bei uns nicht so vorstellbar. Aber ein persönlich integrer Pater LEPPICH hat nach dem Krieg auch
viele tausend Menschen bewegt und motiviert. Heute haben die Jesuiten unter anderen einen Georg Sporschill,
der wie zweiter Don Bosco in Rumänien die Straßenkinder betreut.
Bravo Gotthard! Gequatsche über Gequatsche! Der Niederösterreicher Stickler war ein weltfremder päpstlicher
Archivar, der natürlich über die Tradition vatikanischer Intrigen und Machtkämpfe Bescheid wußte.
#57 franziskus 15:27:39 | Montag, 29. Dezember 2008
Gott kann Wunder wirken, aber er muss nicht! Marcelus, Ihre Gottes(ehr)furcht in Ehren, aber sie erinnert
stark an die religiöse Unterwürfigkeit eines Moslem. Selbst Christus hat dem naturgesetzlichen Lauf
der Dinge den Vorzug gegeben bei den Versuchungen in der Wüste, oder am Ölberg vor seinem Leiden. „Weißt
du nicht, dass ich nur meinen Vater um Hilfe zu bitten brauche, und er wird mir sofort mehr als 12 Legionen
Engel schicken?!“ (Matth. 26,13) Die Wunder Jesu, der Apostel oder Heiligen sind hauptsächlich Wunder
de hl. Geistes und wir ahnen nicht, welch großes spirituelles Kapital da brach liegt, weil wir zuwenig
Glauben haben, zuwenig danken und zuwenig beten. Sich vorzustellen wie ein Wunder auch ganz im Sinne Gottes
wäre, jetzt schon innigst dafür danken, obwohl es noch nicht sichtbar ist, das wäre nach Christi Worten
der Schlüssel zum Erfolg, der Berge versetzende Glaube: Alles, worum ihr betet oder bittet, glaubt nur,
dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil! (Mk.11,24)
#55 franziskus 14:38:30 | Montag, 29. Dezember 2008
Marcelus: Streit um des Kaisers Bart Gott muss sich natürlich nicht an menschliche Theorien halten. Einen
„viereckigen Kreis“ o.ä. kann er aber auch nicht machen. So wie aber in der Erkenntnis der Denk- oder
Naturgesetze gewisse Stufen von der Hypothese, über die Theoriebis zum überprüfbaren Naturgesetz gibt,
ist es auch in der Gotteslehre. Auch da gibt es unsichere, weniger sichere oder sichere (de fide) Glaubensaussagen.
Oft unterscheiden wir nicht und streiten nur um des Kaisers Bart.
#52 franziskus 06:09:31 | Montag, 29. Dezember 2008
@Elijahu: Eckiger Kreis Na bitte, lieber E. Mit einem der behauptet, Gott könne seine logischen Gesetze
brechen, kann man nicht vernünftig diskutieren!
#43 franziskus 00:03:36 | Montag, 29. Dezember 2008
weggetaucht? War ja nach einer Erholungspause interessant, zu sehen, wie man schnell verketzert wird.
Habe nur eine Theorie in den Raum gestellt. „Ohne Samen vom Hl. Geist empfangen“ wurde definiert, ehe
man noch vom entscheidenden biologischen Anteil der Frau etwas wußte. Würde gern noch einen Fachmann
fragen, was herauskommt, wenn nach dem Eisprung durch spirituelle Kraft eine Reifung einsetzt. Bisher
wurde mir gesagt, das müsse ein Mädchen werden. Der Papst schrieb jedenfalls, der Gottessohn hätte
auch aus einer ehelichen Verbindung kommen können. Entscheidend ist ja die Hypostatische Union wie sie
zur Erklärung der Menschwerdung und der Trinität von der Kirche definiert wird. Hypostase ist das jeweils
„Darunterstehende“ im Gegensatz zur Natur eines Lebewesens, eines Menschen oder zur Natur Gottes. Die
Hypostase der menschlichen Natur Jesu wird ersetzt durch die Hypostase der 2. Göttlichen Person, die
mit der 1. und der 3. die göttliche Natur innehat. Meine Liebe zur Gottesmutter ist ungebrochen, sie
ist einmalig. Aber so zu tun als ob durch „die Reinheit“ eines Menschen so große Wunder geschehen könnten,
grenzt schon an andere Häresien, die behaupteten, der Mensch könne durch eigene Leistung selig werden.
#26 franziskus 20:09:01 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Jung“fräulichkeit“ ist de fide Damit ist auf jeden Fall die Sündenfreiheit Mariens gemeint. Obwohl man
in solchen Fällen bei Gericht oft sagt, die Frau hätte es ja selber auch gewollt. Die „Jungfrauengeburt“
als physisches Faktum ist nicht definiert. Außer man impliziert ein biologisches Wunder präter naturam.
Eine Jungfrauengbeburt nach Aktivierung des weiblichen Anteils hätte nur ein Mädchen hervorgebracht.
Das y-Chromosom kommt nur vom Mann.
#20 franziskus 18:39:00 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Wer will päpstler sein als der Papst? Da die „Jungfrauengeburt“ nicht de fide dogmatisiert ist, konnte
der Papst schreiben: „Die Gottessohnschaft Jesu beruht nach dem kirchlichen Glauben nicht darauf, dass
Jesus keinen menschlichen Vater hatte; die Lehre vom Gottsein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus
aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre. Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube
spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches Faktum.“ War das 12 jährige Mädchen Maria
möglicherweise eines von vielen Opfern einer Vergewaltigung durch römischen Soldaten? Dann lobt sie
nicht ohne Grund Gott, der auf ihre „Niedrigkeit“ geblickt hat, was man auch mit Erniedrigung oder Demütigung
übersetzen kann. Gott hätte dann nicht nur am Ende des irdischen Christuslebens, die brutale Gewalt
durch Jesu Leiden überwunden, sondern auch am Anfang durch das Leiden Mariens. „Fürchte dicht nicht,
denn du hast Gnade gefunden!“ Im Herzen blieb sie immer die Unbefleckte, Reine! Josef hat das alles gläubig
mitgetragen! Alle Achtung, er wäre nie auf die Idee gekommen, Maria dem Gesetz auszuliefern oder das
Kind einer Vergewaltigung abtreiben zu lassen.
#22 franziskus 06:20:13 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
Na endlich hat sich auch ein Weibsbild kategorisch zu diesem weiblichen Thema gemeldet. Da bin ich ja
schön in einen Kreis von Jansenisten geraten, denen die weit geöffneten Arme des Franziskuskreuzes zu
weitherzig sind. Denn die meisten Menschen kommen in die Hölle, nur wenige sind auserwählt.
#20 franziskus 22:54:58 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus, ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Genau so wenig wie Maria als Miterlösern dogmatisiert
ist, kann man von einem Dogma der Jungfrauengeburt sprechen. Oder belegen Sie dieses Dogma einfach, das
heißt, beweisen Sie Ihr „anathema sit“, meine Verteufelung. Trotzdem Frohe Weihnacht!
#18 franziskus 19:31:47 | Dienstag, 23. Dezember 2008
„Jungfrauengeburt“ ist nicht kirchlich dogmatisch definiert. Jedoch gehört die „Jungfräulichkeit“ bereits
im NT zum christlichen Glauben. Weder die „Gottesgebärerin“ noch die „Jungfräulichkeit“ wird primär
auf Maria als Person bezogen, sondern auf die Erfahrung im Umgang mit Jesus. Augustinus war der Ansicht,
dass im Paradies alle Menschen jungfräulich gelebt, Thomas von Aquin dagegen, dass alle Menschen im Paradies
geheiratet hätten. Beide wollten dasselbe ausdrücken, nämlich: Wo der Mensch frei von Entfremdung ist,
dort sind Ehe und Jungfräulichkeit dasselbe. Maria ist Symbol für diese Utopie des paradiesischen Uranfangs.
Wird von der „Jungfräulichkeit“ vor in und nach der Geburt gesprochen (Denzinger 422) so meint das offenbar
nicht die Freiheit vom geschlechtlichen Umgang mit einem Mann, denn „in der Geburt“ ist dies unsinnig.
J. Ratzinger schreibt folgerichtig in seiner „Einführung in das Christentum: „Die Gottessohnschaft Jesu
beruht nach dem kirchlichen Glauben nicht darauf, dass Jesus keinen menschlichen Vater hatte; die Lehre
vom Gottsein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen
wäre. Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches
Faktum.“ War Maria möglicherweise ein Vergewaltigungsopfer, dann lobt sie nicht ohne Grund Gott, der
auf ihre „Niedrigkeit“ geblickt hat, was man auch mit Erniedrigung oder Demütigung übersetzen kann.
Josef hat das alles gläubig mitgetragen!
#16 franziskus 16:50:41 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Blinder Marcelus, sagen Sie, ist vielleicht Benedikt XVI. auch ein Ketzer oder Schismatiker, weil er das
absolute Wunder der hypostatischen Union nicht mit biologischen Gesetzen verquickt?
#12 franziskus 11:57:53 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Josefsehe und Jungfrauengeburt Die Künstlerin tat sich schwer, das Leiden Christi darzustellen? War nicht
sein Leiden (und Auferstehen) die Thronbesteigung des ewigen Friedenskönigs? Ließ er sich nicht rohe
Gewalt antun, um ein Gottesreich der Gewlatlosigkeit zu begründen? Hat er sich nicht schon dadurch wie
jeder König der Juden den Amtstitel eines „Sohnes Gottes“ verdient? Soll nicht die Weihnachtsgeschichte
klar machen, das er das schon vom Ursprung her war? Können wir nicht. wie unser Papst meint, die Jungfrauengeburt
von der biologischen auf die seinsmäßige (ontologische) Ebene verlagern? Muss unbedingt der hl. Josef
das entscheidende y-Chromosom geliefert haben? Konnte Maria ihre Jungfräulichkeit verlieren, wenn sie
wie schon alte (jüdische) Quellen nahelegen, von einem römischen Soldaten, namens Panthera, vergewaltigt
wurde? Würde so nicht mit der Übernahme der Vaterschaft durch Josef die heutzutage abtreibungsgefährdete
Frucht einer solchen Gewalttat gerettet worden sein? Wäre es nicht angemessen, dass am Anfang und am
irdischen Lebensende des ewigen Friedensfürsten verschiedene Formen der Gewalt durch Liebe und Leidensbereitschaft
(Gewaltverzicht) ad absurdum geführt worden sind? Decuit, potuit, ergo fecit, wie DunScotus sagen würde!
#159 franziskus 19:18:32 | Montag, 22. Dezember 2008
Jungfrauengeburt Die Jungfrauengeburt war für gläubige Christen immer ein übernatürliches Wunder.
Besonders im Altertum, wo man über die biologischen Vorraussetzungen (x- oder y Chromosome) nicht Bescheid
wusste und den Schoß der Frau für einen fruchtbaren Ackerboden hielt, der Samen aufnimmt. Ein neothomistischer
Fundamentaltheologe (A.Mitterer) meinte vor längerer Zeit in seiner Schrift über die Biologie der Heiligen
Familie, heutzutage sei das leichter auf fast natürliche Art zu erklären. Gott musste nur (in einer
Art künstlicher Befruchtung durch den Heiligen Geist) ein mütterliches Ei aktivieren und heranreifen
lassen. Diese Parthenogenese hätte aber nur eine Erlöserin hervorgebracht, denn woher sollte das y-Chromosom
kommen? Das JA Mariens zu Gottes Willen und das werdende Leben, das JA des Josef zu Maria, von der er
wusste, dass ihr unbeflecktes Herz nicht ihm, sondern Gott gehörte, müssen uns genügen, um an das große
Wunder des göttlichen Ursprungs des auferstandenen Messiaskönigs zu glauben. Frohe Weihnacht allseits!!
:(3
#53 franziskus 11:40:42 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Jerusalemer Nachgespräche Zum Thema möchte ich auf einen Kommentar hinweisen, den ich hier schon weitergegeben
haben: www.kreuz.net/…ticle.8263-page.html Außerdem: Der 82 jährige Kardinal Martini, der wie ein
zweiter Hieronymus als Bibelexperte nach Jerusalem übersiedelt ist, hat mit Georg Sporschill, der in
Rumänie wie ein zweiter Don Bosco wirkt, die Jerusalemer Nachtgespräche herausgegeben, die „Humanae
Vitae“ als Fehlschlag bezeichnen und in Rom wie anderswo schon für genug Aufregung gesorgt haben.
#77 franziskus 18:31:26 | Dienstag, 2. Dezember 2008
„Der bislang verschwiegene Jesus“ so heißt eine bissige Glosse in der neuen Kirchenzeitung JA: Nach der
Veröffentlichung der Enzyklika „Humanae vitae“ haben Archeologen intensiv nach jenem Evangelium gesucht,
das diese biblisch absichern konnte. Nach 40 Jahren wurde man jetzt fündig. Die größte Sensation nach
Entdeckung der Schriftrolleb von Qumran! Jesus, so heißt es in dieser dogmatisch sicher als ältestes
Evangelium einzuordnende Schrift, hat beim letzten Abendmahl den Schwerpunkt weder – wie bislang angenommen –
auf Teilen von Brot und Wein, noch auf ein Fußwaschen gelegt. Er hat dabei vor allem programmatisch über
Sex gesprochen, konkret über Verhütung. Unter Tränen entschuldigte er sich für die Fehler seiner zahlreichen
Propheten-Vorgänger, die dem Thema Empfängnisverhütung erschreckend wenig Raum in ihren Drohbotschaften
eingeräumt hätten, weshalb sie Schuld trügen am fehlenden Mut zu leben, am Sterben der Menschheit.
Gleichzeitig äußerte er die Befürchtung, das auch kommende Medienmenschen (die Namen von Matthäus,
Markus, Lukas und Johannes nannte er nicht explizit) diese Botschaft feige unterdrücken würden. Nach
Entdeckung dieser unter dem Pseudonym „X pro U“ geschriebenen Evangeliums haben alle wahrhaft biblisch
gebildeten Bischöfe die heilige Pflicht, sich für ihre Vorgänger zu entschuldigen, denen bei „Humanae
Vitae“ sogar der feige Begriff „Gewissen“ eingefallen ist.
#30 franziskus 07:27:20 | Mittwoch, 26. November 2008
Verehrte Frau Galatea, Sie wissen ja, dass es im gewöhnlichen Leben und erst recht im Forum schwer ist,
zu einem Dialog zu kommen, wenn man aneinander vorbeiredet, weil man sich nicht bestätigen lässt, dass
man das Gegenüber gut verstanden hat. Natürlich habe ich nie an Christi Herrschertum auf Erden gezweifelt.
Und der große Franz von Assisi kniete mit seinen Brüdern immer nieder, wenn sie einen Kirchturm sahen
oder eine Kirche betraten: „Wir beten Dich an Herr Jesus Christus, hier und in allen Kirchen der Welt,
denn durch dein heiligen Kreuz hast du die Welt erlöst.“ Die Endereignisse für den einzelnen Menschen
oder für die Gesamtheit und die daraus eintretenden Zuständlichkeiten, sind Gegenstand der christlichen
Eschatologie mit ihren vielen Theorien. Ich persönlich neige zur evolutiv-revolutiven Eschatologie des
Teilhard de Chardin. Franz würde vielleicht heute die befreiungstheologische Endzeiterwartung bevorzugen
Zu seiner Zeit war wohl die futurische Eschatologie vorherrschend, wie sie im vielgesungenen „Dies irae“
(Tag des Zornes) des Franziskusbiographen Thomas von Celano zum Ausdruck kommt.
#28 franziskus 06:52:34 | Dienstag, 25. November 2008
@Galatea – Franziskanische Spiritualität lässt sich kurz mit den Worten des Heiligen Franz beschreiben:
„Gering ist das Leid, unendlich die Herrlichkeit. Brüder, solange wir Zeit haben, lasset uns Gutes tun.“
Natürlich war für das Königtum Christi nicht wirklich ein fremder Stern gemeint. Der „Seraphische Vater
Franziskus“ , ein Menschgewordener Engel der Gottes- und Menschenliebe, will uns nur den Weg weisen, der
Christus ist. Aber Marcelus und andere (Sektierer) glauben tatsächlich, wie die Juden, Moslem oder Kommunisten
an ein künftiges irdisches Paradies. Das ewige Paradies, in dem Liebe, Friede oder Gerechtigkeit (vor-)
herrschen, kann oder soll hier auf Erden nur grundgelegt werden. Die (sich) hier geliebt haben, werden
und können das auch im Paradies tun. Aber sie werden „nicht mehr heiraten (und züchten), sondern sein
wie die Engel“, Das erklärte Jesus gegenüber den Saduzzäern bei der Fangfrage über eine Frau, die
hintereinander sieben Brüder wegen der Nachkommenschaft heiraten musste. Herzlich ovidische Grüße an
die milchhäutige Galatea! :&)
#26 franziskus 21:52:44 | Montag, 24. November 2008
@Marcelus – Ewiges irdisches Reich? Ob das ewige Reich Gottes ein irdisches Reich sein wird, kann niemand
sagen. Die Wiederkunft Christi (Parusie) ist der Abschluss einer langen Weltentwicklung, das Ende jeglicher
Entfremdung, ein Geschenk Gottes. Vielleicht übersiedelt die Menschheit dann schon auf einen anderen
Stern, wohin den die verklärten Leiber besser passen.
#81 franziskus 10:49:20 | Montag, 24. November 2008
@joberens: Denkender Christ, nicht Katholik Ihr Forumsbeitrag ist ziemlich emotional. Nüchtern gesehen,
hat Zölibat in der katholischen Kirche eine jahrhundertelange Tradition, gehört gewissermaßen zum katholischen
Weltkulturgut, das immer noch viele Fürsprecher findet. Daher sollten sie ihre dauernden Angriffe nicht
als Katholik, sondern nur als Christ oder Mensch starten.
#16 franziskus 09:32:44 | Montag, 24. November 2008
Kurz ist die Lust, ewig die Strafe. Gering ist das Leid, ewig die Herrlichkeit. Brüder, solange wir Zeit
haben, lasset uns Gutes tun! (Franz v. Assisi) Gilt das für alle Lebens- und Zeitalter?
#79 franziskus 10:15:40 | Samstag, 22. November 2008
@Kunstmaler Ja, natürlich, das Gebet zum Vater oder zum Sohn oder zum Hl.Geist, vertreibt alle Einsamkeit
oder Sorgen. Aber nicht jeder Priester kann wie Franziskus oder Don Camillo so Zwiesprache halten mit
Christus, Johannes Paul II. hat Beten als Gradmesser des persönlichen Glaubens bezeichnet. Von Jugend
an hat ihn, der seine Mutter früh verloren hatte, das Beten seines Vaters tief beeindruckt. Ehen in denen
gemeinsam gebetet wird, kann meist nur der Tod scheiden.
#77 franziskus 15:48:50 | Freitag, 21. November 2008
Einsam unter Menschen [kursiv]@Kunstmaler: Nie einsam, weil er so beliebt ist… Kann sich schnell ändern,
wenn er als Pfarrer unpopuläre Entscheidungen treffen will (muss). Als Kaplan wird er schnell versetzt
und als Pfarrer soll er vielleicht noch eine Pfarre dazu nehmen.Wer keine Langeweile hat, kann trotzdem
einsam sein. joberens: Man sollte wenigstens anfangen, Pilotversuche zu machen, zB. in den Missionsländern
Katechisten weihen und nachher heiraten lassen. Man sollte nicht das ostkirchliche Modell für erstrebenswert
halten. Ist ja schwer verständlich, dass eine bestehende Priesterweihe ein Ehehindernis ist, aber eine
bestehende Ehe kein Weihehindernis. Daher müssen manche ostkirchlichen Priesteramtskandidaten noch schnell
vor der Priesterweihe auf Brautschau gehen.
#74 franziskus 08:57:42 | Freitag, 21. November 2008
Problem „Karpfenteich“ Lieber Fragender! Wollen wir festhalten, dass Ordensleute freuwillig die drei Gelübde
der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit ablegen (wollen, dürfen, sollen). Jeder, der diese Lebensform
sucht, wird einen Orden mit der jeweils geeigneten Ausrichtung (Heimat, Mission, stabilitas loci, Schule
oder Krankenseelsorge, Pfarrei oder Wallfahrerbetreuung, Kontemplation oder Glaubensfortbildung, usw.)
finden können. Interessant ist, dass die Ordensoberen ziemlich einhellig die Aufhebung des Pflichtzölibats
wünschen, weil sich für sie dann auch die Spreu vom Weizen trennt. Außerdem erwarten sie sich Zuzug
von zölibatär lebenden Weltpriestern, die nicht Hechte im Karpfenteich der verheirateten Weltpriester
sein wollen.
#72 franziskus 07:02:58 | Freitag, 21. November 2008
Weihegnade? Der Ordensgründer Franz von Assisi hat eine neue herzliche-solidarische Brüderlichkeit eingeführt.
In seinem Orden gab es keine Klostergefängnisse oder Strafen bei Verletzung der Regel. Das war ein Orden,
eine Gemeinschaft, die dem Menschseinsbedürfnis nach gleichgesinnter Gemeinschaft oder Familie gerecht
wurde. Das Problem vieler Priester ist die Einsamkeit. Sie müssen irgendwie echten Familienanschluss
finden oder bedauern, dass man ihnen die Chance verweigert hat, eine eigene Familie zu gründen. Manche
haben gegen den Willen ihrer Verwandten sich entschlossen, Priester oder Missionar zu werden. Bei Zweifel
an der zölibatären Berufung sind sie in der Zwickmühle zwischen Verwandtschaft und Spiritual oder Beichtvater.
Sie vertrauen vielleicht lieber auf das Schlagwort, die „Weihegnade“ werde alle Probleme lösen. o^/
#17 franziskus 15:42:12 | Dienstag, 18. November 2008
Talente-Evangelium wörtlich Das Evangelium von den Talenten hat im Sinn des hl. Franz ein Kapuziner zu
einer ungewöhnlichen vertrauensbildenden Aktion umgemünzt. Er hat nicht um Geld , zB für die Kirchenheizung
gebeten, sondern beim Ausgang der Bezirksstadtkirche in Leibnitz, Südsteiermark, an die erwachsenen Kirchenbesucher
je nach Wunsch 5.- oder 10.- EUR verteilen lassen. Zu Ostern möchte er es wieder einsammeln und hofft,
wieder alles oder mehr zurück zu bekommen.
#79 franziskus 10:05:02 | Dienstag, 11. November 2008
Franz und Frauen Sex zielt auf ganzheitliche Erfüllung hin, nicht auf mehr Gelenkigkeit. Ein Kardinal
soll gesagt haben: Ich hatte das Glück, dass Gott mir nicht meine wahre bessere Hälfte über den Weg
geführt hat. Franz, der einstige Mädchen- und Frauenschwarm von Assisi, sagt bei Thomas von Celono,
von den vielen Frauengesichtern, die ihm begegnet seien, könne er nur zwei identifizieren: Klara und
„Bruder Jacoma“. Gleich darauf schildert Celano ein Geheimnis, das erst nach seinem Tof gelüftet werden
durfte. Ein Bruder, der nicht schlafen konnte oder nachts betete, beobachtete wie Franz, offenbar getrieben
vom Überschuss seiner Hormone, ins Freie trat wo ausnahmsweise Schnee gefallen war, sich im Schnee abkühlte
und sieben abstrakte Schneefiguren bildete und sagte: „Da sieh, dieser größere Klumpen, das ist deine
Frau – die nächsten vier sind deine Söhne und Töchter – die zwei letzten sind der Knecht und die Magd,
die du brauchst. Also geschwind, sind wollen gekleidet sein, sie sterben sonst vor Kälte. Celano bemerkte:
Wenn redselige Frauen ihm lästig wurden, schwieg er und blickte zum Himmel, wie um von dort herabzuholen,
was er auf eitle Redereien erwidern sollte.
#10 franziskus 09:27:12 | Freitag, 7. November 2008
Staatskirchentum Franziskus wurde von seinen Schülern als Herold einer vom Geist der Liebe, des Friedens
und Gerechtigkeit erfüllten erneuerten Kirche gesehen. (Ecclesia spiritualis) Der schlichte, einfache
und natürliche Ausdruck dessen, was Franz eigentlich wollte, ist sein „Testament“, das 1230 für „unverbindlich“
erklärt wurde, von den Kapuzinern aber immer noch zu Tisch gelesen wird. In seinem Testament hat der
Sterbende bereits unter dem Eindruck des Zerfalls und der Spaltung des Ordens und in der Vorausahnung
der Konflikte mit der Kirche (Wundmale!), die Geschichte seiner Berufung und die Absicht seines Werkes
zusammengefasst. Ein Grundmotiv bestimmt den ersten Abschnitt: „Dominus dedit“, der Herr habe es ihm gegeben:
Aussätzige als Menschen zu achten, an die Sakramentskirche zu glauben, an die Priester zu glauben und
nach der Form des Evangeliums zu leben. „Niemand (sonst) zeigte mir, was ich tun sollte.“ Er unterwirft
sich der Kirche: Der Herr Papst hat es mir (die Regel) bestätigt. Er grenzt sich aber auch ab: Keine
Privilegien erbitten und die Regel nicht verändern (lassen). Mit Hilfe des liberalen Flügels der Minoriten
wurde der Orden schrittweise hinreichend „domestiziert“ und in die Bahnen des kapitalistischen Staatskirchentums
gelenkt.
#88 franziskus 11:14:32 | Mittwoch, 5. November 2008
Provokante Tonsur @für die Kirche Eine künstliche Glatze gibt es heute sowieso keine mehr. Nur solche,
die ihre Berufung nicht aufs Spiel setzen wollen, nehmen das im Noviziat vielleicht noch auf sich. Jetzt
weiß ich endlich, worauf der Ausdruck „Tarnkleidung“ hinausläuft. Natürlich ist es leichter, bei Bedarf
den Ehering verschwinden zu lassen.
#85 franziskus 10:41:33 | Mittwoch, 5. November 2008
Die Eselsgrauen (Asinoresen) wurden in Wien die konventualen Franziskaner laut einer Briefanschrift („Guardian
der Asinoresen“) genannt. Das war bevor dieser gehobene franziskanische Ordenszweig in Paris und anderswo
Karriere machte mit Hofpredigern oder Beichtvätern für die Oberschicht. Grau war dort zu minder und
man wählte das noble Schwarz. Wie da die „Grey Friars“ in England die Kurve gekrazt haben, weiß ich
nicht. Jedenfalls hat der heilige Franziskus nicht daran gedacht, seine Brüder klerikal einzukleiden,
auch nicht den hl. Antonius von Padua, der eine Zeit lang zur Bekehrung der Ketzer in Frankreich predigte
und für den Glauben kämpfte. Die grauen Kutten waren damals einfache Bauernkittel. Auch die Kleidung
der Vinzentinerinnen mit den schönen Spitzenhauben war ursprünglich bei Dienstboten üblich. Die klerikale
Kleidung mit dem weißen Kragen („Römischen Mauer“) oder mit dem kleinen weißen Plastikeinschub im Priesterhemd
(„Gewerbeschein“) erinnert einfach nur an eine bestimmte nostalgische Uniform oder klerikale Kampfbereitschaft.
#116 franziskus 09:50:19 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
Grau ist alle Theorie @für die Kirche! Sie sind der Theoretiker, der mit -ismen nur so um sich schmeißt,
der sich vielleicht ein katholisches Staatskirchentum wünscht und ganz vergisst, dass zwar die Protestanten
eine Überzahl von Pfarr(er)anwärten haben, sie aber wegen Geldmangels nicht anstellen und einsetzen
können. Dabei geht es den Kirchen in Deutschland wegen der automatischen Abbuchung von zusätzlich 8-10%
der Steuerpflicht für Kirchenmitglieder relativ gut. In Österreich sind es höchstens 1,1% vom Brutto,
im Schnitt aber nur 0,8%. In der Diözese München soll es aber ein Heer von ca. 16.000 Laienangestellten
geben. Die nach alter Staatskirchentradition als Pfründeninhaber brutto besoldeten Pfarrer, werden vom
Bischof nicht normal grundversichert, können nur als Lehrer oder andere Staatsdiener so etwas haben.
Überholte (unternehmerische) Eigemvorsorge ist angesagt. Krankenversicheru8ng muss man selber zahlen.
Der Bischof zahlt keinen Pensionsbeitrag, erspart damit weder sich noch dem Pfarrer etwas, denn Vater
Staat kassiert eisern eine höhere Einkommenssteuer (oder Lohnsteuer bei Pensionisten) weil kein sozialer
Beitrag für die Pensionsversicherung die Bemessungsgrundlage verringert. So zumindest ist es bei uns
in Österreich. Nebenberuflich tätige Geweihte sind auf Dauer unverzichtbar.
#67 franziskus 16:59:49 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Gemeindeälteste? – Probieren geht über studieren! Bis es zu einer Frauenweihe kommt, wird noch viel
Wasser den Tiber hinunterfließen. Aussicht besteht nur, wenn sich zuerst auf der Männerseite etwas tut.
Namhafte Leute aus der Pastoraltheologie und Bischofsriege haben die Weihe von einfach geschulten „Gemeindeältesten“
vorgeschlagen, die aus einer „self-ministering-community“ , einer selbstragenden Gemeinde, kommen. Geweihte
Gemeindeälteste, die mit einer Grundausbildung und mit Eifer bereit sind, ehrenamtlich oder nebenberuflich
für ihre Gemeinde die wichtigsten Sakramente zu feiern. Das wäre finanziell auch in den Missionsländern
tragbar. Da könnte man zuerst verwitwete Mitglieder des Gemeindeteams finden, später auch bewährte
Ehemänner. Gewählte „Gemeindeälteste“ könnten leicht auch frühere „Priester ohne Amt“ werden. Die
zölibatären Priester mit Hochschulbildung hätten eine wichtige theologische Bildungs- Koordinierungs-
oder Aufsichtsfunktion mit hohem Prestige. Das neue Zeitalter der Wanderprediger ist nahe. Man müsste
sich nur einmal getrauen, in der einen oder anderen Diözese solche Pilotversuche zu starten oder starten
zu lassen. Probieren geht über studieren!
#8 franziskus 11:22:18 | Dienstag, 28. Oktober 2008
@für die Kirche – Nostalgisches Wirrwarr Die Altgläubigen wollen also das Christkönigsfest wie ursprünglich
am letzen Oktobersonntag feiern? Was wird man in der Öffentlichkeit dazu sagen, wenn die Katholische
Jugend an ihrem Bekenntnistag an verschiedenen Tagen öffentliche Prozessionen abhält oder abhalten soll?
Im wikipedia-Lexikon steht folgendes: Seit der Liturgiereform des II. Vatikanums feiert man das Fest am
letzten Sonntag im Kirchenjahr, Ende November. Zugleich wurden die liturgischen Texte revidiert und die
Königsherrschaft Christi stärker als eschatologischer Zustand betont. Dadurch gibt es jetzt zugleich
einen gewissen Bezug zum Ewigkeitssonntag. Die evangelische Kirche in Deutschland begeht zu Christkönig
den Ewigkeitssonntag (Totensonntag). Der Christkönigssonntag wiederum wurde von vielen protestantischen
Kirchen, die dem englischsprachigen Revised Common Lectionary folgen, in ihren liturgischen Kalender übernommen.
Schlimmer finde ich die Tatsache, dass man in manchen Kirchenliederbüchern das alte eschatologisch-triumphalistische
Bekenntnislied „O du mein Heiland, hoch und hehr…“ ersatzlos gestrichen hat. Ein Lied, das Viele, die
noch leben, in schwerer Zeit als Bekenntnis ihres jugendlichen Glaubens mit Begeisterung gesungen haben.
#6 franziskus 10:18:25 | Dienstag, 28. Oktober 2008
@für die Kirche – nicht empfehlenswert Der berühmten website www.summum-pontificum.de konnte ein leviertes
Hochamt am Christkönigstag nicht schnell genug gehen. Oder man hat einen anderen liturgischen Kalender
als den, der vom summum pontifex abgesegnet ist. Das Christkönigsfest war 2008 nicht am 26. Oktober,
sondern ist erst am 23. November. o^/
#20 franziskus 07:30:31 | Freitag, 17. Oktober 2008
Rülpser im US-Vorwahlampf? Gelegentlich konnte man mitbekommen, dass +net Ableger einer konservativen
amerikanischen Plattform ist. Man hat sich wohl das besorgte Outung des Herzens eines europäischen Kardinals
monatelang aufgespart bis zum richtigen Augenblick.
#18 franziskus 18:14:47 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Arme Amtsvorgänger? Also Schönborn hatte ja meines Wissens seit 1955 nur zwei Vorgänger, den pädophilen
Groer und den weltoffenen König. Da muss er wohl noch andere Bischöfe europaweit gemeint haben. Aber
vielleicht überschätzt wir die Einflussmöglichkeiten der Kirche auf den Staat oder die Politiker? In
welcher Partei sind wirklich die meisten überzeugten Christen? Müssen sich Bischöfe nicht manchmal
wie nützliche Idioten vorkommen? Die Kirche hat immer den schwarzen Peter, weil man ihr Einseitigkeit
oder Schüffelei in den Betten vorwerfen kann.
#63 franziskus 19:28:52 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
ein polemisches Meisterwerk ist dieser Artikel gegen den Neutestamentler Venez. Irgendwie wird man den
Verdacht nicht los, die Bibel müsse dem Dogma dienen. Der Kölner Kardinal Meissner soll am 7.10. bei
der zur Zeit bis 26.10. tagenden Weltbischofsynode über die Bibel betont haben, das Lehramt stünde nicht
über der Bibel. Da hätten wir ja die beste Basis für Ökumene, weltweit. Wozu dient der Streit über
alte Messe, Opfer, Realprasenz Christi in der Eucharistie? Hat nicht aogar der Papst 1968 vor lateinamerikanischen
Bischöfen in Medellin gesagt: „Christus ist in den Armen ebenso gegenwärtig wie in der Eucharistie!?“
#16 franziskus 14:44:46 | Samstag, 11. Oktober 2008
Im Sprung gehemmt! Weiter als bis zum Weihbischof hat Krätzl es ja nicht gebracht, obwohl er logischer
Nachfolger von Kardinal König gewesen wäre und schon jahrelang die verwaiste Erzdiözese als Genralvikar
erfolgreich geleitet hatte. Eine kleine pastorale Handreichung zu einer toleranteren Behandlung der Wiederverheiratet-Geschiedenen
hat ihm die Verachtung Roms eingetragen. Dafür hat man lieber einen damals schon außerhalb der Diözese
wohnenden weltfremden Gymnasial-Hofrat favorisiert. Er hatte wohlweislich zu seinen monatlichen Wallfahrten
nach Maria Roggendorf öfter gewisse Prälaten aus dem Vatikan eingeladen. Trotz einer Umfrage des Nuntius,
bei der kaum jemand an diesen Dr. Hermann Groer gedacht hatte, wurde dieser liebe, harmlose, aber leider
pädophile ehemalige Seminarerzieher zum Erzbischof von Wien gewählt. Er hat lange, trotz seiner aufgedeckten
Verfehlungen die Schützenhilfe Roms genossen. Ein anderer damals zur Trendumkehr eingesetzter Erzbischof
namens Eder, der von Salzburg, fühlte sich immer hin und her gerissen zwischen den Wünschen von oben
oder von unten. Es hat den Anschein, was man auch beim emeritierten Diözesanbischof des Burgenlands,
Dr. Josef Schoiswohl bemerken konnte, das Bischöfe meist erst mutig brandheiße Reoformvorschläge vorbringen,
wenn sie aus dem Amt geschieden sind. Rühmliche Ausnahme: Reinhard Stecher von Innsbruck.
#42 franziskus 10:49:56 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Geistliche Leiharbeiter aus Deutschland haben sehr wohl nationales Gedankengut importiert und den Führer
wie einen Messias gepriesen. Sie waren meistens Ordensleute, die in Österreich wirkten.
#88 franziskus 09:52:35 | Donnerstag, 2. Oktober 2008
Lieber Josef P., warum so streng? Clarissa C. hat ja die kirchenrechtliche Lage klar dargestellt. Kennen
sie nicht die canonische Unterscheidung zwischen unerlaubt und ungültig? Wenn ein gläubiger Protestant
wie gewohnt an der Präsenz Christi (nur) im Augenblick des Empfanges festhält, ist er genauso motiviert
wie jeder Katholik. Die Realpräsenz darf man zusätzlich genießen als eine Art homöopathischer Dosis
mit verklärten Ewigkeitsatomen. Glücklich, wer die Kommunion als wahre Medizin für Leib und Seele sehen
kann. Den fragwürdigen Mythos von der Realpräsenz hat übrigens der von Ihnen geschmähte Prof. Gotthold
Hasenhüttl in seiner Dogmatik „Glaube ohne Mythos“ entlarvt. Wie nämlich im Lauf der Geschichte die
Eucharistie zum Trennungszeichen unter den Christen wurde, statt Symbol des gemeinsamen Lebens zu sein.
#60 franziskus 16:03:42 | Mittwoch, 1. Oktober 2008
Na, bravo sagten sie zum Esel als der heilige Antonius von Paduaeinen Esel dazu brachte, sich nicht zuerst
aufs Futter zu stürzen, sondern vor der Monstranz nieder zu knien. Als der Dogmatikprofessor Gotthold
Hasenhüttl vor 5 Jahren beim Kirchentag in Berlin alle Getauften zum Zeichen der Ökumene einlud, den
Herrenleib zu empfangen, wurde er prompt kaltgestellt und suspendiert. Dabei ist ein großer Unterschied
zwischen Massenfest und Kirchentag. Hasenhüttl stand halt nicht unter dem Schutz eines Kardinals. o^/
#18 franziskus 19:09:31 | Donnerstag, 25. September 2008
@Mathilde: Scheiden tut immer weh! Meist ist es ein jahrelanges Ringen mit Freunden und mit sich selbst.
Ein Pastoraltheologie riet seinen Studenten, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, damit sie regelmäßig einen
wirklich guten Berater oder Beichtvater aufsuchen könnten. Freundschaften im Orden werden immer schwieriger
durch den Zuzug ausländischer Mitbrüder. Die erste Alternative wäre ja, Priester zu bleiben und außerhalb
des Ordens in einer Diözese den Beruf auszuüben. Aber auch dort gelten die Regeln des Zölibats, wenn
auch nur durch ein Versprechen und nicht durch ein Gelübde abgesichert. Experten haben immer schon die
Weihe von erprobten Eheleuten verlangt, die nebenberuflich am Wohnort Messe feiern dürfen, während zölibatäre
Priester als eine moderne Art von Wanderpredigern neue Horizonte der Bildung oder Abwechlung eröffnen.
#15 franziskus 09:00:02 | Donnerstag, 25. September 2008
Jesuiten wieder aufheben? Wird nicht gelingen, denn damals im 18.Jahrhundert waren mächtige „christliche“
Staaten dahinter. (Nur Preussen und Russland haben die Aufhebung nicht mitgemacht). Das „Heilige Experiment“,
ein Jesuitenstaat in Südamerika ohne Sklaverei passte ihnen nicht. Jesuiten studieren viel länger als
andere und sind sicher up to date zum Wohle der Kirche. :)3
#14 franziskus 11:37:41 | Mittwoch, 24. September 2008
Variatio delectat? Sind pensionierte Priester eher der Alten Messe zugeneigt? Heute werden die Lücken
in der flächendeckenden Versorgung mit Sonntagsmessen gut und gern von pensionierten Priestern geschlossen.
Eine neue Zeit der Wanderprediger scheint angebrochen zu sein. Vielleicht eine Chance für die Alte Messe?
Oder Anlass für neuen Streit? Beabsichtigt hat solches der Papst in seiner Weitherzigkeit offenbar nicht:
Angesprochen auf die alte lateinische Messe versicherte der Papst in Frankreich: Befürchtungen, dass
die Liturgiereform des Konzils dadurch rückgängig gemacht werden könnten, seien „absolut unbegründet“.
Die Maßnahme sei ein „Akt der Liebe und der pastoralen Toleranz“ für Gläubige, die am Messbuch von
1962 hängen. Wird die Offenheit des Papstes Viele beflügeln, neue pastorale Toleranz zu üben?
#56 franziskus 19:45:01 | Freitag, 19. September 2008
Papst: Seid tolerant! Frankreich: Angesprochen auf die alte lateinische Messe versicherte der Papst: Befürchtungen,
dass die Liturgiereform des Konzils dadurch rückgängig gemacht werden könnten, seien „absolut unbegründet“.
Die Maßnahme sei ein „Akt der Liebe und der pastoralen Toleranz“ für Gläubige, die am Messbuch von
1962 hängen. Wird die Offenheit des Papstes Viele beflügeln, pastorale Toleranz zu üben?
#101 franziskus 11:01:09 | Montag, 15. September 2008
Evolution der Schöpfung Müssen Evolutionstheorien gottlos sein? (siehe Teilhard de Chardin.) Kann man
nicht eine senkrecht von oben nach unten erfolgte Schöpfung „in nuce“ wie Augustinus meinte, annehmen
und eine anschließende (waagrechte) innewohnende zielgerichtete Entwicklung anerkennen?
#59 franziskus 11:25:26 | Sonntag, 14. September 2008
Liebe Colombe, Die beiden Wörter scheiden nur die Geister. Ob man an eine beschränkte Prädestination
oder an den allgemeinen Heilswillen Gottes glauben will. Ob wirklich Tüchtigkeit oder Erfolg im Leben
ein Kriterium der Auserwählung sein wird, ist fraglich.
#50 franziskus 20:39:37 | Samstag, 13. September 2008
@colombe „Für viele“ entspricht nicht der Intention Christi. Wie viele tatsächlich gerettet werden (wollen),
ist eine andere Sache. Aber der Jansenismus mit seiner engführenden Kreuzigungsdarstellung feiert wieder
fröhliche Urständ. o^/
#48 franziskus 20:11:33 | Samstag, 13. September 2008
Damen mit roten Schals dippen die Hostien? Ist das blutroter Wein gewesen? Rote Schals als Stolen für
den quasi priesterlichen Frauen-Dienst? Wozu das utraquistische Theater? Genügt nicht die Kommunion unter
beiden Gestalten am Gründonnerstag? Erinnert uns die Kommunion unter beiden Gestalten wirklich daran,
dass Christen nicht nuir für uns, sondern für alle Menschen sein Leben geopfert hat?
#82 franziskus 20:11:15 | Donnerstag, 4. September 2008
Kinderschlächter -Pfui! Der arme Pfarrer Norbert Rodt hat es sich nicht verdient, dass man ihn quasi
als Kinderschlächter-Komplizen bezeichnet. Seinerzeit war er sogar Sekretär des längst verstorbenen
Bischofs Jachym, der Anfang der 50er-Jahre im Stefansdom in gewählten lateinischen Sätzen seine Bischofsweihe
ablehnte. Erst in Rom konnte man ihn dazu bewegen die Bischofsweihe anzunehmen. Und nun wird der Sekretär
dieses demütigen (konservativen) Bischofs gegeißelt? Eine Abtreibung hängt einer Frau ein Leben lang
nach und sie wird sich oft fragen, ob die Gründe ausreichend waren. Der Barockprediger Abraham a Santa
Clara (Ulrich Megerle) hat einen schönen Erziehungsroman geschrieben mit dem Titel „Judas, der Erzschelm“
und dargetan wie wohl schlechte Erziehung, schlechtes Vorbild, schlechte Freude ihn so weit gebracht haben.
Heute würde er vielleicht auch von schlechten Genen sprechen. Jedenfalls sagte Jesus selbst über Judas:
„Er wäre besser nicht geboren worden“ (Mk 14,21- Mt 26,24) Selbst der große Theologe Thomas von Aquin
ließ die Frage offen, zu welchem Zeitpunkt die Menschwerdung, die Erschaffung der gottähnlichen menschlichen
Seele im Mutterleib während der Schwangerschaft stattfindet. Ob Abtreibung oder Totgeburt ist im Ergebnis
das Gleiche. „Kinderschlächter“ geht zu weit. Pfui!
#335 franziskus 14:56:05 | Samstag, 30. August 2008
Auslese Joberens hat recht: Eine Priesterweihe allein mach noch lange keinen guten Priester. Schon in
der Vorbereitung aufs Priestertum wird die Weihegnade oft beschworen. Man müsse nur auf diese außerordentliche
Hilfe Gottes unerschütterlich hoffen und alle Bedenken oder Schwierigkeiten der Berufung würden leicht
und unansehnlich sein. Junge Menschen, die eine tiefe Berufung in sich spüren, glauben das gerne. Sie
fiebern dem Weihezeitpunkt entgegen und sind ganz hingerissen vom Schwung der Primiz und der Bewunderung
des Volkes. Das Bad in der Menge oder die Geborgenheit in Gemeinschaften (Seminar, Kloster) lassen keine
Wünsche nach Familie offen. Kommen dann aber Frust oder Einsamkeit im Kirchenbetrieb ist das ganz anders.
Die einen stürzen sich aufs Gebet, die anderen in die Gruppenarbeit und meist sind es die Aktiven, denen
eine geiegnete Partnerin über den Weg läuft. Es sind also oft die tüchtigsten oder beliebtesten Priester,
die wegen einer kongenialen Partnerin das Handtuch werfen müssen. Die Auserlesenen vertrauen weiter eisern
auf die Weihegnade.
#104 franziskus 05:40:51 | Donnerstag, 28. August 2008
@kunstmaler, sie haben recht bis auf die anmerkung, die kirche würde aus finanziellen gründen priesterehen
verhindern wollen. Im heutigen kirchenbetrieb sind ja oft viel mehr verheiratete laien beschäftigt, die
aus kirchenbeiträgen bezahlt werden. Verheiratete können meist besser mit geld umgehen und haben durchschnittlich
nach 10 jahren das 4fache auf der hohen kante als singles. Weltpriester, die nicht irgendwie staatlich
sondern bischöflich versorgt werden, haben nach veraltetem brauch eine bruttobesoldung, die bei doppelter
geldmenge viel zu sorglos macht. Als pfründenbesitzende „kleinunternehmer“ haben sie keine allgemeine
sozialversicherung und müssen im alter bei bedarf beim bischof oder generalvisitator betteln gehen.
#23 franziskus 18:10:09 | Sonntag, 24. August 2008
@marcelus: Par-ousia nicht Wiederkunft Parusie meint das abschließende Offenbarwerden. Die Kirche meint
mit der Parusie einen göttlichen Akt. der von „oben“ her geschieht, den Weltprozess abschließt und nicht
einfach aus diesem hervorgeht. Insofern die Vollendung der Welt und die endgültige Befreiung von aller
(technischen) Entfremdung immer auch ein Geschenk ist, bleibt das alte Bild von der Parusie sinnvoll.
Wenn jedoch damit ein transzendentes Eingreifen Gottes gemeint ist, das die Geschichte abbricht, ist es
die mythische Vorstellung eines deus ex machina, die auch chiliastische Züge annehmen kann, wogegen sich
wie im Fall des Geschichtstheologen und Abtes Joachim de Fiore das 4.Laterankonzil (1215) gewehrt hat.
Dieses Konzil hat auch die Parusie Christi, sein Richten über Lebende und Tote und identische Auferweckung
von Leib und Seele definiert. Joachims verurteilte Schriften wurden von Franziskanern versteckt und der
Nachwelt erhalten, weil sie glaubten, mit Franz von Assisi sei das abschließende „Tausendjährige Reich
des Heiligen Geistes“ deutlich geworden.
#20 franziskus 11:43:37 | Sonntag, 24. August 2008
@marcellus: Irdische Wiederkunft? Wir sind doch nicht Juden, die an eine irdische (Wieder-)Ankunft des
Messias glauben! Zuerst wird unsere Welt wie durch Feuer untergehen und eine neue noch unbekannte Welt
wird für uns entstehen. Der Wahn, das Volk Gottes (Kirche) könne hier auf Erden vor allen Völkern in
Liebe und Eintracht glänzen, (wie China in der Olympiade,) ist längst ausgeträumt, nachdem Jesus vergeblich
versuchte, die zerstrittenen Gruppen des auserwählten Volkes zu sammel wie eine Henne die Kücken unter
ihren Flügeln. Auch Franziskus ist daran gescheitert als er versuchte seine Brüder oder die ganze Kirche
auf das Demuts- oder Armutsideal Christi einzuschwören. Sein geistliches Testament wurde 1230 vorsorglich
von Rom aus für ungültig erklärt. In Solidarität mit dem an seinem Volk gescheiterten Christus hat
er die Wundmale bekommen.
#19 franziskus 12:37:40 | Samstag, 16. August 2008
Ritenstreit Manager in der Wirtschaft soll man an dunklen Nadelstreif mit Krawatte besser erkennen. Manager
in der Kirche am klerikalen Outfit mit „Knopflochfieber“? Aber letzlich ist das Ganze ein alter Hut: Der
Ritenstreit zwischen Franziskaner- und Jesuitenmissionaren. Die einen suchten im Ordenshabit mit Kreuz
in der Hand das heiligen Martyrium, die anderen kleideten sich als Mandarine und ließen ohne Uniform
den Heiligen Geist auf andere Weise überzeugend wirken. o^/
P. UDO – Kritisch ist nicht feindlich Nicht nur in der Politik gehen die ständigen Anfeindungen, Verleumdungen
und Wadelbeißereien den Menschen auf die Nerven. +net hat sich es sich nicht verbeißen können, P. Udo
und seine harmlose Neue Kirchenzeitung, die auf Hofberichterstattungen verzichtet, als kirchenfeindlich
hin zu stellen. Anscheinend hat es nicht nur ständig Rufmorde unter Christen gegeben, sonst hätte ein „
abtrünniger“ Kaiser schon im 4. Jahrhundert nicht folgendes bemerkt: Ich habe die Erfahrung gemacht,
daß selbst Raubtiere dem Menschen nicht so feindlich gesinnt sind wie die Christen gegeneinander. (Flavius
Claudius Iulianus Julian, (331 – 363), römischer Kaiser, von den Christen Apostata »Abtrünniger« genannt,
Sohn des Julius Constantius (337), eines Stiefbruders Konstantins des Großen)
Wer ist der Mensch? Die meisten Diskutanten scheinen sich nur um die Frage zu bemühen: Was ist der Mensch?
Diese anthropologische Fragestellung der postmodernen Philosophie scheint falsch zu sein, wenn nicht eher
die Frage „Wer ist der Mensch?“ gestellt wird. Zu Viktor Frankl, dem Logotherapeuten, der selbst im KZ
war, kam ein ehemaliger Mithäftling, dessen Frau bald nach der Befreiung an den Folgen der Nazihaft starb.
Er war vollkommen verzweifelt. Schließlich stellte Frankl ihm eine Frage: Angenommen, Gott gäbe mir
die Macht, eine Frau zu erschaffen, die sich von der ihren nicht unterscheidet. Nicht nur gleicht sie
ihrer Frau in allem Äußeren, in Bewegungen und Sprechen, sondern auch gemeinsame Erlebnisse sind in
ihrer Erinnerung, so wie in der Ihren. Jede Prüfung, die sie stellen könnten, würde keine Verschiedenheit
ergeben. Ich frage sie nun: Soll ich diese Frau erschaffen? Nach langem Schweigen sagte der Mann „Nein“
und begann langsam, sich wieder dem Leben zuzuwenden.
#134 franziskus 12:04:49 | Dienstag, 10. Juni 2008
Judaismus – Rabbinismus Auf fundierte Statements wie das von Alois Bischof gibt es selten Reaktionen.
Umso dankbarer darf man dafür sein, dass die Überlegenheitsideologien oder -Ängste entlarvt und der
wesentliche kulturelle Beitrag de Christentums betont wurden. Das von der Redaktion wie in den 30er oder
40er Jahren gegen Juden- oder Freimaurertum polemisiert wird, weckt völlig überflüssige Reminiszenzen.
Kleineres Übel: ZUlassung Die Zulassung einer standesamtlichen Registrierung homosexueller Partnerschaften
wäre nicht unbedingt das Schlechteste. Die normalen standesamtlichen Ehen wären abgewertet und die kirchlichen,
auschließlich heterosexuellen, aufgewertet. Und man hätte sonderbare Typen namentlich besser im Griff.
:&)
Besser nie geboren? Bischof Kapellaris Hirtenbriefe sind meist wohlüberlegt und ausgewogen. Zum Beispiel
hat er in einer zweiten Fassung nur die Anrede geändert: Liebe Katholiken statt katholische Christen
unserer Diözese! Wer weiß warum? Eine tiefe soziale Wunde war Abtreibung immer schon, weil man wegen
der Schande oder aus wirtschaftlichen Gründen abtrieb und viele (kath.) Frauen dabei starben. Die indirekte
Abtreibung war übrigens immer schon von der Kirche geduldet bei einer lebensrettenden Operation der Mutter.
Das Moment der Schande oder Hilflosigkeit sollte man nicht unterschätzen. Auch schwerwiegende Entäuschung
über den Charakter des Erzeugers kann im Spiel sein. Motive der Familienschande haben sich leider schon
auf andere Dinge verlagert. Um seiner Familie, inklusive geliebter Tochter, eine Zukunft in Schande zu
ersparen, hat unlängst der grausame Hackenmörder alle 5 Verwandten mit einer Hacke getötet. Könnte
für ihn, der 300.000 EUR verzockt hat. nicht auch das überlieferte Wort Jesu gelten: „Er wäre besser
nie geboren worden!“ (Mk14,21; Mt26,24)
Bischof Schwarz Ein Blick ins „Standard-Archiv zeigt, dass Elisabeth Steiner am 27.5.08. in ihrem Artikel
nichts über private Beziehungen zu einer Frau geschrieben hat. Dass der bischöfliche Exsekretar „hw.“
Zlanabitnig 5facher Familienvater ist, wurde hier schon erwähnt. Bischof Schwarz traut sich wahrscheinlich
zu, die kleine Diözese ohne Generalvikar zu führen, bis er sein passendes „zweites Ich“ gefunden hat.
Nicht zuletzt, weil er selbst zwar Dozent für Homiletik in Wien war, aber gleichzeitig doch sehr intensiv
10 Jahre lang eine anspruchsvolle Landpfarre in seiner niederösterreichischen Heimat geleitet hat. Die
Kärntner haben eine andere Mentalität, an die man sich erst gewöhnen muss. Viel einfacher wäre es
ja, wenn jede Diözese, jede Pfarre ihre Hirten selber wählen könnten wie es ursprünglich einmal war.
Für Alle – Diskussion Hätte nicht geglaubt, dass der Hinweis auf das Opferblut Christi FÜR ALLE wieder
solche interessanten Kontroversen hervorrufen könnte. Ganz allgemein taucht hier die Frage auf, ob die
Eucharistie oder die anderen Sakramente zur Abschottung und Eingrenzung, oder eher zur allgemeinen Entkrampfung
und Entgrenzung beitragen sollen? :&)
Sozialkatholischer Kreuzstab Ein Lichtblick! Auch ich mag alle jansenistischen, engstirnigen Darstellungen
des Gekreuzigten nicht. Interessant finde ich, dass es bei den Einsetzungenworten zuerst heißt „Leib
der für euch hingebegenben wird“. Und dann horizonterweiternd „Blut, das für euch und für alle vergossen
wird. Da lob ich mir das Franziskuskreuz mit seiner weitherzigen, einladenden Geste! :)3
Geld-,Zins-, Casinoverbote??@soz.kath. Lieber Sozialkatholik, den institutionellen Verfall des franziskanischen
Armutsideals kann man nicht leugnen. Das heißt aber nicht, dass es nicht viele Idealisten gibt, die versuchen,
im franziskanischen Habit das Armutsideal zu pflegen. Dazu www.kreuz.net/…ticle.6639-page.html Geld
ist an und für sich nichts Schlechtes (Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist), aber Neureiche auf Kosten
der Armen gab es zur Zeit des Franziskus auch damals genug. seinen eigen Vater eingeschlossen Auch in
der Kirche gab es solche. Wenn wir schon Palmsonntag haben: Antonius von Padua, der studierte Freund des
hl. Franziskus, verglich die reichen Prälaten mit trägen Schlachtrössern, die sich nicht in die gesistliche
Kampfarena bringen lassen. Im Wohlleben versunken, hängen sie wie das Eselsfohlen an den Zizen der Wohllust,
schrieb er in seine Predigtanregungen. Zinsverbote für Christen haben die Nichtchristen (Juden) zu Geldprofis
gemacht. Die Börse ist wie ein Casino ohne Musikbegleitung. Nur ist alles nicht so ganz dem Zufall überlassen.
Man hat kaum noch Casinobesucher im Ordensgewand gesehen. So spielt man halt insgeheim mehr oder weniger
geschickt, natürlich zum Wohl des Ordens, an der Börse.
#49 franziskus 18:41:51 | Donnerstag, 13. März 2008
Börsenhandel@sozialkatholisch Der hl. Franz und seine Brüder haben zum Vorteil des einfachen Volkes
mit ihren „montes misericordiae“ dem mittelalterlichen Zinsenwucher Einhalt geboten. Schamlose Wucherzinsen
und Betrügereien gibt es auch heute noch und ich kann Ihrer Schilderung der Missstände nur zustimmen.
Seriöse Fonds in Profihänden sind sicher eine gute Alternative. Übetriebene Anpreisungen und Versprechungen
gibt es genug. Da muss man eben vorsichtig sein und nicht der Gier nach mehr nachgeben. Es gibt auch solide
und erfahrene Analysten, die nicht nur fundamental, sondern auch charttechnisch versiert sind, M. Düvel
zum Beispiel: www.taprofessional.de/ Wer es nicht allzu eilig hat, ist da gut bedient. Aber der Börsenhandel
ist und bleibt ein Nullsummenspiel, was einer (vorübergehend) verliert, gewinnt ein anderer.
#44 franziskus 13:30:45 | Donnerstag, 13. März 2008
Nullsummenspiel@sozialkatholisch Man muss unterscheiden zwischen Aktiengewinnen und Börsengewinnen. An
der Börse kann einer, der an steigende Kurse glaubt, nur kaufen, wenn andere das nicht glauben und trachten,
dass sie vor dem vermeintlichen Rückgang oder Absturz rechtzeitig verkaufen. Die Börsentransaktionen
sind ein Nullsummenspiel, das viel Geschick und eine gute Spürnase erfordert. 20% durchschnittlichen
Gewinnern stehen 80% durchschnittliche Verlierer auf längerer Sicht gegenüber.
@ sozialkatholisch Die Gewinne an der Börse zahlen nur die schlechteren Spekulanten. Wenn die Kreuzschwestern
intelligente Börsengewinne durch Minimierung der Motive Gier oder Angst machen, kann man sie nur bewundern.
Dass sie die Gewinne für gute Zwecke verwenden, darf man annehmen!
Radikaler als man denkt Mit seinen Denkansätzen passt Martin Luther besser in die heutige Zeit der Relativität.
Festgefahrene Schwarz-weiß-Positionen werden in Frage gestellt, auch theologische Konstruktionen können
hinterfragt werden. Wer kennt sich heute noch aus bei den mitteralterlichen Begriffen von Substanz, Akzidentien
oder Wesenheit. Alles noch vom uralten Aristoteles. Luther vergleicht die von Christus mit seiner Liebe
erfüllte Hostie mit dem kalten Eisen, das plötzlich glühend und heiß wurde. Heute braucht man ja nicht
mehr so viel Angst haben, dass kirchliche Reformen so fatale politische Folgen haben könnten.
Non sedi datus Ohne Haarspalterei zu betreiben, könnte man Weihbischof „von“ Wien sagen, wenn er definitiv
(von Rom aus) zum Nachfolger bestimmt worden wäre. Mit Gotthard und wiener möchte ich meiner Freude
Ausdruck verleihen über die Ernennung eines jungen, nicht so weltfremden Bischofs. Nicht weltfremd wäre
auch sein Vorgänger Krätzl gewesen, der schon als junger Priester Zeremoniär des weltoffenen Erzbischofs
König war. Mit viel Geschick hatte er als Generalvikar die Leitung nach König, aber die schwarzen Politker
nahmen Einfluss und so kam ein homophiler Bischof, Hermann Groer, überraschend zum Zug. Des Nuntius geheime
Umfrage war vorher nur eine Augenauswischerei. Die Diözesanpriester, die Hofrat Groer vom Kleinen Seminar
her kannten, haben an ihn kaum gedacht. Nur, weil er zu seinen monatlichen mariansichen Wallfahrten regelmäßig
Kurienbischöfe eingeladen hatte, war er in Rom überhaupt bekannt. Aber das Ganze passt zum Thema eines
Krätzlbuches: „Im Sprung gehemmt“ wurde die Kirche, als sie versuchen wollte, über ihre eigenen Schatten
zu springen. Schön, das man Krätzl nach seinem pflichtgemäßen Enthebungsgesuch noch ein Jahr beließ.
Eine späte Wiedergutmachung für die Verleumdungen, die er als potentieller Nachfolger erdulden musste.
Klein und verkümmert? Meist ältere rotgewandete Herren scheinen da irritiert zu sein nach der Aufhebung
des Zölibats. Bringen doch Farbe und Insignien die Erhabenheit des Priestertums deutkich zum Ausdruck.
Die Ehe scheint minderwertig, das Priestertum über alles erhaben zu sein. Daher spielt es in der Ostkirche
keine Rolle ob jemand vor der Priesterweihe geheiratet hat. Wer will, muss noch schnell vorher auf Brautschau
gehen oder am Besten Mönch mit strengen Gelübden werden. So ist in der Ostkirche die Ehe kein Weihehindernis,
aber die Weihe ein Hindernis für nachträgliche Ehe. In der lateinische Kirche gibt es beide rechtlichen
Schranken: Ehe ein Weihehindernis und Weihe ein Ehehindernis. Die Ehe wird also nicht so minderwertig
oder belanglos hingestellt. Über den eigenen Schatten zu springen ist schwer. Man müsste bei den protestantischen
Christenbrüdern bescheiden nachfragen, wie die jahrhundertealte Institution des Evangelischen Pfarrhauses
am Besten funktioniert. Findet ein akademischer Weihekandidat seine bessere Häfte kann nur Gutes herauskommen.
Pastorenkinder wurden oft nicht berufliche Nachfolger, aber aus ihren Reihen stammen hervorragende Persönlichkeiten.
Traut sich unsere Kirche keinen solchen Beitrag für die Menschheit zu? Müssen die von Gott für den
Nachwuchs geschaffenen Werkzeuge verkümmern?
#22 franziskus 09:41:59 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Danke RR Kluge Worte eines weisen Mannes. In der Alten Kirche nannte man das oikonomia – ein Prinzip,
das leider in der lateinischen Kirche über viele Jahrhunderte zugunsten eines neurotischen Rubrizismus
aufgegeben wurde. Bekanntlich lesen die Kapuziner noch bei Tisch regelmäßig das geistliche Testament
des Ordensgründers Franziskus. Dieses für Rom peinliche Testament wurde 1230, 4 Jahre nach dem Tod des
Heiligen, für ungültig erklärt, weil Franziskus zur Zeit der Abfassung nicht mehr Ordensoberer war.
Darin entwickelte er die Vision einer neuen, vom Hl.Geist erfüllten Kirche, die mehr Gottvertrauen hätte
und weniger Rubrizistik. Später wurde diese Idee vom Abt Joachim de Fiori aufgegriffen, der nach den
Epochen des Vater und des Sohnes eine Epoche des Hl. Geistes ausgerufen hat und dessen indizierten Schriften
die Konventualen in ihren Bibliotheken versteckt hielten. Alles sehr unangenehm für eine Kirche, die
sich einen Luther hätte ersparen können. o^/
#90 franziskus 17:56:19 | Mittwoch, 5. Dezember 2007
Bayerische Unwürden In ganz Bayern mit mehr als 7 Millionen KatholikInnen hat sich nach römischen Befund
kein einziger fähiger Priester für dieses Amt finden lassen. Allerorten Unwürden, nirgendwo Hochwürden.
Johannes Paul II. hat sich noch getraut, München einem aus dem verwegenen Stamm der Bayern anzuvertrauen,
einem gewissen Joseph Ratzinger. Schwamm darüber! (Aus JA, die neue Kirchenzeitung) Krampus lässt grüßen!
#52 franziskus 07:12:00 | Mittwoch, 14. November 2007
Staatskirchenmacht Ein bisschen verliebt sind österreichische Bischofe oder Kapitulare schon in ihre
altehrwürdigen, vergoldeten Brustkreuze, auf denen eingraviert ist, welcher weltliche Herscher oder Kaiser
sie verlien hat.
#24 franziskus 18:40:50 | Donnerstag, 8. November 2007
Gott und Teufel Innitzer war scheinbar nicht Schönborn, sonst hätte er wie Schönborn aus einer Kaderschmiede
wie Kienberg-Gaming nicht nur einen, sondern viele Teufelsaustreiber (Exorzisten) rechtzeitig ernannt.
#40 franziskus 16:27:25 | Mittwoch, 7. November 2007
Neothomismus? :&) Eure Beiträge sind zwar kontrovers, aber hochstehend. Rechtspositivsmus, Naturrrecht
oder göttliches Recht? Unbefleckt empfangen oder sündig? Luther, der echte) würde sagen, Gott schafft
Sünde, damit daraus Heiligkeit enstünde, dank seiner Gnade. Ganz allgemein hinkt die Kirche im Zeitalter
der Quantenphysik oder Unschärferelationen mit der statischen Glaubenslehre eines Thomas von Aquin der
Gegenwart hinterher. Nachkriegstheologen wie Johannes Messner oder Albert Mitterer haben diese Wand aus
philosophischen Dogmen zu durchbrechen versucht. Messner mit dem Naturrecht, Mitterer als Gegner des Hylomorphismus
und der mittelalterlichen Erzeugungs- und Entwicklungsmechanik. Mitterer versuchte auch eine Biologie
der Hl. Familie zu entwickeln. Die Frau könne auch ohne Zutun des Mannes unter außergewöhnlichen Umständen
in Parthenogenese ein Kind zur Welt bringen. Als ich einmal meinen (gläubigen) Urologen nach dieser möglichen
Erklärbarkeit der Menschwerdung Gottes fragte, sagte er. „Ja gut, die Reifung eines Kindes wäre eventuell
auch ohne Mann möglich, aber dann würde es ein Mädchen werden. Woher kommt das Y-Chromosom von Jesus?“
#19 franziskus 09:00:19 | Freitag, 2. November 2007
Bestattungsrecht für Abgetriebene Christliche Trauerkultur legt es Eltern nahe, ihre totgeborenen Kinder
ohne Unterschied des Alters oder Gewichtes würdig bestatten zu lassen. Die Abgetriebenen sind genauso
für eine ewige Neuschöpfung vorausbestimmt. Wäre es nicht eine makabre Abschreckung, wenn man vorher
sagte: Sie bekommen nachher in einem kleinen versiegelten Paket das Ergebnis zur möglichen Bestattung?
Übrigens: Den weitestgehenden Schutz für Ungeborene von Vater Staat zu erwarten, ist vielleicht zu viel
verlangt in einer Zeit, wo immer weniger Staaten in der Lage sind, ihre lebenden Bürger zu schützen.
#37 franziskus 05:28:55 | Dienstag, 14. August 2007
Blutopfer Solche bei den Haaren herbeigezogenen Vergleiche sind immer verdächtig. Der würde den Unsinn
nahelegen, dass Jesus, der immer gegen die blutigen Tempelopfer war (Barmherzigkeit will Gott, nicht Opfer),
sich selbst dem blutsaufenden Teufel zum Opfer gebracht hätte.
#19 franziskus 07:13:31 | Sonntag, 12. August 2007
Kleiner Unterschied Die Franziskaner-Minoriten hatten in der Zwischkriegs- und Kriegszeit mit 800 Ordensbrüdern
auch ein kleines Medienimperium mit Tages- und Wochenzeitungen geschaffen. Sie haben nicht wie die Redemptoristen
polarisiert, sondern der Gründer, P. MAXIMILIAN KOLBE, der auch ein großer Marienverehrer war, ist wegen
seiner versöhnlichen Artikel von den Nazis ins KZ Auschwitz gesteckt worden, wo er sich zur Rettung eines
Familievaters zum Tod im Hungerbunker meldete und mit neun anderen in Würde und betend gestorben ist.
Sein Heiligenfest ist übrigens bald am 14. August. Es lebe der kleine Unterschied!
@ wiener – priestergehälter danke, lieber wiener, für die aufklärung! ehrlich, das entspricht ganz
meiner meinung. was der grieche in salzburg sagte, dass man die kirchenbeiträge erhöhen müsse, wenn
priester eine familie haben, ist nonsens. wenn bei uns schon 75% der kirchenbeiträge für die personalkosten
herhalten müssen, dann nur weil die bürokratie überhand nimmt und immer wieder neue laienposten geschaffen
werden. niemand hat noch eine einfache aufwandsbalance errechnet:wieviel ist einem bischof der durchschnittliche
laie im bruttoaufwand wert und wieviel der durchschnittliche kleriker. bei einer solchen prokopfberechnung
müsste man auch die einfachen pfarrhaushälterinnen, die ja angestellte des priesters sein müssen, mitgezählt
werden. deren abfertigung muss vom pfarrer aufgebracht werden, der keinen ersatz dafür bekommt. dazu
kommt noch die vorsintflutliche regelung, dass diözesanpriester nicht den schutz der staatlichen sozialversicherung
genießen dürfen. die superiorenkonferenz hat in den 70er jahren ein einmaliges angebot zur asvg-übernahme
des klerus verhindert. außerdem gibt es unter den priestern bedeutende klassenunterchiede. solche, die
als hauptamtliche religionslehrer, heereskuraten usw. sozialversichert und besser besoldet sind, dazu
die weltpriester, die dreimal mehr pfarren betreuen müssen als ordenspfarrer, wenn sie auf deren steuerfreues
brutto für netto kommen wollen.
Prophet Manjackl? Pater James hat auch hier in Österreich ekstatische und bußfertige Anhänger. Er selbst
wurde, wie er auf seiner hompage im „Bekenntnis“ kundtut, von einem jungen, gesitbegabten Charismatiker
von schwerer Krankheit geheilt. Vom Geist erfüllt hatte er dann unter Anderem folgende Vision, in der
Christus zu ihm sprach: „James, du bist mein Priester für immer. Schon als ich im Leib meiner Mutter
(der Schoß Mariens) empfangen wurde warst du dabei als Priester der teilnimmt an meinem ewigen Priestertum.
Ich vergebe dir all deine Sünden und mache dich vollkommen neu“. Gott sei Dank, dass solche oder andere
„Privatoffenbarungen“ niemals kirchliche Lehre sind oder waren.
#18 franziskus 10:06:11 | Dienstag, 17. April 2007
arianisch – marianisch Am meisten musste ich lachen über eine Vorlesungseröffnung von Ratzingers Prof.
G. Söhngen: Hieronymus wachte auf und seufzte: Der Erdkreis ist arianisch! Und ich wachte heute auf und
seufzte: Der Erdkreis ist marianisch! Vielleicht gibt Benedikt XVI. deshalb kein Buch über Maria, sondern
über Christus heraus!
Lateinische Messe – Schleier der Barmherzigkeit Solange die Messen lateinisch gehalten wurden, war es
für viele einfache Gläubige ein Segen, dass sie nicht alles verstehen konnten. Ein Altabt hat öfter
erzählt, eine Bäuerin habe ihm gegenüber sehr bedauert, dass sie jetzt wirklich verstehen müsse, was
die Kirche da betet. Es könnte passieren, dass der KORAN vergleichsweise als human empfunden wird – weil
er ja Gott hauptsächlich als RÄCHER für Immoralität darstellt, nicht aber als einen VATER, der seinen
eigenen Sohn öffentlich hinschlachten lässt, um sein Fleisch dann als Speise zu verteilen.
#17 franziskus 14:28:19 | Montag, 26. Februar 2007
Faschingsfantasien Eine teilweise Aufhebung des Pflichtzölibats wäre sinnvoll. Es gibt ja in der Kirche
den Ordensstand, wo man einem bestimmten Idol der Christusnachfolge wie einem St. Franziskus in zeitgemäßer
Form nachzueifern sucht. Die vielen Orden sind vom hl. Geist inspirierte schöpferische Minderheiten in
der Kirche mit strengen Regeln oder Maßstäben. Dort werden die drei evangelischen Räte: Armut, Gehorsam
und Keuschheit durch freiwillige Gelübde verwirklicht. Die Orden befürworten eine Aufhebung des Pflichtzölibats,
damit niemand nur die Not der Pflicht zur Tugend macht nach dem Motto: wenn schon, denn schon. Die „Spiegeleien“
sind nur reine Faschingsfantasien zum Lachen.
#24 franziskus 16:02:16 | Samstag, 3. Februar 2007
Gnadenziel Wenn man Hasenhüttl und posthum Spittal wegen eines anthropologischen Theologieansatzes einen
Häretikerstrick drehen will, finde ich das unfair. Wer von wissensstarken theologischen Polihistors unserer
Zeit soll noch ein Häretiker sein? Etwa auch Karl Rahner? Gott im Menschen und in menschlichen Beziehungen
zu erkennen ist doch nichts unchristliches! „Wer mich sieht, sieht den Vater!“ sagt Christus. So wie er
Gott und Mensch und nicht reißender Wolf für die Mitmenschen zu sein, wäre doch das schönste Gnadenziel!
:)3
#32 franziskus 20:00:48 | Mittwoch, 10. Januar 2007
Wolf von Gubbio Natürlich wird keiner gerettet und ins Himmelreich gezwungen, der nicht will und hoffnungslos
im Hass verhärtet ist. Die Legende vom mörderischen Wolf, der von Franziskus gezähmt und lammfromm
wurde, deutet aber doch die Möglichkeit an, dass er eine umfassende Bekehrung jedes Menschen für möglich
hielt. Selbst Ganoven haben eine Gewissensehre. Und eine gewaltige Umstellung oder Resozialisierung ins
ewige Leben hinein steht uns allen bevor.
#64 franziskus 10:07:48 | Samstag, 9. Dezember 2006
Viel Lärm um Nichts Mit meiner Überschrift schließe ich mich der Mehrheit an. Dank gebührt +net für
die pointierten Artikel und die Plattform auf der man auch gegenteilige Meinungen posten kann. Traurig
sind nur die unschönen gegenseitigen Beschuldigungen oder Gefühlsausbrüche. Passen nicht gut in die
vorweihnachtliche Zeit. Wie schön wäre es, wenn sich die Kontrahenten nicht anonym, sondern Aug in Aug
einfach als Menschen begegnen könnten. Und das Wort ist Fleisch geworden, das heißt ja nur, das Gottes
Sohn in die ganze Menschheit hineingeboren wurde, nicht nur in das jüdische Volk. NB: Wie man die materielle
Existenz eines Paters gefährden könne ist mir schleierhaft. Ein Pater hat ja mit seinem Armutsgelübde
(wenn es feierlich war) auf jede Geschäftsfähigkeit verzichtet, weil der Orden bis zum Lebensende für
ihn sorgt.
#3 franziskus 16:25:35 | Mittwoch, 8. November 2006
Wickerls Pforten der Hölle So schnell wird die katholische Kirche nicht überwältigt werden. Schon
gar nicht wenn ein paar fortschrittlichere Bischöfe, Kardinäle oder Präfekten ernannt werden. Vom Franziskaner
Hummes können sich die weltweit 270.000 Weltpriester wahrscheinlich mehr erhoffen als bisher von Hoyos,
der die Mächtigen hofierte und nur die Lefebvrianer zurückholen wollte, während Millionen brasilianischer
Katholiken mangels seelsorglicher Betreuung zu den Sekten abgewandert sind. Der Papst kennt Hummes persönlich
gut und vertraut ihm. Noch ist Rom nicht ausradiert wie seinerzeit Jerusalem, dass wir dieses triumphalistische
Zitat (Mt.16,18) hervorholen müssten.
#37 franziskus 12:02:50 | Dienstag, 3. Oktober 2006
daß „der Prophet in der Heimat nicht beliebt sei“, Hw. Zuber, der vielleicht wie Jesus in seiner Heimatstadt
nicht angenommen wurde, musste wahrscheinlich Anschuldigungen oder Verleumdungen bis hinein zum Generalvikar
erdulden. Statt einem Priester die Stange zu halten,geht man lieber den Weg einer Versétzung, „im tiefen
Einvernehmen.“
#81 franziskus 10:19:22 | Donnerstag, 28. September 2006
Gott als Freimaurer? Gott habe die Welt wie ein genialer Baumeister konstruiert und geschaffen und sei
dann befriedigt nach Hause gegangen. So ungefähr sehen dies die Freimaurer mit ihrem deistischen Gottesbild.
Dieses amoralische Gottesbild kann einen Christen nicht befriedigen. Vernunft, Wille oder gefühlsmäßige
Intuition müsse uns genügen, diese Welt schöpfungsgerecht für alle Lebewesen zu gestalten. Natürlich
mit Hilfe der auserwählten Freimaurer. Die Kirche gibt uns aber Hinweise über das logische Schöpfungsmotiv
Gottes, z.B. im Hochgebet der 2. Standardmesse. Dort wird von Jesus Christus, den gesandten Erlöser und
Heiland gesagt: Er ist dein Wort, durch ihn (seinetwegen) hast du alles erschaffen. Das Tatmotiv des Schöpfers
konnte nicht ein außerhalb seiner selbst existierendes bloßes Geschöpf sein, das milliarden Jahre nach
dem Urknall erscheinen würde. Unser (Dreifaltigkeit-) Glaube besteht nun darin, dass Gott von Anfang
an vorhatte, sich mit seiner Schöpfung in Jesus Christus zu verbinden, um uns selbst in seiner Liebe
eine Kraftquelle für humane Weltgestaltung zu geben. Das Kreuz Christi sollte beweisen, dass brachiale
Gewalt im Namen Gottes (im Heiligen Krieg) dabei nicht in Frage kommen kann.
#83 franziskus 22:43:55 | Sonntag, 17. September 2006
@A. Zayadeh: Glaube ans Kreisquadrat Es gibt Gesetze der Logik oder der Vernunft, die von Gott kommen
und daher von ihm auch nicht außer Kraft gesetzt werden (können). Der Papst meinte einfach, dass der
Glaube Frucht der Seele und nicht des Körpers ist. Um eine vernünftige Seele zum Glauben zu führen,
braucht man gute Rede und ein rechtes Denken, nicht Gewalt oder Drohung. Nicht vernunftgemäß handeln,
ist dem Wesen Gottes zuwider. Für die moslemische Lehre hingegen ist Gott absolut transzendent. Sein
Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden, auch nicht an die Vernünftigkeit. Gott sei auch nicht
durch sein eigenes Wort gehalten und nichts verpflichte ihn, uns die Wahrheit zu offenbaren. Wenn er es
wolle, müsse der Mensch auch Götzendienst treiben. So erklärt es uns zum Beispiel ein gewisser Ibn
Hazn auf moslemischer Seite.
#75 franziskus 20:01:26 | Sonntag, 17. September 2006
Eckiger Kreis Dschihad, heiliger Krieg, ist für Moslems kein Widerspruch. Überhaupt könne sich Gottes
Wille über alle menschlichen Denkkategorien hinwegsetzen. Für absolut gläubige Moslems müsse es aber
denkbar sein, dass Gott einen eckigen Kreis erschaffen könne. Diese unvernünftige Rückschrittlichkeit
hatte eben schon der byzantinische Kaiser angesprochen. Aber der Logos, die Vernunft, ist Fleisch geworden.
Nach christlichem Verständnis kann es daher keinen „Heiligen Krieg“ zur Ausbreitung des Glaubens geben.
Vielleicht weiß dieses philosophische Zitat wenigstens die Orthodoxie zu schätzen.
#33 franziskus 10:56:21 | Montag, 11. September 2006
Die „Rache Gottes“ Typisch kreuz.net. Wenn man die Rache Gottes in der Überschrift unter Anführungszeichen
gesetzt hätte, wären wahrscheinlich mehr Leute neugierig geworden, wie sie wirklich ist oder ausschaut.
Im letzten Sonntagsevangelium berührte Jesus mit Speichel die Zunge eines Stummen. Wenn er bei der Mundkommunion
mit seinem eucharistischen Leib direkt die Zunge berührt, hat das sicher auch einen heilenden Effekt.
Die Handkommunion wird ihn auch nicht aufregen. Schließlich hat er seinen Leib brutalen Feinden ausgeliefert.
Die ihn jetzt zwischen die Finger bekommen, wollen doch seine Freunde sein! Gedanken- oder Ehrfurchtslose
wird es immer geben.
#21 franziskus 18:24:55 | Montag, 4. September 2006
@Geistige Koronarverfettung im Wohlstand ist nichts Neues. Der Same des wahren Christentums ist und bleibt
das Blut der Märtyrer. Und wie sollte Benedikt XVI. heute noch die neuzeitliche Kirchenbaugeschichte
umdrehen können? Würde er nicht Ursache mit Wirkung verwechseln? Aber man könnte sicherlich ganz allgemein
aus verschiedenen Richtungen mehr für die transzendente Grundlagen des Glaubens tun. Wir beide werden
die Misere nicht beenden.
#19 franziskus 13:55:22 | Montag, 4. September 2006
@Pünktchen – conversi ad Dominum Im Wesentlichen scheint dies die Ausrichtung der Kirche auf den erwarteten
und kommenden Herrn zu sein. Endzeiterwartungen sind bei verfolgten oder sozial gedemütigten Christen
sehr populär. Sonst hätten die endzeitlich ausgerichteten fundamentalistischen Sekten (zB in Südamerka)
nicht solch enormen Zulauf, auch und gerade von katholischer Seite. Was ist gescheiter: Gemeinsam in eine
Richtung dem wundersam mächtigen Herrn entgegen zu blicken, oder sich um IHN am Altar als seine Herde
kollektiv zu scharen? In unseren Wohlstandsbreitengraden genügt wahrscheinlich die Adventzeit für eine
endzeitliche Besinnung.
#17 franziskus 11:40:31 | Montag, 4. September 2006
@pünktchen Stimmt, es war nur ein Sublink zu einem teilweise politischem Artikel über Pius Parsch. Wenn
aber die gemeinsame Hinwendung nach Osten beim Gottesdienst ein gemeinschaftliches Gegenüber von Priester
und Volk am heiligen Opfertisch verhinderte, können wir heute nur froh sein, dass die Hinwendung nach
Osten (auch Mekka liegt ungefähr dort) von heutigen Christen nicht mehr verstanden wird.
#15 franziskus 10:48:01 | Montag, 4. September 2006
@pünktchen – Pius Parsch Danke für die Horizonzerweiterung mit dem link zum Artikel vom 30.3.2005 über
Pius Parsch. Die erwähnte Arbeitsgemeinschaft für den religiösen Frieden, Kardinal Innitzer und auch
Parsch hatten sich schwer in der Einschätzung Hitlers getäuscht. Gastarbeiter unter den Priestern aus
Deutschland, die über einen Orden nach Österreich kamen, haben die anfängliche Euphorie verstärkt.
So hatte ein gewisser P. Dr. Sigismund Brettle für seine in Wien neu gegründete Kath. Aktion den Vereinsgruß
KADA-Heil vorgesehen und deutschtümlerische Predigten gehalten, die viele sehr beeindrucken konnten.
#10 franziskus 10:21:46 | Sonntag, 3. September 2006
Pius Parsch Wenn schon posthum alte Meinungen verzapft werden, darf man auf einen alten Pionier hinweisen,
der schon in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen als Fachmann in St. Gertraud, Klosterneuburg bei
Wien, erstens nie eine Messe ohne Volk und zweitens immer zum Volk gewendet zelebrierte. Pater Pius Parsch
war sicher kein Trottel, der sich das aus den Fingern gesogen hat.
Diakon Ja, Priester Nein! Priester wollte er nie werden, dieser Franz v.A. Dass ein Priester nur die potestas
in corpus euchariaticum, also die besondere Macht zur Wandlung in der Messe haben sollte, ein Bischof
hingegegen die potestas in corpus mysticum, die Macht über die Gemeinde(n) haben sollte, war ihm, der
eine neue Kollegialität oder Brüderlichkeit einführen oder wieder herstellen wollte, zu kompliziert.
Als Diakon der Kirche mit gewissen Charismen zu dienen, schien ihm angemessener zu sein. Er wollte sich
nicht zum Übermenschen machen lassen. Sogar heute noch nehmen es die Menschen dem Priester übel, wenn
er im Auftrag Gottes kommt und doch nur ein Mensch ist. Auch ein Diakon kann Gotteserfahrung vermitteln,
fern von jedem hierarchischen Sakramentenkapitalismus.
Glaube ohne Mythos Mutig hat Hasenhüttl in seiner Dogmatik obigen Titels viele Scheinargumente der kirchlichen
Praxis entlarvt. Was sind das für Maßstäbe? Unterdrückern wird die Eucharistie kirchlicherseits gereicht,
liebenden Menschen, die nicht kirchenrechtskonform leben, wird sie verweigert. Diese kirchliche Praxis
zerstört den Sinn der Eucharisteifeier… Wir können nur hoffen, dass das kultische, sakramentale, symbolische
Mahl entmythologisiert einmal wirklich das bezeichnet, was es bewirken will: Versöhnung und Verständigung
aller.(S.489)
@Artois: Lügnerischer Strolch Weil sie nicht einmal den Weltpriestern erlaubt das Menschenrecht, eine
Familie zu gründen, auszuüben? Sie sind ein lügnerischer Strolch, bitte legen Sie sofort ihren lügenhafter
Weise angemaßten Nickname „franziskus“ ab!!! Sie müssen ihren Franziskus ja besser kennen als Thomas
von Celano. Der schildert nämlich, dass nur die freigewählte Armut ihn den Gedanken verwerfen ließ,
eine Familie zu gründen. Einem Bruder, der die gespenstische Szene beobachtete, verbot er darüber zu
reden. Wie Franz aus frischgefallenem Schnee im Mondenschein sieben Figuren formte und sich selbst zurief,
jetzt diese alle zu ernähren. Vielleicht hatte ihn Frau Jacoma di Settesoli direkt oder indirekt auf
diesen menschlichen Gedanken gebracht. Sie war nämlich 30jährig 1217 Witwe geworden. Jedenfalls war
Franz normal und nicht homophil. Gott sei Dank, sind auch die meisten Priester normal und denken manchmal
an so was
Menschenrechtkonvention Warum verletzt die Kirche ständig die Menschenrechte? Weil sie nicht unterschrieben
hat? Weil sie nicht einmal den Weltpriestern erlaubt das Menschenrecht, eine Familie zu gründen, auszuüben?
o^/
Kirchensteuer statt Kinder Bravo! Eine sehr gute Gegenüberstellung. Wenn man in der Steiermark dem Haupteinnahmeposten
Kirchenbeitrag den Hauptausgabeposten Personalkosten gegenüberstellt, ergibt sich, dass der Kirchenbeitrag
zu 75% von den Personalkosten gefressen wird. (Fast wie beim ÖGB) Immer mehr hauptberufliche Mitarbeiter
sind nicht das Ideal für eine Kirche, deren Gründer sein Leben freiwillig opferte. Die Basis und die
ganze Kirche könnten nicht existieren ohne vorwiegend freiwillige Mitarbeiter, die weder auf Zeit noch
Mühe schauen. (Wie auch bei jedem besseren Verein)
Gotthard: Zweifel „Ich bezweifel, dass Thomas von Aquin oder Papst Benedikt mehr „begreifen“ von der Eucharistie
als ein Mensch mit einer schweren geistigen Behinderung.“ Die Kommunion als einfache transzendentale Medizin
oder gemeinsames heiliges Brot ist für Behinderte denkbar und zulässig, auch wenn sie nicht begreifen,
was Franz von Assisi meinte als er jedesmal mit seinen Brüdern in die Knie sank wenn er eines Kirchtuirms
ansichtig wurde: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz
hast du die ganze Welt erlöst!
himmlische Medizin Die Kommunion ist wohl kein Placebo, das nur wirkt oder esistiert, wenn man fest daran
glaubt im Augenblick des (würdigen?) Empfangs. Sie ist nach katholischer Auffassung ein wahres Himmelsbrot,
im innersten eine verklärte Substanz, ein unverdientes Geschenk, wie eine homöopathische Medizin. Gott
streut die Samen (seiner Liebe) großzügig aus wie er das immer macht, ohne über Verschwendung zu klagen.
Gönnen wir jenen, die nichts begreifen wenigstens die himmlische Medizin.
#13 franziskus 19:27:04 | Dienstag, 28. Februar 2006
Mittelstürmer Ein Bischof hat es nicht leicht. Rücksicht nach oben und unten zugleich. sportlich gesehen
ist er der Mittelstürmer im Team. Aber ohne rechten und linken Flügel geht es nicht. Hätte er nicht
den linken Flügel, wäre er kein Mittelstürmer. Den rechten hat er gut einzementiert z.B. als Domkapitel
mit golden Brustkreuzen, die vom Kaiser gestiftet wurden. Nostalgie pur, wenn man bedenkt, dass die gewaltsame,
aber klare Scheidung oder Degradierung der Mutter Kirche von Vater Staat jetzt schon bald 68 Jahre her
ist. Es gibt viele Relikte oder Strukturen der guten alten staatskirchen Zeit von denen man sich nicht
trennen kann oder will.