Freitag, 3. März 2006 14:04
Lesername: Hrodgar
Beiträge: 224
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Dienstag, 21. März 2006 12:12
Hrodgar: Lesen bildet
ich gehe davon aus, daß es sich bei diesen Zeitschriften oder Büchern oder was immer es ist um zweifelhafte Quellen handelt, sonst würden Sie nicht so polemisieren.
Ich muß sagen, daß ich sie nicht kenne.

Ich bezog mich übrigens auf die Apostelgeschichte. Diese findet sich meines wissens in der Heiligen Schrift.
Habe ich etwas gesagt, was in der Näher der genannten Schriften liegt, dan sagen sie es und zeigen Sie es auf. wenn nicht: was soll das dann?
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Dienstag, 21. März 2006 12:06
Hrodgar: liebe Paula
um ehrlich zu sein:
seit ich mich den Alten Göttern zugewandt habe, geht es mir wesentlich besser und vor allem: Den anderen geht es mit mir besser.
Was ich an Rückmeldungen bekommen habe, strahle ich nun wesentlich mehr Ruhe und Sicherheit und Geborgenheit aus.

Utopisch klingt das alles nicht: Die Götter sind real im Leben spürbar. Und wenn ich mich darauf einlasse, keinen „Schleudersitz aus der Verantwortung“ in Form einer Beichte zu haben, jedoch irgendwann meinen Ahnen Antwort geben zu müssen, dann führt das zu einem wesentlich bewussteren und friedlicheren Leben.
Es ist eine sehr tiefe Bewußtwerdung des Lebens und ein sich einbetten in den Lauf der Natur.
Meine Götter sind immer bei mir, ich kann sie immer erreichen.

Ich habe mich mal über unwetter geärgert, weil ich draussen war. Ich rief „Donar, dann lass doch blitze krachen, regnen tuts eh schon“
In derselben sekunde fuhr ein blitz direkt vor mir herab, gerade soweit, daß er mich nicht verletzte.
Es war der einzige Biltz an dem ganzen wochenende. Er hätte mich treffen müssen, ich war höher als der Einschlagspunkt und hatte ein schwert gen himmel gereckt.
Donar wollte mir einfach nur zeigen, daß er da ist und ich ihn nicht vergageiern soll…er hätte mich töten können, aber ich hatte nicht einmal angst oder mich erschrocken…es war alles so vertraut
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Dienstag, 21. März 2006 11:35
Hrodgar: @ paula
vielleicht aus diesen Gründen, die wir in dem anderen Thema diskutiert haben.
Vielleicht, weil Menschen tief drinne spüren, daß etwas schieft läuft mit dieser Art der „Verehrung“ eines Gottes, den man „den lieben“ nennt, jedoch „zu fürchten“ lehrt.
Ein Gott, der Höllenqualen androht damit ich ihn liebe erscheint heute vielen sehr widersinnig.
Aber ich glaube, daß es nicht an den Göttern liegt, sondern nur daran, daß die Menschen nur einen davon verehren und den auch noch zum Eifersüchtigen Rachegott stilisieren.
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Dienstag, 21. März 2006 11:21
Hrodgar: weiter gehts, paula
Ja, mit Freude! Weil ich im Opferritual nicht als „flehender Bittsteller“ vor den Göttern knie, sondern symbolisch meine Kraft, meinen Einsatz, meine Fähigkeiten in die Waagschale werfe.
Auch wenn dies so viel weniger ist, als was z.B. unsere Liebe Frau Freyja zu bieten hat, so brauche ich aber dennoch nicht mit leeren Händen erscheinen.
Auf der anderen Seite bin ich nicht passiv, sondern trage von Anfang an etwas zu meinem Heil bei und bitte die Götter nur um das, was ich nicht selber kann.
Warum soll ich Furcht vor der Hölle haben? Die Götter strafen nicht. Bestrafen tut sich ein Schurke selbst.
Meine Taten lenkt kein Gott. Ich kann auch keinen Gott für meine Taten verantwortlich machen.
Es gibt keine Beichte, mit der alles vergeben ist. Habe ich die Treue gebrochen, so muß ich etwas dagegen tun! Ich muß mich wieder bewähren. Dann werden mich die Götter und Ahnen wieder akzeptieren.
Die Götter geben aber Rat und Hilfe, wenn ich das möchte. Tue ich etwas gegen ihren Rat ist das meine Sache. Ich muß ja eh selber geradestehen für das, was ich tue. Auch wenn ich etws tue, weil Wodan es mir rät: Ich trage die Verantwortung!

Die Kirche warnt vor der Hölle, weil es ihr Macht gibt. Wieso soll sich ein Gott ein Leid ausdenken, das er seinen Geliebten Kindern androht dafür, daß sie ihre gottgegebene Freiheit ausüben?
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Dienstag, 21. März 2006 09:42
Hrodgar: wie man sich irren kann
bislang hatte ich immer geglaubt, die Kirche wäre das eine, und die Moslems das andere.
So wie bei Naturreligionen Asatru unvereinbar ist mit Aztekischem Menschenopferwahn.
Jetzt belehrt mich der „heilige Vater“ daß seine Kirche doch dem Islam näher steht als befürchtet.

Wie werden wohl die Juden auf diese „Einladung“ reagieren angesichts der Intifada???

Oh, sie werden sich geschmeichelt fühlen und endlich einsehen, das Jeshua der Messias ist!
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Dienstag, 21. März 2006 09:16
Hrodgar: @Paula
erst nochmal das:
Sicher kann so ein Opfer wehtun. Aber das ist ein Seiteneffekt um den es nicht geht. Schon garnicht wird „Opfer“ und „Solidaritätsgabe“ vermischt. Ein Opfer ist eine Zeichenhandlung an eine Gottheit und das andere ist Existenzsicherung.
Das Bild „Schäfchen“:
Vergessen, was der gute Hirte tut? Er weidet die Schäfchen, er pflegt sie und er führt sie…und gibt sie des Geldes wegen an den Schlachter preis. Nein, ich bin KEIN Schäfchen.
Zu Eurer Frage:
Die Götter strafen nicht! Vielmehr grenzt sich der Mensch, der die Treue bricht aus der Gemeinschaft aus. Das kann auch ewige folgen haben: Wer zeit lebens auf die Gemeinschaft pfeift, der „darf“ auch seine ewigkeit einsam verbringen. na ja…die Götter zwingen ihn nicht in die Sippe…
Die Götter können wir wie Verwandte behandeln, sie sind es! Selbst Jesus war schon soweit, Jahweh als „Abba“ = Papa anzureden.
Der Samaritaner: Er war im Ansehen der Juden nicht from, sondern ein Herätiker, fast schon ein Ungläubiger.
Doch Ihn stellt Euer Jesus als Vorbild hin: Weil er ohne ein Gesetz zu brauchen seinem Mitmenschen treu war. Nicht aus Sorge um sein eigen Seelenheil, sondern aus einfacher Mitmenschlichkeit…weil es einfach nötig war!
Die Kirche predigt Angst vor der Hölle und Verdammnis. Aber wer aus Angst handelt, handelt nicht selbst, er hat auch nicht den Ruhm verdient, wenn er gutes tut. Denn er tut es nur, weil er gezwungen ist.
Aber Angst vor ewiger Verdammnis ist das, was Christen bewegt.
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Dienstag, 21. März 2006 08:47
Hrodgar: an den Früchten…
…erkennt man den Baum.

Ist ja toll, Herr Ratzinger! Solidarität mit dem Islam! Vielleicht sollte man mal Rinder zur Solidarität mit dem Schlachter aufrufen!

Die guten Leutz verbrennen unsere Fahnen, Spucken auf unsere Staatsform, verweigern Frauen einfache Menschenrechte, führen religiös bedingte Hinrichtungen durch! Die Idealen Bündnispartner! fragt sich bloß, für wen!
Christen gelten den Muslimen übrigens als Ungläubige…

Wenn Herr ratzinger hier Kuschelkurs sucht, offenbart er seine eigene Meinung…
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Dienstag, 21. März 2006 08:24
Hrodgar: hierarchische Kirche zerstören
gibt es einen einzigen biblischen Grund für eine zentralistische Papstdiktatur mit gleichgeschalteten Pfarrern als Vassallen des Gottkaisers auf dem Petrithron?

Wenn ich mich recht entsinne war der Thron Petri ein umgekehrtes Kreuz, sein Zepter waren Nägel durch seine Arme und sein Triumpfzug das Langsame Sterben in Einsamkeit!

Lest mal die Apostelgeschichte: Jerusalemer Konzil: Da war es eine Vereinbarung zwischen Gleichen, wie mit den Heidenchristen zu verfahren sei! Und der Vorschlag eines der jüngsten und unbedetuensten wurde angenommen, weil er einfach vernünftig war und Konsenz erzeugt hat.
Soviel zu der Hierarchie!
Und wen das V2 hier nachbessert, immerhin nach 1900 jahren, dann war das lange überfällig!
Die struktur der Kirche stammt historisch von der Struktur des römischen Reiches, das die Welt mit Terror und Massenkreuzigungen überzogen hat!
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Dienstag, 21. März 2006 08:16
Hrodgar: @paula
Werte Paula,
Ich möchte einige Aspekte als Schlaglicht bearbeiten:
Teilen: Die Götter haben uns geschaffen. Damit gehören wir zu einer Sippe und sind einander zu Treue verpflichtet.
Treue ist aber eine Gegenseitigkeit: Bricht einer die Treue, so endet alle Verpflichtung. Aber bis dahin ist es so, weil Untreue unehrenhaft ist und ich dann vorm Spiegel kotzen müsste.
In Deiner Bibel sagt jesus genau das mit dem Beispiel des Samaritaners.
Gehorsam:
Gehorsam ist im wesentlichen auf einer moralischen Minderwertigkeit gegründet: Einer hat Ansproch auf Gehorsam, weil sein Wort mehr Wert ist!
Der Heide gehorcht nicht! Er erkennt keinen Menschen über sich an. Ich leiste Gesetzen Folge, weil diese zw. Menschen vereinbart sind. Nicht, weil ein bestimmter Mensch sie verkündet.
Als Vater fordere ich auch keinen Gehorsam. Ich fordere Respekt und Treue und Ehre.
Tun meine Kinder etwas, was ich nicht mag, so kann ich nur dann mit Machtmitteln eingreifen, wenn ihr Tun Schaden erzeugt und somit gegen die Treuepflicht steht.
Ansonsten habe ich nur das Mittel der Worte, zu überzeugen.
Opfer:
ist etwas völlig anderes als wehtun. ob ein opfer wehtut oder nicht ist uninteressant.
Ich bringe einer Gottheit ein Opfer, um zu zeigen, daß ich bereit bin, selbst etwas einzusetzen, um mein Wohlergehen zu erreichen. Ich zeige damit Einsatzbereitschaft.
Oder beim Dankopfer: Ich gebe um zu verdeutlichen, daß ich mit überreich weiß, an der Seite der Götter stehen zu dürfen.

.
1500voll
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Montag, 20. März 2006 15:18
Hrodgar: @Benedict
ne ne ne…wir reden aneinander vorbei.

Es ist völlig klar und in ordnung, daß die Kirche Ihre Kirchenarbeit macht und das ist vor allem Seelsorge.
Da fließt das meiste Geld hin. Und das ist sicher auch die Intension der Spender.

Ein kleiner Teil fließ z.B. in Gemeindekindergärten.

In der Argumentation wird aber oft so getan, als würde das nichtreligiöse soziale system des Staates wesentlich profitieren vonder Kirche. Und das ist doch unwahr.
wenn von 100 EUR Kirchensteuer sagen wir 90 Seelsorglich verwendet werden und 10 für Kitas, dann bedeutet das, würde ich diese 100 EUR in kitas stecken, hätten diese zehn mal mehr davon!

Ganz ab davon: da die Kirchensteuer Einkommenststeuermindernd wirkt, wird diese von Staat, also auch von Kirchengegnern, gesponsort.
Gut, diesen Vorzug hat jede religiöse Gemeinschaft.
Würde man das Abschaffen und die Kirchensteuer auch, den Kirchen das selbst überlassen und die ersparnis in der EkST der Bildung und den Kitas geben, wären wir schon weiter.

Deswegen: Soll jeder für seine Glaubensgemeinschaft spenden, aber keiner so tun, als würde das den Staat entlasten.

„Privat“ bezieht sich darauf, daß in einem säkularen Staat der Glaube und die Zugehörigkeit zu einem religiösen Verband Privatsache ist. Die Kirche ist nun mal eine Nichtregierungsorganisation.
Die Grundlagen der Gesellschaftsform brauchen wir nicht diskutieren. Die kann man als Allgemeinbildung voraussetzen.
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Montag, 20. März 2006 14:44
Hrodgar: @Benedikt
Exemplarisch mal fürs Bistum Mainz (2004):

-21, 6 Mio für Katholische Bildung, Schulen und Kultur (13,3 % des Gesamtetats) (Der allgemeine Unterrisch wird vom Land finanziert. Die Kirche bezaht dazu nichts!)
-28,0 Mio für soz Dienst und Kindergärten (17,3 % d. GE)
(Was davon ist Seelsorge und Kirchlicher Dienst, richtet sich nur an Katholiken?
-15,7 Mio für Seelsorgeim Altenpflege-, Jugend-, Gefängnis-, Behinderten- und Ausländerbereich (9,7 % d. GE)
–--brauche ich nicht, ist vereinsintern---
den größten Posten erhalten die Gemeindenmit 59,7 Mio (36,8 %). Da sind auch noch soziale Dienste drin, aber auch Verwaltung, Unterhalt und Co., es wird auf der Homepage nicht genau aufgeschlüsselt.
–--brauche ich nicht, ist vereinsintern---
Ich sehe schon, nahezu nichts landet in allgemeinen sozialen Diensten. Fast alles geht für die katholische Lehre drauf.
Das ist ja auch richtig so, dafür zahlen die Katholiken ja ihren Vereinsbeitrag!
Nur: dann sollen auch nur die Leutz zahlen, die dazugehören WOLLEN!
Und es soll keiner so tun, als würden staatliche Aufgaben davon finanziert, das ist ne glatte Lüge!
Und es soll keiner abkassiert werden, der aus diesem rein privaten Verein austreten will. Gibts sonst nirgends.
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Montag, 20. März 2006 14:33
Hrodgar: @ Paula
Zunächst danke ich für die immernoch gemäßigte Ausdrucksweise, auch wenn ich Sie entsetzt zu haben scheine.
Ich selbst kann mich noch sehr gut an meine Kindheit erinnern.
Auch an die „Opferkästchen“. Mir wurde gesagt, ich solle das Teilen lernen und ein „Opfer“ bringen.
Doch wozu das? Aus Gehorsam! und was ist ein Opfer? etwas was weh tut!
Ich schloss daraus, das Chrsitsein immer zusammengesetzt ist aus:
Gehorsam
Unterordnung
Tund was Andre sagen
Weh tun.

Meine Eltern erzogen mich aber sonst ganz anders:
Gehorsam? was ist das? Nein, ich bin gut zu meinen Eltern, weil ich sie sonst traurig mache. Und das tut doch weh!
Und Gott will, daß ich mir weh tue? Er wird mir als Vater beschrieben, verlang aber dieses seltsame Ding „Gehorsam“? das tut doch ein Vater garnicht!

Heute, 30 jahre später, bin ich Heide, genauer: germanischer Götterglaube (Wodan und seine Sippe).
Ich habe einen anderen Zugang bekommen zu „Opfern“. Teilen tue ich aus Treue. Gehorsam kenne ich immer noch nicht. Aber Ehre. Freie Gefolgschaft.
Heute passt es wieder. Denn die Götter wollen nicht, daß ich mich ducke… was sollten sie dann auch mit mir anfangen, welchen wert hätte ich als Freund, wenn ich Angst haben muß vor ihnen?
Wird das Klar, was ich meine?
Liebe Paula, es mag Ihnen als Götzendienst vorkommen, aber bevor Sie jetzt verurteilen, fragen Sie weiter…
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Montag, 20. März 2006 09:18
Hrodgar: Das ist der Lauf der Dinge…
…Wenn ich ein Produkt anbiete, das kein Interesse mehr weckt, dann werden meine Umsätze schwinden und mein Gewinn zu Verlußt…so ist das.
Eine Zwangsfördermitgliedschaft in der Kath Kirche wird einen kath Menschen vor die Wahl stellen: Bürdeich meinem Partner eine solche Zwangssteuer auf, oder verlasse ich auch diese Kirche.
Die meisten werden wohl der Treuepflicht dem Partner gegenüber den Vorzug geben. Schon aus Ekel vor einer solchen Abzocke und Ehe-Steuer. Denn mehr ist es nicht.

Interessant ist nur, daß ein Verein, der unter dem Vorwand moralischer Lufthoheit an Kinder Opferkästchen ausgibt um denen noch was vom Taschengeld abzugraben, die Dreistigkeit besitzt, einem Menschen eine Sonderabgabe abzuknöpfen, dafür daß er mit einem Katholiken verheiratet ist!
Ich soll also als nichtkatholik eine Ablösesumme an die Kirche zahlen? WOW! das ist toll!

So wird aus dem Stolpern der Kirche ein freier Fall. Fein!
Die Selbstdemontage ist in vollem Gange. Nicht mehr lange, und Kirchengebäude werden zwangsversteigert…
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Montag, 20. März 2006 08:48
Hrodgar: Kindergärten.
Hallo zusammen.
Wieviel prozent der KirSt fließen in soziale Einrichtungen?
Also, wenn ich diese Stützen will, habe ich mit einer Fördermitgliedschaft beim Roten Kreuz mehr Effizienz.

@ Luther:
Sie fragen Filia nach dem Heidentum und danach, ob sie ihr Herz an Esotherik verloren hat.
Nun, ich kann mal aus meiner Warte antworten:
Wir Heiden verehren Götter, die sich uns zeigen. Will sagen:
Heidentum ist eine reine Erfahrungsreligion. Wir verehren nichts, weil es in einem Buche so steht, sondern stehen in freier Gefolgschaft mit unseren Göttern Seit’ an Seit’.
Esoterik meint eine Geheimlehre, in der der Einweihungsgrad hinter der Verpflichtung nacheilt. Erst die Verpflichtung, dann das Wissen, um was es geht.
Sehe ich die Realkatholiken, sehe ich, daß Kernpunkte der Katholischen Lehre bestenfalls 2% der Katholiken bekannt sind. Die Verpflichtungen werden jedoch bereits mit der Kindtaufe schon auferlegt. Die Unterwerfung unter den CIC besteht sofort.
In der Taufkathechese werden Punkte wie die Transsubstantiationslehre oder die Bedeutung der Tradition der Kirchenväter sowie deren grundlegende Einstellung zu Kernfragen nicht vermittelt. Somit ist der Realkatholizismus im Wortsinne esoterisch. Erst durch ein Studium der Theologie wird das Wissen über die ganze Lehre vermittelt. Die Verpflichtung auf diese Lehre besteht jedoch zuvor schon. Somit bekommen die professionellen Christen (Pfarrer, Bischöfe) eine Machtposition, die keinem Menschen gebührt.
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Montag, 20. März 2006 08:25
Hrodgar: @Benedikt
Guten Morgen Benedikt,
Die Bedeutung des Stehens ist im GoDi ist mir bewußt. Was ich mich nur immer mehr gefragt habe, bei all diesen Symbolen, ob diese überhaupt noch so wahrgenommen werden, oder zu leeren Hülsen reduziert wurden.
Die Symbollehre zeigt uns, was ein Symbol sein soll:
Symbol kommt von gr. „symballein“ = zusammenfallen. Ein Symbol soll also ein Zusammenfallen des Symbolisierten mit dem zeichenhaften Stellvertreters sein. Ein Kuß ist eben dadurch Symbol der liebe, daß er zugleich sich-ereignende Liebe ist.
Was ich aber in der real existierenden Kirche sehe, ist, daß die Zeichenhandlung (z.B. Stehen) noch da ist, derweil die sich ereignende Emotion und auch Lehre nur Unterwürfigkeit und Trauer zu verstehen gibt.
Die Demut, wie sie hier beschrieben wurde, sehe ich nicht, sondern nur gedemütigt-sein.
Ich denke, das ist bereits in der Paulinischen Lehre grundgelegt:
Bei Paulus findet alles nur noch „im Herrn“ statt. Der Mensch stellt sich ihm als verlängerte Daseinsweise von Jesus, oder eben Satan, dar.
„Wer sich rühmen will, der rühme sich im Herrn“.
Das bedeutet doch, daß der Mensch keine eigene Größe und Erhabenheit mehr empfinden soll, sondern nur noch im Abglanz eines anderen leben. Quasi von geborgter Größe leben.
Die Götter haben uns aber als ihre Bündnispartner geschaffen: Wir sollen nicht gehorchen, sondern in gemeinsamer Sippe einander Treue schenken.
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Freitag, 17. März 2006 15:15
Hrodgar: Rhetorische Meisterleistung.
Ich zitiere aus obenstehendem Bericht:
Dies ist ein weiterer Beweis der totalen Intoleranz von radikalenHomosexuellen-Aktivisten gegenüber Menschen, die den Mut aufbringen, sich gegen die Homo-Lobby zu äußern.

So, also der Autor teilt dem geneigten Leser mit, daß radikale Aktivisten intolerant sind.

Moment, mag sich der Leser denken, was war doch Kennzeichen der Radikalen? Daß sie intolerant sind, oder?

So, also decodieren wir mal die Neuigkeit:
Intolerante sind Intolerant!
ja, gut gebrüllt, Löwe!
Wenigstens wird hier niemald diffamiert! Denn auszusagen, daß intolerante Schwule intolerant sind, ist durchaus wahrhaftig.

Schlimmer das, was impliziert werden soll könnte:
ALLE Schwulen sind intolerant!
Aber da das ja diffamierend wäre, und ein guter Christenmensch sich lieber an die Wahrheit hält, bleiben wir bei der einfachen Variante… und stellen fest: nichts neues gibt es unter der Sonne…
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Freitag, 17. März 2006 12:26
Hrodgar: Nochmal an Ansgar
Mittlerweile tut es mir eigentlich schon wieder Leid, so heftig reagiert zu haben.
Aber wissen Sie, es nervt einfach, wenn ich immer wieder mich über Äußerungen rechtfertigen soll, die ich nie gemacht habe. Jedesmal zu erklären, daß ich das nicht gesagt habe ist einfach vergeudete Zeit.

Sie, Ansgar, glauben an etwas anderes als ich. Das ist so und ich möchte niemanden umpolen. Das wäre vermessen. Es geht doch eigentlich um ein nebeneinanderstellen der Ansichten um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu benennen und – noch viel dringender – Fehlinformationen auszuräumen.

Also, lieber Ansgar, ich will keinem was böses…echt…

Lieber Gruß
Hrodgar
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Freitag, 17. März 2006 11:05
Hrodgar: ach ansgar,ich weiß, textverständnis ist schwer
, wenn man seine Vorurteile nicht revidieren will.
Es dürfte wohl mehr als deutlich geworden sein, daß ich aus einem Homiletikseminar sinngemäß wiedergegeben habe.
Ich zitiere mich selbst:
Nun ja, wenn ich die Lehrbuchpredigt aus dem Homiletikseminar bilde,…
Daß dies meine Meinung sei, habe ich nie behauptet, sondern nur die unzureichende Umsetzbarkeit dieser Handreichungen diskutiert. Klar soweit? Ich kann mir also damit nicht widersprochen haben.
Desweiteren sprach ich niemals von Deutscher Grundlage oder „Teutsch“. Ich sprach nichteinmal von Nationalität.
Das einzige was ich in diesem Zusammenhang sagte, war ein Verweis auf unsere Verfassung und die darin beschriebenen Grundsätze.
Desweiteren beachten Sie bitte, daß der Nationalstaatsgedanke zu der Zeit, da unser Glauben entstand, noch gar nicht existierte. Ich denke, das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ war wohl das erste Gebilde, das diesen Charakter trägt. Und dies ist wohl eher Klerikal bestimmt als mit dem Heidentum verwand.
Aber wenn es Ihnen gefällt, machen Sie weiter mit Ihrer Geschichtsklitterung und Verunglimpfungspolemik.
Nur: Können Sie sich dafür bitte einen anderen Platz suchen? Dann stören Sie nicht Leute wie Benedikt und Kreuzritter, die bei aller Unterschiedlichkeit doch zuhören und diskutieren können.
Sie können gerne wieder in die Öffentlichkeit treten, wenn Sie auf das antworten wollen, was wirklich gesagt wurde, nicht auf Ihre Lieblingsfeindbilder.
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Freitag, 17. März 2006 09:06
Hrodgar: dann begannen…
…alle zu beten…

Hätte einer angefangen zu reanimieren, wäre der gute Pastor noch am leben…

In den ersten Sekunden nach so einem Unfall liegt die Erfolgquote sehr hoch.

Aber man kann natürlich auch die Hände falten und beten und den Kameraden sterben lassen. Was waren wohl dessen letze Gedanken, bevor ihm das Licht aus ging? In den Minuten, die er noch Gehör hatte???
Wahrscheinlich: Ihr verdammten Feiglinge! Warum helft Ihr mir nicht???

Das sage ich jetzt mal als Sani, nicht daß das falsch verstanden wird…
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Freitag, 17. März 2006 08:30
Hrodgar: Vertrauen
Zitat: Hätte man das von Anfang an so gehandhabt, dann gäbe es den Glauben heute nicht mehr.
Ich habe mal gelernt:
Die Katholische Lehre fußt auf die Schrift, die Tradition und ihren lebendigen Leib Christi, die Glaubenden.

Jetzt lerne ich von Benedikt:
Nur eine geistige Gleichschaltung, eine obrigkeitliche Begrenzung und strikte Lenkung dessen was gesagt werden darf, erhielt den Glauben bis heute.

Die erste Meinung zeugt davon, die Christen hätten vertrauen in die Lenkung durch ihren Gott, der ALLE Glaubenden anspricht.

Benedikt verkündigt:
Die Christen vertrauen ihren Priestern und Führern, die alle Glaubenden gleichschalten. (wo kommt Gott da vor?)

Aber glücklicherweise sagt Herr Benedikt ja selbst: Seine Irrige Meinung sei Irrelevant.

Soweit eine nüchterne Textbetrachtung durch einen Außenstehenden. Meine Meinung kennen Sie ja, die ist ganz anders…
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Freitag, 17. März 2006 08:14
Hrodgar: @ Gotthard
Eine Gute Predigt?
Nun ja, wenn ich die Lehrbuchpredigt aus dem Homiletikseminar bilde, dann kommen darinne ziemlich viele, gute Abschnitte vor: Etwa „Den Zuhörer in seiner Lebenswirklichkeit abholen“, oder „Den Sitz im Leben herausstellen“.
Die realexistierenden Predigten haben abermeist den fehler, daß diese Dinge zur unfreiwilligen Komik geraten.
Die Pfarrer sind so weit von der Lebenswirklichkeit entfernt, daß sie beispielsweise Erziehende nicht da abholen, wo sie wirklich stehen, sondern da, wo eine naive Kindersendung sie hinstellen würde. Da werden sogenannte archetypische Situationen bemüht, die einfach nur in Fernsehfamilien vorkommen. Da werden Lebensbezüge so krampfhaft herzustellen versucht, daß der geneigte Zuhörer sich fragt, ob er eigentlich ernstgenommen wird.
Desweiteren hat sich bei den meisten Predigern eine Standardbetonung und -wortwahl eingestellt, an der man ihn eingruppieren kann in „Katholisch“, „Freikirche“ oder „Lutheraner“.
Exegetisch sind fast alle Predigten, die ich je hörte (25 Jahre * [52 Sonntage + 5 Feiertage] = 1425) auf dem Nullpunkt angekommen. Keinerlei Unterrichtung über die Sprache / Kultur / den Kontext der jeweiligen Lesung. Nicht mal ein Hinweis, wer oder was „Sadduzäer“ waren, und warum deren Rolle in Joh den Parisäern untergejubelt wurde. Die einfachsten Grundlagen des Bibelverständnisses wurden nie erläutert.
Weitere Fragen?
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Freitag, 17. März 2006 07:18
Hrodgar: Unfruchtbar?
Zitat:
Auch die Förderung unfruchtbarer Partnerschaften, die nicht gesellschaftsrelevant sind, war ein politischer Fehler und ein falsches Signal.

Nun, was ist unfruchtbar?
Ich selbst habe 4 Kinder, nur um es vorwegzunehmen.
Dennoch: Die Förderungswürdigkeit einer Partnerschaft (ich verstehe hierunter „Schutzwürdigkeit“, denn de facto ist es das, was der Staat mit Partnerschaften tut) von dem Potential oder der Manifestation der Nachwuchszeugung abhängig zu machen sehe ich als einen Schritt in staatliche Bevormundung, überspitzt gesagt, Diskriminierung bestimmter Lebensansätze.
Als Demokrat bin ich dagegen, habe ich Angst vor einem Staat, der seinen Reglementierungsanspruch so weit ausdehnt, bis in mein Bett hinein.

Die Berücksichtigung der Kinderzahl bei der Rente halte ich dagegen für einfach nur Fair. Ich reiß mir den A*** auf mit meinen Vieren, derweil ein Juppi die Sause macht. Und der lebt später von meinen Kindern? neee.
Das ist das Natürlichste der Welt: Früher war es eben so: Wer Kinder hat versorgt erst seine Eltern, und später wird er von seinen Kindern versorgt.
Wer keine Kinder hat, muß nicht für Kinder zahlen, dafür was zurücklegen fürs Alter…
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Donnerstag, 16. März 2006 17:42
Hrodgar: @ Ansgar
Ja, ich kenne diese Augenblicke…aber von geneigtem Haupt keine Spur. dafür von unbeschreiblicher Dankbarkeit! Vielleicht sind das verschiedene Ausdrucksformen für dasselbe.

@Filio
Haben Sie sich mal den Aufsatz geladen? Es ist bewiesen, daß die damalige Ansicht über jahweh so war.
Die Subjektive Erfahrung von Menschen mag das korrigiert haben. (z.B. Abram –> Abraham).
Genau ds passiert bei uns auch. Nur, daß wir erst garnicht versucht haben, einem Buch einen so hohen Stellenwert zuzugestehen, daß man es fast „vergöttern“ nennen könnte.
Esoterik ist das sicher nicht. denn esoterik meint „Geheimlehre“, wo man nicht die volle Wahrheit erfahren darf, bevor man nicht so tief drinne steckt, daß man kaum noch raus kommt.
Bei Ihnen und uns ist alles offen und frei! Man bekommt gesagt, worauf man sich einlässt, bevor man drinnesteckt.

Ach ja:Wenn Wodan ein Rachegott wäre, dann hätte er nicht neun Tage lang am Baum gehangen, vom Speer verwundet. Er, sich selbst geweiht. Auf Runen sinnend.

Nur, um uns die Weisheit zu geben…nein, das hatte er n icht nötig…
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Donnerstag, 16. März 2006 16:55
Hrodgar: @ Filius
Hallo Filie,
ich danke Ihnen für die Nachfrage.
Nun, ich bin sicher auf der Grundlage der mir und glaubensgenossen geschenkten Begegnungen mit den Hohen.
Ich weiß, daß das Vorurteil besteht (und leider in schlechtem Geschichtsunterricht als Wahrheit verkauft wird) Wodan sein „ein Rachegott“. Dies ist sehr unzulässig verkürzt dargestellt. Im bronzezeitlichen Israel wurde Jahweh übrigens als kriegerischer Wettergott unter anderen Göttern angesehen. (www.erzwiss.uni-hamburg.de/ Personal/Lohmann/Glessmer/rutkowski.rtf )

Nein, das traditionelle germanische Heidentum in heutiger Zeit ist, wei ehedem, eine reine Erfahrungsreligion, die per definitionem nicht auf Büchern basiert, sondern auf der Erfahrung jedes Einzelnen mit den Göttern.
Und da muß ich sagen, sanfmut, liebevolle Hinwendung, deutliche Führung, Mütterlichkeit…all das gehört dazu.
Ich selbst erlebe ungeheuer viel Nähe…
Aber auch Zurechtweisung. Denn veralbern lassen sich Die Hohen nicht. Ohhh…Ich wünschte, ich könnte Ihnen etwas von diesen Augenblicken abgeben…habe sooo viel davon!
Aber danke, daß Sie nachgefragt haben, statt hochmütig zu verurteilen: „Das sind eh nur Dämonen!!“
Lieber Gruß
Hrodgar
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Donnerstag, 16. März 2006 16:18
Hrodgar: Ich danke für diese Klarstellung
…über die Wortbedeutung.
Dies scheint meinem Glauben gar nicht so fremd zu sein.
Ein wesentlicher Gedanke bei Opfern ist:
„Wodan[oder Freyja oder Hel…], Ich anerkenne Deine Macht. Ich biete hier meine Kraft und was ich tun kann…ich erbitte nur, was ich nicht selbst tun kann.“

Der Stolz gehört aber grundsätzlich dazu! denn wer kann schon behaupten von sie, aus der Sippe der Götter zu sein, Seine Ahnen geschaffen zu wissen von den Hohen persönlich?

Würde ich mich kleiner machen als ich bin, so wäre das für einen Heiden einfache Drückebergerei: Ich bitte die Gottheit um etwas, das ich eigentlich selber zu tun und zu verantworten habe. Daher ist für mich ein Opfer auch immer ein Beweis von Stolz, denn es zeigt, daß ich bereit bin, Einsatz zu bringen. Nur dafür ist es da. (Eigentlich braucht Wodan meinen Met nicht…)

Aber nach den Wortmeldungen scheinen wir recht dicht beisammen zu stehen, oder?
Nur vermisse ich dann in der Kirche diesen Stolz auf das GottesKindSein. Wodan sieht mich immer fröhlich und erhobenen hauptes beim Ritual.
[mehr…]
Donnerstag, 16. März 2006 15:15
Hrodgar: lieber Herr Eckner
genau! darum geht es ja! ab besten man demütigt das ganze Kinderpack beizeiten, dann muckt es später nicht auf!
Als Vater von 4 Kindern hätte ich das früher mal wissen sollen. Dann würden mich meine Kleinen jatzt nicht belästigen mit „Papa, verzeih, aber ich glaube Du irrst in dieser Sache…"…ganz schön hart aus dem Mund einer 8jährigen Revoluzzerin!!!!!
Wenn mir doch nur der richtige Ohrendreh eingefallen wäre…
ja…is scho ur-schlimm
[mehr…]
Donnerstag, 16. März 2006 14:48
Hrodgar: Demütige Haltung
Hallo Liebe Christenheit,
ich würde an dieser Stelle gerne eine Diskussion über „Demut“ lostreten.

Meine provokante These:
Ich folge meinen Göttern aus freier Gefolgschaft, nicht aus Demut. Ich tue das mit stolz, nicht mit gesenktem Haupt.
Oder nach Jesus: „Ich nenne Euch nicht Knechte […] sondern Freunde!“

Deswegen ist Demut fehl am platze und hat mit Verehrung weniger zu tun als mit Angst.

So, die ist eine These. Es soll kein Angriff auf Euch sein.
[mehr…]
Donnerstag, 16. März 2006 12:57
Hrodgar: @ benedikt
Werter Herr,
Die Fragen der Hist Forschung sind eigentlich klar. Doch stellt sich die frage nach der anwendung der jeweiligen Forschungsmitteln und der jeweiligen Metawissenschaft. Lesen Sie bitte mal bei Brezinka nach.
Die theologische Forschung, sobald sie sich der Hermeneutik bedient, stellt selbst die Frage nach dem Charakter der Wundererzählungen. Sind diese wahr in dem heutigen sinne einer Reportage, oder sind sie wahr in dem Sinne, daß die Menschen hier in Bilder das verpackt haben, was sie damals authentisch wahrnahmen?
Die Antwort kann uns nur die Synopse mit nicht-christlichen Quellen geben. Warum sind viele Wunder nicht bei römischen Schreibern berichtet? Klar, die Römer waren Feinde. Aber ich das der ganze grund? Oder wurden diese Dinge ausschließlich von (Früh-)Christen so wahrgenommen? Ich weiß die Antwort auch nicht. aber diese Frage verdient Beachtung. Dadurch kommt die moderne Theologie eben zu dem Schluß, daß vieles nicht wörtlich zu nehmen ist. Aber diesen Streit mögen Christen unter sich ausmachen.
Wir Heiden gehen so mit unseren Quellen um. Was uns zählt ist eh die direkte Kommunikation, die Begegnung mit den lebendigen Göttern. Ohne diese Erfahrung wären wir Darsteller, Schauspieler… Wir glauben, was wir erleben, nicht was wir lesen.
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Donnerstag, 16. März 2006 11:57
Hrodgar: @ Ritter
1)Um ehrlich zu sein, ich halte es nicht einmal für ausgeschlossen, daß Euer Gott identisch mit einem der unseren ist, oder daß die Frage nach EIN oder MEHRERE in der nichtstofflichen Welt für eine Lachnummer der Menschen gehalten wird, weil es die Zahl dort garneicht gibt.
Vielleicht treffen wir beide uns dereinst an einer Stelle, wo Sie auf dem „Weg zum Himmel“ hinfinden und ich von Walkyren geleitet werde.

2) Diese Deutungen der Wunder war nicht als „so ist es“ gemeint, sondern gibt eine häufig diskutierte Ansicht wieder.

3)Der Einrede gegen den Arianismus muß ich dagegenhalten, daß alles, wenn man es übertreibt, schlimm ausgeht.
Reden wir vom Arianismus, dürfen wir nicht die Wirkung des HEUTIGEN Islam zum Maßstab wählen.

4)Der Trend zu mehr gleichberechtigung der Frau durch Jesus ist bekannt. Doch dieser Trend wurde auf dem Stand von Paulus nahezu eingefroren. Noch heute wird die Stelle:„Das Weib schweige in der Versammlung“ gegen die Prieserschaft der Frau angeführt.
Nach meinem Empfinden waren damals die Heiden schon weiter, als es die Kirche heute ist.
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Donnerstag, 16. März 2006 10:22
Hrodgar: @Ritter
1) Nivellierung = Intoleranz.
Die Methode der historisch-Kritischen Exegese stammt aus der Katholischen Kirche selbst, ich habe sie einfach nur wiedergegeben. Das ist also ein Innerkatholischer Streit, aus dem ich mich heraushalte.
Und:Ich glaube die Wunder einfach nicht.Das ist nicht intolerant.Intolerant wäre, wenn ich einen, der sie glaubt, lächerlich machen würde.Ihr glaubt auch nicht an Wodan. eben. macht doch nichts.
Voltaire sagte: „Eure Meinung ist das genaue Gegenteil von meiner! Doch werde ich mein Leben darangeben, daß Ihr sie weiterhin sagen dürft!“ So sehe ich das auch.
2) „Befreiung“ der Frau:
Mag für andere Kulturen (z.B. mit Witwenverbrennung) gelten. Aber es freut mich, seintens eines Katholiken hier Zustimmung zu finden.
3) „Heutzutage nicht mehr vernünftig gesehen“
Ja, die Menschen haben sich von ihrer Natur sehr abgewandt. Leider.
4) Noch was zu der Ausbreitung und den Goten, die das Christentum freiwillig annahmen.
Die Goten nahmen den Arianismus an. Diese sehr tolerante Variante war besser vereinbar mit dem alten Glauben und Weltbild.
Nur: Der Arianismus wurde von der Kath. Kirche als Häresie verboten, die Anhänger oft getötet. Die Wandalen verdanken ihren schlechten Ruf der Tatsache, daß sie Arianer waren. Als Karthago von den Wandalen eingenommen wurde, stellten diese die kath. Weihestätten und Geistlichen unter ihren Schutz! Nichts wurde zerstört. Die Darstellung der katholischen Zeitzeugen klittern diese Tatsachen in das Gegenteil.
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Donnerstag, 16. März 2006 09:07
Hrodgar: Hej Filia, Seid gegrüßt!
Werter Herr Ritter,
Die Zeilen von Filia sind eine gute Ergänzung zu dem selbstverständnis germanischen Heidentums. Ich bin ihr da sehr dankbar!
Zur Schöpfung:
Wir haben einen Schöpfungsmythos der dem Euren nicht unähnlich ist. Ich möchte mich auf die Unterschiede konzentrieren:
1) Unsere Überlieferung der Schöpfung wird als Produkt menschlicher Poesie gesehen, die – inspiriert durch die Götter – Bilder geschaffen hat, uns das Prinzip der Schöpfung nahe zu bringen.
2) Der Mensch entstammt dem Schöpfungsakt dreier Götter („Lasst uns Menschen machen…).
Das Bild spricht von Ask und Embla, zwei Bäume aus denen die Götter den Menschen machten als Mann und Frau.
Hinter diesen Holzarten verbirgt sich eine Wundervolle Ergänzung: Das harte, unbeugsame Holz und das weiche, biegsame, aber sehr zugfeste.
Wenn ich Eiche und Ulme habe, kann ich alles bauen, was aus Holz machbar ist: Häuser,Schiffe,Möbel, Spielsachen,Waffen.
So sind Mann und Frau einander gegeben, im Kampf und Ackerbau. Auf gleicher Höhe und Würde, mit Gleichen Rechten, aber unterschiedlich, sich zu ergänzen.
Die AT-Tradition spricht hingegen von „Frau aus einem Teil des Mannes“, „Mann = Haupt der Frau“, wie es im NT dann heißt.
3) Es gibt bei uns nicht „Erde=Untertan“, sondern eins sein mit der Natur. Die Erde, Midgard, war vor uns. Sie gehört uns nicht. Die Erde ist unsere Grundlage, quasi unsere Mutter.ff
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Donnerstag, 16. März 2006 08:08
Hrodgar: @ Ritter
Ja, gerne.
Zunächst noch folgendes: In der Germanischen Sprache gibt es keinen Begriff für „Gehorsam“. Es gibt nur freiwillige Gefolgschaft und Ehre. Wenn Sie es so wollen, wird das Gewissen des Heiden ständig gestresst. Ich kann mich nicht auf eine spätere Vegebung zurückziehen, sondern muß Entscheidungen verantworten. Ich kann nicht Nicht-entscheiden.
Darum kann ich mit „Gebote halten=gehorsam sein“ auch nicht auf der sicheren Seite sein.
Bsp: Ich soll nicht lügen! Klar! Wenn ein Römer einen Christen vor Neros Häschern versteckt hat und gelogen, um sie zu schützen? Hätte er die Wahrheit gesagt und die Freunde verraten, so hätte er schlechte Karten bei den Ahnen.
Jesus sah das auch so: Beim Abreißen der Ähren am Shabbat, oder Heilung am Shabbat. Immer wieder die Frage: Ist der Mensch für das Gesetz da oder umgekehrt?
Es war die Rückführung des Gesetzes auf die ursprünglichen Schutzziele.
Selbst der Dekalog formuliert in dieser Art, indem er einen Futur 1 verwendet und keinen Imperativ. „Du sollst…“ ist falsch. Aramäisch: „Du wirst…“. Also eine Zielrichtung, auf die sich das persönliche und kollektive Gewissen hinentwickeln soll.
Im germanischen Heidentum hat sich das von der Uroffenbarung erhalten, in der Jahweh – Religion nicht, da bei der Verfestigung der Zentralmacht und Absoluten Königsherrschaft (Bronzezeit) die menschliche Monarchie auf die Götter übertragen wurde. Der König Befiehlt, der Untertan gehorcht. Ansonsten wird der Untertan hingerichtet! ff.
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Mittwoch, 15. März 2006 18:02
Hrodgar: @ Julia
Sie schrieben :
Wenn dies mal aufhört, dann kann ich auch Respekt haben für Religion. Doch jetzt habt gar kein Respekt für Religion welche auch, wegen der Hypokritie.

Religion und Menschewürde/Menschenrechte sind wie Wasser und Feuer.


Nun, es geht auch anders…es gibt Religionen, da wird die Natur nicht auf eine Norm verpflichtet.
Da wird ein Mensch nicht seiner Natur wegen verurteilt oder als „Krank“ bezeichnet. Ja, solche Religionen gibt es.

Bei all Ihrer Verletztheit: Die Götter mögen Ihnen ein Heim geben und einen Ort des Angenommenseins.

Friede und Wohlergehen
Hrodgar
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Mittwoch, 15. März 2006 17:48
Hrodgar: @ Beobachterin
Ja, zum Teil stimme ich Ihnen zu!
Demletzt fuhr ich mit meiner Mutter im Wagen, hörte dabei eine CD. Es lief gerade ein heidnisches Lied über das „Mutter-werden“ und die große Freude und den Stolz dabei.
Meine Mutter, gute Katholikin, frug, warum man solch schöne Musik nicht im Radio hören können.
Ich sagte: „Weil es unmodern geworden ist, sich in den ewigen Kreis des Lebens, in seine Aufgaben und Verantwortungen einzufinden. Bereitwillig und Stolz anzunehmen, wofür die Natur Mann und Frau bestimmt hat!“
Meine Frau meinte neulich: Ich bin emanzipierter als manche Karrierefrau! Ich tue, was ich für richtig erachte, nicht was die Ideologie einiger Feministinen von mir will! Un Freyja hat uns nun einmal dies Kind anvertraut. So soll es denn auch sein, daß es geborgen Aufwachsen kann. (Sie ist Ganztagsmutter).

Tugenden: Schutzziele!
Niemand verbietet mir, mein Kind zu vernachlässigen um des Geldes willen. Die Kirche nicht, die Bibel nicht, der Staat nicht…
Aber es ohne Not zu tun, das wäre unehrenhaft! Es gehört sich einfach nicht! Es ist untreu!

Vielleicht gibt es manchen, was die Kirche von den Heiden Lernen kann…
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Mittwoch, 15. März 2006 17:32
Hrodgar: LieberAthanasius
Sie hören sich für mich zutiefst verletzt und mit sich und der Welt im Unfrieden an.
Haben Sie Vertrauen in Ihren Gott?
Sehen Sie, über tausend Jahre lang hat man uns verboten Offen nseren Glauben zu leben. Und wir sind immernoch da!

Ich denke, wenn Ihre Kirche sich etwas verkleinert, dann entspricht das der sinkenden Zahl der praktizierenden Katholiken, nicht mehr.

Sie können doch die Leute nicht zwingen. Also: Worauf wollen Sie warten? Daß die Kirchensteuer erhöht wird und mehr Geld in die Bausanierung / erhaltung fließt als in die Verkündigung?

Tragen Sie es mit Fassung. Denn tragen Müssen Sie es eh.

Aber, um etwas zu sticheln *zwinker*: Die Kirche könnte ja eine Kirche rückbauen und einen Heiligen Hain pflanzen, und den als Zeichen der Versöhnung den Heiden stiften.
So ein Hain muß nicht beheizt werden, braucht keinen Strom, das Wasser spenden die Götter…ist doch echt praktisch, oder?
(Nicht zu ernst nehmen…bin grad einfach gut drauf…ja?)

Lieber Gruß
Hrodgar
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Mittwoch, 15. März 2006 17:09
Hrodgar: @ Tradi
Filias Einlassungen würde ich mal nicht gleich als „Schwachsinn“ bezeichnen.
Offenbar hat die Kirche es nicht geschafft, ihre Lehre zu transportieren.
Es erlebten viele Mütter unter der Römischen Gewaltherrschaft die Kreuzigung von unschuldigen Angehöriger.
In Israel und weltweit. Auch in Germanien, wo Pilati Vorgänger Varus Statthalter war.

@ Ritter
Leben nach dem Tod: Ja, kennen wir. Die Götter halten verschiedene Orte bereit, wo Menschen in Geborgenheit sich bei ihren Ahnen wiederfinden.
Wer im Leben durch seine Taten sich von der gemeinschaft abgewandt hat, den Zwingen die Götter auch nach dem Tode nicht. Er „darf“ auf ewig in Niflheim einsam sein…

Vergebung der Sünden
Wir kennen dien Sündenbegriff nicht in dieser Art, daß etwas Verboten oder Erlaubt ist.
Etwas ist Ehrenhaft oder eben nicht. D.h., es genügt den (hohen) Anforderungen der „Tugenden“ oder nicht. Diese Tugenden sind Schutzziele. Die jeweilige Handlung ist immer an diesen Zielen zu messen.
So ist Stehlen beispielsweise eigentlich ja „untreu“. Dient es aber z.B. der Rettung eines anderen (Feuerlöscher Stehlen), dann überwiegt dieses. Wir haben so etwas auch als „Güterabwägung“ im deutschen Recht.
Die Verantwortung hat jeder für sein Handeln vor den Ahnen und Göttern.
Zeigt einer durch immer wieder kehrende ehrlosigkeit seine Abwendung von der Gemeinschaft: Niflheim.
Ist einer Dann und wann Ehrlos: Viel spass beim Begründen vor den Göttern *schluck*.
Soweit vereinfacht
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Mittwoch, 15. März 2006 15:30
Hrodgar: Hej Filia
Wenn wir uns den Überlieferungen der Bibel, besonders des NT, mittels der auf Hermeneutik basierenden und innerhalb der Kirche oft befürworteten „historisch-kritischen“ Bibelauslegung nähern, dann werden wir genau in diese Dinge hineinkommen:
In der Bildsprache der damaligen Zeit gesehen, was heißt „Sohn des“ (Gottes).
Was verbirgt sich hinter Auferweckungswundern? Diese wurden damals von jedem bedeutenden Prediger (Rabbi) berichtet. Woher stammen die Wundererzählungen? Manche sind gar Adaptionen aus dem Heidnischen Mithras-Kult.
Da wurden bestimmte ereignisse als Stilelemente eingebaut, weil man das damals eben so gemacht hat.
Man hat damit nicht einmal gelogen! Denn dem damaligen Leser war klar, daß das ein Ausdruck für etwas anderes war, z.B. Ehrfurcht.
Wir haben so etwas Ähnliches: „Kennings“ Kein Germane würde bei „Er ritt auf seinem Mächtigen Wogenross gen Gotland“ denken, hier sei einer auf einem Pferd über die See geritten. Wir wissen „Wogenross = Ausdruck für Gutes Schiff“. Nur: wer solches fertig denkt, z.B. Eugen Drewermann, bekommt bislang noch einen Maulkorb.
Das wird unter Ratzinger nicht anders werden.

Mit Jesus hätte man leben können. Das Christentum baut FÜR MICH auf so vielen Missdeutungen auf, daß ich es nicht annehmen kann.
Sie steht lieber zu einem Gott, der zeigt: „Sieh her, ich könnte Deinen Kebskranken Vater retten…ich tu es aber nicht“
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Mittwoch, 15. März 2006 14:44
Hrodgar: Hoden Abschneiden…
Ich bejahte und fragte zurück, mit wem ich denn spräche. Der Anrufer erwiderte, er sei »der Wolfgang aus Österreich«. Und nun solle ich mal zuhören. Er kenne meinen Namen und meine Adresse. Wenn ich so etwas noch einmal irgendwo schriebe, dann – so wörtlich – werde er »nach Berlin kommen« und mir »die Hoden abschneiden«. Das sei keine leere Drohung, bekräftigte er, er kenne meinen Namen und wisse, wo ich wohne.

Zutiefst demütigend für die Menschliche Rasse, in dieser Art diskussionen zu unterdrücken.

War das aber nun
-ein verbrecherischer Homo („alle homos sind so“)
oder
-ein homosexueller Verbrecher („eben, ein Verbrecher“)
oder
– einfach nur ein unausgeglichener Mann, der seinen Frust an zunächst wehrlos erscheinenden ablassen will.

Wenn Sie urteilen, tun Sie es bitte weise!
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Mittwoch, 15. März 2006 14:32
Hrodgar: @ Ritter
Nun, ich sehe, daß jemand, der solches vollbrächte, ein großer Mann wäre und ihm Ehre gebührte.
Doch sehe ich in den genannten Taten eher die Deutende Umschreibung eines Sachverhaltes als eine Reportage.
Diese Taten, so ungeheuerlich und Groß, wären außerhalb der Jesuanischen Gemeinde auch bekannt geworden, sind jedoch in den Aufzeichnungen neutraler Beobachter nicht bestätigt.
Desweiteren ist der Prozess der Kanonisierung der Schrift ein sehr langwieriger und der Willkür der Herrschenden unterworfener.
So ist nicht klar, warum beispielsweise das Markusevangelium kanonisch ist, das Thomas aber apokryph. Die wahlfreie Verwendung biblischer Vorschriften als bindend oder nicht bindend ist ebenso ein Punkt der Fragwürdigkeit.
Gehe ich nach dem Apostelkonzil, so ist das gesamte AT unwirksam bis auf „enthaltet Euch des Blutes“.
Die Kirche basiert ihre Lehre jedoch auf dem Dekalog. Andere Teile des Pentateuch (Hinrichtung eines Kindes daß den Vater entblößt sah) werden aber als unwirksam betrachtet. Ohne Nachvollziehbare Methodik. Das riecht nach Opportunitätsprinzip.
Dazu wird dies auch noch über die Zeit verändert, derweil man zu jeder Zeit behauptet, Gottes Wort sein Ewig und Unveränderlich.
Vielleicht können Sie mir ja da einen Ausweg zeigen, der das alles als glaubwürdig erscheinen lässt…
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Mittwoch, 15. März 2006 13:48
Hrodgar: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 15. März 2006 13:44
Hrodgar: @ Filia
Nun, weißt Du, ich bin selbst als Christ aufgewachsen und habe eine nicht unbedeutende Rolle in der Kath Kirche gespielt.
Die Andacht, die Versenkung in die stille Betrachtung…als das ist im Christentum genauso echt, wie bei uns.
Die frage ist eine andere: WEM huldige ich, gebe ich mich hin und Warum?
Da habe ich so große Unstimmigkeiten gefunden, so viele Widersprüche und Lebensfeindlichkeiten, eine solche Lebensferne, daß ich nicht damit leben konnte.
Darüber gäbe es sicher noch einiges zu sagen.
Unterm Strich scheint mir der Ansatz plausibel, daß Loki letzten endes hinter der ganzen Kirche steht.
Der hist. Jeshua ben Joseph, genannt Christos, hat eigentlich auf die in seinem Landstrich präsenten „Falschgläubigen“ Samaritaner verwiesen und das Judentum zu einer Erfahrungsreligion zurückführen wollen, aus der es in der Bronzezeit mal herkam.
Mit der Theologiesierung (beginn: Paulus?) nahm diese Jesuanische Gemeinde jedoch wieder Abschied von dieser Idee.
Alles, was dann kam, war Gesetzes-Vergötzung mit anderem Anstrich.
Weißt Du, warum Jeshua nicht nach Germanien kam? Mit seiner Einstellung wäre er hier nicht aufgefallen,die Götter hatten gar keinen grund, ihn hierher zu schicken.
So, aber das von Heide zu Heidin. Ich weiß, liebe Christen, daß Ihr das völlig anders seht. Ich habe alle diese Kommentare, wie sie Euch jetzt „auf der Zunge liegen“ früher selbst verpredigt.
Lassen wir das als zwei unvereinbare meinungen hier so stehen.
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Mittwoch, 15. März 2006 11:14
Hrodgar: Hej Filia
nun, ich denke, daß ein Christ nicht anders kann.
Er würde sich mit der Anerkenntnis, daß auch andere menschen Wahrheit in anderen Göttern erkennen der Bestrafung im ewigen Feuer aussetzen.
Deswegen sehe ich ihnen das nach. Sie sind so.
Nicht nachsehen tue ich allerding Verunglimpfungen.

Und noch etwas:
Wie soll jemand aus christlcher Tradition je etwas gespürt haben, von der sanften Güte des Allvaters Wodan? Wie soll jemand, der nicht in freier Natur zu lauschen versteht, die zarte Stimme die lieben Frau Hulda hören? Wie soll jemand, der dem Gewitter flieht Donars kraftvolles wesen verstehen?
all diese wunderbaren erlebnisse mit den Hohen, all die momente an denen Du Spürst, daß die Hohen Dein Opfer liebevoll annehmen, die Erhabenheit, als partner von deinen göttern angenommen zu sein, daß wissen um die heiligkeit der frau und ihrer nobelsten instinkte…wie soll ein christ das je erfahren…
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Mittwoch, 15. März 2006 10:38
Hrodgar: hoppla
Zitat:Das Christentum ist der einzige Rahmen, in dem sich die Freuden des Heidentums erhalten haben.

ergo: Im Heidentum ist diese Freude grundgelegt, derer sich das Christentum bedient.

Das wissen wir schon lange, aber hier hören wir es von einem „Fidei Defensor“.
Danke…

Aber ich darf sie alle beruhigen:
Im Heidentum selbst ist diese Freude noch sehr viel stärker und ursprünglicher erhalten.
Unsere Götter sind immer noch da und offen für die Menschen. Trotz aller Schandtaten…
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Mittwoch, 15. März 2006 09:40
Hrodgar: @ eine lange ersehnte Klarstellung
der Rat für Interreligiösen Dialog wird der Abteilung „Kulturschaffende“ zugeordnet.
Statt des „dialogen“ also des Zwiegespräches mit anderen Religionen betrachtet man diese Fortan alsein Art Künstler.
Man spricht nicht MIT ihnen, sondern ÜBER sie.
Danke Herr Ratzinger, das ist Ihr stil gewesen und wird Ihr Stil bleiben.
Ganz der alte.
Die Bedeutung für die Kirche heißt aber: „Wir sind eh die einzig Wahren, was sollen wir mit anderen Reden?!“.
Von außen betrachtet heißt das, daß die Kirche geneigt ist Feindbilder zu reaktivieren, um deren Abbau sich JPII so sehr bemüht hat.
Die Glaubwürdigkeit als Religion des Liebenden Gottes, der sich an alle liebend wendet, erreicht einen neuen Tiefpunkt.
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Mittwoch, 15. März 2006 09:10
Hrodgar: @ Ritter
Guten Morgen, der Herr,

Sehr weise gesprochen. Vielleicht wäre es so gekommen, wie Sie sagen. Dann wäre es eine natürliche Sache gewesen. Und auf jeden Fall eine freiwillige. Und dem gemäß ein friedliches Nebeneinander. Aber das war so nicht gewollt. Und das ist einer der gravierenden Punkte, die in meinem Ansehen der Kirche und der Christenheit ihre Glaubwürdigkeit genommen hat.
Aber das muß jeder für sich sehen und entscheiden.

Solange aber noch so große Teile der Kirche bis heute die Verbrechen leugnen, beschönigen oder gar rechtfertigen, solange so viele Katholiken wie hier in diesem Forum sich von Vorurteil zu Vorurteil hangeln und dabei respektlos Schmähreden führen über Dinge, die sie nicht kennen und Götter, die sie nicht hören und Menschen, denen sie nie zugehört haben, solange bleibt für mich diese Religion unglaubwürdig.

Ihr, Herr Ritter, seid einer der wenigen, die es schaffen zu formulieren :„Ich kenne mich mit … nicht so gut aus. Habe bisher immer gedacht daß…“
Das zeugt von der Bereitschaft zuzuhören. Ich danke dafür und Euer Gott wird sich freuen über so einen Mitstreiter.
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Dienstag, 14. März 2006 20:44
Hrodgar: @Anastasius
Welche Bücher Sie doch kennen?!?
Also ich lese keine Nazilektüre…aber jedem das seine. Ist ja sicher auch kulturhistorisch interessant, wie Geschichtsklitterung erfolgreich betrieben werden kann.

Herr Anastasius, auf dieser Ebene nicht!
Ich habe einen Eid auf unsere Verfassung geleistet, der mich bindet, für Leute wie Sie mein Leben zu riskiren!
Ich lasse mich nicht in die Nähe von Nazis rücken! Klar soweit?
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Dienstag, 14. März 2006 18:37
Hrodgar: Gestiftet…
ja, und vorher geraubt durch den gütigen Stifter…
Die Gegenleistung war dann wohl die Kaiserkrone an Karl den Sachsenmörder.

„Die Germanischen Fürsten“ wohl eher die Fränkischen Fürsten, die sich vorher das Land geraubt hatten. Rom wußte davon, hat seine ganze moralische Macht ins Spiel gebracht Karl das Versprechen abzunehmen „die Sachsen zu Taufen oder aber zu erschlagen“…jo…klar, daß diese Frankenherrscher die Kirche Stiftungen machten.

Oder welche meinen Sie?
Radbod, den Friesen? Oh ja!

Nochmals mein Buchtip: siehe unten…
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Dienstag, 14. März 2006 16:00
Hrodgar: häääää?????
= Hessische Frageformel.

Alles um was es geht sind einige historische Fakten,nicht wahr, Ritter?

Mit dem Kreuzritter habe ich keine Probleme…

Aber bei der Gelegenheit:
Strassen und Wege hat der Gute Boni sicher nicht gebaut oder dieses veranlasst. Vielmehr einige Klöster gegründet. Das Land hierzu wurde von der Kirche dabei nicht gekauft. Soviel steht nun einmal fest.
Buchtip: Fischer-Fabian: Die Deutschen Kaiser.
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Dienstag, 14. März 2006 14:56
Hrodgar: verdienst…
… im Sinne der Kirche Sicherlich…ansonsten…na ja.

Eines ist Sicher: Durch die Schandtat des Bonifatius hat sich keinen nennenswerte Zahl bekehrt.

Die „Bekehrung“ sah etwa so aus:
In einem Dekret erließ Karl der Sachsenschlächter folgendes:
Ein Bauer, der einen Heidnischen Ritus durchführt, muß 36 solidi Strafe zahlen…zugunsten der kirche.
36 Solidi, das war die Existenz eines Bauern. Das waren 36 Kühe.
Als „Beweis“ hat es ausgereicht, daß ein Pfarrer den Bauern anzeigt.
Der „Prozess“ oblag der Geistlichkeit, die ja dann auch das Geld / den Hof kassierte.
Die Durchsetzung, also die Drecksarbeit, lag bei den Frankensoldaten.

Klasse, was?
Natürlich ist da keiner mit nem Schwert in der Hand, der einen Heiden zum Taufbecken schubst.
Es wird einfach nur die Existenz genommen…mehr nicht…und schon, schwupps, rennen die alle in die Kirche.
Klar, denn gehste nicht hin, wirste angezeigt wegen nichthalten der sonntagspflicht…ich glaub das waren 10 Solidi Strafe…
Die Quelle hierzu hab ich zu Hause…kann ich jetzt also nicht abdrucken. Aber reiche ich gerne nach.
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Dienstag, 14. März 2006 14:43
Hrodgar: oh manno
…das ist wie in jedem verein:
der eine gönnt dem anderen nicht die wurst auf dem brote…

„dem anderen sein Anders-Sein nicht vorzuwerfen ist der Anfang der Weisheit“…
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